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	<title>am besten weg</title>
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	<description>Blog von Jörg Steinwender</description>
	<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 21:49:29 +0000</pubDate>
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		<title>Unwetterkatastrophen in Guatemala&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 04:33:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[…und wie wir helfen können.
Normalerweise beginnt die Regenzeit in Guatemala im Juli. Im Hochland schaut das in der Regel so aus, dass am Nachmittag der Nebel über die Berge kommt, woraus sich ein kurzer Schauer ergibt. Jedoch verändert sich das Klima auch hier und die Extreme häufen sich. So war es zum Beispiel im Vorjahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…und wie wir helfen können.</p>
<p>Normalerweise beginnt die Regenzeit in Guatemala im Juli. Im Hochland schaut das in der Regel so aus, dass am Nachmittag der Nebel über die Berge kommt, woraus sich ein kurzer Schauer ergibt. Jedoch verändert sich das Klima auch hier und die Extreme häufen sich. So war es zum Beispiel im Vorjahr so, dass die Regenfälle in weiten Teilen des Landes fast komplett ausblieben, bis dann im letzten Moment im Oktober der Regen kam und die Ernte gerettet hat.</p>
<p>Heuer ist, so wie es aussieht, das andere Extrem an der Reihe. Die Hurrikan-Saison in der Karibik hat ca. einen Monat früher als normal begonnen, und die Ausläufer der Hurrikans haben Guatemala hart getroffen. Das Unwetter Agathe hat wochenlangen Regen gebracht. Kaum, dass sich die Leute ein wenig erholt haben, ist dann das Unwetter Alex gekommen, das ich selber als tagelang andauernden Regen miterleben musste.</p>
<p>Ich habe mich in den letzten drei Wochen seit meiner Landung in Guatemala aufgrund des Wetters oft mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie ich die Tage sinnvoll verbringen kann bzw. was ich bei so einem Wetter hier verloren habe, während daheim der schönste Sommer ist. Für das Land Guatemala und seine Menschen bedeuten die Unwetter aber echte Katastrophen. 200 Leute starben alleine durch die direkte Einwirkung des Unwetters Agathe. Ganze Landstriche wurden überschwemmt, tausende Menschen evakuiert. Unzählige Muren machten die Verkehrswege unpassierbar, Brücken wurden unterspült und stürzten ein. Am härtesten traf es dabei wie immer die ärmsten der Armen. Jene, die auf den steilsten Hängen oder nahe an den Flüssen siedeln, weil sie sich nichts anderes leisten können, sind am meisten vom Wasser gefährdet. Zudem wurde viel von der Ernte zerstört, was die Lebensmittelpreise unmittelbar in die Höhe schnellen ließ. Das trifft wiederum die ärmsten am härtesten. Und was in Guatemala „arm“ heißt, davon hat unsereins kaum eine Vorstellung. Frauen, die mit 10 hungrigen Kindern und ohne Mann in einer kaputten Bretterbude dastehen und mit 20 Euro im Monat auskommen müssen, sind keine Seltenheit.</p>
<p>Der Regierung fehlt das Geld, um Hilfe zu leisten, und so sind die Leute auf Nachbarschaftshilfe und vor allem auf diverse ausländische Hilfsorganisationen angewiesen, die schnell und unbürokratisch mit dem Allernotwendigsten zur Stelle sind, wenn der Hut brennt. Und der hat besonders durch das Wüten des Unwetters Agathe ordentlich gebrannt. Auch in unmittelbarer Nähe unseres Zentrums im Hochland, wo ich mich die meiste Zeit über aufhalte, wenn ich in Guatemala bin. Einige der umliegenden Dörfer wurden schwer getroffen, ein halbes Dorf wurde mit einer Mure in die Tiefe gerissen, zig Menschen fanden dabei den Tod. Kinder verloren ihre Eltern und viele Leute stehen vor dem Nichts.</p>
<p>In so einem Fall ist auch die „Fundacion Austria-Guatemala“, der Sozialfond des Vereins „To-Om-Ra“ schnell und hilfreich vor Ort. Der Verein wurde von Freunden von mir vor Jahren ins Leben gerufen, um der indigenen Bevölkerung Guatemalas zu helfen. Die zentrale Einrichtung des Vereines ist das kleine Privathospital, welches sich am Gelände unseres Zentrums in Solola befindet, und wo die Indianer der Umgebung für einen gerade einmal symbolischen Beitrag eine ordentliche medizinische Betreuung unter menschenwürdigen Umständen bekommen, was in den staatlichen Krankenhäusern nicht gerade oft der Fall ist. Der Verein wickelt mit seinen ehrenamtlichen Kräften auch kleine Sozialprojekte wie Kleinkredite oder die gezielte Unterstützung besonders schwer betroffener Familien ab. Im Falle der Unwetter wird schnell und direkt geholfen und die Spendenaufrufe in Europa lösen auch immer eine Welle der Hilfsbereitschaft aus, wenn diese am meisten benötigt wird, so wie auch zuletzt.</p>
<p>Die folgenden Fotos geben ein paar Eindrücke von den Zuständen der letzten Wochen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2542" title="img_0115" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/img_0115.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_2543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2543" title="img_0070" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/img_0070.jpg" alt="ein kleiner Pickup voll mit Leuten kämpft sich durch die vermurte Gegend" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein kleiner Pickup voll mit Leuten kämpft sich durch die vermurte Gegend</p></div>
<div id="attachment_2560" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><img class="size-full wp-image-2560" title="b" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/b.jpg" alt="die kaputten Maispflänzchen" width="473" height="322" /><p class="wp-caption-text">die kaputten Maispflänzchen</p></div>
<div id="attachment_2561" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><img class="size-full wp-image-2561" title="5" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/5.jpg" alt="verdreckte Vorräte" width="473" height="322" /><p class="wp-caption-text">verdreckte Vorräte</p></div>
<div id="attachment_2562" class="wp-caption aligncenter" style="width: 483px"><img class="size-full wp-image-2562" title="t" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/t.jpg" alt="kaputte Straßen" width="473" height="322" /><p class="wp-caption-text">kaputte Straßen</p></div>
<div id="attachment_2544" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2544" title="img_0093" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/img_0093.jpg" alt="im Dorf Pixabaj" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ratlosigkeit im Dorf Pixabaj</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2545" title="img_0111" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/img_0111.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2546" title="060" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/060.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_2547" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2547" title="070" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/070.jpg" alt="San Antonio Palopo, oder was davon übrig blieb" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">San Antonio Palopo, oder was davon übrig blieb</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2549" title="0811" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/0811.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_2550" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2550" title="066" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/066.jpg" alt="Suche nach Verschütteten" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Suche nach Verschütteten</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2551" title="071" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/071.jpg" alt="" width="500" height="375" /><img class="aligncenter size-full wp-image-2552" title="077" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/077.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2553" title="074" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/074.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_2554" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2554" title="082" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/082.jpg" alt="ihr Haus wurde weggerissen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ihr Haus wurde weggerissen</p></div>
<div id="attachment_2556" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2556" title="136" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/136.jpg" alt="Indianerfrauen beim Anstellen um Lebensmittel" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Indianerfrauen beim Anstellen um Lebensmittel</p></div>
<div id="attachment_2557" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2557" title="158" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/158.jpg" alt="provisorisches Notquartier" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">provisorisches Notquartier</p></div>
<div id="attachment_2558" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2558" title="028" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/028.jpg" alt="Lebensmittelrationen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Lebensmittelrationen</p></div>
<div id="attachment_2559" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2559" title="img_0140" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/07/img_0140.jpg" alt="HelferInnen vor Ort" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">HelferInnen vor Ort</p></div>
<p>Sollte sich jetzt jemand zum Spenden motiviert fühlen, dann kann ich nur dazu ermuntern. Ich kenne alle Leute, die die Tätigkeiten des Vereins in Europa und Guatemala ehrenamtlich abwickeln und kontrollieren, persönlich, und ich kann mit Sicherheit sagen, dass hier jeder Euro bei den Bedürftigen landet und sich niemand unrechtmäßig an den Mitteln bedient.</p>
<p>So wie ich mich hier selber überzeugen konnte, wurde zwar viel an dringender Hilfe geleistet. Das Leid ist aber bei weitem noch nicht vorbei und es kann gar nicht genug gespendet werden, um den vielen betroffenen Menschen einen kleinen Hoffnungsschimmer zu geben. Jeder Euro zählt.</p>
<p>Die Koordinaten des Vereines lauten wie folgt, wer gezielt für die Katastrophenhilfe spenden will, sollte als Verwendungszweck „Katastrophenhilfe“ und/oder „Sozialfond“ angeben.</p>
<p><strong>Verein To-Om-Ra<br />
Verein für Interkulturelle Friedensarbeit und Sozialprojekte<br />
Raiffeisenbank Bezau/Vlbg.<br />
Konto Nr. 42 887<br />
BLZ 37406<br />
IBAN AT 653740600000042887<br />
BIC RVVGAT2B406<br />
<a href="http://www.verein-toomra.at" target="_blank">www.verein-toomra.at</a></strong></p>
<p>Danke im Namen der Indianer für jeden Euro!!!!</p>
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		<title>Adelante&#8230;Vamos a Guatemala!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 06:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe ja schon angekündigt, dass Wien nur ein kleines Intermezzo ist und ich mich bald wieder auf den Weg machen werde. Mein nächstes Ziel ist kein neues und schon gar kein überraschendes: Guatemala!
Neu sind nur die Umstände, unter denen ich diesmal in meine geliebte zweite Heimat fahre. Jetzt ist es offiziell und ich freue [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ja schon angekündigt, dass Wien nur ein kleines Intermezzo ist und ich mich bald wieder auf den Weg machen werde. Mein nächstes Ziel ist kein neues und schon gar kein überraschendes: Guatemala!</p>
<p>Neu sind nur die Umstände, unter denen ich diesmal in meine geliebte zweite Heimat fahre. Jetzt ist es offiziell und ich freue mich, dass ich folgendes verlautbaren darf:</p>
<p>Ich werde im Juli dieses Jahres erstmals eine spirituelle Reise in die Welt der Maya mitbetreuen. Veranstaltet und zusammen mit mir geleitet wird die Reise von Christine Muigg, die mit ihrer Familie viele Jahre in Guatemala gelebt und das Heilungszentrum To-Om-Ra über dem berühmten Atitlan-See mit aufgebaut hat. Als ich vor Jahren zum ersten Mal dorthin kam, hat sich mir eine reichhaltige und lebendige Welt aufgetan, mit der ich seitdem in einer großen Liebe verbunden bin. Eine Liebe, die sich immer mehr entfaltet und mich reich beschenkt.</p>
<p>So wie mir selber die Brücke in diese Welt gebaut wurde, so teile ich auch meine Zugänge und Freude darüber gerne mit meinen Mitmenschen. Die kommende Reise gibt mir die schöne Möglichkeit, dies in einem weiteren Rahmen zu tun – nun, da ich mich bereit dazu fühle.</p>
<p>Mit Christine Muigg steht mir dabei eine erfahrene Schamanin und vor allem eine sehr weise Frau zur Seite, die aus vielfältigen und tiefen, mystischen Zugängen schöpft. Sie ist eine große Kennerin des Landes und bringt auch genug Erfahrung mit derartigen Reisegruppen in Guatemala mit. Durch die gemeinsame Reiseleitung wollen wir uns aus unseren verschiedenen Anlagen gegenseitig ergänzen und unsere Kräfte verbinden.</p>
<p>Ich freue mich sehr darüber, dass ich somit die Gelegenheit habe, meine Freude am Reisen und meine Liebe zum Land der Maya mit einer neuen Aufgabe zu verbinden. Meine große Dankbarkeit gilt Christine für all die Offenheit und das Vertrauen und Norbert, der uns alle Türen für dieses Projekt aufgemacht hat. Und all den wunderbaren liebenden Wesen, die im Hintergrund die Dinge einfädeln.</p>
<p>Der erste Termin ist im Juli. Für Weihnachten 2010 ist ein Folgetermin angesetzt und wir wollen dieses Projekt langfristig aufbauen.</p>
<p>Weitere Informationen gibt es hier am Blog, wenn man oben im Hauptmenü auf „Guatemala-Reisen“ geht, und darüber hinaus direkt bei mir.</p>
<p>Bis bald in Guatemala, Euer Jörg</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2520" title="p1080677" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/04/p1080677.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2521" title="p1090438" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/04/p1090438.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
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		<title>Frühling in Wien</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 06:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach den letzten Monaten kann eine Verschnaufpause daheim nicht schaden, um alles zu verdauen und neue Projekte reifen zu lassen. Der Winter scheint ja überstanden und die schönste Zeit des Jahres steht bevor. Also habe ich beschlossen, eine Zeit in Österreich zu bleiben und mich um ein paar Dinge zu kümmern, die auf Reisen keinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den letzten Monaten kann eine Verschnaufpause daheim nicht schaden, um alles zu verdauen und neue Projekte reifen zu lassen. Der Winter scheint ja überstanden und die schönste Zeit des Jahres steht bevor. Also habe ich beschlossen, eine Zeit in Österreich zu bleiben und mich um ein paar Dinge zu kümmern, die auf Reisen keinen Platz haben.</p>
<p>Naja, wenn ich schon in Österreich bin, dreht es sich halt auch für mich (so wie für die meisten hier) vor allem um die Arbeit und das Geld. Ich bin ja ein Glückspilz und so reichte ein kurzes Email an meinen alten Chef, um gleich ein paar Tage nach meiner Ankunft in Österreich wieder an meinem alten Arbeitsplatz, der Firma Biotop in Weidling (<a href="http://www.swimming-teich.com" target="_blank">www.swimming-teich.com</a>), antreten zu dürfen. Das ist natürlich genial, wenn man sich nicht irgendwo bewerben und neu auf alles einstellen muss. So nutze ich die Gelegenheit um meine Reisekassa aufzubessern. Und für die Firma ist es auch gut, immerhin ist jetzt Hochsaison im Teichgeschäft und genug zu tun. Danke, Peter!</p>
<p>Dank des großen Wohlwollens und der Unkompliziertheit eines ganz besonders lieben Menschen hat sich für mich auch eine kurzfristige und angenehme Lösung der Wohnfrage in Wien ergeben. Vielen, vielen Dank, liebe Gerda!!!</p>
<p>Gut gelaufen&#8230;ganz schnell ist es gegangen und plötzlich ist der Alltag wieder komplett auf geraden Schienen. Flexibilität lernt man ja auf Reisen, und so stellt man sich immer schneller auf alle möglichen Umstände ein. Ich kenne diese Seite des Lebens ja auch gut und so stehe ich jetzt jeden Tag in aller Früh auf, setze mich verschlafen in die U-Bahn und begebe mich wie die anderen Verschlafenen zur &#8220;Hacke&#8221;, ohne viel drüber nachzudenken - als ob es im Leben gar nichts anderes geben würde! In Wirklichkeit ist es auch nicht weniger schräg als um 5 Uhr Früh im Geschrei am Busbahnhof von Addis Abeba zu stehen oder gemeinsam mit ein paar Indianern auf der Pritsche eines Pickups durch Guatemalas Hochland zu rattern - kommt nur auf die Perspektive an. Geregeltes Leben, grauer Alltag, Sicherheit&#8230;wie auch immer man die übliche Lebensweise da bei uns dann auch nennen mag, für mich passt sie mal ganz gut -zwischendurch.</p>
<p>Nebenbei laufen die anderen Programme meiner DNA auch weiter und so genieße ich auch hier bestmöglich, was die vertraute Umgebung in Wien alles hergibt. Leute treffen, herumspazieren und die netten Plätze wiedersehen, ein guter Kaffe und eine ordentliche Auswahl an Lokalen aller Art. Normales Stadtleben halt.</p>
<p>Mein genetisches Hauptprogramm jedoch, der <strong>Freiheitsdrang</strong>, ist auch noch da. Und so gärt es ordentlich im Hintergrund und neue Pläne werden geschmiedet. Die große innere Unklarheit, mit der ich im vergangenen Jahr während meiner paar Wochen in Österreich recht zu kämpfen hatte, ist diesmal nicht da. Es gibt eine klare Richtung, in der es weitergeht&#8230;mehr dazu demnächst. Yes!</p>
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		<title>Die Naqshbandi Tariquat</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 16:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zypern]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorab sei zu diesem Artikel angemerkt, dass sämtliche darin enthaltene Annäherung an dieses von mir beobachtete und weit über meine Beobachtung hinaus gehende Geschehen nur meiner eingeschränkten Wahrnehmung und Wissensstand entspringt. Besonders Martin bitte ich, großzügig zu sein, was womöglich unkorrekte Formulierungen oder Darstellungen betrifft. Ich bemühe mich jedenfalls, diese möglichst im Rahmen zu halten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vorab sei zu diesem Artikel angemerkt, dass sämtliche darin enthaltene Annäherung an dieses von mir beobachtete und weit über meine Beobachtung hinaus gehende Geschehen nur meiner eingeschränkten Wahrnehmung und Wissensstand entspringt. Besonders Martin bitte ich, großzügig zu sein, was womöglich unkorrekte Formulierungen oder Darstellungen betrifft. Ich bemühe mich jedenfalls, diese möglichst im Rahmen zu halten. </em></p>
<p>Was hat mein Freund Martin mit Leuten wie z.B. „Abdullah Tschetschen“, „Papa Taksim“, „Computer“ Hussein, Ibrahim aus England, Abu Bakka aus Jamaica, Ismail aus Rumänien und vielen anderen Leuten aus aller Welt gemeinsam? Sie alle sind Muslime, die den Weg des Sufis gehen. Und zwar tun sie das im Rahmen der weltweit bekannten Tariquat (Orden) der <strong>Naqshbandi</strong>.</p>
<p>Der <strong>Sufismus </strong>ist der mystische Weg im Islam, der sich besonders der Herzöffnung und liebevollen Hingabe an Gott verschrieben hat. Der Weg des Sufismus führt den Menschen über die übliche Praxis des Muslims und darüber hinausgehenden, speziellen Ritualen und Schulungen im Idealfall hin zum Herzen Gottes, der in diesem Umfeld natürlich Allah heißt. Der anstrengende Weg steht besonders im Zeichen der Entleerung des Selbst und der Befreiung vom Ego. Im Westen wird der Sufismus am häufigsten mit dem Orden der Mevlevi assoziiert, die den Drehtanz praktizierenden Derwische mit Hauptsitz in der Türkei. Der Sufismus wird von Europäern aus der „Esoterikszene“ gerne in einem verklärten und romantischen Licht als Bewegung gesehen, die sich großzügig und frei über Religionsangehörigkeiten und deren von Außenstehenden wenig wertgeschätzte Spielregeln und Dogmen hinweg abspielt. Tatsächlich stellte es sich mir aber bei den Naqshbandis so dar, dass das Rückgrat des Sufismus sehr wohl der Islam in seiner essentiellen Auffassung ist. Es wird gerne so formuliert, dass der Islam der Körper ist und der Sufismus das Herz.</p>
<p>Fest steht, dass sich der Sufismus in einzelnen Orden, den so genannten Tariquats, organisiert, die jeweils einem Sheikh (sprich Scheich) unterstehen, der wiederum aus einer über Jahrhunderte zurück reichenden Kette von Sheikhs eingeweiht wurde. Die Praktiken des Sufismus lassen sich angeblich noch bis in vorislamische Zeiten zurückverfolgen. Sheikh ist ein Ehrentitel, der nicht nur den bei uns so bekannten „Ölscheichs“ vorbehalten ist, sondern auch spirituellen Autoritäten gegeben wird.</p>
<p>Das Oberhaupt und der spirituelle Meister der Naqshbandi ist Mawlana Sultan Awliya Sheikh Mohammed Nazim Adil Al Haqqani Al Rabbani, um ihn beim vollen Namen und hoffentlich korrekt zu nennen. Kurz „<strong>Sheikh Nazim</strong>“ (sprich Scheich Nasim). Ein fast 90 Jahre alter Mann, der in seinem Geburtshaus in Lefke die zentrale <strong>Dergah </strong>(Gebetshaus, Kloster) seines Ordens eingerichtet hat, wo er wohnt, betet und in seiner physischen Präsenz im Dienste Gottes und seiner Murids (Schüler) steht.</p>
<div id="attachment_2470" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2470" title="p1100373" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100373.jpg" alt="der Sheikh beim Auszug aus der Moschee nach dem Freitagsgebet" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Sheikh beim Auszug aus der Moschee nach dem Freitagsgebet</p></div>
<p>Die Dergah ist eine traditionelle Form, die man als „offenes Kloster“ bezeichnen könnte, wohin Muslime aus aller Welt ihrem inneren Ruf folgen und dort ihre Erfahrungen machen dürfen, um dann zum gegebenen Zeitpunkt wieder wegzugehen (das kann nach Tagen oder Monaten sein). Das gesamte Geschehen findet unter der Führung Allahs und des Sheikhs statt. Niemand außer den engen Vertrauten und Mitarbeitern des Sheikhs darf länger als 1001 Tage bleiben. Kost und Logis, beides bewusst sehr bescheiden gehalten, sind frei, sofern man die Spielregeln befolgt und im Haus oder auf den Latifundien des Sheikhs zum weltlichen Ablauf der Dinge beiträgt, sprich mitarbeitet. Dabei wird die irdische Arbeit als klärendes Element für das Ego des Menschen gesehen, der sich in seinem Hinstreben zu Gott womöglich gerne von den alltäglichen Dingen loslösen und abheben würde. So verstehe ich es.</p>
<p>Zu meinem Glück darf mein Freund Martin als verheirateter Mann nicht in der Dergah schlafen und hat deshalb eine feine Wohnung gemietet, in der für mich und Gregor ein Gästezimmer vorhanden war. Christina wollte im Unterschied zu uns etwas tiefer in das Geschehen der Dergah eintauchen und hat es vorgezogen, im Frauenhaus die Erfahrung zu machen, wie es sich unter Muslimas (weibliche Muslime) lebt, die einen recht streng geregelten Tagesablauf folgen. Die Dergah steht Männern und Frauen gleichermaßen offen, wobei für beide Geschlechter jeweilige Räumlichkeiten vorgesehen sind, sodass der/die GottesdienerIn nicht zu sehr von irdischen Interessen abgelenkt wird.</p>
<p>Ich habe für ein paar Tage die Möglichkeit genutzt, bei der Dergah gelegentlich reinzuschnuppern und meine Einblicke in das dortige Leben und die Gebräuche nehmen zu dürfen. Im Grunde ist das Haus für jeden Menschen offen, es ist auch nichts Außergewöhnliches, dass Nichtmuslime wie ich dort mal ihre Nase hineinstecken oder auch länger bleiben, jeder ist willkommen. Man hat dennoch eine gewisse Hemmschwelle, wenn man nicht weiß, was hinter den Mauern der Dergah geschieht und wie einem darin begegnet werden wird. Nur soviel: die Leute waren mir gegenüber alle äußerst freundlich, verständnisvoll und aufmerksam. Ich hatte es aber ohnehin relativ leicht, weil mich Martin einfach mitgenommen und dort eingeführt hat. Gutes Benehmen wird in der Dergah groß geschrieben und jeder hält sich im Rahmen seiner Möglichkeiten daran, die je nach persönlicher Anlage des einzelnen sehr unterschiedlich gelagert sind. Martin ist auch dort für sein angenehmes Auftreten bekannt, logisch!</p>
<p>Die Dergah ist ja so wie jede menschliche Gemeinschaft nur ein Spiegel des Makrokosmos mit allen seinen Eigenheiten sowie Licht und Schatten, den die Menschen in sich tragen und ausstrahlen. Die zwischenmenschlichen Erfahrungen und Prozesse sind sozusagen Teil der „Methode“ und der Sheikh bezeichnet die Dergah sowieso nicht selten als „Mental Hospital“. Man kuriert sich und sein Ego in der Konfrontation mit sich selber und dem Zusammenleben mit den anderen, wohl beobachtet vom Sheikh. Leicht ist das Leben in der Dergah sicher nicht, wenn man bedenkt, dass zig Männer wie die Ölsardinen im Gebetsraum am Boden übernachten, der frühmorgens schon wieder für seinen eigentlichen Zweck geräumt wird. Die Toleranz  des einzelnen wird da sicher ständig geprüft und geschult. Zusätzlich interessant ist ja auch, dass die Leute aus verschiedensten kulturellen und sozialen Umfeldern der Welt kommen. Es sprechen zwar alle Englisch und folgen demselben Glauben, jedoch bleibt genug Spielraum für Missverständnisse. Interessant ist es schon, was für Typen sich rund um den Sheikh geschart haben… Und spätestens, wenn dann ein Mann mit langem Bart und Turban auf dich zukommt und dich auf Wienerisch mit Meidlinger Akzent ganz humorig fragt, „No, wos sogst zu den Norrnhaus do?“, dann kann es schon auch mal ziemlich lustig werden. Überhaupt hat bei allem Ernst immer auch der Humor seinen Platz, das lebt auch der Sheikh auf seine Art vor.</p>
<p>Im Zentrum der Aufmerksamkeit aller steht aber bei all dem die religiöse Praxis. Fünf Mal am Tag wird zum <strong>Gebet </strong>gerufen, in dem durch die arabischen Verse aus dem Koran und vorgegeben Bewegungsabläufe die Liebe zu Gott ausgedrückt, Bewusstsein geschaffen und Energie bewegt wird.</p>
<p>Jeden Abend gibt es die ca. einstündige <strong>Sohbet,</strong> eine Belehrung durch den Sheikh, die über Video aus dem Wohnraum des Sheikhs direkt in den Gebetsraum übertragen wird, wo alle gebannt seinen Ausführungen in teilweise holprigem, dann plötzlich wieder recht ausgefeiltem Englisch lauschen. Neben den knapp hundert Leuten in der Dergah wird die Sohbet täglich von angeblich rund 500.000 Menschen in aller Welt via Internet mitverfolgt. Der Sheikh spricht dabei mit viel Ernst und Charisma, aber auch schauspielerischem Talent und einer Portion Humor über Gott und die Welt.</p>
<p>Ich habe die Gelegenheit genutzt, und mir den Lehrvortrag des Sheikhs beinahe täglich angeschaut und –gehört. Fest steht, dass der Sheikh ein alter und erfahrener Mann mit einer starken Ausstrahlung und seinen eigenen vielfältigen und profunden Zugängen ist, der sich unter anderem auch nicht davor scheut, diversen Gruppen des Islam, die das Bild in den Medien prägen und viel Macht repräsentieren, klar die Meinung zu sagen und somit über Grenzen zu gehen, was ihm angeblich auch viel Gegenwind aus verschiedenen Ecken dieser so vielfältigen islamischen Welt beschert. Vor allem scheint er aber viel Anerkennung und Unterstützung für seine Arbeit zu bekommen. Unter den Schülern des Sheikhs sind viele internationale Berühmtheiten und auch Vertreter verschiedener Königshäuser, auch aus nichtmuslimischen Kreisen.</p>
<p>Es steht außer Zweifel, dass die Sohbets von vielen Menschen als starke Hilfe auf ihrem anspruchsvollen spirituellen Weg empfunden werden, die sich wohl nicht nur durch das gesprochene Wort, sondern auch durch die energetische Präsenz des Sheiks ergibt. Das Gesagte kann natürlich auf verschiedene Art gedeutet, zerlegt und diskutiert werden, was aber keinen Sinn hätte. Ich mache das sowieso nicht und an dieser Stelle schon gar nicht. Ohnehin kann jeder, der will, die Sohbets live oder im Archiv von Sheikh´s Homepage anschauen und sich selber davon ein Bild machen.<br />
<a href="http://www.sufilive.com" target="_blank">www.sufilive.com</a><br />
Persönlich muss ich sagen, dass ich mich dem Sheikh und seiner Botschaft nicht so öffnen konnte. Es ist doch ein höheres Maß an Reibung zwischen meinem Weltbild und jenem, das er vertritt, spürbar.</p>
<p>Der Sheikh arbeitet trotz seines Alters hart. Zweimal am Tag gibt er Audienz für seine Schüler und alle anderen, und es gibt jeden Tag genug Leute, die ihn sprechen und zu persönlichen Dingen um Rat fragen wollen. Jeden Nachmittag zur selben Zeit verlässt der Sheikh das Haus, um von seiner Entourage begleitet im Landcruiser in die Umgebung von Lefke zu fahren und einen kleinen Spaziergang zu machen. Seine Schüler nutzen diese Gelegenheit zur Huldigung ihres Meisters, die Leute holen seinen Segen ein und küssen seine Hand. Manch einer neigt zur Übertreibung des Ganzen. Der Sheikh lässt das Spektakel aber geduldig über sich ergehen und kämpft sich auf den wenigen Metern zum Auto tapfer durch. Auf gar zu große Unterwürfigkeit und Theater steht er aber anscheinend eh nicht und er dürfte wohl sehen, dass bescheidene Zurückhaltung, wie die von Martin, oft mehr wiegt als das laute Auftreten von Eiferern in der ersten Reihe. Vom Sheikh angesprochen zu werden, gilt als große Ehre, jeder fühlt sich aber schon durch einen Blick in die Augen des Mawlana beschenkt und gesegnet.</p>
<div id="attachment_2479" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><img class="size-full wp-image-2479" title="shaykh1" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/04/shaykh1.jpg" alt="Sheikh" width="375" height="499" /><p class="wp-caption-text">Sheikh</p></div>
<p>Das spirituelle Leben in der Dergah findet seinen wöchentlichen Höhepunkt klarerweise am Freitag, der für die Muslime das ist, was der Sonntag den Christen ist. Der Freitag beginnt nach muslimischem Verständnis schon mit dem Sonnenuntergang am Donnerstagabend. Da trifft man sich in der Moschee zum so genannten „<strong>Zhikhr</strong>“, einen ausgiebigen Reigen an arabischen Rezitationen, der den Charakter eines Mantrensingens hat, eine sufistische Tradition. Zum großen Freitagsgebet, das am Freitag zu Mittag stattfindet, kommt der Sheikh in die Moschee, die dann komplett voll ist. Es wird gemeinsam gebetet und rezitiert - ganz so, wie es der muslimischen Tradition und Lehre entspricht.</p>
<p>Danach bleibt der Raum offen für ein archaisches Ritual. Die „<strong>Hadra</strong>“ ist ein wahres Spektakel, das neben seiner energetisierenden Wirkung fast allen großen Spaß bereitet. Dabei entsteht unter Begleitung durch eine Musikgruppe ein gemeinschaftlicher „Tanz“, bei dem sich die Leute unter Ausstoßen des Lautes „Hayy!“ (einer der vielen Namen Gottes, der soviel wie &#8220;Macht&#8221; oder &#8220;Kraft&#8221; heißt) mit beiden Händen Energie ins Herz „schöpfen“. Die feurige Kraft des Rituals war sehr stark spürbar. Manche legen sich auch ordentlich ins Zeug. Der Sheikh beobachtet das sensible Treiben aber ganz genau. Er schaut, wie sich die Energie aufbaut und verteilt sie im Raum, um sie dann im gegebenen Moment wieder herunterzufahren und letztendlich das Ritual abzuwinken. Eine sehr schöne Sache, sicher irgendwie auch ein Spektakel und für mich ein großes Geschenk, dabei gewesen sein zu dürfen. Außerdem mal wieder eine Reiseerfahrung der besonderen Art, das Video gibt einen kleinen Eindruck davon wieder:</p>
<p><a href="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/hadravorturner-blog.wmv" target="_blank">Video &#8220;Hadra&#8221;</a></p>
<p>Ja, so ist das bei den Sufis. Für mich war es nicht einfach eine beeindruckende Reise in eine doch recht exotische Welt. Ich habe mein Verständnis für den Islam erweitern können, eine wachsende Weltreligion, der neben einem meiner besten Freunde mehr als eine Milliarde Menschen angehören. Die Auseinandersetzung damit ist ein wertvolles Geschenk und baut heilvolle Brücken, wenn man sie auf der eigenen Erfahrungsebene ehrlich zulässt und nicht den Medien überlässt, so wie das der übliche und bequeme Umgang mit den fremden Dingen ist. Freilich ist auch meine Toleranz und mein Verständnis  immer wieder einmal auf dem Prüfstand und ich beobachte mich genau. Wenn ich aber daran denke, wie exotisch und zweifelhaft die Dinge, denen ich in Guatemala nachgehe, nach europäisch-westlichem Dafürhalten und in den Augen vieler Österreicher beim bloßen Hinsehen wohl sein müssen, dann relativiert sich für mich sowieso vieles und ich grinse ganz entspannt…</p>
<p>Whatever, für die globale Toleranz braucht man sich wohl nicht groß bemühen, wenn man noch vor der eigenen Tür ein bisschen kehren kann. Wer da nichts mehr zum Kehren hat, der wird auch den sprichwörtlichen ersten Stein nicht mehr werfen brauchen und kann sich um höhere Missionen kümmern. Meinen Respekt haben alle, die sich um ihre spirituelle Entwicklung bemühen, und die Sufis tun dies zweifelsohne. Wege dafür gibt es viele, und jeder geht den, der ihm richtig erscheint und auf den ihn (im Idealfall) sein Herz gerufen hat. Ein vergleichendes Bewerten der vielen Wege ist aus meiner Sicht nicht nur höchst unangebracht sondern auch total sinnlos. Ich kann nur hoffen, dass wir als Menschheit und Erdenbewohner einer Zukunft entgegensteuern, die von <strong>Liebe </strong>geprägt ist. Schon „nur“ der Respekt ist eine sehr hohe und reine Form der Liebe, vergessen wir das nicht!! Dankbarkeit ist auch eine, und in dieser Haltung schaue ich liebevoll zurück und hinüber nach Nordzypern. Zu meinem Freund Martin und seinem gesamten näheren und weiteren Umfeld, das er mir mit seiner Liebe, Geduld und Offenheit nähergebracht hat. <strong>Muchas Gracias!</strong></p>
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		<title>Nordzypern</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 09:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zypern]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Direkt von Kairo bin ich nach Larnaca/Zypern geflogen. Zypern gehört zur EU. Wenn man von Zypern spricht, ist jedoch meistens nur der südliche Teil der geteilten Insel gemeint. Der Norden ist ein von der Türkei besetztes Territorium, das weder von der UNO noch sonst irgendwie international als Staat anerkannt wird. Quasi ein weißer Fleck auf der Landkarte. Zypern wird von einer Grenze durchzogen, die „Green Line“ genannt wird. Überall im Land ist viel Militär präsent, mit blauen und mit anderen Helmen. Wenn man vom Süden in den Norden reist, muss man ein paar einfache Grenzformalitäten abwickeln. Den Einreisestempel für den Norden bekommt man – wie in Israel – nicht in den Reisepass gedrückt, sondern auf ein separates Papier, damit man nicht irgendwo in der Welt Schwierigkeiten damit bekommen kann. War ich zu Beginn meiner Reisekarriere noch auf jeden Stempel sehr stolz, so freue ich mich mittlerweile schon mehr, wenn ich keinen bekomme, da mein Reisepass früher oder später sowieso voll gestempelt und somit zu erneuern sein wird.</p>
<p>Der Norden Zyperns wird von Ausländern nicht annähernd so stark frequentiert wie der Süden, dennoch gibt es ein paar Zentren mit touristischer Infrastruktur. Teilweise ist diese hoch spezialisiert, Puffs und Casinos prägen das Bild mit. So sollte sich auf Nordzypern auch herausstellen, warum Nane nicht mehr mit mir auf Reisen ist und was er jetzt so macht. <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Skandal!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2444" title="p11004271" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p11004271.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Mich sollte es aber in ein kleines und unscheinbares Dorf weitab jeglichen Touristengeschehens führen - nach Lefke. Für mich war es klar, warum ich die Reise nach Nordzypern und Lefke angetreten bin. Mein Freund Martin, der für mich immer wie ein jüngerer Bruder war und ist, und seine Frau Loubna aus Frankreich leben dort seit 4 Monaten und es war klar, dass ich bei den beiden einen Sprung vorbei schauen muss, wenn ich eh schon quasi um die Ecke – in Ägypten – bin. Die Frage, was die beiden dort zu schaffen haben, führt unweigerlich zu den Dingen für die Lefke bekannt ist.</p>
<div id="attachment_2446" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2446" title="p1100391" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100391.jpg" alt="Martin und ich" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Martin und ich - v.r.n.l.</p></div>
<div id="attachment_2452" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2452" title="p1100350" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100350.jpg" alt="Lefke - auf den ersten Blick nicht so aufregend" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Lefke - auf den ersten Blick nicht so aufregend</p></div>
<p>Neben dem obligatorischen Denkmal von Atatürk, das in jedem noch so kleinen Nest Nordzyperns prominent aufgestellt ist und an den Gründer der „modernen Türkei“ sowie an den lokalen Gebietsanspruch derselben erinnern soll, steht am Ortseingang von Lefke ein auffallender Springbrunnen, in dessen Mitte eine riesige Orange aus Beton thront.</p>
<div id="attachment_2447" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2447" title="p1100355" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100355.jpg" alt="die Top-Sehenswürdigkeit in Lefke" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Top-Sehenswürdigkeit in Lefke</p></div>
<p>Lefke ist bekannt für die üppigen Orangenhaine, die Äste der Bäume können die riesigen Früchte der begehrten und schmackhaften Sorten „Jaffa“ und „Washington“ kaum tragen. Auch Zitronen und Mandarinen sind allgegenwärtig. Der ganze Ort ist vom feinen Duft der Orangenblüten durchzogen. Überall liegen die Früchte herum und sind meist gratis mitzunehmen.</p>
<div id="attachment_2448" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2448" title="p1100472" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100472.jpg" alt="aus der Ferne" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">aus der Ferne</p></div>
<div id="attachment_2449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2449" title="p1100467" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100467.jpg" alt="und aus der Nähe" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und aus der Nähe</p></div>
<p>Wegen der Zitrusfrüchte sind Martin und Loubna aber nicht nach Lefke gezogen…viel wichtiger ist da schon der Arbeitgeber von Martin. Die so genannte „Europa Universität“ von Lefke lockt mit einem netten Namen und einer modernen Aufmachung junge Menschen vom türkischen Festland, von Afrika und dem benachbarten Asien in diese eher verlassene Gegend, um hier zu studieren. Martin hat hier gleich einmal nach seiner Ankunft eine Stelle als Assistenzprofessor bekommen.</p>
<div id="attachment_2450" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2450" title="p1100342" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100342.jpg" alt="el Profesor" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">el Profesor</p></div>
<p>Das Niveau auf der Uni ist laut Martin beschämend tief angesetzt…und wenn das jemand sagt, der selber in Wien studiert hat, dann muss es auch richtig arg sein.  Er bemüht sich in seinen Vorlesungen trotzdem auf faire Weise, den Studenten etwas Interessantes und Sinnvolles anzubieten. Die Uni erscheint in dieser rustikalen Umgebung fast wie ein Fremdkörper und funktioniert mehr oder weniger als Wirtschaftsunternehmen, das von den doch hohen Beiträgen der Studenten lebt. Martin bezieht ein für die örtlichen Verhältnisse richtig gutes Gehalt und muss sich dafür keinen Haxen ausreißen. Für eine universitäre Karriere hätte er aber auch nicht nach Lefke kommen brauchen – angesichts des Niveaus wäre es vielleicht sogar besser gewesen <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Also muss es in Lefke noch etwas anderes geben, und spätestens jetzt wird es doch noch so richtig interessant…<strong>die Naqshbandi Tariquat rund um Sheikh Nazim</strong>…aber dazu mehr später, denn das ist mir definitiv einen eigenen Artikel wert.</p>
<p>Für mich war mal wichtig, dass ich meinen lieben Freund treffen kann und uns wieder einmal ein paar gemeinsame Tage vergönnt sind. Ich kenne Martin ja von meiner Jugendzeit in Kärnten an, später haben wir als Studenten in Wien zusammen gewohnt. Wir sind uns über viele Jahre treue Begleiter – mal aus der Nähe, mal aus der Ferne. In den letzten paar Jahren waren wir beide viel auf unseren jeweiligen Wanderschaften in der Weltgeschichte unterwegs und hatten dementsprechend weniger Zeit miteinander verbracht. Dennoch ist man durch Email, Blog etc. im Großen und Ganzen auf dem Laufenden geblieben, was der andere so treibt und was ihn bewegt.</p>
<p>Martin hat mir in den neun Tagen in Lefke als großzügiger Gastgeber zusammen mit seiner Frau Loubna seinen Wohnraum und Einblicke in sein neues Leben geöffnet, wir haben ein paar Ausflüge in die schöne Umgebung gemacht und uns viel Zeit füreinander genommen, um uns im Gespräch auszutauschen und gegenseitig upzudaten. Mit Loubna haben wir die Chance sehr gut genutzt, uns gegenseitig besser kennen und auch in unseren jeweiligen Eigenarten verstehen und schätzen zu lernen, was nicht auf Anhieb ganz einfach aber umso wichtiger war. Sie ist ein Mensch mit einem großen Herzen und viel Mut und dementsprechend auf ihrem persönlichen Lebensweg und gemeinsam mit Martin als seine Frau unterwegs. Auch mit Martin war es eine wertvolle Zeit, um unsere Freundschaft zu nähren und unser gegenseitiges Verständnis für unsere jeweiligen und doch sehr außergewöhnlichen Lebenswege zu stärken. Danke Martin und Loubna!!</p>
<div id="attachment_2451" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2451" title="p11004561" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p11004561.jpg" alt="Martin und Loubna" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Martin und Loubna</p></div>
<p>Nette Gesellschaft bekamen wir zusätzlich von unseren Freunden Christina und Gregor, die aus Innsbruck bzw. Wien angereist kamen. Beide sind auf ihre jeweilige Art sehr wertvolle Wegbegleiter für mich.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2453" title="p1100394" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100394.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2454" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2454" title="p1100360" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100360.jpg" alt="Gregor der Schelm" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gregor der Schelm</p></div>
<div id="attachment_2455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2455" title="p1100375" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100375.jpg" alt="St. Hilarion Castle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">St. Hilarion Castle</p></div>
<div id="attachment_2456" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2456" title="p1100389" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100389.jpg" alt="auch" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">auch</p></div>
<div id="attachment_2457" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2457" title="p1100409" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100409.jpg" alt="ein Gebetshaus am Meer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein Gebetshaus am Meer</p></div>
<div id="attachment_2458" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2458" title="p1100415" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100415.jpg" alt="Beach" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Beach</p></div>
<div id="attachment_2459" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2459" title="p1100425" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100425.jpg" alt="der Touristenort Girne" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Touristenort Girne</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2460" title="p1100407" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100407.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Die Tage in Lefke waren wichtig für mich, höchst intensiv und interessant. Zusätzlich zu den schon angesprochenen Aspekten der Reise habe ich sehr interessante Einblicke in eine mir bisher fremde Welt (siehe nachfolgender Naqshbandi-Artikel) und für meine persönlichen Lebenerfahrung ein ganz besonders erweiterndes Schlüsselerlebnis geschenkt bekommen. So macht das Reisen Sinn!!</p>
<p>Letztendlich bin ich sehr bewegt, voller Zufriedenheit und Dankbarkeit wieder abgereist. Und zwar heim nach Österreich…ich hab mir eine Verdauungsphase verordnet. Wobei es mich nicht wundern würde, wenn sich das hohe Intensitätsniveau, auf dem ich fahre, daheim fortsetzt oder womöglich sogar noch gesteigert wird. Ich nehme es, wie es kommt. Und wir wissen ja und es bestätigt sich immer wieder: <strong>Der Mensch hält viel aus.</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2462" title="p1100403" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100403.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Nicht wahr, nicht!?</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=35.1458333&amp;lng=32.8541667&amp;openPostId=2439"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Freud und Leid in Dahab</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 09:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[In Dahab sind wir sehr zufrieden angekommen, immerhin hatten wir eine schöne und interessante Reise hinter uns. Müde waren wir aber auch schon ein wenig, und so freuten wir uns über das Meer, ein schönes Quartier, Ruhe und Entspannung.
Für Violeta ging es dann doch nicht ganz entspannt weiter. Während ich es mit dem Tauchen ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Dahab sind wir sehr zufrieden angekommen, immerhin hatten wir eine schöne und interessante Reise hinter uns. Müde waren wir aber auch schon ein wenig, und so freuten wir uns über das Meer, ein schönes Quartier, Ruhe und Entspannung.</p>
<div id="attachment_2425" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2425" title="p1100267" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100267.jpg" alt="Die Bucht von Dahab bei Tag" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die Bucht von Dahab bei Tag</p></div>
<div id="attachment_2426" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2426" title="p1100273" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100273.jpg" alt="...und bei Nacht" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und bei Nacht</p></div>
<div id="attachment_2427" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2427" title="p1100278" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100278.jpg" alt="nicht schlecht - für meine Verhaeltnısse..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">gar nicht schlecht - für meine Verhaeltnısse...</p></div>
<p>Für Violeta ging es dann doch nicht ganz entspannt weiter. Während ich es mit dem Tauchen ganz gemütlich und voller Routine angehen konnte, hat sie sich ihre Skills und das Wissen erst im Tauchkurs erarbeiten müssen. Die Rahmenbedingungen hätten dafür nicht besser sein können. Sie hatte das Glück, den Tauchlehrer Sayd vier Tage für sich alleine zu haben, da es gerade eine sehr ruhige Woche war. Sayd war extrem professionell und genau, aber auch geduldig und verständnisvoll bei etwaigen Schwierigkeiten und Beklemmungen. In vier Tagen hat er Violeta so weit bekommen, dass aus der Anstrengung Vergnügen wurde, wir zum Abschluss einen sehr schönen gemeinsamen Tauchgang machen konnten und sie sich jetzt offiziell „Taucherin“ nennen darf.</p>
<div id="attachment_2429" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2429" title="p11002761" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p11002761.jpg" alt="...Lernen..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...Lernen...</p></div>
<div id="attachment_2430" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2430" title="p1100285" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100285.jpg" alt="...alles herrichten und besprechen..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...alles herrichten und besprechen...</p></div>
<div id="attachment_2431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2431" title="p1100291" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100291.jpg" alt="...und dann ıns Wasser..." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und dann ıns Wasser...</p></div>
<div id="attachment_2433" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2433" title="p11002961" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p11002961.jpg" alt="so schaut es aus am Sinai - die Wueste geht quasi direkt über ın das Rıff" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">so schaut es aus am Sinai - die Wueste geht quasi direkt über ın das Rıff</p></div>
<p>Für mich ist die Schönheit und Vielfalt der Unterwasserwelt sowie die Leichtigkeit und Ruhe sowieso immer ein Genuss und ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis. Das Tauchen mit „Sunsplash Divers“ war wie im Vorjahr eine äußerst runde Sache, eingebettet in eine familiäre und nette Atmosphäre rund um die Chefin Anita aus Bayern. Gracias.</p>
<p>Eigentlich wäre mit dem abgeschlossenen Tauchkurs die Tür für ein paar gemütliche letzte Tage am Meer und in der angrenzenden Wüste offen gestanden. Doch sollte es anders kommen und Violeta musste noch eine der unangenehmen Reiseerfahrungen einstecken. Anstrengung, Sonne, Hitze und zuwenig Flüssigkeitszufuhr können den Körper schwächen und für Krankheitserreger anfällig machen, was einem dann in weniger sauberen Ländern den so genannten Reisedurchfall  bescheren kann. Eine höchst unangenehme Kombination aus Brechdurchfall, Fieber sowie grippeähnlicher Schwäche und Schmerzen, die ich auch schon öfters hatte. Genau damit wurde Violeta körperlich und nervlich niedergestreckt und ins Bett befördert. Sie hat mir schon sehr leid getan, so sehr hatte sie sich auf die letzten Tage gefreut. Mit Hilfe des örtlichen Doktors und jeder Menge moralischer Unterstützung von allen Seiten haben wir Violeta nach ein paar eher qualvollen Tagen gerade rechtzeitig zum Heimflug wieder halbwegs reisefähig hinbekommen. So sind wir von Dahab direkt per Privatshuttle auf den Flughafen in Kairo gefahren. Wie groß war die Erleichterung und Freude, als wir nach der anstrengenden und wilden Fahrt durch die Wüste endlich den Flughafen – und somit den Boden der „Zivilisation“ – betraten. Dort, am Flughafen von Kairo, endete auch unsere gemeinsame Reise, die sehr intensiv und größtenteils auch super schön war, aber doch auch teilweise den Charakter einer Fahrt mit der Hochschaubahn hatte - die Magenbefindlichkeit am Ende war leider entsprechend…;-)</p>
<p><img class="size-full wp-image-2434" title="p1100335" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100335.jpg" alt="&quot;Fınal O.K.&quot; für den Heimflug" width="500" height="375" /></p>
<p>Reif für den Heimflug</p>
<p>Es war eine sehr gelungene Reise. Danke, liebe Violeta, dass du dich auf dieses spannende gemeinsame Abenteuer mit so viel Freude und Herz eingelassen hast! Danke den Habibis und ihren Vorgängern in diesem höchst interessanten Teil der Erde, und danke noch mehr allen Schutzengeln, die uns begleitet haben!</p>
<p>Violeta flog heim nach Wien, für mich ging es woanders hin.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=28.5064104835&amp;lng=34.5153522491&amp;openPostId=2424"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Die Ägypter einst und jetzt</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 22:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich folgte dem Ruf einer romantischen und perfekten Vergangenheit, die mich mehr interessierte als die unnatürliche und unruhige Gegenwart.“, sagte der Photograph und ägyptenreisende Brite Francis Frith im Neunzehnten Jahrhundert.
Bestimmt geht es heute auch noch vielen Menschen so, die das Land am Nil besuchen, und ich selber müsste lügen, wenn ich behauptete, komplett frei von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich folgte dem Ruf einer romantischen und perfekten Vergangenheit, die mich mehr interessierte als die unnatürliche und unruhige Gegenwart.“, sagte der Photograph und ägyptenreisende Brite Francis Frith im Neunzehnten Jahrhundert.</p>
<p>Bestimmt geht es heute auch noch vielen Menschen so, die das Land am Nil besuchen, und ich selber müsste lügen, wenn ich behauptete, komplett frei von dieser Tendenz zu sein.</p>
<p>Das Alte Ägypten besticht durch wunderbare Tempelanlagen und Kunstschätze sowie den tief berührenden Darstellungen eines edel anmutenden Menschengeschlechtes von einst, die dem Besucher eine oft wohlige Wärme vermitteln.</p>
<p>Das heutige Ägypten hingegen bringt, wie bereits ausführlich dargestellt, doch gewisse Stressfaktoren und Anstrengungen für den Reisenden aus Mitteleuropa mit sich, sodass meist im Rahmen von Pauschalreisen ein möglichst weiter Bogen darum gemacht wird.</p>
<p>Zwischen den beiden Welten liegen Jahrtausende der Eroberungen, Migrationswellen sowie religiösen und kulturellen Revolutionen. Sowieso kann man das Alte genauso wenig beurteilen wie das Neue. Erstens ist bekannt, dass der Stern des Alten Ägypten unter Kriegswirren und dem Verlust des hoch stehenden Wissens und der Werte untergegangen ist. Man sollte die alte Zeit keinesfalls  in ein zu romantisches Licht stellen. Zweitens ist auch eine Reise durch das heutige Ägypten eine höchst interessante Sache, die Menschen sind äußerst nett und gastfreundlich. Das exotische, bunte und oft laute Treiben hat seinen Reiz, der jeden auf seine Weise berührt und bewegt. Wie viel Pharaonenblut da noch durch die Adern der Menschen fließt, ist wohl unerheblich. Wenn man in die Augen der Kinder sieht, ist in Ägypten nicht weniger Hoffnung für die Zukunft der Menschen angebracht als überall sonst auf der Welt. Und das zählt am Ende…</p>
<p>Die folgenden Bilder sollen einfach ein paar Eindrücke wiedergeben, wobei die Ägypter von jetzt bewußt mehr Raum bekommen haben.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=25.6989270387&amp;lng=32.6420974731&amp;openPostId=2390"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2400" title="p1100197" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100197.jpg" alt="der berühmte Ramses II " width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der berühmte Ramses II </p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2401" title="p1100176" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100176.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2402" title="p1090846" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090846.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2403" title="p1100233" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100233.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2404" title="img_5202" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_5202.jpg" alt="" width="500" height="346" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2405" title="p1090806" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090806.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2406" title="img_4929" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_4929.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2407" title="img_5291" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_5291.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2408" title="p1100019" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100019.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_2409" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2409" title="p1090642" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090642.jpg" alt="der einfache Mensch arbeitet hart und kriegt nichts geschenkt, ob am Land oder in der Stadt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der einfache Mensch arbeitet hart und kriegt nichts geschenkt, ob am Land oder in der Stadt</p></div>
<div id="attachment_2410" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2410" title="img_5094" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_5094.jpg" alt="Erholung im Teehaus" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Erholung im Teehaus...</p></div>
<div id="attachment_2411" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2411" title="p1100147" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100147.jpg" alt="...oder auf der Gepäckablage im Zug ;-)" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">...oder auf der Gepäckablage im Zug ;-)</p></div>
<div id="attachment_2412" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2412" title="p1090780" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090780.jpg" alt="Zwischen den Pyramiden und geldigen Touris geht es lockerer zu als normal" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Zwischen den Pyramiden und geldigen Touris geht es lockerer zu als normal</p></div>
<div id="attachment_2413" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2413" title="p1090683" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090683.jpg" alt="...zwischendurch sogar mal sehr locker... ;-)" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...zwischendurch sogar mal sehr locker... ;-)</p></div>
<div id="attachment_2414" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2414" title="p1090835" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090835.jpg" alt="stolze Wirtsleute" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">stolze Wirtsleute</p></div>
<div id="attachment_2415" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2415" title="p1090655" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090655.jpg" alt="am Gewürzmarkt" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">am Gewürzmarkt</p></div>
<div id="attachment_2416" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2416" title="p1090920" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090920.jpg" alt="2 nette Burschen am Nil" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">2 nette Burschen am Nil</p></div>
<div id="attachment_2417" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2417" title="p1100250" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100250.jpg" alt="Schulkinder beim Tempelschauen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Schulkinder beim Tempelschauen</p></div>
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		<title>Im Licht und Schatten der Pyramiden</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:31:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ägypten ist ein magisches und hochenergetisches Land, in dem Licht und Schatten entsprechend intensiv auftreten und eng beieinander liegen. Auch wenn einem das bewusst ist, kann man sich gegen Unangenehmes nicht wirklich wappnen, da die Umstände auf einer Reise oft auf ganz eigene und unerwartete Art eintreten können. Also freut man sich einfach auf alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ägypten ist ein magisches und hochenergetisches Land, in dem Licht und Schatten entsprechend intensiv auftreten und eng beieinander liegen. Auch wenn einem das bewusst ist, kann man sich gegen Unangenehmes nicht wirklich wappnen, da die Umstände auf einer Reise oft auf ganz eigene und unerwartete Art eintreten können. Also freut man sich einfach auf alles Schöne, so haben wir es gemacht.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2394" title="p1100201" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100201.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Akklimatisiert haben wir uns gar nicht erst lange…Immerhin galt es diesmal einen Zeitplan einzuhalten, der mit zehn Tagen Zeit für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieses voll gestopften Landes nicht gerade sehr großzügig war. Also rein in ´s Geschehen.</p>
<p>Die Bilder dieses Artikels sind ein „Best of“ und zeigen ein paar der schönsten Eindrücke unserer Reise durch das Land am Nil und seine Kultur.</p>
<p>Zuerst hatten wir zwei Tage Kairo mit Besichtigung der Pyramiden, des Ägyptischen Museums und der islamischen Altstadt. Das Gedränge am New Yorker Times Square ist ein Kindergeburtstag gegen die wahnsinnige Geschäftigkeit, die auf den Straßen und Gehsteigen von Kairo vor allem in den Abendstunden herrscht. Nur zwei Tage mit dichtem Programm kosten da schon einiges an Kraft.</p>
<div id="attachment_2393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2393" title="p1090648" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090648.jpg" alt="Al Azhar Moschee" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Al Azhar Moschee</p></div>
<div id="attachment_2352" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2352" title="p1090673" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090673.jpg" alt="die Sphinx" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Sphinx</p></div>
<div id="attachment_2354" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2354" title="p10907241" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p10907241.jpg" alt="die Pyramiden von Giseh" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Pyramiden von Giseh</p></div>
<div id="attachment_2355" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2355" title="p1090682" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090682.jpg" alt="Violeta auf der Cheopspyramide" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Violeta auf der Cheopspyramide</p></div>
<div id="attachment_2356" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2356" title="p1090697" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090697.jpg" alt="...und beim obligatorischen Kamelritt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und beim obligatorischen Kamelritt</p></div>
<p>Von Kairo ging es mit dem Nachtzug zwölf Stunden und knapp 1000 km südwärts nach Assuan. Zwei Tage in Assuan mit Besuch der Tempel von Abu Simbel und der Insel Philae, beides wunderbare Anlagen der alten Ägypter, die Auge und Herz gleichermaßen berühren.</p>
<div id="attachment_2357" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2357" title="p1090842" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090842.jpg" alt="Abu Simbel" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Abu Simbel</p></div>
<div id="attachment_2359" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2359" title="p1090876" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090876.jpg" alt="Säulengang des Isis-Tempels auf der Insel Philae" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Säulengang des Isis-Tempels auf der Insel Philae</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2361" title="p10908782" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p10908782.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>In Assuan bestiegen wir eine Felucca, ein traditionelles Segelboot am Nil. Eine hautnahe und wohl die authentischste und angenehm-gemütlichste Art, den Nil zu erleben. Zwei Passagiere, ein Kapitän und ein Koch. Zwei sehr angenehme und ruhige Tage! Ein wahres Highlight einer jeden Ägyptenreise! Eines meiner schönsten Erlebnisse jemals ist die Nachtfahrt, die wir gemacht haben. Lautloses dahingleiten am spiegelglatten Nil in der Dunkelheit, angetrieben von einer warmen Brise - Tränen der Freude und des Glücks, Dankbarkeit.</p>
<div id="attachment_2362" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2362" title="p1090939" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090939.jpg" alt="Felucca am Nil" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Felucca am Nil</p></div>
<div id="attachment_2363" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2363" title="p1090931" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090931.jpg" alt="gemütlich und interessant" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">gemütlich und interessant</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2364" title="p1090967" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090967.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2365" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2365" title="p1100039" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100039.jpg" alt="ein Must - das Bad im Nil, Wasser aus Äthiopien" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein Must - das Bad im Nil, Wasser aus Äthiopien</p></div>
<p>Von der Felucca ging es weiter nach Luxor, die legendäre Stadt am Nil, das einstige Theben und heute intensivstes Ballungszentrum von archäologischen Sehenswürdigkeiten der obersten Qualität. Wir haben uns hier auf die allerwichtigsten Plätze beschränkt, da man die eigene Aufnahmekapazität nach einer Woche der täglichen Besichtigungen leicht überstrapazieren kann. Luxor war nicht nur ein Höhe- sondern auch der Schlusspunkt unserer Besichtigungstour.</p>
<div id="attachment_2366" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2366" title="p1100173" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100173.jpg" alt="Tempel von Karnak" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Tempel von Karnak</p></div>
<div id="attachment_2367" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2367" title="p1100182" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100182.jpg" alt="die prächtige Säulenhalle" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die prächtige Säulenhalle</p></div>
<div id="attachment_2368" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2368" title="p1100186" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100186.jpg" alt="Ramses-Statue vor Luxor-Tempel" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Ramses, Habibi und ich</p></div>
<div id="attachment_2369" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2369" title="p1100205" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100205.jpg" alt="Luxor Tempel am Abend" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Luxor Tempel am Abend</p></div>
<div id="attachment_2371" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2371" title="p11002111" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p11002111.jpg" alt="die Memnon-Kolosse am Westufer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Memnon-Kolosse am Westufer</p></div>
<div id="attachment_2372" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2372" title="p1100226" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100226.jpg" alt="der prächtige Hatshepsut-Tempel in beeindruckender Kulisse" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der prächtige Hatshepsut-Tempel in beeindruckender Kulisse</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2373" title="img_5368" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_5368.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2374" title="p1100077" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100077.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>So kann ich jetzt mit Freude und wieder mal als erfolgreicher Reiseleiter sagen, dass wir den wohl anstrengenderen Teil dieser Reise richtig gut gemeistert und genossen haben und schon in Dahab am Golf von Aqaba sind – Tauchen, gut essen, gemütliche Atmosphäre, Ruhe und Frieden, ein gemütliches Quartier, Sonne und Meer.</p>
<p>Ahja, ich muss noch auf den Titel des Artikels zurückkommen. Ja, der Schatten ist recht präsent in Ägypten und prüft einen ständig…nicht nur in den unzähligen Begegnungen mit den extrem penetranten und gierigen Keilern und Touristenabzockern. Die haben uns eh recht kalt gelassen. Dafür sind ein paar andere „interessante“ Situationen aufgetreten, die hier noch einmal festgehalten werden. Gott sei Dank musste es nicht schlimmer kommen und wir wurden nicht wirklich aus der Bahn geworfen.</p>
<p>Schon am zweiten Tag war es recht spannend…wir waren ja auch bei den mächtigen Pyramiden von Giseh. Eigentlich wollte ich eh nicht unbedingt in die große Cheopspyramide einsteigen, dennoch hab ich dann eines der begehrten und limitierten Tickets in der Hand gehalten und mich mit Violeta am Einstieg angestellt. Ich durfte vorerst nicht rein und musste draußen ein paar Minuten warten, während Violeta drinnen in dem engen und heißen Gang schon mit einer ordentlichen Klaustrophobieattacke zu kämpfen hatte und sich nicht von der Stelle rühren konnte. In der „Grabkammer“ konnte sich die Beklemmung dann aber lösen und dem guten Eindruck weichen; dennoch waren wir froh, als wir wenig später wieder das Tageslicht sahen.</p>
<div id="attachment_2375" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2375" title="p1090688" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090688.jpg" alt="vor dem Einstieg" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">vor dem Einstieg</p></div>
<p>Am Rückweg von den Pyramiden kam es noch dicker. Violeta bestand unbedingt darauf, im Taxi hinten rechts zu sitzen. Da hat sie noch nicht gewusst, dass irgendein Verrückter einen Stein nach uns durch die offene Fensterscheibe werfen wird. Unverständlich und alles andere als normal: ein marillengroßer Stein knallt ins Auto, prallt irgendwo ab und fliegt gegen Violetas Schlüsselbein. Als wir realisiert hatten, was geschehen war, waren wir schon etwas geschockt. Mit einer schmerzhaften Wunde fuhren wir heim ins Hotel. Ich war sehr stolz auf Violeta, dass sie durch die unangenehme Sache nicht zornig oder ängstlich wurde, sondern ihre Freude über den Pyramidenbesuch und die weitere Reise ziemlich ungetrübt blieb. Die Verletzung war nicht so schwer ausgefallen, die Schutzengel haben auf uns aufgepasst…und vielleicht war Violeta meiner, als sie sich rechts von mir hingesetzt hat.</p>
<div id="attachment_2376" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2376" title="p1090808" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090808.jpg" alt="noch mal gut davongekommen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">noch mal gut davongekommen</p></div>
<p>Noch am selben Abend war ich dann aber doch dran. Im Nachtzug erster Klasse hat mein süßes Blut den Appetit der Wanzen geweckt. Die dreckigen Blutsauger mussten wohl direkt unter meinem Sitz ihr Hauptquartier gehabt haben. Ein paar Stunden war ich wachsam und konnte einige der immer einzeln auftauchenden Luder killen, nachdem sie mich gebissen hatten. Die anderen Passagiere im Abteil blieben weitgehend verschont. Irgendwann weit nach Mitternacht bin ich dann aber auch erschöpft eingeschlafen…in der Früh waren vor allem meine Hände aber auch der Rest meines Körpers mit Wanzenbissen übersäht (sicher an die 100 Bisse) und es sollte sich herausstellen, dass diese nach einem halben Tag für ca. eine Woche wahnsinnig zu jucken begannen. Schweinerei, aber wenigstens gehen Wanzen wieder heim in ihr Nest und bleiben nicht an der Theke hängen, wenn der Durst gestillt ist!</p>
<div id="attachment_2377" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2377" title="img_5041" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_5041.jpg" alt="Unbehagen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Unbehagen</p></div>
<p>Die „Parasitenthematik“ sollte sich fortsetzen…Auf der Felucca bemerkten wir Gott sei Dank erst gegen Ende, dass wir das Boot, vor allem aber die „Kombüse“ (siehe Foto) und wohl auch unsere Essenszutaten mit unzähligen Kakerlaken teilen mussten, die bei Dunkelheit aus ihren Verstecken quollen. Violeta war gleich doppelt froh über das von der Reiseleitung (das  bin ich) zur Verfügung gestellte Equipment - Schlafsack und Moskitonetz.</p>
<div id="attachment_2378" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2378" title="p1090968" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090968.jpg" alt="der Smutje beim Kochen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Smutje beim Kochen, nicht gerade sauber</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2379" title="p1100137" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100137.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Es gäbe genug Möglichkeiten in Ägypten um sich in Ärger zu verlieren und man sieht auch sehr viele extrem genervte Reisende, die fast und teilweise tatsächlich vollkommen durchdrehen. Violeta ist bei allen Störfaktoren nicht einfach nur cool geblieben, sondern hat ihre Aufmerksamkeit wirklich sehr schön auf die positiven und freudvollen Dinge gerichtet. Dass es mit ihr reisetechnisch recht unkompliziert werden würde, das hatte ich mir schon gedacht. Aber auf so einer Reise durch ein fremdes Land mit komplett anderer Mentalität, Kultur, Essen, Hygienestandards, etc. steht man doch regelmäßig vor Situationen, die die Nerven, die eigene Toleranz, die Loyalität und vor allem die gute Laune auf die Probe stellen können.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2380" title="p1090812" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090812.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2381" title="img_5245" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_5245.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2395" title="p1100140" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100140.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2383" title="p1100151" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100151.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Violeta hat ihre Feuertaufe als Individualreisende wirklich mehr als bravourös bestanden! Und das auf dem oft schmutzigen und nicht ganz einfachen Pflaster Ägypten, das von Europäern nicht ohne Grund vorzugsweise im Schutz einer Reisegruppe bereist wird. Violetas „Meisterstück“ war zu guter letzt die 20 Stunden dauernde Busfahrt nach Dahab, die sie quasi im Schlaf vergehen hat lassen, wie es sonst nur der Nane kann. Super! Grünes Licht für den Rest der Welt!</p>
<div id="attachment_2384" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2384" title="p1100236" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1100236.jpg" alt="Gut gemacht!!!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gut gemacht!!! Als ob das nicht klar gewesen wäre...</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=24.0875&amp;lng=32.8988889&amp;openPostId=2347"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>And now in&#8230;äh&#8230;Egypt!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 17:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon geschrieben: „Der Tag nach der Reise ist der Tag vor der Reise“…so hab ich ´s gern.
Schon in den letzten Wochen meines vergangenen Guatemala-Aufenthaltes erwachte in mir der Wunsch, noch einmal nach Ägypten zu reisen, um die wunderbaren archäologischen Stätten dieses Landes zu besuchen und nebenbei ein paar Tauchgänge zu machen. Eigentlich hab ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon geschrieben: „Der Tag nach der Reise ist der Tag vor der Reise“…so hab ich ´s gern.</p>
<p>Schon in den letzten Wochen meines vergangenen Guatemala-Aufenthaltes erwachte in mir der Wunsch, noch einmal nach Ägypten zu reisen, um die wunderbaren archäologischen Stätten dieses Landes zu besuchen und nebenbei ein paar Tauchgänge zu machen. Eigentlich hab ich mir ja vor einem Jahr gesagt, dass ich so schnell in kein arabisches Land mehr reisen werde, nachdem ich im Laufe von vielen Wochen den „Habibi“-Overkill bekommen hatte. Nichts gegen die Araber: die meisten von ihnen sind weit netter als der typische Mitteleuropäer, die nervigen Exemplare haben es aber doppelt in sich! Das folgende Video zeigt unseren jordanischen Taxifahrer Moussa aus dem Vorjahr und beweist, dass man mit den Arabern auch eine volle Gaudi haben kann. Der Titel dieses Blogartikels ist nicht etwa ein Ausdruck meiner Orientierungslosigkeit, sondern stammt aus dem Video und Nane soll sich drüber freuen.</p>
<p><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moussa-singt1.wmv" target="_blank">http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/moussa-singt1.wmv</a></p>
<p>Ich wollte die Eindrücke, die ich im Vorjahr mit Nane zusammen in Ägypten gesammelt habe, noch einmal auffrischen. Es war auch gleich eine begeisterte Mitreisende zur Stelle, was die Sache noch zusätzlich interessant machen sollte. Violeta. Wir haben uns im vergangenen Sommer in Wien kennen und mögen gelernt. Violeta wollte schon immer mal nach Ägypten, also haben wir die Reise gemeinsam geplant. Zweieinhalb Wochen gemeinsam im Ausland sind auch eine gute Gelegenheit um festzustellen, wie jemand außerhalb des gewohnten, alltäglichen Umfeldes so ist und wie man sich miteinander verträgt, wenn man mehr Zeit als zuhause zusammen verbringt. Violeta ist ein besonderer Mensch, und somit war es klar, dass es eine interessante Reise wird&#8230;</p>
<p>Ich war ja gerade erst aus Irland gekommen und schon war ich wieder am Flughafen. Alles reine Routine. Ein paar Stunden Flug und schon ist man in Kairo, der größten Stadt Afrikas, wo alles so sehr anders ist als daheim, und noch viel mehr anders als in Irland&#8230;ein interessanter Tapetenwechsel! Wieder bei den Habibis, wie wird das wohl? Der Einstieg war reibungslos und uns hat´s gleich getaugt.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=30.05&amp;lng=31.25&amp;openPostId=2326"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2327" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2327" title="img_4963" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/img_4963.jpg" alt="Violeta noch etwas skeptisch, dafür schon Moschee-tauglich eingepackt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Violeta - noch etwas skeptisch, dafür schon Moschee-tauglich eingepackt</p></div>
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		<title>Onkel Reinhold R.I.P.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 15:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich von Irland heimkam, erreichte mich die Nachricht, dass der Bruder meines Vaters, mein lieber Onkel,  Reinhold Steinwender, beschlossen hat, seinen kranken Körper zu verlassen und seine Reise „auf der anderen Seite“ fortzusetzen. Mein Onkel hat mich nicht nur seit jeher mit seiner großen Reiseerfahrung (47 Jahre quasi dauernd auf Geschäftsreisen durch alle Kontinente) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich von Irland heimkam, erreichte mich die Nachricht, dass der Bruder meines Vaters, mein lieber Onkel,  Reinhold Steinwender, beschlossen hat, seinen kranken Körper zu verlassen und seine Reise „auf der anderen Seite“ fortzusetzen. Mein Onkel hat mich nicht nur seit jeher mit seiner großen Reiseerfahrung (47 Jahre quasi dauernd auf Geschäftsreisen durch alle Kontinente) und tollen Geschichten beeindruckt, vielmehr war er mir seelisch nahe, da er – so wie ich – sehr nach meinem geliebten Opa geraten war, dem Menschen, der mich wie kein anderer als kleines Kerlchen begleitet und in dieses sonderbare Erdendasein eingewiesen hat. Ein intensiver Mensch wie mein Onkel hinterlässt bei so einem schnellen Abschied ein entsprechend großes Loch und so müssen wir uns alle erst daran gewöhnen, dass er nicht mehr als Mensch unter uns ist. Die Beerdigung in Kärnten lag zeitlich genau an dem einzig für mich möglichen Tag zwischen zwei Reisen, und so war ich trotz all dem damit verbundenen Stress (Irland-Wien-Kärnten- Wien in einem Tag) froh, dass ich bei diesem Abschied dabei sein konnte. Bei aller Schwere und Trauer war am Ende doch auch eine leichtere und versöhnliche Energie spürbar. Auch das schöne Gefühl, Teil einer starken und lieben Familie zu sein. Und die klare Mahnung, das irdische Leben zu genießen, solange man kann.</p>
<p>Onkel Reinhold, Du hast genug bewegt und bewegst auf Deine Art weiter, mögest Du in Frieden und Liebe im Jenseits ruhen, wir danken Dir für alles!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=46.8227778&amp;lng=13.7922222&amp;openPostId=2318"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2319" title="reinhold-251209" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/reinhold-251209.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Onkel Reinhold</p>
<div id="attachment_2320" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2320" title="reinh-walter-09-2" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/reinh-walter-09-2.jpg" alt="hier mit meinem Vater beim selbst errichteten Bildstock am Berg" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">hier mit meinem Vater beim selbst errichteten Bildstock am Berg</p></div>
<div id="attachment_2397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2397" title="p1090605" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/03/p1090605.jpg" alt="für alle, die geglaubt haben, dass ich nur zwei Hosen und drei T-Shirts besitze" width="500" height="451" /><p class="wp-caption-text">Meine Eltern, meine Schwester und ich...ein Foto für alle, die geglaubt haben, dass ich nur zwei Hosen und drei T-Shirts besitze</p></div>
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		<title>Irish Winter</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 09:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Irland]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Äthiopien und Irland bei aller Unterschiedlichkeit nicht nur jeweils höchst zu favorisierende Reiseländer sind, sondern auch noch eine gute Kombination ergeben, dass wurde Nane und mir vor mehr als einem Jahr eindrucksvoll vor Augen geführt, als wir zu Gast bei den irischen Missionaren im äthiopischen Busch waren. Noch heute reden wir von den guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Äthiopien und Irland bei aller Unterschiedlichkeit nicht nur jeweils höchst zu favorisierende Reiseländer sind, sondern auch noch eine gute Kombination ergeben, dass wurde Nane und mir vor mehr als einem Jahr eindrucksvoll vor Augen geführt, als wir zu Gast bei den irischen Missionaren im äthiopischen Busch waren. Noch heute reden wir von den guten Tagen und der Hetz, die wir mit Father John, Father Paddy und den „Sisters“ hatten.</p>
<p>Um festzustellen, ob die Mischung auch umgekehrt so gut ist, haben wir uns mit Nane auf einen Kurztrip nach Irland aufgemacht, wo unsere äthiopische Freundin Martha, eine von den „Sisters“ aus Arba Minch,  derzeit ihr Masterstudium in „Internationaler Entwicklung“ bei den Spiritianern, Father Johns Kongregation, absolviert. Nicht zuletzt war es auch mal wieder schön, die tolle Reiseseilschaft von Nane und mir wenigstens für ein paar Tage aufleben zu lassen. Für Nane war es die erste Reise nach Irland, ich bin ja seit letztem Jahr großer Fan der „Grünen Insel“.</p>
<p>Vorab, Irland zeigt sich auch im Winter grün…die Bäume tragen zwar kein Laub, es gibt aber jede Menge immergrüne Gewächse und auch der Rasen wird im Winter nicht braun. Das Klima ist maritim und vom Golfstrom geprägt, es gibt also normal kaum Frost, außer in den „Bergen“ vielleicht. Dieser Tage sollte es aber auch anders kommen, mitunter kalt und verschneit.</p>
<p>Wir sind per Billigflieger spätabends gelandet, haben voller Routine unser Hostelbett bezogen und sind gleich mal hinaus, um im nahe gelegenen Kneipenbezirk „Temple Bar“ ein kaltes Guiness zu verkosten.</p>
<p>Schon am nächsten Tag haben wir die Marta getroffen. Sie hatte gerade eine große Prüfung hinter sich und ein paar Tage Verschnaufpause, die wir gemeinsam nutzen wollten. Es gab viel zu erzählen und noch mehr herumzualbern…ein voll nettes Wiedersehen und ein großer Spaß. Marta ist ein besonders lieber Mensch und für uns eine besondere Freundin, da es bei all den superfreundlichen Menschen im geliebten Äthiopien letztendlich aufgrund der sozialen und kulturellen Unterschiede doch schwierig ist, tiefgehende Freundschaften zu bauen. Mit Marta ist das gelungen, sicher auch deshalb, weil sie schon vorher den Umgang mit Europäern gewohnt war, ein Jahr in Holland verbracht hatte etc. Marta ist damit in einer äußerst glücklichen Situation, nur sehr wenige Äthiopier haben die Chance, ins Ausland zu gehen. Für sie war ihr Ex-Boss Father John die Brücke nach Irland, ihre Familie könnte sich so etwas nie leisten. Dementsprechend glücklich ist Marta jetzt über ihre Zeit in Irland, die sie mit viel Fleiß nutzt und so gut wie möglich genießt. Wir hatten Marta versprochen, dass wir uns in Europa sehen, wenn sie mal wirklich hier ist, und haben unser Versprechen eingelöst. Dementsprechend war die Freude groß!</p>
<p>Die paar Tage in Irland waren gefüllt mit Stadtspaziergängen, Ausflügen aufs Land nach Howth und Glendalough, sowie irischer Abendgestaltung, das heißt Biertrinken – wobei wir für die abstinente Marta mittrinken mussten…in Dublin ist man selten alleine, und so waren wir auch jeden Abend mit irgendwelchen Freunden, Studienkollegen und Bekannten von Marta unterwegs. Nette und lustige Leute. Samstagabend waren wir auf einer Wohnungsparty, die besonders lässig war (50 Leute aus 25 Nationen), als plötzlich der Schnee kam und die grüne Insel in ein weißes Kleid hüllte. Eine große Aufregung, vor allem für die frisch eingetroffenen Brasilianer, die mit uns feierten und zum ersten mal Schnee sahen und sich mit dem Brauch des „sich gegenseitig Einreibens“ vertraut machen durften. <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Zeit ist schnell vergangen und bald waren wir wieder am Heimweg, schön war es – wie immer in Irland! Die Kälte hat da keinen Abbruch getan, für die Iren sowieso nicht&#8230;</p>
<p>Es war schön zu sehen, dass es der Marta gut geht da drüben, dass sie gute Freunde und eine schöne Umgebung hat und alles mit Freude und Dankbarkeit genießt und ihre Chance nutzt! Super! Good luck Marta!!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=53.3330556&amp;lng=-6.2488889&amp;openPostId=2293"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2296" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2296" title="p1090594" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090594.jpg" alt="Marta, der Grund unseres Ausfluges" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Marta, der Grund unseres Ausfluges</p></div>
<div id="attachment_2297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2297" title="p1090486" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090486.jpg" alt="die zwei blödeln dauernd" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die zwei blödeln dauernd</p></div>
<div id="attachment_2298" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2298" title="p1090574" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090574.jpg" alt="Nane kann aber auch gut aussehen, hier am See in Glendalough" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nane kann aber auch gut aussehen, hier am See in Glendalough</p></div>
<div id="attachment_2299" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2299" title="p1090595" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090595.jpg" alt="Der Rasen grünt auch im Winter, hier vor der St. Patrick´s Cathedral" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Der Rasen grünt auch im Winter, hier vor der St. Patrick´s Cathedral</p></div>
<div id="attachment_2300" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/dublin2010-011.jpg"><img class="size-full wp-image-2300" title="dublin2010-011" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/dublin2010-011.jpg" alt="Zentrum des irischen Lebens - das Pub" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Zentrum des irischen Lebens - das Pub</p></div>
<div id="attachment_2301" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2301" title="dublin2010-031" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/dublin2010-031.jpg" alt="Party" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Party</p></div>
<div id="attachment_2302" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2302" title="p1070753" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1070753.jpg" alt="irisches Hauptnahrungsmittel" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">irisches Hauptnahrungsmittel</p></div>
<div id="attachment_2303" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2303" title="p1090501" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090501.jpg" alt="in Howth" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">in Howth</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2304" title="p1090511" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090511.jpg" alt="" width="500" height="281" /> <a href="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090530.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2305" title="p1090530" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090530.jpg" alt="" width="500" height="281" /></a></p>
<div id="attachment_2306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2306" title="p1090558" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090558.jpg" alt="Glendalough (sprich Glen-da-log)" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Glendalough (sprich Glen-da-log)</p></div>
<div id="attachment_2307" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2307" title="p1090555" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090555.jpg" alt="auch" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">auch</p></div>
<div id="attachment_2308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2308" title="p1090583" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090583.jpg" alt="in den &quot;Bergen&quot;" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">in den&quot;Bergen&quot;</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2309" title="p1090499" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090499.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2310" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2310" title="p1090537" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090537.jpg" alt="Friends" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Friends!!</p></div>
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		<title>Kurz daheim in der Kälte</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 21:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[In New York war es saukalt, Schneefall und böiger Wind, ein passender Vorgeschmack auf daheim. War eh nur ein eineinhalb Tage dort. Gerade Zeit genug um sich mit einer neuen, für die Heimkehr adäquaten Panier auszustatten, ein wenig herumzuspazieren, das Auge an den westlichen Menschen gewöhnen und am Abend ein kühles Guinness an der Bar zu genießen.
Zwei Flüge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In New York war es saukalt, Schneefall und böiger Wind, ein passender Vorgeschmack auf daheim. War eh nur ein eineinhalb Tage dort. Gerade Zeit genug um sich mit einer neuen, für die Heimkehr adäquaten Panier auszustatten, ein wenig herumzuspazieren, das Auge an den westlichen Menschen gewöhnen und am Abend ein kühles Guinness an der Bar zu genießen.</p>
<p>Zwei Flüge, New York -&gt; London -&gt; und schon bin ich am Wiener Flughafen gelandet, wo mich ganz überraschend der Nane, mein treuer Freund abgeholt hat, was für eine Freude! Die nächsten vier Tage in Wien waren schön und voller Wiedersehensfreuden mit lieben Menschen und vertrauten Lebensmitteln. Mit vielen Gesprächen, dafür ohne die Ruhe, die man nach so einer Reise und den anstrengenden Flügen auch dringend braucht.</p>
<p>Diese heilige Ruhe habe ich erst nach einer zähen Zugodyssee, die dem Großteil der Österreicher einen Schreikrampf oder eine Schadensersatzforderung (oder beides) entlockt hätte, im schönen, aber saukalten Kärnten gefunden. Die Kälte hier tut fast weh, aber nach einem komplett schneefreien letzten Winter in fernen Landen will ich doch ein bisschen von der kühl-klaren Energie tanken, die diese Jahreszeit bei uns mit sich bringt. Die Akklimatisierung ist im Gange, im elterlichen Haus ist es sowieso gemütlich und warm. Mein Netbook hat den Kontinentenwechsel anscheinend weniger gelassen genommen als ich und kurzerhand einen Winterschlaf begonnen, der hoffentlich als Garantiefall behoben werden kann.</p>
<p>Ein altes und sehr wahres Bienensprichwort sagt bekanntlich: <strong>„Der Tag nach der Reise ist der Tag vor der Reise.“</strong> Und so muss ich die kommenden Tage in der Heimat neben dem Genuss der vertrauten und geliebten Umgebung auch gut nutzen um mich und meine Sachen auf eine schon bald bevorstehende Abreise vorzubereiten. Leute treffen, diversen Papierkram erledigen, Gepäck umpacken, Reiseapotheke ergänzen, mein in Mexiko ausgefallenes Zahn-Inlay erneuern lassen, etc.</p>
<p>Über weitere Projekte wird berichtet, hoffentlich in gewohnter Qualität, auch wenn mein Netbook wohl beschlossen hat, mich mal alleine wegfahren zu lassen. Es tut schon gut, zwischendurch daheim vorbei zu schauen. Vor allem dann, wenn man feststellen darf, dass es den Lieben daheim auch gut geht! Das ist gottseidank der Fall und wird auch hoffentlich im großen und ganzen so bleiben.</p>
<p>Hier ein paar Fotos von daheim. &#8221;Daheim&#8221; ist und bleibt vorerst Kärnten, eh klar!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=46.8158333&amp;lng=13.8722222&amp;openPostId=2265"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2268" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2268" title="preislkreuz" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/preislkreuz.jpg" alt="Mein Lieblingsplatz daheim - das Preißlkreuz" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ein paarhundert Meter hinter unserem Haus am Berg und zu jeder Jahreszeit schön: Mein Lieblingsplatz - das Preißlkreuz</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_2270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2270" title="p1090469_kl1" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090469_kl1.jpg" alt="eine spaßige Abwechslung" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Bei Pulverschnee ganz easy!</p></div>
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		<title>Guatemala…hasta la vista!</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 04:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den vergangenen vier Wochen hat sich meine Zeit in Guatemala sehr sehr schön abgerundet.
Zuerst war ich eine Woche alleine am Lago, genau genommen in San Pedro La Laguna, wo ich auch auf die Spanischschule gegangen bin. Eine geniale Zeit. San Pedro hat sich mir von seiner besten Seite gezeigt, es hat ja auch andere…nettes Quartier, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den vergangenen vier Wochen hat sich meine Zeit in Guatemala sehr sehr schön abgerundet.</p>
<p>Zuerst war ich eine Woche alleine am Lago, genau genommen in San Pedro La Laguna, wo ich auch auf die Spanischschule gegangen bin. Eine geniale Zeit. San Pedro hat sich mir von seiner besten Seite gezeigt, es hat ja auch andere…nettes Quartier, gute Spanischlehrer und vor allem einen alten weisen Mann, der mir täglich mehrere Stunden aus der Kosmovision Maya erzählt hat. Das war nicht nur gut für mein Spanisch, sondern hat mir auch neue Zugänge zum Wissen der Maya geöffnet.</p>
<p>Voller Dankbarkeit und Freude bin ich dann noch einmal für drei Wochen mit einer Gruppe rund um Norbert in die spirituelle Arbeit gegangen. Besonders schön dabei war, dass in der Gruppe neben meinem Hermano Stefan auch noch Maya aus der Schweiz mit dabei war, die mir ähnlich nahe steht, und Gerald, mit dem ich als Kärntner sowieso fast verwandt sein muss. Mit allen dreien war ich schon jemals drei Mal zusammen in Guatemala unterwegs und es verbindet uns eine große Liebe zum Land und seiner Kultur.</p>
<p>Die folgenden Bilder sollen noch einmal ein für dieses Mal letzter Ausdruck dieser Liebe sein. Mittlerweile bin ich ja schon außer Landes und auf dem Weg nach Österreich. Damit sich der Temperatur- und Kulturschock richtig auszahlt, hab ich noch einmal zwei Tage in New York eingeschoben. Hier bin ich jetzt und denke zurück an vier wunderbare Monate…schöne Begegnungen mit Einheimischen und Reisenden, täglicher Sonnenschein, viel Zeit in der Natur, tiefgehende Rituale, buntes und fröhliches Alltagsleben, das freundliche Lächeln der Menschen und das Lachen der Kinder, qualmende Busse, Dschungel, Seen, Vulkane, Meer…Energie und Leben pur. Danke Guatemala, meine zweite Heimat, wir sehen uns bestimmt sehr bald wieder!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.6666667&amp;lng=-91.25&amp;openPostId=2235"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2236" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2236" title="p1090387" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090387.jpg" alt="la belleza del lago" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">la belleza del lago</p></div>
<div id="attachment_2237" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2237" title="p1090364" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090364.jpg" alt="ich mit Maya und Stefan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ich mit Maya und Stefan</p></div>
<div id="attachment_2238" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2238" title="r0012699" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/r0012699.jpg" alt="ein Fischer am Lago, der übrigens wieder optisch sauber ist" width="500" height="368" /><p class="wp-caption-text">ein Fischer am Lago, der übrigens wieder optisch sauber ist (der See!)</p></div>
<div id="attachment_2239" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2239" title="img_0259" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_0259.jpg" alt="der Vulkan Fuego" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Vulkan Fuego - ungefährlich, solange er raucht</p></div>
<div id="attachment_2240" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2240" title="p1010136" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010136.jpg" alt="die Kraft des Feuers, eine Grundenergie des Landes" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">die Kraft des Feuers, eine Grundenergie des Landes</p></div>
<div id="attachment_2241" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2241" title="p1010140" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010140.jpg" alt="Don Juan Salam, Feuerschamane aus dem Stamm der Maya Quiche" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Don Juan Salam, Feuerschamane aus dem Stamm der Maya Quiche</p></div>
<div id="attachment_2242" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2242" title="p1010145" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010145.jpg" alt="liebevoll aufgebaute Zeremonien nach alter Tradition" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">liebevoll aufgebaute Zeremonien nach alter Tradition</p></div>
<div id="attachment_2243" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2243" title="p1010152" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010152.jpg" alt="Carmen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Carmen</p></div>
<div id="attachment_2244" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2244" title="p1090401" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090401.jpg" alt="die Gruppe mit Norbert und Gloria am alten Ritualplatz Maria Tecum im Tiefland" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Gruppe mit Norbert und Gloria am alten Ritualplatz Maria Tecum im Tiefland</p></div>
<div id="attachment_2245" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2245" title="img_0485" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_0485.jpg" alt="Naturaltar Kaan am Cerro de oro" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Naturaltar Kaan am Cerro de oro</p></div>
<div id="attachment_2247" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2247" title="img_04681" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_04681.jpg" alt="ich ebendort beim Hüten des rituellen Feuers" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">ich ebendort beim Hüten des rituellen Feuers</p></div>
<div id="attachment_2248" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2248" title="p1010251" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010251.jpg" alt="Stefan..." width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Stefan...</p></div>
<div id="attachment_2249" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2249" title="img_0454" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_0454.jpg" alt="...auf den Schwingen Tsikin´s" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...auf den Schwingen Tsikin´s</p></div>
<div id="attachment_2250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2250" title="p1090443" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090443.jpg" alt="Tikal...pure Kraft" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Tikal...pure Kraft</p></div>
<div id="attachment_2251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2251" title="img_0905" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_0905.jpg" alt="Yaxha" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Yaxha</p></div>
<div id="attachment_2252" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2252" title="img_1551" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_1551.jpg" alt="die Kraft der Natur" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Kraft der Natur</p></div>
<div id="attachment_2253" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2253" title="img_1622" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_1622.jpg" alt="heisse Quellen...Dschungelwellness" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">heisse Quellen...Dschungelwellness</p></div>
<div id="attachment_2254" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2254" title="img_1272" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/img_1272.jpg" alt="lieblich-verspielt" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">lieblich-verspielt...</p></div>
<div id="attachment_2255" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2255" title="p1090448" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090448.jpg" alt="erhaben und klar" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">erhaben und klar</p></div>
<div id="attachment_2256" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2256" title="r0012511" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/r0012511.jpg" alt="die Geschenke von Mutter Erde" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Geschenke von Mutter Erde...</p></div>
<div id="attachment_2257" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2257" title="r0012561" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/r0012561.jpg" alt="auf guatemaltekisch zubereitet" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...auf guatemaltekisch zubereitet</p></div>
<div id="attachment_2258" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2258" title="p1090418" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1090418.jpg" alt="die Kinder im Tiefland" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Kinder im Tiefland</p></div>
<div id="attachment_2259" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2259" title="r0012499" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/r0012499.jpg" alt="...und die im Hochland" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und die im Hochland</p></div>
<div id="attachment_2260" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2260" title="p1010191" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010191.jpg" alt="die Hoffnung von morgen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Hoffnung von morgen</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2261" title="p1010204" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/p1010204.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_2262" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2262" title="r0012970" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/r0012970.jpg" alt="Für´s erste passt´s mal wieder!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Für´s erste passt´s mal wieder!</p></div>
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		<title>„Kurzurlaub“ in Honduras</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 01:46:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

