Als letzte Station der gemeinsamen Reise meiner Mutter und mir haben wir uns drei Tage in London genehmigt. Nicht besonders viel Zeit für eine Weltstadt dieser Kategorie, vor allem für meine Mutter, die zum ersten Mal dort war. Aber als Reiseprofi weiß man ja, dass man sowieso nirgends jemals alles sehen wird können und dass man nichts verpasst, wenn man etwas auslässt, so ganz nach dem altbewährten Motto „Wos werd ´nn sein?“.

Trotzdem haben wir gleich nach unserer Ankunft am Vormittag die Sachen in das diesmal angenehm-schöne Hotelzimmer geschmissen und sind gleich mal über den Hyde Park in die Stadt rein. Ich wollte mir ursprünglich das Sightseeing ersparen, da ich mir eingebildet hatte, schon die wichtigsten Sachen zu kennen, hab dann aber doch registriert, dass die Erinnerung schon ordentlich verblasst ist. So sind wir dann gemeinsam auf den Weg gegangen.

Ins British Museum bin ich ja gleich einmal sehr gerne mitgegangen, vor allem wegen meiner Liebe zur ägyptischen Kunst, die in der legendären Ägyptensammlung gestillt werden sollte. War ich bei meinen letzten Besuchen hier noch platt vor lauter Staunen, musste ich mir eingestehen, dass nach dem Besuch des Nationalmuseums in Kairo die Engländer mit Ihrer gefladerten Raupensammlung ganz schön alt aussehen. Dennoch wurde mein altes Ägypterherz von neuem berührt. Die Assyrerabteilung beeindruckte sehr, an diese konnte ich mich von früheren Besuchen gar nicht erinnern.

vor dem British Museum

vor dem British Museum

assyrische Kunst

Assyrer und Ägypter

einer meiner Freunde aus Copan

einer meiner Freunde aus Copan

Den ersten Tag hab ich sehr angenehm beschlossen. Im „Time Out London“ hab ich gesehen, dass einer meiner Lieblings-DJs, David Rodigan, am Abend wie jeden zweiten Sonntag zum Reggae-Dance „Rootikal“ einladet. Die Schoße findet im East Village statt und geht immer schon am frühen Nachmittag mit Bier und Jerk Barbecue ala Jamaica los. Dementsprechend war die Party im Keller schon auf Hochtouren, als ich um ca. 19.00 Uhr eintraf. Father Roddy war in Höchstform und die Stimmung super, mein Leiberl binnen kürzester Zeit durchgeschwitzt. Tja, wartet man im verschlafenen Wien monatelang auf Abende wie diesen, gibt´s sowas in London wohl dauernd…

Father Roddy

Father Roddy

Tag zwei war voll dem Sightseeing gewidmet und dementsprechend anstrengend. Tower und Bridge, St. Paul´s, Temple, Westminster Abbey, Trafalgar Square, Houses of Parliament,…die Klassiker halt.

Tower Bridge

Tower Bridge

mit dem Förderband fährt man an den Kronjuwelen vorbei

mit dem Förderband fährt man an den Kronjuwelen vorbei

 

St. Paul´s Cathedral

St. Paul´s Cathedral

Houses of Parliament

Houses of Parliament

Manche Sachen sind einfach nur stinkfad

Manche Sachen sind einfach nur stinkfad

am Trafalgar Square

am Trafalgar Square

Am dritten Tag noch schnell die Wachablöse am Buckingham Palast angeschaut. Irre und regelrecht pervers, was die Monarchie sich da für ein Theater genehmigt!!

Meine Queen Mum vor dem Buckigham Palast

Meine Queen Mum vor dem Buckigham Palast

 

die Beefeater

die Beefeater

Den Nachmittag noch ein wenig herumstrawanzt und geshoppt, am Abend noch ein schönes Guiness getrunken und schon waren drei Tage in London um…London ist immer einen Besuch wert. Es ist eine große Metropole mit einer irren Vielfalt und sehr interessanten und auch netten Leuten.

Punk´s not dead

Punk´s not dead

Picadelly Circus

Picadelly Circus

 

Als Resümee zu den gemeinsamen zwei Wochen auf Achse mit meiner Mutter kann ich nur sagen: Es war echt sehr lässig, wie wir unterwegs waren. Es war kein Stress, sondern ein richtiges Vergnügen und eine echte Hetz! Der Zeitrahmen war genau richtig für das was wir uns vorgenommen hatten. Eine wertvolle Zeit für beide, so soll es sein! Danke!

Schön war ´s und jetzt lustig nachhause!

Schön war ´s und jetzt lustig nachhause!

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Wer nur irgend jemals mit der so genannten esoterischen Szene in Berührung gekommen ist oder sich gar mit Fantasyliteratur etc. beschäftigt, wird höchst wahrscheinlich schon einmal von Glastonbury gehört haben.