		<category><![CDATA[Honduras]]></category>

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		<description><![CDATA[Honduras ist der südöstliche Nachbar von Guatemala. Für die meisten Reisenden gibt es hier nicht so enorm viel Grund, sich länger aufzuhalten. Nur ein ganz geringer Teil des Staatsgebietes ist ehemaliges Mayaland und auch die heutige Bevölkerung ist bei weitem nicht so indigen geprägt wie in Guatemala. Kulturell ist insgesamt nicht dermaßen viel los.
Uns hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Honduras ist der südöstliche Nachbar von Guatemala. Für die meisten Reisenden gibt es hier nicht so enorm viel Grund, sich länger aufzuhalten. Nur ein ganz geringer Teil des Staatsgebietes ist ehemaliges Mayaland und auch die heutige Bevölkerung ist bei weitem nicht so indigen geprägt wie in Guatemala. Kulturell ist insgesamt nicht dermaßen viel los.</p>
<p>Uns hat es vor allem deshalb nach Honduras gezogen, weil es dort unweit von der Küste ein paar nette Karibikinseln gibt, wo wir ganz entspannt Weihnachten und Neujahr unter Palmen verbringen wollten.</p>
<p>Am Weg dorthin sind wir noch auf einen Abstecher in der Mayastadt Copan zugekehrt, die nur wenige Kilometer hinter der guatemaltekischen Grenze liegt. Copan ist ein sehr liebliches Örtchen, auch die Pyramidenstätte ist von ganz besonders schöner, kunstvoller und friedlicher Qualität. Ein Ort, den ich besonders gerne mag und eine passende Abschlussstation auf unserer gemeinsamen Reise durch die Mayawelt.</p>
<div id="attachment_2217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2217" title="p1090269" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090269.jpg" alt="der Guacamaya - Symbol Copans" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Guacamaya - Symbol Copans</p></div>
<div id="attachment_2218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2218" title="r0013060" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/r0013060.jpg" alt="kunstvolle Stelen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">kunstvolle Stelen</p></div>
<p>Von Copan haben wir uns am 23.12. auf den Weg zur Küste gemacht, eine Busfahrt von ca. 8 Stunden. Von der Hafenstadt La Ceiba ging es mit der Fähre zur Insel Roatan.</p>
<p>Roatan ist die größte der hondurianischen Inseln. Ca. 50.000 Menschen leben auf der Insel, ein großer Teil davon sind auch Garifunas. Roatan ist so wie die Nachbarinseln bei Tauchern sehr beliebt, das Riff hier ist das zweit größte weltweit nach dem australischen Great Barrier Reef. So haben auch wir die Gelegenheit genutzt und uns die Welt unter Wasser angeschaut. Gerhard hat den Tauchschein gemacht, der hier billiger ist als sonst irgendwo auf der Welt, und ich hab ein paar „Fundives“ gemacht. Vier ruhige Tage haben wir auf Roatan verbracht, die mit ein paar Tauchgängen und Bierchen gut ausgefüllt waren und schnell vergingen. Das Weihnachten nicht in unserem Sinn weihnachtlich war, braucht eigentlich gar nicht erwähnt zu werden.</p>
<div id="attachment_2220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2220" title="p1090298" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090298.jpg" alt="10 Schritte von unserem Quartier entfernt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">10 Schritte von unserem Quartier entfernt - Wasser 27°, Luft 30 °</p></div>
<div id="attachment_2221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2221" title="p1090301" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090301.jpg" alt="nice fi nice - day and night" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">nice fi nice - day and night</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2222" title="p1090300" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090300.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Da wir Silvester auf der kleineren, aber belebteren Nachbarinsel Utila feiern wollten, sind wir mit einem Segelboot dorthin mitgefahren, was das Seemannsherz von Gerhard gleich höher schlagen ließ. Für mich war es auch ganz nett, aber nach kurzer Zeit ging es mir nicht viel anders als in allen anderen Transportmitteln dieser Welt – ich bin eingepennt und erst am Ziel aufgewacht.</p>
<div id="attachment_2223" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2223" title="p1090304" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090304.jpg" alt="Abfahrt auf Roatan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Abfahrt auf Roatan</p></div>
<div id="attachment_2224" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2224" title="r0013082" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/r0013082.jpg" alt="ein kleines Schläfchen..." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein kleines Schläfchen...</p></div>
<div id="attachment_2225" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2225" title="p1090333" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090333.jpg" alt="...und vier Stunden später" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und vier Stunden später</p></div>
<p>Auf Utila hab ich vor zwei Jahren das Tauchen gelernt. Die Insel hat nur ein Dorf und ist zwischen den Feiertagen ganz gut mit Rucksacktouristen bestückt, die sich hier etwas Abwechslung zum Reisen am Festland geben, Tauchen gehen und am Abend einen abfeiern. So haben auch wir es gemacht. Das Leben hier ist sehr überschaubar und gemütlich und von allgegenwärtigen Reggaebeats begleitet. Es waren sehr nette und auch lustige Tage, man lernt lässige Leute aus aller Welt kennen und zwischendurch genießt man die Ruhe am oder noch besser unter Wasser. Leider hab ich es auch diesmal wieder nicht geschaftt, den Walhai zu sehen. Der größte Fisch der Welt (bis 12 Meter) kann nur an wenigen Plätzen der Welt beobachtet werden, so auch vor Utilas Nordküste. Das unruhige Meer und das schleißige Boot unserer Tauchschule haben aber unsere Suche nach dem Riesenfisch vereitelt, und so haben wir uns mit seinen kleinen bunten Verwandten zufrieden gegeben.</p>
<div id="attachment_2226" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2226" title="pc260125" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/pc260125.jpg" alt="auch sehr schön, auch sehr heiß" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">auch sehr schön, auch sehr heiß</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_2273" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2273" title="utila" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/02/utila.jpg" alt="Party!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Party!</p></div>
<div id="attachment_2227" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2227" title="r0013094" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/r0013094.jpg" alt="raus aus dem Boot und runter zu den bunten Fischen!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">raus aus dem Boot und runter zu den bunten Fischen!</p></div>
<div id="attachment_2228" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2228" title="r0013098" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/r0013098.jpg" alt="Thomas aus Vorarlberg - der einzige (Quasi-) Österreicher außer uns auf Utila und durch Zufall genau mein Divemaster - super cooler Taucher und echt feiner Kerl" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Thomas aus Vorarlberg - der einzige (Quasi-) Österreicher außer uns auf Utila und durch Zufall genau mein Divemaster - super cooler Taucher und echt feiner Kerl</p></div>
<p>Utila war auch der Ort meines Abschiedes von Gerhard. Er hatte eine Vereinbarung getroffen, dass ihn ein Amerikaner mit seinem Segelboot Richtung Panama mitnehmen sollte, eine Tour von ca. zwei Wochen und einmal ein erster Einstieg für das von Gerhard angestrebte Segelabenteuer der nächsten Monate. Ich hab die Abfahrt von Gerhard nicht abgewartet, sondern bin aufgrund eines aufziehenden Unwetters abgedampft und wieder zurück nach Guatemala gefahren – zwei Tage im Bus. Die paar gemeinsamen Wochen waren super, wir waren ein gutes Reisegespann, trotz unserer beiden Sturköpfe gab es kaum Stress. An dieser Stelle sei Dir ganz fest gedankt, lieber Gertschi – für die vergangenen Wochen und unsere schöne Freundschaft, die ja von Wiener zu Kärntner auch eine interkulturelle ist. Viel Glück und Freude auf Deinen weiteren Wegen, Amigo!</p>
<div id="attachment_2229" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2229" title="p1090334" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090334.jpg" alt="Gertschi, ich hoffe du hast ein besseres Boot gefunden als dieses verhasste Ding" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gertschi, ich hoffe du hast ein besseres Boot gefunden als dieses verhasste Ding</p></div>
<p>Wenn man plötzlich alleine weiterreist, geht einem die Gesellschaft und der Schmäh am Anfang schon mal ab. ABER: es sollten nur zwei einsame Tage für mich sein, denn in Guatemala stand schon ein Treffen mit meinem „Hermano“ Stefan aus Vorarlberg an.</p>
<p>Den Stefan hab ich vor 4 Jahren in Guatemala kennen gelernt, seitdem waren wir noch zwei Mal gemeinsam hier. Trotz unserer großen Unterschiedlichkeit empfinden wir uns gegenseitig wie Brüder (daher der Titel „Hermano“ – span. Bruder) und geben uns eine kostbare Wegbegleitung aus unserer Herzensverbindung. Dementsprechend groß war meine Vorfreude auf unser Zusammenkommen, als ich am Weg ins guatemaltekische Hochland im Bus saß.</p>
<p>Das Wiedersehen war super, es gab doch gleich recht viel zu erzählen, wobei ich eher die Zuhörerrolle innehatte, da ich vorerst laufend damit beschäftigt war, frisches österreichisches Schwarzbrot (in dieser Ecke der Welt eine große Kostbarkeit) und andere Köstlichkeiten von daheim gierig in mich reinzustopfen. Bei einem richtigen Abendessen und einem Bierchen hat dann später auch der äußere Rahmen für die Eröffnung der „4. Guatemaltekischen Hermano-Festwochen“ gestimmt, die wie immer im Zeichen unserer gemeinsamen Liebe zum Land Guatemala und den Maya stehen werden.</p>
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		<title>Rio Dulce, Chiquita Banana und die Garifuna</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 05:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man von Tikal ein paar Stunden durch den ehemaligen Dschungel südwärts fährt, erreicht man einen weiteren großen See, den Lago Izabal, der über einen wenige Kilometer langen Fluss, den Rio Dulce, in das karibische Meer entwässert. Im gleichnamigen Ort ging ich mit Angela, unserer chinesischen Mitreisenden, an Bord eines kleinen Bootes, um zum Küstenort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man von Tikal ein paar Stunden durch den ehemaligen Dschungel südwärts fährt, erreicht man einen weiteren großen See, den Lago Izabal, der über einen wenige Kilometer langen Fluss, den Rio Dulce, in das karibische Meer entwässert. Im gleichnamigen Ort ging ich mit Angela, unserer chinesischen Mitreisenden, an Bord eines kleinen Bootes, um zum Küstenort Livingston runter zu tschinagglen. Gerhard beschloss, für eine Nacht in Rio Dulce zu bleiben, um dort in den Marinas eine erste „in situ-Recherche“ in Hinblick auf sein Segelvorhaben zu starten. Rio Dulce ist beliebt bei den Yachtbesitzern, weil auch die großen Hurricanes hier nichts anrichten können.</p>
<div id="attachment_2208" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2208" title="r0013015" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/r0013015.jpg" alt="Gerhards Interesse und der eigentliche Grund für unseren Zwischenstopp" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gerhards Interesse und der eigentliche Grund für unseren Zwischenstopp</p></div>
<div id="attachment_2209" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2209" title="p1090209" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090209.jpg" alt="Bootsfahrt am Rio Dulce" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">So lebt man am Rio Dulce</p></div>
<div id="attachment_2210" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2210" title="p1090201" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090201.jpg" alt="...wo die Kinder schon in ihren eigenen Mini-Einbäumen durch das Seerosenfeld paddeln" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...wo die Kinder schon in ihren eigenen Mini-Einbäumen durch das Seerosenfeld paddeln</p></div>
<div id="attachment_2211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2211" title="p1090215" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2010/01/p1090215.jpg" alt="Ankunft in Livingston" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Ankunft in Livingston</p></div>
<p>Guatemalas Küstenabschnitt an der Karibik ist nur sehr kurz. Zum einen gibt es da die Hafenstadt Puerto Barrios, wo sich die riesigen Bananencontainer von Chiquita und Dole aneinanderreihen, bevor sie auf noch riesigeren Schiffen ihre Reise in den Rest der Welt antreten. Die Bananen werden ja grün geerntet und verschifft. Der Reifungsprozess wird genau vom Reifemeister (ein eigener Beruf) kontrolliert und über die Containertemperatur gesteuert, sodass die beliebten Früchte genau essfertig in unseren Supermärkten landen und nicht schon aussehen wie Schokobananen. Guatemala und sein Nachbar Honduras bekamen einst die Bezeichnung „Bananenrepubliken“, weil die amerikanische „United Fruit Company“ (heute ganz lieb „Chiquita“ genannt) hier beiweitem mehr Einfluss hatte als alle Regierungen zusammen, die Arbeiter und die Natur bis aufs letzte schändete und nach Belieben ihr Unheil verbreiten konnte – bis hin zum Einsatz des US-treuen Militärregimes, das hunderttausenden Menschen Verfolgung und Terror brachte. Wer die furchtbaren Geschichten liest, steigt sofort auf die doppelt so teuren FairTrade-Bananen um. Hier am Markt sind die Bananen übrigens so billig, dass man besser in Zentnern und nicht in Kilos rechnet…Puerto Barrios ist wohl das, was man ein typisches karibisches „Shithole“ nennen würde – heiss, feucht, es stinkt, alles ist rostig – Häuser, Autos, Schiffe,…</p>
<p>Livingston ist da schon ein wenig netter. Es handelt sich dabei um eine kleine Fischerstadt, die nur per Boot erreicht werden kann und Heimat der guatemaltekischen Garifuna ist.</p>
<p>Die Garifuna sind eigentlich zentralafrikanischer Abstammung. Ihre Vorfahren wurden wie Millionen anderer Afrikaner von den Engländern verschleppt und versklavt. Irgendwie hatten sie jedoch irgendwann im 17.Jahrhundert Glück, sind bei einem Schiffbruch entkommen und konnten sich danach irgendwie ihre Freiheit bewahren. In Vermischung mit der indigenen Bevölkerung hat sich dabei eine eigenständige Kultur entwickelt, der bis heute einige Zigtausend Menschen angehören, die an der Mittelamerikanischen Karibikküste verstreut leben. Wie alle anderen in der Afrikanischen Diaspora haben es auch die Garifuna nicht gerade einfach&#8230;</p>
<p>Livingston ist eine kulturelle „Insel“ in Guatemala. Die Menschen, die Häuser, die Musik, das Essen…alles ist anders. „Klein Jamaica für Arme“, würde ich sagen, aber allemal  eine interessante Abwechslung für den Reisenden. Auch für mich, der ich die Schwarzen ja in ihrer eigenen Qualität und Lebhaftigkeit sehr mag. Die Gefahr des Hängenbleibens bestand aber nicht, nach 2 Tagen hatten wir (vor allem aufgrund des Wetters und des nicht vorhandenen Traumstrandes) genug von Livingston. Ein kleiner Vorgeschmack auf unseren „Weihnachtsurlaub“ war es aber schon, dieser sollte nämlich nur ein paarhundert Kilometer weiter in der hondurianischen Karibik stattfinden.</p>
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		<title>TIKAL - otra vez</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 17:47:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Palenque in Mexiko sind wir frühmorgens aufgebrochen um eine Abkürzungsroute entlang des wasserreichsten Flusses Mittelamerikas, dem Rio Usumacinta, zu nehmen, die direkt in das guatemaltekische Tiefland führt. Eine anstrengende Tagesreise mit einigen Busstunden, einer Bootsfahrt und immer wieder Warterei…
Auf der mexikanischen Seite fährt man durch das Gebiet der Lakandonen, einem Indianerstamm, der ganz ursprünglich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Palenque in Mexiko sind wir frühmorgens aufgebrochen um eine Abkürzungsroute entlang des wasserreichsten Flusses Mittelamerikas, dem Rio Usumacinta, zu nehmen, die direkt in das guatemaltekische Tiefland führt. Eine anstrengende Tagesreise mit einigen Busstunden, einer Bootsfahrt und immer wieder Warterei…</p>
<div id="attachment_2180" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2180" title="dsc_0755" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_0755.jpg" alt="am Boot" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">am Boot...</p></div>
<div id="attachment_2181" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2181" title="dsc_0760" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_0760.jpg" alt="wo wir auch Angela getroffen haben, die eigentlich Kung Chi heisst und aus China kommt, sie hat sich für die nächsten Tage in unser Fahrwasser begeben und war auch mit in Tikal" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">wo wir auch Angela getroffen haben, die eigentlich Kung Chi heisst und aus China kommt. Sie hat sich für die nächsten Tage in unser Fahrwasser begeben und war auch mit in Tikal</p></div>
<p>Auf der mexikanischen Seite fährt man durch das Gebiet der Lakandonen, einem Indianerstamm, der ganz ursprünglich im Urwald lebt und für sich beansprucht, den alten Maya am nächsten zu stehen. In diesem bewaldeten Gebiet gibt es auch die letzten autonomen Ortschaften der Zapatisten, wo sich auch ihre Anführer versteckt halten sollen. Der Usumacinta ist die Grenze zwischen Mexiko und Guatemala. Der Weg jenseits des Flusses führte uns ca. 200 Kilometer über eine Schotterpiste, die durch ehemaligen Dschungel führt. Man kann die afrikanisch anmutende Graslandschaft direkt lieblich finden, wenn man nicht weiß, dass hier vor 10 Jahren noch zigtausend Quadratkilometer Dschungel standen und die Äffchen sich von einem Baumriesen zum nächsten schwangen, um nicht vom Jaguar in den Hintern gebissen zu werden. Heute stehen hier nur ein paar Buckelrinder auf dem ausgewaschenen Boden und fressen sich fad durch ihr Leben, das irgendwann in einem nordamerikanischen Fettbauch enden wird. Nur ganz vereinzelt deuten noch ein paar stehen gelassene Ceibas auf den ehemaligen Regenwald hin. Die Ceiba ist der heilige Baum der alten Maya - der Lebensbaum, der mit kräftigen Wurzeln in den Unterwelten verankert ist und dessen Krone sich prächtig über den Himmel erstreckt.</p>
<div id="attachment_2182" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2182" title="p1090103" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090103.jpg" alt="eine Ceiba als einsamer Zeuge einer üppigen Vergangenheit" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">eine Ceiba als einsamer Zeuge einer üppigen Vergangenheit</p></div>
<p>Am Abend kamen wir planmäßig in El Remate am Lago Peten Itza an, der sowohl den Namen des hiesigen Volksstammes (Itza) und der weiten Tieflandregion, dem Peten, trägt. El Remate ist ein kleines Nest, das wohl keinen Menschen interessieren würde, wäre nicht ca. 40 Kilometer weiter im Urwald ein Platz, der das Herz des Mayafreundes höher schlagen lässt wie kein anderer Ort auf dieser Welt – das magische TIKAL.  Nach Guatemala zu reisen, ohne dieser großartigsten aller Mayastätten mit einem Besuch die Ehre zu erweisen und sich damit selber zu beschenken, kam für mich auch dieses Mal nicht in Frage.  Also sind wir früh ins Bett gegangen und am nächsten Tag um 5:30 nach Tikal gefahren. Die frühen Morgenstunden sind besonders schön. Der ganze Dschungel liegt noch im Nebel, die Tiere sind aber bereits hochaktiv und geben entsprechend laut. Alleine 250 Vogelarten gibt es hier…Man fühlt sich jedes Mal wieder wie ein alter Forscher, wenn man die ca. 30 Minuten vom Parkplatz durch den Dschungel wandert um dann schließlich der gewaltigen, im Nebel liegenden Pyramiden auf der Plaza Mayor angesichtig zu werden. Spätestens dort zwischen dem großen Jaguartempel und seinem mächtigen Gegenüber steht einem der Mund vor Ehrfurcht offen. Auch beim mittlerweile siebenten Mal war das für mich so…Kein anderer Platz der Maya strahlt eine so große Macht aus wie Tikal.</p>
<div id="attachment_2183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2183" title="p1090108" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090108.jpg" alt="Gran Jaguar" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gran Jaguar...</p></div>
<div id="attachment_2184" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2184" title="p1090109" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090109.jpg" alt="und Ixmucane - umgeben von der Santa Neblina" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und Ixmucane - umgeben von der Santa Neblina</p></div>
<p>Während Gerhard mal sitzen blieb um die Atmosphäre der noch menschenleeren Plaza in sich aufzunehmen, bin ich gleich mal in die Unterwelten abgetaucht, um der in einem finsteren Tunnel versteckten Maske des „Regengottes“ Chak einen privaten Besuch abzustatten.</p>
<div id="attachment_2185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2185" title="p1090112" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090112.jpg" alt="Gran Chak, in Gesellschaft von zig Fledermäusen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gran Chak, in Gesellschaft von zig Fledermäusen</p></div>
<div id="attachment_2186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2186" title="p1090115" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090115.jpg" alt="und anderem lichtscheuen Getier" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und anderem lichtscheuen Getier</p></div>
<p>Wieder aufgetaucht sind wir auf eine gemeinsame Wanderung durch den Dschungel gegangen, um dann später getrennte Wege zu gehen.</p>
<div id="attachment_2187" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2187" title="p1090125" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090125.jpg" alt="Mutter Natur und ihre Wunder" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Mutter Natur und ihre Wunder</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2188" title="p1090129" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090129.jpg" alt="" width="480" height="640" /> <img class="aligncenter size-full wp-image-2190" title="p10901321" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p10901321.jpg" alt="" width="480" height="640" /> Tikal ist so riesig und hat dermaßen viele großartige und auch kleine, versteckte Plätze, dass es am schönsten ist, sich hier alleine aus der eigenen Eingebung von Ort zu Ort führen, um immer wieder Neues zu entdecken. So kann man wohl hundert Mal nach Tikal gehen, und es wird jedes Mal anders sein…</p>
<div id="attachment_2191" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2191" title="dsc_1043" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_1043.jpg" alt="Gerhard staunt" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Gerhard staunt</p></div>
<div id="attachment_2192" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2192" title="p1090136" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090136.jpg" alt="Templo 3 - Uxbalam" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Templo 3 - Uxbalam</p></div>
<div id="attachment_2193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2193" title="dsc_1261" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_1261.jpg" alt="Herrlich" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Gran Jaguar-Herrlich!</p></div>
<div id="attachment_2194" class="wp-caption aligncenter" style="width: 435px"><img class="size-full wp-image-2194" title="dsc_1209" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_1209.jpg" alt="meine obligatorische Siesta auf Tempel 4" width="425" height="640" /><p class="wp-caption-text">meine obligatorische Siesta auf Tempel 4</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2195" title="p1090156" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090156.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2196" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2196" title="p1090148" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090148.jpg" alt="Nasenbären" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nasenbären</p></div>
<div id="attachment_2197" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2197" title="p1090174" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090174.jpg" alt="Falco" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Falco</p></div>
<div id="attachment_2198" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2198" title="p1090181" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090181.jpg" alt="wilder Truthahn ohne vorweihnachtliche Angst" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">wilder Truthahn - ohne vorweihnachtliche Angst</p></div>
<p>Am Nachmittag sind wir wieder auf der Plaza zusammengekommen um gemeinsam den Rückweg anzutreten – zufrieden, bewegt und auch angenehm müde.  <img class="aligncenter size-full wp-image-2199" title="dsc_1266" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_1266.jpg" alt="" width="500" height="332" /> <img class="aligncenter size-full wp-image-2200" title="dsc_1268" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/dsc_1268.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<div id="attachment_2201" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2201" title="p1090159" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090159.jpg" alt="der Geist Buddhas wurde heute sichtbar in Tikal" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">sogar der Geist Buddhas wurde heute sichtbar in Tikal</p></div>
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		<title>2000 Höhenmeter Talfahrt nach Palenque</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 07:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern frühmorgens haben wir das Hochland mit seinen klaren Tagen und kalten Nächten verlassen und sind durch eine beeindruckende Landschaft und verschiedene Vegetationszonen in immer tiefer liegende und mit dichterem Dschungel bewachsene Ebenen abgetaucht. Ziel war das ca. fünf Stunden entfernte Palenque, das für seine Maya-Ausgrabungen bekannt ist.
Am Weg dahin sind wir bei den beeindruckenden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern frühmorgens haben wir das Hochland mit seinen klaren Tagen und kalten Nächten verlassen und sind durch eine beeindruckende Landschaft und verschiedene Vegetationszonen in immer tiefer liegende und mit dichterem Dschungel bewachsene Ebenen abgetaucht. Ziel war das ca. fünf Stunden entfernte Palenque, das für seine Maya-Ausgrabungen bekannt ist.</p>
<p>Am Weg dahin sind wir bei den beeindruckenden, türkisgrünen Kaskaden von Agua Azul auf ein kühlendes Bad und zur Besichtigung des Wasserfalles von Misol Ha zugekehrt. Beide Plätze liegen im saftigen Dschungel, besonders das Baden in den natürlichen Pools des Flusses und der wunderschönen Kulisse hat es voll gebracht.</p>
<div id="attachment_2162" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2162" title="p1090024" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090024.jpg" alt="Agua Azul" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Agua Azul</p></div>
<div id="attachment_2163" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2163" title="p1090027" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090027.jpg" alt="auch" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">auch</p></div>
<div id="attachment_2164" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2164" title="p1090029" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090029.jpg" alt="von oben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">von oben</p></div>
<div id="attachment_2165" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2165" title="p1090040" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090040.jpg" alt="der Ritter der Kokosnuss vor dem einladenden Naturbad" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Ritter der Kokosnuss vor dem einladenden Naturbad</p></div>
<div id="attachment_2166" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2166" title="p1090048" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090048.jpg" alt="Misol Ha von vorne" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Misol Ha von vorne...</p></div>
<div id="attachment_2167" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2167" title="p1090051" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090051.jpg" alt="...und von dahinter" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und von dahinter aus gesehen</p></div>
<p>Am Nachmittag kamen wir in Palenque an, das ich von meiner letzten Mexikoreise schon kenne&#8230; Quartier suchen, einchecken und den Rest des Tages irgendwie veruchen, sich an die drückende Schwüle (35°C und 100% Luftfeuchte) zu gewöhnen, die einen körperlich total fertigmacht, wenn man vor ein paar Stunden noch im kühlen Hochland war. Früh ins Bett und sich auf den nächsten Besichtigungstag freuen&#8230;</p>
<p>Wie bei allen Ausgrabungsstätten Mittelamerikas gilt auch in Palenque: der frühe Vogel fängt den Wurm. In den Morgenstunden sind nicht nur die Temperaturen erträglicher, sondern vor allem die Orte noch menschenleer, weil die Touristengruppen meist erst im Laufe des Vormittages eintrudeln. So sind wir heute in der Früh als erste in Palenque einmarschiert, der Ort hat uns besonders friedlich empfangen. Kaum andere Leute, mystische und stille Atmosphäre, in der Ferne das Brüllen der Brüllaffen&#8230;wir konnten in aller Ruhe den Ort besichtigen und genießen. Wie alle Mayastätten hat Palenque seinen ganz eigenen Charakter, der sich in der Architektur und Kunst ausdrückt aber auch energetisch spürbar ist. Palenque ist physisch und metaphysisch sehr stark mit dem Element Wasser verbunden. Es liegt in der niederschlagreichsten Gegend Mexikos und wird von einem Bach durchquert, der knapp unter den Ruinen schöne Kaskaden bildet. Wir hatten heute einen wunderschönen Tag. Besonders Gerhard war trotz seiner Verdauungsprobleme und dem aufgrund der Schwüle ständig drohendem Kreislaufkollaps schwer beeindruckt und höchst zufrieden mit seinem ersten Besuch einer Tempelstadt der alten Maya&#8230;beruhigend für die Reiseleitung - für mich - denn mit den alten Mayas wird es weitergehen im Programm.</p>
<div id="attachment_2168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2168" title="p1090072" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090072.jpg" alt="Überblick über den prominentesten Teil von Palenque" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Überblick über den prominentesten Teil von Palenque</p></div>
<div id="attachment_2170" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2170" title="p10900911" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p10900911.jpg" alt="Templo del Sol" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Templo del Sol</p></div>
<div id="attachment_2171" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2171" title="p1090077" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090077.jpg" alt="Pyramide der Inschriften" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Pyramide der Inschriften</p></div>
<div id="attachment_2172" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2172" title="p1090082" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090082.jpg" alt="EL Palacio" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">EL Palacio</p></div>
<div id="attachment_2173" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2173" title="p1090087" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090087.jpg" alt="typische Pyramidenform" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">typische Pyramidenfor</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2175" title="p1090076" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090076.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2176" title="p1090081" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090081.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2177" title="p1090086" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090086.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=17.5166667&amp;lng=-91.9666667&amp;openPostId=2161"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>El dia de &#8220;Nuestra Senora de Guadalupe&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 06:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Große Schatten werfen die Ereignisse voraus&#8230;so hat man schon seit Tagen die Vorboten eines der wichtigsten Feiertage der Mexikaner wahrgenommen. Am 12. Dezember wird nämlich der Nationalheiligen, der Indigenamadonna von Guadalupe, geheiligt.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ist in Mexiko City eine indianische Madonna erschienen und hat ihr Abbild auf einem Kleidungsstück hinterlassen. Diese Erscheinung hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Große Schatten werfen die Ereignisse voraus&#8230;so hat man schon seit Tagen die Vorboten eines der wichtigsten Feiertage der Mexikaner wahrgenommen. Am 12. Dezember wird nämlich der Nationalheiligen, der Indigenamadonna von Guadalupe, geheiligt.</p>
<p>Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ist in Mexiko City eine indianische Madonna erschienen und hat ihr Abbild auf einem Kleidungsstück hinterlassen. Diese Erscheinung hat (neben weniger romantischen Geschichten) maßgeblich dazu beigetragen, dass die indianische Bevölkerung Lateinamerikas vom katholischen Glauben überzeugt werden konnte. Heute steht an der Stelle der Erscheinung der meist besuchte Wallfahrtsort der Welt mit einer Basilika, die 40.000 Menschen Platz bietet. 20 Millionen Menschen pilgern jährlich an diesen Ort, so auch Nane und ich vor drei Jahren&#8230;</p>
<p>Die Virgen von Guadalupe ist die Patronin ganz Lateinamerikas und seiner indigenen Völker. Gerade von diesen wird sie auch heute noch inbrünstig verehrt. Für unsereinen ist es ja überhaupt beeindruckend, wie tief gläubig die Menschen in dieser Weltgegend sind&#8230;</p>
<p>So wie in vielen Orten Mexikos und Lateinamerikas steht auch in SanCristobal eine Guadalupe-Kirche an einem prominenten Platz. Schon die ganze Woche vor dem eigentlichen Fest sind Tag und Nacht Abordnungen mit Pilgern aus dem ganzen Bundesstaat im Laufschritt, singend und von Musik begleitet zur Kirche hin gezogen.</p>
<p>Ich hab mir so wie die Einheimischen dieses Treiben angeschaut. Am Samstag ist Gerhard mit seinem neuen Reisepass in den Händen aufgetaucht, wir haben das Wiedersehen bei einem guten Essen gefeiert und sind gemeinsam in das festliche Geschehen mit seiner gewöhnungsbedürftigen Geräusch- und Geruchskulisse eingetaucht. Hier ein paar Bilder.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=16.75&amp;lng=-92.6333333&amp;openPostId=2149"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2150" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2150" title="p1080903" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080903.jpg" alt="Abbildungen der Virgen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Abbildungen der Virgen</p></div>
<div id="attachment_2152" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2152" title="p10809051" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p10809051.jpg" alt="Der tanzende Jaguar und andere Gestalten begleiten den Zug" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Der tanzende Jaguar und andere Gestalten begleiten den Zug</p></div>
<div id="attachment_2153" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2153" title="p1080973" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080973.jpg" alt="Die Toten sind hierzulande immer mit dabei" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die Toten sind hierzulande immer mit dabei</p></div>
<div id="attachment_2154" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2154" title="p1080992" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080992.jpg" alt="Fackelzug bei Nacht" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Fackelzug bei Nacht</p></div>
<div id="attachment_2155" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2155" title="p1080974" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080974.jpg" alt="typische Pilgergruppe" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">typische Pilgergruppe</p></div>
<p><a href="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090005.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2156" title="p1090005" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090005.jpg" alt="" width="500" height="281" /></a></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2157" title="p1090003" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1090003.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2158" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2158" title="p1080985" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080985.jpg" alt="Ziel: die Kirche" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Ziel: die Kirche</p></div>
<div id="attachment_2159" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2159" title="p1080996" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080996.jpg" alt="abendlicher Rummel" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">abendlicher Rummel</p></div>
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		<title>Ausritt nach Chamula</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 18:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[San Juan de Chamula ist ein kleines Dorf in den Bergen, das vor allem deshalb ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel ist, weil es ein Zentrum für die kleine Volksgruppe der Tzotziles ist, die sich ihre ganz eigene religiöse Identität und entsprechende Gebräuche erhalten haben.
Zentrum des Dorfes ist die an sich katholische Kirche, deren Innenleben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>San Juan de Chamula ist ein kleines Dorf in den Bergen, das vor allem deshalb ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel ist, weil es ein Zentrum für die kleine Volksgruppe der Tzotziles ist, die sich ihre ganz eigene religiöse Identität und entsprechende Gebräuche erhalten haben.</p>
<p>Zentrum des Dorfes ist die an sich katholische Kirche, deren Innenleben sich zweifelsohne am alleräußersten Rand von Ratzingers Universum abspielt (oder eher schon jenseits davon), aber dennoch offiziell von Rom geduldet zu sein scheint. Kurz gesagt findet in der Kirche unter genauer Beobachtung durch die unzähligen Heiligenfiguren ein archaisch anmutendes Geschehen statt, das man normal eher auf Naturaltären vermuten würde als in einer Kirche. Es brennen tausende Kerzen am Boden und an den Altären. Es gibt hier nicht einen Pfarrer, der hier das alleinige Sagen hätte, sondern hier hat theoretisch jeder die Möglichkeit, mit seinem Anliegen vor der geistigen Welt laut vorzusprechen und das aus seiner Sicht Nötige an Handlungen zu vollziehen – natürlich auch im engen Rahmen der Gebräuche. Der Boden der Kirche ist mit Kiefernnadeln ausgelegt; alles zusammen ergibt ein eindrucksvolles Bild für den Touristen, der jedoch kaum verstehen kann, was da vor sich geht und insgesamt eher fehl am Platz ist. Fotografieren ist unter Strafe der physischen Kamerazerstörung durch die örtlichen Wächter verboten, somit halten sich die Leute daran.</p>
<div id="attachment_2134" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2134" title="p1080941" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080941.jpg" alt="Kirchplatz Chamula" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kirchplatz Chamula</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2135" title="p1080946" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080946.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_2136" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2136" title="p1080952" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080952.jpg" alt="pelzige Kerlchen, die Einheimischen...aber mit grimmigem Blick und Stöcken, die nicht zum Spazieren gedacht scheinen" width="500" height="316" /><p class="wp-caption-text">pelzige Kerlchen, die Einheimischen...aber mit grimmigem Blick und Stöcken, die nicht zum Spazieren gedacht scheinen</p></div>
<p>Ich war heute in Chamula und hab mir ein Bild von der Sache gemacht. Die Kirche war gedroschen voll, weil man sich auch hier schon auf den bevorstehenden Feiertag der Virgen (sprich: Wirchen) von Guadalupe, der Nationalheiligen von Mexiko und Schutzpatronin ganz Lateinamerikas, vorbereitet. Es haben bestimmt zigtausende Kerzen gebrannt, der ganze Rummel hat gehalten, was Reisebücher und Touranbieter versprechen. Aber wenn man vorher in Guatemala war und dort nur ein bisschen was mitbekommen hat, dann kommt einem das Treiben in Chamula schon eher normal vor. Zumindest ging es mir so…</p>
<div id="attachment_2138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2138" title="rkc8mpsrapawn6zpqipn7etro1_500" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/rkc8mpsrapawn6zpqipn7etro1_500.jpg" alt="Kirche von innen an einem wohl ruhigen Tag (Internet-Download)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Kirche von innen an einem wohl ruhigen Tag (Internet-Download)</p></div>
<div id="attachment_2139" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2139" title="p1080958" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080958.jpg" alt="Friedhof chamula" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Friedhof chamula</p></div>
<div id="attachment_2143" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2143" title="p1080962" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080962.jpg" alt="Vermummte Schafe...sind wohl Zapatisten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Vermummte Schafe...sind wohl Zapatisten</p></div>
<p>Die ganze Sache dort hat ja auch eine schwere Schattenseite. Die verarmten Außenviertel von San Cristobal sind voll mit tausenden Leuten, die aus Chamula vertrieben wurden, weil sie aus der Tradition aus- und anderen Glaubensgemeinschaften beigetreten waren, von denen dort keine einzige toleriert wird. Hmm…Mich hat auch das unfreundliche Auftreten und die Distanziertheit der Einheimischen gestört. In dieser Hinsicht ist Guatemala normalerweise anders.</p>
<p>Wie dem auch sei…eine Stunde in Chamula war genug und für mich hat der Ausflug dorthin was anderes Schönes gebracht, dem ich anfangs eher skeptisch gegenüberstand. Ich bin nämlich nicht mit dem Bus gefahren, sondern am Rücken eines Pferdes nach Chamula und retour geritten. Skeptisch war ich vor allem, weil ich schon oft genug Zeuge geworden bin, wie schlecht die Vierbeiner in Ländern behandelt werden, wo der Mensch schon so ein bescheidenes Dasein führen muss.</p>
<p>Mit einer Gruppe anderer Reisender ging es zum Pferdeverschlag, die Pferde machten einen guten Eindruck und ich durfte mich gleich auf den größten und stärksten Gaul rauf schwingen. Dieser war ein sehr erfahrenes Kerlchen und hat uns gleich von der Gruppe freigemacht, den Weg kannte er ja schon. Es hat ein wenig gedauert, bis uns die Spielregeln beiden klar waren, aber dann war es ein Riesenspaß. Schritt, Trab und schließlich Galopp, oh ja! Der Bursche ist ganz schön abgefetzt mit mir, während die meisten anderen Gäule ziemlich fad und deren Reiter rechte Hosenscheißer waren. Die Aufmerksamkeit der kleinen Mexikaner, die uns eigentlich begleiten und führen sollten, galt dabei sowieso vor allem den ReiterINNEN…und so waren letztendlich alle zufrieden, die Menschen zumindest.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2144" title="p1080961" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080961.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2140" title="p1080934" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080934.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2141" title="p1080933" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080933.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Mir hat das Reiten große Freude gemacht. Vor allem auf den Wiesen und im Wald, wenn der Gaul in die oberen Gänge geschalten hat. Wer hätte das gedacht, dass ich meine schon in frühen Kindheitstagen gescheiterte Reiterkarriere doch noch fortsetzen kann. Wenn sich mal eine Gelegenheit bietet, werde ich mich wieder in den Sattel schwingen. Gelernt hab ich auch was: Man reitet nicht mit kurzer Hose, sondern im Idealfall mit Reiterhose und Stiefel, um der Bildung eines Wolfes und einer unfreiwilligen Epilierung der inneren Wadenbehaarung vorzubeugen. Außerdem tut mir heute der Hintern weh. Aber das war die Sache wert! Ein super Tag wieder mal!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2142" title="p1080951" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080951.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=16.7833333&amp;lng=-92.6833333&amp;openPostId=2133"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>In den Straßen von San Cristobal</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 18:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[S. Cristobal ist auf ca. 2200 Metern Seehöhe gelegen, liegt in einem von Kiefernwäldern umgebenen Talkessel  und zählt ca. 150.000 Einwohner. Die Luft ist hier sehr klar, die Tage heiß und die Nächte kalt. Gegründet wurde die Stadt 1528 von den Spaniern und benannt nach dem ersten Bischof von Chiapas, Bartolome de las Casas, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>S. Cristobal ist auf ca. 2200 Metern Seehöhe gelegen, liegt in einem von Kiefernwäldern umgebenen Talkessel  und zählt ca. 150.000 Einwohner. Die Luft ist hier sehr klar, die Tage heiß und die Nächte kalt. Gegründet wurde die Stadt 1528 von den Spaniern und benannt nach dem ersten Bischof von Chiapas, Bartolome de las Casas, der als Verteidiger der Indigenas galt. Bei Reisenden ist die Stadt so beliebt, weil sich hier indigenes Leben und Brauchtum mit westlichem Luxus trifft – und das vor einer schönen, kolonialen Kulisse.</p>
<div id="attachment_2112" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2112" title="p10809161" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p10809161.jpg" alt="Die Kathedrale" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die Kathedrale</p></div>
<div id="attachment_2113" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2113" title="p1080906" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080906.jpg" alt="am Hauptplatz ist alles herausgeputzt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">am Hauptplatz ist alles herausgeputzt</p></div>
<div id="attachment_2114" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2114" title="p1080901" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080901.jpg" alt="eine von vielen Kirchen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">eine von vielen Kirchen</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2115" title="p1080915" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080915.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2116" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2116" title="p1080922" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080922.jpg" alt="Barocke Kirche mit habsburgischen Doppeladler drauf - von seinerzeit, wo &quot;wir&quot; noch wer waren" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Barocke Kirche mit habsburgischen Doppeladler drauf - von seinerzeit,als &quot;wir&quot; noch glücklich geheiratet haben</p></div>
<div id="attachment_2117" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2117" title="p1080920" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080920.jpg" alt="auch die einheimischen Chicos schauen sich mal gerne gemütlich die prächtigen Bauten an" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">auch die einheimischen Chicos schauen sich mal gerne gemütlich die prächtigen Bauten an</p></div>
<p>In die internationalen Schlagzeilen kam San Cristobal 1994, als die Zapatisten unter Subcommandante Marcos hier Ihre Revolution anzettelten. Innerhalb weniger Tage wurden sie von der mexikanischen Armee aus der Stadt vertrieben und haben sich in den Dschungel der weiteren Umgebung zurückgezogen, wo sie bis heute versteckt sind und vor allem über das Internet ihre Botschaft verbreiten. Im Großen und Ganzen soll diese gegen den Neoliberalismus, antiimperialistisch und für die föderalistische Selbstverwaltung der Indigenas sein…was weiß ich denn als politisch wenig interessierter Mensch? Was ich hier sehen kann, ist ein Informationsstand der politischen Fraktion am Hauptplatz und jede Menge einschlägige Bücher, Bilder und Souvenirs für romantisierende Möchtegern-Che Guevaras aus aller Welt. Anscheinend haben die Zapatisten hier nicht mehr so viel Unterstützung wie zu Beginn, die autonomen Kommunen sind vielfach schon eher aufgelöst, Subcommandante Marcos schreibt Kriminalromane, etc. Dennoch scheint ihr einstmals starker Auftritt für das politische Selbstbewusstsein und ein paar mehr Rechte für die Indigenas hilfreich gewesen zu sein. Wie dem auch sei, ich stehe sowieso nicht auf vermummte Typen, die Maschinenpistolen gegen den Himmel strecken…</p>
<div id="attachment_2118" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2118" title="p1080913" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080913.jpg" alt="Stand der zapatisten am Hauptplatz" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Stand der zapatisten am Hauptplatz</p></div>
<div id="attachment_2119" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2119" title="p1080914" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080914.jpg" alt="kleine, wollene Zapatisten - hecho a mano, buen precio" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">kleine, wollene Zapatisten - hecho a mano, buen precio</p></div>
<div id="attachment_2120" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2120" title="p1080894" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080894.jpg" alt="auch der Kommerz kokketiert mit den Klischees" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">auch der Kommerz kokketiert mit den Klischees</p></div>
<p>Schon am Weg von Guatemala nach San Cristobal kann man unschwer erkennen: auch wenn Chiapas der ärmste und „indigenste“ Bundesstaat Mexikos ist, ist der „Zivilisationsgrad“ hier doch wesentlich höher als in Guatemala - schönere Häuser, bessere Autos und Busse, Einkaufszentren, unfreundlichere Menschen, mehr Ordnung, weniger Chaos und Dynamik. Der Unterschied ist in etwa so, wie wenn man (so wie Nane und ich im Frühjahr) von Syrien in die Türkei kommt, und plötzlich glaubt, dass man das Zentrum der westlichen Welt erreicht hat. Als erfahrener Reisender lässt man sich da eh nicht blenden, sondern pickt sich das Gute raus, das ja bekanntlich überall andere Gestalt annimmt…<br />
Während jene Traveller, die aus dem Norden angereist kommen, hier vor allem vom Straßenbild mit Indianern in bunten Trachten ganz begeistert und schwer beeindruckt sind, sehe ich momentan andere Vorzüge. Als vom viel ursprünglich-indianischeren Guatemala Gekommener fokussiere ich mich hier mehr auf: Internationales Essen, guter Kaffee, so was wie Nightlife, kabelloses Internet, Bäckereien mit allerlei Köstlichkeiten, aus dem Ei gepellte Kolonialbauten, Window-Shopping und multikulturelle Begegnung zwischen den vielen Besuchern aus aller Welt. Das ist neben ein paar kleinen Ausflügen in die Umgebung, dem Miterleben eines religiösen Großereignisses und dem Besuch beim Dentisten für die nächsten Tage angesagt…</p>
<p>Hier noch ein paar Bilder aus den Strassen von San Cristobal</p>
<div id="attachment_2121" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2121" title="p1080888" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080888.jpg" alt="Indigena-Mama mit Früchtestand" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Indigena-Mama mit Früchtestand</p></div>
<div id="attachment_2122" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2122" title="p1080890" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080890.jpg" alt="wo die Mandarinen noch Mandarinen sind" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">wo die Mandarinen noch Mandarinen sind</p></div>
<div id="attachment_2146" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2146" title="p1080960" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080960.jpg" alt="...und der Mais noch Mais..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und der Mais noch Mais...</p></div>
<div id="attachment_2123" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2123" title="p1080926" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080926.jpg" alt="...und die Lutscher noch Lutscher..." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und die Lutscher noch Lutscher...</p></div>
<div id="attachment_2124" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2124" title="p1080931" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080931.jpg" alt="...und der Käfer noch ein Volkswagen..." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und der Käfer noch ein Volkswagen...</p></div>
<div id="attachment_2125" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2125" title="p1080919" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080919.jpg" alt="Wann ist ein Mann ein Mann...Logo,mit einer ordentlichen Gürtelschnalle!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Wann ist ein Mann ein Mann...Logo,mit einer ordentlichen Gürtelschnalle!</p></div>
<div id="attachment_2126" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2126" title="p1080884" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080884.jpg" alt="für Frauen gibt´s auch allerlei zum &quot;tschatschln&quot; (osttirolerisch: Shoppen)" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">für Frauen gibt´s auch allerlei zum&quot;tschatschln&quot; (osttirolerisch: shoppen)</p></div>
<div id="attachment_2128" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2128" title="p10808861" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p10808861.jpg" alt="die schwarzmagische Abteilung bietet Lösungsansätze für Beziehungsschwierigkeiten, unglaublich! Sie hält die Pappn und er wird zur Marionette. Je nachdem, wie man es grad braucht...die traurige Schattenseite der Tradition hier " width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">die schwarzmagische Abteilung bietet Lösungsansätze für Beziehungsschwierigkeiten, unglaublich! Sie hält die Pappn und er wird zur Marionette. Je nachdem, wie man es grad braucht...die traurige und verhängnisvolle Schattenseite der Tradition hier </p></div>
<div id="attachment_2129" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2129" title="p1080885" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080885.jpg" alt="Sprays für alle Wünsche, die sich aus der menschlichen Beschränktheit ergeben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Sprays für alle Wünsche, die sich aus der menschlichen Beschränktheit ergeben</p></div>
<div id="attachment_2130" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2130" title="p1080967" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080967.jpg" alt="Der Che Guevara hat gemeint, dass es nur dann Kaffee gibt, wenn es den für alle gibt. Ich gönn mir hier einen schönen Cappucchino, und wenn der Rest der Welt Nescafe trinkt...!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Der Che Guevara hat gemeint, dass es nur dann Kaffee gibt, wenn es den für alle gibt. Ich gönn mir hier mal einen schönen Cappucchino, und wenn der Rest der Welt Nescafe trinkt...!</p></div>
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		<title>„Zur Morgenstund´ war´s noch im Mund“ oder: „Von Guatemala nach Chiapas“</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 17:26:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem es so aussieht, als ob ich noch bis zumindest Ende Jänner in Guatemala und Honduras bleiben werde, hat sich für mich die Notwendigkeit ergeben, dass ich für ein paar Tage nach Mexiko ausreise, da sonst mein 90 Tage-Visum für die so genannte CA4-Zone (Zollunion Guatemala, Honduras, Nicaragua, El Salvador) zu einem Zeitpunkt auslaufen würde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es so aussieht, als ob ich noch bis zumindest Ende Jänner in Guatemala und Honduras bleiben werde, hat sich für mich die Notwendigkeit ergeben, dass ich für ein paar Tage nach Mexiko ausreise, da sonst mein 90 Tage-Visum für die so genannte CA4-Zone (Zollunion Guatemala, Honduras, Nicaragua, El Salvador) zu einem Zeitpunkt auslaufen würde, wo die Gelegenheit zum Ausreisen nicht so gut sein wird wie jetzt. Viele Ausländer, die in Guatemala keine Aufenthaltsgenehmigung haben und trotzdem nicht heim wollen, machen das seit Jahren so…Ich sehe das Ganze positiv, schließlich hab ich im benachbarten mexikanischen Bundesstaat Chiapas noch einiges nicht gesehen und außerdem gibt es da ein paar wunderbare Mayastätten, die ich zwar schon kenne aber gerne wieder besuche.</p>
<p>Gerhard wäre gerne mitgekommen, aber aufgrund einer Schlamperei der österreichischen Vertretung in Guatemala hat sich die Ausstellung seines Passes verzögert und er muss bis auf weiteres in Guatemala bleiben. Also hab ich mich am Dienstag in aller Früh alleine auf den Weg gemacht. Ziel war es, bis zum Abend die bei Reisenden beliebte Stadt San Cristobal de las Casas zu erreichen.</p>
<p>Zuerst ging es ein paar Stunden durchs dicht besiedelte, guatemaltekische Hochland bis zur Grenze. Dort hieß es erstmal ein paar Stunden warten, weil es irgendeine Blockade gab. Weiter ging es mit einem Collectivo (Sammeltaxi) zur ersten größeren Stadt Chamik. Von dort dann weiter nach San Cristobal, wo wir am Abend dann doch einigermaßen planmäßig ankamen. „Wir“, das waren in dem Fall Ich und Anneke, eine sehr nette, Maya-interessierte Deutsche, mit der ich die Fahrt letztendlich gemeinsam bestritten habe.</p>
<div id="attachment_2106" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2106" title="p1080873" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080873.jpg" alt="La Frontera" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">La Frontera</p></div>
<p>Einen Wermutstropfen gab es trotz allem. Schon seltsam: beim Warten auf der Grenze hatte mich noch so ein Typ, der zwischen den vielen Geldwechslern herumrannte, gefragt, ob ich denn kein Gold zu verkaufen hätte…Keine halbe Stunde später, im Bus und schon jenseits der Grenze, hat sich eine meiner einst teuer und unter großen Schmerzen angeeigneten (und deshalb kostbaren) Goldfüllungen entschieden, dass sie die langjährige aber anscheinend langweilig gewordene Beziehung mit dem Rest meines Zahnes zugunsten eines kurzen Abenteuers mit einem eh schon geschmacklos gewordenen Kaugummi aufgibt. Sch#%$§e!</p>
<div id="attachment_2107" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2107" title="p1080878" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080878.jpg" alt="das Nugget" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Nugget</p></div>
<p>Dass sich die hart erkämpfte Version 2.5 meines Gebisses aufzulösen beginnt, ist neben einer unvorbereiteten Mathe-Matura einer von wenigen Alpträumen, die mich regelmäßig heimsuchen. Ich hatte mir immer gedacht, dass wenn mich so was auf einer Reise treffen würde, das ein Grund zum Heimflug wäre. Meine fatalistischen Persönlichkeitsanteile haben sich schon mal in den restlichen Busstunden mit diesem Gedanken auseinandergesetzt - Weihnachten und Silvester daheim, liebe Menschen, frische Hauswürschtln, Schifahren, etc- eh nicht so schlecht!&#8230; Anneke ist mir dabei mit viel Humor zur Seite gestanden, und als ich später beim köstlichen Abendessen feststellte, dass auch meine linke Kieferhälfte in der Lage ist, Lebensmittel zu Mahlgut zu verarbeiten, war die Stimmung schon etwas besser. Nachdem ich ein paar Notfallmails verschickt hatte, bin ich schlafen gegangen, und am nächsten Morgen hab ich mit meiner sehr geschätzten Zahnärztin telefoniert und von ihr eine klare Entwarnung bekommen. Den Zahn können wir auch im Februar herrichten, bis dahin soll mir ein mexikanischer Quacksalber ein Provisorium reinpicken…so wird´s gemacht, Österreich sieht mich ein anderes mal wieder! Jetzt bin ich mal hier…</p>
<div id="attachment_2108" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2108" title="p1080881" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/12/p1080881.jpg" alt="Also doch" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Also doch &quot;Feliz Navidad&quot; statt &quot;Frohe Weihnachten&quot;</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=16.75&amp;lng=-92.6333333&amp;openPostId=2105"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Mein Amigo Gerhard und die kleine Geschichte vom großen TOJ (sprich: Toch)</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=2082</link>
		<comments>http://www.ambestenweg.net/?p=2082#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 22:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer Woche Ruhe und Frieden im Zentrum hatte ich erst ein wenig Mühe, mich wieder an die normale Geschäftigkeit und den allgegenwärtigen Wirbel auf den Straßen Guatemalas zu gewöhnen. Ich hatte aber keine Wahl, schließlich galt es eine Vereinbarung einzuhalten…
Am Donnerstag, dem 19.11., war mein guter Freund und ehemaliger Bürokollege bei Biotop, Gerhard, am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Woche Ruhe und Frieden im Zentrum hatte ich erst ein wenig Mühe, mich wieder an die normale Geschäftigkeit und den allgegenwärtigen Wirbel auf den Straßen Guatemalas zu gewöhnen. Ich hatte aber keine Wahl, schließlich galt es eine Vereinbarung einzuhalten…</p>
<p>Am Donnerstag, dem 19.11., war mein guter Freund und ehemaliger Bürokollege bei Biotop, Gerhard, am Flughafen in Guatemala City abzuholen. Gerhard hat so wie ich ein paar Jahre brav gedient und ein bisschen Knete zur Seite gelegt, um sich schließlich jetzt den Traum einer längeren Reise zu erfüllen. Sein mittelfristiges Ziel ist es, eine Yacht zu finden, die ihn für ein paar Wochen oder gar Monate durch die Karibik mitnimmt, so wie das unsere gemeinsame Freundin Karina im Vorjahr vorgezeigt hat. Den Start seiner Reise hat er aber nach Guatemala verlegt, um mich hier zu treffen und herauszufinden, was hier so faszinierend ist. Und die Karibik ist ja dann nicht mehr weit, wenn man erst einmal hier ist…</p>
<p>Als ich Gerhard planmäßig in der Stadt abgeholt habe, war die Freude beiderseits groß. Wir sind, so wie das fast alle Ausländer machen, direkt vom Flughafen nach Antigua gefahren, die alte Hauptstadt des Landes, die mit kolonialen Bauten und touristischer Infrastruktur, vor allem netten Lokalen, punktet. So haben wir erst mal Wiedersehen bei Speis und Trank gefeiert, sowie ein paar Pläne für die kommende Zeit geschmiedet.</p>
<div id="attachment_2083" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2083" title="r0012367" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/r0012367.jpg" alt="ein erstes schnelles Bierchen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein erstes schnelles Bierchen</p></div>
<p>Ich kenne ja Guatemala schon in- und auswendig und fühle mich hier fast so zuhause wie daheim in Österreich. Für Gerhard war es aber doch ein beeindruckender Tapetenwechsel.</p>
<p>Am zweiten gemeinsamen Tag sind wir zum Pacaya aufgestiegen, einem aktiven Vulkan, und einem der wenigen Orte auf der Welt, wo man als Tourist so nahe an die flüssige Lava heran darf, dass man mit dem Spazierstecken in dieser umrühren kann. Ich war dort schon zum vierten Mal oben, es ist jedes Mal anders und ein beeindruckendes Erlebnis. Die Lava, der Sonnenuntergang und der Blick auf die Vulkankette, die sich durch das Land zieht.</p>
<div id="attachment_2084" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2084" title="p1080738" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080738.jpg" alt="der Weg hinauf" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Weg hinauf</p></div>
<div id="attachment_2085" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2085" title="p1080742" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080742.jpg" alt="die 2 Schattengestalten wurden wir nicht los" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die 2 Schattengestalten wurden wir nicht los</p></div>
<div id="attachment_2086" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2086" title="p1080744" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080744.jpg" alt="erhebend" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">erhebend</p></div>
<div id="attachment_2087" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2087" title="p1080750" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080750.jpg" alt="die Lava" width="500" height="282" /><p class="wp-caption-text">die Lava</p></div>
<div id="attachment_2088" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2088" title="p1080747" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080747.jpg" alt="Volcanos Fuego (aktiv), Acatenango und Agua" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Volcanos Fuego (aktiv), Acatenango und Agua</p></div>
<p>Von Antigua sind wir am Tag darauf gleich mal Richtung Hochland gefahren, um dem „richtigen“ Guatemala etwas näher an die Pelle zu rücken. Zuallererst fuhren wir an den geliebten Lago Atitlan und checkten in Panajachel ein, wo Gerhard erstmal einen Eindruck davon bekommen sollte, was hier rein landschaftlich schon so reizvoll ist, dass viele Leute - so auch ich -  immer wieder gerne hier her kommen. Der Lago hat überzeugt, trotz momentaner Veralgung.</p>
<p>Schon am nächsten Tag stand ein weiteres touristisches „Must“ Guatemalas am Programm. Der Markt von Chichicastenago wird als der bunteste Indianermarkt der Welt bezeichnet, ich hab auch noch keinen besseren gesehen. Jeden Donnerstag und Sonntag rücken unzählige Standler aus der näheren und weiteren Umgebung aus dem Hochland mit ihrem ganzen Kramuri an, um diesen am Markt von „Chichi“ feilzubieten. Die kleine Stadt geht an den Markttagen über mit Leuten, es ist ein einziges Gedränge aber auch ein Riesenspaß und pulsierendes Leben schlechthin.</p>
<p>Am Weg nach Chichi liegt ein gut versteckter, aber mir wohlbekannter Naturaltar der Maya, der besonders in seiner Qualität der Wegöffnung erkannt und geehrt ist: „Tesoro Mundo“, der Schatz der Welt. Dort machten wir in der Früh für Gerhard ein kleines, aber feines Wegöffnungsritual nach lokaler Tradition der Feuerzeremonie. In diesem Kulturkreis ist es üblich, an wichtigen Schwellenpunkten des Lebensweges (und an so einem steht mein Freund) um einen heilvollen Übergang und die weitere Öffnung des Weges und um Schutz auf diesem zu bitten, sowie die Bedeutung des Zeitpunktes in die Aufmerksamkeit und das eigene Bewusstsein zu nehmen. Eine sehr schöne und auch wichtige Sache, die dem Gerhard sichtlich wohl getan hat.</p>
<div id="attachment_2089" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2089" title="r0012437" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/r0012437.jpg" alt="am Tesoro Mundo" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">am Tesoro Mundo</p></div>
<p>Ein kleiner Exkurs: Die Mayazeremonie mit all ihrem Aufwand von Material, Zeit, Anreise, Aufmerksamkeit und HinGABE wird hier oft als eine Form des TOJ (Sprich: Toch) bezeichnet. Unter TOJ versteht man ganz allgemein die Lebenshaltung, dass man über das GEBENDE Prinzip den Fluss des Lebens in Gang hält. Dies sollte bei Vorhandensein eines gewissen Entwicklungsstandes jedoch nicht aus dem Kalkül, sondern aus dem Herzen erfolgen. In dieser Haltung waren auch wir am Tesoro Mundo. So wie ich es gelernt habe, wird über ein Ritual stets das ins Leben gebeten, was im Dienste und im göttlichen Sinne unserer Seele steht, und nicht das, was unserem menschlichen Wollen und dem persönlichen Willen entspringt. Der letztere Ansatz würde in den Bereich der Magie und den Missbrauch derselben führen, wie er ja auch weltweit – bewusst oder unbewusst – laufend betrieben wird, und sei es nur im alltäglichen Umgang mit der Macht von Gedanken und Sprache. Kurz gesagt legt man über das  Mayritual den menschlichen Lebens- und Entwicklungsweg in die Hände Gottes.</p>
<p>Ganz leicht sollte es dem Gerhard dann dennoch nicht gemacht werden, denn ihm sollte hier sozusagen als „Eintritt“ in diesen Kulturkreis ein doch beträchtlicher TOJ abverlangt werden. Wenig später und ein paar Pickup-Kilometer weiter…</p>
<div id="attachment_2090" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2090" title="r0012438" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/r0012438.jpg" alt="am Pickup ging´s weiter nach Chichi" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text"> </p></div>
<p>Hier die Kurzfassung: Ich bin nach der Ankunft in Chichi (sprich TschiTschi) mal gemütlich Richtung Kirche marschiert, einem angenehmen Ort, wo man in all dem Gedränge rundherum eine schöne Übersicht bekommen und genießen kann.</p>
<div id="attachment_2092" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2092" title="p1080796" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080796.jpg" alt="Die Kirche von Chichi, erbaut auf den Resten einer alten Pyramide " width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Die Kirche von Chichi, erbaut auf den Resten einer alten Pyramide </p></div>
<div id="attachment_2091" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2091" title="p1080792" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080792.jpg" alt="die Stufen vor der Kirche sind noch recht gemütlich..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Stufen vor der Kirche sind noch recht gemütlich...</p></div>
<div id="attachment_2093" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2093" title="p1080781" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080781.jpg" alt="...im Vergleich zum Markt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...im Vergleich zum Markt</p></div>
<p>Der Marktfreund Gerhard hat sich jedoch seine Sache nicht nehmen lassen und ist - trotz seiner langen Reiseerfahrung, die er in den letzten Ecken der Welt gesammelt hat, und insofern ist es noch unverständlicher - komplett blauäugig und fasziniert in den Gemüsemarkt von Chichicastenango hineingeköpfelt, um schon nach fünf Minuten im Gedränge kreidebleich festzustellen, dass ihm einer von den lieben kleinen Indianern sein komplettes Geld mit Kreditkarten und Reisepass aus der dann doch etwas zu exponierten Außentasche seiner Hose gefladert hat. Was für ein SCHOCK! Als Gerhard wie der geölte Blitz zwischen den Indianern aufgetaucht ist und auf mich zugesteuert kam, wusste ich schon, dass etwas nicht stimmt. Ich hab den Gerhard beruhigt, dass sich all diese Dinge regeln lassen und dass der Verlust eben vor allem ein materieller sei. Auf der Polizei wurde ein Protokoll geschrieben und klargemacht, dass hierzulande nichts wieder auftaucht, was erst einmal weg ist - eh klar! Mit einer Mischung aus tiefer Geknicktheit und übertriebenem Galgenhumor sind wir noch kurz am Markt gewesen, aber dann auch schon bald wieder abgefahren, die Freude war erstmal weg.</p>
<div id="attachment_2094" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2094" title="p1080795" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080795.jpg" alt="...trotz der Gratisrückfahrt in die Stadt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...trotz der Gratisrückfahrt in die Stadt</p></div>
<div id="attachment_2095" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2095" title="p1080791" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080791.jpg" alt="und trotz der netten Vorweihnachtsboten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und trotz der netten Vorweihnachtsboten am Markt</p></div>
<p>Wir haben uns beide genug Gedanken auf unsere jeweilige Weise gemacht, wozu denn das alles wieder notwendig gewesen sei. Wie dem auch sei, ich kann nur sagen, dass es bei all den Unannehmlichkeiten auch einen positiven Aspekt an der Geschichte gibt: in Ländern wie diesem ist es die angenehmste Art, Dinge abgenommen zu bekommen, wenn man dies im Moment nicht mal merkt und keine Gewalt im Spiel ist. Gerhard hat seinen TOJ auf eine relativ schmerzlose Art abgeliefert. Es gäbe genug andere Geschichten, die in den Revolverblättern auf der Straße nachzulesen sind aber hier auf diesem Blog sicher keinen Platz bekommen. Guten Schutz und Führung kann man in diesen Regionen der Welt nicht genug bekommen. Die Dunkelheit schlägt hier viel unmittelbarer zu, als dies in unserer tausendfach abgesicherten Welt daheim der Fall ist, und sehr schnell kann man als Reisender ziemlich in Turbulenz geraten. Doch eines ist auch klar: die Lichtseite des Lebens zeigt sich hier auch viel direkter, das erfährt man auf Schritt und Tritt, und man sieht es in den vielen lächelnden Gesichtern. Für die hat sich Gerhard recht bald ganz tapfer und cool wieder öffnen können, und das ist schön! Jeder der Menschen hier, denen man diese Geschichte erzählt, ist voller Anteilnahme und Mitgefühl. Und eines haben sie aus ihrer tief sitzenden Indianerweisheit fast alle gesagt: „Gerhard wird hier noch reich belohnt werden.“ Das glaube ich auch…und ich hoffe, dass der &#8220;Einritt&#8221; jetzt bezahlt ist.</p>
<div id="attachment_2098" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2098" title="p1080806" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080806.jpg" alt="Das hofft auch der Gerhard...bei allem Humor" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Das hofft auch der Gerhard...bei allem Humor</p></div>
<p>Gerhards neuer Reisepass und die Bankkarten sind bereits auf dem Weg hierher und schon in zwei Wochen ist der ursprüngliche Status wiederhergestellt. Die Zeit wollten wir sowieso hier verbringen. Die Kosten der Aktion sind schon beträchtlich, aber Gerhard nimmt es mittlerweile mit seinem großen Humor. Apropos Humor: der aufgelegte Witz, dass ich wohl im Mayaritual eine Zutat vergessen haben könnte, wurde von uns schon weggelacht und braucht nicht erst gemacht werden. Wir sind froh, dass bis auf den Schrecken und dem Abhandenkommen von ein paar Papierlappen nichts passieren musste, und dass wir unseren Weg, wohin auch immer der gehen wird, in voller Gesundheit, Kraft und Freude fortsetzen können. Auf Märkten waren wir auch schon wieder, wie hier am Markt von Solola.</p>
<div id="attachment_2096" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2096" title="r0012463" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/r0012463.jpg" alt="Märkte sind halt immer interessant" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Märkte sind halt immer interessant</p></div>
<p>Die Wartezeit auf Gerhards Papiere nutzen wir jetzt zum Spanischlernen und Entspannen am Lago Atitlan, es ist nicht gerade unangenehm hier…</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2097" title="p1080814" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080814.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2099" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2099" title="r0012423" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/r0012423.jpg" alt="Ende gut, alles gut!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ende gut, alles gut!</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.9333333&amp;lng=-91.1166667&amp;openPostId=2082"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Ein paradiesisches Refugium</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 00:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Pickup ging es also weiter bergwärts, genau gesagt nach Monte Mercedes, einer kleinen Ortschaft am Weg Richtung Concepcion, einer anderen kleinen Ortschaft.
Mitten zwischen den Indianerdörfern liegt hier an einem der spektakulärsten Plätze Guatemalas das Zentrum To Om Ra, in dem ich zuletzt für zwei Wochen mit der Gruppe war - siehe dazu Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Pickup ging es also weiter bergwärts, genau gesagt nach Monte Mercedes, einer kleinen Ortschaft am Weg Richtung Concepcion, einer anderen kleinen Ortschaft.</p>
<p>Mitten zwischen den Indianerdörfern liegt hier an einem der spektakulärsten Plätze Guatemalas das Zentrum To Om Ra, in dem ich zuletzt für zwei Wochen mit der Gruppe war - siehe dazu Artikel weiter unten. Seit einiger Zeit steht Leuten wie mir, die schon einmal mit einer Gruppe hier waren und mit dem Ort entsprechend vertraut und verbunden sind, die Möglichkeit offen, diesen Ort auch alleine als Refugium zu nutzen. Der Platz ist über viele Jahre nur vier Mal im Jahr für die Gruppen aus Europa geöffnet worden und war ansonsten in der Ruhe. Für Touristen und andere Leute bleiben die Tore hier verschlossen, damit der Platz in seiner Schönheit und Reinheit für seinen eigentlichen Zweck erhalten bleibt. Während Norberts Abwesenheit wird das Grundstück und die Gebäude von Carmen, einer Indianerin, und ihrer Familie gehütet und erhalten.</p>
<p>Um nach den intensiven und auch anstrengenden drei Wochen der Seminarsgruppe ein wenig herunterzukommen und zu reflektieren, habe ich mich für eine Woche hierher ins Zentrum zurückgezogen. Ich bin hier alleine, bewohne mein eigenes Haus, die „Casa Xaman“, und genieße es, jede Menge Zeit zu haben, um das große Grundstück mit all seinen magischen Plätzen, den verschiedenen Räumlichkeiten und der traumhaften Aussicht zu erleben.</p>
<p>Ich denke viel nach, schreibe und lese, meditiere, ritualisiere und lerne Spanisch. Bei letzterem hilft mir der Dorfschullehrer von um die Ecke, Don Salvador. Er ist jeden Vormittag für drei Stunden hier und übt mit mir Espanol. An manchen Tagen ist er der einzige Mensch, mit dem ich Kontakt habe, ansonsten genieße ich die Ruhe und den Frieden hier oben.</p>
<p>Wenn ich in der Früh aufstehe, geh ich als erstes hinaus und gebe mir die Aussicht auf den Lago Atitlan und die vier, dahinter liegenden Vulkane. Tagsüber wird es richtig schön warm, die Sonne ist sehr kräftig. Die Tage vergehen hier trotz aller Ruhe und Beschaulichkeit recht schnell. Am Nachmittag kommen die Nebel daher und es wird ein bisschen kühler und die Dämmerung dauert nicht lange. In der Nacht bläst meistens ein recht starker Wind und rundherum kläffen die Hunde. Zwei Hunde rennen auch hier am Grundstück herum und verteidigen ihr Territorium. Die sind normalerweise, wenn viele Leute hier sind, recht schüchtern, doch mittlerweile kennen sie mich und kommen schon dauernd zum gestreichelt werden daher. Das ganze Grundstück ist wie ein kleines Paradies. Es stehen hier uralte Bäume, überall blüht es in allen Farben, es gibt einen kleinen Teich, Kolibris und viele andere Vögel kann man hier beobachten. Das Zentrum steht auf einem alten Einweihungsplatz der Maya, es ist ein einziger großer Kraftplatz mit vielen Facetten.</p>
<p>Zudem bin ich seit über einem Jahr zum ersten Mal wieder an einem Ort, wo ich wirklich das Gefühl des Wohnens habe. Und was für ein Ort, man könnte sich wirklich daran gewöhnen! Das Essen koche ich mir selber mit viel Muße und  wohlschmeckendem Gemüse vom Markt. Hier ist man soweit fernab des normalen Trubels, es ist einfach nur traumhaft. Die Zeit bekommt eine ganz andere Qualität.</p>
<p>In den Tagen, die ich hier verbringe, spüre ich soviel Freude und Dankbarkeit für das große Geschenk, hier sein zu dürfen. Und der Platz dankt es mir auf seine Weise, indem ich hier viel Inspiration bekomme. Jedem, der den Wunsch und die Möglichkeit hat, hierher zu kommen, kann ich das nur empfehlen. Und ich danke Dir, Norbert, dass du diesen Platz, den du so liebst, für mich und andere geöffnet hast. Muchas Gracias!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.748523&amp;lng=-91.2891036&amp;openPostId=2065"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2066" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2066" title="p1080677" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080677.jpg" alt="der höchste Punkt des Platzes" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der höchste Punkt des Platzes</p></div>
<div id="attachment_2067" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2067" title="p1080623" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080623.jpg" alt="Casa Xaman" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Casa Xaman</p></div>
<div id="attachment_2068" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2068" title="p1080687" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080687.jpg" alt="Quanil" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Quanil</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2069" title="p1080682" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080682.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2070" title="p1080680" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080680.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2071" title="p1080694" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080694.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2072" title="p1080631" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080631.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2073" title="p1080637" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080637.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2074" title="p1080697" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080697.jpg" alt="" width="360" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2075" title="p1080688" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080688.jpg" alt="" width="360" height="640" /></p>
<div id="attachment_2076" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2076" title="p1080639" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080639.jpg" alt="Besuch beim Kindergarten ums Eck" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Besuch beim Kindergarten ums Eck</p></div>
<div id="attachment_2077" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2077" title="p1080626" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080626.jpg" alt="und beim Haarschneider war ich auch gleich" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und beim Haarschneider war ich auch gleich</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2078" title="p1080607" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080607.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
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		<title>Reisen auf guatemaltekisch - ein kleiner Exkurs</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 19:41:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gunti ist am 12.11. wieder heimgeflogen. Ich nicht, denn ich hab noch einiges vor hier. Ich bin jedoch auch nicht in Panajachel geblieben, sondern habe den Lago unter mir gelassen und bin ein paarhundert Höhenmeter höher gefahren.
Jetzt, wo ich wieder mit Walter alleine unterwegs bin, schauen auch die Verkehrsmittel plötzlich wieder ein wenig bescheidener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gunti ist am 12.11. wieder heimgeflogen. Ich nicht, denn ich hab noch einiges vor hier. Ich bin jedoch auch nicht in Panajachel geblieben, sondern habe den Lago unter mir gelassen und bin ein paarhundert Höhenmeter höher gefahren.</p>
<p>Jetzt, wo ich wieder mit Walter alleine unterwegs bin, schauen auch die Verkehrsmittel plötzlich wieder ein wenig bescheidener aus.</p>
<p>Rauf nach Solola ging´s mit dem Camioneta, das sind die bunten Busse, die von den Ausländern gerne „Chicken Bus“ genannt werden. Ein Begriff, den ich nicht mag, weil er eine Arroganz beinhaltet und überhaupt nicht treffend ist, da ich auf all meinen Fahrten in den Camionetas noch nie ein einziges Hendl gesehen habe, sondern jede Menge Indianer, die einem nett zulächeln. Ein Erlebnis ist so eine Fahrt allemal. Die Vehikel sind ja uralte Schulbusse aus Amerika, die ordentlich aufpoliert, verchromt und motorisiert sind, dass einem hören und sehen vergeht. Auf den steilen Gebirgsstrassen hier im Hochland fetzen die dahin, meistens sieht man nur eine schwarze Rauchwolke und hört einen Lärm, wie er von einem ganzen Panzerbataillon stammen könnte. Die Besatzung eines Busses besteht aus zwei Typen, einem abgebrühten Fahrer und einem noch abgebrühteren Ayudante. Der Fahrer hat die Aufgabe, das Gaspedal möglichst durchzutreten, damit das Rennen mit den anderen Bussen um die am Straßenrand stehenden Passagiere gewonnen wird, schließlich ist jeder Bus ein privates Unternehmen. Es wird in allen Kurven und bei allen Aufwärtspassagen überholt, als ob es keinen Gegenverkehr gäbe…muy peligroso!</p>
<p>Ich bin vor allem immer beeindruckt, wie der Ayudante das ganze Geschäft mit den Passagieren regelt und die Ordnung bewahrt. Die Busse sind normalerweise voll besetzt, das heisst hier: mit ungefähr 60-70 Menschen doppelt überbesetzt. Der Ayudante schreit vor der Abfahrt wie ein Irrer das Fahrziel in die Gegend, bis der Bus voll ist, er trägt das ganze Gepäck auf das Dach und verstaut dieses. Im Businneren drängt er sich dann durch die Leute und kassiert von jedem das entsprechende Fahrtgeld. Er weiß von allen Leuten, wohin sie fahren und was von dem ganzen Müllhaufen am Dach wem gehört. Über Blicke, Pfeifen und Handzeichen wird dem Fahrer klargemacht, was dieser zu tun hat – meistens Gasgeben. Wenn es Stress unter den Leuten gibt, sorgt der Ayudante für Ordnung. Und wenn es im Bus drinnen zu fad oder zu stickig wird, hängt er sich bei voller Fahrt außen an den Bus ran, turnt beim Gepäck auf dem Dach herum, etc. Die Ayudantes sind im Normalfall recht lustige und gesprächige Typen. Die Attribute ihrer im Bus uneingeschränkten Macht sind ein dickes Geldbündel in der Hand, eine große goldene Gürtelschnalle und ein schickes Handy, das gut sichtbar getragen wird. Man erkennt sie aber auch an der großen Klappe, ein Ayudante ist immer auch ein bißl ein Angeber. Mir sind diese Typen höchst sympatisch. Wie oft haben wir uns mit Nane in den äthiopischen Bussen gedacht, dass ein guatemaltekischer Ayudante mit den chaotischen Zuständen dort sofort aufgeräumt hätte.</p>
<p>Von Solola bin ich mit dem Pickup weitergefahren. Der hier so genannte Pikop ist das Gefährt, mit dem die kleinen Dörfer erreicht werden. Das sind meistens uralte Toyotas mit einer durchgerosteten Pritsche auf der ein zaunartiges Gestell montiert ist, das den stehenden Fahrgast auf der Pritsche hält, bzw zum Festhalten dient, wenn man nur noch einen Platz am Trittbrett oder sonst wo in der zweiten Klasse bekommt. Die Pikops sind meistens ziemlich voll, das heißt es stehen ungefähr 25-30 Indianer auf der Pritsche, 4-5 sitzen vorne beim Fahrer in der Kabine und ein paar stellen sich hinten noch auf die Stoßstange. Dort stehe ich am liebsten, da falle ich nicht so auf, wie wenn ich zwischen den Leuten auf der Pritsche stehe, die alle 2 Köpfe kleiner sind als ich. Bei jeder Bodenwelle kratzt irgendein Teil am Asphalt, die alten Karren werden extrem malträtiert. Alles kein Problem, wenn die Fahrt nicht zu lange wird und einem nicht dauernd irgendjemand mit Verdacht auf Schweinegrippe ins Gesicht pfnatscht. Die Einheimischen haben sowieso eine Riesengaude beim Herumfahren…das ist auch höchst ansteckend&#8230;</p>

<div id="attachment_2058" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2058" title="p10804031" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p10804031.jpg" alt="Camioneta" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Camioneta</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2059" title="p1080453" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080453.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2060" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2060" title="p1080450" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080450.jpg" alt="Walter" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Walter</p></div>
<div id="attachment_2061" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2061" title="p1080456" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080456.jpg" alt="Umsteigen am Hauptplatz in Solola" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Umsteigen am Hauptplatz in Solola</p></div>
<div id="attachment_2063" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2063" title="p1080458" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080458.jpg" alt="aus dem Archiv: Gunti und Pikop" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">aus dem Archiv: Gunti und Pikop</p></div>
<div id="attachment_2062" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2062" title="p1080616" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080616.jpg" alt="Aussicht von den billigen rängen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Aussicht von den billigen Rängen</p></div>
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		<title>Die Algenblüte am Lago Atitlan</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=2048</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 23:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem sich die Gruppe aufgelöst hat und die meisten Leute wieder Richtung Europa abgereist sind, habe ich noch drei ruhige Tage mit Gunti am Lago Atitlan verbracht. Leider mussten wir dabei feststellen, dass der von uns so geliebte See noch immer total veralgt ist.
Als wir hier vor vier Wochen herkamen, war von den Algen noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die Gruppe aufgelöst hat und die meisten Leute wieder Richtung Europa abgereist sind, habe ich noch drei ruhige Tage mit Gunti am Lago Atitlan verbracht. Leider mussten wir dabei feststellen, dass der von uns so geliebte See noch immer total veralgt ist.</p>
<p>Als wir hier vor vier Wochen herkamen, war von den Algen noch nichts zu sehen, eine Woche später war schon fast der ganze See von braunen Schlieren überzogen und die örtliche Bevölkerung total in Aufregung, weil es so etwas noch nie gab. Der See, der normalerweise ganzjährig bei ca. 21° Wassertemperatur zum Baden einlädt, ist plötzlich für Schwimmer gesperrt, weil es zu Hautreizungen und Ausschlag kommt.</p>
<p>Als wir vor ein paar Wochen im Ort Panajachel unterwegs waren, erklärte uns ein kompetent wirkender Herr, dass das Algenwachstum wohl mit einem vulkanischen Ereignis zu tun haben muss, dass unter der Wasseroberfläche stattgefunden hat. Das klang für uns recht plausibel, da wir wussten, dass der nahe gelegene Vulkan Toliman schon seit Jahren unruhig ist. Was wir aber auch wussten, ist, dass der Lago Atitlan am heurigen Welt-Wasser-Forum zum „Bedrohten See des Jahres“ ernannt wurde, damit die Öffentlichkeit auf die Umweltprobleme hier um diesen wunderbaren See aufmerksam wird. Aber wen juckt das schon in einem Land, wo 75% der Bevölkerung in Armut lebt und große Teile davon schauen müssen, wie jeden Tag was zu Essen auf den Tisch kommt? Und gäbe es keinen Tourismus, wäre die Aufregung in Panajachel wohl nur halb so groß.</p>
<p>Mittlerweile haben sich amerikanische Experten um die Sache angenommen und das aktuelle Problem klar dargestellt. Es handelt sich bei den &#8220;Algen&#8221; um Cyanobakterien, die fälschlicherweise Blaualgen genannt werden. Ursache für das Wachstum ist die hoffnungslose Überdüngung des Sees, die sich über Jahre aufgebaut hat und wohl auch für Jahre Nahrung für die Cyanobakterien darstellen wird. Wundern brauche sich darüber niemand, da die Kläranlage von Panajachel im Jahr 2005 bei einem Hochwasser weggeputzt und nie wieder neu errichtet wurde. Die Abwässer rinnen ungeklärt in den See, dazu kommen noch jede Menge wilder Mülldeponien.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass mit dieser Diagnose auch die Dringlichkeit für schützende Maßnahmen für den See deutlich wurde und diese bald ergriffen werden. Am Dienstag sind wir mit dem öffentlichen Motorboot nach Santiago über den See gefahren und mussten dabei erschreckt feststellen, dass das Wasser tatsächlich über die gesamte Fläche des Sees eine braune Brühe ist.</p>
<p>Der Lago Atitlan wäre nicht der erste See dieses Landes, der ökologisch zerstört wird. In diesem Fall ist jedoch zu hoffen, dass wenigstens der Faktor Tourismus die Zuständigen zum Handeln motiviert, denn der Lago ist einer der wichtigsten Anziehungspunkte des Landes.</p>
<p>Übrigens: Für die Weisen der Maya gilt der See nicht nur wie alle Gewässer als ein beseeltes Wesen, sondern darüber hinaus auch als ein energetisches Tor in den Kosmos von weit reichender Bedeutung. Als dieses wird er in Zeremonien geehrt und gereinigt. Und als dieses möge er auch trotz der aktuellen Veralgung sauber bleiben.</p>

<div id="attachment_2049" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2049" title="p1080491" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080491.jpg" alt="Die veralgte Bucht von Panajachel von oben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die veralgte Bucht von Panajachelvon oben...</p></div>
<div id="attachment_2050" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2050" title="p1080498" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080498.jpg" alt="...und aus der Nähe" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und aus der Nähe</p></div>
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		<title>SOMOS MAYA!</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 04:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[So, jetzt wird es mal wieder Zeit für Neuigkeiten am Blog. Die Zugriffe auf diesen sind recht rar geworden, was einerseits wohl damit zusammenhängt, dass es im Sommer aufgrund der Reisepause keine Neuigkeiten gab, und andererseits bestimmt auch damit, dass ich jetzt ja „nur“ schon wieder nach Guatemala gefahren bin. Jeder, der mich nur ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, jetzt wird es mal wieder Zeit für Neuigkeiten am Blog. Die Zugriffe auf diesen sind recht rar geworden, was einerseits wohl damit zusammenhängt, dass es im Sommer aufgrund der Reisepause keine Neuigkeiten gab, und andererseits bestimmt auch damit, dass ich jetzt ja „nur“ schon wieder nach Guatemala gefahren bin. Jeder, der mich nur ein bisschen kennt, hat von mir wohl schon einige Geschichten über meine bisherigen Reisen hierher gehört (es waren derer vier). Die die mich ganz gut kennen, wissen, was mich immer wieder hierher lockt. Und für alle anderen kann vielleicht dieser Artikel ein wenig mehr Licht in die Sache bringen.</p>
<p>Vor vier Jahren kam ich zum ersten Mal hierher. Ein lang gehegter Wunsch wurde damit erfüllt, auch wenn durch diese erste Reise hierher mein Leben ganz schön durcheinander geraten sollte…aber das ist eine andere Geschichte, die hier keinen Platz hat.</p>
<p>Schon immer hatten mich die Geschichten über die alten Völker Lateinamerikas und deren großes verborgenes Wissen in den Bann gezogen, besonders die Maya hatten es mir angetan. Im Geschichteunterricht war jedoch nur die triste Botschaft zu vernehmen, dass die Maya so wie die Inkas und Azteken von den Spaniern ausgelöscht wurden bzw. sich mit samt ihrem großen Weisheitsschatz auf mysteriöse Art in Luft aufgelöst haben. Die einzigen verfügbaren Zugänge waren archäologische Einschlafgeschichten und verkopft-nüchterne Kalenderabhandlungen zu sein. Was ich nicht wusste und was einem ja daheim nicht gerade auf die Nase gebunden wurde, war, dass es in Guatemala noch heute mehr als fünf Millionen Menschen gibt, die von sich in aller Gewissheit und voller Stolz sagen: “SOMOS MAYA“, „Wir sind Maya“. Damit ist Guatemala übrigens das „indianischste“ aller amerikanischen Länder.</p>
<p>Dass es sich bei einem Land wie Guatemala um eine herabgekommene Bananenrepublik voller Korruption und um ein hoffnungslos verlorenes Verbrechernest handelt, das erfährt man in den Medien bald einmal; mit diesen einseitig-arroganten Darstellungen wird ja nicht zurückgehalten. Es gibt aber auch Menschen zu finden, die in aller Wahrhaftigkeit schöne Geschichten schreiben und Bilder zeichen und damit nicht das Trennende, sondern das Verbindende zwischen den Kulturen betonen.</p>
<p>Ein derartiger Vermittler zwischen den Kulturen ist Norbert Muigg aus Tirol. Als Lehrer an der österreichischen Schule kam er vor vielen Jahren mit seiner Familie nach Guatemala. Von den Weisen der Indianer wurde er als Brückenbauer erkannt und in viele Geheimnisse eingeweiht, die dem Ausländer hier normalerweise verschlossen bleiben. Seitdem gibt er über seine Bücher, Vorträge und Seminare seine Zugänge an andere Menschen weiter. So ist auch mir vor vielen Jahren sein erstes Buch in die Hände gefallen, in dem ich erfuhr, dass es die Maya und ihren Weisheitsschatz noch gibt und dass dieser weitergegeben werden will. Auch, dass es in Guatemala ein Zentrum gibt, in dem in mehrwöchigen Veranstaltungen das Kraftfeld der Maya in Erfahrung gebracht werden kann. „Irgendwann muss ich da hin“, beschloss ich, und vor nunmehr vier Jahren war Geld und Zeit zur Verfügung, um diesen Traum erstmals in Erfüllung zu bringen.</p>
<p>Es war der Beginn meines Weges zu einem für mich neuen Weltbild. Der Anfang meiner gelebten Liebe zu diesem Land, zu seinen Menschen, zur lebendigen Kultur und großen spirituellen Weisheit der Maya. Das Kennen lernen der Kosmovision Maya, des rituellen Geschehens und der Bewegung der Energien, wie sie hier gepflegt werden, aufbauend auf einer starken Tradition, jedoch in einen stark erweiterten Kontext gebracht. Seitdem bin ich jeden Winter hier gewesen, habe das Land und seine Geheimnisse, aber noch viel mehr mich selber dabei immer besser kennen gelernt. Darüber hinaus sind dadurch auch einige sehr tragende zwischenmenschliche Verbindungen entstanden, Freundschaften, gemeinsame Wege und Projekte.</p>
<p>Die vergangenen drei Wochen war ich wieder als Teil einer Gruppe intensiv in diesen Energien unterwegs. Zwei Wochen davon verbrachten wir im Zentrum, das Norbert hier in vielen Jahren zusammen mit seiner Exfrau Christine und anderen Menschen mit viel Liebe und Hingabe aufgebaut und geöffnet hat. Es steht auf einem uralten Kraftplatz der Maya, der im guatemaltekischen Hochland auf über 2300 Metern Seehöhe hoch über einem der schönsten Seen der Welt, dem von Vulkanen umringten Lago Atitlan, thront. Die zwei Wochen stehen zu einem gewichtigen Teil im Zeichen der Reinigung durch Fasten, durch traditionelle Feuerrituale mit örtlichen Mayaschamanen und durch Reinigungsbäder mit lokalen Heilkräutern. Durch all das und die starken Energien des Platzes wird man bei eigener innerer Bereitschaft stark bewegt und geschult und in eigene innere und gruppenbezogene Prozesse geführt. In diesem intensiven Geschehen steht einem Norbert als Kenner und erfahrener Meister im Umgang mit den Energien mit Rat und Tat und voller Hingabe und Einsatz zur Seite, sodass man vieles in Klärung bringen kann, was man so als Belastung im Leben mit sich trägt. Die gereinigten inneren Räume verbleiben nicht leer, sondern werden mit nährender Energie gefüllt.</p>
<p>Teil des Programms hier sind auch immer Ausflüge in die Umgebung zu verschiedenen Naturaltären der Maya, von denen alleine in Guatemala 8000 (achttausend!) erfasst sind, die täglich von Schamanen besucht und gepflegt werden. In der dritten Woche verlässt die Gruppe dann gereinigt, gefüllt und genährt das Zentrum und man geht gemeinsam auf eine Rundreise durch Guatemala, die über ca. 2000 km zu wahrlich wunderbaren Orten führt. Uralte Pyramidenstädte tief im dichten Dschungel, Seen, heiße Quellen, Höhlen, etc… Orte, die oft verkannt werden und sich offensichtlich freuen, wenn Menschen auftauchen, die die Qualitäten der Orte bewusster wahrnehmen als die meisten der wenigen Touristen, die nach Guatemala kommen.</p>
<p>Ich war jetzt schon zum vierten Mal mit einer Gruppe hier, jeder Tag hier war interessant, ein großes Geschenk und eine Erweiterung für mich. Ich liebe dieses Land und bin voller Dankbarkeit für die vielen wichtigen Impulse und Toröffnungen, die ich hier schon erfahren durfte. Gracias Guatemala, gracias al Centro Espacio Sagrado To Om Ra, gracias a los seres espirituales, gracias a Norberto y todo el grupo!</p>
<p>Ich sag´s Euch…ich könnte ja alleine über die letzten drei Wochen ein Buch schreiben&#8230;das würde aber kein Mensch lesen wollen, deshalb bleibt es bei dieser allgemein gehaltenen Kurzfassung. Bilder sagen mehr als Worte, hier sind ein paar meiner liebsten.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.6666667&amp;lng=-91.25&amp;openPostId=1999"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_2002" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2002" title="p1030859" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1030859.jpg" alt="Don Norberto...hier mit Kopftuch der Maya-Priesterschaft" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Don Norberto...hier mit Kopftuch der Maya-Priesterschaft</p></div>
<div id="attachment_2001" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2001" title="p1080573" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080573.jpg" alt="die Gruppe-diesmal mit besonders vielen Frauen, 13:4" width="500" height="307" /><p class="wp-caption-text">die Gruppe-diesmal mit besonders vielen Frauen, 13:4</p></div>
<div id="attachment_2003" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2003" title="p1030750" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1030750.jpg" alt="Feuerritual mit Don Juan, einem Feuerschamanen aus dem Stamm der Quich´e" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Feuerritual mit Don Juan, einem Feuerschamanen aus dem Stamm der Quich´e</p></div>
<div id="attachment_2005" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2005" title="p1030759" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1030759.jpg" alt="selbiger beim Aufbau eines solchen" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">selbiger beim Aufbau eines solchen</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2006" title="p10308831" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p10308831.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<div id="attachment_2007" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2007" title="p1030840" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1030840.jpg" alt="auch nebenan wird gearbeitet...oft wollte man gar nicht wissen, wofür" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">auch nebenan wird gearbeitet...oft wollte man gar nicht wissen, wofür</p></div>
<div id="attachment_2008" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2008" title="p1010985" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1010985.jpg" alt="ich beim Aufbau eines Feuers...hinten die ortsansäßigen Kollegen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ich beim Aufbau eines Feuers...hinten die ortsansäßigen Kollegen</p></div>
<div id="attachment_2009" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2009" title="p1030992" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1030992.jpg" alt="Ritual in der Cueva Candelaria, einer riesigen Höhle" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Ritual in der Cueva Candelaria, einer riesigen Höhle</p></div>
<div id="attachment_2010" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2010" title="p1080508" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080508.jpg" alt="ebendort" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">ebendort</p></div>
<div id="attachment_2012" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2012" title="p1080489" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080489.jpg" alt="danach kann man schon recht rußgeschwärzt sein, hier Christine mit mir" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">danach kann man schon recht rußgeschwärzt sein, hier Christine mit mir</p></div>
<div id="attachment_2013" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2013" title="p1010929" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1010929.jpg" alt="aber nicht immer braucht es das Feuer...in dem Fall ein Blütenmandala als Symbol des Schönen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">aber nicht immer braucht es das Feuer...in dem Fall ein Blütenmandala als Symbol des Schönen</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2014" title="p10805071" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p10805071.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_2015" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2015" title="p1010935" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1010935.jpg" alt="da schau her!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Altar Nooj </p></div>
<div id="attachment_2017" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2017" title="p1080492" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080492.jpg" alt="2 Geier am Buena Vista-Platz" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">2 Geier am Buena Vista-Platz</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2016" title="aguas termales" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080506.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>wo es Vulkane gibt, gibt es auch heisse Quellen - Fuentes Georginas</p>
<div id="attachment_2018" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2018" title="p1080599" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080599.jpg" alt="Abendstimmung am Lago Atitlan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Abendstimmung am Lago Atitlan</p></div>
<div id="attachment_2041" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2041" title="p1080605" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080605.jpg" alt="...momentan leider voll veralgt wie nie zuvor" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...momentan leider voll veralgt wie nie zuvor</p></div>
<div id="attachment_2019" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2019" title="p1080611" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080611.jpg" alt="Blick vom Zentrum auf den Lago in morgendlicher Klarheit" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick vom Zentrum auf den Lago in morgendlicher Klarheit</p></div>
<div id="attachment_2020" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2020" title="p1080609" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080609.jpg" alt="...detto bei Sonnenuntergang" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...detto bei Sonnenuntergang</p></div>
<div id="attachment_2021" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2021" title="p1010980" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1010980.jpg" alt="Festmahl zum Abschluss der 2 Wochen im Zentrum" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Festmahl zum Abschluss der 2 Wochen im Zentrum</p></div>
<div id="attachment_2022" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2022" title="p1080551" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080551.jpg" alt="die große Pyramide von Yaxja (sprich Jasch-cha)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die große Pyramide von Yaxja (sprich Jasch-cha)</p></div>
<div id="attachment_2024" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2024" title="p10805491" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p10805491.jpg" alt="Walter auf derselben" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Walter auf derselben...auch bei der Gruppe nicht unbeliebt</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2025" title="p1020075" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020075.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2026" title="p1020077" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020077.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_2027" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2027" title="p1020024" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020024.jpg" alt="Ritual mit Einbindung der Kinder in Uaxactun (sprich Wa-Schak-Tun)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ritual mit Einbindung der Kinder in Uaxactun (sprich Wa-Schak-Tun)</p></div>
<div id="attachment_2028" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2028" title="p1020034" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020034.jpg" alt="Übergabe von Schulmaterial aus dem Sozialfond meines Hermanos Stefan" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Übergabe von Schulmaterial aus dem Sozialfond </p></div>
<div id="attachment_2029" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2029" title="p1020041" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020041.jpg" alt="gespanntes Warten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">gespanntes Warten</p></div>
<div id="attachment_2030" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-2030" title="p1080574" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080574.jpg" alt="Stele von Copan" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Stele von Copan</p></div>
<div id="attachment_2031" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2031" title="p1020007" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020007.jpg" alt="Blütenpracht für nur eine Nacht" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Blütenpracht für nur eine Nacht</p></div>
<div id="attachment_2032" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2032" title="p1020087" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1020087.jpg" alt="frischer Wind - Santa Majom" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">frischer Wind - Santa Majom</p></div>
<div id="attachment_2033" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2033" title="p1080584" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080584.jpg" alt="Martha, eine liebevolle und starke Wegbegleiterin" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Martha, eine liebevolle und starke Wegbegleiterin</p></div>
<div id="attachment_2034" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2034" title="p1080446" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080446.jpg" alt="mein Kumpel Gunti" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">mein Kumpel Gunti</p></div>
<div id="attachment_2035" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2035" title="p1080467" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080467.jpg" alt="fast Zwillinge " width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">fast Zwillinge </p></div>
<div id="attachment_2038" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2038" title="p10805412" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p10805412.jpg" alt="fast gleich groß - Freundschaft auf hohem Niveau" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">fast gleich groß - Freundschaft auf hohem Niveau</p></div>
<div id="attachment_2039" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2039" title="p1080588" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080588.jpg" alt="Gruppenabschluß in Antigua" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gruppenabschied in Antigua</p></div>
<div id="attachment_2040" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-2040" title="p1080591" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/11/p1080591.jpg" alt="bei einem leckeren Bierchen und einem fantastischen Essen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">bei einem leckeren Bierchen und einem fantastischen Essen</p></div>
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		<title>Ankunft in Guate</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 15:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[In aller Früh sind wir in New York abgehoben und nach ein paar Stunden Schlaf im Flugzeug waren wir schon in Guatemala.
Hier merkt man von Jahr zu Jahr, wie alles um eine Nuance moderner und sauberer wird. Dennoch könnte der Kontrast zu New York größer nicht sein. Es liegen Lichtjahre zwischen diesen Welten, doch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In aller Früh sind wir in New York abgehoben und nach ein paar Stunden Schlaf im Flugzeug waren wir schon in Guatemala.</p>
<p>Hier merkt man von Jahr zu Jahr, wie alles um eine Nuance moderner und sauberer wird. Dennoch könnte der Kontrast zu New York größer nicht sein. Es liegen Lichtjahre zwischen diesen Welten, doch wenn man beide schon kennt, geht man ganz selbstverständlich und ohne Anpassungsschwierigkeiten von der einen in die andere. Die Reiseroutine ist schon auch mit einem höheren Maß an innerer Beweglichkeit verbunden. Die Kehrseite dieser Selbstverständlichkeit, mit der man sich durch die Welten bewegt, liegt darin, dass auch die positive Aufregung und Euphorie beim Eintauchen wegfällt. Man ist abgebrühter und es gibt kaum Überraschendes.</p>
<p>Umso mehr können wir uns in den nächsten Wochen um das kümmern, wozu wir primär hergekommen sind. Wir gehen auf Rückzug mit den Mayaschamanen und auf Konfrontation mit unseren eigenen Innenwelten. Da schadet es nicht, wenn die Ablenkung von Außen nicht zu stark greift. Dieses Jahr treffen wir uns hier mit einer Gruppe von Leuten, die wir schon aus diesem Umfeld kennen, um gemeinsam zu werkeln. Das heißt in diesem Fall: Fasten, Reinigungsbäder, Feuerrituale, Besuch und Pflege von alten Zeremonialorten der Maya, etc.</p>
<p>Für den Leser des Blogs bedeutet das, dass es in den nächsten 3 Wochen eher nichts oder nur wenig Neues zu lesen geben wird, weil es vor allem eine innere Entdeckungsreise sein wird, auf die ich jetzt gehe.</p>
<p>Hier noch ein paar erste Bilder aus Guatemala.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.7333333&amp;lng=-91.15&amp;openPostId=1981"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<div id="attachment_1982" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1982" title="p1080396" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080396.jpg" alt="erste Station wie immer Antigua" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">erste Station wie immer Antigua</p></div>
<p><img class="size-full wp-image-1983" title="p1080397" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080397.jpg" alt="es wird schon eingeheizt" width="500" height="281" /></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1983" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px;">
<dd class="wp-caption-dd">es wird schon eingeheizt</dd>
</dl>
</div>
<div id="attachment_1985" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1985" title="p1080398" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080398.jpg" alt="hier fallen wir mehr auf als in NYC" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">hier fallen wir mehr auf als in NYC</p></div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1986" title="p1080399" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080399.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_1987" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1987" title="p1080401" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080401.jpg" alt="Platanos" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Platanos</p></div>
<div id="attachment_1994" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1994" title="p10804051" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p10804051.jpg" alt="camionetas" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">camionetas</p></div>
<div id="attachment_1995" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1995" title="p10804291" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p10804291.jpg" alt="wieder mal am Lago(Atitlan natuerlich)" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">wieder mal am Lago(Atitlan natuerlich)</p></div>
<div id="attachment_1996" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1996" title="p10804331" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p10804331.jpg" alt="weils so schoen ist" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">weils so schoen ist</p></div>
<div id="attachment_1997" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1997" title="p10804281" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p10804281.jpg" alt="Walter a.k.a &quot;Wulze&quot;, wie er von Gunti genannt wird" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Walter a.k.a &quot;Wulze&quot;, wie er von Gunti genannt wird</p></div>
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		<title>Zwei Tage in NYC…</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 15:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;sind nicht gerade viel und vergehen wie im Flug. Macht man so einen dicht gepackten Kurzaufenthalt am Weg von Österreich nach Guatemala, dann kommt es einem nachträglich wie eine lange Zeit vor, so intensiv sind die Eindrücke in dieser Metropole.
Es ist einfach atemberaubend, was auf so engem Raum von ehrgeizigen Menschen aufgebaut wurde. Von den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;sind nicht gerade viel und vergehen wie im Flug. Macht man so einen dicht gepackten Kurzaufenthalt am Weg von Österreich nach Guatemala, dann kommt es einem nachträglich wie eine lange Zeit vor, so intensiv sind die Eindrücke in dieser Metropole.</p>
<p>Es ist einfach atemberaubend, was auf so engem Raum von ehrgeizigen Menschen aufgebaut wurde. Von den ganzen berühmten Plätzen und Gebäuden abgesehen gibt es an jeder Ecke etwas zu sehen und zu bestaunen.</p>
<p>Letztendlich sind es aber schon auch die Menschen, die in Ihrer einzigartigen kulturellen und sozialen Vielfalt inspirierend und interessant sind. Die ganze Welt ist in New York und man fühlt sich als ein Teil davon, auch wenn man nur auf einem kurzen Besuch dort ist.</p>
<p>Wir haben die Zeit gut genutzt und trotz Zeitumstellung von daheim zwei Tage mit vielen Gehkilometern und wenig Schlaf verbracht. Den Stress, alles sehen zu wollen, braucht man sich hier sowieso nicht antun, das hab ich auch beim ersten Mal, als ich über eine Woche in NYC war, schnell erkannt. Es geht mehr darum, in das großartige Lebensgefühl dieser Stadt reinzuschnuppern; das geht auch in zwei Tagen, wenn man einigermaßen beweglich ist.</p>
<p>Insofern und auch angesichts der saukalten Temperaturen (5° und Wind) haben die zwei Tage auch gereicht. Gestern in aller Früh sind wir komplett erledigt und zufrieden zum Flughafen gedüst, natürlich mit einem „Yellow Cab“ (New Yorker Taxis), Guntis neuem Lieblingsverkehrsmittel.</p>
<p>Hier nur ein paar Fotos. Wer genau schaut, wird außer mir und Gunti auch noch einen neuen Reisekollegen entdecken, der sich in das Gepäck geschwindelt hat…</p>
<div id="attachment_1970" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1970" title="p1080327" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080327.jpg" alt="am Times Square" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">am Times Square</p></div>
<div id="attachment_1971" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1971" title="p1080339" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080339.jpg" alt="Downtown" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Downtown</p></div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1972" title="p1010834" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1010834.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>im Central Park</p>
<div id="attachment_1973" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1973" title="p1010820" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1010820.jpg" alt="vorm Empire State Building" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">vorm Empire State Building</p></div>
<div id="attachment_1974" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1974" title="p1080380" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080380.jpg" alt="selbiges bei Nacht und auf Augenhoehe vom Rockefeller Center aus gesehen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">selbiges bei Nacht und auf Augenhoehe vom Rockefeller Center aus gesehen</p></div>
<div id="attachment_1975" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1975" title="p1080369" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080369.jpg" alt="nochmal" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">nochmal</p></div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1976" title="p1010903" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1010903.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_1978" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1978" title="p1080365" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/10/p1080365.jpg" alt="Walter, der Weisskopfseeadler am Times Square. Liebe Gruesse an Ingrid ;-)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Grad noch am Biotop , ploetzlich am Times Square: Walter, der Weisskopfseeadler. Liebe Gruesse an Ingrid ;-)</p></div>
<p>Übrigens, wir sind mittlerweile schon gut in Guatemala gelandet…ziemlicher Tapetenwechsel von NYC da herunter!!!!!!!!!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=40.7142691&amp;lng=-74.0059729&amp;openPostId=1969"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Schon wieder ein Abschied</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 02:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Solange ist es noch gar nicht her, dass ich von den Reisen mit Nane und meiner Mutter nachhause gekommen bin und beschlossen habe, den Sommer daheim in Österreich zu verbringen.
Tja, so ein Sommer geht halt sehr schnell vorbei…und es war einer von den schönen Sommern. Die vergehen noch schneller.
Es war eine ganz klare Sache, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Solange ist es noch gar nicht her, dass ich von den Reisen mit Nane und meiner Mutter nachhause gekommen bin und beschlossen habe, den Sommer daheim in Österreich zu verbringen.</p>
<p>Tja, so ein Sommer geht halt sehr schnell vorbei…und es war einer von den schönen Sommern. Die vergehen noch schneller.</p>
<p>Es war eine ganz klare Sache, als ich im Juli den Flug nach Guatemala verfallen ließ und erst einmal daheim blieb. Klar war aber auch, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist, und ich mit Ende des Sommers noch einmal wegwollte. Warum wieder Guatemala, jetzt schon zum fünften Mal? Wenn Guatemala so laut ruft, dann frage ich nicht lange und fahre hin, denn es hat noch jedes Mal einen ganz besonderen Inhalt für mich gebracht. Die spirituelle Welt und das Kraftfeld der Maya sind ein wichtiger und wertvoller Teil meines Lebens geworden. Meine Liebe und Dankbarkeit für diesen Weg trage ich immer wieder gerne dorthin zurück, wo er begonnen hat. Ebendort, in Guatemala, werde ich diesen Schatz weiterpflegen und nähren, so gut und so intensiv, wie das in ein paar Wochen möglich ist. Mit dabei ist auch mein alter Freund und mittlerweile schon sehr bewährter Reisekollege Gunti aus Lienz, der dem aufmerksamen Leser des Blogs auch nicht mehr vorgestellt werden muss. Zusammen mit ihm und anderen vertrauten Wegbegleitern werde ich die nächsten Wochen verbringen.</p>
<p>Damit bin ich aber mit meinen Plänen auch schon wieder am Ende. Mein Rückflug ist noch nicht terminlich fixiert und ich werde erst drüben beschließen ob ich weitere Abenteuer auf das Programm setzen werde. Derzeit hab ich nicht einmal ein Gefühl, in welche Richtung das gehen wird. Und das ist auch einmal gut so. Als ich vor einem Jahr verreist bin, war der Zeitplan so eng gefasst, dass es letztendlich gar nicht viel Spielraum für große Kursänderungen gegeben hat. Diesmal ist es anders, alles ist möglich, kein Stress und jegliche Freiheit, alles zu tun oder auch zu lassen.</p>
<p>Am Weg nach Guatemala schaue ich mit Gunti für drei Nächte und zwei Tage in New York vorbei, sozusagen eine kleine Belohnung dafür, dass wir zwecks Kostenersparnis den Flug nach Zentralamerika mit der ganzen Einreiseprozedur über die USA in Kauf nehmen und nicht für doppelt so viel Geld über Spanien und Mexiko ausweichen. New York ist einfach grandios und ich freue mich schon sehr darauf.</p>
<p>So, das kommt jetzt auf mich zu. Der Abschied von daheim war für mich aber auch ein trauriger. Es ist nämlich nicht die pure Reiselust, die mich veranlasst, ohne fixen Rückflugtermin auf einen anderen Kontinent zu gehen. Es ist vielmehr auch ein Ausdruck meiner Orientierungslosigkeit, mit der ich momentan in allen wichtigen Lebensbereichen konfrontiert bin. Kurz gesagt: Ich weiß nicht, was und wohin ich will in meinem Leben. Dazu kommt, dass ich mich immer noch nicht leistungsfähig und gesund genug fühle, um mit meinem persönlichen und dem allgemeinen Leistungsanspruch daheim ein halbwegs harmonisches Leben zu führen. Eine momentane Unfähigkeit also, mich mit den Lebensumständen in Österreich zu arrangieren; diese aber gepaart mit der Liebe zur Heimat und meinem geliebten menschlichen Umfeld; und der Sehnsucht nach einer sinnstiftenden Aufgabe.</p>
<p>Letztendlich ist es daheim in Österreich halt schon traumhaft schön und der Sommer war auch ganz speziell.</p>
<p>Viel Dankbarkeit und Liebe hege ich für die Menschen daheim, die mich auf diesem kurzen aber auch nicht ganz unkomplizierten Abschnitt des Lebensweges liebend und unterstützend begleitet haben. Als Konstante konnte ich dabei wie immer auf meine Familie zählen. Mein besonderer Dank gilt meinen Eltern, meiner Schester Sigrid, meinem OLC Friedl und meiner Tante Irma. Für die Inspiration und die Herzensverbindung danke ich all meinen Freunden, zu denen sich durch das Comeback bei Biotop auch ein paar neue gesellt haben. Schon interessant, für was für besonders nette Menschen diese Firma immer wieder zur Lebens- und Lernstation wird. An dieser Stelle sei auch die Dankbarkeit dafür ausgedrückt, dass ich dort so kurzfristig Arbeit bekommen habe.</p>
<p>Mein größter Dank aber gilt Dir, liebe Violeta. Du hast mir nicht einfach nur den Sommer versüßt, sondern mich in meinem Innersten mit Deinem großen und schönen Herz auf wunderbare und einmalige Weise berührt und beschenkt.</p>
<p>Es gab schon leichtere Abschiede als diesen, aber auch das muss anscheinend geübt werden. Wenigstens das Wetter hat mitgeholfen und die Sache nicht unnötig schwer gemacht; das war nämlich so“fuck-off“-mäßig, wie es um diese Jahreszeit nur sein kann. Die „Ungusteln“ der ÖBB und vom Flughafenpersonal haben in diesem Sinne ihren Part auch mit viel Routine gespielt. <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So, weil ich mich immer wieder mit Abschieden konfrontiert sehe, mag ich auch den Spruch von Richard Bach so sehr, den ich unter „Gedanken zum Reisen“ prominent angeführt habe und der ebendort nachzulesen ist.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich wieder fündig werden darf auf dieser weiteren, kommenden Etappe meiner großen Suche!</p>
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		<title>Wien&#8230;Reisepause und Comeback am Swimming-Teich</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 08:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja schon wieder bald weg sein, doch es kam wieder mal anders als geplant&#8230;So habe ich meinen Flug nach Guatemala, der für den 22. Juli gebucht war, storniert und bleibe erst mal hier in Österreich, genauer gesagt in Wien.
So groß die Verlockung auch war und ist&#8230;Es wäre nicht richtig gewesen, gleich wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich ja schon wieder bald weg sein, doch es kam wieder mal anders als geplant&#8230;So habe ich meinen Flug nach Guatemala, der für den 22. Juli gebucht war, storniert und bleibe erst mal hier in Österreich, genauer gesagt in Wien.</p>
<p>So groß die Verlockung auch war und ist&#8230;Es wäre nicht richtig gewesen, gleich wieder abzudampfen, da es hier einiges gibt, was ich mir anschauen und überlegen muss. Ich bin in der für mich ungewohnten Situation, dass ich in so ziemlich allen Lebensbereichen momentan einmal nicht weiss, wo ich mich hinentwickeln möchte. Ich mach jetzt eine Nachdenkpause und versuche ganz bewußt wahrzunehmen, was ich hier in Österreich habe und wie es mir dabei geht.</p>
<p>Als ob das nicht schon kompliziert genug wäre, hab ich - damit es mir nicht fad wird und gleichzeitig ein paar Kröten in meine Tasche zurückkehren - das gerade recht kommende Angebot meines alten Chefs wahrgenommen, doch kurzfristig wieder für ihn zu arbeiten. Wir haben einen Deal bis Mitte Oktober, der für beide Seiten gerade recht gekommen ist. Ich bin froh, dass ich in einem gewohnten Umfeld arbeiten kann, wo ich die Leute und die Materie gut kenne und so gleich voll einsteigen konnte, und die Firma weiss auch, was sie an mir hat.</p>
<p>So bin ich jetzt wieder in Wien und freu mich über den Sommer&#8230; Ich weiß, dass die nächsten Monate sehr schnell vergehen werden, und ich hoffe, dass ich in dieser Zeit mehr Klarheit gewinnen kann, wo der beste Weg weitergehen könnte. Das reizvolle an meiner derzeitigen Situation ist, dass vieles möglich ist, da es keinen vorgefassten Weg in meinem Kopf gibt. Im Untergrund brodelt es aber ordentlich und ich weiß, dass da einiges in mir ins Leben geholt werden will. Was das ist, das werden wir dann schon sehen&#8230;keine Übergangszeit dauert ewig, also bleibe ich (möglichst) cool.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=48.26644&amp;lng=16.253019&amp;openPostId=1952"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<div id="attachment_1953" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1953" title="aussenansicht-1b" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/07/aussenansicht-1b.jpg" alt="mein alter und jetzt auch wieder aktueller Arbeitsplatz bei Biotop in Weidling (Foto: Biotop)" width="500" height="310" /><p class="wp-caption-text">mein alter und jetzt auch wieder aktueller Arbeitsplatz bei Biotop in Weidling (Foto: Biotop)</p></div>
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		<title>Abschluß der Reise: 3 Tage London</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 19:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[England]]></category>