Glastonbury ist ein kleiner Ort in der schönen Grafschaft Somerset, um den sich beinahe so viele Legenden ranken wie an einem normalen englischen Tag Regentropfen auf die Erde fallen. Der Ort ist ein Kultplatz durch viele Jahrtausende gewesen und liegt auf wichtigen geomantischen Energielinien…die älteste Kirche Englands stand hier…König Artus soll hier einst begraben worden sein…Jesus soll hier mit seinem Onkel Josef von Arimathea vorbeigekommen sein…der Heilige Gral soll hier zu finden sein, und Glastonbury soll auch das legendäre Avalon (gewesen) sein, Sitz der Göttin und ihrer Priesterinnenschaft, ein verborgener Ort in einer Parallelwelt hinter den legendären Nebeln…

Was uns dorthin gerufen hat? Schwer zu konkretisieren…sagen wir mal so: man hat einfach schon sehr viel Schönes gehört, von Leuten, die den Ort besucht haben, und so wurde die Aufmerksamkeit geweckt. Und irgendwann geht von einem Ort wie diesem ein Ruf aus, dem man dann folgt.

Sofort nach dem Aussteigen aus dem Bus bringt sich auf humorige Weise wieder einmal der Tod in Erinnerung, er ist halt immer dabei...

Sofort nach dem Aussteigen aus dem Bus bringt sich auf humorige Weise wieder einmal der Tod in Erinnerung, ein wahrlich treuer Begleiter...

Glastonbury ist ein nettes, beschauliches Örtchen mit einem sehr alternativen Flair. Von modernen Gralssuchern bis zu gestrandeten Hippies ist allerlei buntes Volk dort anzutreffen, der Ort mit den vielen einschlägigen Shops, Yogaretreats, etc. gleicht beinahe einem riesigen, esoterischen Freilichtmuseum. Tatsächlich trifft man dort auch Menschen, die neue Wege suchen und beschreiten, mit lichtvollem Wesen und schöner Ausstrahlung. Und damit nicht alles zu licht wird, hat sich in Glastonbury auch unübersehbar die Dunkelheit verankert, damit das Gleichgewicht der Kräfte wieder hergestellt ist, so wie es der Natur aller Dinge entspricht. Die vollkommen kaputt gesoffenen Gesellen am Straßenrand sind nur EIN Anzeichen dafür…

allgegenwärtige Freaks

allgegenwärtige Freaks

Wir hatten uns für Glastonbury zweieinhalb Tage Zeit gegeben. Den Ort kann man sicher in einem halben Tag „besichtigen“, wir wollten aber der Energie und den feinen Plätzchen mit Ruhe begegnen.

Die interessantesten Plätze in Glastonbury sind die Glastonbury Abbey, der so genannte Tor und der „Chalice Well“.

Als wir im Ort ankamen, war das Wetter fantastisch, der Wetterbericht für die folgenden zwei Tage verhieß eher Regen. So beschlossen wir, gleich einmal die kleine Wanderung auf den Tor anzutreten und uns von dort oben die Aussicht und den Sonnenuntergang zu geben. Der Glastonbuy Tor ist nicht nur ein wunderbarer Aussichtshügel, sondern auch Ziel von Pilgern seit alten Zeiten. Ein mächtiger Turm einer verfallenen St. Michaels Kirche steht ganz oben, der Hügel ist so terrassiert, dass sich von oben gesehen die Form eines klassischen Labyrinths ergibt. Der Tor wird auch als die eigentliche Insel Avalon angesehen - viel Raum für individuelle Wahrheiten, Fantasien und deren Auslegungen jeglicher Art. Jeder betritt den Tor auf seine Art und wird auch so berührt, wie es den eigenen Zugängen entspricht. Fest steht, dass es ein wunderbarer Platz ist, an dem wir einen ebensolchen, schönen Sonnenuntergang verbrachten. Andere Leute bekamen zur selben Zeit am selben Ort offensichtllich Zugang zu weniger friedlichen Schichten ihres Seins…aber das ist deren Geschichte. Zufrieden sind wir bei einfallender Dunkelheit in den Ort zurück, der fast volle Mond stand schon am Himmel.

Der Tor beim Raufspazieren

Der Tor beim Raufspazieren

der Turm aus der Nähe

der Turm aus der Nähe

Schwester Mond

Schwester Mond

Da wir bei unserer Ankunft keine Lust auf lange Quartiersuche hatten und bei einigen der wenigen Quartiere kein Glück hatten, endeten wir in einer Herberge, die aus meiner Sicht für meine Mutter doch ein wenig grenzwertig sein müsste. Sie trug es aber mit viel Humor und Lockerheit. Wie übrigens die ganze gemeinsame Reise von viel Spaß geprägt war…
Die nächsten zwei Tage waren wir vor allem jeder für sich unterwegs, die ruhigen Plätze des Ortes gemäß des jeweiligen eigenen Rhythmus erkundend.

Die Glastonbury Abbey ist eine Ruine einer Benediktinerabtei und ihrer alten Kirchen, die – glaub ich – im 12. Jahrhundert bei einem Brand zerstört wurden. Die älteste Kirche Englands soll Legenden zufolge von Jesus selber hier gebaut worden sein. Das Grab von König Artus und Gunivere soll hier gefunden worden sein. Ich hab die schöne Parkanlage in der Horizontalen und größtenteils schlafend auf mich wirken lassen – auch nicht schlecht!