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		<description><![CDATA[Als letzte Station der gemeinsamen Reise meiner Mutter und mir haben wir uns drei Tage in London genehmigt. Nicht besonders viel Zeit für eine Weltstadt dieser Kategorie, vor allem für meine Mutter, die zum ersten Mal dort war. Aber als Reiseprofi weiß man ja, dass man sowieso nirgends jemals alles sehen wird können und dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als letzte Station der gemeinsamen Reise meiner Mutter und mir haben wir uns drei Tage in London genehmigt. Nicht besonders viel Zeit für eine Weltstadt dieser Kategorie, vor allem für meine Mutter, die zum ersten Mal dort war. Aber als Reiseprofi weiß man ja, dass man sowieso nirgends jemals alles sehen wird können und dass man nichts verpasst, wenn man etwas auslässt, so ganz nach dem altbewährten Motto „Wos werd ´nn sein?“.</p>
<p>Trotzdem haben wir gleich nach unserer Ankunft am Vormittag die Sachen in das diesmal angenehm-schöne Hotelzimmer geschmissen und sind gleich mal über den Hyde Park in die Stadt rein. Ich wollte mir ursprünglich das Sightseeing ersparen, da ich mir eingebildet hatte, schon die wichtigsten Sachen zu kennen, hab dann aber doch registriert, dass die Erinnerung schon ordentlich verblasst ist. So sind wir dann gemeinsam auf den Weg gegangen.</p>
<p>Ins British Museum bin ich ja gleich einmal sehr gerne mitgegangen, vor allem wegen meiner Liebe zur ägyptischen Kunst, die in der legendären Ägyptensammlung gestillt werden sollte. War ich bei meinen letzten Besuchen hier noch platt vor lauter Staunen, musste ich mir eingestehen, dass nach dem Besuch des Nationalmuseums in Kairo die Engländer mit Ihrer gefladerten Raupensammlung ganz schön alt aussehen. Dennoch wurde mein altes Ägypterherz von neuem berührt. Die Assyrerabteilung beeindruckte sehr, an diese konnte ich mich von früheren Besuchen gar nicht erinnern.</p>
<div id="attachment_1928" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1928" title="p1080132" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080132.jpg" alt="vor dem British Museum" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">vor dem British Museum</p></div>
<div id="attachment_1929" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1929" title="p1080135" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080135.jpg" alt="assyrische Kunst" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Assyrer und Ägypter</p></div>
<div id="attachment_1931" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1931" title="p1080137" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080137.jpg" alt="einer meiner Freunde aus Copan" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">einer meiner Freunde aus Copan</p></div>
<p>Den ersten Tag hab ich sehr angenehm beschlossen. Im „Time Out London“ hab ich gesehen, dass einer meiner Lieblings-DJs, David Rodigan, am Abend wie jeden zweiten Sonntag zum Reggae-Dance „Rootikal“ einladet. Die Schoße findet im East Village statt und geht immer schon am frühen Nachmittag mit Bier und Jerk Barbecue ala Jamaica los. Dementsprechend war die Party im Keller schon auf Hochtouren, als ich um ca. 19.00 Uhr eintraf. Father Roddy war in Höchstform und die Stimmung super, mein Leiberl binnen kürzester Zeit durchgeschwitzt. Tja, wartet man im verschlafenen Wien monatelang auf Abende wie diesen, gibt´s sowas in London wohl dauernd…</p>
<div id="attachment_1930" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1930" title="p1080142" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080142.jpg" alt="Father Roddy" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Father Roddy</p></div>
<p>Tag zwei war voll dem Sightseeing gewidmet und dementsprechend anstrengend. Tower und Bridge, St. Paul´s, Temple, Westminster Abbey, Trafalgar Square, Houses of Parliament,…die Klassiker halt.</p>
<div id="attachment_1932" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1932" title="p1080145" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080145.jpg" alt="Tower Bridge" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Tower Bridge</p></div>
<div id="attachment_1933" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1933" title="p1080148" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080148.jpg" alt="mit dem Förderband fährt man an den Kronjuwelen vorbei" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">mit dem Förderband fährt man an den Kronjuwelen vorbei</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_1935" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1935" title="p10801571" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10801571.jpg" alt="St. Paul´s Cathedral" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">St. Paul´s Cathedral</p></div>
<div id="attachment_1936" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1936" title="p1080175" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080175.jpg" alt="Houses of Parliament" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Houses of Parliament</p></div>
<div id="attachment_1937" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1937" title="bild1326" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/bild1326.jpg" alt="Manche Sachen sind einfach nur stinkfad" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Manche Sachen sind einfach nur stinkfad</p></div>
<div id="attachment_1938" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1938" title="bild1368" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/bild1368.jpg" alt="am Trafalgar Square" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">am Trafalgar Square</p></div>
<p>Am dritten Tag noch schnell die Wachablöse am Buckingham Palast angeschaut. Irre und regelrecht pervers, was die Monarchie sich da für ein Theater genehmigt!!</p>
<div id="attachment_1939" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1939" title="bild1398" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/bild1398.jpg" alt="Meine Queen Mum vor dem Buckigham Palast" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Meine Queen Mum vor dem Buckigham Palast</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_1942" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1942" title="p1080199" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080199.jpg" alt="die Beefeater" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Beefeater</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1943" title="p10802191" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10802191.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Den Nachmittag noch ein wenig herumstrawanzt und geshoppt, am Abend noch ein schönes Guiness getrunken und schon waren drei Tage in London um…London ist immer einen Besuch wert. Es ist eine große Metropole mit einer irren Vielfalt und sehr interessanten und auch netten Leuten.</p>
<div id="attachment_1944" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1944" title="p1080180" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080180.jpg" alt="Punk´s not dead" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Punk´s not dead</p></div>
<div id="attachment_1945" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1945" title="p1080196" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080196.jpg" alt="Picadelly Circus" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Picadelly Circus</p></div>
<p> <img class="aligncenter size-full wp-image-1946" title="p1080164" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080164.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Als Resümee zu den gemeinsamen zwei Wochen auf Achse mit meiner Mutter kann ich nur sagen: Es war echt sehr lässig, wie wir unterwegs waren. Es war kein Stress, sondern ein richtiges Vergnügen und eine echte Hetz! Der Zeitrahmen war genau richtig für das was wir uns vorgenommen hatten. Eine wertvolle Zeit für beide, so soll es sein! Danke!</p>
<div id="attachment_1947" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1947" title="p1080230" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080230.jpg" alt="Schön war ´s und jetzt lustig nachhause!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Schön war ´s und jetzt lustig nachhause!</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=51.5001524&amp;lng=-0.1262362&amp;openPostId=1927"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Glastonbury a.k.a. Avalon</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 13:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[England]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer nur irgend jemals mit der so genannten esoterischen Szene in Berührung gekommen ist oder sich gar mit Fantasyliteratur etc. beschäftigt, wird höchst wahrscheinlich schon einmal von Glastonbury gehört haben.
Glastonbury ist ein kleiner Ort in der schönen Grafschaft Somerset, um den sich beinahe so viele Legenden ranken wie an einem normalen englischen Tag Regentropfen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer nur irgend jemals mit der so genannten esoterischen Szene in Berührung gekommen ist oder sich gar mit Fantasyliteratur etc. beschäftigt, wird höchst wahrscheinlich schon einmal von Glastonbury gehört haben.</p>
<p>Glastonbury ist ein kleiner Ort in der schönen Grafschaft Somerset, um den sich beinahe so viele Legenden ranken wie an einem normalen englischen Tag Regentropfen auf die Erde fallen. Der Ort ist ein Kultplatz durch viele Jahrtausende gewesen und liegt auf wichtigen geomantischen Energielinien…die älteste Kirche Englands stand hier…König Artus soll hier einst begraben worden sein…Jesus soll hier mit seinem Onkel Josef von Arimathea vorbeigekommen sein…der Heilige Gral soll hier zu finden sein, und Glastonbury soll auch das legendäre Avalon (gewesen) sein, Sitz der Göttin und ihrer Priesterinnenschaft, ein verborgener Ort in einer Parallelwelt hinter den legendären Nebeln…</p>
<p>Was uns dorthin gerufen hat? Schwer zu konkretisieren…sagen wir mal so: man hat einfach schon sehr viel Schönes gehört, von Leuten, die den Ort besucht haben, und so wurde die Aufmerksamkeit geweckt. Und irgendwann geht von einem Ort wie diesem ein Ruf aus, dem man dann folgt.</p>
<div id="attachment_1907" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1907" title="p1080047" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080047.jpg" alt="Sofort nach dem Aussteigen aus dem Bus bringt sich auf humorige Weise wieder einmal der Tod in Erinnerung, er ist halt immer dabei..." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Sofort nach dem Aussteigen aus dem Bus bringt sich auf humorige Weise wieder einmal der Tod in Erinnerung, ein wahrlich treuer Begleiter...</p></div>
<p>Glastonbury ist ein nettes, beschauliches Örtchen mit einem sehr alternativen Flair. Von modernen Gralssuchern bis zu gestrandeten Hippies ist allerlei buntes Volk dort anzutreffen, der Ort mit  den vielen einschlägigen Shops, Yogaretreats, etc. gleicht beinahe einem riesigen, esoterischen Freilichtmuseum. Tatsächlich trifft man dort auch Menschen, die neue Wege suchen und beschreiten, mit lichtvollem Wesen und schöner Ausstrahlung. Und damit nicht alles zu licht wird, hat sich in Glastonbury auch unübersehbar die Dunkelheit verankert, damit das Gleichgewicht der Kräfte wieder hergestellt ist, so wie es der Natur aller Dinge entspricht. Die vollkommen kaputt gesoffenen Gesellen am Straßenrand sind nur EIN Anzeichen dafür…</p>
<div id="attachment_1908" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1908" title="p1080079" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080079.jpg" alt="allgegenwärtige Freaks" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">allgegenwärtige Freaks</p></div>
<p>Wir hatten uns für Glastonbury zweieinhalb Tage Zeit gegeben. Den Ort kann man sicher in einem halben Tag „besichtigen“, wir wollten aber der Energie und den feinen Plätzchen mit Ruhe begegnen.</p>
<p>Die interessantesten Plätze in Glastonbury sind die Glastonbury Abbey, der so genannte Tor und der „Chalice Well“.</p>
<p>Als wir im Ort ankamen, war das Wetter fantastisch, der Wetterbericht für die folgenden zwei Tage verhieß eher Regen. So beschlossen wir, gleich einmal die kleine Wanderung auf den Tor anzutreten und uns von dort oben die Aussicht und den Sonnenuntergang zu geben. Der Glastonbuy Tor ist nicht nur ein wunderbarer Aussichtshügel, sondern auch Ziel von Pilgern seit alten Zeiten. Ein mächtiger Turm einer verfallenen St. Michaels Kirche steht ganz oben, der Hügel ist so terrassiert, dass sich von oben gesehen die Form eines klassischen Labyrinths ergibt. Der Tor wird auch als die eigentliche Insel Avalon angesehen - viel Raum für individuelle Wahrheiten, Fantasien und deren Auslegungen jeglicher Art. Jeder betritt den Tor auf seine Art und wird auch so berührt, wie es den eigenen Zugängen entspricht. Fest steht, dass es ein wunderbarer Platz ist, an dem wir einen ebensolchen, schönen Sonnenuntergang verbrachten. Andere Leute bekamen zur selben Zeit am selben Ort offensichtllich Zugang zu weniger friedlichen Schichten ihres Seins…aber das ist deren Geschichte. Zufrieden sind wir bei einfallender Dunkelheit in den Ort zurück, der fast volle Mond stand schon am Himmel.</p>
<div id="attachment_1909" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1909" title="p1080051" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080051.jpg" alt="Der Tor beim Raufspazieren" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Der Tor beim Raufspazieren</p></div>
<div id="attachment_1911" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1911" title="p1080062" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080062.jpg" alt="der Turm aus der Nähe" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Turm aus der Nähe</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1912" title="p1080065" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080065.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1913" title="p1080066" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080066.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1914" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1914" title="p1080075" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080075.jpg" alt="Schwester Mond" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Schwester Mond</p></div>
<p>Da wir bei unserer Ankunft keine Lust auf lange Quartiersuche hatten und bei einigen der wenigen Quartiere kein Glück hatten, endeten wir in einer Herberge, die aus meiner Sicht für meine Mutter doch ein wenig grenzwertig sein müsste. Sie trug es aber mit viel Humor und Lockerheit. Wie übrigens die ganze gemeinsame Reise von viel Spaß geprägt war…<br />
Die nächsten zwei Tage waren wir vor allem jeder für sich unterwegs, die ruhigen Plätze des Ortes gemäß des jeweiligen eigenen Rhythmus erkundend.</p>
<p>Die Glastonbury Abbey ist eine Ruine einer Benediktinerabtei und ihrer alten Kirchen, die – glaub ich – im 12. Jahrhundert bei einem Brand zerstört wurden. Die älteste Kirche Englands soll Legenden zufolge von Jesus selber hier gebaut worden sein. Das Grab von König Artus und Gunivere soll hier gefunden worden sein. Ich hab die schöne Parkanlage in der Horizontalen und größtenteils schlafend auf mich wirken lassen – auch nicht schlecht!</p>
<div id="attachment_1915" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1915" title="p1080082" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080082.jpg" alt="Glastonbury Abbey" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Glastonbury Abbey</p></div>
<div id="attachment_1916" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1916" title="p1080083" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080083.jpg" alt="wieder mal eindrückliche Baumriesen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">wieder mal eindrückliche Baumriesen</p></div>
<p>Besonders schön war für mich der Besuch des „Chalice Well Gardens“, einem wunderbaren englischen Garten mit dem heiligen Calice Well, dem Kelchsbrunnen. Der Brunnen mit seinem eisenhältigen und rot gefärbten Wasser ist über Jahrtausende nie trocken gelaufen und wird von zahlreichen Pilgern besucht, die ihn nicht nur als Ort des Heiligen Grales sondern vor allem als Quelle der göttlich-weiblichen Energie sehen. Tatsächlich war die Energie am Brunnen, der gerade aufgrund eines Anlasses mit bunten Blumen geschmückt war, für mich sehr angenehm berührend, sanft und nährend. So habe ich in dem Garten einige Stunden in Ruhe, Freude und Dankbarkeit verbracht, bevor ich wieder leicht Abschied genommen habe.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1917" title="p1080101" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080101.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1918" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1918" title="p1080111" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080111.jpg" alt="der heilige Chalice Well - am Deckel die &quot;Vesica Piscis&quot;" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der heilige Chalice Well - am Deckel die&quot;Vesica Piscis&quot;</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1919" title="p1080106" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080106.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_1920" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1920" title="p1080115" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080115.jpg" alt="Lion´s Head" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Lion´s Head</p></div>
<p>Zum Abschied von Glastonbury gingen wir noch einmal gemeinsam hoch zum Tor, diesmal bei eher trübem, aber nicht weniger spektakulärem Wetter.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1921" title="p1080122" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080122.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Man könnte ja viel mehr schreiben und nichts würde diesem Ort gerecht werden&#8230;</p>
<p>Die Tage in Glastonbury waren sehr friedlich und schön, und für mich und meine liebe Mutter gab es viel Gelegenheit für gemeinsame Gespräche miteinander, die wir – so glaube ich -  gut genutzt haben. Glastonbury ist definitiv einen Besuch wert, und wenn man nicht als Suchender mit einem vor gefassten Ziel dorthin geht, wird man sicher auch beschenkt, jeder auf seine Art.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=51.1473594&amp;lng=-2.7177809&amp;openPostId=1904"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Stonehenge!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 21:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[England]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Plan auch einen Abstecher nach England zu machen, hat sich ergeben, weil für mich zum keltischen Irland thematisch auch ein längst fälliger Besuch in Stonehenge und Glastonbury mit ins Programm sollte. Zwei Orte, von denen man schon viel gehört und gelesen hat…
Gleich nach dem Aufsetzen in Heathrow haben wir uns in den Bus nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Plan auch einen Abstecher nach England zu machen, hat sich ergeben, weil für mich zum keltischen Irland thematisch auch ein längst fälliger Besuch in Stonehenge und Glastonbury mit ins Programm sollte. Zwei Orte, von denen man schon viel gehört und gelesen hat…</p>
<p>Gleich nach dem Aufsetzen in Heathrow haben wir uns in den Bus nach Salibury gesetzt, welches nahe an Stonehenge ist. Am frühen Nachmittag waren wir dort und haben aufgrund der günstigen Wetterlage beschlossen, gleich nach Stonehenge zu fahren.</p>
<p>So weit der Ruhm von Stonehenge auch reicht, so oft hat man auch schon gehört, wie enttäuschend es ist, wenn man dann dort hinkommt. So was muss man aber selber in Erfahrung bringen und nicht aus zweiter Hand. Wer weiß, stimmt es überhaupt, was so viele sagen? Außerdem sind die Österreicher Nörgler…“Die Steine sind ja gar nicht so groß.“, „Daneben geht die Autobahn vorbei.“, „Da sind so viele Touristen.“, „Man kommt nicht an die Steine ran.“,…das sind so die meistgehörten Aussagen.</p>
<p>Und alle diese Aussagen stimmen. Über die Autobahn gelangt man direkt zum berühmtesten Steinkreis der Welt, und auf der anderen Seite von Stonehenge ist noch eine Autobahn. Die Steine sind auch um einiges kleiner, als man sie von den vielen gängigen Weitwinkelbildern eingeschätzt hätte. Und Touris wuseln genug herum. Man kann auch nicht direkt zu den Steinen hin, weil diese großzügig eingezäunt sind.</p>
<p>Das macht aber alles nichts! Stonehenge ist super und beeindruckend! Viele Leute zahlen ja nicht mal den Eintritt und gehen nicht auf das Gelände, sondern schauen durch den Maschendrahtzaun vom Pannenstreifen der Autobahn herein. Die meisten regulären Besucher haben die ganze Zeit den Audio-Guide am Ohr, was den eigentlichen Zauber von Stonehenge nicht gerade fördert. Mir hat ´s sehr getaugt! Das Wetter war bestens, ich hab super Fotos gemacht, und als das erledigt war, hab ich mich auf die Wiese gesetzt und bin mit dem Walkman im Ohr auf eine Zeitreise gegangen, teilweise dann im Liegen und im Schlaf. Die Steine sind schon sehr inspirierend und nie könnte ein Foto von Stonehenge den persönlich vor Ort gemachten Eindruck ersetzen. Ich bin sehr froh, dass ich endlich mal dort war, und kann das jedem nur empfehlen, von Heathrow ist man in 3 Stunden mit dem Bus direkt vor Ort. Und angeblich wollen sie die zwei Autobahnen im Bereich der Anlage bald einmal untertunneln…und die Leute werden halt was anderes zum Nörgeln finden…</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=51.0673989&amp;lng=-1.7976263&amp;openPostId=1884"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_1885" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1885" title="p1080026" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080026.jpg" alt="super" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Super!</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1886" title="p1080027" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080027.jpg" alt="" width="500" height="281" /><img class="aligncenter size-full wp-image-1887" title="p1080023" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080023.jpg" alt="" width="500" height="%&lt;/p" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1893" title="p10800231" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10800231.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1894" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1894" title="p10800141" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10800141.jpg" alt="Raben, wie sooft an historischen Plätzen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Raben, wie sooft an historischen Plätzen</p></div>
<div id="attachment_1895" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1895" title="p10800291" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10800291.jpg" alt="er war auch Stonehenge schauen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">er war auch Stonehenge schauen</p></div>
<div id="attachment_1896" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1896" title="p10800171" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10800171.jpg" alt="eine kleine Ofrenda...Mannerschnitten-Stonehenge" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">eine kleine Ofrenda...Mannerschnitten-Stonehenge</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1898" title="p10800191" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10800191.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1899" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1899" title="p1080043" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1080043.jpg" alt="in der berühmten Kathedrale von Salisbury" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">in der berühmten Kathedrale von Salisbury</p></div>
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		<title>The Countryside – 4days of Ireland´s finest</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 12:28:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Irland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ambestenweg.net/?p=1843</guid>
		<description><![CDATA[Ja, in Irland muss man natürlich raus auf´s Land. Es locken traumhafte Landschaften, Seen, Klippen, Flüsse, grüne Weiden, Schlösser, Burgen, Kirchen und mystische Plätze aus den Jahrtausenden von der Steinzeit über die Keltenzeit bis zu den Anfängen des Christentums.
Wir haben beschlossen, uns den Stress mit Mietauto und Linksverkehr zu ersparen, nachdem wir von jemandem den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, in Irland muss man natürlich raus auf´s Land. Es locken traumhafte Landschaften, Seen, Klippen, Flüsse, grüne Weiden, Schlösser, Burgen, Kirchen und mystische Plätze aus den Jahrtausenden von der Steinzeit über die Keltenzeit bis zu den Anfängen des Christentums.</p>
<p>Wir haben beschlossen, uns den Stress mit Mietauto und Linksverkehr zu ersparen, nachdem wir von jemandem den Tipp bekommen haben, dass es den „Paddywagon“ gibt, einen Tour-Operator, der günstige und unkomplizierte Mehrtagestouren für junge Reisende und deren Budget anbietet. Das hat ganz vernünftig geklungen und schon waren wir angemeldet. Mutig von uns beiden. Für mich, weil ich jegliches Gruppentheater auf Reisen zu vermeiden gewohnt bin, und für meine Mutter, weil es doch absehbar war, dass sie in einem Bus mit einem Haufen junger Leute landen und in Hostels übernachten wird.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1850" title="p1070853" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070853.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Für beide von uns erwies sich die Entscheidung aber als goldrichtig. Unser Fahrer Joe war ein richtiger Ire, kannte sich gut aus, war witzig, geistreich und hilfsbereit. Mit uns im Bus saßen ca. 20 andere Leute aus aller Welt, größtenteils amerikanische Collegegirls, und die Amies sind ja immer sehr nett und aufmerksam. Besonders schön und erfrischend war der lockere Umgang miteinander, nicht so zach wie auf normalen Busfahrten. So lernte man die Leute im Laufe der Tage auch ein wenig kennen, meine Mum quatschte viel mit verschiedenen Leuten und trainierte ihr Englisch, während ich bequem einen abschnarchen konnte. Super, wie sie sich durch die paar Tage durchbewegt hat. Eine coole Mum hab ich, das haben auch alle anderen bestätigt!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1851" title="p1070831" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070831.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Wenn man durch Irland fährt, vor allem bei dem tollen Wetter, dann kommt man ja nicht aus dem schwärmen. Die Kulturlandschaft ist so lieblich und gepflegt, alles grünt üppig, Tiere grasen, Hecken und Baumriesen überall, die Artenvielfalt der Flora ist enorm, das Grün satt und intensiv! Dazwischen kleine, gepflegte Dörfer mit netten Pubs. Wir sind in den Westen und Südwesten gefahren, die populärste Route für Irlandneulinge wie uns, weil es dort die eindrucksvollsten Landschaften zu sehen gibt. Egal wo wir in diesen Tagen hinkamen, sagten die Leute, dass die Sicht aufgrund des Wetters nie so gut sei, was hatten wir für ein Glück!</p>
<p>Vorher aber machten wir noch einen Abstecher nördlich von Dublin, wo es die Tunnelgräber von Bru na Boinne in Newgrange und den Hill of Tara zu besichtigen galt.</p>
<p>Das Grab von Newgrange ist ein künstlicher Steinhaufen mit einem ca. 30 Meter langem engen Tunnel, durch den bei der Wintersonnenwende die untergehende Sonne für ein paar Minuten eine Grabkammer mit einem dünnen Sonnenstrahl erhellt. 5000 Jahre alt und sehr faszinierend.</p>
<div id="attachment_1852" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1852" title="Newgrange" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070757.jpg" alt="Newgrange" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Newgrange</p></div>
<div id="attachment_1853" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1853" title="p1070761" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070761.jpg" alt="Tunneleingang und behauener Stein davor" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Tunneleingang und behauener Stein davor</p></div>
<p>Der Hill of Tara war der Sitz der irischen Hochkönige in keltischen Zeiten. Ein kleiner Hügel mit super Aussicht und oben dem phallischen „Stone of Coronation“.</p>
<div id="attachment_1854" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1854" title="p1070790" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070790.jpg" alt="am Hill of Tara" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">am Hill of Tara</p></div>
<p>Dann ging´s gen Westen. Sehr faszinierend, weil auf einem super Platz gelegen und mit einzigartigen keltischen Steinkreuzen ausgestattet, waren die Ruinen des Klosters von Clonmacnoise, dem ersten irischen katholischen Kloster, das später von den Wikingern zerstört wurde. Und von Irland aus hat sich ja das katholische Mönchstum erst über Europa verbreitet.</p>
<div id="attachment_1855" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1855" title="p1070846" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070846.jpg" alt="Clonmacnoise" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Clonmacnoise</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1856" title="p1070844" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070844.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1858" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1858" title="p10708501" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10708501.jpg" alt="die schönsten keltischen Steinkreuze Irlands" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die schönsten keltischen Steinkreuze Irlands</p></div>
<p>Unterwegs immer wieder kleine Stopps an schönen und im Bedarfsfall auch an „stillen“ Orten. Erstes Übernachtungsziel im Westen war dann die Stadt Galway, die Bohemian City in Irland.</p>
<div id="attachment_1859" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1859" title="p1070870" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070870.jpg" alt="Galway" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Galway</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1860" title="p1070869" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070869.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1861" title="p1070868" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070868.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Und in Galway waren wir mal wieder genau zur richtigen Zeit am richtigen ort. Unser Fahrer Joe hatte schon den ganzen Tag davon geschwärmt und im Radio war es auch das Hauptthema: Galway war an diesem Wochenende Etappenziel des weltweiten Hochseerennen „Volvo Ocean Race“, das von den Iren begeistert verfolgt wird, anscheinend die Formel 1 des Segelsports. Die Stadt wird deshalb eine einzige Party sein, die ihren Höhepunkt in einem gratis Open Air-Konzert von Sharon Shannon finden wird. „Wer ist Sharon Shannon?“, fragt sich da jemand wie ich, dessen musikalischer Geschmack ganz klar am anderen Ende der Bandbreite menschlicher Hautfarbe befindet. Der Freund der Irischen Musik, und das sind die Iren alle, zuckt aber bei dem Namen aus, denn SS ist DER SUPERSTAR der irischen traditionellen Musik. Naja, da muss man hin, soviel war klar, immerhin ist Musik immer ein Träger der Energie eines Landes, und um diese zu erfahren geht man ja auf Reisen.</p>
<div id="attachment_1862" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1862" title="p1070884" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070884.jpg" alt="concerto" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">concerto</p></div>
<p>Die ganze Stadt und der Hafen mit all den Docks waren gerammelt voll, ca. 60.000 Menschen sahen sich das Konzert an. Die Leute sind bei den Hits wie &#8220;Galway Girl&#8221; voll ausgefreakt und zugegeben – mir hat´s auch sehr gefallen, was die Sharon Shannon da aus ihrer kleinen Ziehharmonika rausgequetscht hat. Ein Fest der irisch-keltischen Leichtigkeit und Freude, wie es nicht besser hätte fallen können für uns! SUPER!</p>
<p>Hier zwei Kostproben auf Youtube:</p>
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<p>Weiter ging ´s am nächsten Tag zu den berühmten Klippen von Moher,  die 200 Meter tief und senkrecht in den Atlantik abfallen. Muy impressionante!</p>
<div id="attachment_1863" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1863" title="p1070913" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070913.jpg" alt="cliffs of Moher, 5km x 200m" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">cliffs of Moher, 5km x 200m</p></div>
<div id="attachment_1864" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1864" title="p1070932" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070932.jpg" alt="traumhaft schön" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">traumhaft schön</p></div>
<div id="attachment_1865" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1865" title="p1070929" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070929.jpg" alt="und noch einmal" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und noch einmal</p></div>
<p>Unterwegs gibt ´s immer wieder was zu sehen. Weitere Höhepunkte waren der Nationalpark von Killarney und das Blarney Castle. Die Natur zeigte sich von ihrer schönsten Seite, es war ein Traum! Die Leute in Irland sind so offen, kontaktfreudig und lieb, als Österreicher packt man ´s ja kaum! Auch in den kleinen Städten am Land spielt sich sehr viel Leben ab, viele junge Leute und so was wie Nightlife. Die Institution Pub ist sowieso genial, weil dort wirklich alles zusammenkommt, von Jung bis Alt, traditioneller Musik bis neueste Dancetunes-super!</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1866" title="p1070894" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070894.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1867" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1867" title="p1070907" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070907.jpg" alt="Mum beim Quatschen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Mum beim Quatschen</p></div>
<div id="attachment_1868" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1868" title="p1070952" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070952.jpg" alt="Killarney Nationalpark" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Killarney Nationalpark</p></div>
<div id="attachment_1869" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1869" title="p1070959" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070959.jpg" alt="auch" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">auch</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1870" title="p1070971" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070971.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1871" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1871" title="p1070975" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070975.jpg" alt="Blarney Castle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blarney Castle</p></div>
<div id="attachment_1872" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1872" title="p1070987" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070987.jpg" alt="Idylle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Idylle</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1873" title="p1070983" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070983.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1874" title="p1070972" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070972.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1875" title="p1070988" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070988.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1876" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1876" title="p1070980" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070980.jpg" alt="Zufrieden!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Zufrieden!</p></div>
<p>Was waren das für tolle Tage! Reiner Genuß, nicht mal familiärer Stress, alles super! So wie das Wetter sich präsentiert hat, war Irland für mich eines der Topreiseländer, in denen ich bisher war. Auch meine Mutter hat sich total in Land und Leute verliebt. Und ich weiß jetzt: die beiden Missionare im äthiopischen Busch sind richtige Iren, ein toller Menschenschlag! Man sieht sich wieder auf der grünen Insel, soviel steht fest. Thank you Ireland, the craik was grand! ABSOLUTE REISEEMPFEHLUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!</p>
<div id="attachment_1877" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1877" title="p10707531" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10707531.jpg" alt="Cheers!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Cheers!</p></div>
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		<title>Dublin</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 23:46:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Irland]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27.Mai sind wir in den Flieger nach Irland gestiegen. Ich hatte die Verantwortung auf mich genommen den ganzen Trip zu planen, meine Mutter sollte sich um nichts scheren müssen - das war der Deal. Leider hatte ich mich aber aufgrund anderwertiger Aktivitäten auch nicht mehr um besonders viel kümmern können und darauf vertraut, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27.Mai sind wir in den Flieger nach Irland gestiegen. Ich hatte die Verantwortung auf mich genommen den ganzen Trip zu planen, meine Mutter sollte sich um nichts scheren müssen - das war der Deal. Leider hatte ich mich aber aufgrund anderwertiger Aktivitäten auch nicht mehr um besonders viel kümmern können und darauf vertraut, dass sich schon das richtige ergeben werde. Als Reiseprofi bin ich so auch schon oft genug gut gefahren.</p>
<p>Genauso profimäßig und mit entsprechender Freude wurde der Rucksack gepackt und der Billigflieger am 27. Mai bestiegen. Ziel Dublin.</p>
<p>Von Dublin sahen wir aus der Luft nicht sehr viel, da eine dichte Nebelschicht über der Stadt lag. Die letzten Tage daheim waren so schön gewesen, dass ich mich schon fragte, was mich da in der schönsten Zeit des österreichischen Jahres nach Irland zieht, wo es dort an über 270 Tagen im Jahr Regen gibt. Als wir bei eher frischen Temperaturen mit dem Bus in die Stadt fuhren, wusste ich noch nicht, dass der keltische Wettergott ein schönes Geschenk für uns parat hatte…</p>
<p>Schon am Weg ins Hotel fällt einem bei jeder kleinen Begegnung die nette Art der Leute auf, spätestens im Hotel dann die hohen Preise.</p>
<p>In Irland bezahlt man mit Euro, jedoch ist alles um ca. 30 % teurer wie bei uns daheim, weil die irische Wirtschaft bis vor ein paar Jahren so ein irres Wachstum hatte, dass die Iren die zweitbesten Verdiener in Europa nach den Luxemburgern wurden.</p>
<p>Von den hohen Preisen wollten wir uns aber nicht irritieren lassen, schließlich galt es diese einzigartige Reise zu genießen. Und genau das haben wir von der ersten Sekunde an getan.</p>
<p>Dublin ist ein nettes Städtchen und streift in den wichtigen Kategorien „nette Leute“ und „fesche Frauen“ gleich mal die volle Punktezahl ein. Die ebenfalls wichtige Kategorie „Essen“ wird auch super bedient, da die Iren von ihren Reisen jegliches Essen mit nachhause gebracht haben, das es auf der Welt gibt. Unter 15 Euro gibt’s aber höchstens ein Kebab oder einen BigMac. Das Bier ist in Irland besonders wichtig und auch gut, wie wir bald einmal festgestellt haben. Nightlife gibt es mehr als genug, an jeder Ecke wird gefeiert und Livemusik gespielt, auch unter der Woche ist was los bis zum Morgengrauen (das habe ich alleine erkundet). Bleibt noch das Wetter…Tja, da hatten wir Glück, denn nach wenigen Stunden unserer Anwesenheit kam die Sonne raus und sollte bis zu unserer Abreise nur noch planmäßig in der Nacht verschwinden. Nicht nur, dass wir in Irland schwitzten, die Genugtuung war noch größer, als ich hörte, wie kalt es in der Zwischenzeit daheim war.</p>
<div id="attachment_1825" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1825" title="p1070749" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070749.jpg" alt="beim ersten Spaziergang war es noch wolkig" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">beim ersten Spaziergang war es noch wolkig</p></div>
<div id="attachment_1826" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1826" title="p1070804" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070804.jpg" alt="...doch bald zog es auf..." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...doch bald zog es auf...</p></div>
<div id="attachment_1827" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1827" title="p1070820" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070820.jpg" alt="...und dann war es nur noch genial!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und dann war es nur noch genial!</p></div>
<p>Die Nächte sind übrigens aufgrund der hohen geografischen Breite um diese Jahreszeit recht kurz. Erst um zehn am Abend wird es finster. So konnten wir die langen Tage gut nutzen. Herumspazieren - Parks, Sehenswürdigkeiten und Leute anschauen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1828" title="p1070807" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070807.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1829" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1829" title="p1070812" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070812.jpg" alt="alle gingen in den Park und genossen die sommerlichen Temperaturen - 25°" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">alle gingen in den Park und genossen die sommerlichen Temperaturen - 25°</p></div>
<div id="attachment_1830" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1830" title="p1070772" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070772.jpg" alt="Kids" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kids</p></div>
<div id="attachment_1831" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1831" title="p1070814" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070814.jpg" alt="die schöne Kathedrale des Nationalheiligen - St. Patrick" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die schöne Kathedrale des Nationalheiligen - St. Patrick</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1832" title="p1070815" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070815.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1833" title="p1070822" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070822.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1840" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1840" title="p1070823" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070823.jpg" alt="Im Phoenix-Park, wo der alte Papst einst vor 1,2 Mio. katholischen Iren gepredigt hat" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Im Phoenix-Park, dem größten Park Europas, wo der alte Papst einst vor 1,2 Mio. katholischen Iren gepredigt hat</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1834" title="p1070802" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070802.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Oft wird man angequatscht von den lieben Iren. Von frechen Mädels sowieso, aber auch von allen anderen möglichen Leuten, alle sind total kommunikativ und nett.</p>
<div id="attachment_1835" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1835" title="p1070819" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070819.jpg" alt="girls und wir" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">girls und wir</p></div>
<p>Das irische Englisch ist ganz gut zu verstehen. Je später es im Pub wird, umso schwieriger wird es dann, weil die Leute saufen schon SEHR viel…alkoholbedingetn Stress und Aggression hab ich dabei nicht bemerkt..</p>
<div id="attachment_1836" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1836" title="p1070753" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070753.jpg" alt="Guiness is good for you - and for me!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Guiness is good for you - and for me!</p></div>
<p>Insgesamt waren wir knappe 3 Tage in Dublin, diese haben wir echt genossen, zusammen und jeder auf eigene Faust – ganz unkompliziert, so wie es halt ist in Irland. Auch meine Mutter hat sich dabei sehr wohlgefühlt. Von Dublin aus sind wir dann 4 Tage ins Land hinausgefahren…</p>
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		<title>Ein neues Projekt</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 14:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[England]]></category>

		<category><![CDATA[Irland]]></category>

		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit daheim war schön aber auch recht knapp, denn es war ja schon wieder ein anderes Projekt vorgesehen…so schön es daheim auch ist…wenn man Zeit und noch ein wenig Knete hat wie ich, muss man das schon ausnutzen.
Die freundlichsten Menschen, die mir jemals begegnet sind, hatten wir mit Nane in Äthiopien getroffen. Äthiopier natürlich!…ABER: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit daheim war schön aber auch recht knapp, denn es war ja schon wieder ein anderes Projekt vorgesehen…so schön es daheim auch ist…wenn man Zeit und noch ein wenig Knete hat wie ich, muss man das schon ausnutzen.</p>
<p>Die freundlichsten Menschen, die mir jemals begegnet sind, hatten wir mit Nane in Äthiopien getroffen. Äthiopier natürlich!…ABER: aus all den freundlichen und offenherzigen Äthiopiern sind noch zwei besondere Figuren herausgeragt: Father John und Father Paddy, die zwei Missionare in Arba Minch und Dimeka. Kaum jemals hab ich Menschen erlebt, die so authentisch positiv, freundlich und offen waren, wie die Zwei. Nane hat das auch so gesehen, und hätten wir einen Freundlichkeitsaward zu verleihen, ginge er an die beiden!! Oft haben wir uns auf der Reise die Frage gestellt, warum gerade diese Typen so freundlich waren, wie wir es selber nie hinkriegen würden.</p>
<p>Weil sie Pfarrer sind?  - Nicht unbedingt!</p>
<p>Weil sie seit Jahren in Äthiopien leben? – Sehr gut möglich!</p>
<p>Weil sie nicht soviel hackeln wie wir das im Büro daheim gewohnt waren? – Sicher sehr förderlich!!!!</p>
<p>Oder vielleicht auch, weil sie aus Irland kommen? - Die Freundlichkeit der Iren ist schon irgendwie sprichwörtlich, und schon oft hab ich schöne Begegnungen mit reisenden Iren gemacht.</p>
<p>Vermutlich ist es eine Kombination aus all den genannten Faktoren. Wie auch immer…als ich mich auf der Rückreise von Usbekistan in Istanbul befunden habe und es klar wurde, dass es bald heimgehen wird, hab ich beschlossen, dass ich nach Irland fahren will, um das herauszufinden und unseren keltischen Wurzeln dort wenig auf den Zahn zu fühlen, wo noch mehr davon sichtbar ist. Wäre mir in den letzten Jahren ja nie in den Sinn gekommen, weil ich immer nur ins Warme wollte. Doch irgendwie hat mich der Ruf erreicht und plötzlich brannte diese Idee in mir.</p>
<p>Es war auch klar, wem ich die Möglichkeit des Mitreisens anbieten wollte. Meine Mutter schwärmt immer sehr, wenn Bilder aus Irland und England in der Kiste flimmern. Sie war aber noch nie dort und gerade jetzt brauchte sie dringend einen Tapetenwechsel. Warum sie also nicht mit dieser gemeinsamen Reise beschenken?</p>
<p>„Ist ja auch gut für mich“, dachte ich. Schließlich soll eine Reise auch immer Abenteuer und Herausforderung sein. Und in Irland ist ja wie im Rest von Westeuropa alles nur schön, zivilisiert, nett und gut organisiert. Da spricht doch einiges dafür, dass man sich einen zusätzlichen Nervenkitzel verschafft, indem man jemanden aus der eigenen Familie mitnimmt. Sowas ist immer eine spannende Sache, so sehr man sich auch kennt und liebt! Ein soziales Experiment und eine super Chance, sich mal anders kennen zu lernen, in den Spiegel des verwandten Gesichtes zu schauen und das gemeinsame Karma ein wenig abzuarbeiten - verbunden mit einer schönen Reise. Ein Anruf aus Istanbul reichte und meine Mutter war schon so gut wie „im Boot“. „Super!“, hab ich mir gedacht, und auch ganz ein bißl „Na serwas, das kann was werden!“&#8230;Denn damit es sich auszahlt (nicht nur in punkto Herausforderung), haben wir gleich zwei Wochen eingeplant - eine in Irland, eine in England.</p>
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		<title>Daham is daham&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 16:16:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;is daham!
Tja, was soll man sagen&#8230;ich reise für mein Leben gerne und mit dem Nane ist es einfach sensationell gut gewesen, aber: siehe Überschrift&#8230;
Erwin hatte es anhand meiner Usbekistangeschichte schon richtig diagnostiziert: ich hatte mich schon nach der Heimat gesehnt (um nicht das Wort Heimweh zu benutzen). So haben wir uns in Rom nach 3 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;is daham!</p>
<p>Tja, was soll man sagen&#8230;ich reise für mein Leben gerne und mit dem Nane ist es einfach sensationell gut gewesen, aber: siehe Überschrift&#8230;</p>
<p>Erwin hatte es anhand meiner Usbekistangeschichte schon richtig diagnostiziert: ich hatte mich schon nach der Heimat gesehnt (um nicht das Wort Heimweh zu benutzen). So haben wir uns in Rom nach 3 Tagen gerne in den Zug gesetzt, sind wie gewohnt sofort eingepennt und wenige Stunden später waren wir in Villach.</p>
<p>Kaum zu fassen, dass man auf einmal wieder daheim ist nach all den Erlebnissen. Ein schönes Wiedersehen mit meinen lieben Eltern, die mich planmäßig am Bahnhof abholten. Und eine super Überraschung für uns drei: Meine Schwester Sigrid ist auch aufgetaucht! Ist das verrückte Huhn doch glatt extra von Wien mit dem Auto nach Villach geblättert um mich zu begrüßen und mit uns Abend zu essen um dann gleich wieder abzudampfen. Was für eine Freude!!!</p>
<p>Es standen erst einmal ein paar sehr erholsame Tage in Kärnten am Programm. Nichts tun, nicht viel reden, VIEL ESSEN (!) und das perfekte Frühsommerwetter am See genießen. Wie traumhaft es bei uns ist, wenn alles grünt und die Leute ob des guten Wetters gut drauf sind!</p>
<p>Ja, ich hab intensiv und in aller Fülle genossen, da ich ja schon wußte, daß es nur ein Kurzaufenthalt sein wird.</p>
<p>Kärnten, Tirol, Wien&#8230;ein einziger freudiger Trip voll schöner Wiedersehen mit lieben Menchen und Orten!! Und es hat einfach gutgetan! Ich hoffe, es ist niemand beleidigt, der jetzt nicht auf den Fotos ist&#8230;nur soviel: alle die ich getroffen habe, habe ich sehr gerne getroffen. Und es wären noch eion paar mehr gewesen, hätte die Zeit gereicht. Danke all den lieben Leuten, die mich mit Liebe und Wohlwollen durch das Leben begleiten.</p>
<div id="attachment_1801" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1801" title="p1070738" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070738.jpg" alt="ein super Regenbogen bei mir daheim" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein super Regenbogen bei mir daheim</p></div>
<div id="attachment_1802" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1802" title="p1070730" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070730.jpg" alt="Blick von meinem Lieblingsplatzl am Millstätter See aus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick von meinem Lieblingsplatzl am Millstätter See aus, Badetemperatur 20°</p></div>
<div id="attachment_1803" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1803" title="p1070737" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070737.jpg" alt="Herzensangelegenheit...der Besuch am Wilden Kaiser" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Herzensangelegenheit...der Besuch am Wilden Kaiser...ist er nicht schön!</p></div>
<div id="attachment_1804" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1804" title="p1070735" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070735.jpg" alt="Treffen mit meinem Bruder Stefan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Treffen mit meinem geliebten Bruder Stefan...Viva la Hermandad!</p></div>
<div id="attachment_1805" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1805" title="p1070745" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070745.jpg" alt="in Wien...beste Freunde! Hannes und immer wieder Nane" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">in Wien...beste Freunde! Hannesto (re.) und immer wieder Nane! </p></div>
<div id="attachment_1807" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1807" title="p10707461" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10707461.jpg" alt="mein zweiter Bruder Martin" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">mein zweiter Bruder Martin</p></div>
<p>Das Wiedersehen hatte viele Aspekte, die ich alle sehr genossen habe! Ich kann sagen, dass ich in jeglicher Hinsicht reich beschenkt wurde&#8230;Danke und bis bald!</p>
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		<title>DANKE NANE!!!!!!!!!!!!!!!</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 16:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Geliebter Nane,
die Reise mit dir war einfach super! Danke dafür und für unsere schöne Freundschaft, die sogar dieses Projekt unbeschadet überstanden hat! Es ist ja schon fast kitschig, wie gut wir miteinander ausgekommen sind! Ja, es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie sehr ich dich liebe, außer vielleicht:
&#8220;I love you, Moussa!&#8221;  
Und damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geliebter Nane,</p>
<p>die Reise mit dir war einfach super! Danke dafür und für unsere schöne Freundschaft, die sogar dieses Projekt unbeschadet überstanden hat! Es ist ja schon fast kitschig, wie gut wir miteinander ausgekommen sind! Ja, es gibt keine Worte, die beschreiben können, wie sehr ich dich liebe, außer vielleicht:</p>
<p>&#8220;I love you, Moussa!&#8221; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und damit jetzt nicht der falsche Eindruck entsteht, dass du nur lieb bist, gibt es an dieser Stelle das (bisher unveröffentlichte) Foto, welches am besten und doch humorig zeigt, dass du auch ein echt &#8220;wilder Hund&#8221; bist! Auch eine schöne Qualität von dir, die gut in dir eingebettet ist und in einem angenehmen Verhältnis zu den anderen steht!</p>
<p>In Liebe und Dankbarkeit, Dein Jörgus</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1812" title="p1070381" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070381.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
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		<title>Roma Eterna</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 15:37:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Italien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Rom wollte ich ja schon längst einmal fahren, und wie könnten wir auf unserer Reise durch die Kulturen an Rom vorbeifahren&#8230;geht nicht!
Wir waren 3 Tage in der ewigen Stadt, die soviel zu bieten hat, dass man ruhig viel länger dort bleiben könnte. Jedoch hatten wir auch nicht mehr die Ruhe für einen langen Aufenthalt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Rom wollte ich ja schon längst einmal fahren, und wie könnten wir auf unserer Reise durch die Kulturen an Rom vorbeifahren&#8230;geht nicht!</p>
<p>Wir waren 3 Tage in der ewigen Stadt, die soviel zu bieten hat, dass man ruhig viel länger dort bleiben könnte. Jedoch hatten wir auch nicht mehr die Ruhe für einen langen Aufenthalt, da der Nordwind uns schon förmlich den Geruch des Specks von daheim in die Nase geweht hat&#8230;</p>
<p>Drei Tage in Rom sind geradegenug um im Schnelltempo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen, ohne dass man dabei auf den Genuß des guten Futters und Kaffees verzichten muss. Bezüglich der Sehenswürdigkeiten galt es ohnehin eine Auswahl zu treffen, da nach 7 Monaten Reise eine gewisse Sättigung nicht zu leugnen war.</p>
<p>Ich hab mir gleich einmal die prominenten Reste des antiken Roms angeschaut, Kolosseum, Palatin, Forum Romanum, etc. Am meisten fasziniert da ganz klar das Kolosseum. Schon irre, wenn man da drin steht und bedenkt, was da alles stattgefunden hat. Irre Spiele, Ausdruck der Dekadenz der alten Römer, Schiffsschlachten, Mord und Totschlag,&#8230;angeblich sollen im Kolosseum zwischen 300.000 und 500.000 Menschen und Millionen Tiere gestorben sein. So ist es heute nicht nur ein Beweis für die hochstehende Baukunst der alten Römer sondern auch ein Mahnmal gegen die Todesstrafe. Und eine Topattraktion für Touris wie mich.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1786" title="Kolosseum außen" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070659.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1787" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1787" title="p1070642" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070642.jpg" alt="...und innen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und innen</p></div>
<div id="attachment_1788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1788" title="p1070641" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070641.jpg" alt="Triumphbogen und Palatin vom Kolosseum aus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Triumphbogen und Palatin vom Kolosseum aus</p></div>
<div id="attachment_1789" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1789" title="p1070614" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070614.jpg" alt="und immer wieder die kulturinteressierten Schlümpfe...auch in Rom" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">und immer wieder die kulturinteressierten Schlümpfe...auch in Rom</p></div>
<div id="attachment_1790" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1790" title="p1070626" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070626.jpg" alt="als ob Caesar von den fotografierenden Touris schon genug hätte" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">als ob Caesar von den fotografierenden Touris schon genug hätte</p></div>
<p>Zusammen mit Nane haben wir den Vatikan besucht, die Villa Borghese, die Katakomben in der Via Appia und vieles mehr&#8230;unglaublich, wie vollgestopft mit Kunstschätzen und Architektur diese Stadt ist. An jeder Ecke gibt es was zu sehen. Das Wetter war herrlich und ganz Rom war auf den Plätzen und in den Straßen unterwegs. Am letzten Tag gab es noch einen Riesenplatzregen am Nachmittag, den ich im Petersdom abgewartet habe. Rom ist eine geniale Stadt und jeder, der noch nicht dort war, sollte SOFORT hinfahren und nicht so lange drauf warten wie ich. Über die Italiener brauch ich sowieso nichts schreiben. Jeder kennt sie, man mag sie oder nicht. Ich mag sie recht gerne.</p>
<div id="attachment_1791" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1791" title="p1070661" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070661.jpg" alt="auf der Spanischen Treppe" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">auf der Spanischen Treppe</p></div>
<div id="attachment_1792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1792" title="p1070667" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070667.jpg" alt="der Pantheon von außen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Pantheon von außen</p></div>
<div id="attachment_1794" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1794" title="p10706681" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10706681.jpg" alt="und innen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">und innen</p></div>
<div id="attachment_1796" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1796" title="p10707211" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p10707211.jpg" alt="der Trevibrunnen, in den pro Tag durchschnittlich 4000 Euro geworfen werden" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Trevibrunnen, in den pro Tag durchschnittlich 4000 Euro geworfen werden</p></div>
<div id="attachment_1797" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1797" title="p1070680" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070680.jpg" alt="das jüngste Gericht in der sixtinischen Kapelle-30 Meter hoch!" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">das Jüngste Gericht in der sixtinischen Kapelle-30 Meter hoch!</p></div>
<div id="attachment_1798" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1798" title="p1070699" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070699.jpg" alt="Petersplatz und -Dom" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Petersplatz und -Dom</p></div>
<p>Das war meine Romgeschichte in aller Kürze.</p>
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		<title>Assisi</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 11:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Italien]]></category>

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		<description><![CDATA[In Italien war vor allem ein Besuch in Rom fällig, das hab ich mir schon seit Jahren gewünscht. Am Weg von Ancona, wo wir mit der Fähre an Land gegangen sind, haben wir noch in Assisi vorbeigeschaut, um dem Heiligen Francesco die Ehre zu erweisen und uns das Pilgertum der Italiener mal anzuschauen.
Wenn man am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Italien war vor allem ein Besuch in Rom fällig, das hab ich mir schon seit Jahren gewünscht. Am Weg von Ancona, wo wir mit der Fähre an Land gegangen sind, haben wir noch in Assisi vorbeigeschaut, um dem Heiligen Francesco die Ehre zu erweisen und uns das Pilgertum der Italiener mal anzuschauen.</p>
<p>Wenn man am Bahnhof von Assisi aussteigt, sieht man schon die wunderbar am Hügel angelegte Stadt. Wir sind nicht in der Stadt selber sondern am Campingplatz im Tal herunten abgestiegen, was sich nachträglich als sehr angenehm erwiesen hat, da wir Ruhe hatten, während oben in der Stadt ein Riesenrummel ablief.</p>
<p>Es war ja das WOchenende mit dem ersten Mai, das Wetter war brilliant und so waren wohl zigtausend Besucher in der Stadt, die sich durch die engen Gassen von Kirche zu Kirche wälzten. WIr sind es entspannt angegangen wie die meisten anderen Laute auch, und sind ohne Stress da hingegangen, wo uns der Weg geführt hat. Die Kirche zum Heiligen Francesco ist sehr sehenswert, mein Lieblingsplatz war aber oben am Hügel bei der alten Festung, wo weniger Leute und dafür viel frische Luft und Weite zu finden waren.</p>
<p>In Assisi wird alles getan, um die Leute bei Laune zu halten, und auch ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Pliger kaufen Devotionalien aller Art, man kann sich mit einem Typen, der als Christus verkleidet ist, gemeinsam fotografieren lassen und seinen Segen empfangen, und vieles mehr. Bei der Vielzahl von Pilgern fällt es einem schon auf, dass sich im Volk der Gläubigen auch gar nicht so wenige Leute befinden, die einen leicht gestörten Eindruck machen und das religiöse Eifern anscheinend nicht so gut vertragen.</p>
<p>Unser Eindruck, der bleibt: Assisi ist ein nettes Städtchen mit schönen Kirchen und einer angenehmen Atmosphäre. Dem Heiligen Franziskus, der ein Rebell war und seine Liebe zur Natur und dieser Welt lebte, würde das heutige Assisi aber mit der Kommerzmaschinerie vielleicht gar nicht so gefallen. Ein Tag hat uns gereicht, der war dafür sehr nett und angenehm.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=43.069144&amp;lng=12.616463&amp;openPostId=1770"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<div id="attachment_1773" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1773" title="p1070597" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070597.jpg" alt="Assisi" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Assisi</p></div>
<div id="attachment_1774" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1774" title="p1070561" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070561.jpg" alt="die Kirche vom Franceso" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Kirche vom Franceso</p></div>
<div id="attachment_1775" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1775" title="p1070573" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070573.jpg" alt="...und die von Clara" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und die von Clara</p></div>
<div id="attachment_1777" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1777" title="p1070568" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070568.jpg" alt="Gedränge in den Strassen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gedränge in den Strassen...</p></div>
<div id="attachment_1778" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1778" title="p1070571" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070571.jpg" alt="...und die Idylle auf meinem Platzl" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und die Idylle auf meinem Platzl</p></div>
<div id="attachment_1779" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1779" title="p1070575" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070575.jpg" alt="der Ort war ein einziges Spettaculo" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Ort war ein einziges Spettaculo</p></div>
<div id="attachment_1781" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1781" title="p1070562" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070562.jpg" alt="Jesus lebt, ganz gewiss!...aber wohl nicht genau in der Form" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Jesus lebt, ganz gewiss!...aber wohl nicht genau in der Form</p></div>
<div id="attachment_1780" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1780" title="p1070559" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070559.jpg" alt="Ende gut, alles gut! " width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Ende gut, alles gut! </p></div>
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		<title>Heimkommen nach Athen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 10:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Aufenthalt in Athen war schon viele Jahre her und fand noch seinerzeit zusammen mit meinen Eltern statt. Ein paart Tage in Athen waren fixer Teil aller unserer Griechenlandreisen. Nicht aufgrund der großen Sehenswürdigkeit der Stadt sondern vor allem deshalb, weil die beste Jugendfreundin meiner Mutter in Athen lebt.
Olga ist waschechte Griechin, hat mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein letzter Aufenthalt in Athen war schon viele Jahre her und fand noch seinerzeit zusammen mit meinen Eltern statt. Ein paart Tage in Athen waren fixer Teil aller unserer Griechenlandreisen. Nicht aufgrund der großen Sehenswürdigkeit der Stadt sondern vor allem deshalb, weil die beste Jugendfreundin meiner Mutter in Athen lebt.</p>
<p>Olga ist waschechte Griechin, hat mit meiner Mutter in Österreich die Schulbank gedrückt und spricht perfekt Deutsch. Gemeinsam mit ihrer Familie haben wir früher viele schöne Reisen durch Griechenland gemacht und bis heute besuchen sie meine Eltern jeden Sommer. Für mich und meine Schwester Sigrid war Olga immer wie unsere griechische Tante, die uns auch stets dementsprechend verwöhnt hat.</p>
<p>Olga gehört also zu meiner Familie. Also war es selbstverständlich für mich, dass unsere Griechenlandreise mit Nane auch nach Athen führen sollte. Olga hat nicht nur über Monate meinen Reiseblog aufmerksam verfolgt (Danke!) sondern war auch schon durch den &#8220;Geheimdienst&#8221; über unser mögliches Anrücken informiert worden. Es folgte eine liebe Einladung via Mail nach Athen, der wir von Arachova aus gerne gefolgt sind.</p>
<p>Was dann kam, war Balsam und wie Heimkommen für uns müde Reisende. Olga hat uns mit dem Auto vom Bus abgeholt, uns ihre gemütliche Wohnung zum Daheimfühlen geöffnet und eigentlich überlassen und uns mit einem offenen Herzen und allen nur erdenklichen griechischen Köstlichkeiten begutet.</p>
<p>Das Anwachsen unserer Speckschichte, welches in Arachova begonnen hatte, wurde in Athen noch beschleunigt, und so konnten wir voller Energie die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erkunden. Für Nane war es das erste Mal in Athen und es hat ihm sehr getaugt. Die Stadt an sich ist auch sehr nett, überall gibt es feine Cafes und die Straßen sind voller Leben und fescher Menschen.</p>
<p>So hatten wir 3 super Tage mit lieben Menschen. Athen ist immer eine Reise wert, ganz klar!</p>
<p>Hier nur ein paar Fotos</p>
<div id="attachment_1758" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1758" title="p1070494" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070494.jpg" alt="die Akropolis von unten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Akropolis von unten</p></div>
<div id="attachment_1759" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1759" title="p1070474" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070474.jpg" alt="Parthenon" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Parthenon</p></div>
<div id="attachment_1760" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1760" title="p1070489" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070489.jpg" alt="und das Erechtheion" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und das Erechtheion</p></div>
<div id="attachment_1761" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1761" title="p1070480" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070480.jpg" alt="Blick über die Stadt, der Hügel rechts ist der Lykavittos" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick über die Stadt, der Hügel rechts ist der Lykavittos</p></div>
<p>AM Lykavittos hat man die beste Aussicht über Athen, außerdem steht dort - wie könnte es anders sein - eine Georgskirche. Die letzte auf dieser Reise, gell Nane!</p>
<div id="attachment_1762" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1762" title="p1070502" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070502.jpg" alt="am Lykavittos" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">am Lykavittos</p></div>
<div id="attachment_1763" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1763" title="p1070501" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070501.jpg" alt="da schaut er, der Nane" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">da schaut er, der Nane</p></div>
<div id="attachment_1764" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1764" title="p1070516" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070516.jpg" alt="in der Taverna mit Olga, Maria und Michalis. Man beachte die Grösse der Steaks" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">in der Taverna mit Olga, Maria und Michalis. Man beachte die Grösse der Steaks!</p></div>
<p>Liebe Olga, noch einmal vielen Dank für deine Gastfreundschaft und Liebe, auch an Maria!Man sieht sich wieder in Griechenland und/oder Österreich.</p>
<p>Sehr zufrieden und um ein paar Kilo schwerer sind wir von Athen direkt nach Patras am Peloponnes gefahren und haben dort eine Fähre bestiegen, die uns über Nacht nach Ancona in Italien gebracht hat.</p>
<div id="attachment_1765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1765" title="p1070518" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070518.jpg" alt="das Tschinaggel" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Tschinaggel</p></div>
<div id="attachment_1766" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1766" title="p1070523" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070523.jpg" alt="das Schiff war leer, der Nane ist sofort eingepennt und hat wohl sein Steak nachverdaut" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Schiff war leer, der Nane ist sofort eingepennt und hat wohl sein Steak nachverdaut</p></div>
<div id="attachment_1767" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1767" title="p1070530" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/06/p1070530.jpg" alt="Sonnenuntergang an Deck" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang an Deck</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=37.9833333&amp;lng=23.7333333&amp;openPostId=1756"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>„Panigyraki“ oder: ein ganzes Dorf feiert in unseren Namen</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 17:59:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Meteora und Delfi hatten wir zwei der vielen großartigen Sehenswürdigkeiten am griechischen Festland gesehen. Doch gilt unser Interesse nicht nur alten Bauwerken, sondern vielmehr den Menschen, ihrer Kultur und dem Leben. All das sollten wir in Arachova weiter kennen lernen. Der 23. April ist der Tag des Heiligen Georgs, nicht nur in Griechenland sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Meteora und Delfi hatten wir zwei der vielen großartigen Sehenswürdigkeiten am griechischen Festland gesehen. Doch gilt unser Interesse nicht nur alten Bauwerken, sondern vielmehr den Menschen, ihrer Kultur und dem Leben. All das sollten wir in Arachova weiter kennen lernen. Der 23. April ist der Tag des Heiligen Georgs, nicht nur in Griechenland sondern auch bei uns. Wie in allen Ländern der Ostkirche wird der Heilige Georg in Griechenland schwer verehrt, er ist sogar Nationalpatron. Arachova feiert ihn besonders, da hier irgendwann in grauer Vergangenheit eine erfolgreiche Schlacht gekämpft wurde, in der mit Hilfe des Heiligen Georgs die Türken zurückgeschlagen wurden. Und ein besonderes Fest dauert in Griechenland nicht einen oder zwei, sondern gleich drei Tage. Da haben wir schon geschaut. Gerade erst war das Ostergrillen vorbei, sollten schon wieder hunderte Lämmer aufgespießt und für drei Tage gefeiert werden.</p>
<p>Wir sind am ersten Tag des Festes mal zaghaft von Delphi mit dem Bus nach Arachova gefahren. Dort drehten sich schon die Lämmer am Feuer, bewacht vom jeweiligen Clanchef und seinen gelehrigen Nachkommen. Der Name des Festes, „Panigyraki“, klingt ja in unseren Ohren schon wie eine griechische Speise und unsere auch kulinarischen Erwartungen sollten nicht unerfüllt bleiben. Wir spazierten durch den Ort und kamen an dutzenden Grillstätten vorbei, wo schon überall die Musik spielte und die Nachbarn bei Wein und kleinen Häppchen zusammenstanden. Ein besonders netter Einheimischer namens Theodoros (kurz Theo) hat uns gleich ordentlich Wein eingeschenkt und uns in sein Haus gezerrt, wo schon die ganze Großfamilie geifernd auf das knusprige Lamm wartete. Mit Theo sprachen wir Englisch, ein großer Teil der Familie sprach aber Deutsch weil eine zeitlang in Deutschland wohnhaft. Außerdem saß Roland aus Kalifornien am Tisch, ein griechisch sprechender Kalifornier, der seit 20 Jahren jedes Jahr zu diesem Fest kam, ein begeisterter Griechenlandfan also, der auch vom Bürgermeister des kleinen Örtchens schon die „Schlüssel zur Stadt“ überreicht bekommen hat.</p>
<p>Das große Essen ging los, es gab genug von allem und es war traumhaft gut. Wir hatten eine Mordsgaudi mit den Griechen! So macht Reisen Spaß! Wir fragten spaßhalber, ob man hier jeden Tag so esse, worauf feist grinsend die Antwort kam: „Nein, nicht jeden Tag…alle drei bis vier Stunden!“. Nachdem uns auch Roland mit vollem Mund erzählt hatte, was hier in den nächsten Tagen noch los sein werde, beschlossen wir, unser Quartier umgehend von Delphi nach Arachova zu verlegen und hier die nächsten 2 Tage zu verbringen. Unsere neuen Freunde freuten sich über unsere Präsenz auch deshalb, weil wir die Namen der Heiligen tragen, die dieser Tage gefeiert werden. Das Fest fängt am 23. April mit Georg an und hört am 25. mit Markus auf. „Yassas, Jorgos und Marcos“, hieß es. Für die Griechen ist der Namenstag übrigens wichtiger als der Geburtstag, also waren wir hier goldrichtig gelandet.</p>
<p>Die nächsten Tage waren super. Der Morgen wurde jeweils mit Böllerschüssen aus riesigen Kanonen am Kirchplatz eröffnet, nach der Messe ging man für den Rest des Tages ans Feiern. Die stämmigen Jünglinge wetteiferten in archaischen Disziplinen wie Steinheben und Seilziehen. Alle anderen begnügten sich mit Zusehen und lukullischen Genüssen.</p>
<p>Das dreitägige Fest gipfelte in der großen Schlußfeier am Kirchplatz. Das ganze Dorf, ca. 2000 Leute trat in griechischer Tracht an. Eine Kapelle spielte alte Hymnen, ein riesiges Festbankett war aufgebaut, wo jeder zu köstlichem Lamm vom Grill, Salat, Feta und vor allem Wein geladen war. Super!</p>
<p>Nach dem stundenlangen Essen, als alle Mägen gefüllt und die Wangen langsam vom Wein gerötet waren, wurde dann der fröhliche Reigen von den Dorfältesten eröffnet. Mit pathetischem Blicke wurde im Rhythmus der Trommel das Lied des Heiligen Georg angestimmt, welches für die nächsten Stunden durchgesungen werden sollte. Die Alten feuerten mit uralten Knarren Freudessalven in die Luft und tanzten zur Musik. Irgendwann bildeten die Jungen ihren eigenen, viel wilderen Reigen und es wurde ordentlich einer abgetanzt. Auch Roland war gut getarnt inmitten der Einheimischen, mit griechischer Tracht. Beim Tanz waren wir leider nur Zaungäste, aber gern gesehene. Dauernd kam ein alter Grieche um mit uns anzustoßen. Wir waren so ziemlich die einzigen Touristen im Ort.</p>
<p>Am Ende des Reigens formierte man sich um die Kirche, umrundete diese gemeinsam dreimal, um dann gemeinsam die 260 Stufen von der Georgskirche ins Dorf hinunter zu schreiten, wo dann auf den Strassen wild und lange in die Nacht hinein weitergetanzt und gefeiert wurde.</p>
<p>Was für ein Fest! Was könnte es auf Reisen besseres geben, was will man mehr?! Es war ein bunter, lebendiger Reigen, ein Tanz, ein freudiges Zusammenkommen von Alt und Jung, Mann und Frau, Musik und Gesang, Speis und Trank sowie Alkohol und Schusswaffengebrauch! Letztere Kombination ist nicht zur Nachahmung empfohlen, ging aber an den besagten 3 Tagen unter dem Schutze Georgs noch einmal gut aus. Das Fest in Arachova und die Gastfreundschaft der Griechen reihten sich in die ganz großen Highlights dieser Reise ein.</p>
<p>Zufrieden bestiegen wir nach Markus´ Namenstag den Bus nach Athen, das ich sehr gut kenne und das für mich persönlich noch stets ein Ort größtmöglicher Gastfreundschaft war…</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=38.4833333&amp;lng=22.5833333&amp;openPostId=1749"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<p>Die sehenswerten FOTOS und vor allem VIDEOS, bitte ich auf Nanes Seite anzusehen, da ich an meinem derzeitigen Aufenthaltsort nichts hochladen kann. <a href="http://www.reisekreise.net">www.reisekreise.net</a></p>
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		<title>Die Meteora Klöster und Delphi</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 17:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

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		<description><![CDATA[Die berühmten Klöster von Meteora waren an den orthodoxen Osterfeiertagen leider geschlossen, also verbrachten wir diese in Ruhe am Campingplatz. Am Dienstag nach Ostern wurde leider das Wetter schlecht und es wurde recht ungemütlich, kalt und nass. Die Klöster haben wir letztendlich nur von außen gesehen, und zwar im Schnellverfahren in einer Regenpause mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die berühmten Klöster von Meteora waren an den orthodoxen Osterfeiertagen leider geschlossen, also verbrachten wir diese in Ruhe am Campingplatz. Am Dienstag nach Ostern wurde leider das Wetter schlecht und es wurde recht ungemütlich, kalt und nass. Die Klöster haben wir letztendlich nur von außen gesehen, und zwar im Schnellverfahren in einer Regenpause mit dem Moped. Dennoch sehr schön, und ich kannte sie ja schon, auch von innen! Einfach faszinierend, wie man hier seinerzeit den bizarren Sandsteintürme Refugien des Glaubens aufgesetzt hat.</p>
<p>Da es nicht mehr zu regnen aufhörte, wollten wir die Schlechtwetterphase zur Weiterfahrt in unsere nächste Station Delphi nutzen. Gerade nach Ostern war es gar nicht einfach ein Busticket zu bekommen und so brauchten wir tatsächlich einen ganzen Tag für die ungefähr 250 Kilometer lange Strecke mit 3maligem Umsteigen. Das Busfahren ist in den weniger entwickelten Ländern, wo die Leute keine Privatautos haben und darauf angewiesen sind, schon viel effizienter als hierzulande und im Rest Europas. Wer den österreichischen Postbus kennt, weiß, was ich meine. Egal! In Delphi sind wir sehr spät angekommen und haben leider nur ein schleißiges Quartier gefunden, wo wir die Nacht richtig durchgefroren haben – wieder einmal! Da hatten wir noch keine Ahnung, was uns in den nächsten Tagen Tolles erwarten wird…</p>
<p>Fixer Programmpunkt war für uns so wie für alle anderen Besucher Delphis die Besichtigung der antiken Stadt mit den Ausgrabungen. Das antike Delphi ist wunderschön an einem sonnigen Südhang gelegen mit Blick über ein Meer von Olivenbäumen bis hinaus zum Golf von Korinth und die alten Griechen sahen dort den Nabel der Welt. Zwischen den namhaften Tempeln des Apoll und der Athene herumspazierend kann man die friedliche und liebliche Atmosphäre in der malerischen Umgebung genießen. Derzeit blüht und grünt auch alles. Das berühmte Orakel von Delphi haben wir weder gefunden noch befragt, es hat ja auch schon seit einem Weilchen keinen Parteienverkehr mehr…</p>
<p>Ich war damals mit meinen Eltern schon in Delphi und der Umgebung, wo wir schöne Zeiten verbracht haben. Speziell in Erinnerung hatte ich ein kleines Bergdörfchen namens Arachova, das ein paar Kilometer bergaufwärts liegt und mir und meiner Schwester damals ganz besonders gefallen hatte. Und gerade dorthin sollte es uns auch diesmal ziehen. Wir hatten zufällig herausgefunden, dass wir wieder mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein könnten. Der Tag nach unserer Ankunft in Delphi war der 23. April, ein wichtiger Tag für die Griechen im Allgemeinen und die Arachovianer im Speziellen…</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=39.7044444&amp;lng=21.6269444&amp;openPostId=1746"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<p>Die sehenswerten FOTOS bitte ich auf Nanes Seite anzusehen, da ich an meinem derzeitigen Aufenthaltsort nichts hochladen kann. <a href="http://www.reisekreise.net">www.reisekreise.net</a></p>
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		<title>Der Ruf des Kaisers und der Flug des Guacamaya</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 16:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>