Glastonbury Abbey

Glastonbury Abbey

wieder mal eindrückliche Baumriesen

wieder mal eindrückliche Baumriesen

Besonders schön war für mich der Besuch des „Chalice Well Gardens“, einem wunderbaren englischen Garten mit dem heiligen Calice Well, dem Kelchsbrunnen. Der Brunnen mit seinem eisenhältigen und rot gefärbten Wasser ist über Jahrtausende nie trocken gelaufen und wird von zahlreichen Pilgern besucht, die ihn nicht nur als Ort des Heiligen Grales sondern vor allem als Quelle der göttlich-weiblichen Energie sehen. Tatsächlich war die Energie am Brunnen, der gerade aufgrund eines Anlasses mit bunten Blumen geschmückt war, für mich sehr angenehm berührend, sanft und nährend. So habe ich in dem Garten einige Stunden in Ruhe, Freude und Dankbarkeit verbracht, bevor ich wieder leicht Abschied genommen habe.

der heilige Chalice Well - am Deckel die "Vesica Piscis"

der heilige Chalice Well - am Deckel die"Vesica Piscis"

Lion´s Head

Lion´s Head

Zum Abschied von Glastonbury gingen wir noch einmal gemeinsam hoch zum Tor, diesmal bei eher trübem, aber nicht weniger spektakulärem Wetter.

Man könnte ja viel mehr schreiben und nichts würde diesem Ort gerecht werden…

Die Tage in Glastonbury waren sehr friedlich und schön, und für mich und meine liebe Mutter gab es viel Gelegenheit für gemeinsame Gespräche miteinander, die wir – so glaube ich - gut genutzt haben. Glastonbury ist definitiv einen Besuch wert, und wenn man nicht als Suchender mit einem vor gefassten Ziel dorthin geht, wird man sicher auch beschenkt, jeder auf seine Art.

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15.06.2009

Stonehenge!

Der Plan auch einen Abstecher nach England zu machen, hat sich ergeben, weil für mich zum keltischen Irland thematisch auch ein längst fälliger Besuch in Stonehenge und Glastonbury mit ins Programm sollte. Zwei Orte, von denen man schon viel gehört und gelesen hat…

Gleich nach dem Aufsetzen in Heathrow haben wir uns in den Bus nach Salibury gesetzt, welches nahe an Stonehenge ist. Am frühen Nachmittag waren wir dort und haben aufgrund der günstigen Wetterlage beschlossen, gleich nach Stonehenge zu fahren.

So weit der Ruhm von Stonehenge auch reicht, so oft hat man auch schon gehört, wie enttäuschend es ist, wenn man dann dort hinkommt. So was muss man aber selber in Erfahrung bringen und nicht aus zweiter Hand. Wer weiß, stimmt es überhaupt, was so viele sagen? Außerdem sind die Österreicher Nörgler…“Die Steine sind ja gar nicht so groß.“, „Daneben geht die Autobahn vorbei.“, „Da sind so viele Touristen.“, „Man kommt nicht an die Steine ran.“,…das sind so die meistgehörten Aussagen.

Und alle diese Aussagen stimmen. Über die Autobahn gelangt man direkt zum berühmtesten Steinkreis der Welt, und auf der anderen Seite von Stonehenge ist noch eine Autobahn. Die Steine sind auch um einiges kleiner, als man sie von den vielen gängigen Weitwinkelbildern eingeschätzt hätte. Und Touris wuseln genug herum. Man kann auch nicht direkt zu den Steinen hin, weil diese großzügig eingezäunt sind.

Das macht aber alles nichts! Stonehenge ist super und beeindruckend! Viele Leute zahlen ja nicht mal den Eintritt und gehen nicht auf das Gelände, sondern schauen durch den Maschendrahtzaun vom Pannenstreifen der Autobahn herein. Die meisten regulären Besucher haben die ganze Zeit den Audio-Guide am Ohr, was den eigentlichen Zauber von Stonehenge nicht gerade fördert. Mir hat ´s sehr getaugt! Das Wetter war bestens, ich hab super Fotos gemacht, und als das erledigt war, hab ich mich auf die Wiese gesetzt und bin mit dem Walkman im Ohr auf eine Zeitreise gegangen, teilweise dann im Liegen und im Schlaf. Die Steine sind schon sehr inspirierend und nie könnte ein Foto von Stonehenge den persönlich vor Ort gemachten Eindruck ersetzen. Ich bin sehr froh, dass ich endlich mal dort war, und kann das jedem nur empfehlen, von Heathrow ist man in 3 Stunden mit dem Bus direkt vor Ort. Und angeblich wollen sie die zwei Autobahnen im Bereich der Anlage bald einmal untertunneln…und die Leute werden halt was anderes zum Nörgeln finden…

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super

Super!

Raben, wie sooft an historischen Plätzen

Raben, wie sooft an historischen Plätzen

er war auch Stonehenge schauen

er war auch Stonehenge schauen

eine kleine Ofrenda...Mannerschnitten-Stonehenge

eine kleine Ofrenda...Mannerschnitten-Stonehenge

in der berühmten Kathedrale von Salisbury

in der berühmten Kathedrale von Salisbury

Ja, in Irland muss man natürlich raus auf´s Land. Es locken traumhafte Landschaften, Seen, Klippen, Flüsse, grüne Weiden, Schlösser, Burgen, Kirchen und mystische Plätze aus den Jahrtausenden von der Steinzeit über die Keltenzeit bis zu den Anfängen des Christentums.