		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[20.4.2009: heute hat meine liebe Schwester Sigrid Geburtstag, Alles Liebe und weiter so!
Nachdem die Erkenntnis von Samarkand uns erreicht hatte, haben wir kurzen Prozess gemacht. Eine Abschiedsrunde durch die Stadt, den Zug nach Taschkent genommen und ein Flugticket für den nächsten Tag mit Ziel Istanbul gekauft. Istanbul deshalb, weil wir von weiteren möglichen Reisezielen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20.4.2009: heute hat meine liebe Schwester Sigrid Geburtstag, Alles Liebe und weiter so!</p>
<p>Nachdem die Erkenntnis von Samarkand uns erreicht hatte, haben wir kurzen Prozess gemacht. Eine Abschiedsrunde durch die Stadt, den Zug nach Taschkent genommen und ein Flugticket für den nächsten Tag mit Ziel Istanbul gekauft. Istanbul deshalb, weil wir von weiteren möglichen Reisezielen in Asien aufgrund von politischen Verhältnissen und/oder der kommenden Regenzeit Abstand genommen haben, und weil Istanbul einen Riesenflughafen hat, von dem man überall schnell und direkt hinkann.</p>
<div id="attachment_1719" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1719" title="p1070239" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070239.jpg" alt="nichts wie weg!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">nichts wie weg aus Samarkand!</p></div>
<p>In Taschkent haben wir uns erstmal in ein gutes Hotel eingecheckt und uns wieder kultiviert und aufgewärmt. Gscheites Essen haben wir aber in Usbekistan keines mehr bekommen.</p>
<div id="attachment_1720" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1720" title="p1070246" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070246.jpg" alt="schon entspannter in Taschkent" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">schon entspannter in Taschkent</p></div>
<p>Das feine Bett im guten Hotel hat Sehnsucht nach heimatlichem Komfort aufkommen lassen. Das Schönste war aber, als ich den Fernseher eingeschalten und ZDFgefunden habe, wo der Bergdoktor lief. Der Bergdoktor und seine Schmalzgeschichte waren mir sowas von wurscht, aber als ich im Hintergrund des alpinen Doktoralltags dauernd den von mir so geliebten Wilden Kaiser im Sonnenlicht vor blauem Himmel throhnen sah, kamen mir die Freudentränen und es ist seitdem sonnenklar, dass ich den Sommer in der Heimat verbringen werde. Es war noch nie ein Fehler, dem Ruf des Kaisers zu folgen&#8230;und wenn ich an die Speckknödelsuppe auf der Gruttenhütte denke, dann läuft mir das wasser im Mund zusammen&#8230;ich hoffe, dass mein Fuß bis Juni wieder halbwegs heil ist.</p>
<div id="attachment_1742" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1742" title="2770314047_64ffc603aa_o" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/2770314047_64ffc603aa_o.jpg" alt="Gruttenhütte, Kaiserkopf, Ellmauer Halt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gruttenhütte, Kaiserkopf, Ellmauer Halt</p></div>
<p>Was waren wir froh, als wir am nächsten Abend das Flugzeug bestiegen, wo wir – gar nicht verwöhnt – tatsächlich den Flugzeugfraß als echtes Essen wahrnahmen, und wenige Stunden später in Istanbul ankamen.</p>
<div id="attachment_1721" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1721" title="p1070252" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070252.jpg" alt="Good Luck! - ein seltsames Motto für eine Fluglinie" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Good Luck! - ein seltsames Motto für eine Fluglinie, diesmal ging alles gut</p></div>
<p>Wir konnten uns in Istanbulam Flughafen aber für keine Weiterreise irgendwo anders hin entscheiden und gaben uns eine Nacht zum Überschlafen in der Stadt. Wir wollten ja noch eine kleine Reiseetappe einlegen, bevor es einmal heimgeht, eine kurze Internetrecherche hat aber schnell klargemacht, dass wir in die Länder, die da interessant wären, aufgrund der Visabestimmungen nicht kurzfristig hinkönnen.</p>
<p>Doch wir hatten für diesen klaren Fall schon einen sehr guten Plan B im Hinterkopf. Von Istanbul ist es nicht weit nach Griechenland, und was könnte es nach anstrengenden Reisemonaten Besseres geben, als noch ein wenig die schönste Zeit des Jahres, die netten Menschen, das gute Essen und die zivilisierten Verhältnisse im wunderbaren Griechenland zu genießen, bevor man heimfährt.</p>
<p>Also haben wir uns ein Busticket nach Thessaloniki gekauft, Abfahrt 22.00 Uhr. Istanbul zeigte sich uns an diesem perfekten Frühlingstag noch einmal von seiner besten Seite, vollkommen anders als noch 10 Tage vorher, als es doch recht kalt gewesen war. 25 Grad, überall flanierende Menschen, gute Laune, Leute beobachten, Frühling!</p>
<div id="attachment_1724" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1724" title="p1070257" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070257.jpg" alt="auch dem Freak taugt die Sonne - und uns taugen Freaks!" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">auch dem Freak taugt die Sonne - und uns taugt der Freak!</p></div>
<p>Nane und ich sind getrennte Wege gegangen, meiner führte mich in einen Park, der ein buntes Tulpenmeer war, wie ich es noch nie gesehen hatte. Als ich mich zwischen den Tulpenbeeten ins Gras legte, einen tiefen Seufzer der Erleichterung losließ und glücklich in den Himmel schaute, glaubte ich es überhaupt nicht mehr: Als ob das alles nicht schon schön genug gewesen wäre, gesellten sich in das bunte und schöne Bild ein paar grüne Papageien, die da über mir kreisten. Ich wusste ja gar nicht, dass es die in Istanbul gibt, aber es handelte sich um keine Halluzination! Am nächsten Baum hockten noch einige von den lieben Kerlchen und turtelten herum.</p>
<div id="attachment_1722" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1722" title="p1070282" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070282.jpg" alt="Blütenpracht" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blütenpracht</p></div>
<div id="attachment_1723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1723" title="p1070281" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070281.jpg" alt="allen gefällts" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">allen gefällts</p></div>
<div id="attachment_1725" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1725" title="p1070314" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070314.jpg" alt="Papagei" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Papagei</p></div>
<p>So schnell kann´s gehen: Saß ich noch vor weniger als 24 Stunden im kalten und grauen Usbekistan, lag ich jetzt da im höchsten Glück. Der Papagei war ein unerwarteter und sehr schöner Bote für mich. Bei den Maya gilt der Papagei oder Guacamaya, wie er drüben heißt, als der Inbegriff für (nicht nur aber auch äußere) Schönheit, Fülle und Glück. Außerdem ist er das heilige Tier der traumhaften Mayastadt Copan in Honduras, die ein ganz großer Ort des Friedens und Glücks auf dieser Welt ist und die in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz einnimmt.</p>
<div id="attachment_1726" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1726" title="p1020649" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1020649.jpg" alt="Mandala von Copan" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Mandala von Copan</p></div>
<p>In Samarkand hatten wir die Ketten unseres Egos gesprengt und eine Entscheidung getroffen, gegen die Travellerehre und für Fülle und Glück. Der Weg dorthin war letztendlich denkbar kurz, es brauchte nur die Entscheidung dazu. Könnte es womöglich immer so einfach gehen?</p>
<p>Aber es sollte noch besser kommen. Mit dem Nachtbus sind wir quasi im Schlaf nach Thessaloniki gerattert.</p>
<p>Nur am Rande aber trotzdem „interessant“, um neutral zu formulieren: Die Kontrolle an der Eu-Außengrenze hätte nachlässiger nicht sein können. Es musste zwar alle aussteigen und die griechischen Zöllner öffneten die großen, mit allen möglichen riesigen Schachteln und Taschen der griechischen und türkischen Passagiere angefüllten Gepäckräume. Der erfahrene Oberzöllner hatte zwar eine ordentliche Alkfahne, aber seine Erfahrung führte ihn direkt zum aus seiner Sicht einzigen Gepäckstück, das es zu kontrollieren galt: Nanes Rucksack. Während Nane schlaftrunken das Zahlenschloß vom Überzugssack aufgemacht hat, wurde er noch vom Zöllner blöd angemacht. Als dieser dann sah, dass da Nanes Angabe entsprechend tatsächlich ein Rucksack zum Vorschein kam, wurde es ihm eh schon wieder zu langweilig und er gab grünes Licht für den Bus. Die Kontrolle war eine Frechheit, wenn man´s genau nimmt. Wir haben es aber nicht genau genommen und waren froh, dass die Fahrt und der Schlaf wieder weitergehen konnten.</p>
<p>Ja, in Griechenland sollte es noch besser kommen als in Istanbul. Nach der Ankunft gingen wir in ein kleines Kaffee in der Nähe des Bahnhofs…</p>
<p>Man verpasst im Leben nie etwas und es gibt immer eine zweite Chance! Ostern in Usbekistan war zwar ordnungsgemäß gewesen, was das innere Absterben und das Fasten anging…die Auferstehung fand aber nur ganz leise im Inneren statt und konnte nicht würdig gefeiert werden. In der Zwischenzeit sind wir nach Europa heimgeflogen, die Feiern um den glorreichen Rückflug der Osterglocken aus Rom hatten wir aber definitiv verpasst und uns auch damit abgefunden. Eines hatten wir aber nicht bedacht: dass die Glocken der Ostkirche nicht nach Rom, sondern ganz woanders hin fliegen. Ich kann es mir nur so erklären, dass die zu einem weiter entfernten Ort fliegen und deshalb erst eine Woche später heimkommen. Wie dem auch sei&#8230;</p>
<p>Die verdächtig überschwängliche Kellnerin im Kaffeehaus in Saloniki hat uns wohl auf Griechisch “Frohe Ostern“ gewünscht. Bei uns ist der Groschen aber erst gefallen, als 2 Eier in unsern Händen landeten und sogleich vom Ei in der Hand der lauthals lachenden Kellnerin aufgepeckt wurden. Da haben wir auch ohne Griechisch verstanden: „Frohe Ostern“.</p>
<p>Voller Freude sind wir zum Bahnhof und weiter mit dem Ziel Meteora. Im Zug waren viele Griechen, die wohl zu ihren Familien gefahren sind. Wir hatten Traumwetter und es war schön warm. Das ganze Land grünt zurzeit und überall blüht es. Am Olymp sind wir aber vorbeigefahren, denn da oben liegt noch viel Schnee. Überall in den Vorgärten entlang der Eisenbahn saßen die Familien zusammen und auf den straßenseitigen Parkplätzen drehten sich die Lämmer am Grill um die eigene Achse. Manch großer Griechenfamilien scheint dabei ein Lamm nicht genug zu sein, so rotierten vor einigen Häusern auch 3 oder 4 Lämmer synchron.</p>
<p>Als wir gestern im Ort Kalampaka ausstiegen, waren wir erst beeindruckt von den Felsenformationen hier. Der Geruch von Gegrilltem verbreitete geradezu sommerliche Stimmung und die Leute feierten überall fröhlich.</p>
<div id="attachment_1727" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1727" title="p1070299" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070299.jpg" alt="der Nane und ein Osterlamm rechts unten" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Nane und ein Osterlamm rechts unten</p></div>
<p>Wir sind am Campingplatz abgestiegen.</p>
<div id="attachment_1728" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1728" title="p1070318" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070318.jpg" alt="unser Zigeunerlager heute morgen - endlich wieder zelteln" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">unser Zigeunerlager heute morgen - endlich wieder zelteln</p></div>
<div id="attachment_1729" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1729" title="p1070321" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070321.jpg" alt="Blick vom Zelt aus" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Blick vom Zelt aus</p></div>
<p>Es ist hier schon richtig schön warm und die erste Nacht war lau. Der Campingplatz ist voll mit Griechen, die hier im Freien Ostern feiern und viel Spaß haben. Und in mir kommen viele Erinnerungen an die vielen schönen Sommer meiner Kindheit auf, die ich mit meiner Schwester und meinen Eltern auf griechischen Campingplätzen verbracht habe. Griechenland ist doch wie eine zweite Heimat für mich. So wie wir damals immer freudig aufgelebt haben, geht es dem Nane und mir jetzt auch. Das erste griechische Essen in einer kleinen Taverna ist runtergegangen wie Öl! Die Umgebung beeindruckt ähnlich wie in Kappadokien. Die Sonne scheint uns auf den Bauch. Hier geht´s uns so richtig urlaubsmäßig gut, Griechenland war eine gute Wahl, wieder einmal.</p>
<p>Nachdem wir gestern realisiert haben, wo wir hier gelandet sind und wie schön es ist, war es doch kaum zu glauben, dass wir vor nicht mal 48 Stunden noch in Usbekistan und zwischendurch noch in Istanbul gewesen waren. Es fühlt sich an, als wären wir schon Wochen von Samarkand weg…das ist das Faszinierende am Reisen, wie sich die Zeitwahrnehmung ändert! Der Spuk von Usbekistan ist vorbei! Efkaristo!</p>
<div id="attachment_1737" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1737" title="p10703231" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10703231.jpg" alt="Der T-Shirt Spruch mag ja stimmen...die wahren Siege der Zukunft werden aber ohne Schmerz und Kampf stattfinden." width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Mein T-Shirt-Spruch muntert mich auf...trotzdem: unsere Zukunft möge bitte anders aussehen...der Weg des wahren Sieges ohne die Notwendigkeit der Dichte von Kampf und Schmerz...</p></div>
<div id="attachment_1730" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1730" title="p1020652" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1020652.jpg" alt="Gruß vom Guacamaya- aufgenommen von mir in Copan, Nov. 2008" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gruß vom Guacamaya- aufgenommen von mir in Copan, Nov. 2008</p></div>
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		<title>&#8220;Die Lemminge drehen um&#8221; oder &#8220;Die Lehre von Samarkand&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 07:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[ACHTUNG; SUPERLANGER ARTIKEL, KAUM BILDER! NUR FÜR DEN BESONDERS INTERESSIERTEN LESER! VOR ALLEM ZUR EIGENTHERAPIE DES AUTORS GESCHRIEBEN!
Ostern ist vorüber. Seit über einer Woche sind wir jetzt in Samarkand.
Die schönen Sehenswürdigkeiten der Stadt waren doch recht bald besichtigt, das Spaßpotential der einheimischen Bevölkerung schon 2 Meter nach der Ortstafel verbraten und so verbrachten wir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ACHTUNG; SUPERLANGER ARTIKEL, KAUM BILDER! NUR FÜR DEN BESONDERS INTERESSIERTEN LESER! VOR ALLEM ZUR EIGENTHERAPIE DES AUTORS GESCHRIEBEN!</p>
<p>Ostern ist vorüber. Seit über einer Woche sind wir jetzt in Samarkand.</p>
<p>Die schönen Sehenswürdigkeiten der Stadt waren doch recht bald besichtigt, das Spaßpotential der einheimischen Bevölkerung schon 2 Meter nach der Ortstafel verbraten und so verbrachten wir die Osterfeiertage mit dem, was man im morbiden sowie leider zunehmend saukalten und verregneten Samarkand so richtig gut kann: Ruhe geben, sich besinnen und nachdenken – in die eigenen Tiefen hinabsteigen und ein paar kleine Tode sterben (aber nicht im französischen Sinn). Meine-unsere Ostergeschichte:</p>
<p>Erst hatten wir uns einmal vorösterliches Fasten und Schweigen verordnet. Die paar Tage brauchte ich, um wirklich in die Ruhe zu kommen und schließlich einfach nur da sein zu können, ohne ständig etwas tun oder organisieren zu wollen, so wie wir das von den letzten Monaten der Reise gewohnt waren. Diese innere Ruhe habe ich dann doch sehr genossen und als Geschenk angenommen.</p>
<p>Aus der Ruhe heraus wurden dann langsam leise innere Stimmen vernehmbar, die man im sonstigen Trubel einfach überhört, und formten sich wieder zu Gedanken…eine ganz wichtige und im Prozess der letzten Tage lauter werdende dieser Stimmen war die des Zweifels…Eine unpopuläre Stimme, die in unseren „Machergesellschaften“, die uns und unsere geliebte Erde beherrschen und mit ihrem „Machertum“ und dem Verbreiten ihrer Weltbilder fertig gemacht haben, nur gering geschätzt und höchstens den „Schwächlingen“ zugeordnet wird. Dabei ist der Zweifel wertvoll und lebensrettend, wenn man es schafft, ihn als Instanz der Selbstkontrolle und des Hinterfragens im rechten Ausmaß zuzulassen und ins Leben zu integrieren. Eine Übung, die für den willensstarken (Nane) oder gar sturen (ich) Menschen wichtig und schwierig zugleich ist…</p>
<p>Man trifft ja hier an der sagenhaften Seidenstrasse nicht gerade viele Individualreisende. Die, die man trifft, sind aber richtige Hardcoretraveller. Moderne Helden, die ganz Asien gesehen haben (wollen) und sich jetzt auch noch über die komplette Seidenstraße mit dem Rad oder sonstigen freiwillig auferlegten Erschwernissen durchkämpfen wollen und dafür mit eiserner Willenskraft und viel Zeit ausgestattet sind. Wenn man mit denen so redet, merkt man aber relativ schnell, dass da ein Film rennt, in dem man selber nicht gerade eine Hauptrolle spielen wollte. Etwas, was ich bei den Reisesüchtigen oft bemerke und was auch von den Reiseführern und -magazinen etc. noch angeheizt wird, ist der Ehrgeiz und die Gier, alles (gesehen und gemacht) haben zu wollen. Zuerst in einer Stadt, in einem Land, schließlich auf einem Kontinent oder gar der ganzen Welt. Eine unerfüllbare Mission, ein Ritt gegen Windmühlen und dennoch ein Irrsinn, dem viele verfallen, denen daheim die Decke auf den Kopf fällt und die sich eben auf diese Art unter Spannung halten müssen. So trifft man schon hier in Usbekistan Leute, die einem mit irre weit aufgerissenen Augen erzählen, welchen chinesischen Sonntagsmarkt an der Seidenstraße man auf keinen Fall verpassen dürfte, als ob man sonst gar nicht mehr zur Spezies Mensch gehören könnte.</p>
<div id="attachment_1705" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1705" title="p1070074" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070074.jpg" alt="Wir sind ja keine Kamele!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Wir sind aber auch keine Kamele!</p></div>
<p>Da wurde schnell eines klar. Ich unterscheide mich von diesen Reisenden, und der Nane sicher auch, in einem wichtigen Punkt: Für uns ist das Reisen kein Selbstzweck, und das habe ich mir hier noch einmal hinter die Ohren geschrieben. Natürlich könnte man sagen, man reist in die Welt hinein und sammelt am Weg möglichst viele Eindrücke für sich selber und Bilder zum Herzeigen, soweit das Geld reicht, weil Zeit hat man ja eh…aber für mich kommt das nicht in Frage! Dabei gehen einem nämlich immer mehr bunte Fantasien, Reiseziele, Reisewetterdiagramme, Flugzeiten, Wegenetze und Feiertage durch den Kopf, die sich zu einer unlösbaren Optimierungsrechnung verbünden und einem die letzten Gehirnwindungen glätten, sodass man für das „reguläre“ Denken und vor allem das entspannte Sein keinen Platz und für die innere Stimme kein Gehör mehr findet.</p>
<div id="attachment_1706" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1706" title="p1070227" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070227.jpg" alt="und Schafe sind wir auch keine" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und Schafe sind wir auch keine</p></div>
<p>Nur allzu schnell kommt man aber selber in ein Fahrwasser, wo man eine Ahnung bekommt, wie es ist, wenn einen diese Gier und der falsche Ehrgeiz packen. So zu enden war nie unser Ziel, auch wenn wir bei genauem und ehrlichem Hinsehen jetzt doch feststellen mussten, dass vielleicht der eine oder andere Plan für unsere Reise nicht gerade frei von diesen unreinen Antrieben ist bzw. war. Es kommt ja im Leben (ob daheim oder auf Reisen) mehr darauf an, zur richtigen Zeit am richtigen Ort konzentriert präsent zu sein, als auf allen Kirchtagen zu tanzen und sich selber und den eigenen Herzensauftrag dabei aus den Augen zu verlieren. Vielleicht wollen das manche sogar, bewusst oder unbewusst. Wir wollen das aber bewusst nicht.</p>
<p>Natürlich nicht zum ersten mal aber vermehrt ging mir in den letzten Tagen auch durch den Kopf, was da nach dem Reisen kommen soll, und ich sehne mich mehr und mehr danach, dass eine neue sinnvolle Aufgabe bzw. eine Idee in diese Richtung am Horizont auftaucht. Was das sein könnte, darüber denke ich viel nach, denn in den alten Job will ich an sich nicht zurück. Nicht das der so schlecht gewesen wäre, aber da muss es noch was Interessanteres geben, eine neue Herausforderung zum Weiterwachsen…noch Zukunftsmusik…</p>
<p>Vor ein paar Monaten sind wir losgebolzt, der Nane und ich. Mit einem klaren und ehrgeizigen Reiseplan, der noch um einiges früher entstanden war. Die unliebsame und leise-sanfte Stimme des Zweifels wurde aber erst hier in Samarkand zugelassen und gehört. Und bestimmt haben auch die morbide Atmosphäre, die Leere und Weite vor den Toren Samarkands, der nicht enden wollende Regen und das schwer unterkühlte Temperament der Einheimischen (für „Spaß“ gibt es hier womöglich nicht einmal ein Wort, und wenn dann heißt es vermutlich „Vodka“), mit dazu beigetragen, dass Nane und ich die folgende Entscheidung getroffen haben:</p>
<p>Der Rest der Seidenstraße wird storniert, alle anderen zeit-, kraft- und nervenaufwändigen Larifari-Roadtrips auch - scheiß doch der Hund auf die „Traveller-Ehre“!!!</p>
<p>Stattdessen wird gezielt dorthin geflogen, wo man echt gerne hin will und hin gerufen ist. Die Reise wird nicht unnötig lange hinausgezogen sondern auch in Zufriedenheit beendet, wenn kein Konzept für die Zeit danach vorliegen sollte. So wird es jetzt gemacht. Der Nane fliegt ja im Juni wegen einer Hochzeit heim, wahrscheinlich komm ich da mit und gebe mir eine Besinnungs- und Verarbeitungspause in der schönen Heimat. Bis dahin peilen wir wahrscheinlich noch einen ausgewählten Spot an. Welcher das sein wird, hängt von ein paar Dingen ab und wird sich ergeben…schauen wir mal! Im Sommer wird dann vom neuen Standpunkt aus nachgeschaut, ob es eine zweite Reiseetappe geben soll und wohin diese führen könnte. Dann aber dorthin, wo das Herz hin möchte und nicht der Ehrgeiz, die Sensationsgier oder ähnlich trügerische Gespenster, die da in unseren Hirnen rumgeistern.</p>
<p>So sehr wir uns eingebildet hatten, dass wir uns auf unserer Reise maximale Flexibilität erlauben, so schwierig waren dann doch der Prozess und das innere Ringen, bis wir soweit waren und uns von dieser fixen Idee einer außergewöhnlichen, spektakulären und spannenden Reise entlang der Seidenstraße verabschieden konnten. Die Traveller-Krone, um die so viele wie besessen rittern, darf sich gerne wer anders aufsetzen…uns kann dafür kein Stein aus der Krone sondern nur vom Herzen fallen, wenn wir hier umdrehen. Wir sind ja doch Menschen und keine ferngesteuerten Lemminge!</p>
<div id="attachment_1707" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1707" title="p1070224kl" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070224kl.jpg" alt="Lemminge wollen wir auch keine sein!" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">Lemminge wollen wir auch keine sein!</p></div>
<p>Samarkand wurde also für uns zum Wendepunkt und das fühlt sich so richtig gut und friedlich an.</p>
<p>Wir waren hier 9 Tage und 9 Nächte. Acht Tage davon hat es größtenteils geregnet (genauso viel Regentage wie unser Reiseführer für den ganzen Monat April in diesem Land als langjährigen Durchschnitt anführt). Dazu war es ungewöhnlich saukalt, meist wohl unter 10 Grad, wir haben wirklich dauernd gefroren, da auch unser „Zimmer“ weder beheizt noch isoliert war. Der Wind war eisig kalt, die Einheimischen auch. Das Zeug, was die hier Essen nennen, haben wir nur des großen Hungers und des Überlebenswillens ( <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) wegen und nicht ein einziges Mal aus Appetit darauf verzehrt.</p>
<div id="attachment_1703" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1703" title="p1070247" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070247.jpg" alt="BRRR...es wird koit und immer köta" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">BRRR...es wird koit und immer költa</p></div>
<div id="attachment_1704" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1704" title="p1070235" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070235.jpg" alt="unsere Bude!...die Made auf dem Bett ist der Nane im Schlafsack" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">unsere Bude!...die Made auf dem Bett ist der Nane im Schlafsack</p></div>
<p>„Und gerade dieser Ort soll uns gerufen haben? Was zum Henker haben wir hier bloß verloren?“, hatten wir uns gefragt. Die Antwort ist für mich jetzt klar: der Henker von Samarkand musste einfach seinen Scheißjob machen und wir durften uns von ihm unsere eh schon viel zu vernarbten Sturschädel mit einem trockenen Schlag abhauen lassen. Diese waren uns im bisherigen Leben für Job und Uni und die Selbstbehauptung in dieser verrückten Welt sicher sehr hilfreich, die Zukunft darf aber ruhig anders aussehen…</p>
<p>Der Weg nach Samarkand war für uns wohl vorgezeichnet. Ich schätze, wir mussten genau hierher und diese doch lange Zeit unter den recht unwirtlichen Umständen verbringen, damit unsere Sturheit und unser Stolz zerlegt wird und wir uns gestatten, unsere Pläne nicht nur im Kleinen zu ändern sondern unsere starren Konzepte aus fixen Ideen vollkommen einzureißen und ihnen nicht mehr weiter treu zu folgen, wenn die innere Stimme klar hörbar wird und was anderes sagt. Alexander der Große und Dschinghis Khan haben hier in Samarkand gewütet und nicht umgedreht sondern ihre verheerenden Wege der Zerstörung weiter fortgesetzt. Bestimmt ist es ihnen dabei nicht so gut gegangen wie uns jetzt. Dafür werden wir nicht in die Geschichtsbücher eingehen…stattdessen haben wir unseren Blog und schreiben unsere eigene Geschichte… <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das Leben ist erfahrungsgemäß nicht immer nur aus Milch und Honig, sondern manchmal auch wie ein Dahinsiechen in einer grauen, verregneten und saukalten Stadt einer ehemaligen Sowjetrepublik in Zentralasien. Ich glaube aber, dass man im Leben viel öfter die Wahl zwischen Wahrheit und Freiheit auf der einen Seite und zu weit ins Unheil gehenden Kämpfer- oder gar Märtyrertum auf der anderen Seite hat, als man es gelernt hat oder verstehen will…viel zu oft hält der Mensch an längst ausgedienten und nicht mehr der inneren Wahrheit entsprechenden Umständen, Vereinbarungen und Plänen fest und nennt das dann womöglich noch ganz edel „Treue“.</p>
<p>Habe ich mit meiner Reise nicht eine ganz bewusste Wahl getroffen?! Ja! Und dennoch verrennt man sich als Krieger zwischendurch wieder in anderen Wegen, um sich dann zur Erinnerung den Kopf schmerzhaft anzurennen und erneut festzustellen: Die wahre Revolution und Befreiung hat nichts mit heldenhaftem Kampfe zu tun und sie findet vor allem nicht im Außen statt…ganz im Gegenteil…</p>
<p>Fazit: Die Seidenstraße haben wir also nicht „gemacht“, und das hat für mich eine ganz große Bedeutung und macht mich jetzt so froh, dass ich fast gerne ein T-Shirt tragen würde, auf dem drauf steht, wo ich überall <em>nicht</em> gewesen bin. Aber was wäre das denn für ein blödes T-Shirt? Viel schöner ist da schon die Freude darüber, mit wie viel Humor, Leichtigkeit und auch Gelassenheit und Geduld der Nane und ich gemeinsam durch die sehr dichten und zähen letzten Tage gegangen sind, bis wir beide endlich klar sehen und die Entscheidung von Samarkand zusammen treffen und die Lehre freudig annehmen konnten. Juhui!</p>
<p>Meinen Rucksack hab ich hier um ein paar Kilo erleichtert und unser Vermieter freut sich jetzt über eine kleine Reiseführerbibliothek zum Thema Seidenstraße, deren Wert fast eine Verdoppelung der Zimmerpreise und die Verleihung des ersten Sternes rechtfertigen würde. Dafür ist auch mein Herz leichter geworden und einiges an Druck abgefallen. Übrigens werden auch andere Menschen ein wenig durcheinander gebracht hier, wie zum Beispiel Uwe, der unerschütterliche Langzeitreisende aus Hamburg, der die letzte Nacht hier laut hörbar durchgekotzt hat…er reist aber weiter, versteht sich…wie dem auch sei…</p>
<p>Danke, du Stadt mit dem großen Namen SAMARKAND, die Tage hier bleiben unvergessen! Die Reise hierher hat sich voll ausgezahlt, wenn auch so viel anders als erwartet! Danke dem unsichtbaren Henker von Samarkand, dass er nicht gar zu lange herumgefackelt hat. Es hat gar nicht so wehgetan, good job!</p>
<div id="attachment_1708" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1708" title="p1070232" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070232.jpg" alt="beim Abschiedsspaziergang hat es wieder aufgeklart" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">beim Abschiedsspaziergang hat es wieder aufgeklart</p></div>
<p>Bei aller Dankbarkeit aber: wir müssen jetzt endlich weg von hier und uns ein wenig aufwärmen. Adieu Samarkand, adieu Usbekistan, adieu Zentralasien!!!!!!!</p>
<p>Ich nenne den Artikel für mich persönlich auch „Cerro Rico - Machu Piccol - Mujer Mundo – Copan – Mekele – Aquaba – Samarkand…“, dessen Bedeutung versteh aber nur ich, hehehe! Gracias Keme!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=39.6541667&amp;lng=66.9597222&amp;openPostId=1702"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Morbides Samarkand</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 06:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Samarkand und Usbekistan haben natürlich auch dunklere Seiten, die jetzt nicht so im touristischen Fokus stehen. Zum Beispiel ist das Land ist ja ein grauenhafter Polizeistaat, wie man schnell herausfindet. Dieser Artikel bezieht sich aber auf eine ganz spezielle und feinere, dunkle Qualität von Samarkand.
Nachträglich stufe ich Samarkand als den der morbidesten Orte ein, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samarkand und Usbekistan haben natürlich auch dunklere Seiten, die jetzt nicht so im touristischen Fokus stehen. Zum Beispiel ist das Land ist ja ein grauenhafter Polizeistaat, wie man schnell herausfindet. Dieser Artikel bezieht sich aber auf eine ganz spezielle und feinere, dunkle Qualität von Samarkand.</p>
<p>Nachträglich stufe ich Samarkand als den der morbidesten Orte ein, an denen ich jemals war, weit jenseits von Wien, dem diese Energie ja auch nachgesagt wird und das im Vergleich dazu ein Tempel der Lebensfreude ist.</p>
<p>Schon seltsam, dass das erste, was mir nach der Ankunft in Samarkand interessant aufgefallen ist, ein Begräbniszug war, in dem die Einheimischen wehklagend einen Sarg durch die Straßen getragen haben. Da hab ich mir noch nichts dabei gedacht.</p>
<div id="attachment_1693" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1693" title="p1070018" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070018.jpg" alt="mein erstes Foto von Samarkand" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">mein erstes Foto von Samarkand</p></div>
<p>Die historischen Bauten der Stadt sind auch zu einem Großteil Grabesstätten. Mausoleen, soweit das Auge reicht.</p>
<div id="attachment_1694" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1694" title="p10700282" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10700282.jpg" alt="Mausoleum" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Mausoleum</p></div>
<p>Wenn man von unserem Quartier ein paarhundert Meter stadtauswärts ging, kam man zu einer richtigen Totenstadt. Da gibt es eine Mausoleenstraße mit wunderbar prunkvollen Kuppelbauten aus längst vergangen Zeiten.</p>
<div id="attachment_1695" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1695" title="p1070181" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070181.jpg" alt="eine ganze Strasse von Mausoleen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">eine ganze Strasse von Mausoleen</p></div>
<div id="attachment_1696" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1696" title="p1070173" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070173.jpg" alt="schön anzusehen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">schön anzusehen</p></div>
<p>Dahinter ist dann gleich der riesige Friedhof, der sich über die beginnenden grünen Hügel der alten Stadt Afrosiab ausbreitet. Wild verstreute Gräber, wenige davon sind so gepflegt wie die Gräber bei uns daheim gepflegt, da sind hier andere Gebräuchlichkeiten als bei uns. Die Steinmetze werkeln direkt am Friedhof an den Portraits auf den Grabsteinen, nicht wie bei uns mit Laser, alles Handarbeit.</p>
<div id="attachment_1697" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1697" title="dscf6229" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/dscf6229.jpg" alt="von jung.." width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">von jung..</p></div>
<div id="attachment_1698" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1698" title="p1070204" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070204.jpg" alt="bis alt...jeder stirbt irgendwann" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">bis alt...jeder stirbt irgendwann</p></div>
<div id="attachment_1699" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1699" title="p1070225" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070225.jpg" alt="...auch der Kommunismus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...auch der Kommunismus</p></div>
<p>Und Afrosiab ist sowieso ein Riesengrab. Dschinghis Khan hat die Stadt im 13. Jahrhundert zerstört und alle Einwohner der damals schon wichtigen, prunkvollen und großen Handelsstadt umbringen lassen. In den Jahrhunderten ist einfach Gras drübergewachsen und man erahnt unter den grünen Hügeln Strukturen von alten Gemäuern. Ausgrabungen gibt es nur ganz wenige, dafür gibt´s wohl keine Knete. Es rennen nur ein paar Schafherden rum und grasen hier.</p>
<div id="attachment_1700" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1700" title="p1070172" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070172.jpg" alt="Afrosiyab" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Afrosiyab</p></div>
<p>Die Bauten sind ein Spiegel der morbiden Seele Samarkands und seiner Menschen, die extrem ruhig und unterkühlt sind. Man(n) trägt hier ausschließlich schwarz, Frau dunkelrot, nur das Herausblitzen eines weißen Taschentuches deutet schon auf Touristen hin. Auf den Straßen ist nicht viel Leben, obwohl hier 300.000 Menschen wohnen. Nach Sonnenuntergang ist es überhaupt leer. Spaßmässig ist hier nichts los, es gibt keine netten Kaffees oder andere Lokale, keinerlei Entertainment, nur Vodkastuben. Der Vodka scheint übrigens die Motorik des Konsumenten schwer zu beeinträchtigen, dauernd begegnet man Typen, die wie Zombies daherwanken und kaum noch gehen oder stehen können.</p>
<p>Das Wetter hat diese Gesamtstimmung auch noch unterstützt, nach dem zweiten Tag war es nur noch regnerisch und kalt. Da wir nicht wie die meisten Tourigruppen nach einem Tag weiterfuhren, kamen auch wir immer mehr in die hier vorherrschende Stimmung…</p>
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		<title>Sehenswertes Samarkand</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 06:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Samarkand wird besonders von Busgruppen mit reiferen Europäern stark besucht. Dabei haben die meisten Gruppen einen bis zwei Tage Zeit, um sich die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchgang anzusehen. Wir sind alles ein wenig langsamer angegangen, schließlich hatten wir für Samarkand zumindest eine Woche eingeplant, da wir uns hier auch erholen und besinnen wollten.
Doch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samarkand wird besonders von Busgruppen mit reiferen Europäern stark besucht. Dabei haben die meisten Gruppen einen bis zwei Tage Zeit, um sich die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchgang anzusehen. Wir sind alles ein wenig langsamer angegangen, schließlich hatten wir für Samarkand zumindest eine Woche eingeplant, da wir uns hier auch erholen und besinnen wollten.</p>
<p>Doch wenn man die Stadt erst einmal zu begehen anfängt, dann kann man gar nicht anders, als sich alles anzuschauen. Wohin man geht, kommt man zu wunderbaren Mädressen (das sind alte Koranschulen), Mausoleen und Moscheen. Wahre Meisterwerke der orientalisch-islamischen Baukunst mit perfekten Proportionen und wunderbarer Ornamentik. Muy fascinante!</p>
<div id="attachment_1663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1663" title="p1070158" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070158.jpg" alt="noch einmal der Registan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">noch einmal der Registan</p></div>
<div id="attachment_1665" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1665" title="p10701821" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10701821.jpg" alt="Selbiger bei Nacht" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Selbiger bei Nacht</p></div>
<div id="attachment_1667" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1667" title="p10700281" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10700281.jpg" alt="Timurs Mausoleum" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Timurs Mausoleum</p></div>
<div id="attachment_1668" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1668" title="p1070029" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070029.jpg" alt="himmlische Kuppeln" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">himmlische Kuppeln</p></div>
<div id="attachment_1669" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1669" title="p1070144" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070144.jpg" alt="und Minarette-der Schrecken der FPÖ" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">und Minarette-der Schrecken der FPÖ</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1670" title="p1070055" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070055.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1671" title="p1070058" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070058.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1672" title="p1070121" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070121.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Samarkand hat eine 2750 Jahre lange und sehr bewegte Geschichte. Alexander der Große eroberte und verwüstete die alte Stadt, die damals noch Afrosiab hieß. Dschinghis Khan zerstörte im 13. Jahrhundert das alte Afrosiab vollkommen, auf dessen Boden bis heute nicht mehr gesiedelt wurde und nur eine weite, hügelige Graslandschaft sichtbar ist.Ich hab mich dort vor den Toren der Stadt gerne in ruhe zurückgezogen und hatte schon am zweiten Tag einen erklärten Lieblingsplatz bei einem kleinen Mausoleum.</p>
<p>Im 15. Jahrhundert wurde unter dem Herrscher Timur die Stadt Samarkand im neuen Glanz errichtet, direkt anschließend an die Ruinen von Afrosiab und viel prunkvoller als die alte Stadt jemals war. Timur eroberte ein weites Reich und unterdrückte die Bewohner seiner Länder. Dafür ließ er mit dem erbeuteten Reichtümern und dem Blut und Schweiß der Menschen die meisten der wunderbaren Bauten errichten, die das heutige Samarkand so faszinierend machen. Aus allen Ländern wurden Baumeister, Handwerker, Theologen, Astronomen und Gelehrte nach Samarkand gebracht, sodass die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren von Kultur und Bildung seiner Zeit wurde. Das wird dem Timur heute noch hoch angerechnet, dass er bei all seiner Tyrannei ein Förderer der Künste und Intelligenz war.</p>
<p>Die schönen alten Bauten Samarkands wurden und werden erst in den letzten 15 Jahren mithilfe der UNESCO wieder restauriert und zugänglich gemacht.</p>
<div id="attachment_1673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1673" title="p1070025" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070025.jpg" alt="der weiße Löwe- allgegenwärtiges Wappentier der Stadt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der weiße Löwe- allgegenwärtiges Wappentier der Stadt</p></div>
<div id="attachment_1674" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1674" title="p1070023" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070023.jpg" alt="Timur- &quot;der Lahme&quot;" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Timur-&quot;der Lahme&quot;</p></div>
<div id="attachment_1675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1675" title="p1070047" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070047.jpg" alt=" in Timurs Mausoleum - überall Gold" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text"> in Timurs Mausoleum - überall Gold</p></div>
<div id="attachment_1676" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1676" title="p1070102" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070102.jpg" alt="Blick aus dem Minarettfensterchen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Blick aus dem Minarettfensterchen</p></div>
<div id="attachment_1679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1679" title="p10701762" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10701762.jpg" alt="deutailreiche Bauten" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">detailreiche Bauten</p></div>
<div id="attachment_1680" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1680" title="p1070169" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070169.jpg" alt="immer wieder Kuppeln" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">immer wieder Kuppeln</p></div>
<div id="attachment_1681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1681" title="p1070187" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070187.jpg" alt="die riesige Moschee" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die riesige Moschee</p></div>
<p>Lange nach Timur kam dann der Russe zum Teilen und Herrschen nach Zentralasien. Um die alten Gebäude konnte er sich nicht so viel annehmen, stattdessen wurde ein neuer Stadtteil für die zugesiedelten Menschen aus dem russischen Kerngebiet erbaut. Für uns auch einmal interessant zu sehen und exotisch. Bemerkenswert, mit welch großem Flächenaufwand die Sowjets gebaut haben. Die Plätze sind riesig und die Straßen so breit, dass gleich mehrere sowjetische Militärparaden parallel darauf stattfinden können. Genug Platz für die paar alten Ostblockseifenkisten und die neuen koreanischen Minivans, die den öffentlichen Verkehr abwickeln.</p>
<p>Sehr sehenswert und wie in jeder Stadt ein Zentrum des öffentlichen Lebens ist auch in Samarkand der Markt, wo alles Mögliche verhökert wird. Es gibt hier vor allem alle möglichen Früchte, Nüsse, frisches Gemüse, duftende Gewürze und leckeres Brot. Lauter leckere Zutaten, aus denen man viel Gutes zaubern könnte. Leider sollten wir nicht so lange brauchen um festzustellen, dass die Usbeken in kulinarischer Hinsicht keine besonders großen Zauberer sind. Schade.</p>
<div id="attachment_1682" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1682" title="p1070082" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070082.jpg" alt="Besenverkäuferin" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Besenverkäuferin</p></div>
<div id="attachment_1683" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1683" title="p1070084" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070084.jpg" alt="Wurscht" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Man sieht den Fleischer vor lauter Würsten nicht</p></div>
<div id="attachment_1684" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1684" title="p1070083" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070083.jpg" alt="Manche haben nur eine Handvoll Kartoffeln zu verkaufen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Manche haben nur eine Handvoll Kartoffeln zu verkaufen</p></div>
<p>abseits des Marktes:</p>
<div id="attachment_1685" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1685" title="p1070010" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070010.jpg" alt="posieren" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">posieren</p></div>
<div id="attachment_1686" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1686" title="p1070027" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070027.jpg" alt="Schulklassen beim Frühlingsputz im Parks" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Schulklassen beim Frühlingsputz im Parks</p></div>
<div id="attachment_1687" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1687" title="p1070063" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070063.jpg" alt="ein wichtiger Job hier - Kuppelputzer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein wichtiger Job hier - Kuppelputzer</p></div>
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		<title>Landung in Zentralasien</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 18:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Usbekistan]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag zu Mittag war es endlich soweit und wir durften eine weitere Etappe unserer Reise starten. Wir waren ja nach Istanbul gekommen, weil wir von dort einen günstigen Flug zu unserer nächsten Wunschdestination gefunden hatten: Usbekistan.
Warum Usbekistan? Gute Frage. Genau kann man das nicht sagen, da wir keine Ahnung hatten, wie es in Zentralasien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag zu Mittag war es endlich soweit und wir durften eine weitere Etappe unserer Reise starten. Wir waren ja nach Istanbul gekommen, weil wir von dort einen günstigen Flug zu unserer nächsten Wunschdestination gefunden hatten: Usbekistan.</p>
<p>Warum Usbekistan? Gute Frage. Genau kann man das nicht sagen, da wir keine Ahnung hatten, wie es in Zentralasien wohl sein würde. Was wir wussten, war, dass die sagenhafte Seidenstraße seinerzeit hier durchging, dass hier ein paar der ältesten und einst reichsten Städte der Welt mit fantastisch-märchenhaften Namen zu finden sind, und dass die ehemaligen Sowjetrepubliken seit dem Zerfall der Union mit neuem Selbstbewusstsein auftreten und mehr oder weniger auch für Reisende offen sind.</p>
<p>So haben wir uns ahnungslos ins Flugzeug gesetzt und sind abgehoben, Richtung Taschkent, Usbekistans Hauptstadt mit 2 Mio. Einwohnern.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1650" title="p10609641" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10609641.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Ein Visum hatten wir schon, einen Reiseführer auch. Dieser war aber noch unangetastet, als ich ihn im Flugzeug zum ersten Mal öffnete und kurz darauf friedlich eingeschlafen bin.</p>
<p>Am Flughafen waren wir überraschend schnell durch die gefürchtete Bürokratie durchgekommen und schon standen wir auf der Straße in Taschkent. Wie immer ist die Landung in einem fremden Land mit Spannung verbunden und die ersten Stunden sind die schwierigsten, es sei denn, man wird abgeholt und gleich in einen sicheren Hafen ala Hilton oder Hotel Mama gebracht, was bei uns klarerweise nicht der Fall war…Die Landung in Usbekistan war besonders schwierig, um nicht zu sagen beschi§$en. Am Flughafen gibt es keinen Bankomaten oder Wechselstube, wo man wenigstens ein wenig Geld bekommen könnte, die Taxifahrer sind lästig wie sonst auch überall und zerren einen am Ärmel herum, bis man fast aus der Haut fährt, aber das schlimmste war, dass kein Mensch ein Wort Englisch und man selber kein Wort Russisch srFechen geschweige denn die Schrift lesen kann.</p>
<p>Ich hab einem Taxifahrer gestikuliert, dass wir Geld brauchen würden, und das hat ihm das Zauberwort „Bankomat?“ entlockt. Hassan hieß er und war ab sofort unser Chaffeur. Als wir in die breiten aber unbeleuchteten Sowjet-Boulevards Taschkents einfuhren, waren wir nicht darauf eingestellt, dass unser gemeinsamer Weg mit Hassan länger als 10 Minuten dauern würde. Doch leider ist das mit den Bankomaten hier nicht so einfach. Mit Hassan auch nicht. Die unglaublich weiten Plätze und Strassen der verregneten Stadt waren leer und zappenduster, genauso schaut es leider auch in Hassans Hirn aus. So fuhren wir von A nach B und von C nach D, zwar alles auf Hassans Rechnung aber vor allem auf Kosten unserer Nerven. Irgendwann bekamen wir im Intercontinental Hotel von einem Bankomaten ein paar Dollarscheine ausgespuckt, die es dann zu wechseln galt. Hassan fuhr mit uns in Hoffnung einer fetten Provision zu den Strassenwechslern. Als wir aber für 400 Dollar einen 10 cm hohen Geldstapel ins schlecht beleuchtete Wageninnere geschoben bekamen (der größte usbekische Geldschein ist ca. 40 Eurocent wert), wurde uns die Sache doch zu heiß und wir haben die Aktion abgeblasen. Hassan fuhr kreuz und quer und dachte wohl nach, wie er doch noch zu seinem Stück vom Geldwechselkuchen kommen könnte, was wohl soviel von seinem Arbeitsspeicher brauchte, dass er sich in den Strassen nicht mehr zurechtfand. Irgendwann nach mehreren Stunden Odyssee und Geldauftreiben kamen wir zu dem „Hotel“, wo wir hinwollten und bezogen ein echt schräges Zimmer, riesengroß, ausgeschmückt mit Schnickschnack, Tapeten, Vorhängen und einem Teppichboden, dass jeder Stauballergiker sofort Selbstmordgedanken bekommen muss.</p>
<div id="attachment_1652" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1652" title="p1060986" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060986.jpg" alt="jede Menge &quot;Gjeld&quot;" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">jede Menge &quot;Gjeld&quot;, Gegenwert 120 Euro</p></div>
<div id="attachment_1654" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1654" title="p1070005" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070005.jpg" alt="aber wo bitte sind wir hier gelandet?" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">aber wo bitte sind wir hier gelandet?</p></div>
<p>Die Matratzen hingen durch, als ob sich ein nervenkranker Zirkuselefant jahrelang darauf im Kreis gedreht hätte. Saukalt war es. Nachdem wir noch erschreckt festgestellt hatten, was wir Teppen uns da antun, während sich der Rest der Travellerwelt Halligalli, Tuttifrutti und Remmidemmi in Südostasien, Brasilien oder der Karibik gibt, sind wir vollkommen erschöpft eingepennt.</p>
<p>Doch als Vollprofiwanderer weiß man, dass es auf einer speziellen Wanderung so wie auf der Lebenswanderschaft immer wieder kleine moralische Tiefpunkte gibt, die auch gleich immer den Beginn des nächsten Aufschwunges darstellen. „Positiv denken!“, hörte ich im Geist meinen Vater sagen, der ein wahrer Großmeister dieser schwierigen Disziplin ist. (Strastvuitje Dowaresch!)</p>
<p>In diesem Sinne haben wir uns am nächsten Morgen aufgerafft und sind auf die Strasse raus, die bei Tageslicht und ohne Regen gleich viel netter war. Außerdem wollten wir direkt das Ziel ansteuern, dessen großartiger Namen uns in diese so unbekannte Ecke der Welt gelockt hat. Die Tafel am Bus verraet es dem, der der kyrillischen Schrift mächtig ist.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1653" title="p1060994" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060994.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Die Busfahrt dauerte 6 Stunden und wieder einmal war es der Bus, wo man dem Einheimischen nach einiger Zeit einfach näher kommt. Die Menschen in Usbekistan (Usbeken, Tadschikvn, Kirgisen, Kasachen, Russen, etc.) sind ja in der Masse nncht gleich so besonders nahbar wie zum Beispiel in Afrika oder Mittelamerika. Die haben hier auch mit den Fremden schon genug mitgemacht (Araber, Perser, Mongolen, Russen, etc.), und so blieb das große Lächeln erst einmal aus. Aber im Bus wurde es dann schon sehr nett, obwohl die Verständigung sich auf die Zeichensprache beschränkte. Die Leute hier lernen anscheinend von klein auf bis zu 6 (!) verschiedene Sprachen, die in der Region wichtig sind, Englisch zählt aber erst in letzter Zeit ein wenig dazu. Irgendwann stieg eine junge Englischlehrerin ein, die sich gleich auf uns stürzte um ein wenig Englisch zu üben, was sie (ehrlich gesagt) auch dringend nötig hatte. Aber nett war sie und sie hat für den halben Bus gedolmetscht und Fragen übersetzt.</p>
<p>Die Leute waren sehr scharfsinnig, aber den Fragen nach waren wir wohl die ersten Reisenden, mit denen sie jemals gesprochen haben…Wer wir sind? Woher wir kommen? Was wir wollen? Ob wir Geld haben oder hier Arbeit suchen? Wo unser Geld herkommt? Was wir für Handys haben? Was, gar keine? Wer uns schickt, unser Präsident vielleicht? „Hauptsache keine Russen!“, dürften sie sich letztendlich gedacht haben…Da haben sich wieder einmal verschiedene Welten begegnet!! Wir waren auskunftsfreudig und offen, dafür wollten sie uns gleich alle in ihr Haus einladen, die Englischlehrerin wollte uns zu der Hochzeit mitnehmen, zu der sie unterwegs war und wo anscheinend 400 Leute zum Feiern zusammenkommen sollten. Das klang ja alles interessant, doch wir haben hier die Pflicht uns lückenlos in Hotels einzuschreiben (Usbekistan ist ein Polizeistaat mit aller Bürokratie und Korruption, die dazugehören), also sind wir mal weitergefahren zu unserem eigentlichen Ziel, wo wir gestern angekommen sind.</p>
<p>Cusco, Lhasa, Varanasi, Jerusalem, Timbuktu…es gibt ein paar besondere Orte auf der Welt, deren Erwähnung fantastische Bilder und Vorstellungen in einem hervorrufen, ohne das man dort gewesen sein muss oder irgendeinen Anspruch an den Realitätsbezug der Bilder stellt. Eine dieser Städte hat uns hierher gerufen und endlich sind wir da, in der Stadt, in der die Märchen aus 1000 und einer Nacht erzählt wurden, der einst reichsten Stadt der Seidenstraße, die im Laufe ihrer Jahrtausende alten Geschichte immer wieder von fürchterlichen Despoten und Zerstörern der Marke Dschingis Khan und co. heimgesucht wurde und erst in den letzten Jahren seit der Unabhängigkeit Usbekistans wieder aus dem Staub aufersteht:</p>
<p>Das sagenumwobene <strong>SAMARKAND</strong>!!!</p>
<div id="attachment_1655" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1655" title="p1070012" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070012.jpg" alt="der Registan von Samarkand, eine von vielen Sehenswuerdigkeiten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Registan von Samarkand heute Morgen </p></div>
<div id="attachment_1656" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1656" title="p1070079" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1070079.jpg" alt="die Stadt, in der sogar das Brot legendaer (gut) ist" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Stadt, in der sogar das Brot legendaer (gut) ist</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=41.3166667&amp;lng=69.25&amp;openPostId=1647"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Istanbul-Kurzbesuch in Europa</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 06:34:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach Istanbul sind wir vor ein paar Tagen in der Früh gekommen. Ich kannte die Stadt schon von einem Kurztrip vor ein paar Jahren und hab mich gefreut, wieder hier her zu kommen. Vor allem jetzt, um noch einmal ein wenig europäische Atmosphäre zu geniessen.
Genau das haben wir auch getan. Leider bekamen wir die europäische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Istanbul sind wir vor ein paar Tagen in der Früh gekommen. Ich kannte die Stadt schon von einem Kurztrip vor ein paar Jahren und hab mich gefreut, wieder hier her zu kommen. Vor allem jetzt, um noch einmal ein wenig europäische Atmosphäre zu geniessen.</p>
<p>Genau das haben wir auch getan. Leider bekamen wir die europäische Kälte mit dem Wind dazugeliefert.</p>
<p>Wir machten nicht zuviel Sightseeing, der Nane hat ein wenig mehr angeschaut, weil zum ersten mal da. Ich wollte vor allem wieder in die Hagia Sofia, die ein besonders großartiges Bauwerk ist. Heute fliegen wir ein kleines Stück ostwärts und dafür haben wir uns noch ein wenig entspannt hier, ich hab mich dazu neu eingekleidet, das tut auch gut. Istanbul ist ja eine sehr moderne Stadt mit vielen ebensolchen Menschen. Die Bilder aus Istanbul kennt eh jeder, deshalb nur zwei an dieser Stelle. Demnächst wird es wieder ein bißchen spannender für uns, heute fliegen wir weiter, zu einem Ziel, das schon lange laut ruft und auf das wir uns sehr freuen.</p>
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<div id="attachment_1643" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1643" title="p1060930" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060930.jpg" alt="Hagia Sofia" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Hagia Sofia</p></div>
<div id="attachment_1644" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1644" title="p1060958" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060958.jpg" alt="das könnte genausogut am Naschmarkt sein" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">das könnte genausogut am Naschmarkt sein</p></div>
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		<title>Frühling im magischen Kappadokien</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 21:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Ziel unseres Weges von Syrien in die Türkei war ja vor allem Istanbul, da wir von dort einen günstigen Flug zu unserer nächsten, weiter entfernten Destination gefunden haben. Dorthin hätten wir aber auch von Israel aus günstig fliegen können, nur haben wir uns entschieden, doch noch ein wenig im Nahen Osten zu bleiben. Von Syrien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ziel unseres Weges von Syrien in die Türkei war ja vor allem Istanbul, da wir von dort einen günstigen Flug zu unserer nächsten, weiter entfernten Destination gefunden haben. Dorthin hätten wir aber auch von Israel aus günstig fliegen können, nur haben wir uns entschieden, doch noch ein wenig im Nahen Osten zu bleiben. Von Syrien hatten wir uns ja ein wenig mehr erwartet, wir waren auch aufgrund der Habibisättigung nicht mehr so empfänglich für das an sich schöne Land und die Leute. Die Belohnung für unsere Reisemühen und die drei Grenzübertritte sollten wir in der Türkei, ganz genau in Kappadokien finden.</p>
<p>Der Ruf dorthin war ganz klar zu vernehmen und so sind wir ihm gefolgt. Wir fühlten uns vor allem von den berühmten Landschaftsbildern aus der Gegend angezogen, vielleicht haben uns aber auch die alten Väter des Urchristentums gerufen, die sich einst in Kappadokien zurückzogen und vor ihren Verfolgern versteckt hatten, sodass diese Gegend zu einem bedeutenden Zentrum der frühen Christenheit wurde. Es gibt 3 bedeutende Heilige aus der Gegend und manchmal liest man auch vom Heiligen Georg, dass er aus der Gegend gekommen sein soll.</p>
<p>Wie auch immer, wir sind hingefahren und nach Einbruch der Dunkelheit im berühmtesten Ort, Göreme, gelandet. Göreme ist ein kleines Örtchen, das eine besondere Dichte der für Kappadokien typischen &#8220;Zipfelmützen&#8221; aus Tuffstein aufweist, die von den Urbewohnern durchlöchert und zu höhlenartigen Behausungen umfunktioniert wurden. Viel der Höhlen wurden in der jüngeren Geschichte zu Hotels und Pensionen umgebaut, sodass man als Tourist in teilweise sehr feinen Höhlen absteigen kann, die jeden erdenklichen Luxus bieten.</p>
<p>Wir sind im Quartier mit dem passenden Namen &#8220;Flintstones Cave Hotel&#8221; gelandet, wo uns gleich der supernette Gastgeber Mehmet empfangen und eingewiesen hat. Mehmet verwaltet ca. 70 Betten mit allem möglichen Standards, vom Schlafsaal bis zur Höhlensuite mit Whirlpool und allen Tanz. Uns hat er für die erste Nacht zum Spezialpreis ein nettes Zimmer gegeben, mit der Vorwarnung, dass die Heizung nicht so gut gehen würde. Mit unseren Daunenschlafsäcken war uns das wurscht und so haben wir uns das Höhlenfeeling gegeben. Das Aufstehen in der Früh war dann aber schon zäh. Am Fenster waren die Eisblumen, draussen lag der Schnee, der in den Tagen davor gefallen war und die Kälte im unbeheizten Höhlenzimmer lud einfach nicht zum Aufstehen ein. Der Mehmet hat uns aber gleich voll nett weitergeholfen und uns ein super Frühstück hergestellt.</p>
<p>Da das Haus relativ voll war, hat er uns angeboten, dass wir doch quasi zum Selbstkostenpreis bei ihm in seinem doch ausreichend geräumigen Zimmer auf den 2 freien Betten pennen können. Naja, der Vermieter wird wohl bei sich wenigstens ordentlich einheizen, haben wir uns gedacht und das günstige Angebot gerne angenommen.</p>
<div id="attachment_1613" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1613" title="p1060875" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060875.jpg" alt="Fred lässt grüßen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Fred lässt grüßen</p></div>
<div id="attachment_1614" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1614" title="p1060876" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060876.jpg" alt="wir mit Mehmet, unserem super aufmerksamen Host" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">wir mit Mehmet, unserem super aufmerksamen Host</p></div>
<p>Der Mehmet war lange als Touristenführer in der Gegend aktiv und hat uns gleich einmal ein Programm für die nächsten Tage vorgeschlagen, was wir anschauen könnten und was sich nicht so auszahlt&#8230;viel gute Infos für uns, die wir ohne Reiseführer unterwegs sind. Die meisten Leute schauen sich ja Kappadokien einmal aus dem Ballon an, worauf wir als gebrannte Kinder Westthebens verzichtet haben. Wir wollten die wunderbare Gegend, die wohl zu den verspieltesten Landschaften der Welt gehört, vor allem zu Fuß erschließen und erleben.</p>
<div id="attachment_1616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1616" title="p10607651" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10607651.jpg" alt="sicher nicht übel- aber ohne uns" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">sicher nicht übel- aber ohne uns</p></div>
<p>Das schönste in Kappadokien war für uns, dass genau mit unserer Ankunft der Frühling ausgebrochen ist. Der Schnee, der gerade noch gefallen war, wurde von der warmen Sonne weggeputzt und so konnten wir uns gleich auf eine wunderbare Frühlingswanderung machen. Der erste Weg führte zum ortsansässigen Freilichtmuseum mit den vielen Steinkirchen und Höhlen, die die alten Christen vom 3. bis ca. 11. Jahrhundert in den weichen Tuff-Fels geschlagen haben. Kein Lalibela, aber doch sehr beeindruckend! Am Weg dorthin hat sich ein kleines Hündchen zu uns gesellt, dass wir aufgrund der eines uns bekannten Artgenossen &#8220;Balu&#8221; nannten. Balu war gefrässig wie sein Verwandter und bekam von uns ein paar Kekse, worauf er uns für den Rest des Tages treu blieb. Er ging mit uns in jede einzelne der ca. 15 Felsenkirchen mit hinein, was für uns und die anderen Besucher echt voll witzig war.</p>
<div id="attachment_1617" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1617" title="p1060852" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060852.jpg" alt="Höhlen von außen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Höhlen von außen</p></div>
<div id="attachment_1618" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1618" title="p1060768" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060768.jpg" alt="Felsenkirchen von innen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Felsenkirchen von innen</p></div>
<p>Eine Höhlenkirche schien aber zur Falle für Balu zu werden. Eine steile Eisenleiter führte zum Eingang der Höhle rauf. Balu konnte den Weg hinauf gerade noch meistern, doch als es nach der Besichtigung wieder runtergehen sollte, blieb er laut winselnd stehen. Hätte sich der Nane nicht um das Viech erbarmt, wäre es wahrscheinlich heute noch da oben, die Einheimischen sind nämlich keine besonders großen Hundefreunde, der Hund ist ja laut Mohammed unrein, wobei die Türken das beiweitem nicht so genau nehmen wie die Araber. Das Video von Balus Rettung ist auf Nanes Page www.reisekreise.net unter &#8220;Videos&#8221; zu sehen, der link zu Nanes Seite steht rechts außen.</p>
<p>Nach dem Museumspflichtbesuch, der sehr lohnenswert war, ging es für uns ans eigentliche Vergnügen, das Naturerlebnis. Und dieses war wunderbar, die Landschaft ist so schön, die Formen und Farben des Gesteins sind so vielfältig und bizarr, man wandert alleine und in Ruhe herum. Der Zeitpunkt unseres Daseins war ideal, die Natur war im Frühlingserwachen, wie schön war das für uns nach all der Wüste und den Städten und den stressigen Habibis! Die Landschaft ist höchst inspirierend und, so hart das Leben der alten Bewohner hier im kalten Winter und dem heißen Sommer gewesen sein muß, der Frühling hier ist ein Traum.</p>
<div id="attachment_1619" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1619" title="p1060800" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060800.jpg" alt="Mein Lieblingsfoto-damit sollte alles gesagt sein!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Mein Lieblingsfoto-damit sollte alles gesagt sein!</p></div>
<div id="attachment_1621" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1621" title="p10607581" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10607581.jpg" alt="Im Love Valley-doch eher männliche Formen" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Im Love Valley-doch eher männliche Formen</p></div>
<div id="attachment_1622" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1622" title="p1060856" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060856.jpg" alt="dann wieder weibliche Formen - der Nane hat sich gleich instinktiv drauf gestürzt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">dann wieder weibliche Formen - der Nane hat sich gleich instinktiv drauf gestürzt</p></div>
<div id="attachment_1623" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1623" title="p1060811" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060811.jpg" alt="Eine Quellhöhle- nur einer von vielen magischen Orten hier" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Eine Quellhöhle- nur einer von vielen magischen Orten hier</p></div>
<div id="attachment_1624" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1624" title="p1060786" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060786.jpg" alt="einfach verspielt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">einfach verspielt</p></div>
<div id="attachment_1626" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1626" title="p10608581" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p10608581.jpg" alt="ganz frische Schwertlilie-iris sibirica" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ganz frische Schwertlilie-iris sibirica</p></div>
<p>Das Wandern war ein Traum, am Abend waren wir hundemüde, das Foto beweist es:</p>
<div id="attachment_1627" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1627" title="p1060853" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060853.jpg" alt="is er nit liab?...der Barney Geröllheimer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">is er nit liab?...der Barney Geröllheimer</p></div>
<p>Am zweiten Tag haben wir uns eine der vielen unterirdischen Städte angeschaut, die es hier in Kappadokien überall gibt. Diese wurden vor allem von den Urchristen zum Unterschlupf vor den Verfolgern genutzt aber auch schon davor. Teilweise fanden darin bis 30.000 Leute Platz. Sehr beeindruckend!</p>
<div id="attachment_1628" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1628" title="p1060833" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060833.jpg" alt="underground" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">underground</p></div>
<div id="attachment_1629" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1629" title="p1060828" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060828.jpg" alt="Festung" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Festung</p></div>
<div id="attachment_1630" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1630" title="p1060843" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060843.jpg" alt="die Vulkane hier gehen bis 4000 Meter rauf" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Vulkane hier gehen bis 4000 Meter rauf</p></div>
<div id="attachment_1631" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1631" title="p1060827" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060827.jpg" alt="Überblick über die typische Landschaft" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Überblick über die typische Landschaft</p></div>
<p>Am dritten Tag sind wir wieder wandern gewesen, getrennt voneinander, jeder für sich zum genießen. Irgendwann hab ich dann den Nane erspäht, wie er ganz gespannt auf einer Blumenwiese saß.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1632" title="p1060865" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060865.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>ja, und das hat der Nane beobachtet:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1633" title="p1060867" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060867.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Kappadokien war ein traumhaftes Geschenk für uns nach all den harten Araberstädten und ist bestimmt für jeden Europäer einen Besuch wert. Wie erholt und zufrieden sind wir abgereist! Weiter nach Istanbul mit dem Nachtbus.</p>
<div id="attachment_1634" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1634" title="p1060879" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/04/p1060879.jpg" alt="im Bus nach Istanbul" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">im Bus nach Istanbul</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=38.6486111&amp;lng=34.8638889&amp;openPostId=1612"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Das Shawerma heißt plötzlich Kebab – nicht schlecht!</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern sind wir von Aleppo frühmorgens aufgebrochen und planmäßig über die türkisch-syrische Grenze gegangen. Die Syrer machen einem dabei das Ausreisen schwerer als die Türken das Einreisen, was doch ungewöhnlich ist. Normal ist ja jedes Land ungeschauter froh, wenn es Landstreicher wie uns schnell los wird…Die Türken wollen ja in die Eu und so haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern sind wir von Aleppo frühmorgens aufgebrochen und planmäßig über die türkisch-syrische Grenze gegangen. Die Syrer machen einem dabei das Ausreisen schwerer als die Türken das Einreisen, was doch ungewöhnlich ist. Normal ist ja jedes Land ungeschauter froh, wenn es Landstreicher wie uns schnell los wird…Die Türken wollen ja in die Eu und so haben sie uns auch bereitwillig aufgenommen.</p>
<p>Wie im letzten Bericht geschrieben, haben wir aufgrund chronischer Habibisättigung einen Tapetenwechsel dringend nötig gehabt. Auf unserem Weg von Aleppo zur türkischen Grenze haben wir ein wenig gemutmaßt, ob es wohl jetzt einen merklichen Unterschied zwischen Syrien und der angrenzenden Türkei geben würde, und wie der wohl aussehen könnte. Wir mussten uns eingestehen, dass wir keine Ahnung hatten, immerhin fuhren wir in einen weit abgelegenen Teil der Türkei, der weitab der in Österreich bekannten Reiseziele liegt, und dessen Botschafter in Österreich ja nicht immer einen besonders fortschrittlichen Eindruck machen (Man möge mir diese subjektive Einschätzung verzeihen!). Wir haben uns sogar drauf eingestellt, dass es womöglich erst einmal lumpiger werden  könnte als in Syrien.</p>
<p>Die erste Stadt nach der Grenze ist Antakiya, wo wir zum Busbahnhof mussten, um weiter Richtung Landesinneres zu fahren. Schon am Busbahnhof jedoch fanden wir uns in einer anderen Welt wieder. Alles ist sauber, gut organisiert, die Leute sind aufmerksam und hilfsbereit und vor allem viel ruhiger und entspannter als gerade noch bei den Arabern. Wir setzten uns in einen erstklassigen Bus, wo wir von einem fast schon zu aufmerksamen Steward mit allen möglichen Gimmicks überrascht wurden. Die freundlichen Sitznachbarn rückten alle paar Minuten kleine Köstlichkeiten rüber und freuten sich wie wir über die komfortable Reise. Die Straßen sind von ausgezeichneter Qualität, alles bestens! Wir haben uns gleich sehr wohl gefühlt und so schräg es klingen mag: wenn man von der anderen (der asiatischen) Seite in die Türkei kommt, dann fühlt es sich fast an, als ob man heimkommen würde, so groß ist der Unterschied zu Syrien. Naja, und die türkischen Speisekarten kann ich als ehemaliger Bewohner Ottakrings ja sowieso rauf und runter beten. So haben wir uns am ersten Busbahnhof gleich einmal ein gepflegtes Döner Dürüm rein gezogen…wie daheim <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ! Das Essen im Bus ist aber strengstens verboten, genauso wie das Handytelefonieren und alles andere, was die Fahrt für die Mitreisenden unangenehm machen könnte. Der Steward war ein gestrenger Wächter der Ordnung und hatte erst einmal einiges zu tun, bis wir und alle anderen Passagiere, die gerade noch im wilden Syrien waren, verstanden haben, was für ein Wind in seinem Bus weht.</p>
<p>Ja, wir waren positiv überrascht. Auch von der vorbeiziehenden Landschaft: saftige Wiesen und Felder, weite Orangen- und Olivenhaine, nette Dörfer, hie und da ein Blick zum Meer und auf der rechten Seite unglaublich hohe Berge voller Schnee. Ich weiß auch nicht, aber ich hätte mir alles viel popeliger vorgestellt. Der Weg führte auch durch unglaublich große Städte, zum Beispiel Adana, wo das Meer der Wohnbunker so weit reicht wie das Auge. Von den 80 Millionen Türken leben 75 Prozent in den Städten, 16 Millionen alleine in Istanbul. Richtung Istanbul fuhr auch unser Bus, jedoch haben wir einen Zwischenstopp im schönen und am Weg liegenden Kappadokien eingeplant. Irgendwann sind wir von der Küste landeinwärts gefahren, bis wir einen Stopp in den verschneiten Bergen gemacht haben, saukalt war es da oben. Die Berge reichen bis über 4000 Meter rauf. Wir waren froh, als es wieder nach unten ging und wir im schneefreien Aksaray rausgeschmissen wurden. Die Sonne ging unter und es wurde saukalt, als doch noch ein Bus kam, der uns nach Kappadokien brachte. Dort bezogen wir im bekannten Ort Göreme ein höhliges Quartier mit dem passenden Namen „Flinstones Cave Hotel“. Ende eines langen, anstrengenden aber interessanten Reisetag.</p>
<p>Die Fotos sind eher bescheiden, weil aus dem Busfenster geschossen.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=36.2067&amp;lng=37.1436&amp;openPostId=1603"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1604" title="p1060720" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060720.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1605" title="p1060718" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060718.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1606" title="p1060728" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060728.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1607" title="p1060738" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060738.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1608" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1608" title="p1060747" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060747.jpg" alt="Vulkan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Vulkan</p></div>
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		<title>Wuestenstadt Palmyra</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 19:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[Palmyra ist wohl die prominenteste unter Syriens Touristenattraktionen. Es handelt sich dabei um eine Jahrtausende alte Handelsstadt mitten in der Wüste, vier Busstunden nordöstlich von Damaskus und - wie wir auf der Landkarte gesehen haben- gar nicht mehr weit vom Irak entfernt.
In Palmyra gibt es vor allem eine ca. 2000 Jahre alte Tempelstadt zu besichtigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Palmyra ist wohl die prominenteste unter Syriens Touristenattraktionen. Es handelt sich dabei um eine Jahrtausende alte Handelsstadt mitten in der Wüste, vier Busstunden nordöstlich von Damaskus und - wie wir auf der Landkarte gesehen haben- gar nicht mehr weit vom Irak entfernt.</p>
<p>In Palmyra gibt es vor allem eine ca. 2000 Jahre alte Tempelstadt zu besichtigen, die wahrlich riesigen Ausmaßes und mit unzähligen Tempelgerippen und endlos langen Säulenreihen bestückt ist. Der Baal-Tempel (Baal war die lokale Hauptgottheit hier im Orient, bevor sich das Christentum ausgebreitet hat) hier gilt als eine der größten altertümlichen Tempelanlagen weltweit. Außerhalb der Tempelstadt gibt es noch das Tal der Gräber, in welchem ca. 300 mehr oder weniger verfallene Grabtürme zu sehen sind. Wenn ich mich nicht täusche, dann wurde Palmyra erst von den Assyrern, dann von den Griechen und schließlich von den Römern er- und ausgebaut. Zerstört wurde das alte Palmyra, welches eine wichtige Handelsstadt auf der Seidenstraße war, durch ein Erdbeben, das war so um 1100 n. Chr.</p>
<p>Wir sind am Nachmittag mit dem Bus in die ca. 50.000 Einwohner zählende Stadt eingefahren und haben uns gleich einmal die außerhalb der Stadt auf einem Hügel gelegene<br />
Festung angeschaut, auch um einen Überblick zu bekommen, was unten auf der Ebene so alles herumsteht. Da ist man schon mal beeindruckt, wenn man die Ausmaße der Tempelstadt sieht. Die ruhige und friedliche Atmosphäre auf der Festung, das Abendlicht und der Sonnenuntergang waren traumhaft schön und wir sind voller Vorfreude auf den nächsten Tag der Besichtigung schlafen gegangen.</p>
<p>Am nächsten Morgen sind wir gleich einmal mit dem Taxi in das Tal der Gräber gefahren, wo die Turmgräber und ein paar unterirdische Gräber zu besichtigen sind. Da tauchten auch ganz unvermutet einige Busgruppen auf, mit denen wir die Besichtigungsfreude teilen mussten. Danach haben wir uns den großen Tempel angeschaut, und nach einem feinen Mittagsschläfchen sind wir noch mal im Säulenwald spazieren gegangen, als auch ein ordentlicher Sandsturm aufkam, der noch die ganze Nacht wüten sollte. Palmyra hat beeindruckt und war den Abstecher in die Wüste definitiv wert.</p>
<p>Heute Morgen sind wir Richtung Aleppo, einer großen Stadt im Norden des Landes aufgebrochen, wo wir jetzt übernachten. Morgen wollen wir in die Türkei vordringen, es wird echt Zeit, dass wir hier wegkommen. Ansonsten droht die Habibimüdigkeit in eine allgemeine Reisemüdigkeit überzugehen. Wir lechzen nach einem Tapetenwechsel!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=34.5473&amp;lng=38.2789&amp;openPostId=1583"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_1584" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1584" title="p1060588" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060588.jpg" alt="die alte Stadt von oben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die alte Stadt von oben</p></div>
<div id="attachment_1585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1585" title="p1060575" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060575.jpg" alt="das Tal der Graeber von oben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Tal der Graeber von oben</p></div>
<div id="attachment_1586" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1586" title="p1060607" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060607.jpg" alt="Sonnenuntergang" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1587" title="p1060621" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060621.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1588" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1588" title="p1060667" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060667.jpg" alt="Die alte Stadt-hinten die Festung" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die alte Stadt-hinten die Festung</p></div>
<div id="attachment_1589" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1589" title="p1060664" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060664.jpg" alt="Baaltempel-links vorneder kleine Nane" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Baaltempel-links vorne der kleine Nane</p></div>
<div id="attachment_1590" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1590" title="p1060638" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060638.jpg" alt="Turmgrab-Grabturm" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Turmgrab-Grabturm</p></div>
<div id="attachment_1591" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1591" title="p1060647" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060647.jpg" alt="Beduinenzerg verkauft Souvenirs" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Beduinenzerg verkauft Souvenirs</p></div>
<div id="attachment_1592" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1592" title="p1060651" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060651.jpg" alt="die Mame auch" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">die Mame auch</p></div>
<div id="attachment_1593" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1593" title="p1060655" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060655.jpg" alt="Skulptur im Grab-Kopf wie immer abgeschlagen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Skulptur im Grab-Kopf wie immer abgeschlagen</p></div>
<div id="attachment_1594" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1594" title="p1060669" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060669.jpg" alt="Familienausflug" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Familienausflug</p></div>
<div id="attachment_1595" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1595" title="p1060674" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060674.jpg" alt="der Sandsturm kommt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Sandsturm kommt</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1596" title="p1060685" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060685.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1597" title="p1060691" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060691.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
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		<title>Damaskus und die Habibi-Sättigung</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 19:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[In Damaskus ist Gott sei dank alles relativ übersichtlich, obwohl es sich um eine 5 Millionen Einwohner Stadt handelt. Die interessante Altstadt ist mit einer alten Stadtmauer umgeben und nicht zu groß. Es gibt nur eine Hand voll echter Sehenswürdigkeiten und es geht mehr darum, das gesamte Feeling aufzunehmen und über die bunt duftenden Märkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Damaskus ist Gott sei dank alles relativ übersichtlich, obwohl es sich um eine 5 Millionen Einwohner Stadt handelt. Die interessante Altstadt ist mit einer alten Stadtmauer umgeben und nicht zu groß. Es gibt nur eine Hand voll echter Sehenswürdigkeiten und es geht mehr darum, das gesamte Feeling aufzunehmen und über die bunt duftenden Märkte zu spazieren. Vorab sei schon mal gesagt, dass die Syrer wirklich sehr freundliche Leute sind, die freundlichsten Araber, die uns bisher begegnet sind, knapp gefolgt von den Jordaniern und weit vor den Ägyptern. Die Freundlichkeit der Leute korreliert natürlich immer gegenläufig zum dem Grad der touristischen Erschließung, und in Syrien ist nicht viel los verglichen mit den anderen genannten Ländern. Das liegt auch daran, dass der George W. Bush Syrien noch zu den Schurkenstaaten gezählt hat. Tatsächlich geht es hier sehr ruhig zu und die Leute freuen sich über Besuch aus dem Ausland.</p>
<p>Als Touristen fühlen wir uns hier sehr wohl. Das Essen sucht seinesgleichen und ist super günstig, überall begegnet man hilfsbereiten, interessierten und netten Leuten. Also wurde uns nicht zuviel versprochen. Damaskus ist eine sehr belebte Stadt und interessant für den Besucher. Vor allem, wenn man frisch aus Europa eingeflogen kommt, hat man sicher tolle Eindrücke an jeder Ecke. Für uns, die wir uns jetzt schon seit über 2 Monaten zwischen den Arabern aufhalten (ein paar Tage im mehrheitlich jüdischen Israel ausgenommen), sieht die Sache schon ein wenig anders aus, und die Begeisterung hat sich mittlerweile auf knapp über Einheimischenmaß eingependelt. Bei all der Freude über das gute Essen in den echt schönen Lokalen und die angenehme Atmosphäre im Innenhof der großen Moschee mussten wir in Damaskus feststellen, dass uns das Leben unter den Habibis (Habibi heißt Freund auf arabisch) doch schon ziemlich auf die Nerven geht.</p>
<p>Zum einen sind da Massen von extrem rüpelhaften Autofahrern, die einen ungeschauter über den Haufen schieben würden, wenn man nicht auf die Seite springt. Noch viel schlimmer ist aber der allgegenwärtige Lärm. Die Menschen hier scheinen diesbezüglich nicht nur unempfindlich zu sein, nein, sie brauchen den Lärm anscheinend sogar, denn wenn gerade keiner herrscht, dann machen sie ganz schnell einen. Hierfür scheint es hierzulande neben den extrem stimmgewaltigen Männerkehlen (Herumschreien ist die gängigste Form des Lärmens) extra laut aufgetunte Handys zu geben, aus denen krachend-schrill die grausamsten „Musiken“ in voller Lautstärke schallen. Das schlimmste für uns ist aber, dass das öffentlichen Leben und das Straßenbild rein männlich dominiert sind. Ja, wie müsste man da veranlagt sein, dass einem das auf Dauer nicht voll auf den Magen schlägt? Eine raue Männerwelt, die einen an den Rande des Erträglichen bringt, an dem ich ja in Ägypten auch schon mal war, bevor wir im letzten Moment vor dem Nervenkollaps die Felucca bestiegen haben und erholsam den Nil runtergeschippert sind…</p>
<p>Wir haben uns Damaskus 2 Tage lang angeschaut und im Großen und Ganzen doch genossen. Richtig aus den Socken gehauen hat es uns nicht mehr, haben wir doch genug Märkte und Moscheen gesehen in den letzten Monaten. Es hat außerordentlich viel geregnet und so haben wir recht viel Zeit beim Abschnarchen im Quartier verbracht, sehr angenehm und nach den anstrengenden letzten Wochen auch höchst notwendig. Immerhin war ich verletzt, verkühlt und die von uns angesteuerte Quartierskategorie in Israel eher schleißig. Das gute Abschnarchen und das delikate und vielseitige Essen haben uns am meisten gefreut. In Damaskus haben wir den Beschluss gefasst, dass wir unser Syrienprogramm abkürzen müssen, weil das Feuer nicht mehr genug brennt, um länger zu bleiben. Lieber wollen wir zügig Richtung Türkei kommen, uns vor allem das lässige Istanbul reinziehen, um dann von dort möglichst bald zu neuen Abenteuern und Eindrücken abzuheben.</p>
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<div id="attachment_1572" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1572" title="p1060508" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060508.jpg" alt="modernes Damascus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">modernes Damascus</p></div>
<div id="attachment_1573" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1573" title="p1060519" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060519.jpg" alt="diegrosse Moschee von aussen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">die grosse Moschee von aussen</p></div>
<div id="attachment_1574" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1574" title="p1060522" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060522.jpg" alt="Innenhof Moschee" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Innenhof Moschee</p></div>
<div id="attachment_1575" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1575" title="p1060539" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060539.jpg" alt="die Glaeubigen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Glaeubigen</p></div>
<div id="attachment_1576" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1576" title="p1060543" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060543.jpg" alt="Freiraum fuer die Kinder" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Freiraum fuer die Kinder</p></div>
<div id="attachment_1577" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1577" title="p1060512" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060512.jpg" alt="schoene Lokale-gutes Essen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">schoene Lokale-gutes Essen</p></div>
<div id="attachment_1578" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1578" title="p1060553" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060553.jpg" alt="Gedraenge in der Altstadt" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Gedraenge in der Altstadt</p></div>
<div id="attachment_1579" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1579" title="p1060557" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060557.jpg" alt="Typisch: Amyschlitten und fotoscheue Frauen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Typisch: alte Amyschlitten und fotoscheue Frauen</p></div>
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		<title>&#8220;Nemsa good, Nemsa“ – von Jerusalem nach Damaskus</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 09:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

		<category><![CDATA[Syrien]]></category>

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		<description><![CDATA[23.3.09.: Heute war wieder einmal Reisetag angesagt. Unser Ziel war es, von Jerusalem aus nach Syrien zu fahren. Da dieses Land mit seinem Nachbarn in einem ständigen Unfrieden steht, wird grundsätzlich jedem die Einreise untersagt, der schon mal in Israel gewesen ist. Es gibt in Syrien aber einiges zu sehen, vor allem auch ein Volk, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>23.3.09.: Heute war wieder einmal Reisetag angesagt. Unser Ziel war es, von Jerusalem aus nach Syrien zu fahren. Da dieses Land mit seinem Nachbarn in einem ständigen Unfrieden steht, wird grundsätzlich jedem die Einreise untersagt, der schon mal in Israel gewesen ist. Es gibt in Syrien aber einiges zu sehen, vor allem auch ein Volk, das für seine Freundlichkeit und Gastfreundschaft weit bekannt ist. Die Hauptstadt Damaskus soll ja überhaupt eine der schönsten Städte des Nahen Ostens sein. Einige Gründe also, die Reise nach Syrien zu wagen.</p>
<p>Dass mit einem Israelstempel im Pass nichts gehen würde, haben wir gewusst. Das wissen aber auch die Israeli, und wenn man sie anbettelt, dann kriegt man den Stempel auch nicht in den Pass sondern auf ein Extrapapier. Das ist uns zumindest gelungen. Weiters wurde uns gesagt, dass man ja alles, was auf einen Besuch in Israel hinweist, verstecken oder noch besser gar nicht mithaben sollte, falls es zu einer Gepäckskontrolle kommt. Wir haben unser Gepäck und alle Hosensäcke durchforstet und alle möglichen Sachen weggeschmissen, das meiste eh nur Müll. Des weiteren haben wir uns für eine etwaige Befragung eine Geschichte zusammengereimt, was wir in den letzten Wochen getan haben. Und dann haben wir uns noch hinter die Ohren geschrieben, dass wir jetzt wieder mit „Salaam“ und nicht mit „Shalom“ zu grüßen haben, das wär nämlich der ärgste Fauxpas und ein sicheres Rückfahrticket.</p>
<p>So haben wir uns auf den Weg gemacht, zuerst mit dem Araberbus bis zur Grenze, nach einer Stunde Weiterfahrt nach Amman. Amman ist eine Riesenstadt, die kaum ein Ende zu haben scheint. Weil sie aber nicht besonders sehenswert sein soll, haben wir uns nicht aufgehalten und ein Sammeltaxi organisiert, das uns gemeinsam mit 2 Landsmännern Gaddafis für wenig Geld nach Damaskus bringen sollte. Unser Fahrer ist bis zur Grenze verdächtig oft stehen geblieben und in irgendwelche Shops entlang der Strecke gegangen, bei denen massig Taxi- und Busfahrer aus- und einwuselten. Warum? Das sollte sich noch herausstellen…</p>
<p>Bei der Grenze ging es relativ einfach. Wir hatten zwar in allen Reiseführern gelesen, dass an der Grenze normal kein Visum ausgestellt wird, und es einfach auf „gut Glück“ versucht. Mit dem Risiko, unter Umständen abgewiesen zu werden und wieder den ganzen Weg mit allen Barrieren und Kosten zurück nach Israel fahren zu müssen. Ja, die Auseinandersetzung mit möglicher Zurückweisung und Misserfolg führt nie zum Erfolg, das gilt in vielen Lebenssituationen. Heute waren wir erfolgreich, denn es hieß wieder einmal wie schon so oft: „Nemsa, good, Nemsa!“ Ein Spruch, über den wir uns schon länger amüsieren und den wir in den arabischen Ländern die ganze Zeit hören, denn hier sind wir Österreicher (Nemsa heißt Österreich) recht beliebt. Vielleicht weil der Hitler aus Österreich gekommen ist, den mögen sie nicht ungern. Vielleicht aber auch, weil wir ein neutrales Land sind, dass mit niemandem aneckt und seit Jahrzehnten schweigsame Regierungschefs hat, die den Ball möglichst flach halten und nie ihre Pappn aufmachen. Vielleicht aber nur deshalb, und das wäre der schönste Grund, weil wir im Großen und Ganzen (oder sagen wir im Bundesdurchschnitt) keine unguten Typen sind. Wie auch immer, wir haben auch noch nicht ausprobiert, wie beliebt wir sind, wenn wir mal kein Geld mehr eingesteckt haben. In diesem Sinne soll es ruhig noch länger „Nemsa good“ heißen.</p>
<p>Wir bekamen also ein Visum und konnten einreisen, die Zöllner hatten gerade einen Tee in der Hand und überhaupt gar keine Zeit für irgendwelche Kontrollen. Da hätten sie aber weniger uns erwischt als vielmehr unseren Fahrer. Denn ein paar Kilometer hinter der Grenze hielt der wieder an, diesmal im nirgendwo, wo schon eine Rostschüssel und ein paar Typen auf uns warteten. Ein paar Minuten dauerte es, dann waren aus diversen Verstecken in unserem Auto so viele Zigarettenstangen hervorgezaubert, dass zwei riesige Plastiksäcke dafür kaum ausreichten. Die Typen nahmen die Tschigg entgegen und lachten lauthals. Das war also des Pudels Kern, illegale Nebengeschäfte!</p>
<p>Es fällt mir übrigens auf Reisen auf, dass Vermieter und Chauffeure aller Art oft astreine Repräsentanten der Unterwelten sind. Taxifahrer sind sowieso weltweit Betrüger, das ist normal. Aber das Wort „Unterweltler“ bezieht sich manchmal auch nur auf die Ausstrahlung oder die Erscheinung eines Menschen, die ja auch mit der energetischen Konstellation zusammenhängen mag. Ich registriere das dann immer mit Humor und denke mir einfach, dass das wohl gut ist, wenn ein Fahrer einen „guten Draht“ zu den immateriellen Unterwelten hat, und dass sich daraus auch ein guter Schutz aus eben diesen Welten ergibt, den man gerade beim vielen Herumfahren dringend braucht.</p>
<p>Die Araber rauchen sowieso soviel, dass einem echt das Grausen kommt. Und in diesem Fall stimmt die Verallgemeinerung! Unser Taxifahrer hat auch alles daran gesetzt mich mit seinem Rauch zu quälen, dazu kam ein Gedudel aus den Boxen, dass mir gleich noch mehr übel wurde. Erst als ich bei 150 km/h auf der Autobahn das Fenster auf- und nicht mehr zugemacht habe, ist mir leichter geworden, weniger Rauch und Rauschen statt „Gesang“.</p>
<p>Was waren wir froh, als wir nach diesem anstrengenden Reisetag nach Damaskus kamen. Irgendwann haben wir ein schleissiges Zimmerchen gefunden, alle Hotels hier sind ausgebucht. Dazu haben wir noch registriert, dass unser Gepäck im Kofferraum des zweiten Taxi, das uns dann in der Stadt zum „Hotel“ gebracht hat, wieder mal in einer Benzin- oder Ölpfütze gelegen haben muss. In Damaskus regnet es noch dazu und es ist kalt und ungemütlich, das Hotelzimmer ist eine Katastrophe, wie sie ärger nicht sein könnte. Dennoch gehen wir davon aus, dass in den nächsten paar Tagen die Belohnung für den anstrengenden Weg hierher auf uns warten wird. Einen Weg, den nur wenige Reisende in dieser Form absolvieren. Es gibt nur sehr wenige Leute, die beide Länder besuchen, und in dieser Reihenfolge macht es wohl so gut wie niemand. Wir haben es geschafft und es hat sicher irgendeinen Grund, warum es sich durch Guntis Besuch und meine Verletzung für uns so ergeben hat, dass wir zuerst nach Israel fahren mussten, bevor wir nun hierher konnten.</p>
<p>Wir haben uns übrigens die Frage gestellt, ob man nur den Zöllnern oder auch den normalen Leuten verheimlichen muss, dass man in Israel war. Ich hab gleich mal den Test mit dem Taxifahrer gemacht und ihm gesagt, dass wir gerade aus „Palästina“ kommen, dabei hab ich das Land eh beim araberfreundlichen Namen genannt. Was dem dann durch den Kopf gegangen ist, kann ich nicht sagen, aber meine Worte konnte er wohl in keiner Weise einordnen. Er hat nur dumm dreingeschaut und langsam gestammelt: “Pa…le…stine????????“</p>
<p>Ja, so ist das hier, wo die Grenzen leider noch echte Grenzen sind. Wir haben heute zwei davon hinter uns gebracht. Fotos gibt´s davon keine, die wären auch nicht spektakulär…</p>