Wir haben beschlossen, uns den Stress mit Mietauto und Linksverkehr zu ersparen, nachdem wir von jemandem den Tipp bekommen haben, dass es den „Paddywagon“ gibt, einen Tour-Operator, der günstige und unkomplizierte Mehrtagestouren für junge Reisende und deren Budget anbietet. Das hat ganz vernünftig geklungen und schon waren wir angemeldet. Mutig von uns beiden. Für mich, weil ich jegliches Gruppentheater auf Reisen zu vermeiden gewohnt bin, und für meine Mutter, weil es doch absehbar war, dass sie in einem Bus mit einem Haufen junger Leute landen und in Hostels übernachten wird.

Für beide von uns erwies sich die Entscheidung aber als goldrichtig. Unser Fahrer Joe war ein richtiger Ire, kannte sich gut aus, war witzig, geistreich und hilfsbereit. Mit uns im Bus saßen ca. 20 andere Leute aus aller Welt, größtenteils amerikanische Collegegirls, und die Amies sind ja immer sehr nett und aufmerksam. Besonders schön und erfrischend war der lockere Umgang miteinander, nicht so zach wie auf normalen Busfahrten. So lernte man die Leute im Laufe der Tage auch ein wenig kennen, meine Mum quatschte viel mit verschiedenen Leuten und trainierte ihr Englisch, während ich bequem einen abschnarchen konnte. Super, wie sie sich durch die paar Tage durchbewegt hat. Eine coole Mum hab ich, das haben auch alle anderen bestätigt!

Wenn man durch Irland fährt, vor allem bei dem tollen Wetter, dann kommt man ja nicht aus dem schwärmen. Die Kulturlandschaft ist so lieblich und gepflegt, alles grünt üppig, Tiere grasen, Hecken und Baumriesen überall, die Artenvielfalt der Flora ist enorm, das Grün satt und intensiv! Dazwischen kleine, gepflegte Dörfer mit netten Pubs. Wir sind in den Westen und Südwesten gefahren, die populärste Route für Irlandneulinge wie uns, weil es dort die eindrucksvollsten Landschaften zu sehen gibt. Egal wo wir in diesen Tagen hinkamen, sagten die Leute, dass die Sicht aufgrund des Wetters nie so gut sei, was hatten wir für ein Glück!

Vorher aber machten wir noch einen Abstecher nördlich von Dublin, wo es die Tunnelgräber von Bru na Boinne in Newgrange und den Hill of Tara zu besichtigen galt.

Das Grab von Newgrange ist ein künstlicher Steinhaufen mit einem ca. 30 Meter langem engen Tunnel, durch den bei der Wintersonnenwende die untergehende Sonne für ein paar Minuten eine Grabkammer mit einem dünnen Sonnenstrahl erhellt. 5000 Jahre alt und sehr faszinierend.

Newgrange

Newgrange

Tunneleingang und behauener Stein davor

Tunneleingang und behauener Stein davor

Der Hill of Tara war der Sitz der irischen Hochkönige in keltischen Zeiten. Ein kleiner Hügel mit super Aussicht und oben dem phallischen „Stone of Coronation“.

am Hill of Tara

am Hill of Tara

Dann ging´s gen Westen. Sehr faszinierend, weil auf einem super Platz gelegen und mit einzigartigen keltischen Steinkreuzen ausgestattet, waren die Ruinen des Klosters von Clonmacnoise, dem ersten irischen katholischen Kloster, das später von den Wikingern zerstört wurde. Und von Irland aus hat sich ja das katholische Mönchstum erst über Europa verbreitet.

Clonmacnoise

Clonmacnoise

die schönsten keltischen Steinkreuze Irlands

die schönsten keltischen Steinkreuze Irlands

Unterwegs immer wieder kleine Stopps an schönen und im Bedarfsfall auch an „stillen“ Orten. Erstes Übernachtungsziel im Westen war dann die Stadt Galway, die Bohemian City in Irland.

Galway

Galway

Und in Galway waren wir mal wieder genau zur richtigen Zeit am richtigen ort. Unser Fahrer Joe hatte schon den ganzen Tag davon geschwärmt und im Radio war es auch das Hauptthema: Galway war an diesem Wochenende Etappenziel des weltweiten Hochseerennen „Volvo Ocean Race“, das von den Iren begeistert verfolgt wird, anscheinend die Formel 1 des Segelsports. Die Stadt wird deshalb eine einzige Party sein, die ihren Höhepunkt in einem gratis Open Air-Konzert von Sharon Shannon finden wird. „Wer ist Sharon Shannon?“, fragt sich da jemand wie ich, dessen musikalischer Geschmack ganz klar am anderen Ende der Bandbreite menschlicher Hautfarbe befindet. Der Freund der Irischen Musik, und das sind die Iren alle, zuckt aber bei dem Namen aus, denn SS ist DER SUPERSTAR der irischen traditionellen Musik. Naja, da muss man hin, soviel war klar, immerhin ist Musik immer ein Träger der Energie eines Landes, und um diese zu erfahren geht man ja auf Reisen.

concerto

concerto

Die ganze Stadt und der Hafen mit all den Docks waren gerammelt voll, ca. 60.000 Menschen sahen sich das Konzert an. Die Leute sind bei den Hits wie “Galway Girl” voll ausgefreakt und zugegeben – mir hat´s auch sehr gefallen, was die Sharon Shannon da aus ihrer kleinen Ziehharmonika rausgequetscht hat. Ein Fest der irisch-keltischen Leichtigkeit und Freude, wie es nicht besser hätte fallen können für uns! SUPER!

Hier zwei Kostproben auf Youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=FDsd9Rd-gMI

http://www.youtube.com/watch?v=D95U-XVKbnI

Weiter ging ´s am nächsten Tag zu den berühmten Klippen von Moher, die 200 Meter tief und senkrecht in den Atlantik abfallen. Muy impressionante!

cliffs of Moher, 5km x 200m

cliffs of Moher, 5km x 200m

traumhaft schön

traumhaft schön

und noch einmal

und noch einmal

Unterwegs gibt ´s immer wieder was zu sehen. Weitere Höhepunkte waren der Nationalpark von Killarney und das Blarney Castle. Die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite, es war ein Traum! Die Leute in Irland sind so offen, kontaktfreudig und lieb, als Österreicher packt man ´s ja kaum! Auch in den kleinen Städten am Land spielt sich sehr viel Leben ab, viele junge Leute und so was wie Nightlife. Die Institution Pub ist sowieso genial, weil dort wirklich alles zusammenkommt, von Jung bis Alt, traditioneller Musik bis neueste Dancetunes-super!

Mum beim Quatschen

Mum beim Quatschen

Killarney Nationalpark

Killarney Nationalpark

auch

auch

Blarney Castle

Blarney Castle

Idylle

Idylle

Zufrieden!

Zufrieden!

Was waren das für tolle Tage! Reiner Genuß, nicht mal familiärer Stress, alles super! So wie das Wetter sich präsentiert hat, war Irland für mich eines der Topreiseländer, in denen ich bisher war. Auch meine Mutter hat sich total in Land und Leute verliebt. Und ich weiß jetzt: die beiden Missionare im äthiopischen Busch sind richtige Iren, ein toller Menschenschlag! Man sieht sich wieder auf der grünen Insel, soviel steht fest. Thank you Ireland, the craik was grand! ABSOLUTE REISEEMPFEHLUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!

Cheers!

Cheers!

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5.06.2009

Dublin

Am 27.Mai sind wir in den Flieger nach Irland gestiegen. Ich hatte die Verantwortung auf mich genommen den ganzen Trip zu planen, meine Mutter sollte sich um nichts scheren müssen - das war der Deal. Leider hatte ich mich aber aufgrund anderwertiger Aktivitäten auch nicht mehr um besonders viel kümmern können und darauf vertraut, dass sich schon das richtige ergeben werde. Als Reiseprofi bin ich so auch schon oft genug gut gefahren.

Genauso profimäßig und mit entsprechender Freude wurde der Rucksack gepackt und der Billigflieger am 27. Mai bestiegen. Ziel Dublin.

Von Dublin sahen wir aus der Luft nicht sehr viel, da eine dichte Nebelschicht über der Stadt lag. Die letzten Tage daheim waren so schön gewesen, dass ich mich schon fragte, was mich da in der schönsten Zeit des österreichischen Jahres nach Irland zieht, wo es dort an über 270 Tagen im Jahr Regen gibt. Als wir bei eher frischen Temperaturen mit dem Bus in die Stadt fuhren, wusste ich noch nicht, dass der keltische Wettergott ein schönes Geschenk für uns parat hatte…

Schon am Weg ins Hotel fällt einem bei jeder kleinen Begegnung die nette Art der Leute auf, spätestens im Hotel dann die hohen Preise.

In Irland bezahlt man mit Euro, jedoch ist alles um ca. 30 % teurer wie bei uns daheim, weil die irische Wirtschaft bis vor ein paar Jahren so ein irres Wachstum hatte, dass die Iren die zweitbesten Verdiener in Europa nach den Luxemburgern wurden.

Von den hohen Preisen wollten wir uns aber nicht irritieren lassen, schließlich galt es diese einzigartige Reise zu genießen. Und genau das haben wir von der ersten Sekunde an getan.

Dublin ist ein nettes Städtchen und streift in den wichtigen Kategorien „nette Leute“ und „fesche Frauen“ gleich mal die volle Punktezahl ein. Die ebenfalls wichtige Kategorie „Essen“ wird auch super bedient, da die Iren von ihren Reisen jegliches Essen mit nachhause gebracht haben, das es auf der Welt gibt. Unter 15 Euro gibt’s aber höchstens ein Kebab oder einen BigMac. Das Bier ist in Irland besonders wichtig und auch gut, wie wir bald einmal festgestellt haben. Nightlife gibt es mehr als genug, an jeder Ecke wird gefeiert und Livemusik gespielt, auch unter der Woche ist was los bis zum Morgengrauen (das habe ich alleine erkundet). Bleibt noch das Wetter…Tja, da hatten wir Glück, denn nach wenigen Stunden unserer Anwesenheit kam die Sonne raus und sollte bis zu unserer Abreise nur noch planmäßig in der Nacht verschwinden. Nicht nur, dass wir in Irland schwitzten, die Genugtuung war noch größer, als ich hörte, wie kalt es in der Zwischenzeit daheim war.

beim ersten Spaziergang war es noch wolkig

beim ersten Spaziergang war es noch wolkig

...doch bald zog es auf...