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		<title>Jerusalem-&#8221;Shabat Shalom&#8221;, &#8220;Jesus-Maria&#8221; und &#8220;Allah u Akbar&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 20:52:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag hatten wir ja ordentlich gefeiert und einen aufgegossen, der Nanito und ich. Der Donnerstag ist hier auch der Ausgehabend, für die weniger Religiösen auch der Freitag, aber eher doch der Donnerstag. Weil: am Freitag fängt der Shabbat an, der Tag der Ruhe und der inneren Einkehr.
Der moderne Jude verbringt den Shabbat gerne mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag hatten wir ja ordentlich gefeiert und einen aufgegossen, der Nanito und ich. Der Donnerstag ist hier auch der Ausgehabend, für die weniger Religiösen auch der Freitag, aber eher doch der Donnerstag. Weil: am Freitag fängt der Shabbat an, der Tag der Ruhe und der inneren Einkehr.</p>
<p>Der moderne Jude verbringt den Shabbat gerne mit der Familie beim gemeinsamen Müßiggang und gutem Essen, soweit ich das vor einer Woche noch im Norden miterleben durfte. Ja, und Jerusalem ist halt die Hochburg der Orthodoxen, die hier nahe am ehemaligen Tempel umgeben von den Arabern die Stellung halten (mal ganz neutral formuliert). Für uns ist es natürlich spannend und interessant, die orthodoxen Juden in ihrem doch sehr speziellem Outfit durch die Straßen flitzen zu sehen. Ich weiß ja nicht, wo der Begriff der &#8220;jiddischen Hast&#8221; herkommt und vielleicht ist es auch besser so, aber: wenn man hier in Jerusalem so unterwegs ist, dann fällt einem schon auf, dass es die Kerle oft ganz schön eilig haben im Vergleich zu den modernen Menschen und den Arabern. Letztere sind im Durchschnitt nur halb so schnell, dafür aber 10 mal so laut. So jetzt reichts schon wieder, Klischees beiseite, Erlebnisbericht her!</p>
<p>Ich bin am Freitag Abend nach meinem Nachmittagsschlaferl auf Futtersuche gegangen. Da die jüdischen Geschäfte schon zuhatten, am Shabbat darf ja nicht mit Geld hantiert werden, bin ich beim Damaskustor Richtung Muslimviertel raus und hab mir dort einen ordentlichen Falafelteller einverleibt, während die Sonne unterging. Als ich das Lokal verließ, fiel mir ein nicht enden wollender Strom von orthodoxen Juden auf, die da beim Damaskustor reindüsten. Die haben ja auch ihre eigenen Wohnviertel außerhalb der Stadtmauern. Da kamen ganze Familien daher, vor allem aber Männer und Burschen, Junge und Alte, in allen verschiedenen traditionellen Aufmachungen. Das ist ja für uns an sich schon eine interessante Geschichte, da die Erscheinung der Männer mit ihren Bärten, Zöpfen und Gewändern in dieser Fülle schon sehr exotisch für uns ist. Also hab ich mal in Ruhe den Menschenstrom beobachtet. Sicher mit mehr Interesse als die Soldaten, die ein paar Meter weiterstanden und wohl eher gelangweilt ihrem Job nachgingen.</p>
<div id="attachment_1547" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1547" title="p1060433" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060433.jpg" alt="Soldaten, ein fixer Teil des Straßenbildes" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Soldaten, ein fixer Teil des Straßenbildes</p></div>
<div id="attachment_1548" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1548" title="p1060435" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060435.jpg" alt="das muss einer der Chefs sein" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das muss einer der Chefs sein</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1549" title="p1060436" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060436.jpg" alt="" width="500" height="281" /> <img class="aligncenter size-full wp-image-1550" title="p1060434" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060434.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Tja, da bin ich aber auch irgendwann neugierig geworden, wo die alle hinwollen, und hab mich in den Strom eingeklinkt. Relativ schnell ist mir klargeworden, wo es hingeht: zur Klagemauer, logo, der größten und wichtigsten Outdoor-Synagoge der Welt. Der Weg dahin führt direkt durchs Muslimenquartier, es standen gestern merklich mehr Soldaten herum als sonst. Die Kluft zwischen den Juden und den Arabern ist schon sehr gross. Und ich habe auch von jungen Juden, die schon mit wenig Angst alle Teile der Welt durchreist haben, gehoert, dass es echt Situationen gibt, wo ihnen der hasserfuellte Blick der Araber das Fuerchten gelehrt hat. Auf jeden Fall schauen die Orthodoxen bei ihrem Gang durch das Muslimviertel wenig links und rechts und werden wohl von der Polizei bewacht.</p>
<p>Als ich bei der Klagemauer ankam, war ich schon sehr beeindruckt, was da abläuft. Der ganze Platz ist gerammelt voll mit Leuten, unzählige Rabbiner bieten ihr Service an und der Gottesdienst läuft sehr unhomogen ab. Viele kleine Grüppchen machen da ihr jeweil eigenes Ding. Kinder spielen und tollen herum, Leute diskutieren, Soldaten schwenken Fahnen. Manche sind alleine und in der Ruhe, vorne an der Mauer wird gebetet, weiter weg von der Mauer wird oft sehr ausgelassen und mit viel Spaß getanzt, gesungen und geklatscht, eine sehr sympatische Ausdrucksform der Verehrung des Göttlichen. So viel Spaß würde man den manchmal etwas steif wirkenden Orthodoxen gar nicht zutrauen&#8230;Sympathisch war auch für mich, dass das ganze Treiben nicht dermaßen streng abläuft sondern wirklich ein Ausdruck der Vielfalt der menschlichen Zugaenge zu sein scheint.</p>
<p>Definitiv streng ist aber unter anderem das Fotoverbot am Shabat&#8230;obwohl mir gleich ein böses Mandl meine Kamera wegreißen wollte, hab ich die ganze Sache filmisch festgehalten, und Nane hat sie auf seinen Blog gestellt, wo auch andere interessante Filme sind. Hier der link zur Klagemauer:</p>
<p><a href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/klagemauerfreitagabendblog01.wmv">http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/klagemauerfreitagabendblog01.wmv</a></p>
<p>Ja, so nett das aber vielleicht aussehen mag&#8230;ich selber bin echt heilfroh, dass ich bei Religionsausübung im schulmäßigen Sinn nur ein Zaungast bin und bleibe. Jeder soll tun, was er will und braucht&#8230;und ich brauche ein sehr hohes Maß an Freiheit, alles andere ist mir ein Greuel. In diesem Sinne bin ich gerne und bald wieder abgezogen&#8230;</p>
<p>Und am Samstag hab ich mir die Freiheit genommen, mich noch ein wenig im christlichen Energiefeld Jerusalems zu bewegen, das mir grundsätzlich spirituell und kulturell näherliegt. Da geht mein Zugang aber auch klar in die Richtung, eine schöne spirituelle Essenz zu suchen, erspüren und zu erleben, die fein versteckt hinter all dem Staubschichten der Jahrhunderte und weit abseits der Machtapparate der Kirchen dem Erkanntwerden harrt. Also bin ich, soweit es die Menschenmengen zuließen, auf den Spuren von Meister Jesus und der göttlichen Mutter Maria gewandert. Erst noch einmal zur Grabeskirche, wo ich schöne versteckte Plätze mit wenig Leuten und umso mehr Tiefgang entdeckt habe.</p>
<p>Dannach ist mir der Nane irgendwo in die Arme gelaufen und wir sind gemeinsam zum Garten Getsemane gegangen, wo wir die Grabesstätte von Maria besucht haben. Eine kleine Kapelle mit einer sehr tief liegenden Krypta, die das Grab Mariä beherbergt. So wie schon am Grab Christi war hier ein irres Gedränge. Dennoch waren es für mich sehr schöne Minuten da unten.</p>
<div id="attachment_1554" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1554" title="p1060452" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060452.jpg" alt="Grab Mariae" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Grab Mariae</p></div>
<div id="attachment_1555" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1555" title="p1060453" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060453.jpg" alt="in der Krypta" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">in der Krypta</p></div>
<p>Von Marias Grab aus gingen wir Richtung Ölberg rauf, vorbei am jüdischen Friedhof. Oben hat man einen genialen Blick auf die ALtstadt, den wir in einem kleinen Park ausgiebig und in Ruhe genossen haben. Die russisch-orthodoxe Kirche, die wie ein Märchenschlössl im Wald steht und der Maria Magdalena geweiht ist, blieb heute wie an den meisten Tagen der Woche verschlossen. Aber wir sind auch so zufrieden heimgegangen.</p>
<div id="attachment_1556" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1556" title="p1060459" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060459.jpg" alt="juedischer Friedhof" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">juedischer Friedhof</p></div>
<div id="attachment_1557" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1557" title="p1060461" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060461.jpg" alt="Blick vom Oelberg auf den Tempelberg" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick vom Oelberg auf den Tempelberg</p></div>
<div id="attachment_1558" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1558" title="p1060451" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060451.jpg" alt="Maria Magdakas Kirche" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Maria Magdalenas Kirche</p></div>
<p>Der Sonntag war unser letzter Tag in Jerusalem, der heiligen Stadt. Jerusalem ist ja auch fuer die Muslime heilig, da Mohammed in seiner Vision vom Tempelberg aus in den Himmel aufgestiegen ist, wo er seine Weisheiten erhalten hat. Am Sonntag frueh wollte ich einen letzten Versuch starten, doch noch auf den Tempelberg zu kommen, wo der beruehmte Felsendom steht, die Moschee, die dem Panorama der Altstadt von Jerusalem den Stempel aufdrueckt. Diesmal ist es gelungen. Der Felsendom ist ein praechtiges Bauwerk, oben ist ein weiter freier Platz, auf dem eine ruhige und friedliche Atmosphaere herrscht, wie man sie in Jerusalem so schnell nicht findet.</p>
<div id="attachment_1559" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1559" title="p1060480" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060480.jpg" alt="der Felsendom und ich" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Felsendom und ich</p></div>
<div id="attachment_1560" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1560" title="p1060475" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060475.jpg" alt="praechtig" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">praechtig</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1561" title="p1060478" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060478.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1562" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1562" title="p1060467" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060467.jpg" alt="das alte Jerusalem vom Dach des Oesterreich-Hospizes aus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das alte Jerusalem vom Dach des Oesterreich-Hospizes aus</p></div>
<p>Ja, das waren noch einmal interessante Tage in Jerusalem, der Stadt, die wohl von allen Staedten dieser Welt am meisten fuer die Freunde der Eingotreligionen zu bieten hat&#8230;mitsamt dem ganzen Spannungsfeld, das sich darumherum im Laufe vieler Jahrhunderte aufgebaut hat. Wir sind am Montag Frueh zufrieden und gesaettigt weggefahren, auf zu neuen Abenteuern.</p>
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		<title>Masada und das Tote Meer</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 18:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Tel Aviv sind wir direkt zum Toten Meer gefahren, mit der Vorstellung, dass wir dort ein paar Tage in Ruhe verbringen würden. Erster Anlaufpunkt war für uns die Festung Masada, ganz am südlichen Ende des Toten Meeres. Leider ist dort außer der Festung gar nichts, und so haben wir beschlossen, dass wir nicht übernachten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Tel Aviv sind wir direkt zum Toten Meer gefahren, mit der Vorstellung, dass wir dort ein paar Tage in Ruhe verbringen würden. Erster Anlaufpunkt war für uns die Festung Masada, ganz am südlichen Ende des Toten Meeres. Leider ist dort außer der Festung gar nichts, und so haben wir beschlossen, dass wir nicht übernachten werden, da wir zwar das Zelt aber keinerlei Proviant dabeihatten.</p>
<p>Wir waren auch schon ein wenig spät dran und so mussten wir die Besichtigung von Masada eher ein wenig zügiger durchführen, als wir das normal so machen. Hat aber der Freude keinen Abbruch getan.</p>
<div id="attachment_1525" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1525" title="vista_general_de_masada" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/vista_general_de_masada.jpg" alt="die Festung Masada" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Festung Masada, man beachte die Rampe rechts vorne</p></div>
<p>Der Nane war schon vor 15 Jahren mal in Masada und für mich war der Schnelldurchgang ok. Es gibt am Fusse des Hügels ein sehr schneidiges Besucherzentrum, das alle Stücke spielt und gleichzeitig Talstation der Gondelbahn ist, die einen zum Gipfel führt. Oben sieht man die ca. 2000 Jahre alten Ruinen und hat einen tollen Blick auf die Umgebung, vor allem auf das Tote Meer.</p>
<p>Masada wurde um Christi Geburt von König Herodes gebaut, er hatte oben einen Palast. Die Festung soll genial angelegt gewesen sein, autark mit Wasserversorgung und großen Nahrungsspeichern. Die Lage der Festung ist genial, man sieht in alle Richtungen in die Weite.</p>
<p>Irgendwann so um 70 nach Christus (glaube ich) haben die Römer die Juden schon ziemlich im Würgegriff gehabt. Ca. 1000 rebellische Juden waren auf Masada zurückgezogen und wurden von 15000 römischen Soldaten belagert. Die Römer haben eine Erdrampe (siehe Foto oben) errichtet und sind den Juden mit Rammböcken auf die Pelle gerückt. Da die juden die babylonische Gefangenschaft noch etwas ungut in Erinnerung hatten, beschlossen sie den kollektiven Selbstmord. Da dieser aber religiös verboten war, wurden 10 Männer ausgesucht, die die 1000 Leute und danach sich selber umbringen mussten. Als die Römer die Mauer durchbrachen und die Festung stürmten, fanden sie ca. 1000 Leichen und eine Hand voll überlebender Kinder, die sich irgendwo versteckt hatten und erzählten, was geschehen war.</p>
<p>Masada ist heute das Symbol für den israelischen Freiheitswillen und wird täglich von vielen Schulklassen, Touristen und Juden aus dem In- und Ausland besucht. Bis vor wenigen Jahren wurden oben auf der Festung noch die israelischen Soldaten angelobt.</p>
<p>Mir hat es sehr gefallen, die Festung ist beeindruckend, der Blick auf das Tote Meer genauso, die Krähen sind über unseren Köpfen herumgesegelt, und das spätnachmittägliche Licht war perfekt, was will man mehr. Oben auf der Festung hat man ein erhebendes Gefühl, wenn man den Blick hoheitlich in die Weite richtet.Das liegt mir eh sehr&#8230;</p>
<div id="attachment_1526" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1526" title="p1060364" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060364.jpg" alt="Blick von oben über das Tote Meer rüber nach Jordanien" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick von oben über das Tote Meer rüber nach Jordanien</p></div>
<div id="attachment_1527" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1527" title="p1060369" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060369.jpg" alt="Blick in die andere Richtung, wo die Überreste der römischen Lager sind" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick in die andere Richtung, wo die Überreste der römischen Lager zu sehen sind</p></div>
<div id="attachment_1528" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1528" title="p1060380" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060380.jpg" alt="steile Felswände" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">steile Felswände</p></div>
<div id="attachment_1529" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1529" title="p1060368" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060368.jpg" alt="Reste von Herodes`Palast" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Reste von Herodes`Palast</p></div>
<div id="attachment_1530" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1530" title="p1060372" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060372.jpg" alt="Kerlchen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kerlchen</p></div>
<div id="attachment_1531" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1531" title="p1060376" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060376.jpg" alt="Kerl" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kerl</p></div>
<div id="attachment_1532" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1532" title="p1060381" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060381.jpg" alt="die Rampe von den Römern" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Rampe von den Römern</p></div>
<div id="attachment_1533" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1533" title="p1060390" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060390.jpg" alt="man wird sehr geduldig auf Reisen...sogar auch ich" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Warten auf die Weiterfahrt </p></div>
<p>Am nächsten Tag sind wir nochmal am Toten Meer gewesen und haben uns das Naturschutzgebiert Ein Gedi angeschaut. Man geht einen netten Pfad in einen Canyon rein, wo ein kleiner Fluß fließt und viele nette wasserfälle sind. Wir waren wie immer auf der Suche nach einer Insel der Ruhe, im Canyon herrschte aber eher Freibadatmosphäre. Unzählige Schulklassen waren wohl zum Wandertag da und die Kinder pritschelten im kühlen Nass. Wie sooft in konservativeren Ländern wird auf den Vorteil von Badeklamotten verzichtet und die Kinder hauen sich einfach in voller Montur ins Wasser. Dafür aber auch mit vollem Spaß!</p>
<div id="attachment_1534" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1534" title="p1060393" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060393.jpg" alt="kleiner Wasserfall mit Pool zum Baden" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">kleiner Wasserfall mit Pool zum Baden</p></div>
<div id="attachment_1535" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1535" title="p1060395" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060395.jpg" alt="überall eine einfache Rechnung: Wasser+Kinder=Spaß!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">überall eine einfache Rechnung: Wasser+Kinder=Spaß!</p></div>
<p>Wir sind auf der suche nach Ruhe weiter bergwärts gewandert und sind schließlich bei einer besonders lieblichen Quelle fündig geworden. Mein letzter Gang zu einer Quelle endete ja im Krankenhaus&#8230;in diesem Falle ging aber alles sehr geschmeidig. Die Quelle plätschert fein zwischen den Steinen raus und bildet einen kleinen und klaren Teich. In diesem habe ich meine geschundenen Füße gebadet und mein verletztes Bein ordentlich massiert. Wir waren ungefähr eine Stunde dort und es war eine Wohltat für uns beide.</p>
<div id="attachment_1536" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1536" title="p1060399" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060399.jpg" alt="Quelle" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Quelle</p></div>
<p>Schließlich sind wir wiedr talwärts in den Canyon gegangen, wo es auch schon recht ruhig war. Ein besonders schöner und inspirierender Ort ist der Davidsfall.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1537" title="p1060406" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060406.jpg" alt="" width="360" height="640" /></p>
<p>Und weil es schon angenehm ruhig war, hat sich auch ein Steinbock mit seinen 2 Jungen blicken lassen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1538" title="p1060409" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060409.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Schließlich sind wir noch zum Toten Meer runter um ein kleines Bad zu nehmen. Es ist erstaunlich, wie einen das Wasser trägt, echt geil und auch ein wenig gewöhnungsbedürftig am Anfang! Das Tote Meer liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel und ist extrem salzig und auch ölig. Aber das weiß eh schon jeder&#8230;hier der Nane beim gemütlichen Bade.<img class="aligncenter size-full wp-image-1539" title="p1060420" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060420.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Super war´s am Toten Meer. Am Abend sind wir zurück nach Jerusalem und haben ein wenig gefeiert, weil ich genau seit einem halben Jahr unterwegs bin jetzt.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=31.3166667&amp;lng=35.35&amp;openPostId=1523"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Am Grab des Heiligen Georgs</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 22:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern waren wir in der kleinen Stadt Lod, ganz in der Nähe von Tel Aviv, wo inmitten einer arabischen Neighbourhood die Grabeskirche meines Namenspatrons und Begleiters, des Heiligen Georgs, ist. Da Georg in der Ostkirche der meistverehrte Heilige ist, begleitet er uns schon seit unserer Abreise Ende November auf Schritt und Tritt. Ich kenne ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern waren wir in der kleinen Stadt Lod, ganz in der Nähe von Tel Aviv, wo inmitten einer arabischen Neighbourhood die Grabeskirche meines Namenspatrons und Begleiters, des Heiligen Georgs, ist. Da Georg in der Ostkirche der meistverehrte Heilige ist, begleitet er uns schon seit unserer Abreise Ende November auf Schritt und Tritt. Ich kenne ihn freilich schon länger. Als Giyorgis, Agios Georgios, Saint George, San Jorge und als Heiliger Georg habe ich ihn im Gedanken oft bei mir. So war es für mich eine klare Sache, ihm einen Besuch abzustatten. Georg ist bekannt als Reiterheiliger, Schwertträger, Beschützer Mariens auf Erden, als Drachentöter, Märtyrer, Patron der Bauern, Kreuzfahrer, Krieger und Soldaten.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1508" title="p1060316" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060316.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_1509" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1509" title="p1060319" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060319.jpg" alt="Das Grab des Georgs in der Krypta" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Das Grab des Georgs in der Krypta</p></div>
<div id="attachment_1510" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1510" title="p1060330" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060330.jpg" alt="Kirche außen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kirche außen</p></div>
<div id="attachment_1511" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1511" title="p1060314" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060314.jpg" alt="und innen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">und innen</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=31.9513889&amp;lng=34.8952778&amp;openPostId=1506"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>So ist das Leben&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 22:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;oder wie der Franzose sagt: &#8220;Tel Aviv!&#8221;&#8230;  
In Tel Aviv hat mich schon der Nane erwartet. Die Stadt hat eine Million Einwohner und ist sehr westlich und modern. Es gibt kaum Polizei und Soldaten. Die Frauen sind wahnsinnig fesch und überall sind junge Leute, lässige Geschäfte und Lokale, etc.
Seit 3 Tagen fühle ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1507" title="p1060335" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060335.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>&#8230;oder wie der Franzose sagt: &#8220;Tel Aviv!&#8221;&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In Tel Aviv hat mich schon der Nane erwartet. Die Stadt hat eine Million Einwohner und ist sehr westlich und modern. Es gibt kaum Polizei und Soldaten. Die Frauen sind wahnsinnig fesch und überall sind junge Leute, lässige Geschäfte und Lokale, etc.</p>
<p>Seit 3 Tagen fühle ich mich hier wohl und erhole mich weiter bei guter Kost und Strandspaziergängen. Paaßt! Und morgen reisen wir weiter Richtung Totes Meer.</p>
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		<title>Am See Genezareth - Jesus´Heimat</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 21:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach drei Tagen in Jerusalem war ich doch recht geschlaucht von dem Herumhumpeln und der Verkühlung. Richtig wohlgefühlt hab ich mich dort nicht, irgendwie hat alles nicht so rund zusammengespielt. Also war ich trotz meiner gesundheitlichen Bremsklötze froh, als unser Wanderzirkus wieder weiterziehen sollte. Ich hab mich ja bei den Recherchen und Entscheidungen sehr zurückgenommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach drei Tagen in Jerusalem war ich doch recht geschlaucht von dem Herumhumpeln und der Verkühlung. Richtig wohlgefühlt hab ich mich dort nicht, irgendwie hat alles nicht so rund zusammengespielt. Also war ich trotz meiner gesundheitlichen Bremsklötze froh, als unser Wanderzirkus wieder weiterziehen sollte. Ich hab mich ja bei den Recherchen und Entscheidungen sehr zurückgenommen und die anderen beiden machen lassen. Also auf zum Busbahnhof, durch die Sicherheitsschleuse und rein in den Bus. Ziel: Tiberias am See Genezareth, 4 Stunden Fahrt zuerst nach Tel-Aviv und von dort weiter nach Norden.</p>
<p>Der See Genezareth liegt ganz im Norden des Landes, knapp an der syrischen Grenze. Direkt hinter dem See erhebt sich der Golan, das Gebirge, welches ja weniger zu Syrien oder Israel als vielmehr zu Österreich gehört, soweit ich das mitbekommen habe. Der See ist jedenfalls nach dem Toten Meer der zweit tiefliegendste der Welt, ca. 210 Meter unter dem Meeresspiegel. Gespeist wird das größte Süßwasserreservoir vom Jordan. Und der See ist Wasserquelle für ganz Israel. Eines der größten Wasserverteilungswerke der Welt saugt pro Sekunde 30 m³ Wasser aus dem See und pumpt es in das ganze Land, die Millionenstadt Tel Aviv, bis runter in den Süden, wo die Negev Wüste bewässert wird.</p>
<p>Wir sind irgendwann am See gelandet und hatten schon am Weg dorthin gestaunt, was für ein anderes Gesicht das Land zeigt, je weiter man in den Norden kommt. Es wird immer grüner und lieblicher. Bäume, Sträucher, Wiesen, alles blüht. Wir haben erfahren, dass jetzt die schönste Zeit des Jahres in dieser Gegend ist. Es sieht so aus wie bei uns im Frühsommer, im Sommer ist es hier aber trocken und braun. Nach den Monaten unserer Reise durch trockene Gebiete haben wir uns über diesen Anblick und die Gerüche schon sehr gefreut. Das Busfahren rennt in Israel auch sehr gut organisiert und gesittet ab. Die Leute benehmen sich gut, sind hilfsbereit und nett. Der Bus war auch halbvoll mit Soldaten, die Knarren werden einfach auf den Mittelgang gelegt, während der Soldat ein feines Schläfchen abhält.</p>
<p>Wir sind in Tiberias angekommen, der größten Stadt am See Genezareth. Dort haben wir einen Freund von uns angerufen, der in der Nähe vom See ein Haus hat und schon ein paar Tage vorher von uns vorgewarnt wurde. Dabei handelt es sich um den Rabbi Ohad, den Guntram und ich im Herbst in Guatemala kennengelernt haben. Ohad ist ein echt lässiger Typ. Er wurde als orthodoxer Rabbi erzogen und ist aber als erwachsener Mensch aus der Enge der Orthodoxie ausgestiegen und sucht mit viel Offenheit und Gespür nach neuen Wegen für sich und andere, lebt als Künstler und Kabbala-Lehrer und ist im ganzen Land als Vordenker und Erneuerer bekannt. Als unser Anruf kam, ist der Ohad gleich mit dem Auto nach Tiberias gekommen und hat uns mit in sein feines Häuschen oberhalb des Sees im Städtchen Rosh Pina genommen. Ganz so einfach war die Fahrt an diesen schönen Ort aber nicht: Ohads bezaubernde Frau Dawn war auch noch mit und der Kofferraum schon voll. So mussten der Nane, der Gunti und ich uns mitsamt unserem Gepäck auf die Rückbank des kleinen Suzukis zwängen. Der Gunti wäre fast erstickt und ausgezuckt in der Enge.</p>
<p>Naja, jedenfalls waren wir jetzt bei netten Leuten an einem netten Ort gelandet, in familiärer Atmosphäre, wo man sich wirklich zuhause fühlen durfte und konnte. Für den Nane und mich überhaupt eine super Abwechslung nach all den windigen Buden, wo wir schon genächtigt haben. Der Ohad hat uns natürlich viel über die Gegend erzählt, die Wirkungsorte Jesu und noch vieles mehr. Auch haben wir viele Fragen über das Judentum und das Leben in diesem Land beantwortet bekommen. Interessant und nett zugleich.</p>
<p>Nach einer gut durchgepennten Nacht in feinen Gästebettchen haben wir am nächsten Tag gut gefrühstückt und gleich mal einen Bus zum See runter genommen. Gleich in der Nähe ist der Ort Capernaum (hebr. Kefar Nahum), von dem wohl auch Nicht-Bibelforscher schon gehört haben könnten. Ich hab mein Religionswissen aus der Volksschule schnell aufgefrischt und folgendes gelernt: Jesus hat hier viele jahre verbracht und hier seine Jünger gefunden, die Fischer am See waren. Allen voran Petrus, bei dem er auch gewohnt hat. Hier hat Jesus auch seine Maria Magdalena kennengelernt, die aus dem nahe gelegenen Ort Migdal stammte. Außerdem fanden hier diverse Wundertätigkeiten Jesu statt, wie zum Beispiel die Brotvermehrung oder das über das Wasser gehen. Soweit die Kurzfassung.</p>
<div id="attachment_1488" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1488" title="dscf5327" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/dscf5327.jpg" alt="Gunti und ich" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gunti und ich</p></div>
<p>Für echte Christen aus aller Welt ist der See ein wahrer Magnet. Diese fahren busweise von einem Ort zum nächsten und schauen sich an, wo Jesus gelebt und gewirkt hat. Dazu wird gesungen, Messen abgehalten, gebetet und geweint. Wir waren zu Fuß unterwegs und waren noch recht planlos , als wir uns schon unversehens in der Brotvermehrungskirche wiedergefunden haben.</p>
<div id="attachment_1487" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1487" title="p1060270" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060270.jpg" alt="Brotvermehrungskirche" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Brotvermehrungskirche</p></div>
<div id="attachment_1489" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1489" title="p1010330" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010330.jpg" alt="Raufwandern - ich schon ohne Krücken, holodaro!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Raufwandern - ich schon ohne Krücken, holodaro!</p></div>
<p>Von dort gingen wir den Hügel rauf, der der Ort der Bergpredigt gewesen sein soll. Vom Hügel aus hat man so einen wunderbaren Blick über den See, alles ist grün und blüht. So sind wir gar nicht erst zur Kirche ganz rauf gegangen, sondern haben uns auf ein paar Felsen verteilt und einmal den Blick und die Gedanken ordentlich schweifen lassen, ein Schläfchen abgehalten und die Ruhe genossen. Schon eine sehr schöne Gegend, die sich Jesus ausgesucht hat. Und für uns war es wunderbar, an diesem Ort zu sein.</p>
<div id="attachment_1490" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1490" title="p1010336" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010336.jpg" alt="Blick zur Kirche rauf" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Blick zur Kirche rauf</p></div>
<div id="attachment_1491" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1491" title="p1060281" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060281.jpg" alt="Saftiges Grün" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Saftiges Grün</p></div>
<div id="attachment_1492" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1492" title="p1060280" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060280.jpg" alt="Jessas!...Nein, nur der Gunti..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Jessas!...Nein, nur der Gunti...</p></div>
<p>Danach sind wir zum See runter, der Gunti ist vorausgehetzt, der Nane und ich haben uns ein wenig verzettelt, als wir den gemeinen Klippschliefer auf einem Felsen sitzend beobachtet haben. Das possierliche und laut Hinweisschild auch in der Bibel dreimal genannte Tierchen ist uns dabei recht sonderbar eingefahren. Dass das Viech laut Nanes Recherche ein naher Verwandter des Elefanten sein soll, ist ja noch viel schräger. Wie dem auch sei&#8230;</p>
<div id="attachment_1494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1494" title="p10602851" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p10602851.jpg" alt="Klippschliefer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Klippschliefer</p></div>
<p>Bis zum Wasser haben wir es an diesem Tag nicht geschafft, da es uns auch noch in eine Höhle hinein geapert hat, wo Jesus nach der anstrengenden Brotvermehrung ein wenig gerastet hat, bevor er dann die Jünger in Seenot erwischt hat und ihnen über das wasser zu Hilfe kommen mußte. Das ist die Geschichte, hier unser Eindruck.</p>
<div id="attachment_1496" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1496" title="p10103551" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p10103551.jpg" alt="allemal ein feines Platzl" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">allemal ein feines Platzl</p></div>
<div id="attachment_1497" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1497" title="p1010353" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010353.jpg" alt="mit super Ausblick" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">mit super Ausblick</p></div>
<p>Am nächsten Tag sind wir dann direkt in den Ort Capernaum gefahren, wo das Haus des Petrus noch in den Grundmauern steht, daneben die Reste der damaligen Synagoge. Im Hause des Petruses hat ja auch Jesus gewohnt, weil er kein eigenes Haus hatte.</p>
<div id="attachment_1498" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1498" title="p1060291" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060291.jpg" alt="San Pedro und ich" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">San Pedro und ich</p></div>
<div id="attachment_1499" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1499" title="dscf5361" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/dscf5361.jpg" alt="nur ich" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">nur ich</p></div>
<p>Ja, so hatten wir noch einen schönen zweiten Tag. Für mich dauerte er länger als für die beiden anderen. Gunti mußte schon nach Tel Aviv, weil sein Flug am nächsten Tag heimging und am Samstag (=Shabbat) keine Busse fahren. Der Nane war schon ganz geil auf die Stadt und ist mit ihm mitgekommen. Mir ging das zu schnell, immerhin war ich immer noch mit Fuß und Verkühlung bedient. So habe ich gerne die Gastfreundschaft von Ohad und Dawn angenommen und bin noch 2 Nächte bei ihnen im trauten Heim geblieben, wo ich mich gut erholt habe. Schön und interessant war es auch, an den Feierlichkeiten am Freitag Abend, wo der Shabbat willkommen geheissen wird, teilzunehmen. Wie es der Brauch so ist, sind bei Ohad daheim so 20 Leute zusammengekommen, jeder hat viel Köstlichkeiten mitgebracht und so wurde es ein super netter Abend mit Speis und Trank und viel Spaß. Den nächsten Tag verbrachte man gemeinsam. So hab ich viele Leute kennengelernt und einiges an Einblick in deren Gebräuche und Lebenssituationen bekommen.</p>
<p>Ich kann nur nochmal sagen, die Israelis sind ganz super feine Leute. Offen, gebildet, sehr kultiviert, gepflegt und freundlich. Ohad und Dawn sind dabei besondere Exemplare und es ist super , auf der Reise Zeit mit solchen Menschen zu verbringen. Am Sonntag früh bin ich dann mit den beiden im Auto nach Tel Aviv gefahren. Dabei hab ich fahren dürfen, was mir als alten Benzinbruder auch mal wieder getaugt hat.</p>
<div id="attachment_1504" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1504" title="p1060301" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060301.jpg" alt="ein letzter Blick zum See" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein letzter Blick zum See</p></div>
<p>Nach der Mühsal von Jerusalem haben die Tage im Norden echt gut getan. Mein Fuß hat sich gut erholt und ich brauche die Krücken nicht mehr. Es war schön mal wieder wo daheim sein zu können. Und es war was ganz Besonderes, an den Orten des Wirkens Jesu zu wandern und im Gedanken so viel mit ihm verbunden zu sein, dem großen Meister des Herzens.</p>
<p>Erbärmlicherweise hab ich es nicht geschafft, Fotos von unserer Runde und den Gastgebern zu machen. Von Ohad und Dawn hab ich nur 2 Fotos aus dem Internet. Danke den beiden und bis zum nächsten Mal.</p>
<div id="attachment_1500" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1500" title="ohad_sde_bokker" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/ohad_sde_bokker.jpg" alt="Rabbi Ohad" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Rabbi Ohad</p></div>
<div id="attachment_1501" class="wp-caption aligncenter" style="width: 368px"><img class="size-full wp-image-1501" title="at_rascal_house" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/at_rascal_house.jpg" alt="Dawn" width="358" height="269" /><p class="wp-caption-text">Dawn</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=32.8833333&amp;lng=35.5666667&amp;openPostId=1486"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Licht und Schatten in Betlehem</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 17:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[An einem unserer Tage in Jerusalem haben Gunti und ich uns Richtung Betlehem aufgemacht, um Jesus Geburtsort die Ehre zu erweisen, ohne aber zu wissen, was uns dort erwarten würde&#8230;
Betlehem ist ja eigentlich ein Vorort von Jerusalem und so haben wir uns in den arabischen Bus gesetzt, der in diese Richtung geht. Was wir Ahnungslose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An einem unserer Tage in Jerusalem haben Gunti und ich uns Richtung Betlehem aufgemacht, um Jesus Geburtsort die Ehre zu erweisen, ohne aber zu wissen, was uns dort erwarten würde&#8230;</p>
<p>Betlehem ist ja eigentlich ein Vorort von Jerusalem und so haben wir uns in den arabischen Bus gesetzt, der in diese Richtung geht. Was wir Ahnungslose nicht bedacht haben, ist, dass Betlehem ja schon zum von Israel bestzten Westjordanland gehört, dort die Palästinenser wohnen, und dass die Israeli nach Ausbruch der zweiten Intifada im Jahre 2000 eine riesige, ungefähr zehn Meter hohe Betonmauer gebaut haben, die Jerusalem vom umgebenden Westjordanland trennt. Vom Bus aus sieht man schon die neuen und ummauerten Siedlungen, die die Israeli im bestzten Gebiet errichtet haben. Irgendwann hat uns der Busfahrer rausgeschmissen und uns die Richtung gezeigt, in die wir gehen sollten. Alles was wir sahen, war eine irre Mauer, viel Stacheldraht, Kontrolltürme und eine Containerburg, die als Grenzschleuse funktioniert und mit schwer bewaffneten Israeli-Pickelnasen besetzt ist.</p>
<p>In diese Schleuse sind wir eingetreten und auch relativ rasch durchgekommen, die jugendlichen Soldaten wussten eh nicht so recht, was sie da zu tun hätten mit ein paar dahergelaufenen Christen wie uns. Für die Palästinenser auf der anderen Seite der Mauer sieht die Lage schon anders aus. Leute, mit denen wir geredet haben, erzählten uns, dass sie vor der Mauer oft nach Jerusalem gefahren sind, Verwandte besuchen etc&#8230; Aber seit die Mauer da ist, ist die Prozedur so furchtbar, dass sich kaum noch jemand die Mühe macht.</p>
<p>Wir wurden auf der anderen Seite der Mauer von ein paar auf Geschäft wartende Taxifahrer empfangen. Auch nicht das, was man sich vorstellt, aber wir haben dann doch ein Taxi für eine zweistündige Tour genommen. Unser 25jähriger Fahrer hat uns einiges über die Situation aus seiner Sicht erzählt. Sehr interessant. Die Mauer dominiert auch den Weg Richtung Stadt. Teilweise schlängelt sie sich wie eine Schlange durch das besiedelte Gebiet und bildet Korridore, die zum Beispiel einen Zugang zur Synagoge bilden. Alles in allem fühlt man sich wie in einem grauslichen Film, wenn man das sieht. Aber so ist da die Realität. Und den Palästinensern hier geht es ja noch um Lichtjahre besser als denen im Gazastreifen.</p>
<div id="attachment_1471" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1471" title="p1060234" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060234.jpg" alt="Israelisiedlung im Westjordanland" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Israelisiedlung im Westjordanland</p></div>
<div id="attachment_1472" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1472" title="p1060239" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060239.jpg" alt="Willkommen in Betlehem" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Willkommen in Betlehem</p></div>
<div id="attachment_1473" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1473" title="p1060242" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060242.jpg" alt="die &quot;Schlange&quot;" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die &quot;Schlange&quot;</p></div>
<div id="attachment_1474" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1474" title="p1060243" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060243.jpg" alt="das ubgefuckte Betlehem" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das abgefuckte Betlehem</p></div>
<p>Ja, da schaut man schon mal blöd, gell! Aber: &#8220;Wo viel Schatten ist, da muss auch irgendwo das Licht sein.&#8221;, dachten wir uns und fuhren weiter Richtung Jesus Geburtsstätte, ganz nach dem Motto &#8220;Fürchtet euch nicht.&#8221;</p>
<p>Zuerst ging es zum Schäferfeld, wo die Hirten den Engel gesehen haben, der Jesu Geburt ankündigte. Dort steht eine kleine, nette Kapelle, die von einem schönen Garten mit friedlicher Atmosphäre umgeben ist.</p>
<div id="attachment_1475" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1475" title="p1060233" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060233.jpg" alt="Shepards´ field" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Shepards´ field</p></div>
<div id="attachment_1476" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1476" title="p1060232" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060232.jpg" alt="so oder so ähnlich wird´s wohl gewesen sein" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">so oder so ähnlich wird´s wohl gewesen sein</p></div>
<p>Weiter ging es dann zur Geburtskirche im Stadtzentrum, wo einst der berühmteste Stall der Welt gestehen haben soll. Die Kirche ist Ziel vieler Pilger aus aller Welt und wir fanden uns auch in einem relativen Trubel wieder. Wie alle Kirchen hier wird auch diese von griechisch-orthodoxen Priestern betrieben, schwarze Brüder mit langen Bärten und Haaren.</p>
<div id="attachment_1477" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1477" title="p1060235" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060235.jpg" alt="hier soll es geschehen sein" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">hier soll es geschehen sein</p></div>
<p>Ja, ich hab halt leider nur dieses eine berühmte Bild aus der Krypta, wo Jesus geboren worden sein soll. Es gibt hier mehrere Schreine für die verschiedenen Kirchenrichtungen. Man kommt aber nur sehr schwer dazu, weil überall die Pilger auf ihren Knien rumrutschen, alles abbusseln, Tränen vergießen etc. Ist ja auch nichts dagegen zu sagen, ich war auch sehr bewegt, nur der Ablauf ist halt etwas schwierig auf diese Art.</p>
<p>Dannach ging es noch zu einer Kapelle, die sich &#8220;Milk-Grotto&#8221; oder so nennt. Der Ort, an dem Maria das Jesuskind gestillt haben soll. Die Kapelle ist sehr schön, man geht in eine Art Keller runter, alles ist aus weissem Marmor, sehr klar und rein, und trotzdem gemütlich warm.</p>
<div id="attachment_1478" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1478" title="p1060237" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060237.jpg" alt="die stillende Maria" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">die stillende Maria</p></div>
<p>So haben wir doch noch das Licht gesehen und gefühlt. Ich hoffe, dass auch die Leute hier eines Tages wieder mal etwas mehr davon abbekommen dürfen. Als Drüberstreuer sind wir noch ein wenig die Mauer entlanggefahren und haben uns ein paar Graffitis angeschaut, unter anderem ein paar, die der berühmte englische Künstler Banksy hier vor ein paar Jahren angebracht hat.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1479" title="p1060238" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060238.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1480" title="p1060246" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060246.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1481" title="p1060248" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060248.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1482" title="p1060245" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060245.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Ja, so sind wir recht bewegt worden an diesem Tag&#8230;von Licht und Schatten, die wie an vielen Orten der Welt besonders hier in diesem heiß umkämpften Stück Erde sehr eng beieinander liegen. Es ist hier schwierig, nicht in die Beurteilung und Bewertung von dem Gesehenen zu gehen&#8230;eine gute Übung allemal.</p>
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		<title>Jerusalem - Wiedersehen mit Gunti</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 13:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, in Jerusalem gibt es soviel zu sehen, dass man erst mal gar nicht weiß, wo man zuerst hingehen soll. Für uns war aber zuerst nur eines wichtig. Kontaktaufnahme mit Gunti. Dem aufmerksamen Stammleser des Blogs sollte dieser Haudegen aus Osttirol (oder soll ich sagen: Westkärnten) schon von unserer gemeinsamen Lateinamerikatour bekannt sein. Gunti ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, in Jerusalem gibt es soviel zu sehen, dass man erst mal gar nicht weiß, wo man zuerst hingehen soll. Für uns war aber zuerst nur eines wichtig. Kontaktaufnahme mit Gunti. Dem aufmerksamen Stammleser des Blogs sollte dieser Haudegen aus Osttirol (oder soll ich sagen: Westkärnten) schon von unserer gemeinsamen Lateinamerikatour bekannt sein. Gunti ist neben dem Nane mein zweiter, richtig bewährter Reisekumpan, sozusagen. Und wir haben vor ein paar Monaten in Cusco-Peru (wo der liebe Hannes in den nächsten Tagen eintreffen wird-Hola Hannesto!) beschlossen, dass es in Israel einen gemeinsamen Auftritt von uns geben wird.</p>
<p>Und tatsächlich sollte es zum Wiedersehen kommen. Also den Guntischewski am Handy angerufen und schon wenig später haben wir uns in der Altstadt von Jerusalem getroffen, direkt vor dem Österreich-Hospiz, der beliebten Österreicherabsteige ganz in der Nähe von unserem um ein paar Sterne bescheideneren Quartier, wo auch der Gunti am selben Tag aus Tel Aviv kommend abgestiegen war. Was für ein super Wiedersehen, eine Riesenfreude, mal ein anderes vertrautes Gesicht zu sehen. Nachdem der erste Redeschwall überstanden war, haben wir uns in das Österreicherhospiz auf ein Wiederschnitzel gehauen. Leider war dieses aus Hühner-&#8221;Fleisch&#8221;, aber die Sachertorte dannach hat voll entschädigt. Und die Mannerschnitten aus Guntis Rucksack waren auch im Nu verputzt. Aus selbigen Rucksack sollte der Gunti im Laufe des Abends auch noch andere feine Kleinigkeiten hervorzaubern. Da war zum Beispiel eine &#8220;kleine&#8221; Osttiroler Jause, bestehend aus Speck, Würsten, Käse und Brot&#8230;und ein Flascherl Schnaps. Ja, und da muss ich als Kärntner fairerweise sagen, dass wohl auch der Osttiroler ein bißl eine Ahnung von der Jause hat&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Unter anderem bekam ich eine besondere Überaschung von Stefan, meinem lieben Hermano. Der Kerl hat doch glatt in einem seiner zahlreichen und nicht enden wollenden, kreativen Ergüsse ein Buch mit wahrlich fantastischen Kurzgeschichten geschrieben und veröffentlicht, die unsere gemeinsamen Abenteuer in Guatemala auf sehr witzige und auch dick aufgetragene Art thematisieren. Super genial lustig zum Lesen und eine besondere Freude für mich. Was für ein Glück, dass mir mein Bruder einst im Land der Maya begegnet ist. Das Buch gibts unter:<a title="Taranteln und Tortillas" href="http://www.amazon.de/Taranteln-Tortillas-Reisegeschichten-aus-Mittelamerika/dp/3837079996/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237148393&amp;sr=8-1"> http://www.amazon.de/Taranteln-Tortillas-Reisegeschichten-aus-Mittelamerika/dp/3837079996/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237148393&amp;sr=8-1</a></p>
<p>So war die Freude groß, über das Wiedersehen, die Geschenke und die Tatsache, nunmehr zu dritt für eine Woche in Israel zu sein. Die nächsten Tage sollten aber sehr anstrengend für mich werden&#8230;</p>
<p>In Jerusalem gibts sehr viel zu sehen. Der Nane ist schon wie ein geölter Blitz durch die Stadt gewetzt, ich hab so gut ich konnte, den Gunti auf seinen Streifzügen begleitet. Mit den Krücken war es aber sehr, sehr, sehr anstrengend für mich und ich war dauernd voll erschöpft, auch müde von den Tagen davor. So hat sich auch ganz hinterfotzig eine Verkühlung mit Halsweh und Schnupfen zum geplagten Fuß dazugesellt und ich war nur noch im Arsch. Dennoch habe ich es geschafft, die Klagemauer, die Grabeskirche, Via Dolorosa, den Tempelberg (diesen aber nur von unten) zu sehen.Ich hab mich aufgrund meines eingeschränkten Bewegungsradius fast nur im alten Jerusalem, also innerhalb der Stadtmauern bewegt. Die Altstadt ist ja aufgeteilt in Christliche , moslemische und jüdische Viertel, und es ist höchst interessant, die unterschiedlichen Räume und Menschen zu erfahren.</p>
<p>In Jerusalem sind erstens einmal viele Europäische Pilger auf den Spuren Jesus` unterwegs, ein ganz eigenes Treiben&#8230; Überall wird gesungen, gebetet, auf Knien herumgerutscht, Reliquien geküsst, unter Altäre gekrochen, etc. Auch die Souvenirs sind auf das Publikum abgestimmt. Es gibt hier wohl alles, was der Christ sich so wünscht, Kreuze, Mosesstäbe, <img src="file:///C:/Dokumente%20und%20Einstellungen/J%C3%B6rg%20Steinwender/Eigene%20Dateien/Eigene%20Bilder/Israel%202009/P1060254.JPG" alt="" />Marienfiguren&#8230;und teilweise glaubt man gar nicht, was es alles gibt:</p>
<div id="attachment_1453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1453" title="p1060254" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060254.jpg" alt="...z.B. eine original zertifizierte Dornenkrone" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...z.B. eine original zertifizierte Dornenkrone</p></div>
<div id="attachment_1462" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1462" title="p1010273" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010273.jpg" alt="in der Grabeskirche am Golgatha" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">in der Grabeskirche am Golgatha</p></div>
<div id="attachment_1463" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1463" title="p1010271" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010271.jpg" alt="die Kuppel über dem Grabe Jesu" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Kuppel über dem Grabe Jesu</p></div>
<p>Die Christen sind hier aber sicher nicht am wichtigsten, eher schon die muslimischen Araber. Vor allem große Teile der Altstadt sind wie ein einziger arabischer Suq mit einem Mordsgedränge und Geschrei. Eine nette und auch aufregende Abwechslung für den Europäer, aber nicht für uns, die wir schon seit bald 2 Monaten nichts anderes sehen und vor allem hören als die Habibis mit ihrem recht lauten Leben.</p>
<p>Viel interessanter für mich und den Nane war da schon die Begegnung mit den jüdischen Israelis, die sich ja auch in vielen verschiedenen Grüppchen zeigen.  Die jüdischen Viertel der Altstadt sind ruhig, beschaulich und schön hergerichtet. Je mehr man sich der Klagemauer, seit der Zerstörung des letzten Tempels im Jahre 70 n. Chr. das wichtigste Heiligtum der Juden weltweit, nähert, umso mehr orthodoxen Juden begegnet man. Die Männer sind freilich sehr auffällig in ihren schwarzen Gewändern und den langen Bärten und Zöpfchen, die unter verschiedensten Kopfbedeckungen rausbaumeln. Das Treiben an der Klagemauer ist ein ganz eigenes. Rechts die Frauen, links die Männer wird hier kollektiv die Zerstörung des Tempels bejammert und/oder mit Gott kommuniziert, dessen Präsenz mit der Mauer verbunden wird. Oberhalb der Mauer ist der berühmte Felsendom, eine Moschee, die so um 700 n. Chr. errichtet wurde. Übrigens, der Zugang zur Klagemauer war einer der großen Erfolge der Israeli im 6-Tage-Krieg 1967. Der jetztige große Platz vor der Mauer war ein muslimisches Quartier, das gleich plattgewalzt und umgestaltet wurde.</p>
<div id="attachment_1457" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1457" title="p1060228" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060228.jpg" alt="Tempelberg mit Felsendom, davor der Platz mit der Klagemauer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Tempelberg mit Felsendom, davor der Platz mit der Klagemauer</p></div>
<div id="attachment_1458" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1458" title="p1060219" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060219.jpg" alt="das Klagen an der Mauer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Klagen an der Mauer</p></div>
<div id="attachment_1459" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1459" title="p1010281" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010281.jpg" alt="?...kein Zutritt für Engel...?" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">?...kein Zutritt für Engel...?</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1460" title="p1060230" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060230.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_1461" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1461" title="p1010274" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010274.jpg" alt="der 7armige Leuchter, wie er einst im Tempel stand" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der 7armige Leuchter, wie er einst im Tempel stand</p></div>
<p>Überall rund um die heiligen Stätten gibt es Sicherheits-Checkpoints und viel Polizei- sowie Armee-Präsenz. Zum Felsendom bin ich nicht rauf, das geht nur zu gewissen Stunden, die ich immer verschlafen habe. Und zur Klagemauer wollte ich nicht hin, auch wenn es möglich wäre, aber was sollte man dort. Schließlich hab ich ja keine Klagen&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der ausgesperrte Engel vor den Heiligtümern war schon ein eigenartiges Bild für uns. Was es zu bedeuten hat, kann man sich überlegen. Aber warum da ein Engel war, ist uns bald klargeworden. In den Tagen unserer Zeit in Jerusalem war nämlich Purim, was so eine Art Fasching für die Juden ist. Und auf einmal waren überall die Narren unterwegs. Zwar nicht so besoffen und ausgelassen bei uns , aber doch für das eine oder andere seltsame Bild für uns gut. Dass die Soldaten und -Innen hier die Ordnung der Uniform und das offizielle Auftreten nicht so ernst nehmen, ist uns schon längst aufgefallen. Aber wenn dann ein Soldat, der eine 15 kg schwere Bleispritze durch die Fußgängerzone trägt, über der Uniform ein Bananenröckchen und ein Hirschgeweih anhat, dann kennt man sich mal nicht wirklich aus. Uns solls Wurscht sein! Außerhalb der Stadtmauern ist das moderne Israel zu finden. Mit allem westlichen Schnickschnack, über den man sich nach 5 Monaten wieder mal recht freut. Die Israelis sind äußerst angenehm, nett, hilfsbereit, gebildet und aufmerksam. Und vor allem fesch sind sie auch. Die Frauen verbreiten eine höchst sinnliche Aura und sind echt sehr chick unterwegs. Eine schöne Abwechslung nach Ägypten und Jordanien. Leider steckt man hier auch die Frauen für 2 Jahre in grüne Uniformen und hängt ihnen eine knarre um, was dementsprechend unsexy für unsereins ist. Aber es ist wohl klar, dass damit andere Ziele verfolgt werden&#8230;in Jerusalem und Umgebung merkt man wirklich auf den Strassen, dass der Staat Israel in einem Ausnahmezustand ist und eine kollektive Paranoia verbreitet wird. Die normalen Leute sind dennoch sehr lässig und nett.</p>
<p>An den Purimfeierlichkeiten haben wir uns auch ein wenig beteiligt, man hat ja sonst nicht viel zu feiern, und den Villacher Fasching haben wir sowieso verpaßt heuer&#8230; Und wieder einmal gibt es zur Dokumentation ein Foto von Nane, wie er wie schon an vielen Orten der Welt in das kollektive ausgelassene Gejohle einstimmt. Ja, das kann er gut.</p>
<div id="attachment_1464" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1464" title="p1060261" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060261.jpg" alt="der Nane und seine Kurzzeit-Zechbrüder" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Nane und seineHaberer</p></div>
<div id="attachment_1467" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1467" title="p1010262" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010262.jpg" alt="die Schokokrampusse und Nikolos haben es auch bis hier her geschafft-mit Verspätung halt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Schokokrampusse und Nikolos haben es auch bis hier her geschafft-mit Verspätung halt</p></div>
<p>Ahja, neben den westlichen Annehmlichkeiten gibt es hier noch wa sganz schönes für uns. Es leben hier viele Äthiopier, deren schöne und vertraute Gesichter wir in den Straßen und Bussen mit immer wieder sehr viel Freude sehen und die unser äthiopisches Herz höher schlagen lassen.</p>
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		<title>Von Petra nach Jerusalem</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 19:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Petra sind wir am 8.3. mit dem Bus nach Amman, der jordanischen Hauptstadt gefahren. Von dort ist es nur 40 Minuten bis zur israelischen Grenze, den Weg haben wir mit dem Taxi zurückgelegt, da der öffentliche Verkehr auf dieser Strecke so wie die nachbarschaftliche Liebe zwischen den Ländern nicht gerade reibungslos fließt.
Zuerst kommt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Petra sind wir am 8.3. mit dem Bus nach Amman, der jordanischen Hauptstadt gefahren. Von dort ist es nur 40 Minuten bis zur israelischen Grenze, den Weg haben wir mit dem Taxi zurückgelegt, da der öffentliche Verkehr auf dieser Strecke so wie die nachbarschaftliche Liebe zwischen den Ländern nicht gerade reibungslos fließt.</p>
<p>Zuerst kommt man zum jordanischen Grenzposten, dannach geht es mit einem Bus der Regirung durch das Niemandsland und über die King Hussein Brücke, die über den Jordan führt. Diesen darf man sich aber nicht mehr als Fluß vorstellen, der er noch zu Zeiten Johannes des Täufers war. Das ganze Wasser wird schon stromaufwärts für Bewässerung etc. abgezapft, vertragsgemäß aber nur von den Israelis, und vom Jordan bleibt nur ein kleines Rinnsal übrig. Am israelischen Posten wird man dann erstmalig von der kollektiven Paranoia beeindruckt, die hier im Hochsicherheitsstaat Israel herrscht. Die Angst vor dem Terror und der ständige &#8220;Ernstfall&#8221; hat zum Aufbau einer riesigen Sicherheitsmachinerie geführt. Wenn man aus dem Bus aussteigt, darf man sich nicht rühren, das Gepäck wird einem abgenommen und gleich mal in den Röntgenappparat gesteckt. Überall stehen Jugendliche Soldaten und -Innen mit riesigen Knarren herum, die man als österreicher höchstens von den Panzerknackern im Donald Duck Heft kennt. Gottseidank. Nach einigen Sicherheitskontrollen kommt man dann zur eigentlichen Einreise. Da der Staat Israel im nahen Osten nur von Jordanien und Ägypten anerkannt wird, muß man als Reisender versuchen, keinen Einreisestempel der Israeli in den Pass zu bekommen, da man mit diesem nicht mehr in arabische Länder wie z.B. Syrien einreisen darf. Die Israelis wissen das und haben eine Möglichkeit vorgesehen, den Stempel auf ein Extrablatt zu drücken, jedoch tun sie das nur, nachdem sie einem ausgiebig interviewt haben um zu erfragen, warum man überhaupt nach Syrien reisen will. Also haben wir einer kleinen 18jährigen Pickelnase erklärt, was wir da tun etc, bis irgendwann der Stempel am Blattl und nicht am Pass war. Dann noch zur Gepäckskontrolle. Dort werden vor allem die Jordanier, die ihre Angehörigen in der von Israel besetzten Westbank besuchen, ordentlich gefilzt.</p>
<p>Nach 2 Stunden waren wir durch und sind mit dem Sammeltaxi nach Jerusalem gefahren. Ein kurzer Weg mit unzähligen Checkpoints, wo wieder die pickeligen Jungsoldaten mit voller Hose nach dem Ausweis fragen und unter dem Gewicht ihrer riesigen Knarren fast zusammenbrechen. Irgendwann kommt man nach Jerusalem. Da sind wir im arabisch-moslemischen Viertel gelandet, wo das Strassenleben gleich ist wie in den anderen arabischen Städten, die wir zuvor sahen. Juden trifft man hier gar nicht, auch nicht im &#8220;arabischen&#8221; Bus, mit dem wir gefahren sind. Ich war ja noch mit Krücken unterwegs und die Reise dieses Tages war sehr sehr beschwerlich, so wie mein 25 kg schwerer Rucksack. Also war ich froh, dass wir angekommen sind. Unser Quartier lag innerhalb der alten Stadtmauern, also rein beim Damaskus-Tor! Trotz meines eher bescheidenen und wenig heldenhaften Einmarsches auf Krücken, ich war voll verschwitzt sowie vom Gedränge der vielen Menschen schwer überfordert, war es ein erhebender und bewegender Moment, durch die dicken alten Mauern in den historischen Kern einzutreten. Unser Quartier lag auf der Via Dolorosa, der berühmten Straße, auf der Jesus sein Kreuz hinauf zum Golgatha getragen hatte. Ich war erstmal froh, dass wir endlich in Jerusalem und die Strapazen der Reise mit meinem hinigen Haxen überstanden waren.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=31.7857&amp;lng=35.2007&amp;openPostId=1444"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
<div id="attachment_1448" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1448" title="p10102391" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p10102391.jpg" alt="erster Blick auf die Stadtmauern" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">erster Blick auf die Stadtmauern</p></div>
<div id="attachment_1449" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1449" title="p1010259" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1010259.jpg" alt="Damaskustor" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Damaskustor</p></div>
<div id="attachment_1450" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1450" title="p1060211" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060211.jpg" alt="meiner einer" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">meiner einer</p></div>
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		<title>Petra rocks!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 17:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch ein wenig unsicher mit meinem verletzten Bein haben wir uns entschieden, doch lieber mit dem Taxi zur Felsenstadt Petra zu fahren. Also haben wir unseren bewährten jordanischen Taxifahrer angerufen. Sein Name ist Mousa, die arabische Version von Moses. Also der richtige Mann, um uns einen Schritt näher Richtung Israel zu bringen.
Mousa hat sich wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ein wenig unsicher mit meinem verletzten Bein haben wir uns entschieden, doch lieber mit dem Taxi zur Felsenstadt Petra zu fahren. Also haben wir unseren bewährten jordanischen Taxifahrer angerufen. Sein Name ist Mousa, die arabische Version von Moses. Also der richtige Mann, um uns einen Schritt näher Richtung Israel zu bringen.</p>
<p>Mousa hat sich wieder über ein Treffen und das damit verbundene Geschäft mit uns gefreut, uns zum zweiten Mal seine Lebensgeschichte erzählt und darüber hinaus arabische Songs aus mehreren Ländern der Region zum besten gegeben, laut dazu klatschend, die Hände nur selten am Lenkrad, die Augen nur selten auf der Straße. Aber so ist das hier halt. Die Straßen sind dafür gut und der Verkehr nicht sehr dicht, und so sind wir auch auf diese Art sicher nach Wadi Mousa gekommen, dem Ort nahe der Felsenstadt Petra. Unterwegs gab es sogar frischen Schnee neben der Strasse, und wir nutzten die Gelegenheit zu unserem einzigen Schneekontakt dieses Winters. Wadi Mousa ist auch nach Moses benannt, der hier gewesen und, wie viele sagen, auch hier begraben sein soll. Außerdem glauben viele, dass der Berg, auf dem Moses mit Gott sprach (und/oder umgekehrt), hier und nicht auf dem heutigen Sinai gewesen sein soll.</p>
<div id="attachment_1431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1431" title="p1060055" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060055.jpg" alt="Nane, Mousa, ich und der Schnee" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nane, Mousa, ich und der Schnee</p></div>
<div id="attachment_1432" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1432" title="p1060056" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060056.jpg" alt="Blick Richtung Petra" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick Richtung Petra</p></div>
<div id="attachment_1433" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1433" title="p1060057" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060057.jpg" alt="Wadi Mousa" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Wadi Mousa</p></div>
<p>Wie dem auch sei, die Bilder von Petra kennt man auf der ganzen Welt, Indiana Jones ist hier unterwegs gewesen und seit die Stadt vor ein paar Jahren zu einem der 7 noch existierenden Weltwunder gewählt wurde, kommen immer mehr Touristen hierher.</p>
<p>So sind auch wir angezogen worden, haben schnell ein Quartier bezogen und uns für den nächsten Besichtigungstag ausgeschlafen. Am Morgen sind wir früh auf, da die Türen zur Felsenstadt um 6:00 aufgehen und die Touris da noch schlafen. So waren wir bei den ersten dabei. Und erfreulich, weil nicht erwartet: mit meinen Krücken brauchte ich den teuren Eintritt nicht zahlen, damit ich mein Geld in die Transportmittel investieren kann. Der Weg vom Besucherzentrum zumr Felsenstadt selber geht durch den so genannten Siq, eine nur wenige Meter breite und ca. 100 Meter tiefe Schlucht, die irgendwann durch eine tektonische Verschiebung aufgegangen ist. Wir haben den 2 km langen Weg nicht so schneidig wie Indy am Pferd, dafür aber in einer Kutsche zurückgelegt, um mein Bein zu schonen. Unsere Bandscheiben wurden aber ganz schön malträtiert, als die Kutsche über das Jahrtausende alte Pflaster gerattet ist. Am Ende verengt sich der Siq noch einmal ordentlich, bevor man ausgespuckt wird und gleich direkt vor dem berühmtesten Werk Petras steht, der so genannten &#8220;Treasury&#8221;, dem Schatzhaus.</p>
<div id="attachment_1434" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1434" title="p1060084" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060084.jpg" alt="das berühmte Foto aus dem Siq" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">das berühmte Foto aus dem Siq mit Blick zur...</p></div>
<div id="attachment_1435" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1435" title="p1060081" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060081.jpg" alt="Traesury" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Traesury</p></div>
<p>Die Felsenstadt erstreckt sich über mehrere Kilometer durch ein ganzes Tal und so hab ich beschlossen, den Hinweg zu den weiter entfernten &#8220;Must see&#8221;-Attraktionen per Wüstenschiff zurückzulegen, um meinen Fuss zu schonen und nicht am Hinweg schon auf der Strecke zu bleiben, ohne zu wissen, wie weit und wie unwegig die Strecke ist. Schnell einen Kameltreiber angequatscht, ein Kamel ausgesucht, und schon ging´s los. Sehr bequem wurde ich in den hinteren Teil des Tales gebracht, vorbei am Amphitheater, diversen Königsgräbern, durch die Säulenstraße bis hin zum Museum, von wo der obligatorische Pfad den Berg hinauf zum &#8220;Monastery&#8221; führt, der zweitberühmtesten Attraktion Petras.</p>
<div id="attachment_1436" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1436" title="p1060092" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060092.jpg" alt="Wüstenschiff" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Wüstenschiff</p></div>
<div id="attachment_1437" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1437" title="p1060199" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060199.jpg" alt="Amphitheater" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Amphitheater</p></div>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial;">Da, schau her:       <a title="Wüstenschiff" href="http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/jorgkamoeh.wmv" target="_blank">http://www.reisekreise.net/wp-content/uploads/2009/03/jorgkamoeh.wmv</a></span></p>
<p>In mir Humpelmann ein fixes Geschäft witternd, haben mich dann ungefähr 200 Eseltreiber angequatscht, ob ich nicht am Rücken ihrer langohrigen Freunde den Berg zum Monastery reiten wollte. Für viele Touris, nicht nur die alten und/oder fettleibigen, ist das die gewünschte Art, die 800 einst in den Fels geschlagenen Stufen bis zum Monastery zu erklimmen. Nachdem ich aber schon seit Monaten sehe, wie peinlich das aussieht, wenn ein erwachsener Mann auf einem Esel reitet und die Füße fast den Boden streifen, während der Esel fast unter dem Gewicht verreckt, war, ist und bleibt für mich klar, dass diese unehrenhafte Art der Fortbewegung für mich nicht in Frage kommt. Lieber sehe ich das Monastery nicht, hab ich mir gedacht. Aber weil ich ein zäher Sauhund bin, hab ich mich mit den Krücken auf den Weg gemacht und die Herausforderung angenommen&#8230;auch um mir zu beweisen, dass mein Comeback voll im Gange ist. Eine Stunde hab ich gebraucht und es war gar nicht so schwierig, bis auf ein paar kurze Passagen. Für die untrainierten Amys mit ihren hochroten Tomatenköpfen ist der Weg sicher anstrengender gewesen als für mich. Und für die Eselreiter auch. Denn auf dem Rücken eines Esels, der sich über steile und glattgewanderte Steinstufen quält und bei jedem Schritt eine mit der Rute drübergezogen bekommt, während der Eseltreiber wild herumschreit, kann man sich nicht wirklich entspannen. Und für die Weichteile des Mannes ist vor allem der talwärtige Ritt eine sicher unvergessliche Massage, aber negativ gesehen. Doch so oder so, für jeden zahlt sich der Weg aus. Denn wenn man die letzten Stufen geschafft hat, öffnet sich einem die Sicht auf das &#8220;Monastery&#8221;. Wow!</p>
<div id="attachment_1422" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1422" title="p1060112" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060112.jpg" alt="Monastery" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Monastery</p></div>
<p>Monastery heisst Kloster, Treasury heisst Schatzhaus&#8230;schon sehr seltsame Namen, die den fantastischen Kunstwerken hier gegeben wurden, obwohl man nicht recht weiss, ob es sich um Gräber oder Tempel gehandelt hat. Sicher waren es keine Klöster oder Schatzhäuser. Sieht man die monumentalen Werke und denkt man über den irren Aufwand nach, mit dem die zig Meter hohen Fassaden mit feinsten Details vor über 2000 Jahren in den Sandstein gehauen wurden, dann ist wohl soviel klar: Was der Mensch hier geschaffen hat, kann nur ein Ausdruck der Verehrung des Göttlichen und der Großartigkeit der Schöpfung sein. Wunderbar, beeindruckend!</p>
<p>Ich hab in einer Sandsteinhöhle einen Logenplatz mit Blick auf das Monastery gefunden, mich dort hingehockt und mit einem kleinen Weihrauchopfer meine Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht. Ich bin ein paar Stunden auf diesem Platz gesessen, der auch andere Wesen angelockt hat. Als erstes kamen viele verschiedene und bunte Vögel, die von den Körnern fraßen, die wohl ein paar Esel übriggelassen haben. Die Farbenpracht und Fülle der Vogelwelt hat mir viel Freude bereitet.</p>
<div id="attachment_1423" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1423" title="p1060210" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060210.jpg" alt="Kerlchen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kerlchen</p></div>
<p>Nach den Vögeln kamen die Esel, Tiere die ich ja gerne mag, solange ich nicht auf sie draufsitzen muß.</p>
<div id="attachment_1424" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1424" title="p1060151" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060151.jpg" alt="ich und der neugierige Esel" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ich und der neugierige Esel</p></div>
<p>Und dann kamen ein paar Beduinenkinder, mit denen ich dann ein bißchen gespielt hab. Diesmal aber mit weniger Action als noch zuletzt im Wadi Rum.</p>
<div id="attachment_1425" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1425" title="p1060158" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060158.jpg" alt="kleine Beduinin" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">kleine Beduinin</p></div>
<p>Irgendwann ist dann auch der Nane mit der Jause aufgetaucht und die Freude war perfekt. Wenig später sind wir talwärts gewandert, zumindest sind wir gemeinsam losgegangen. Der Nane ist voraus, weil er noch eine Bergtour vor sich hatte, die ihn näher an das Mysterium von Moses und den 10 Geboten führen sollte. Ich hab mir Zeit für den Abstieg und die Begegnung mit Beduinen genommen. Schöne Menschen, die hier teilweise noch in den Höhlen leben und den Touris Souvenirs verkaufen. Und die Beduinen sind auch sehr nett und gastfreundlich.</p>
<div id="attachment_1426" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1426" title="p1060107" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060107.jpg" alt="Beduinenmädchen mit Teekanne" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Beduinenmädchen mit Teekanne</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1427" title="p1060103" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060103.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Vor allem erfreute mich der Ausblick auf die fantastische Landschaft und die schönen Felsformationen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1428" title="p1060101" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060101.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1429" title="p1060104" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060104.jpg" alt="" width="360" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1430" title="p1060204" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060204.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Den Weg bis zur Treasury bin ich zurückgegangen, ganz langsam und vorsichtig mit ein paar Abstechern, wie zum Beispiel zu den Königgräbern. Eines davon hat mich besonders beeindruckt. Die große Halle hinter der Fassade hat eine gemaserte Sandsteindecke, die einem den Atem raubt.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1438" title="p1060183" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060183.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_1439" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1439" title="p1060168" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1060168.jpg" alt="natürliche Höhle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">natürliche Höhle</p></div>
<p>Der Ausflug nach Petra ist ein Höhepunkt unserer Reise durch Jordanien und sicher auch unserer Reise insgesamt. Was man hier sieht, gibt es sonst nirgends auf der Welt. Die Stadt gehört mit Recht zu den 7 Weltwundern. Nane und ich sind (nebenbei bemerkt) der Meinung, dass das weniger berühmte Lalibela in Äthiopien mindestens genauso großartig ist. Auf jeden Fall war es ein großartiger Tag für uns, wir sind äußerst begeistert und hundemüde ins Quartier zurück gegangen. Ich war auch sehr zufrieden und stolz, wie gut mich mein kranker Fuß getragen hat an diesem Tag.</p>
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		<title>Der Wanderzirkus humpelt weiter&#8230;Inshallah!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 22:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 6 Tagen des hochgelagerten Beines schau ich gar nicht mehr so schlecht aus. Ja, sogar ganz gut. Wenn ich daran denke, wie lang ich beim letzten Mal gebraucht habe, bis ich wieder ein wenig schmerzfrei war, dann verläuft die bisherige Heilung diesmal wunderbar schnell.
So konnte ich nach der heutigen Morgenmassage die ersten Gehversuche ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 6 Tagen des hochgelagerten Beines schau ich gar nicht mehr so schlecht aus. Ja, sogar ganz gut. Wenn ich daran denke, wie lang ich beim letzten Mal gebraucht habe, bis ich wieder ein wenig schmerzfrei war, dann verläuft die bisherige Heilung diesmal wunderbar schnell.</p>
<p>So konnte ich nach der heutigen Morgenmassage die ersten Gehversuche ohne Schmerzen, und am Nachmittag einen kleinen Spaziergang ums Haus wagen. Jetzt bin ich ins Internet gegangen, vorher hab ich mir noch Krücken gekauft, denn:</p>
<p>WIR FAHREN MORGEN WEITER!!! Wahrscheinlich und hoffentlich, wenn es mir morgen so gut geht wie heute. Und es wird wohl nur mal ganz behutsam vorgegangen. Eine kurze Strecke mit dem Taxi nach Petra, zur berühmten Felsenstadt, dort werd ich dann vielleicht auf einem Eselchen einreiten, Indiana-Jones für Arme.</p>
<p>Es war wohl nötig für mich, ein paar Tage alleine ans Bett gefesselt zu sein, unter dem Damoklesschwert des drohenden Heimfluges liegend. So konnte und mußte ich mir über vieles Gedanken machen, mein Inneres wieder ein wenig &#8220;nachjustieren&#8221; und meine Hinterläufe, die ja sowieso die ganze Zeit schon irgendwelche Mätzchen gemacht haben, mit Liebe und Zuwendung in Form von Massagen und Schmierungen verwöhnen. Ich bin mir über vieles klar geworden in den letzten Tagen. Auch darüber, dass ich weiterreisen aber dabei nichts erzwingen will. Jetzt bin ich zuversichtlich, daß es wieder passen wird, noch ein wenig kleinlaut für meine Verhältnisse, aber vielleicht ist das sogar gut, wenn man das zwischendurch auch in Erfahrung bringt&#8230;Wenn also alles so prima weiterläuft, brechen wir morgen auf und legen ein kleines Stück unseres Weges zurück, der weiter Richtung Israel führen soll.</p>
<p>Und der Nane freut sich auch, wenn wieder was weitergeht. Er hat mir viel geholfen in den letzten Tagen und sich einmal mehr als super Freund und Reisekollege erwiesen. Danke, lieber Nanito! Danken möchte ich auch den vielen lieben Menschen, die mich in den letzten Tagen aus der Ferne unterstützt haben, mit aufmunternden, positiven Gedanken und heilvoller Energie. Es ist schön zu sehen, so eine &#8220;Familie&#8221; zu haben, die sich in wahrhaftiger Anteilnahme aktiviert. Vielen, vielen Dank an alle!!</p>
<p>Ich bitte darum, dass sich unser weiterer Weg nach Israel ein wenig geschmeidiger weiteröffnen mag und dass er für mich halbwegs (und natürlich auch für den Nane) schmerzfrei und nicht zur Via Dolorosa wird! Aber wie wir wissen: der Mensch hält viel aus&#8230;die Heimwanderung der Israeliten und alles, was sich sonst noch auf diesem Boden hier schon abgespielt hat, war ja sicher auch kein Honiglecken.</p>
<p>Die Krücken kann ich hoffentlich bald wieder abgeben, die sind nämlich viel zu kurz für mich&#8230;</p>
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		<title>Äthiopien - Foto Highlights Part 2</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 20:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Foto-Highlights]]></category>

		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wegen des großen Erfolges des ersten Teils wird die Reihe der Fotos aus Äthiopien hiermit fortgesetzt und auch abgeschlossen. Und mir selber macht es am meisten Freude&#8230;wie sehr habe ich dieses Land lieben gelernt. Teil 1 war den Menschen gewidmet, der Hauptattraktion des Landes&#8230;aber zu sehen gab&#8217;s noch mehr&#8230;

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wegen des großen Erfolges des ersten Teils wird die Reihe der Fotos aus Äthiopien hiermit fortgesetzt und auch abgeschlossen. Und mir selber macht es am meisten Freude&#8230;wie sehr habe ich dieses Land lieben gelernt. Teil 1 war den Menschen gewidmet, der Hauptattraktion des Landes&#8230;aber zu sehen gab&#8217;s noch mehr&#8230;</p>
<div id="attachment_1385" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1385" title="p1040283" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040283.jpg" alt="Gelada Pavian oder &quot;Bleeding Heart Baboon&quot;-gibt's weltweit nur im abessinischen Hochland" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gelada Pavian oder&quot;Bleeding Heart-Baboon&quot;, rote Brust statt rotem Arsch</p></div>
<div id="attachment_1355" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1355" title="p1040357" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040357.jpg" alt="Kerlchen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">gähn-die Geladas leben auf 3000 -4000 Meter Höhe</p></div>
<div id="attachment_1356" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1356" title="p1030033" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030033.jpg" alt="fast ein Zweibeiner" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">fast ein Zweibeiner-normaler Pavian im Tiefland, keine rote Brust, dafür einen roten Hintern</p></div>
<div id="attachment_1357" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1357" title="p1020976" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020976.jpg" alt="Krokos" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Krokos</p></div>
<div id="attachment_1358" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1358" title="p1020969" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020969.jpg" alt="die Pelikane haben unsympatische Nachbarn" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Pelikane und ihre anstrengenden Nachbarn</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1360" title="p10300061" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10300061.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1361" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1361" title="p1030094" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030094.jpg" alt="Zebras" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Zebras</p></div>
<div id="attachment_1362" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1362" title="p1040319" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040319.jpg" alt="Erzraben-riesige Geräte" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Erzraben-riesige Geräte</p></div>
<div id="attachment_1386" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1386" title="p1040530" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040530.jpg" alt="der lammergeyer - auf deutsch Lämmergeier, klaro!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">the lammergeyer - auf deutsch der Lämmergeier, logo!</p></div>
<div id="attachment_1387" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1387" title="p1030508" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030508.jpg" alt="Greifvögel gibt es überall in Massen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Greifvögel gibt es überall in Massen</p></div>
<div id="attachment_1388" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1388" title="p1030542" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030542.jpg" alt="halbwilde Hyänen und ich" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">halbwilde Hyänen und ich</p></div>
<div id="attachment_1389" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1389" title="p1030585" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030585.jpg" alt="Cola- und Bier saufender Ziegenbock" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Cola- und Bier saufender Ziegenbock</p></div>
<div id="attachment_1390" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1390" title="p1030218" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030218.jpg" alt="Termitenburg" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Termitenburg</p></div>
<div id="attachment_1391" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1391" title="p1030653" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030653.jpg" alt="die Weite" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Weite</p></div>
<div id="attachment_1392" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1392" title="p1040653" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040653.jpg" alt="die Fälle des Blauen Nils" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Fälle des Blauen Nils</p></div>
<div id="attachment_1393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1393" title="p1040362" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040362.jpg" alt="in den Semien Bergen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">in den Semien Bergen</p></div>
<div id="attachment_1394" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1394" title="p1040445" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040445.jpg" alt="auch dort" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">auch dort</p></div>
<div id="attachment_1395" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1395" title="p1030736" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030736.jpg" alt="beim Wandern" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">beim Wandern</p></div>
<div id="attachment_1396" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1396" title="p1030755" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030755.jpg" alt="ein unvergeßlicher Ort" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein unvergeßlicher Ort</p></div>
<div id="attachment_1397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1397" title="p1030879" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030879.jpg" alt="Georgskirche zu Lalibela von unten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Georgskirche zu Lalibela von unten</p></div>
<div id="attachment_1398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1398" title="p1030907" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030907.jpg" alt="und von oben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und von oben</p></div>
<div id="attachment_1399" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1399" title="p1040161" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040161.jpg" alt="Marienkirche zu Axum" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Marienkirche zu Axum</p></div>
<div id="attachment_1400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1400" title="p1020739" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1020739.jpg" alt="Addis" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Addis</p></div>
<div id="attachment_1401" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1401" title="p1020797" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1020797.jpg" alt="St. Georgsbier und Cola auf Amharisch" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">St. Georgsbier und Cola auf Amharisch</p></div>
<div id="attachment_1402" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1402" title="p1040514" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040514.jpg" alt="Klassisch äthiopische Kirchendecke" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Klassisch äthiopische Kirchendecke</p></div>
<div id="attachment_1403" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1403" title="p1040600" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040600.jpg" alt="der Kaffee, wird hier nicht nur geerntet sondern köstlicher und charmanter serviert als sonst irgendwo auf der Welt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Kaffee, wird hier nicht nur geerntet sondern köstlicher und charmanter serviert als sonst irgendwo auf der Welt</p></div>
<div id="attachment_1404" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1404" title="p1040236" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040236.jpg" alt="Abendstimmung in der Strasse" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Abendstimmung in der Strasse</p></div>
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		<title>Die langen Tage von Aqaba</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 19:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, da sitze ich nun fest in der Stadt, die dem rechten der beiden Wurmfortsätze vom Roten Meer, dem Golf von Aqaba, den Namen gibt. Grundsätzlich ein sehr nettes Städtchen, so sagt man, alles ist sauber und ordentlich, die Leute sehr nett. Normalerweise bevölkern hier auch zahlreiche Touristen die Straßen, derzeit ist es aber ruhig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, da sitze ich nun fest in der Stadt, die dem rechten der beiden Wurmfortsätze vom Roten Meer, dem Golf von Aqaba, den Namen gibt. Grundsätzlich ein sehr nettes Städtchen, so sagt man, alles ist sauber und ordentlich, die Leute sehr nett. Normalerweise bevölkern hier auch zahlreiche Touristen die Straßen, derzeit ist es aber ruhig, weil kalt und eher unwirtlich.</p>
<p>Das alles weiß ich aber nur vom Nane, der seit Tagen in der Stadt herum strawanzt. Meine Welt sieht nämlich ein wenig anders aus. Ich liege da in meinem Hotelzimmer und höre nur die Geräusche vom Straßenleben, welches zwei Stockwerke weiter unten stattfindet und doch unerreichbar fern ist. Um 500 Uhr Früh heißt es zum ersten Mal „Allah u Akbar“, etwas später kommen die Autos, Huperei, Menschenstimmen, Handys, Rollläden rauf, Rollläden runter, Feierabend, Abendgebet…</p>
<p>Ein kühles Lüftchen kommt beim Fenster herein, immer wieder mal angereichert mit dem Duft von frisch gegrilltem Shawerma. Meine Mickey-Mouse-Bettdecke hält mich schön warm, nur mein geschwollener Fuß wird konstant mit Coolpacks weit unter der normalen Betriebstemperatur gehalten. Ein paar Mal am Tag kommt der Nane von seinen Spaziergängen heim, bringt was zum Essen mit und nimmt die Bestellungen für das nächste Ma(h)l entgegen. Mein lieber Freund versorgt mich super mit allem, was ich brauche, und das mit der großen Geduld und der feinen Art, die ihn so auszeichnet. Ohne seine Hilfe wäre ich hier aufgeschmissen und müsste wohl ins Krankenhaus gehen. Danke, lieber Nane! Übrigens: Beim letzten Mal, als ich in so einer Situation war, war es mein lieber Bruder und damaliger Mitbewohner Martin aka Ganse, der mir über sechs harte Wochen zur Seite gestanden ist, sein Studium gar nicht schweren Herzens ruhen hat lassen, und mir vom Essen bis zur guten Laune alles in mein Zimmer gebracht hat, wo wir gemeinsam unsere Skills an der Playstation perfektioniert haben. Danke für alles, lieber Ganse. Viel ist geschehen seit damals und es freut mich sehr, wie ich uns heute sehen darf.</p>
<p>Diesmal rennt alles ein wenig anders und bewusster ab als damals. Ich denke viel nach. Allerhand, was einem da so alles durch den Kopf geht…was wohl daheim gerade los ist…Familie, Freunde… die Vergangenheit, mein Weg in den letzten Jahren, Monaten und Wochen… Erfahrungen, Erinnerungen, Dankbarkeit…die Zukunft. Was wird wohl werden, für mich und den Rest der Welt?&#8230;neue Reiseziele…aber natürlich drängt sich meine derzeitige Situation auf…und dazu fällt mir einiges Interessantes ein…Ich schreibe auch viel. Vieles, was nicht auf den Blog kommt.</p>
<p>Mein Fuß ist noch immer sehr schmerzhaft und nur ein bisschen weniger geschwollen. Ich kann nicht auftreten und den Fuß nur wenig bewegen. Immer wieder schmiere ich, massiere, lege Eis auf, mache Umschläge, etc… Wichtig ist aber wohl die Ruhe und das Hochlagern. Sobald ich aufsitze und meinen Fuß auf den Boden stelle, hab ich einen pochenden Schmerz, dass ich fast durchdrehe.</p>
<p>Aber ich weiß ja schon vom letzten Mal, dass so was Zeit braucht. Also bleibe ich mal cool. Nach 3 Tagen in diesem Zimmer hab ich das Gefühl, als ob es schon mehr als eine Woche wäre. Die Zeit vergeht nur sehr langsam. Die Lektüre, die ich noch übrig hab, ist nicht besonders aufregend…dafür hab ich mich in meiner Not ein wenig mit einem Medium wieder versöhnt, von dem ich mich schon vor Jahren abgewendet habe…dem Fernsehen. Die Flimmerkiste in meinem Zimmer hat ungefähr 500 Kanäle eingespeichert. Wenn man aber zum Zappen anfängt, kommt man schnell drauf, dass der angepeilte Satellit wohl im Namen Allahs in den Orbit geschossen wurde und die arabische Fernsehwelt zwar komplett anders aber genauso einfältig ist wie die unsrige. Ca. zwei Drittel der Kanäle sind mit den Durchsagen von diversen Großmuftis und anderen bartumrandeten Radiogesichtern belegt. Der Großteil der restlichen Kanäle zeigt die arabischen Versionen von „Musikantenstadl“ und „In’s Lond eineschaun“. Eine handvoll internationale Sender hab ich dann doch entdeckt, als ich mir die Eselei angetan habe, mich durch die 500 Sender zu ackern. Euronews bringt nicht viel Neues, dennoch eine Abwechslung für mich, ich sehe Obama zum ersten Mal im TV. BBCNews detto. Der englische Movie-channel ist mein Rohypnol, wenn ich binnen Sekunden schlafen will. Doch siehe da, es gibt einen bescheidenen Hoffnungsschimmer:<br />
MTV-Arabia. Ich mag ja das Fernsehen echt nicht so sehr, weil es einem die Zeit klaut, viel Blödsinn verzapft und mich sowieso langweilt. MTV ist in dieser Hinsicht sicher keine Ausnahme, sondern vielmehr bei vielen Blödheiten noch Vorreiter. ABER: die bunte Welt der Musikvideos mag ich bei all meiner Medienignoranz doch sehr, und ich bin ja schon lang nicht mehr up to date. Und nach 5 Monaten der harten Realität und Reisen auf staubigen Straßen kann man ein Wiedersehen mit alten Freunden wie Sean Paul, Q-Tip, Biggie, Busta Rhymes, Lauryn Hill und Aaliyah, einen Blick nach NYC oder Jamaica sowie eine kleine Dosis Scheinwelt schon mal vertragen.</p>
<p>Ja, so ändert sich der Maßstab…gerade bin ich noch durch die bunte Welt der Korallenriffe getaucht, über den Soukh spaziert und in der Wüste mit den kleinen Beduinen herumgetollt. Und plötzlich wird man in die Bescheidenheit gezwungen und freut sich über ein paar bunte Bilder, die über die Mattscheibe flimmern, oder eine Falafel-Pita aus des Freundes Hand…und hoffentlich bald über den ersten schmerzfreien Schritt.</p>
<p>Die größte Freude machen mir die aufmunternden Mails, die mir der Nane aus dem Internet ins Zimmer liefert. Mein Dank geht an alle, die mir wohlwollende und unterstützende Gedanken und Worte schicken.Für jede Form von heilsamer Energie.</p>
<p>Auch wenn es gerade mal nicht so gut aussieht, bleibe ich optimistisch, dass wieder alles recht wird. Denn wie mein lieber Freund Hannes immer sagt: Es ist noch immer alles recht geworden! Wo? Das werden wir dann schon sehen…</p>
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		<title>Bruchlandung in Jordanien</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 12:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Dahab sind wir sehr zufrieden und auch gerne Richtung Jordanien aufgebrochen. Da die öffentliche Fähre sehr unzuverlässig sein soll und man manchmal einen Tag lang darauf warten muss, hatten wir den Tipp bekommen, doch mit einer der vielen Tagestouren, die von Sinai aus nach Petra und Jordanien gehen, mitzufahren.
Da gibt es ein supermodernes Schnellboot [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Dahab sind wir sehr zufrieden und auch gerne Richtung Jordanien aufgebrochen. Da die öffentliche Fähre sehr unzuverlässig sein soll und man manchmal einen Tag lang darauf warten muss, hatten wir den Tipp bekommen, doch mit einer der vielen Tagestouren, die von Sinai aus nach Petra und Jordanien gehen, mitzufahren.</p>
<p>Da gibt es ein supermodernes Schnellboot zwischen der Grenzstadt Taba und Aqaba, auf dem wir die einzigen Individualreisenden zwischen den Gruppentouris mit ihren Lunchboxen waren. Die Fähre umfährt sozusagen den Landweg, der über Eilat, den israelischen Zugang zum Roten Meer führen und damit einen bürokratischen Aufwand bedeuten würde. Alles ging prima, wir durften seltsamerweise nur niemandem sagen, dass wir anders als die übrigen Passagiere nicht mehr nach Ägypten zurückkommen werden. In Aqaba liefen wir nicht im Hafen sondern in der Marina, dem Yachtclub, ein. Dort wurde unser Pass von einem Officer abgestempelt: Visum für Jordanien, gültig für einen Tag. Das reicht nicht, sagten wir. Also wurden wir aufgefordert mitzukommen und in einen eigenen Wagen gesteckt, der uns Richtung Stadt brachte, zusammen mit einer hypernervösen Russin, die auch igendwo aufgetaucht ist. Wir fuhren ein wenig herum, bis uns irgendwo an einer Kreuzung durch das Autofenster unser Pass zurückgegeben wurde, mit neuem Stempel und handschriftlicher Notiz, diesmal angeblich gültig für einen Monat, inshallah! Eigenartige Vorgangsweise, aber: schon in den ersten Minuten merkten wir, dass die Jordanier um einiges netter und zuvorkommender als die Ägypter sind. Der Eindruck sollte sich fortsetzen.</p>
<p>Von Aqaba fuhren wir mit dem Taxi nach Wadi Rum, dem berühmten und spektakulären Wüstenabschnitt, in dem auch Lawrence von Arabien einst unterwegs war. Zumindest im Film, mehr weiß ich nicht. Das Wadi ist ein sehr beliebtes Touristenziel, und so ist am Eingang zum Protektorat ein riesiges und modernes Besucherzentrum aufgebaut. Wir haben dort Eintritt gezahlt und sind gleich weiter in das Beduinendorf, wo wir am Campingplatz übernachten wollten, um uns einmal einen Überblick zu verschaffen. Der Campingplatz war voll mit Kletterern, vor allem Franzosen, die von den tollen Wänden des Wadis wie von einem Paradies schwärmten. Wir gingen zumindest gleich einmal spazieren, beeindruckt von der tollen Umgebung. Auf meinem Spaziergang traf ich eine Gruppe mit jungen Beduinenbuben, die von der nahe gelegenen Hochzeit ausgerissen sind und mit denen ich dann auf einer alten Ruine ein wenig Fangen gespielt habe. Lustige Kerlchen.</p>
<p>In der Nacht registrierten wir irgendwann, dass wohl Regentropfen auf das Zeltdach fallen müssen. Eindeutig, aber höchst unerwartet. Am nächsten Tag war der Himmel grau und das Hauptgesprächsthema der Regen, der erste seit eineinhalb Jahren. Höchst überfällig und nötig für das Überleben von Tier und Mensch. Auch am Vormittag regnete es noch ein paar Mal, immer nur für Minuten. Außerdem war es saukalt, und so beschlossen wir, unseren Wüstenaufenthalt ein wenig abzukürzen und nicht unnötig lang in der Kälte zu bleiben. Also schnell eine Jeeptour für den Nachmittag mit anschließender Übernachtung in der Wüste organisiert, und los ging die Fahrt. Der Typ, der uns das verkauft hat, sagte noch auffallend betont „Good luck“ zu mir, und ich fragte mich, was da schon schief gehen sollte bei so einer kleinen Herumfahrerei. Leider war das Glück nicht so hundertprozentig mit mir, und so war unsere erste Station des Ausfluges auch schon die letzte. „Lawrence’s spring“ ist eine Quelle, die oberhalb des Talbodens aus einer Felsspalte quillt. Wir sind da halt einmal über die glatte und nassen Felsen hochgeklettert, besonders motiviert war ich eh nicht, aber es wurde eine gute Aussicht versprochen. Wieso also nicht. Die Quelle hatten wir bald angeschaut und sind ebenso schnell wieder Richtung Auto von Felsen zu Felsen geklettert. Und da hat es mich aufgestellt.</p>
<p>Ausgerutscht bin ich und dann ein wenig tiefer als geplant gelandet, so dass mein Knöchel so richtig ordentlich umknickte, wie vor 8 Jahren, als so ein Zwischenfall mein letztes Basketballspiel vorzeitig beendete, mir einen Gips und sechs Wochen Bettruhe und Schmerzen bescherte. Dementsprechend schockiert war ich, als ich registriert habe, was da jetzt geschah, und den kokosnussgroßen Knöchel aus dem Schuh zog! Verdammt! Was soll jetzt werden?</p>
<p>Ich hab mich gerade noch unter ärgsten, pochenden Schmerzen und einem ordentlichen Schweissausbruch zum Auto geschleppt und wir sind zurück ins Dorf. Die Beduinen waren nett und hilfsbereit und schon wenige Minuten später saßen wir in einem Wagen Richtung Aqaba.</p>
<p>Schnell ein Zimmer mit Fernseher (für die kommende Liegephase) und Kühlschrank (für die Coolpacks) gefunden, Sachen rein geschmissen und mit dem Taxi ins Militärspital gefahren, das gut und billig sein soll. Die Militärs waren sehr zuvorkommend und gut zu mir, der junge Arzt sprach perfekt Englisch, er war gerade von einer Auslandszeit in Australien zurückgekommen. Gebrochen und gerissen sei nichts, hieß es. Ich brauche nur viel Eis und ein paar Tage Ruhe, dann kann ich hoffentlich mit Krücken bewaffnet weiterreisen. Inshallah! Wenigstens hab ich keinen Gips bekommen wie beim letzten Mal im Wiener AKH. Der hat damals mehr zur Verschlimmerung als zur Heilung beigetragen.</p>
<p>Jetzt werden wir dann sehen, ob und wie die Reise weitergehen wird. Seit vorgestern liege ich also im Hotelzimmer und lege Eis bzw. Kohlblätter auf. Arnika und Topfen gibt es hier leider nicht. Hoffentlich kann ich mich bald wieder ordentlich bewegen und muss nicht nachhause fliegen. Immerhin haben wir noch sehr viel vor uns. Und es wartet eine ganz besondere Station der Reise auf uns.</p>
<p>Petra, die legendäre Felsenstadt. Im Buch über Moses hab ich einiges über die Umgebung von Petra gelesen. So soll der eigentliche Mosesberg laut der neueren Recherchen nicht am Sinai liegen, wo wir vor ca. einer Woche waren, sondern direkt bei der Felsenstadt Petra. Dort soll sich auch die Quelle befinden, die aus der Erde quoll, nachdem Moses seinen Stab reingerammt hat. (Obwohl ich von Quellenbesichtigungen mal nichts hören möchte.). Und auch das Grab des Moses will man dort identifiziert haben…Wie auch immer, ich hoffe, dass es uns vergönnt sein wird, wenigstens in die Nähe der ganzen Orte zu kommen, in die Felsenstadt selber…</p>
<p>Ob die Reise weitergehen kann, steht für mich echt auf der Kippe und wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Weil bevor ich hier wochenlang im Hotelzimmer rumkugel, flieg ich lieber nachhause. Ein bisschen ist die Schwellung schon zurückgegangen, jedoch kann ich noch keinen Schritt ohne Schmerzen gehen und den Fuß kaum bewegen. Also liege ich da, lege Eis auf und massiere. Der Nane versorgt mich gut mit Verpflegung und guter Laune sowie Nachrichten von draußen. Ich bitte um Heilung und wünsche mir sehr, dass die Reise weitergehen darf.</p>
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<div id="attachment_1370" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1370" title="p1050995" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1050995.jpg" alt="Nur die Mickey Mouse kann da noch grinsen!" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nur die Mickey Mouse kann da noch grinsen!</p></div>
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		<title>I have a dream &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 11:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[In der letzten Nacht vor der Abfahrt aus Dahab hatte ich einen sehr bewegenden Traum, den ich hier für mich und den etwaigen Leser festhalte und so meine Verletzungspause ein wenig ausfülle.
…Es findet ein großes Familientreffen im weiteren Kreise statt. Es ist ein bunter Haufen, der da mit all den verschiedenen Lebensgeschichten und Weltbildern zusammenkommt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Nacht vor der Abfahrt aus Dahab hatte ich einen sehr bewegenden Traum, den ich hier für mich und den etwaigen Leser festhalte und so meine Verletzungspause ein wenig ausfülle.</p>
<p><em>…Es findet ein großes Familientreffen im weiteren Kreise statt. Es ist ein bunter Haufen, der da mit all den verschiedenen Lebensgeschichten und Weltbildern zusammenkommt. Leider ist in der Vergangenheit die Konfrontation mit „dem Anderen“ innerhalb der Familie nicht immer einfach und ohne Konflikte abgelaufen. Die Fronten waren dabei wohl immer wieder dieselben und sind ziemlich offenbar. Aus der Erfahrung heraus bemüht man sich im Großen und Ganzen, gewisse Gesprächskonstellationen und -themen zu vermeiden, um den vorprogrammierten und schon oft durchgemachten Konflikten und der Ohnmacht und Hilflosigkeit, mit der man ihnen gegenübersteht, aus dem Weg zu gehen. Doch der Frieden ist höchst labil, da vieles, was sich im Laufe der Zeit aufgebaut hat, im Untergrund schlummert und ans Licht will.</em></p>
<p><em>In diesem Zusammentreffen bin ich (mehr in der Rolle des Zuschauers) dabei, als sich in einer Gesprächsrunde eine heikle Thematik ergibt, wo die verschiedenen Akteure voll in ihre typische Rolle einsteigen. Die Stimmung wird hitziger bis dann schließlich die Fetzen fliegen, es wir geschimpft und beleidigt, manche ziehen sich wortlos zurück. Es bleibt ein Trümmerhaufen und wieder einmal weiß man nicht, wie man damit umgehen soll.</em></p>
<p><em>Die eher gefühlsbetonten Familienmitglieder sind sehr betroffen, traurig, fassungs- und fast kopflos, handlungsunfähig und paralysiert. Auf der anderen Seite gibt es Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit, Schuldzuweisungen, Koalitionen, einen Sündenbock,…allerhand Grauslichkeiten, an denen sich die trennenden Kräfte gerne nähren. Die uralten Spannungen mussten sich also wieder einmal entladen, einem alten Muster und einem ewigen Rhythmus folgend…</em></p>
<p><em>Doch diesmal ist etwas anders. Für alle wahrnehmbar melden sich die Altvorderen aus dem Reich der Verstorbenen, die Ahnen, zu Wort. Mit all ihrer Autorität, mit Strenge und Bestimmtheit mahnen sie ein letztes Mal zum Frieden. Sie haben es zwar zu Lebzeiten teilweise auch nicht besser gewusst und haben somit auch ihren Anteil an dem Unfrieden, doch aus ihrer jetzigen Perspektive sehen sie die Zusammenhänge der Ereignisse und Konstellationen. Sie sehen klar, wie einzelne Akteure zum Instrument der trennenden Kräfte gemacht und von diesen missbraucht werden. Es ist für sie ein furchtbares Geschehen, unter dem sie leiden und das sie nicht mehr länger mit ansehen wollen. Sie wollen sich mit all ihrer Erfahrung als Helfer zur Verfügung stellen, vorausgesetzt, dass sie auch als solche erkannt und gehört werden.</em></p>
<p><em>Im Fall meines Traumes wird die Hilfe voll Dankbarkeit, Vertrauen und Hoffnung angenommen und die Streitparteien wurden für den arbeitsreichen und anstrengenden, aber auch lohnenswerten Friedensprozess gewonnen&#8230;</em></p>
<p>Dann bin ich aufgewacht, emotional sehr bewegt von dem haut- und wirklichkeitsnah Erlebten. Sofort nach dem Erwachen, als ich noch gar nicht richtig bei mir war, ist mir die klare Botschaft gekommen, dass der Traum ein Gleichnis ist für ein Geschehen, das sich im großen Maßstab genauso abspielt.</p>
<p>In den Tagen davor habe ich mich ja nicht zuletzt aufgrund unserer Reiseroute und der besuchten Örtlichkeiten viel mit Moses und der gemeinsamen Wurzel der drei abrahamitischen Religionen auseinandergesetzt. Während bei meinen Betrachtungen eher das Gemeinsame im Blickfeld steht, so fokussieren die Medien und die Leute im tagtäglichen Gespräch vor allem bzw. ausschließlich das Trennende&#8230; Der ganze Nahe Osten leidet seit langem unter dem Konflikt der Araber und Israeli. Aber es ist ja nicht nur hier und jetzt so, Die Geschichtsbücher gehen nur so über mit Kriegen, die sich zwischen den abrahamitischen Bruderreligionen und den durch sie geprägten Völkern und Kulturkreisen über Jahrhunderte abgespielt haben. Und wie es auch im kleinen Maßstab gilt, so sind das Leid und die Hilflosigkeit bei Konflikten innerhalb der Familie besonders groß. Um es bildlich und mit ein wenig Humor darzustellen: Moses, Abraham und co müssen ja nur so rotiert haben in ihren Gräbern, bei all dem, was sie schon mit ansehen mussten.</p>
<p>Geht man einen Schritt weiter und betrachtet so wie ich die gesamte Menschheit als Familie, dann ist die Thematik des Geschwisterstreites weltweit in voller Dramatik gegeben.</p>
<p>Es gibt wohl genug Menschen, die mit dem Begriff einer weltweiten Familie gewisse Schwierigkeiten haben mögen. Doch dass wir als Bewohner desselben Lebensraumes, unserer Mutter Erde, einer großen Schicksalsgemeinschaft angehören, das kann wohl keiner abstreiten. Und es scheint so, als ob sich das Schicksal von uns Erdenbewohnern ziemlich zuspitzen würde. Wie in meinem Traum gibt es große Schwierigkeiten und die damit verbundene Hilflosigkeit sowie in weiten Kreisen fehlendes Know-how für den Umgang mit den Nöten. Und es gibt ein großes Sehnen nach einer Wende. Es war in meinem Traum eine große Wende, als die alten Weisen mahnend aber auch hilfreich auftraten. Und es war und ist ein sehr tröstlicher Gedanke für mich, dass dies auch in einem weltweiten Kontext so sein könnte oder gar schon passiert. Wer also immer sie auch sein mögen, die hilfreichen und wohlwollenden Weisen. Ich möchte sie für alle Fälle hiermit auch schriftlich eingeladen haben, sich zu erheben und uns Menschen den Weg in eine würdigere Zukunft zu weisen.</p>
<p>Klingt wie ein Traum, nicht wahr?! War ja auch einer…aber ein sehr träumenswerter Traum. Wer mich kennt, der weiß, dass ich in meinem Grundwesen sehr bodenständig bin, also kein großer Träumer. Aber ich erlaube es mir zwischendurch einer zu sein. Und manchmal werden Träume auch wahr, wie auch der kleine Traum von meiner Reise, die ich in den letzten Monaten machen durfte. Und ich habe jenseits des Persönlichen noch viel größere Träume…</p>
<p>Es gibt in der Geschichte genug eindrückliche Beispiele für ganz große Träume und Wunder, die Wirklichkeit werden durften. Martin Luther King hatte einen Traum…40 Jahre später wurde Obama Präsident. Die deutsche Wende jährt sich heuer zum zwanzigsten Mal, undundund…</p>
<p>Also, wer immer da draußen an Träume und deren Verwirklichung glauben will, sei dazu ermutigt…They may say you’re a dreamer, but you’re not the only one!</p>
<div id="attachment_1367" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1367" title="blumenkreisklein" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/blumenkreisklein.jpg" alt="May peace prevail on earth!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">May peace prevail on earth!</p></div>
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		<title>Foto Highlights-Äthiopien Menschen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 14:20:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Foto-Highlights]]></category>

		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Da ich sooft an das geliebte Äthiopien zurückdenke und die Liebe bisher nur verbal und nicht in Fotos wiedergegeben wurde, nutze ich die Zeit hier in Dahab um ein paar Fotos von Äthiopien upzuloaden. Mich freut es extrem, die Bilder anzuschauen, ich hoffe auch den lesefaulen Betrachter&#8230;