...doch bald zog es auf...

...und dann war es nur noch genial!

...und dann war es nur noch genial!

Die Nächte sind übrigens aufgrund der hohen geografischen Breite um diese Jahreszeit recht kurz. Erst um zehn am Abend wird es finster. So konnten wir die langen Tage gut nutzen. Herumspazieren - Parks, Sehenswürdigkeiten und Leute anschauen.

alle gingen in den Park und genossen die sommerlichen Temperaturen - 25°

alle gingen in den Park und genossen die sommerlichen Temperaturen - 25°

Kids

Kids

die schöne Kathedrale des Nationalheiligen - St. Patrick

die schöne Kathedrale des Nationalheiligen - St. Patrick

Im Phoenix-Park, wo der alte Papst einst vor 1,2 Mio. katholischen Iren gepredigt hat

Im Phoenix-Park, dem größten Park Europas, wo der alte Papst einst vor 1,2 Mio. katholischen Iren gepredigt hat

Oft wird man angequatscht von den lieben Iren. Von frechen Mädels sowieso, aber auch von allen anderen möglichen Leuten, alle sind total kommunikativ und nett.

girls und wir

girls und wir

Das irische Englisch ist ganz gut zu verstehen. Je später es im Pub wird, umso schwieriger wird es dann, weil die Leute saufen schon SEHR viel…alkoholbedingetn Stress und Aggression hab ich dabei nicht bemerkt..

Guiness is good for you - and for me!

Guiness is good for you - and for me!

Insgesamt waren wir knappe 3 Tage in Dublin, diese haben wir echt genossen, zusammen und jeder auf eigene Faust – ganz unkompliziert, so wie es halt ist in Irland. Auch meine Mutter hat sich dabei sehr wohlgefühlt. Von Dublin aus sind wir dann 4 Tage ins Land hinausgefahren…

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5.06.2009

Ein neues Projekt

Die Zeit daheim war schön aber auch recht knapp, denn es war ja schon wieder ein anderes Projekt vorgesehen…so schön es daheim auch ist…wenn man Zeit und noch ein wenig Knete hat wie ich, muss man das schon ausnutzen.

Die freundlichsten Menschen, die mir jemals begegnet sind, hatten wir mit Nane in Äthiopien getroffen. Äthiopier natürlich!…ABER: aus all den freundlichen und offenherzigen Äthiopiern sind noch zwei besondere Figuren herausgeragt: Father John und Father Paddy, die zwei Missionare in Arba Minch und Dimeka. Kaum jemals hab ich Menschen erlebt, die so authentisch positiv, freundlich und offen waren, wie die Zwei. Nane hat das auch so gesehen, und hätten wir einen Freundlichkeitsaward zu verleihen, ginge er an die beiden!! Oft haben wir uns auf der Reise die Frage gestellt, warum gerade diese Typen so freundlich waren, wie wir es selber nie hinkriegen würden.

Weil sie Pfarrer sind? - Nicht unbedingt!

Weil sie seit Jahren in Äthiopien leben? – Sehr gut möglich!

Weil sie nicht soviel hackeln wie wir das im Büro daheim gewohnt waren? – Sicher sehr förderlich!!!!

Oder vielleicht auch, weil sie aus Irland kommen? - Die Freundlichkeit der Iren ist schon irgendwie sprichwörtlich, und schon oft hab ich schöne Begegnungen mit reisenden Iren gemacht.

Vermutlich ist es eine Kombination aus all den genannten Faktoren. Wie auch immer…als ich mich auf der Rückreise von Usbekistan in Istanbul befunden habe und es klar wurde, dass es bald heimgehen wird, hab ich beschlossen, dass ich nach Irland fahren will, um das herauszufinden und unseren keltischen Wurzeln dort wenig auf den Zahn zu fühlen, wo noch mehr davon sichtbar ist. Wäre mir in den letzten Jahren ja nie in den Sinn gekommen, weil ich immer nur ins Warme wollte. Doch irgendwie hat mich der Ruf erreicht und plötzlich brannte diese Idee in mir.

Es war auch klar, wem ich die Möglichkeit des Mitreisens anbieten wollte. Meine Mutter schwärmt immer sehr, wenn Bilder aus Irland und England in der Kiste flimmern. Sie war aber noch nie dort und gerade jetzt brauchte sie dringend einen Tapetenwechsel. Warum sie also nicht mit dieser gemeinsamen Reise beschenken?

„Ist ja auch gut für mich“, dachte ich. Schließlich soll eine Reise auch immer Abenteuer und Herausforderung sein. Und in Irland ist ja wie im Rest von Westeuropa alles nur schön, zivilisiert, nett und gut organisiert. Da spricht doch einiges dafür, dass man sich einen zusätzlichen Nervenkitzel verschafft, indem man jemanden aus der eigenen Familie mitnimmt. Sowas ist immer eine spannende Sache, so sehr man sich auch kennt und liebt! Ein soziales Experiment und eine super Chance, sich mal anders kennen zu lernen, in den Spiegel des verwandten Gesichtes zu schauen und das gemeinsame Karma ein wenig abzuarbeiten - verbunden mit einer schönen Reise. Ein Anruf aus Istanbul reichte und meine Mutter war schon so gut wie „im Boot“. „Super!“, hab ich mir gedacht, und auch ganz ein bißl „Na serwas, das kann was werden!“…Denn damit es sich auszahlt (nicht nur in punkto Herausforderung), haben wir gleich zwei Wochen eingeplant - eine in Irland, eine in England.

2.06.2009

Daham is daham…

…is daham!

Tja, was soll man sagen…ich reise für mein Leben gerne und mit dem Nane ist es einfach sensationell gut gewesen, aber: siehe Überschrift…

Erwin hatte es anhand meiner Usbekistangeschichte schon richtig diagnostiziert: ich hatte mich schon nach der Heimat gesehnt (um nicht das Wort Heimweh zu benutzen). So haben wir uns in Rom nach 3 Tagen gerne in den Zug gesetzt, sind wie gewohnt sofort eingepennt und wenige Stunden später waren wir in Villach.

Kaum zu fassen, dass man auf einmal wieder daheim ist nach all den Erlebnissen. Ein schönes Wiedersehen mit meinen lieben Eltern, die mich planmäßig am Bahnhof abholten. Und eine super Überraschung für uns drei: Meine Schwester Sigrid ist auch aufgetaucht! Ist das verrückte Huhn doch glatt extra von Wien mit dem Auto nach Villach geblättert um mich zu begrüßen und mit uns Abend zu essen um dann gleich wieder abzudampfen. Was für eine Freude!!!

Es standen erst einmal ein paar sehr erholsame Tage in Kärnten am Programm. Nichts tun, nicht viel reden, VIEL ESSEN (!) und das perfekte Frühsommerwetter am See genießen. Wie traumhaft es bei uns ist, wenn alles grünt und die Leute ob des guten Wetters gut drauf sind!

Ja, ich hab intensiv und in aller Fülle genossen, da ich ja schon wußte, daß es nur ein Kurzaufenthalt sein wird.

Kärnten, Tirol, Wien…ein einziger freudiger Trip voll schöner Wiedersehen mit lieben Menchen und Orten!! Und es hat einfach gutgetan! Ich hoffe, es ist niemand beleidigt, der jetzt nicht auf den Fotos ist…nur soviel: alle die ich getroffen habe, habe ich sehr gerne getroffen. Und es wären noch eion paar mehr gewesen, hätte die Zeit gereicht. Danke all den lieben Leuten, die mich mit Liebe und Wohlwollen durch das Leben begleiten.

ein super Regenbogen bei mir daheim

ein super Regenbogen bei mir daheim

Blick von meinem Lieblingsplatzl am Millstätter See aus

Blick von meinem Lieblingsplatzl am Millstätter See aus, Badetemperatur 20°

Herzensangelegenheit...der Besuch am Wilden Kaiser

Herzensangelegenheit...der Besuch am Wilden Kaiser...ist er nicht schön!

Treffen mit meinem Bruder Stefan

Treffen mit meinem geliebten Bruder Stefan...Viva la Hermandad!

in Wien...beste Freunde! Hannes und immer wieder Nane

in Wien...beste Freunde! Hannesto (re.) und immer wieder Nane!

mein zweiter Bruder Martin

mein zweiter Bruder Martin

Das Wiedersehen hatte viele Aspekte, die ich alle sehr genossen habe! Ich kann sagen, dass ich in jeglicher Hinsicht reich beschenkt wurde…Danke und bis bald!

Geliebter Nane,

die Reise mit dir war einfach super! Danke dafür und für unsere schöne Freundschaft, die sogar dieses Projekt unbeschadet überstanden hat! Es ist ja schon fast kitschig, wie gut wir miteinander ausgekommen sind! Ja, es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie sehr ich dich liebe, außer vielleicht:

“I love you, Moussa!” ;-)

Und damit jetzt nicht der falsche Eindruck entsteht, dass du nur lieb bist, gibt es an dieser Stelle das (bisher unveröffentlichte) Foto, welches am besten und doch humorig zeigt, dass du auch ein echt “wilder Hund” bist! Auch eine schöne Qualität von dir, die gut in dir eingebettet ist und in einem angenehmen Verhältnis zu den anderen steht!

In Liebe und Dankbarkeit, Dein Jörgus

2.06.2009

Roma Eterna

Nach Rom wollte ich ja schon längst einmal fahren, und wie könnten wir auf unserer Reise durch die Kulturen an Rom vorbeifahren…geht nicht!

Wir waren 3 Tage in der ewigen Stadt, die soviel zu bieten hat, dass man ruhig viel länger dort bleiben könnte. Jedoch hatten wir auch nicht mehr die Ruhe für einen langen Aufenthalt, da der Nordwind uns schon förmlich den Geruch des Specks von daheim in die Nase geweht hat…

Drei Tage in Rom sind geradegenug um im Schnelltempo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen, ohne dass man dabei auf den Genuß des guten Futters und Kaffees verzichten muss. Bezüglich der Sehenswürdigkeiten galt es ohnehin eine Auswahl zu treffen, da nach 7 Monaten Reise eine gewisse Sättigung nicht zu leugnen war.

Ich hab mir gleich einmal die prominenten Reste des antiken Roms angeschaut, Kolosseum, Palatin, Forum Romanum, etc. Am meisten fasziniert da ganz klar das Kolosseum. Schon irre, wenn man da drin steht und bedenkt, was da alles stattgefunden hat. Irre Spiele, Ausdruck der Dekadenz der alten Römer, Schiffsschlachten, Mord und Totschlag,…angeblich sollen im Kolosseum zwischen 300.000 und 500.000 Menschen und Millionen Tiere gestorben sein. So ist es heute nicht nur ein Beweis für die hochstehende Baukunst der alten Römer sondern auch ein Mahnmal gegen die Todesstrafe. Und eine Topattraktion für Touris wie mich.

...und innen

...und innen

Triumphbogen und Palatin vom Kolosseum aus

Triumphbogen und Palatin vom Kolosseum aus

und immer wieder die kulturinteressierten Schlümpfe...auch in Rom

und immer wieder die kulturinteressierten Schlümpfe...auch in Rom

als ob Caesar von den fotografierenden Touris schon genug hätte

als ob Caesar von den fotografierenden Touris schon genug hätte

Zusammen mit Nane haben wir den Vatikan besucht, die Villa Borghese, die Katakomben in der Via Appia und vieles mehr…unglaublich, wie vollgestopft mit Kunstschätzen und Architektur diese Stadt ist. An jeder Ecke gibt es was zu sehen. Das Wetter war herrlich und ganz Rom war auf den Plätzen und in den Straßen unterwegs. Am letzten Tag gab es noch einen Riesenplatzregen am Nachmittag, den ich im Petersdom abgewartet habe. Rom ist eine geniale Stadt und jeder, der noch nicht dort war, sollte SOFORT hinfahren und nicht so lange drauf warten wie ich. Über die Italiener brauch ich sowieso nichts schreiben. Jeder kennt sie, man mag sie oder nicht. Ich mag sie recht gerne.

auf der Spanischen Treppe

auf der Spanischen Treppe

der Pantheon von außen

der Pantheon von außen

und innen

und innen

der Trevibrunnen, in den pro Tag durchschnittlich 4000 Euro geworfen werden

der Trevibrunnen, in den pro Tag durchschnittlich 4000 Euro geworfen werden

das jüngste Gericht in der sixtinischen Kapelle-30 Meter hoch!

das Jüngste Gericht in der sixtinischen Kapelle-30 Meter hoch!

Petersplatz und -Dom

Petersplatz und -Dom

Das war meine Romgeschichte in aller Kürze.

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2.06.2009

Assisi

In Italien war vor allem ein Besuch in Rom fällig, das hab ich mir schon seit Jahren gewünscht. Am Weg von Ancona, wo wir mit der Fähre an Land gegangen sind, haben wir noch in Assisi vorbeigeschaut, um dem Heiligen Francesco die Ehre zu erweisen und uns das Pilgertum der Italiener mal anzuschauen.

Wenn man am Bahnhof von Assisi aussteigt, sieht man schon die wunderbar am Hügel angelegte Stadt. Wir sind nicht in der Stadt selber sondern am Campingplatz im Tal herunten abgestiegen, was sich nachträglich als sehr angenehm erwiesen hat, da wir Ruhe hatten, während oben in der Stadt ein Riesenrummel ablief.

Es war ja das WOchenende mit dem ersten Mai, das Wetter war brilliant und so waren wohl zigtausend Besucher in der Stadt, die sich durch die engen Gassen von Kirche zu Kirche wälzten. WIr sind es entspannt angegangen wie die meisten anderen Laute auch, und sind ohne Stress da hingegangen, wo uns der Weg geführt hat. Die Kirche zum Heiligen Francesco ist sehr sehenswert, mein Lieblingsplatz war aber oben am Hügel bei der alten Festung, wo weniger Leute und dafür viel frische Luft und Weite zu finden waren.

In Assisi wird alles getan, um die Leute bei Laune zu halten, und auch ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Pliger kaufen Devotionalien aller Art, man kann sich mit einem Typen, der als Christus verkleidet ist, gemeinsam fotografieren lassen und seinen Segen empfangen, und vieles mehr. Bei der Vielzahl von Pilgern fällt es einem schon auf, dass sich im Volk der Gläubigen auch gar nicht so wenige Leute befinden, die einen leicht gestörten Eindruck machen und das religiöse Eifern anscheinend nicht so gut vertragen.

Unser Eindruck, der bleibt: Assisi ist ein nettes Städtchen mit schönen Kirchen und einer angenehmen Atmosphäre. Dem Heiligen Franziskus, der ein Rebell war und seine Liebe zur Natur und dieser Welt lebte, würde das heutige Assisi aber mit der Kommerzmaschinerie vielleicht gar nicht so gefallen. Ein Tag hat uns gereicht, der war dafür sehr nett und angenehm.

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Assisi

Assisi

die Kirche vom Franceso

die Kirche vom Franceso

...und die von Clara

...und die von Clara

Gedränge in den Strassen

Gedränge in den Strassen...

...und die Idylle auf meinem Platzl

...und die Idylle auf meinem Platzl

der Ort war ein einziges Spettaculo

der Ort war ein einziges Spettaculo

Jesus lebt, ganz gewiss!...aber wohl nicht genau in der Form

Jesus lebt, ganz gewiss!...aber wohl nicht genau in der Form

Ende gut, alles gut!

Ende gut, alles gut!

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