detto


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich sooft an das geliebte Äthiopien zurückdenke und die Liebe bisher nur verbal und nicht in Fotos wiedergegeben wurde, nutze ich die Zeit hier in Dahab um ein paar Fotos von Äthiopien upzuloaden. Mich freut es extrem, die Bilder anzuschauen, ich hoffe auch den lesefaulen Betrachter&#8230;</p>
<div id="attachment_1305" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1305" title="p10208922" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10208922.jpg" alt="Natural Beauty" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Natural Beauty</p></div>
<div id="attachment_1306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1306" title="p1020854" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020854.jpg" alt="dem kids a go crazy" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">dem kids a go crazy</p></div>
<div id="attachment_1307" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1307" title="p1030265" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030265.jpg" alt="an der Wasserstelle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">an der Wasserstelle</p></div>
<div id="attachment_1419" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1419" title="p1030237" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1030237.jpg" alt="auch das ist Äthiopien: das kaffebraune Flusswasser wird in Omorate getrunken, weil es keinen Brunnen gibt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">aber auch das ist Äthiopien: das kaffebraune Flusswasser wird in Omorate getrunken, weil es keinen Brunnen gibt</p></div>
<div id="attachment_1308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1308" title="p1030052" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030052.jpg" alt="typisches Strassenbild" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">typisches Strassenbild</p></div>
<div id="attachment_1309" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1309" title="p1020871" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020871.jpg" alt="typisches Überlandstrassenbild" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">typisches Überlandstrassenbild</p></div>
<div id="attachment_1310" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1310" title="p1040776" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040776.jpg" alt="Fest in Addis" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Fest in Addis</p></div>
<div id="attachment_1312" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1312" title="p10303331" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10303331.jpg" alt="im Stadion zu Arba Minch" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">im Stadion zu Arba Minch</p></div>
<div id="attachment_1348" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1348" title="p1030661" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030661.jpg" alt="Busbahnhof" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Busbahnhof</p></div>
<div id="attachment_1349" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1349" title="p1020853" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020853.jpg" alt="Zwischenstopp" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Zwischenstopp</p></div>
<div id="attachment_1351" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1351" title="p1020881" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020881.jpg" alt="Kinder als Tragtiere" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Kinder als Tragtiere</p></div>
<div id="attachment_1350" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1350" title="p1030117" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030117.jpg" alt="flat tire...wie sooft" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">flat tire...wie sooft</p></div>
<div id="attachment_1313" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1313" title="p1040675" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040675.jpg" alt="Zuckerrohrverkauf" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Zuckerrohrverkauf</p></div>
<div id="attachment_1314" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1314" title="p1040229" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040229.jpg" alt="Markt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Markt</p></div>
<div id="attachment_1315" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1315" title="p1020870" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020870.jpg" alt="neugierige Kinder" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">neugierige Kinder</p></div>
<div id="attachment_1316" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1316" title="p1030202" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030202.jpg" alt="der Montessori Kindergarten in Dimeka" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Montessori Kindergarten in Dimeka</p></div>
<div id="attachment_1409" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1409" title="p1040054" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/03/p1040054.jpg" alt="superliebe Kinder - aber im Bus sind sie, wenn erst aufmagaziniert (=gefüttert) eine tickende Speib-bombe" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">superliebe Kinder - aber im Bus sind sie, wenn erst aufmagaziniert (=gefüttert) eine tickende Speib-Bombe</p></div>
<div id="attachment_1317" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1317" title="p1030211" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030211.jpg" alt="Hamer-Frauen am Markt (Rücken mit Schmucknarben)" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Hamer-Frauen am Markt (Rücken mit Schmucknarben)</p></div>
<div id="attachment_1318" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1318" title="p1030255" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030255.jpg" alt="Hamer-Frauen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Hamer-Frauen</p></div>
<div id="attachment_1319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1319" title="p1030162" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030162.jpg" alt="in der Hamer-Hütte" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">in der Hamer-Hütte</p></div>
<div id="attachment_1320" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1320" title="p1030309" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030309.jpg" alt="Mursi-Frauen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Mursi-Frauen</p></div>
<div id="attachment_1321" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1321" title="p1040595" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040595.jpg" alt="Kaffeaufwartung am Tanasee" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Kaffeaufwartung am Tanasee</p></div>
<div id="attachment_1322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1322" title="p1040255" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040255.jpg" alt="Kinder auf 3500 m Höhe in den Semienbergen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Kinder auf 3500 m Höhe in den Semienbergen</p></div>
<div id="attachment_1323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1323" title="p1040325" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040325.jpg" alt="auch dort" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">auch dort</p></div>
<div id="attachment_1324" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1324" title="p1030767" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030767.jpg" alt="Mädchen im Hochland" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Mädchen im Hochland</p></div>
<div id="attachment_1325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1325" title="p1040151" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040151.jpg" alt="zwei liebe Kerlchen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">zwei liebe Kerlchen</p></div>
<div id="attachment_1326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1326" title="p1030759" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030759.jpg" alt="einsamer Mönch im Hochland" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">einsamer Mönch im Hochland</p></div>
<div id="attachment_1327" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1327" title="p1030774" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030774.jpg" alt="Frau beim Wasserholen im Hochland" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Frau beim Wasserholen im Hochland</p></div>
<div id="attachment_1328" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1328" title="p1030960" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030960.jpg" alt="Mönche in Lalibela" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Mönche in Lalibela</p></div>
<div id="attachment_1347" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1347" title="p1020897" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020897.jpg" alt="Nationaldroge Chat" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Nationaldroge Chat</p></div>
<div id="attachment_1329" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1329" title="p1030030" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030030.jpg" alt="Veteran mit AK47" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Veteran mit AK47</p></div>
<div id="attachment_1330" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1330" title="p1040420" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040420.jpg" alt="Fanta-unser Scout in den Bergen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Fanta-unser Scout in den Bergen</p></div>
<div id="attachment_1332" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1332" title="p1020811" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020811.jpg" alt="in den Strassen von Addis" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">in den Strassen von Addis</p></div>
<div id="attachment_1333" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1333" title="p10207901" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10207901.jpg" alt="detto" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">detto</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_1335" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px;">
<li><img class="size-full wp-image-1334" title="p1020810" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1020810.jpg" alt="detto" width="500" height="375" /></li>
<li>detto</li>
</dl>
</div>
<div id="attachment_1336" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10304481.jpg"><img class="size-full wp-image-1336" title="p10304481" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10304481.jpg" alt="detto" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">detto</p></div>
<div id="attachment_1346" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1346" title="p1030423" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030423.jpg" alt="Afro" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Afro</p></div>
<div id="attachment_1337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1337" title="p1030452" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1030452.jpg" alt="detto" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">colourful</p></div>
<div id="attachment_1338" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1338" title="p1040041" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040041.jpg" alt="detto" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">detto</p></div>
<div id="attachment_1339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1339" title="p1040793" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040793.jpg" alt="im Kaffeehaus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">im Kaffeehaus</p></div>
<div id="attachment_1340" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1340" title="p1040549" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1040549.jpg" alt="Happy Ferenjis" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Happy Ferenjis</p></div>
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		<item>
		<title>„Mount Sinai“, „Gebel Musa“ oder „der Mosesberg“</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=1283</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 15:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Halbinsel Sinai ist ja ca. gleich groß wie Österreich, auch wenn sie nur als ein kleiner Zipfel an Afrika dranhängt. Auch wenn das Land in der Geschichte sehr umkämpft war und auch in den letzten Jahrzehnten zweimal den Besitzer gewechselt hat, handelt es sich doch nur um eine unwegige und zerfurchte Steinwüste. Heute ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Halbinsel Sinai ist ja ca. gleich groß wie Österreich, auch wenn sie nur als ein kleiner Zipfel an Afrika dranhängt. Auch wenn das Land in der Geschichte sehr umkämpft war und auch in den letzten Jahrzehnten zweimal den Besitzer gewechselt hat, handelt es sich doch nur um eine unwegige und zerfurchte Steinwüste. Heute ist der Sinai vor allem für den Tourismus bedeutend, zigtausende Touris fahren jährlich hierher ans Rote Meer. Im Landesinneren leben die Beduinen, ein eigener arabischer Stamm, von der Viehzucht und immer mehr von Wuestentouren.</p>
<div id="attachment_1284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1284" title="p1050828" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050828.jpg" alt="Beduine" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Beduine</p></div>
<p>Seinerzeit hat sich hier aber was abgespielt, das den Großteil der jetzigen Weltbevölkerung und auch uns Europäer maßgeblich beeinflusst hat, zumindest wenn man den Legenden glaubt. Ich tu das natürlich, weil ohne Legenden wäre das Reisen nur halb so interessant…</p>
<p>Wie wir als Bibelkundige wissen, hat Moses im Exil auf Sinai zuerst mit Gott über den brennenden Dornbusch kommuniziert, ist dann nach Ägypten zurück um die Israeliten abzuholen, und dann am Weg nach Kanaan kam er wieder hier vorbei, um am Berg Sinai die 10 Gebote zu empfangen. Auch das leckere und nahrhafte Manna ist hier vom Himmel gefallen.</p>
<p>Historisch ist die Figur des Moses bis heute nicht belegt, die ganze Geschichte basiert auf dem alten Testament. Moses gilt als der Begründer und Wegbereiter unserer Eingottreligionen (Christentum, Islam, Judentum), denen heute ein wenig mehr als die Hälfte der Menschen angehören. Eine immens wichtige Figur also…</p>
<p>Die Historiker und Archäologen haben ja viel herumspekuliert, wann sich die Geschichte von Moses und dem Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft abgespielt haben könnte. Ich lese gerade ein spannendes Buch dazu, welches die biblische Geschichte mit der des alten Ägyptens sehr interessant vernetzt.</p>
<p>Während die Historiker mit gutem Recht alles hinterfragen (ist ja ihr Job), sind sich anscheinend die Gläubigen etwas einiger, zumindest was den Ort der Begebenheiten anbelangt. So wurde schon 330 nach Chr. eine Kapelle an dem Ort errichtet, wo der brennende Dornbusch stand. Später wurde die Basilika „Zur Verklärung Christi“ (Verklärung ist wohl so was wie Erleuchtung!? Bleibt nur die Frage offen, was denn Erleuchtung ist.) und das Katharinenkloster errichtet, darum herum eine Festungsmauer. All das steht heute noch und ist ein viel besuchter Magnet für Pilger und noch viel mehr für strandmüde Touristen vom Roten Meer.</p>
<div id="attachment_1285" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1285" title="p1050821" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050821.jpg" alt="von aussen sehr gefaellig" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">von aussen sehr gefaellig</p></div>
<p>So oder so sind auch wir hingepilgert, immerhin hatte ich schon daheim einiges über das Kloster gehört, was mein Interesse geweckt hat. Wir haben einen Tag eingeplant, um das Kloster zu besuchen und den Berg Sinai, der gleich dahinter aufragt, zu besteigen.</p>
<div id="attachment_1286" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1286" title="p1050820" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050820.jpg" alt="...innen auch..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...innen auch...</p></div>
<p>Die Fahrt ging ca. 150 Kilometer durch eine tolle Wüstenlandschaft. Wir kamen zum Kloster und haben mit Entsetzen festgestellt, dass da schon viel zuviel Leute herum waren. Es ist zwar keine Saison hier jetzt, aber die Massen haben die meterdicken Klosterwände fast zum Bersten gebracht. In den schmalen Gängen herrscht ein Gedränge, dass man es mit der Angst zu tun bekommt. Man wird dabei einen Pfad folgend entlang gedrängt, der zuerst durch die Basilika führt und danach zum einst brennenden Dornbusch, der - wie die Bibelkundigen wissen – ja immer noch steht, weil ihn das Feuer ja nicht verzehrt hat. Ein ganz eigenartiges Treiben spielt sich da in den heiligen Mauern ab, Gott sei Dank nur 5 Mal in der Woche für drei Stunden. Die Touris kommen ja, obwohl das Kloster in den um diese Jahreszeit saukalten Bergen liegt, in der Badehose daher und müssen erst einmal mit ein paar Tüchern eingewickelt und klostertauglich gemacht werden. Danach schiebt sich die Meute murmelnd durch die Kirche, welche mit wunderbaren Ikonen, Mosaiken und Kunstwerken aus vielen Jahrhunderten ausgestattet ist. Ein paar der 20 (zu den besten Zeiten waren es 300-400) griechischen Mönche beobachten das Geschehen. Aus der Kirche raus wälzt man sich dann zum Dornenbusch, der aus einer ca. zwei Meter hohen Einfriedung raus wächst, und soweit der durchschnittliche Besucher hinauflangen kann, abgefleddert ist bis aufs letzte, da jeder versucht, sich ein Blatt zu krallen. Das haben wir auch mit Staunen beobachtet. Lustig, das manche erst beim Raufspringen und Abstreifen der leeren Zweige feststellen, dass der Dornbusch auch Dornen hat, die die vom Meerwasser geweichte Haut schmerzhaft aufritzen… <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_1287" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1287" title="p1050816" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050816.jpg" alt="...aber die vielen Leute..." width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">...aber die vielen Leute...</p></div>
<div id="attachment_1288" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1288" title="p1050817" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050817.jpg" alt="der beruehmteste Dornbusch der Welt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der beruehmteste Dornbusch der Welt</p></div>
<p>Ich bin ja sowieso kein Freund von Klöstern, meistens bekomm ich da das Grausen und die Beklemmung in den alten muffigen Gemäuern. Hier war ich besonders froh, wieder raus zu kommen, weg von den vielen Leuten!</p>
<p>Der Klosterbesuch war aus meiner Sicht eine Pleite und die Fahrt nicht wert. Umso mehr hab ich mir von der Bergwanderung danach erwartet. Und diese entschädigte wahrlich für das Klostertheater. Die Mühe der Bergbesteigung macht sich nämlich fast niemand. Nur in der Nacht soll der Berggipfel voll gesteckt mit Leuten sein, die sich von den Touranbietern und Reiseführern einreden lassen, dass man den Berg unbedingt nächtens erklimmen soll, um den Sonnenaufgang danach zu sehen.</p>
<p>Wir gingen tagsüber rauf, was den nicht zu unterschätzenden Vorteil hat, dass man was sieht und nicht all zu kalt hat. Kalt war es auch so, aber die rund 3400 Steinstufen bis zum 2300 Meter hohen Gipfel haben uns schon aufgewärmt. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir oben angekommen, außer uns war niemand da. Die Aussicht ist super, die Landschaft rundherum spektakulär. Oben stehen eine verschlossene Kapelle und ein Häuschen, wahrscheinlich zur nächtlichen Erstversorgung von unterkühlten Wanderern in Badehose. Wir haben ca. 4 Stunden mehr oder weniger alleine am Gipfel verbracht. Nur ein paar Wenige sind auf- und wegen der Kälte und des Windes gleich wieder abgetaucht. Wir haben die Aussicht und die Ruhe genossen. Ich habe der Geschichte um den großen Wegbereiter und Wanderer Moses gedacht und bin irgendwann auf einer großen Steinplatte liegend eingeschlafen. Eine schöne Kärntnerjause mit Speck und Hirschenwirschtln haben wir uns auch vergönnt, ein würdiges Mahl in alpiner Tradition an einem würdigen Ort. Zufrieden und gestärkt von Jause und dem schönen Ort haben wir uns vor Sonnenuntergang an den Abstieg gemacht, auf dem wir schon knapp unter dem Gipfel an zahlreichen, plötzlich aus dem Boden gestampften Labestationen und Souvenirständen vorbeikamen. Vorboten des wohl weniger würdigen nächtlichen Treibens, wo hunderte Lärmende in der Dunkelheit den Gipfel bevölkern, zumüllen und zukacken.</p>
<div id="attachment_1289" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1289" title="p1050831" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050831.jpg" alt="raufwandern" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">raufwandern</p></div>
<div id="attachment_1290" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1290" title="p1050824" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050824.jpg" alt="unterwegs a bissl schaun" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">unterwegs a bissl schaun</p></div>
<div id="attachment_1291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1291" title="p1050833" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050833.jpg" alt="Ankunft oben-noch trueb und saukalt" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Ankunft oben-noch trueb und saukalt</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1292" title="p1050841" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050841.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1293" title="dscf4919" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/dscf4919.jpg" alt="mit dem Speck kam auch die Sonne raus" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">mit dem Speck kam auch die Sonne raus</p></div>
<div id="attachment_1295" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1295" title="dscf49261" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/dscf49261.jpg" alt="einen abschnarchen am Spezialplatzl" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">einen abschnarchen am Spezialplatzl</p></div>
<div id="attachment_1296" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1296" title="p1050859" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050859.jpg" alt="san se nit liab?" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">san se nit liab?</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1299" title="p10508691" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10508691.jpg" alt="" width="500" height="281" /><br />
Höchst freudig sind wir im Tal angekommen und wieder Richtung Dahab gefahren. Es war ein super Tag und ein schöner Ausflug auf den Berg, der in seiner Heiligkeit und Schönheit die von Menschenhand geschaffenen Gemäuer bei weitem in den Schatten stellt…wie sooft. Moses ist ja auch in die Stille der Natur gegangen um die Stimme Gottes zu hören.</p>
<p>Die heilige Ruhe genieße ich jetzt auch wieder am und unter Wasser. Jetzt sind wir schon seit einer Woche hier, der Nane bringt gerade die Judith zum Flughafen und wird wohl schon ein wenig traurig sein. Ich hab von den beiden ja nicht soviel gesehen, aber soweit ich mitbekommen habe, hatten sie eine super Woche gemeinsam. So soll es sein! Und wenn der Nane jetzt auch noch keine Lust zum Arbeiten verspürt, dann freut er sich sicher schon auf das einstige Heimkommen und das Wiedersehen mit der Judith. Herumgebusselt haben sie ja soviel, dass es für eine gewisse Zeit reichen könnte… <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> Schaumer mal, wie lang! Ich bussel hier höchstens meinen Kopfpolster und brenne umso mehr auf weitere Reiseerlebnisse, die bald folgen werden, wenn wir erst ausgeruht und wieder aufgepackt sind. Demnächst in diesem Kino, Inshallah!</p>
<div id="attachment_1300" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1300" title="p1050881" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050881.jpg" alt="beim letzten beduinenmaessigen Essen mit der Judith" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">beim letzten beduinenmaessigen Essen mit der Judith</p></div>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=28.510833&amp;lng=33.955278&amp;openPostId=1283"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Dahab oder „Endlich einmal Urlaub!“</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 15:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 5 Monaten Leben aus dem Rucksack, über 15000 km und hunderten Stunden in verdreckten Bussen, Übernachtungen in zig verschiedenen und oft lausigen Quartieren, unzähligen „Where are you from?“-Gesprächen und womöglich tausenden geschüttelten Händen bin ich jetzt einmal froh über die heilige Ruhe hier in Dahab. Ja, das Reisen ist schon anstrengend. Jeder Tag will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach 5 Monaten Leben aus dem Rucksack, über 15000 km und hunderten Stunden in verdreckten Bussen, Übernachtungen in zig verschiedenen und oft lausigen Quartieren, unzähligen „Where are you from?“-Gesprächen und womöglich tausenden geschüttelten Händen bin ich jetzt einmal froh über die heilige Ruhe hier in Dahab. Ja, das Reisen ist schon anstrengend. Jeder Tag will geplant werden. Essen, Quartier und Tagesablauf checken. Ständig nach dem Weg oder nach anderen Dingen fragen,…</p>
<p>Bei all dem ist es ja erstaunlich und dennoch erwartungsgemäß, wie gut der Nane und ich harmonieren. Auch wenn wir uns den Spielraum lassen, jederzeit wenn nötig oder gewünscht getrennte Wege zu gehen (sei es für Stunden oder für Tage), ist es uns irgendwann klar geworden, dass wir schon seit Wochen täglich fast 24 Stunden zusammen sind. Von Stress oder gar Streit keine Spur, so reist es sich effizient und energieschonend. Wir sind wohl voll aufeinander und auf das gemeinsame Vorhaben abgestimmt, gleichsam wie ein perfekt funktionierender Organismus…echt erstaunlich, muss man schon sagen! Und dass, wo wir beide ja auch „sture Hund“ sein können.</p>
<p>Der Gradmesser für eine Freundschaft liegt für mich dabei sicher nicht darin, dass man keine Konflikte hat…aber für ein Projekt wie dieses, das ohnehin viel Kraft kostet, ist es natürlich für alle Beteiligten wichtig und schön, wenn nicht zuviel Energie mit interner Reibung draufgeht. So bleibt viel Raum für das Schöne und das Genießen von all dem, wofür man ja letztendlich die Reise auf sich nimmt. Also sei hier ausgedrückt, dass die Freundschaft mit diesem feinen Kerlchen und unsere gemeinsame Wanderschaft für mich ein einzigartiges Geschenk ist.</p>
<p>Hier in Dahab geben wir uns jetzt viel Ruhe und Erholung und auch ein wenig mehr Freiraum voneinander, damit es danach wieder in alter Frische weitergehen kann. Nane hat mit seiner Judith ein adäquates Liebesnest bezogen, während ich für wenig Geld eine genial-gemütliche Holzhütte am Ortsrand bewohne und direkt von meinem kleinen Balkon auf das 15 Meter entfernte Rote Meer und das dahinter liegende Saudi Arabien blicke. Das Rauschen des Windes und der Wellen ist das einzige Geräusch hier. Es sind nur wenig Leute da, da es hier auch Winter und nicht besonders warm ist. Aber in der Sonne ist es sehr angenehm, das Wasser hat ca. 20 Grad. Die Sonne wärmt meine Hütte tagsüber auf und in der Nacht gibt es kuschelige Decken. Sehr gemütlich alles.</p>
<div id="attachment_1281" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1281" title="p1050876" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050876.jpg" alt="Dahab am Abend" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Dahab am Abend</p></div>
<div id="attachment_1280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1280" title="p1050798" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050798.jpg" alt="mein Gehaeuse" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">mein Gehaeuse</p></div>
<p>Meine Hütte gehört zu einer Tauchschule, die nur ein paar Schritte weg ist und die uns würdig für gemeinsame Taucherfahrungen erschienen ist. Nette Leute, super Ausrüstung, faire Preise.</p>
<p>www.Sunsplash-divers.com</p>
<p>So sind wir gestern auch schon abgetaucht. Für Judith und Nane war es eine Prämiere. Während meine Freunde ganz mit sich selber und der Faszination der ersten Atemzüge unter Wasser beschäftigt waren, konnte ich schon mit aller Routine und Sicherheit ans Genießen der bunten Unterwasserwelt gehen. Wie sehr habe ich mich seit dem letzten Mal vor einem Jahr wieder auf das Tauchen gefreut. Was man unter Wasser am Riff zu sehen bekommt, lässt sich mit Worten nicht beschreiben. Einen kleinen Eindruck gibt ein Filmchen von meinem verrückten Cousin und treuen Stammleser Friedl, online unter<br />
http://www.youtube.com/watch?v=2IQ0W3zSVQo&amp;feature=channel</p>
<p>Friedl, dein Paragleitfilm rockt auch ziemlich und macht echt gusto:<br />
http://www.youtube.com/watch?v=9PmgMfmoW5k&amp;feature=channel</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=28.501&amp;lng=34.5134&amp;openPostId=1279"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Hatshepsut-Tempel und der Abschied vom Alten Ägypten</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=1264</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 15:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes in Luxor haben wir uns noch einmal auf das andere Nilufer begeben, konkret zum Besuch des Hatshepsut-Tempels. Frau Hatshepsut war eine von wenigen weiblichen Pharaoninnen und ließ dieses Heiligtum zu Ehren Amuns – so sagt man – am Fuß der mächtigen Felswände errichten. Schon von der Ferne sieht man den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes in Luxor haben wir uns noch einmal auf das andere Nilufer begeben, konkret zum Besuch des Hatshepsut-Tempels. Frau Hatshepsut war eine von wenigen weiblichen Pharaoninnen und ließ dieses Heiligtum zu Ehren Amuns – so sagt man – am Fuß der mächtigen Felswände errichten. Schon von der Ferne sieht man den riesigen Tempel, der recht modern wirkt und auch zu großen Teilen in der jüngeren Vergangenheit restauriert wurde. Berühmt wurde der Ort auch durch ein Attentat der Islamisten vor ein paar Jahren, das ca. 60 Touristen das Leben kostete und den ägyptischen Fremdenverkehr in eine Krise geschickt hat, von der er sich bis heute nicht vollkommen erholt hat.</p>
<p>Wir haben den Ort am späteren Nachmittag im Licht der untergehenden Sonne sehr genossen. Es waren nur wenige Gruppen unterwegs und so konnten wir auch das Allerheiligste in Ruhe betrachten, wenn auch nur aus der Ferne von der Absperrung aus. Die Atmosphäre in und vor den heiligen Hallen sucht ihresgleichen, es herrscht eine angenehme Energie. Ein würdiger Ort also, um in Anbetracht unserer baldigen Abreise aus dem Niltal Abschied von den alten Ägyptern zu nehmen. Viel haben wir gesehen und erlebt in den letzten Wochen, waren fasziniert von den Bau- und Kunstwerken sowie der Geschichte dieser alten Kultur. Auch wenn es jetzt schon spürbar war, dass es langsam reicht, haben wir uns noch einmal an alles erinnert und die aufkeimende Freude und Dankbarkeit zum Abschied in das Herz dieses wunderbaren Tempels gelegt.</p>
<div id="attachment_1267" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1267" title="p1050770" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050770.jpg" alt="Hatshepsut-Tempel" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Hatshepsut-Tempel</p></div>
<div id="attachment_1268" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1268" title="p1050775" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050775.jpg" alt="Habibi und Bakshish-jaeger" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Habibi und Bakshish-jaeger</p></div>
<div id="attachment_1269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1269" title="p1050777" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050777.jpg" alt="Osteuropaeische Touristen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Osteuropaeische Touristen</p></div>
<div id="attachment_1270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1270" title="p1050784" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050784.jpg" alt="ich vor dem most holy of holiest" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">ich vor dem most holy of holiest</p></div>
<div id="attachment_1271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1271" title="p1050768" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050768.jpg" alt="Nubisches Dorf" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nubisches Dorf</p></div>
<p>Beeindruckt und zufrieden sind wir abgezogen, voller Vorfreude auf die Weiterfahrt ans Rote Meer, die wir für den nächsten Tag schon vorbereitet hatten.</p>
<p>Also sind wir am letzten Tag nach dem Aufstehen noch ein letztes mal zum Nil hinuntergegangen, danach noch mal zu unserem Stammlokal und dann um 1600 Uhr zum Bus, der uns in ca. 12 Stunden –hieß es-  nach Dahab auf der Halbinsel Sinai bringen sollte. Für Nane war die Vorfreude doppelt groß, sollte er doch in Sharm El Sheikh seine geliebte Judith abholen, die für eine Woche zu Besuch kommt.</p>
<div id="attachment_1272" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1272" title="p1050793" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050793.jpg" alt="ein letztes mal sinnieren" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein letztes mal sinnieren</p></div>
<div id="attachment_1273" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1273" title="p1050760" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050760.jpg" alt="und einen Schal kaufen fuer die kuehleren Breiten... ;-)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">und einen Schal kaufen fuer die kuehleren Breiten... ;-)</p></div>
<div id="attachment_1274" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1274" title="p1050792" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050792.jpg" alt="Verkaufsladentisch mit allem, was die aegyptischen Ober- und vor allem Unterwelten hergeben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Verkaufsladentisch mit allem, was die aegyptischen Ober- und vor allem Unterwelten hergeben</p></div>
<div id="attachment_1276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1276" title="p1050794" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050794.jpg" alt="aufgepackt" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">aufgepackt</p></div>
<p>Und die 12stündige Fahrt sollte für uns ein Gradmesser werden, ob sich unser Sitzfleisch wieder regeneriert hat. Die Busfahrt dauerte aufgrund eines Motorproblems rund 10 Stunden zu lang und endete auch für mich in Sharm, wo die alte Kiste nicht mehr konnte und wir die Judith vom Flughafen holten. 22 Stunden im Bus also, aber unser Sitzleder war geradezu äthiopisch aushaltig. Wenn ich mir denke, wie ich noch vor wenigen Monaten in Peru regelrecht Angst vor meiner ersten 20stündigen Busfahrt hatte, dann bin ich jetzt schon ein wenig stolz, was ich an Geduld und Sitzfleisch dazu gewonnen habe. Ja, der Mensch hält viel aus. Dinge, die daheim ja niemand jemals auf sich nehmen würde.</p>
<p>Während der Nane die Judith vom Flughafengebäude geholt hat und sich schon auf eine Woche Liebestaumel eingestimmt hat, wurde ich draußen auf der Straße von unserem Taxifahrer, der sich als hinterfotziger Verbrecher offenbarte, so gepflanzt, dass ich meine Hand schon an seiner Gurgel gesehen habe. Der Gscheitere gibt nach und anstatt ihn zu würgen, hab ich ihm letztendlich das erpresste und viel zu hohe Fahrtgeld gezahlt und dieses sozusagen als Eintrittsgeld für den Sinai akzeptiert. Soll uns hier nichts Schlimmeres passieren. Die echt gemeine Gaunerei des Taxifahrers wird wohl Allah oder Osiris auf die Waagschale legen, hab ich mir gedacht. Geht ja mich nichts an.</p>
<div id="attachment_1275" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1275" title="p1050796" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050796.jpg" alt="erster Eindruck von Sinai" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">erster Eindruck von Sinai</p></div>
<p>Irgendwann sind wir dann nach 24 Stunden Reise in Dahab angekommen, mit einem guten Taxler. Für die Mühen wurden wir aber diesmal ordentlich belohnt. Judith hat reichlich Goodies mitgebracht von daheim. Aus Kärnten gab es Speck, Hirschenwürste und Kas-kigelen (eine Spezialität aus meiner näheren Heimat, die der Nane gar nicht kannte), dazu feines Schwarzbrot und ein paar Faschingskrapfen, ganz frisch aus der Tupperware, yummy! Ein wahres Fest für unsere nicht gerade verwöhnten Gaumen. Danke an die edlen Spender, die da sind meine Eltern und die Judith! Sozusagen als Nachtisch zog die Judith noch unsere verspäteten Weihnachtsgeschenke (von uns selber an uns selber) aus dem Rucksack: zwei brandneue Netbooks, kleine Alleskönnercomputer, mit meinem schreibe ich jetzt schon…außerdem einen neuen Rasierer für mich, neue Akkus für meine Kamera und noch ein paar Kleinigkeiten von der Wunschliste, die den Rucksack jetzt ungefähr doppelt so schwer werden ließen als er vorher war.</p>
<div id="attachment_1277" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1277" title="p1050803" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050803.jpg" alt="jetzt gehts dem nanito gut" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">jetzt gehts dem nanito gut</p></div>
<p>In Dahab dreht sich alles ums Tauchen und Surfen, das Wasser ist zwar eher kalt, aber es lockt mich schon sehr und ich freue mich, wenn ich dann endlich der Daumen nach unten zeigt (das ist beim Tauchen ein gutes Zeichen) und ich in die Ruhe und die Welt der bunten Fische absinken werde. Außerdem steht ein Besuch am heiligen Berg Sinai an, wo Moses die 10 Gebote empfangen hat. Viel Schönes also und hoffentlich ein wenig mehr Ruhe als im Rest von Ägypten. Das ist uns nämlich in den letzten 4 Wochen schon auch sehr anstrengend geworden.</p>
<p>Ahja, mit der nächtlichen und verschlafenen Fahrt über (oder unter?) den Suezkanal haben wir auch den afrikanischen Kontinent verlassen. Sicher nicht zum letzten Mal, kann ich zumindest von mir sagen…</p>
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		<title>Das Tal der Koenige-erst beinahe vom Himmel aus, dann ober- und unterirdisch</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 16:34:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern in der Frueh haben wir uns auf ein spezielles Abenteuer eingelassen. Hier in Luxor scheinen Heissluftballonfahrten ueber das Tal der Koenige sehr beliebt zu sein. Darauf wurden wir schnell aufmerksam. Ueber unser Hotel war die Sache spottbillig fuer ein paar Euro zu buchen und so waren wir schon angemeldet. Ich hab mich an mein letztes Flugerlebnis, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern in der Frueh haben wir uns auf ein spezielles Abenteuer eingelassen. Hier in Luxor scheinen Heissluftballonfahrten ueber das Tal der Koenige sehr beliebt zu sein. Darauf wurden wir schnell aufmerksam. Ueber unser Hotel war die Sache spottbillig fuer ein paar Euro zu buchen und so waren wir schon angemeldet. Ich hab mich an mein letztes Flugerlebnis, die Cessnatour ueber die Nazca-Linien in Peru, erinnert und mir  und auch gleich dem Nane insofern gesagt, dass es ja eh mehr um die Erfahrung in einem neuen Fluggeraet geht als um das, was unten so zu sehen ist. Und billiger als hier kommt man nicht zu seiner ersten Balllonfahrt.</p>
<p>Wie immer haben die Geschaefte, die man mit den Arabern macht, einen Haken oder beinhalten gewisse Halbwahrheiten. Also waren wir nicht ueberrascht, als es am Abend hiess, dass die Fahrt nicht wie versprochen um 4 losgeht, um den super Sonnenaufgang zu sehen, sondern erst 2 Stunden spaeter um 6. Als ich angefangen hab, die Sache detektivmaessig zu durchlichten, hat der Typ hinter der Rezeption zum Stottern angefangen und den Ballonmenschen angerufen und mir den Hoerer in die Hand gedruckt. Ja, das Wetter sei halt nicht so gut und blabla&#8230;wurscht, wir werden eh sehen, und die Sache kostet ja nicht viel.</p>
<p>Am naechsten Morgen kamen wir mit einer Gruppe von 20 Menschen aus diversen Hotels zusammengesammelt zum Ballon. Am Weg dorthin sah man schon, dass einige Ballons in der Luft waren, also war das Wetter wohl nicht der Grund fuer unsere Verschiebung. Ein paar ueberschwaengliche Amys waelzten ihre fetten Leiber aus dem Ballon heraus und erzaehlten uns, was sie nicht gerade alles erlebt haetten bei ihrem Flug ueber das landschaftlich tolle Tal der Koenige und diverse Tempel-lauter Attraktionen, die noerdlich von uns lagen, dort wo der Wind herkommt, wie ein alter Feluccafuzzi wie ich weiss. Wie also sollte der Ballon mit uns dorthin fliegen, wo die reichen Amys gerade hergekommen sind??? Die Antwort lautete klarerweise: gar nicht! Vielmehr haben wir uns auf eine agrikulturelle Luftexkursion ueber die Zuckerrohrfelder des Niltales begeben. Nachdem wir fast raketenhaft schnell aufgestiegen sind, was mich schon beeindruckt hat, sind wir ebensoschnell vom Nordwind erfasst worden und die tolle Felslandschaft um die koeniglichen Graeber verschwand bald in der Ferne. Gerade, dass sich noch ein Foto in die Richtung ausging. Ich glaub, ausser mir und Nane hat den Nepp nniemand abgecheckt, alle waren freudig erregt. Wir haben auch das beste daraus gemacht und einfach das Ballonfahren an sich genossen, fast wie ich es prophezeit hatte, und schauten uns das baeuerliche Leben und die Zuckerrohrernte von oben an. &#8220;Die Welt von oben fuer Arme&#8221;, dachte ich mir schmunzelnd. Interessant war der Blick ueber den Nil und die Felder und der scharfe Uebergang zur Sandwueste trotzdem, keine Frage! Und das Ballonfahren an sich machte schon Spass.</p>
<p>Nach 45 Minuten sind wir gelandet und wieder zurueck ins Hotel, wo ich mir natuerlich nicht den Spass nehmen liess, den Rezeptionisten, der uns die Tour verkauft hat, mit der ganzen Pleite zu konfrontieren. Das aber mit der gebotenen Coolness, weil es ja seine Sache ist, wie er Geschaefte macht. Wie solche Betrugsgeschaefte in Zukunft weitergehen, soll Allah entscheiden.</p>
<p>Fuer den Nane und mich war jetzt endgueltig klar, dass wir an unserem Weg als Individualtouristen festhalten werden und organisierte Gruppengeschichten in Zukunft noch restriktiver meiden bzw. (wenn gar nicht vermeidbar) durchleuchten werden.</p>
<p>In diesem Sinne sind wir dann heute alleine zum Tal der Koenige aufgebrochen. Schliesslich sollte der Besuch bei den Pharaonengraebern ein Hoehepunkt unserer Aegyptenreise werden.</p>
<p>Das Tal der Koenige liegt westlich des Nils, also setzten wir nach dem Fruehstueck mit der oeffentlichen Faehre ueber. Von der Anlegestelle sind es 10 Kilometer bis zu den letzten Ruhestaetten der Gottkoenige der 18. bis. 20. Dynastie. Den Weg legten wir elegant mit dem einzigen Taxi der Marke mit dem Stern zurueck, wie es sich fuer einen Besuch bei den Koenigen gehoert&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich hab in den letzten Tagen viel ueber das Tal der Koenige gelesen, vor allem die hoechst faszinierende Geschichte des Tut-Ankh-Amun, seines Grabes und der sensationellen Entdeckung desselben in den 20er-Jahren. Nachtraeglich sind wir ja froh, dass wir kein Visum fuer den Sudan bekommen hatten, und auf diese Art von Kairo aus druch Aegypten gereist sind. Dadurch haben wir schon im Museum in Kairo die Reichtuemer und Kunstfertigkeit des alten Aegyptens gesehen, von denen die tollsten Schaetze aus dem Tal der Koenige stammen. Also waren wir heute froh, dass es endlich soweit war.</p>
<p>Das Tal der Koenige ist von grossartiger landschaftlicher Schoenheit, rundherum ragen Kalksteinklippen in die Hoehe, in die die Pharaonengraeber reingegraben wurden. Um 1500 vor Chr. hat man begonnen, diese Felsgraeber anzulegen. Die damit verbundene Erwartung, dass in diesen ein besserer Schutz vor Grabraeubern gegeben sei, hat sich schon im Altertum als falsch erwiesen. So haben die modernen Entdecker die meisten Graeber schon in geoeffneten bzw. gepluenderten Zustand vorgefunden. Als das Tal der Koenige zu Beginn des letzten Jahrhunderts als ausgebeutet galt, hat nur noch ein Englaender namens Carter die Hoffnung gehabt, dass das vermisste Grab von Pharao Tut-Ankh-Amun irgendwo sein koennte. Nachdem ueber 7 Jahre gesucht wurde, war es 1923 soweit. Der sensationellste Fund in der Geschichte der Archaeologie wurde vollbracht und das einzige unbeschadete und vollstaendig gefuellte Pharaonengrab wurde geoeffnet. Die Schaetze, die daraus hervorgeholt wurden, sind weltbekannt. Tut-Ankh-Amun wurde dadurch zum bekanntesten aller Pharaonen und seine Entdecker zu den gefragtesten Maennern ihrer Zeit.</p>
<p>Tut-Ankh-Amun wurde als 9jaehriger zum Pharao und starb schon so im Alter von ca. 18 Jahren. Sein Tod kam ueberraschend und so wurde sein Grab sehr schnell hergerichtet. Viele der herrlichen Grabbeigaben stammten auch aus der Zeit seines Vaters Echnaton, dessen Erbe man damit gleich mitbegraben wollte, so heisst es. Tut-Ankh-Amun hiess uebrigens zuerst Tut-Ankh-Aton und wurde erst dann umbenannt, als der Status der Hauptgottheit wieder von Aton auf Amun ueberging. So, genug Theorie, den Rest bitte woanders lesen.  </p>
<p>Schon der Taxler hat uns gesagt, dass wir das Grab von Tut-Ankh-Amun ja nicht anschauen sollten, weil man dort 15 Euro extra zahlt, das Grab aber das kleinste und langweiligste im ganzen Tal sei. Tatsaechlich ist es ja auch so aehnlich, da der Pharao zu frueh gestorben ist (Theorien sagen, er wurde umgebracht) und schnell verscharrt werden musste, als war keine Zeit fuer langes Herumgraben und Malen. Die meisten Reisegruppen  gehen auch nicht hinein.</p>
<p>Fuer uns beide war es aber klar, dass wir in die bekannteste Grabkammer wollten, schon alleine des Spirits wegen. Immerhin liegt dort der beruehmteste der Pharaonen und der einzige, der immer noch in seinem Grab ist. Alle anderen Mumien sind im Museum. Und seine Geschichte und die seines Grabes faszinieren einfach, also muss man ihm auch die Ehre erweisen, beschlossen wir.</p>
<p>Es war unser erster Weg im Tal der Koenige und wir waren die einzigen Leute dort. So konnten wir alleine und ungestoert in die Grabkammer des Tut-Ankh-Amuns absteigen. Alles ist sehr klein und uebersichtlich, man fragt sich, wie all die Schaetze, die im Museum einen ganzen Fluegel fuellen, hier Platz hatten. In der Vorkammer liegt die Mumie des jugendlichen Pharaos in einem glaesernen Sarg. In der Hauptkammer ist der innerste der goldenen Sarkophage an seinem urspruenglichen Ort. Ich hab mir den Pharao, der bis auf Kopf und Fuesse unter einem weissen Baumwolltuch liegt, genau und lange angeschaut. Ich war zutiefst bewegt und mir sind irgendwann vor Trauer die Traenen gekommen. Ich bekam das Gefuehl, dass das kleine Kerlchen ein echt armer Teufel war und viel durchgemacht hat. Und nach seiner Entdeckung hat er ja auch keinen Frieden mehr gehabt. Zuerst hat man ihn ausgewickelt, mehrmals hat man ihn in die Roentgenapparate und CT-Roehren gesteckt, dabei ist ihm auch der Kopf und eine Hand abgefallen. Ja selbst das koenigliche Zumpferl soll zwischendurch mal verschwunden sein. Nein, Spass beiseite, mich hat der Besuch sehr tief beruehrt und der Habibi, der die Kammer bewacht, hat sich glaub ich sehr gewundert, was mit mir los ist. Dafuer hab ich ihm ein ordentliches Bakshish gegeben. Der ist naemlich auch ein armes Schwein. Er wacht hier nicht nur seit 30 Jahren jeden Tag sondern schlaeft auch Nacht fuer Nacht auf einer Matratze, die neben dem Sarg des Pharaos liegt. Das muss man sich mal geben&#8230;</p>
<p>Dannach haben wir uns 4 weitere Grabkammern angeschaut, die die Kammer Tut-Ankh-Amuns tatsaechlich an Grosse, Schoenheit und Kunstfertigkeit bei weitem uebertreffen. Mumien gibt es in den anderen Graebern keine mehr. Dafuer wunderbare und gut erhaltene Malereien und Reliefs, in jedem Grab ein einzigartiges Design. Also haben wir bewundert und gestaunt. Emotionelle Wogen gab es keine mehr, ausser der Freude und dem Vergnuegen, das uns die Besichtigungen bereiteten. Manche der Graeber gehen bis zu ca. 100 Meter in den Berg hinein, mit diversen Kammern, Geheimtueren, usw. Echt faszinierend.</p>
<p>Ausser den grossartigen Pharaonengraebern wird mir noch eine Sache im Tal der Koenige lang in Erinnerung bleiben. Das Grab des Tuthmosis III ist hoch auf den Klippen und gut versteckt errichtet worden. Nur ein in juebgster Zeit errichteter, schmaler aber hoher Treppenaufgang fuehrt dort hin. Als wir hinkamen, tauchten oben ein paar Leute auf, die wir noch herunterlassen wollten, bevor wir raufgingen. Offensichtlich eine Gruppe junger, koptischer Aegypter, angefuehrt von ihrem Priester. Es wurden immer mehr und wir warteten, bis alle herunten waren, was eine Weile dauerte. Die Kopten sind ja um einiges lockerer und lustiger drauf als die Moslems und haben gleich einmal mit uns Kontakt aufgenommen. Die ganze Gruppe war in super Laune und Freude, weil sie aus Alexandria den langen Weg zu den Koenigsgraebern gemacht und den Besuch sehr genossen haben. Die interkulturelle Begegnung war fuer uns und die Aegypter aeusserst erfrischend, lustig und herzlich. So gehoert es sich! Die Freude haben wir dann ins Grab des Tuthmosis raufgetragen.</p>
<p>Ein echt klasser und faszinierender Ausflug!</p>
<div id="attachment_1228" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1228" title="p1050667" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050667.jpg" alt="Blick Richtung Tal der Koenige, und leider auch Richtung Wind" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick Richtung Tal der Koenige (und leider auch Richtung Wind), rechts Felder, links Wueste</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1229" title="p1050659" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050659.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_1230" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1230" title="p1050662" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050662.jpg" alt="Blick zum Nil, Feuer brennen auf den Feldern, der Wind verblaest den Rauch nach sueden" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick zum Nil, Feuer brennen auf den Feldern, der Wind verblaest den Rauch nach sueden</p></div>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://Keine"></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd" style="text-align: left;">
<div id="attachment_1232" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1232" title="p10506761" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10506761.jpg" alt="Dorf am Uebergang zur Wueste" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Dorf am Uebergang zur Wueste</p></div>
<div id="attachment_1233" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1233" title="p1050675" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050675.jpg" alt="ueberall Zuckerrohr" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ueberall Zuckerrohr, und kein Rum weit und breit</p></div>
<div id="attachment_1234" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1234" title="p1050686" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050686.jpg" alt="die Ernte des suessen Rohres" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Ernte des suessen Rohres</p></div>
<div id="attachment_1235" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1235" title="p1050684" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050684.jpg" alt="Leben zwischen Bewaesserungskanaelen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Leben zwischen Bewaesserungskanaelen</p></div>
<div id="attachment_1236" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1236" title="p1050681" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050681.jpg" alt="trocknende Lehmziegel von den Ziegelmachern" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">trocknende Lehmziegel von den Ziegelmachern</p></div>
<div id="attachment_1238" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1238" title="p1050719" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050719.jpg" alt="verhaeltnismaessig koenigliche Anfahrt im Mercl" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">verhaeltnismaessig koenigliche Anfahrt im Mercl</p></div>
<div id="attachment_1239" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1239" title="p1050720" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050720.jpg" alt="ein paar andere waren auch noch da" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein paar andere waren auch noch da</p></div>
<div id="attachment_1240" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1240" title="p1050723" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050723.jpg" alt="beeindruckende Felslandschaft" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">beeindruckende Felslandschaft</p></div>
<div id="attachment_1241" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1241" title="p1050725" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050725.jpg" alt="ich mit Nanutex IV vor den Graebern" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ich mit Nanutex IV vor den Graebern</p></div>
<div id="attachment_1242" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1242" title="p1050724" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050724.jpg" alt="und hier in der Grabkammer von Ramses IX" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und hier in der Grabkammer von Ramses IX</p></div>
<div id="attachment_1243" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1243" title="p1050721" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050721.jpg" alt="Grab von Tut-Enkh-Amun" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Grab von Tut-Enkh-Amun</p></div>
<div id="attachment_1244" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1244" title="p1050727" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050727.jpg" alt="Nanito beim Warten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nanito beim Warten</p></div>
<div id="attachment_1245" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1245" title="p1050729" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050729.jpg" alt="der Auszug der Glaeubigen aus den heidnischen Unterwelten" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Auszug der Glaeubigen aus den heidnischen Unterwelten</p></div>
<div id="attachment_1247" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1247" title="p10507381" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10507381.jpg" alt="jede Menge neue Freunde" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">jede Menge neue Freunde</p></div>
<div id="attachment_1248" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1248" title="p1050739" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050739.jpg" alt="...und Innen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und -innen</p></div>
<div id="attachment_1249" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1249" title="p1050740" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050740.jpg" alt="ploetzlich war der Weg frei" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">ploetzlich war der Weg zu Tuthmosis III frei</p></div>
<div id="attachment_1250" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1250" title="p1050743" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050743.jpg" alt="wieder herausen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">wieder am Licht und in der Luft</p></div>
<div id="attachment_1251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1251" title="p1050750" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050750.jpg" alt="Blick vom Boot auf Luxor" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick vom Boot auf Luxor</p></div>
<div id="attachment_1252" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1252" title="p1050755" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050755.jpg" alt="Nubierin von der Westbank" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">am Westufer wohnen die Nubier</p></div>
</dd>
</div>
<p class="wp-caption-dd" style="text-align: left;"> </p>
<div id="attachment_1253" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1253" title="p1050756" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050756.jpg" alt="der Schiffsmotor-ein Wunderwerk unserer Hochkultur" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein riesiger Schiffsmotor-ein Wunderwerk unserer Hochkultur</p></div>
<p class="wp-caption-dd" style="text-align: left;"> </p>
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		<title>Die Tempel von Luxor und Karnak</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 17:59:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Luxor ist malerisch am Ostufer des Nils gelegen und wohl die Touristenhochburg von ganz Aegypten. Die hier in der Umgebung vorgefundene Dichte an Topattraktionen koennte hoeher nicht sein. Der normale Tourist geht hier mit seinem Kreuzfahrtsschiff vor Anker und faehrt dann im Schnelldurchgang alles ab, von den Tempeln bis zum Tal der Koenige mit den beruehmten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Luxor ist malerisch am Ostufer des Nils gelegen und wohl <em>die</em> Touristenhochburg von ganz Aegypten. Die hier in der Umgebung vorgefundene Dichte an Topattraktionen koennte hoeher nicht sein. Der normale Tourist geht hier mit seinem Kreuzfahrtsschiff vor Anker und faehrt dann im Schnelldurchgang alles ab, von den Tempeln bis zum Tal der Koenige mit den beruehmten Pharaonengraebern.</p>
<p>Wir haben hier in Luxor fast eine Woche eingeplant, genug Zeit fuer alles und auch zum entspannen. Wir sind in einem kleinen Hotel in einem vollkommen untouristischen Teil von Luxor abgestiegen. Der Stadtteil ist super, weil sich hier die Einheimischen geschaeftig tummeln und einen nicht bloed anquatschen wie auf der Tourimeile unten am Nil, sondern nur nett und ohne Geschaeftsabsicht, so wie man es gerne hat. Ausserdem gibt es ein legendaer gutes Essen zum legendaer guten Preis. Wenn wir hier zu lange bleiben und so weiterfuttern, werden wir bald aussehen wie die Aegypter&#8230;</p>
<p>Die Kehrseite der Medaille ist die fehlende Entspannungsmoeglichkeit im Hotel. Ok, die Dachterrasse und das Fruehstueck sind super, aber das Zimmer ist dermassen laut, weil der Hall in der engen Gasse den ganzen Strassenlaerm direkt bei unserem Fenster hereinleitet. Das heisst, dass man in der Frueh vom Gasverkaeufer geweckt wird, der mit seinem Fuhrwerk durch die Gassen jeder aegyptischen Stadt reitet und dabei mit einem riesigen Schraubenschluessel auf die Gasflaschen klopft, dass es einem auf 100 meter Entfernung schon fast das Trommelfell zerreisst und die potentiellen Kunden aufmerksam werden. Zweiteres ist vermutlich der Zweck des Laermes. Was der Gasverkaeufer nicht geschafft hat, erledigt dann der Muezzin oder die Putzfrauen im Stiegenhaus, die schon um 700 Uhr anfangen, ihre Besen lauthals gegen die Waende zu schwingen, begleitet von schallendem Getratsche und Gelaechter. Gegen laute Putzfrauen bin ich seit meiner Zeit im Studentenheim sowieso hoechst allergisch, ueberhaupt wenn ich im Hotel bin und dafuer zahle. Also musste ich schon am ersten Morgen zur Ruhe mahnen, was ganz gut gewirkt hat. Gegen den Laerm von draussen ist man aber machtlos, die Kinder spielen bis spaet in die Nacht Fussball, der Zeitungsverkaeufer bruellt sich die Seele aus dem Leib, dann kommen wieder Muezzin und Gasverkaeufer. Ein Fall fuer die Oropax also&#8230;der Nane pennt uebrigens so auch gut. Erstaunlich ist ja, dass &#8220;der Aegypter&#8221; gegen Laerm ueberhaupt nicht empfindlich ist, ja er scheint ihn sogar zu lieben. Waehrend ich diese Zeilen schreibe, kommt aus den Minilautsprechern des Internetladens ein furchtbarer Krach, der wohl irgendwann einmal als Musik aufgenommen wurde. Dazu schreien die Computerspielenden Kinder, die wohl schon taub von der grausamen Musik sind, lauthals herum, dass man es kaum aushaelt. Hier stoert der Wirbel niemanden, meine Laermempfindlichkeit nimmt aber mit jedem Tag zu und gottlob habe ich meinen mp3-Player, der den Laermenden immer wieder mit schoener Musik das Leben rettet.</p>
<p>Zusaetzlich zum Laerm hat mich in den letzten Tagen noch eine fuer ca. 24 Stunden andauernde Schluckaufattacke heimgesucht, von der ich heute noch Muskelkater im Zwerchfell habe. Abgesehen davon, und davon dass unser Zimmer kalt wie die Grabkammer von Tut-Enkh-Amun ist, fuehlen wir uns in Luxor sehr wohl. Die Menschen sind freundlich, es gibt viel zu sehen und das Essen schmeckt (Prioritaet in dieer Reihenfolge).</p>
<p>Luxor liegt direkt am Nil und frueher, als Luxor noch Theben hiess, war hier viele Jahrhunderte lang das Zentrum des weltlichen und spirituellen Aegyptens. Hauptattraktion des Ortes selber ist der Tempel, welcher mitten in der Stadt ist. Besonders am Abend lohnt sich ein Besuch, wenn die grosse Saeulenhalle und die schoenen Reliefs und Statuen eindrucksvoll beleuchtet sind. Mehr als die optischen Eindruecke ist mir von dem Tempelbesuch, welcher ja auch schon wieder 2 Tage zurueckliegt, nicht in Erinnerung. Wir sind jetzt auch schon an einem Punkt angelangt, wo man nicht mehr soviel Theorie und auch von den Eindruecken nur noch das Beste aufnehmen kann. Akuter Tempel-Overkill!! Dennoch ist man immer wieder aufs hoechste fasziniert, wenn man durch die heiligen Hallen wandelt. Wer an Theorie interessiert ist, gehe auf <a href="http://www.wikipedia.org">www.wikipedia.org</a> oder auch auf <a href="http://www.reisekreise.at">www.reisekreise.at</a> , wo sich (Halb-)Wissen und Schmaeh geradezu genial vereinen.</p>
<p>Gestern waren wir beim Tempel von Karnak, dem wichtigsten Tempelheiligtum der alten Aegypter, welches 3 km ausserhalb von Luxors Stadtzentrum liegt. Der Amuntempel gilt als das groesste jemals gebaute Tempelbauwerk der Welt und ist wahrlich grandios. Besonders beeindruckten mich die Obelisken und die gewaltige Saeulenhalle. Viel mehr schreib ich dann gar nicht dazu, dafuer gibts ein paar Fotos. Mittlerweile ist man ja wie gesagt tempelmaessig schon ein wenig gesaettigt, und so nimmt man sich auch zwischen den Monumenten ganz gemuetlich die Zeit zum Leutebeobachten, was auch eine angenehme Abwechslung ist. Das anfangs nach der Ankunft in Aegypten geschockte Auge hat sich an die Touris mittlerweile auch schon gewoehnt, und manchmal sind sogar ein paar ganz ansehnliche Botschafter bzw. -innen aus der europaeischen Heimat dabei. Und die Einheimischen wissen es zu schaetzen, wenn einmal ein Auslaender nicht gestresst herumrennt und ein wenig Zeit zum Quatschen hat oder fuer ein Handykamera-Foto mit ihnen posiert.  </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=25.7006&amp;lng=32.6392&amp;openPostId=1196"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_1209" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1209" title="p1050628" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050628.jpg" alt="Blick von Luxor uber den Nil auf die Westbank, wo auch das Tal der Koenige ist " width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick von Luxor uber den Nil auf die Westbank, wo auch das Tal der Koenige ist </p></div>
<div id="attachment_1210" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1210" title="p1050688" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050688.jpg" alt="in den Strassen unseres Viertels" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">in den Strassen unseres Viertels</p></div>
<div id="attachment_1211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1211" title="p1050717" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050717.jpg" alt="unsere Essensdealer" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">unsere Essensdealer</p></div>
<div id="attachment_1212" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1212" title="p1050654" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050654.jpg" alt="unser Saftdealer mit seiner Zuckerrohrpresse" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">unser Saftdealer mit seiner Zuckerrohrpresse</p></div>
<div id="attachment_1213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1213" title="p1050656" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050656.jpg" alt="und noch ein Habibi aus der Nachbarschaft" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">und noch ein Habibi aus der Nachbarschaft</p></div>
<div id="attachment_1214" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1214" title="p1050631" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050631.jpg" alt="Luxortempel tagsueber" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Luxortempel tagsueber</p></div>
<div id="attachment_1215" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1215" title="p1050633" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050633.jpg" alt="Obelisk und der Ramses" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Obelisk und der Ramses</p></div>
<div id="attachment_1216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1216" title="p1050638" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050638.jpg" alt="immer wieder Ramses" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">immer wieder Ramses</p></div>
<div id="attachment_1217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1217" title="p1050641" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050641.jpg" alt="Saeulenhalle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Saeulenhalle</p></div>
<div id="attachment_1218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1218" title="p1050644" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050644.jpg" alt="beleuchtet" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">beleuchtet</p></div>
<div id="attachment_1219" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1219" title="p1050649" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050649.jpg" alt="Frontansicht am Abend" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Frontansicht am Abend</p></div>
<div id="attachment_1220" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1220" title="p1050690" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050690.jpg" alt="Allee von Sphinxen mit Widderkoepfen in Karnak" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Allee von Sphinxen mit Widderkoepfen in Karnak</p></div>
<div id="attachment_1221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1221" title="p1050693" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050693.jpg" alt="in der gigantischen Saeulenhalle, Menschen sehen wie Zwerge aus" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">in der gigantischen Saeulenhalle, Menschen sehen fast wie Zwerge aus</p></div>
<div id="attachment_1222" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1222" title="p1050713" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050713.jpg" alt="und manche Zwerge sehen fast wie Menschen aus" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">und manche Zwerge sehen fast wie Menschen aus</p></div>
<div id="attachment_1223" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1223" title="p1050699" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050699.jpg" alt="Obelisken" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Obelisken</p></div>
<div id="attachment_1224" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1224" title="p1050700" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050700.jpg" alt="ein Skarabaeus, holy Mistkaefer" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein Skarabaeus, holy Mistkaefer</p></div>
<div id="attachment_1225" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1225" title="p1050698" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050698.jpg" alt="Steinmetzkunst" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Steinmetzkunst</p></div>
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		<title>Von Assuan nach Luxor-mit der Felucca den Nil hinunter</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 18:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 7. Feber sind wir mit der Felucca in Assuan losgefahren. Wir waren nur 3 Passagiere: Nane, ich und Gerhard aus Muenchen. Betreut wurden wir von Mohammed aka Captain Cook (seltsamerweise der einzige von hunderten Feluccakapitaenen, der diesen originellen Namen hat), und von seinem Freund Captain Jimmy, dessen wahren Namen wir nicht kennen. In Assuan wird man ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 7. Feber sind wir mit der Felucca in Assuan losgefahren. Wir waren nur 3 Passagiere: Nane, ich und Gerhard aus Muenchen. Betreut wurden wir von Mohammed aka Captain Cook (seltsamerweise der einzige von hunderten Feluccakapitaenen, der diesen originellen Namen hat), und von seinem Freund Captain Jimmy, dessen wahren Namen wir nicht kennen. In Assuan wird man ja alle 3 Minuten von Feluccatypen angelabert, aber der Mohammed war uns auf Anhieb sympatisch. Ein herzlicher und angenehm-ruhiger Typ, der mit seinen 36 Jahren schon 23 Jahre Berufserfahrung hat und dementsprechend abgebrueht ist. </p>
<p>Also sind wir planmaessig ausgelaufen. Der Platz auf der Felucca war fuer uns mehr als grosszuegig, das ganze Deck ist mit einer kommoten Matte ausgelegt, wo man den ganzen Tag herumkugeln kann, ohne dass einem einer der anderen Passagiere zu Nahe kommt. Gekocht und geschlafen wird auch an Bord, gepinkelt wird ueber die Bordkante.</p>
<p>Schon wenige Minuten nach dem Start realisierte ich, wie gemuetlich die naechsten Tage sein werden. Nach den doch irgendwie anstrengenden Tagen im touristischen Assuan wird das genau das Richtige sein, beschloss ich und liess mir einen Jubelschrei entlocken. Und, um es vorwegzunehmen: Die Jubelstimmung war nicht voreilig, sondern sollte die ganze Fahrt ueber anhalten.</p>
<p>Die Fahrt den Nil hinunter gehoert zu den schoensten Reiseerlebnissen, die ich bisher hatte. Man faehrt stromabwaerts und kreuzt gegen den Wind, der hier immer von Norden kommt und damit das spaetere stromaufwaertige Heimfahren der Feluccen ermoeglicht. Durch das Kreuzen faehrt man staendig von einem Ufer zum anderen und bekommt so sehr viel vom Leben am Wasser mit. Viel mehr als die normalen Touristen, die auf den ueber 300 komfortablen Kreuzfahrtschiffen am Nil unterwegs sind und hoch ueber dem Wasser sitzen. Von der Felucca aus kann man direkt die Fuesse ins kuehle Nass strecken. Ein hautnahes Erlebnis also. Schon beim Wegfahren bemerkten wir, dass die Leute auf den Decks der grossen Dampfschiffe uns um unser exklusives, leises und gemuetliches Gefaehrt beneideten. Dabei ist die Felucca mit Abstand das guenstigste Transportmittel am Nil (3 Tage und Naechte inklusive Essen und Trinken kosteten uns schlappe 30 Euronen pro Person).  Von den vielen Feluccen, die in Assuan unterwegs sind, fahren aber nur wenige fuer mehrere Tage stromabwaerts, da in Aegypten kaum noch Individualtouristen unterwegs sind, die meisten Menschen mit den organisierten Dampfertouren kommen, und gar nicht wissen, was ihnen entgeht. So ist gemeinsam mit uns nur eine Felucca mit zwei Franzosen am selben Tag abgefahren.</p>
<p>Vom Wasser aus wird einem erst so richtig klar, was sich da an den Ufern des Flusses so abspielt. Das ganze Leben in Aegypten konzentriert sich an der Lebensader Nil. Ueberall gibt es knatternde Pumpwerke, die das Wasser auf die Felder und in die Siedlungen befoerdern. Wasserbueffel und Esel sind die verbreiteten Nutztiere, hie und da sieht man ein Kamel. Fischer sind in ihren Booten unterwegs, Kinder spielen am Wasser,&#8230; Ueberall stehen Dattelpalmen, Orangenbaeume, Reisfelder, Zuckerrohr, alles ist saftig und fruchtbar, dahinter wird aber schon die Wueste sichtbar. </p>
<p>Die Doerfer in diesem Abschnitt des Nils sind auch zu einem grossen Teil von den schwarzen Nubiern bewohnt. Starke und sehr schoene Menschen. So goennten wir uns bei unseren Stops an den diversen Sandbaenken auch das untouristische Vergnuegen, in die kleinen und armen Doerfer reinzuschauen und den Menschen zu begegnen, die hier ihr baeuerliches Leben fuehren. Englisch kann hier kaum jemand und wenn, dann nur ein paar Wortfetzen. Aber was wir hier erlebt haben, hat die schlechte Laune und die nervigen Typen von Assuan schnell vergessen gemacht. Was waren die Leute lieb hier! Alles ganz anders, freundliche Menschen, quicklebendige und lustige Kinder tollen zwischen den Haeusern herum. Vor allem die Frauen waren hier sehr offen und interessiert an uns, luden uns ins Haus ein und gaben uns Tee. Geredet haben wir ja nicht viel. Die Kommunikation beschraenkt sich mit den Frauen auf Laecheln und mit den Maennern auf Haendeschuetteln und Schulterklopfen. Aber nett und herzlich war es! Ich rede ja dann immer gleich Kaerntnerisch, wenn die Leute sowieso kein Englisch koennen, da kommen die Gefuehle besser rueber (hab ich von meinem Freund Geraldo aus Millstatt gelernt, der auf diese Weise weltweit erfolgreich Herzensbruecken baut und in jedem guatemaltekischen Dorf 15 Amigos sitzen hat).</p>
<p>Die Leute schreiben hier wohl die echte Gastfreundschaft gross. Geld fuer die Bewirtung nimmt hier niemand an. Die Begegnung mit den lieben Menschen, den echt sehr ansehnlichen Frauen und den lustigen Kinder waren eine wahre Wohltat nach der ganzen nervigen Hustlerei in Assuan, das eindeutig durch den Tourismus so stressig geworden sein muss. Und man sieht eindruecklich, wie schnell sich das eigene Bild von der Umgebung wieder aendern kann. Schade, dass nur wenige Aegyptenreisende in den Genuss solcher Begegnungen mit den einfachen Bauern am Land kommen, wie wir ihn hatten. Das verbreitete Bild vom schreienden Kameltreiber, der die Touristen betackeln will und seine vermummte Frau unterdrueckt, laesst sich dann naemlich nicht mehr halten. Ich bin dankbar, diese schoene Seite von Aegypten gesehen zu haben. Ich weiss jetzt, wie liebevoll die Menschen hier in ihrer Essenz sind.</p>
<p>Zwei Stops machten wir zur Tempelbesichtigung. Einen in Kom Ombo, einem Doppelheiligtum fuer die Krokodilgottheit und Horus, der zweite Stop fand in Gebel Silsila statt, wo der wichtigste Sandsteinbruch zur Gewinnung der grossen Tempelbausteine der alten Aegypter war. Eine nette Abwechslung zwischendurch, schoene Plaetze und kaum Leute ausser uns.</p>
<p>Die meiste Zeit verbrachten wir aber schauend, schlafend und dann wieder mal essend an Bord. Das einfache Essen war sehr schmackhaft. Ausserdem hatten wir es mit Gerhard total nett und lustig. Er ist nicht nur ein gespraechiges Kerlchen sondern auch seit Jahrzehnten als Reisejournalist fuer den BR taetig. Seinem Naturell als Plaudertasche und unserem Interesse folgend hat er uns viele Geschichten aus seiner Berufs- und Lebenserfahrung erzaehlt. Ja, man koennte schon sagen, dass wir in den paar Tagen am Nil Freunde geworden sind.</p>
<p>Unsere Captains waren auch sehr feine Typen. Ihr ohnehin sehr entspanntes Wesen hat unsere Besatzung auch durch den regelmaessigen Konsum von Ganja (=Marijuana) unterstuetzt. Das Pofeln von Gras ist hier in Oberaegypten recht beliebt und wird keineswegs als so suendhaft wie der Konsum von Alkohol angesehen. So haben die beiden immer, wenn wieder was erledigt war, 2 Riesentueten zusammengerollt und weggeheizt. Nach dem Auftackeln in der Frueh, nach jedem Essen und jedem Gebet. Und vor dem Schlafengehen eine Extraportion mit Leuten aus der Umgebung, die gerne auf einen Plausch am Boot vorbeischauen. Typische Kiffer halt, wie man sie kennt. Dafuer waren sie auch entsprechend gemuetlich drauf. Vor allem Mohammed hat auch gerne mit uns gequatscht, von seinem Leben erzaehlt und umgekehrt unseren Geschichten gelauscht. Besonders Aethiopien hat ihn sehr interessiert. Ist ja auch klar, 85% von dem Wasser, auf dem er herumschippert, kommen ja vom Tanasee in Aethiopien, wo wir noch vor wenigen Wochen waren. (Nur 15% kommen ueber den weissen Nil aus Uganda vom Victoriasee.)  </p>
<p>Besonders schoen und dringend noetig war fuer mich aber die Ruhe, die wir in diesen 3 Tagen und Naechten hatten. Kein Menschengedraenge, keine Schreierei, keine Touristen. Und die Weite, der freie Himmel, der Wind , die frische Luft, die Aussicht, kein enges Hotelzimmer. Gebadet haben wir im heiligen Wasser des Nils, uebernachtet an Deck. Der Vollmond, die Sonnenauf- und Untergaenge, alles war so, wie es das Herz begehrt&#8230;einfach die Seele baumeln lassen&#8230;wie ein Baby herumliegen und gewiegt werden&#8230; ahnungslos aber entspannt der Dinge harren, die da am Strom des Lebens daherkommen werden&#8230;die Fluten des Nils wegwaschen lassen, was im Laufe der Reise schon alles an den Nerven gesaegt hat.</p>
<p>Ein traumhaftes Erlebnis fuer uns alle, eine hoechst erfrischende, empfehlenswerte, lohnende und unvergessliche Reise, die jetzt schon nach Wiederholung schreit&#8230;irgendwann halt.</p>
<p>Kaum vom Boot herunten, haben wir uns aber wieder in der &#8220;normalen&#8221; und stressigen Welt wiedergefunden. Die Endstation mit der Felucca war Edfu, wo uns der Mohammed nach einem letzten gemeinsamen Fruehstueck rausgeschmissen hat. Dort steht auch der am besten erhaltene Tempel der alten Aegypter, ein Heiligtum des Horus, das gnadenlos mit Urlaubern vollgestopft ist. Natuerlich haben wir uns das nicht entgehen lassen. </p>
<p>Vom Tempel weg sind wir auf eine Pferdekutsche aufgestiegen. Das Ding war mit uns definitiv ueberbeladen, was dem Kutscher aber wurscht war. So sind das Pferd und wir bei der ersten Steigung ganz schoen ins Schwitzen und in die Bedraengnis gekommen, als ploetzlich nichts mehr ging und der Rueckwaertsgang eingelegt wurde, den das Pferd halt nicht so richtig beherrscht. Der Kutscher ist vor Angst abgesprungen, waehrend wir zurueckgefahren sind und ganz cool dem bevorstehenden Umkippen des Vehikels entgegengeschaut haben. Passiert ist knapp nichts, aber wir sind dafuer gleich ausgestiegen und mit dem Bus zum Bahnhof weiter gefahren. Die zweistuendige Zugfahrt nach Luxor zeigte uns wieder die Kehrseite des Landes. Zuviele draengende, ruecksichtslose und laut herumlaermende Vertreter des Poebels auf zuwenig Raum holten uns auf den Boden der Tatsachen zurueck&#8230;so ist es halt, das Wechselbad des Lebens, nicht wahr. Der volle Tank an Freude und Liebe war aber damit nicht gleich geleert, auch wenn ich im Zug zwischendurch mal einen kleinen Ordnungsruf loslassen musste&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> &#8230;und so sind wir letztendlich frohen Mutes in ein Hotel in Luxor gegangen, voller Erwartung auf das, was wir hier wohl wieder erleben wuerden. In Luxor werden wir 5 Tage verbringen. Das sollte reichen,um zumindest die wichtigsten von den vielen Sehenswuerdigkeiten zu sehen, die hier in der naeheren Umgebung unseres Besuches harren.</p>
<p>Fotos gibts auch. Leider kann man die Einheimischen und vor allem die schoenen Frauen nicht so fotografieren, wie man wollen taet. Eh schon wissen, &#8220;Foto rauben Seele&#8221;&#8230;passt schon, wird akzeptiert.</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=24.4791667&amp;lng=32.9436111&amp;openPostId=1147"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
<div id="attachment_1153" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1153" title="p1050339" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050339.jpg" alt="Der Mohammed am Steuer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Der Mohammed am Steuer</p></div>
<div id="attachment_1154" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1154" title="p1050458" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050458.jpg" alt="die Felucca, oben am Mast hockt der Mohammed gerade beim Abtackeln" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">die Felucca, oben am Mast hockt der Mohammed gerade beim Abtackeln</p></div>
<div id="attachment_1155" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1155" title="p1050486" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050486.jpg" alt="der Gerhard" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Gerhard</p></div>
<div id="attachment_1156" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1156" title="p1050344" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050344.jpg" alt="die Typen beim Heizen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Typen beim Heizen</p></div>
<div id="attachment_1157" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1157" title="p1050352" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050352.jpg" alt="der Mohammed und ich" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Mohammed und ich</p></div>
<div id="attachment_1158" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1158" title="p1050328" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050328.jpg" alt="Zwischenstop auf der Sandbank" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Zwischenstop auf der Sandbank</p></div>
<div id="attachment_1159" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1159" title="p1050331" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050331.jpg" alt="andere Feluccen fahren stromaufwaerts" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">andere Feluccen fahren stromaufwaerts</p></div>
<div id="attachment_1160" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1160" title="p1050598" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050598.jpg" alt="hart am Wind" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">hart am Wind</p></div>
<div id="attachment_1161" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1161" title="p1050440" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050440.jpg" alt="Sonnenbad" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Sonnenbad</p></div>
<div id="attachment_1162" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1162" title="p1050591" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050591.jpg" alt="Jimmy am Steuer" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Jimmy am Steuer</p></div>
<div id="attachment_1163" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1163" title="p1050567" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050567.jpg" alt="Jimmy als Smutje" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Jimmy als Smutje</p></div>
<div id="attachment_1164" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1164" title="p1050449" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050449.jpg" alt="Cruiseships...und ahja, das Wichtigste...der Nil selber" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Cruiseships...und ahja, das Wichtigste...der Nil selber</p></div>
<div id="attachment_1165" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1165" title="p1050597" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050597.jpg" alt="das Gefaehrt fuer den anspruchsvollen Gast" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Gefaehrt fuer den anspruchsvollen Gast</p></div>
<div id="attachment_1166" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1166" title="p1050435" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050435.jpg" alt="Ufervegetation" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ufervegetation</p></div>
<div id="attachment_1167" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1167" title="p1050376" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050376.jpg" alt="Sonnenaufgang ueber dem Nil" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Sonnenaufgang ueber dem Nil</p></div>
<div id="attachment_1168" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1168" title="p1050481" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050481.jpg" alt="auch" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">auch</p></div>
<div id="attachment_1169" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1169" title="p1050388" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050388.jpg" alt="Fishermen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Fishermen</p></div>
<div id="attachment_1170" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1170" title="p1050507" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050507.jpg" alt="Kids" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Kids</p></div>
<div id="attachment_1171" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1171" title="p1050538" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050538.jpg" alt="Wasserbueffel" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Wasserbueffel</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1172" title="p1050493" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050493.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1173" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1173" title="p1050413" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050413.jpg" alt="Kom Ombo" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Kom Ombo</p></div>
<div id="attachment_1174" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1174" title="p1050392" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050392.jpg" alt="ebendort" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">ebendort</p></div>
<div id="attachment_1175" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1175" title="p1050397" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050397.jpg" alt="holy croco" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">holy croco</p></div>
<div id="attachment_1177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1177" title="p10504101" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10504101.jpg" alt="Meisen nisten im abgeschlagenen Gesicht des Horus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Meisen nisten im abgeschlagenen Gesicht des Horus</p></div>
<div id="attachment_1178" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1178" title="p1050561" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050561.jpg" alt="Anfahrt auf Gebel Silsila" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Anfahrt auf Gebel Silsila</p></div>
<div id="attachment_1179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1179" title="p1050573" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050573.jpg" alt="Pharaonischer Steinbruch im Wuestensand" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Pharaonischer Steinbruch im Wuestensand</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1181" title="p10504831" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10504831.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1182" title="p1050510" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050510.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1183" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1183" title="p1050602" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050602.jpg" alt="ein nubisches Dorf am Nil" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein nubisches Dorf am Nil</p></div>
<div id="attachment_1184" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1184" title="p1050606" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050606.jpg" alt="scheue aber nicht weniger neugierige Maedchen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">scheue aber nicht weniger neugierige Maedchen</p></div>
<div id="attachment_1185" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1185" title="p1050616" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050616.jpg" alt="Horus Tempel in Edfu-riesebgross und gut erhalten" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Horus Tempel in Edfu-riesengross und gut erhalten</p></div>
<div id="attachment_1186" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1186" title="p1050617" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050617.jpg" alt="Horus als Falke und ein kleiner Habibi" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Horus als Falke und ein kleiner Habibi</p></div>
<div id="attachment_1187" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1187" title="p1050623" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050623.jpg" alt="die grossen Habibis" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die grossen Habibis</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1189" title="p10506261" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10506261.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
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		<title>Freitag-Tag der dringend noetigen Einkehr</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 19:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gestrige Fruehaufstehen zwecks Tempeltour und das Bierchen nach der nachmittaeglichen Heimkehr haben mir gestern eine schoene Siesta geschenkt. Dannach gingen wir zum Abendessen ueber den Markt und ich hab schon gemerkt, dass ich ein wenig zarter als normal besaitet war.
Das Marktgeschehen und das 24 Stunden hoerbare Laermen, das Geschrei und Gekeppel der Menschen (vor allem der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">Das gestrige Fruehaufstehen zwecks Tempeltour und das Bierchen nach der nachmittaeglichen Heimkehr haben mir gestern eine schoene Siesta geschenkt. Dannach gingen wir zum Abendessen ueber den Markt und ich hab schon gemerkt, dass ich ein wenig zarter als normal besaitet war.</div>
<p style="text-align: left;">Das Marktgeschehen und das 24 Stunden hoerbare Laermen, das Geschrei und Gekeppel der Menschen (vor allem der Maenner) hier waren kurz nach dem Aufwachen aus der Siesta genau die Faust aufs Auge fuer mein noch zartes Nervenkorsett. Man geht durch die Strassen und wird alle 5 Meter von irgendwelchen Typen aggressiv und laut angebruellt, die einem irgendwas andrehen oder einem -so hat man mit der Zeit manchmal das Gefuehl- einfach nur anzipfen wollen. Die aegyptischen Maenner haben oft nur wenig feines an sich, und ueberhaupt den Touris gegenueber verhalten sie sich sehr ungehobelt, als ob 150 Jahre Tourismus keine Lehren hinterlassen haetten. Keine Ahnung, woran das liegt&#8230; vielleicht ist es auch der Tourismus selbst, der die Leute soweit gebracht hat.</p>
<p>Ich war gestern jedenfalls an dem Punkt angelangt, wo ich keine Nachfahren von Pharaonen mehr gesehen habe, sondern nur noch Kameltreiber. Dabei hab ich mich wie das Kamel gefuehlt zwischen all den herumschreienden Typen. Ich bin mir sicher, dass jeder ehemalige Aegyptenreisende, der nicht staendig geschuetzt im Touribunker hockte, sich vorstellen kann, was ich da jetzt meine. Und gerade im Kontrast zu den freundlich-offenen und weichen Aethiopiern und Innen ist der Maennerpoebel hier einfach eine Watschn. Die Frauen sind wahrscheinlich anders, aber von denen sieht und hoert man ja genau nichts. Die Maenner sind auf die Touristenjagd spezialisiert, das akzeptiert man ja auch irgendwo, wenn man den touristischen Pfaden in diesem wirtschaftlich armen Land folgt. </p>
<p>Aber wenn man dann nur in der Stadt und zwischen vielen Menschen ist wie wir die letzten Tage und nicht am Busen von Mutter Natur Ruhe und Kraft tanken darf, dann kriegt man das Gefuehl dafuer, wie sehr einen die rohe Maennerwelt erschoepft und aushungert. Eine Zeit lang haelt man das schon aus, aber das Abhandensein des Naehrend-Weiblichen, des Lieblichen und Schoenen macht sich recht bald bemerkbar.</p>
<p>Die Kunst ist es dann in dieser Situation die Energie selber zu lenken und sich auf andere Quellen, vor allem der liebevollen Verbindung zu sich selber in heilvollen Gedanken und Gefuehlen, zu besinnen. Keine Ahnung, ob ich das jetzt so ausgedrueckt habe, dass es wer versteht. Wie auch immer, vor allem galt es einmal, dem Trubel zu entkommen und in die Ruhe zu gehen.</p>
<p>Also haben wir den heutigen Freitag, an dem ja die Moslems auf ihre Art in die Einkehr gehen, genutzt um etwas Ruhe zu finden. Am Vormittag haben wir noch gemeinsam mit unserem neuen Bekannten (Gerhard aus Muenchen, Reisejournalist), den wir gestern in Abu Simbel kennenlernten, einen Feluccakapitaen angeheuert, der uns mit seinem Boot und der Hilfe von Bruder Wind die naechsten 3 Tage nach Luxor hinunterschiffen wird. Alles war schnell organisiert, ein netter Kapitaen gefunden, Preis verhandelt, paaasst!</p>
<p>Dannach spazierten wir zur koptischen Kathedrale zum heiligen Michael. Auf unserer bisherigen Reise haben wir ja gelernt, dass die Kirchen immer ein schoener Zufluchtsort des Friedens und der Ruhe sind, wenn rundherum ueberall ein Wirbel und Stress ist und keine Natur oder ein gemuetliches Zimmer parat stehen. So war es dann auch hier.</p>
<p>Die relativ neue Kathedrale ist riesig und man sieht, dass die Christen hier auch eine groessere Anhaengerschaft haben. Die Stimmung dort im Kirchenhof war sehr nett und gesellig. Wir bekamen Tee, gleich neben dem Eingangstor war eine riesige modelleisenbahnmaessige Landschaft aufgebaut, die die Reise der heiligen Familie durch Aegypten darstellte. Maria, Josef und das Jesukind sind da lebensgross dargestellt und fahren auf einem rostigen Waegelchen knarrend-quitschend zwischen Miniaturkirchlein herum. Dazu wird Musik gespielt, seltsamerweise das Leitmotiv aus dem Film &#8221;Der Pate&#8221;. Wir haben das insofern ein wenig humorig genommen, die Christen hier haben aber einen tiefen Glauben und wertschaetzen auch diese Sache mit allem Ernst. Why not!?</p>
<p>Wir haben in der grossen Kirchenhalle unter einer riesigen Kuppel unseren Frieden gefunden. Die Stimmung in der lichtdurchfluteten Kathedrale ist sehr friedlich und klar, und so kam auch schnell die Klaerung in die eigenen Gedanken und die Seele atmete auf. Dannach fanden wir gegenueber der Kirche einen schoenen Aufenthaltsort in einem kleinen Park, wo ein bescheidener Eintritt dafuer sorgt, dass nicht alles ueberlaufen ist. Der Park liegt so, dass man einen tollen Blick ueber die Stadt und den Nil hat, und die Ruhe dort verbunden mit viel Gruen und frischer Luft hat mich wieder sehr gestaerkt.</p>
<p>Jetzt sind wir froh, dass wir morgen frueh die Segel setzen werden (Inshallah!), und zusammen mit Gerhard und dem Kapitaen absegelln werden. Auf dem Weg gibt es am Nilufer ein paar schoene Tempel zu besichtigen. Aber ansonsten werden wir vor allem die Landschaft und Ruhe geniessen, unter freiem Himmel schlafen, ein erfrischendes Bade im Nil und ein ebensolches Bierchen vor dem Einschlafen nehmen. Inshallah! (Das sagt man hier  bezogen auf so ziemlich alles, was die Zukunft betrifft.) Das Wasser und die Ruhe werden uns guttun, soviel ist klar! Juhui!    </p>
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<div id="attachment_1136" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1136" title="p1050292" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050292.jpg" alt="San Miguel" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">San Miguel</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1137" title="p1050294" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050294.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1138" title="p1050293" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050293.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1140" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1140" title="p10502981" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10502981.jpg" alt="Blick ueber Assuan" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Blick ueber Assuan</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1141" title="p1050301" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050301.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1142" title="p1050300" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050300.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1143" title="p1050317" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050317.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Der Souvenirkitsch und dei Minarette</p>
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		<title>Abu Simbel-Die legendaeren Tempel am Assuan-Stausee</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Feb 2009 18:21:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben ohne viel Herumfragen an der Hotelrezeption einen Eintagesausflug nach Abu Simbel gecheckt. Nur Busfahrt, keine nervigen Fuehrer, das war der Deal. Abu Simbel liegt 300 km suedlich von Assuan, die Fahrt geht durch die Wueste, und man kommt dort individuell nur sehr schwierig hin. Die Busse fahren taeglich in mehreren Konvois mit Polizeischutz dahin, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">Haben ohne viel Herumfragen an der Hotelrezeption einen Eintagesausflug nach Abu Simbel gecheckt. Nur Busfahrt, keine nervigen Fuehrer, das war der Deal. Abu Simbel liegt 300 km suedlich von Assuan, die Fahrt geht durch die Wueste, und man kommt dort individuell nur sehr schwierig hin. Die Busse fahren taeglich in mehreren Konvois mit Polizeischutz dahin, da die Aegypter Riesenangst haben, dass der Tourismus durch irgendwelche Ueberfaelle etc. Schaden erleiden koennte. Immerhin haengt das wirtschaftlich in der Krise steckende Land sehr stark von den Einnahmen des Tourismus ab.</div>
<p>Fuer uns hiess es gestern um 3:00 aufstehen, dann wurden wir von einem ueberraschend modernen Bus abgeholt (mit Abstand der beste auf unser bisherigen Reise) und zum Konvoisammelplatz gefahren. Bei der Einfahrt musste unser Bus erstmal warten, da bereits ein voller Konvoi zur Abfahrt bereit stand. Als dieser an uns vorbeizog, wurde mir schon ganz anders ob der nicht enden wollenden Busschlange. Ich glaube , es sind locker 30-40 grosse Reisebusse an uns vorbeigezogen, alle Richtung Abu Simbel, na das kann was werden!?</p>
<p>Die Fahrt fuerhrte uns 3,5 Stunden durch die Wueste. Leider mussten wir feststellen, dass unser Sitzfleisch noch nicht voll regeneriert war. Um 7,30 kamen wir endlich in Abu Simbel an.</p>
<p>Die Tempel am Assuanstausee haben ja ihre eigene Geschichte. In den 60erJahren wurde mit dem Bau des neuen Assuanstaudammes begonnen. An dem Megaprojekt arbeiteten 35000 Menschen mit, ein paarhundert davon starben dabei, geleitet und finanziell unterstuetzt wurde das ganze von den Russen. Das Resultat waren der Damm (110 Meter hoch, 3500 Meter lang und an der Sohle 900 Meter dick) und der groesste Stausee der Welt (500 km lang). Der Damm verdoppelte die Stromproduktion des Landes und - noch wichtiger - reguliert seitdem den Abfluss des Nils ganzjaehrig, sodass die bewaesserte und somit landwirtschaftliche Flaeche des Landes um 40 % gesteigert werden konnte. Der Preis dafuer: zigtausende Menschen mussten ihr Land verlassen, da ihr bisheriger Lebens- und Kulturraum ueberflutet wurde.</p>
<p>Die Tatsache, dass viele bedeutende Tempel der Pharaonenzeit in diesem Gebiet lagen, hat die Aegypter und den Russen weniger gejuckt, dafuer aber wurde die UNESCO-Welterbeliste ins Leben gerufen und vom Westen ein paar aufwaendige Rettungsaktionen gestartet.</p>
<p>Die spektakulaerste war wohl jene von Abu Simbel. Der einstige Tempel des Ramses II war als riesige Anlage in den monolithischen Fels gehauen, eine unterirdische Halle mit prunkvollen Saeulen und Reliefs, davor die 4 beruehmten, ueber 20 Meter hohen Statuen von Ramses II, alles aus einem Felsen (monolithisch halt). Die UNESCO ist mit 80 Millionen US-$ Sponsorgeldern, die vor allem aus Amerika, England und Frankreich kamen, hergegangen, und hat die gesamte riesige Anlage in 4000 Bloecke zu jeweils 10-40 Tonnen Gewicht zerschnitten und an einem hoeherliegenden Ort wieder aufbauen lassen. Der urspruengliche Mutterfelsen wurde naturgetreu aus Beton rekonstruiert. Ein irres Projekt also!</p>
<p>Die 80 Millionen haben sich fuer die Aegypter auf jeden Fall ausgezahlt, da die Tempel taeglich tausende Touristen anlocken, die sonst den Sueden von Aegypten nie besuchen wuerden. Die Amerikaner durften sich einen kleinen Tempel mit nach NY ins Museum nehmen.</p>
<p>Wir kamen aufs Gelaende und waren erst mal erleichtert, dass nicht so viele Menschen, wie die Busschlange vermuten liess, da waren. Das ganze Gelaende ist natuerlich so aufgebaut, dass man vom Parkplatz nichts sieht, insofern ist der Marsch zu den Tempeleingaengen hoechst spannend. Was man dann zu sehen bekommt, raubt einem den Atem und laesst sich kaum beschreiben. Die 4 sitzenden Statuen des Ramses haben eine wahrlich gigantische Dimension und schauen hoheitlich ueber den Stausee hinaus. Zu den Fuessen der Figuren wuseln ein paar Touristen herum, fast wie Ameisen erscheinen sie neben den steinernen Kolossen. Wieder einmal bleibt einem nichts ausser das Schauen und Staunen. Wie paff muss der Entdecker diese Tempels, ein Schweizer namens Burckhardt, gewesen sein, als die wahre Dimension seiner Entdeckung unter dem Sand offenbar wurde.</p>
<p>Man ist so beeindruckt, dass man gar nicht bemerkt, dass hier rundherum mit Beton nachgegolfen wurde, und es schaut auch nicht schlecht aus. Das Innere des Tempels ist nicht weniger beeindruckend als das Aeussere. Wenn man eintritt, kommt man in die erste Halle, die von riesiegen Atlanten getragen wird. An der Wand sind wunderbare Reliefs, die Gottheiten und den Pharao in Kriegsszenen darstellen. Die Atmosphaere im Innernen ist trotz der vielen Touristen sehr angenehm und inspirierend. Ich hab mir eine schoene Musik eingelegt und bin mit aller Ruhe genuesslich und staunend durch die heiligen Hallen spaziert. Ca. 60 Meter kann man ins Innere durch verschiedene Raeume gehen. Wunderbar!</p>
<p>Nebenan gibt es noch einen kleinen Tempel der der Goettin Hathor geweiht ist. Hathor war die Tochter des Sonnengottes Ra und die Goettin der Liebe, der Schoenheit, der Musik und des Tanzes. Sie ist mir dementsprechend sehr sympatisch&#8230;.</p>
<p>Der Tempel ist so wie der grosse, dem Ramses gewidmete Nachbar von den alten Aegyptern in den Felsen gehauen und in den 70er Jahren umgesiedelt worden.</p>
<p>In beiden Tempeln hat mich wieder einmal das ausgefeilte und aesthetische Design sowie die Darstellungen der Gottheiten und Pharaonen besonders begeistert und beruehrt. Es war genug Zeit fuer uns und wir sind tief beeindruckt wieder weggefahren.</p>
<p>Am Heimweg haben wir uns den grossen Assuandamm angeschaut, was eher obligatorisch war als spektakulaer, da der Damm sehr flach ist und dadurch nicht so beeindruckt wie z.B. die Koelnbreinsperre. Gaehn&#8230;dass ich kein Vollblutexemplar meines Berufsstandes bin, wusste ich aber schon vorher&#8230;sonst waer ich auch nicht hier sondern in einem Buero ala Rohrhofer.</p>
<p>Nach den gerade noch nicht langweiligen 10 Minuten am Damm haben wir aber ein wahres Juwel angefahren. Die Insel Philae. Diese erreicht man klarerweise per Boot. Die Insel beherbergt einen grossartigen Isis-Tempel. Schon die Bootsfahrt gibt einen guten Blick auf die grandiose Anlage, die auch in den 70ern hoeher versetzt wurde, wobei das ganze Umfeld des Tempels originalgetreu modelliert wurde.</p>
<p>Der Zugang zum Tempel fuehrt durch riesiege, mit Reliefen geschmueckte Tore, die sogenannten Pylone. Nach einem Innenhof kommt man in eine Vorhalle, dannach kommen ca. 5 weitere, immer kleiner werdende Raeume, die letzte Kammer erscheint wie ein Allerheiligstes. Ich spuerte eine sehr angenehme Energie in dem aesthetisch aussergewoehnlichen Bauwerk und die Reliefs beeindruckten mich ganz besonders.</p>
<p>Wie schon bei den Pyramiden konnten wir auch gestern bei den Tempeln wieder beobachten, wie sehr die Besucher beeindruckt und mitunter auch auch -so wie wir- beruehrt sind. Was man hier zu sehen bekommt, laesst einfach niemanden kalt. Auf der zehnminuetigen Bootsfahrt retour haben wir schon die aufkeimende Sehnsucht nach dem kuehlenden Element des Wassers gespuert. Nach den letzten 10 Wochen Trockenheit und Hitze freuen wir uns schon jetzt auf den Ausgleich, den uns bald zuerst der Nil und dann vor allem das Rote Meer spenden wird. Inshallah!</p>
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<div id="attachment_1113" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1113" title="p1050229" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050229.jpg" alt="Der Ramsestempel aus der ferne" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Der Ramsestempel aus der ferne</p></div>
<div id="attachment_1114" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1114" title="p1050231" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050231.jpg" alt="schon naeher" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">schon naeher</p></div>
<div id="attachment_1115" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1115" title="p1050223" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050223.jpg" alt="von vorne" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">von vorne</p></div>
<div id="attachment_1116" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1116" title="p1050213" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050213.jpg" alt="direkt davor" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">direkt davor</p></div>
<div id="attachment_1118" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1118" title="p10502341" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10502341.jpg" alt="an der Schwelle" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">an der Schwelle</p></div>
<div id="attachment_1119" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1119" title="p1050221" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050221.jpg" alt="von drinnen keine Fotos..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">von drinnen keine Fotos...</p></div>
<div id="attachment_1120" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1120" title="p1050227" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050227.jpg" alt="Hathor-Tempel" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Hathor-Tempel</p></div>
<div id="attachment_1121" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1121" title="p1050237" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050237.jpg" alt="am Staudamm" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">am Staudamm</p></div>
<div id="attachment_1123" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1123" title="p10502471" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10502471.jpg" alt="Insel Philae mit Isis-Tempel" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Insel Philae mit Isis-Tempel</p></div>
<div id="attachment_1124" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1124" title="p1050255" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050255.jpg" alt="Das erste Tor mit den Pylonen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Das erste Tor mit den Pylonen</p></div>
<div id="attachment_1125" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1125" title="p1050259" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050259.jpg" alt="Nane in der Vorhalle" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Nane in der Vorhalle</p></div>
<div id="attachment_1126" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-1126" title="p1050262" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050262.jpg" alt="meiner einer" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">meiner einer</p></div>
<div id="attachment_1127" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1127" title="p1050264" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050264.jpg" alt="Relief" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Relief</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1129" title="p1050272" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050272.jpg" alt="" width="360" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1130" title="p1050285" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050285.jpg" alt="" width="500" height="281" /><img class="aligncenter size-full wp-image-1131" title="p1050289" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050289.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Haare sind frisch geschnitten&#8230;juhui!</p>
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		<title>Assuan</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 18:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern abend stiegen wir in Kairo in den Zu erster Klasse. Gemessen an der Ticketkaufprozedur war der Zug und auch die Fahrt ganz gut. Gemessen an den aethiopischen Busfahrten war es einfach kolossal. Das Abteil teilten wir mit vier Mitgliedern einer polnischen Pensionistengruppe, die eher auf die billigere Art durch Aegypten zu reisen scheint. Eh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern abend stiegen wir in Kairo in den Zu erster Klasse. Gemessen an der Ticketkaufprozedur war der Zug und auch die Fahrt ganz gut. Gemessen an den aethiopischen Busfahrten war es einfach kolossal. Das Abteil teilten wir mit vier Mitgliedern einer polnischen Pensionistengruppe, die eher auf die billigere Art durch Aegypten zu reisen scheint. Eh ganz nette Leute, mal abgesehen von den staendigen lautstarken Wuerge-und Schluckaufattacken, die einen der Herren und somit auch uns ein wenig plagten. Zumindest wir haben die Nacht im Sitzen durchgeschlafen und sind erst aufgewacht, als es draussen laengst Tag war.</p>
<p>Die Landschaft im Niltal ist sehr sehenswert, vom Zug aus hatten wir einen Blick ueber das Wasser, dahinter sind Tafelberge, die schon Teil der Wueste sind. Das Niltal ist ueberaus fruchtbar, ueberall wird das Wasser mit einem weitverzweigten Kanalsystem zur Bewaesserung verteilt,  die flachen Felder sind klein parzelliert und gehen foermlich ueber  vor  Gemuese, Zuckerrohr und Fruechten aller Art, alles ist gruen und saftig.</p>
<p>Kein Wunder, dass der Nil auch &#8220;Fluss des Lebens&#8221; genannt wird, ohne ihn waere Aegypten trocken und nicht bewohnbar. Die Menschen haengen auch heute noch zu 100% vom Nil ab.</p>
<p>In Assuan sind wir nach 16 Stunden Zugfahrt angekommen, mittlerweile ist das fuer uns schon laengst keine abschreckende Reisedauer mehr&#8230;Assuan ist sehr gefaellig und sauber. Weniger Leute, schoenere Haeuser, weniger Stress als in Kairo, alles ist recht sauber. Die Menschen hier sind zu einem grossen Teil Nubier, ein schoener, schwarzer Menschenschlag mit eigener Sprache. Die Nubier stellten auch einst eine Dynastie der Pharaonen, nachdem Aegypten ihrem Reich namens Kusch einverleibt wurde, dessen Hauptstadt und groesster Anteil im heutigen Sudan lag . Durch den Bau des Assuanstaudammes 1968 wurde den aegyptischen Nubiern ihr Lebensraum genommen und ihre Doerfer und Felder liegen jetzt unter Wasser, waehrend der Grossteil der Menschen nach Assuan oder Abu Simbel umgesiedelt wurde.</p>
<p>Assuan ist schoen gelegen unter dem ersten Katarakt (so eine Art Stromschnellen) des Nils, schwarze Felsen saeumen den Strom, der hier ruhig und weit um eine Insel fliesst, im Hintergrund sieht man die Wueste. Assuan hat heute 1,2 Millionen Einwohner und ist so wie in alten Tagen auch heute noch ein Tor ins eigentliche Afrika, somit auch fuer den Handel sehr wichtig. Frueher wurden hier aethiopische Elefanten verkauft, die die Aegypter fuer alles moegliche brauchten, und natuerlich das legendaere Nubische Gold. Heute fuehlt man sich hier mehr in Afrika als irgendwo sonst in Aegypten. Die Menschen sind viel freundlicher und auch schoener als in Kairo&#8230;man merkt also, dass wir hier schon wieder naeher an Aethiopien sind, dem Nabel der Welt, wenn es um schoene und nette Menschen geht.</p>
<p>Assuan ist voll in der Hand des Tourismus. Hier legen die grossen Kreuzfahrtschiffe an, eine Bootsfahrt in einer der unzaehligen Feluccas, das sind traditionelle Segelboote, ist fuer jeden Touri Pflicht hier. Und von hier aus kommt man auch nach Abu Simbel oberhalb des Assuan- (oder nach dem damaligen Praesidenten Nasser-) Stausees, wo die legendaeren Tempel stehen, die nach Bau des Stausdammes spektakulaer verlegt wurden.</p>
<p>Wir haben hier erst mal 2 kommote Tage verbracht, sind ueber den ewig langen Markt spaziert und gemuetlich am Nil gesessen. Uebrigens, hier hab ich auch einen wuerdigen Ort gefunden, wo man mir ein Bierchen vergoennt hat. Aber ganz abgesehen davon ist es hier recht fein, die Leute sind auch nicht so laestig. Heute Nachmittag haben wir uns auf der Nilinsel einen gemuetlichen und einsamen Platz gesucht, wo wir stundenlang bis in den Sonnenuntergang hinein aufs Wasser geschaut und die Segelboote und das ganze Treiben rundherum beobachtet haben. Sehr gemuetlich und endlich wieder mal ein Ort ausserhalb des Hotelzimmers, wo man nungestoert die Seele baumeln lassen kann.</p>
<p>Morgen fahren wir nach Abu Simbel und zum Nasser-Staudamm. Bericht folgt.</p>
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<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1097" title="p1050142" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050142.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_1098" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1098" title="p1050151" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050151.jpg" alt="Feluccas" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Feluccas</p></div>
<div id="attachment_1099" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1099" title="p1050174" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050174.jpg" alt="Nubische Kids am Nil" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Nubische Kids am Nil</p></div>
<div id="attachment_1100" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1100" title="p1050184" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050184.jpg" alt="So wird den Touristenbooten aufgelauert" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">So wird den Touristenbooten aufgelauert</p></div>
<div id="attachment_1101" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1101" title="p1050153" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050153.jpg" alt="und zwischendurch gerastet" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und zwischendurch gerastet</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1102" title="p1050191" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050191.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
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		<title>Die Sahara und der Wuestenfuchs&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 18:23:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist kein Bericht ueber das deutsche &#8220;Afrika-Korps&#8221;, wie der Titel vielleicht vermuten liesse&#8230;diese Zeiten sind vorbei.
Dafuer sind wir vor ein paar Tagen in friedlicher Mission in die groesste Wueste der Welt rausgefahren; mit dem oeffentlichen Bus nach Bawiti, in der Bahariya-Oase, 5 Stunden von Kairo entfernt. Die Busfahrt war aeussert angenehm und stressfrei, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist kein Bericht ueber das deutsche &#8220;Afrika-Korps&#8221;, wie der Titel vielleicht vermuten liesse&#8230;diese Zeiten sind vorbei.</p>
<p>Dafuer sind wir vor ein paar Tagen in friedlicher Mission in die groesste Wueste der Welt rausgefahren; mit dem oeffentlichen Bus nach Bawiti, in der Bahariya-Oase, 5 Stunden von Kairo entfernt. Die Busfahrt war aeussert angenehm und stressfrei, die Strecke schnurgerade und ohne Steigungen, Luftlinie ist gleich Fahrkilometer. Die oede Landschaft ist dementsprechend schnell an uns vorbeigezogen.</p>
<p>Im Ort Bawiti angelangt haben wir gleich mal Quartier bezogen und eine 2-Tagestour in die Wueste gebucht. Eigentlich haetten wir ja mehr Zeit eingeplant, doch der Typ konnte uns nicht klar machen, worin sich das Programm von 3 Tagen zu dem mit 2 Tagen unterscheidet&#8230;</p>
<p>Von einer sogenannten Oase hat man ja eine romantische Vorstellung, die sich fuer mich ja noch vor ein paar Monaten in Peru tatsaechlich erfuellt hat (in Huaccachina, wo die Duenen direkt in den Dattelpalmenhain mit erfrischendem Badesee uebergehen). Wenn man nach Bawiti kommt, findet man sich in einem verdreckten, heruntergekommenen Kaff wieder, und man fragt sich, was denn hier zu tun sei. Von den angeblich 30000 Einwohnern haben wir auf einem einstuendigen Rundgang ungefaehr 15 zu Gesicht bekommen; es gibt 2 sogenannte Restaurants, die ausser ein paar ungesalzener Kartoffel nicht viel anzubieten haben,&#8230;</p>
<p>Entsprechend froh waren wir, als es nach einer durchgeschlafenen Zwoelf-Stunden-Nacht Richtung Wueste los ging. Schnell den Landcruiser und den Fahrer inspiziert&#8230;passt! Essen und Sprit gekauft, und los ging die Fahrt. Der Fahrer war ein aeusserst wortkarger Gesell, was ich ja definitiv lieber habe als einen quatschenden Gute-Laune-Pusher.</p>
<p>Die Fahrt ging ostwaerts, zuerst in die &#8220;Schwarze Wueste&#8221;, einer Sandwueste mit kleinen Bergen aus schwarzem Vulkangestein, dazwischen sandige Duenen. Irgendwann aendert sich die Geologie und Landschaft schlagartig, es ragen Felsformationen aus strahlend weissem Gestein auf - klare Sache, wir sind in der &#8220;weissen Wueste&#8221; angekommen. Diese war das klare landschaftliche Highlight, vor allem dann, als ein endloser Wald von Pilzen, Zwergen und andere Figuren sichtbar wurde, die durch die Winderosion entstanden sein muessen. Viel Theorie bekamen wir ja nicht geliefert, weil unser Fahrer ja nur das Noetigste von sich gab. Dafuer hatten wir viel Zeit zum Schauen und Staunen, und das tun wir ja am liebsten ungestoert. Man kann in der weissen Wueste stundenlang herumrennen und entdeckt immer wieder neue Formen, die aus dem glattpolierten, felsigen Untergrund herauswachsen und besichtigt oder beklettert werden wollen. Dazwischen findet man noch haufenweise metallische (leider nicht goldene) Nuggets von vielfaeltigster Form, die vom Gestein, das wohl in Sandform verweht wurde, uebrig geblieben sind. Ein riesiger Spielplatz und eine Riesengaudi fuer uns Riesenbabies&#8230;;-)</p>
<p>Mitten in diesem von Gottes Hand erschaffenen Skulpturenpark haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen. Korrigiere, unser Fahrer hat das gemacht&#8230;und da haben wir erst gesehen, was den kompetenten Wuestenbewohner ausmacht. Jeder Handgriff hat gesessen, und in wenigen Minuten war ein superkommotes Beduinenlager aufgebaut, wo man sich nur noch &#8220;hinflaken&#8221; brauchte. Und als ob das nicht schon wunderbar genug gewesen waere, hat der Wunderwuzzi quasi nebenbei in affenartigem Tempo und mit hoechster Effizienz ein Essen hergezaubert, wie wir es in dieser Geschmackigkeit auf unserer gesamten Reise noch nicht bekommen haben. Ein wuerziger Hendl-Gemuesetopf mit feinstem arabischen Reis, wie ich ihn zuletzt von meinem kurdischen Freund Salam im Studentenheim aufgetischt bekam. Ich mag ja nicht so gern Hendl, seit ich die ungustioesen Viecher einen Sommer lang ausgeliefert habe, aber in dem Fall&#8230;Hallelujah, was haben wir reingehauen!</p>
<p>Ganz  nach dem ueberall ausser in Oesterreichs Hundehaushalten geltenden Motto &#8220;Erst der Mensch, dann das Tier&#8221; hat schon wenige Meter von uns entfernt der Wuestenfuchs -mit dem Hendl und dessen hohlen Gebeinen liebaeugelnd- artig auf seine planmaessige Fuetterung gewartet. Recht aufgeregt und ein wenig ungeduldig ist er mit kleinen Schrittchen ums Lager getaenzelt. Ein echt possierliches Kerlchen, relativ klein, und zu 2 Drittel aus Ohren bestehend. Schon bald sind die ersten Knochen in seine Richtung geflogen. Die Freude waehrte jedoch nur kurz, weil gleich ein anderer Fuchs da war und die Streiterei losging. Die Schlaeue ist halt auch nur sprichwoertlich und &#8220;der Fuchs&#8221; wohl gleich bloed wie &#8220;der Mensch&#8221;. Deshalb blieben die weiteren, angeflogenen Knochen vorerst unangetastet und der Stress im Mittelpunkt.</p>
<p>Ganz anders fuer uns, von allem war reichlich da. Der Fahrer hat nach seiner Portion Schluss gemacht und gemeint, er will ja nicht so fett werden wie der Rest der Aegypter (wie recht hatte er, die meisten sind wirklich ziemlich blaad). Ich war aber nicht zoegerlich, noch einen halben Teller ueber den Hunger (&#8221;Nur fuer den Gusto, Nane&#8221;) zu nehmen, dann noch eine von den riesigen, suessen Orangen als Nachtisch&#8230;echt geil, nur wenige Minuten spaeter bin ich schon reumuetig am Lagerfeuer gelegen, komplett  aufgeblaeht und bewegungsunfaehig! Der &#8220;aethiopische Magen&#8221; ist halt recht klein&#8230;aber schon seltsam, dass ich mich ausgerechnet in der Oednis der Wueste ueberfressen habe.</p>
<p>Wie dem auch sei&#8230;das Feuer hat geknistert und am Himmel stand der Mond wie bestellt genau in der Form, wie ich sie im Sueden so gerne sehe. Die Sichel steht hier nicht aufrecht so wie bei uns daheim, sondern liegt wie ein goldenes Boot waagrecht da&#8230;hier in Aegypten ist das natuerlich die &#8220;goldene Barke&#8221;, mit der der Sonnengott Ra tagsueber den Himmel und naechtens die Unterwelten durchschifft&#8230;und schon schweiften die Gedanken wieder ab durch Raum und Zeit. Der Sternenhimmel war genial, die Milchstrasse verdient hier ihren Namen noch, man sieht Millionen von Sternen, die bei uns durch den Dunst und die &#8220;Lichtverschmutzung&#8221; unsichtbar sind. So sassen (ich lag) wir da, bis aus einem der Lager in der Naehe (ja, es waren auch andere Reisende unterwegs) Getrommel und Gesang zu hoeren war. Unser Fahrer sagte nur (&#8221;My friend, lets go&#8221;) und dann stapften wir schon durch die finstere Wueste auf ein in der Ferne sichtbares Feuer zu, wo es weniger meditativ zuging. Dort sass schon eine lustige Runde bestehend aus 2 Wuestenguides und 7 Chinesen. Daheim mag ich ja so ein Lagerfeuergetrommel von den meist selbst ernannten Koennern nicht so gern, aber einer von den Beduinenburschen hat so laessig abgetrommelt und noch besser dazugesungen, dass selbst die Chinesen einen Anflug von innerem Feuer erkennen liessen. Was war das fuer eine Hetz! (Video demnaechst auf Nanes Blog&#8230;Link siehe rechts.) Auch unser Chauffeur hat zum Singen und Klatschen angefangen, wie man es kaum fuer moeglich gehalten haette. Die Stimmung war genial, das bei unseren heimatlichen Lagerfeuern uebliche Bier gab es hier leider nicht, so sehr es mir auch gemundet haette, dafuer gab es zuckersuessen Tee mit Minze, auch lecker! Dennoch hab ich gelobt, dass ich mir bei der naechsten sich ergebenden und auch wuerdigen Gelegenheit ein kaltes Bierchen vergoennen werde; hab ich doch schon fast vergessen, wie gut der Gerstensaft der trockenen Kehle tut.</p>
<p>Hoechst zufrieden sind wir dann in unser Lager zurueck, wo wir noch eine gute Weile Sterne geschaut haben, waehrend unser Fahrer schon gepflegt &#8220;einen abgeschnarcht&#8221; hat. Die Ruhe der Wueste und der Sternenhimmel sind sehr inspirierend. Es war recht kalt und so freuten wir uns auf unsere kuscheligen Schlafsaecke und die Uebernachtung unter freien Himmel. Wir haben gut geschlafen und ich bin erst aufgewacht, als die ersten Sonnenstrahlen meine Nase gekitzelt haben. Die Sonne hat uns schnell gewaermt, ebenso der schnell am Feuer zubereitete Tee.</p>
<p>Nach dem Fruehstueck fuhren wir recht rasant durch die Wueste zurueck ins Dorf Bawiti, wo wir dann noch einen Bus zurueck nach Kairo bekamen. Die Busfahrt hab ich verschlafen und schon bald kamen wir in Kairo an.</p>
<p>Die Wuestenerfahrung war echt laessig und unvergesslich, die 2 Tage vorerst ausreichend fuer uns. Wir hatten gesehen, was wir sehen wollten, und sind echt zufrieden und beeindruckt. Da wir unsere Weiterfahrt fuer morgen Abend schon vororganisiert haben, steht uns jetzt ein Tag mehr zum Abhaengen in Kairo zur Verfuegung, auch nicht schlecht.</p>
<p>Bier werd ich hier uebrigens keines trinken. Dafuer fehlt hier der wuerdige und gemuetliche Rahmen. Unser geliebtes &#8220;Fastengetraenk&#8221; gibt es hier ja nur in kleinen Shops, die fuer den Aegypter aber eine No-Go-Area darstellen, weil es das allerschlimmste waere, beim Alkohol Trinken oder Kaufen gesehen zu werden. Das verbietet naemlich der Islam. Ein gaengiges Hintertuerchen scheint es zu sein, dass man Touristen anquatscht und darum bittet, stellvertretend in den Laden zu gehen und ein paar Lagen Bier zu kaufen, weil ja ausgerechnet morgen &#8220;eine Hochzeit stattfindet&#8221;. Das passiert einem hier staendig.</p>
<p>Aber so ist das halt mit den Religionen&#8230;ich persoenlich bin froh und dankbar, in einem (zumindest) religioes freiem Umfeld gross geworden zu sein, das einem erlaubt, Erfahrungen zu machen, sich verschiedenste Wege anzusehen und daraus den jeweilig passenden zu (er)finden und diesen jederzeit zu hinterfragen oder anzupassen. Das wuerde ich die interessante Herausforderung der Suche nennen. Waere mir diese Freiheit nicht gegeben, wuerde ich rebellieren und mit wahrlich allen Mitteln dafuer kaempfen! Das ist aber mein persoenlicher Zugang, andere bleiben von mir unbewertet.</p>
<p>SO, Jetzt endlich mal Fotos:</p>
<div id="attachment_1073" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1073" title="p10409652" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10409652.jpg" alt="I-Man in der Wueste" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">I-Man in der Wueste</p></div>
<div id="attachment_1074" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1074" title="p10409672" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10409672.jpg" alt="...die schwarze..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...die schwarze...</p></div>
<div id="attachment_1075" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1075" title="p10500211" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10500211.jpg" alt="...und die weisse..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...und die weisse...</p></div>
<div id="attachment_1076" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1076" title="p10409841" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10409841.jpg" alt="Gsichter" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Gsichter</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1077" title="p10500111" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10500111.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1078" title="p10500061" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10500061.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1079" title="p1050013" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050013.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<div id="attachment_1080" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1080" title="p10500301" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p10500301.jpg" alt="das Schwamml und das Hendl" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">das Schwamml und das Hendl</p></div>
<div id="attachment_1081" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1081" title="p1050039" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050039.jpg" alt="ein Ausserirdischer haelt sich zufrieden das Baeuchlein" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">ein Ausserirdischer haelt sich zufrieden das Baeuchlein</p></div>
<div id="attachment_1082" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1082" title="p1050070" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050070.jpg" alt="das Lager (in der Frueh, die Altkleidersammlung am Boden sind der Nane und der Fahrer, die noch pennen)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">das Lager (in der Frueh, die Altkleidersammlung am Boden sind der Nane und der Fahrer, die noch pennen)</p></div>
<div id="attachment_1083" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1083" title="p1050047" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050047.jpg" alt="Essenszubereitung" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Essenszubereitung</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1084" title="p1050048" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050048.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_1085" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1085" title="p1050067" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050067.jpg" alt="der Fux" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Fux</p></div>
<div id="attachment_1086" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1086" title="p1050058" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050058.jpg" alt="Getrommel" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Getrommel</p></div>
<div id="attachment_1087" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-1087" title="p1050073" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050073.jpg" alt="Sonnenaufgang" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Sonnenaufgang</p></div>
<div id="attachment_1088" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1088" title="p1050084" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050084.jpg" alt="Packen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Packen</p></div>
<div id="attachment_1089" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-1089" title="p1050088" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2009/02/p1050088.jpg" alt="Voll zufrieden" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Voll zufrieden</p></div>
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		<title>Letzter Tag in Kairo und jetzt ab in die Wueste&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 18:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der letzte Tag in Kairo war ja eigentlich fuer die Entspannung vorgesehen. Zumindest habe wir lange gepennt, und ich hab mich im Schlaf auch ganz gut von meinem immer noch starken Schnupfen erholt. Doch Kairo ist definitiv kein Platz zum Erholen, es ist hier zu laut und es gibt kaum Plaetze zum Rueckzug.
Waehrend der Nane [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der letzte Tag in Kairo war ja eigentlich fuer die Entspannung vorgesehen. Zumindest habe wir lange gepennt, und ich hab mich im Schlaf auch ganz gut von meinem immer noch starken Schnupfen erholt. Doch Kairo ist definitiv kein Platz zum Erholen, es ist hier zu laut und es gibt kaum Plaetze zum Rueckzug.</p>
<p>Waehrend der Nane noch gepennt hat, bin ich am Vormittag noch einmal in das Koptische Viertel gefahren, um dort in aller Ruhe die Georgskirche mit meinem Besuch zu ehren. Ich hab die Ruhe und die besinnliche Atmosphaere dort sehr genossen. Die Kirche ist so wie weite Teile des Koptenviertels griechisch gepraegt, in den Geschaeften wird Griechisch gesprochen, Aufschriften sind griechisch&#8230;das taugt mir natuerlich sehr, weil ich ja die Sommer meiner Kindheit immer in Griechenland verbracht habe und nicht umsonst &#8220;Jorgos, der alte Grieche&#8221; genannt werde.</p>
<p>In einer kleinen Kapelle des Viertels ist ein kleiner Platz der besonderen Huldigung des Georgs, der hier &#8220;Mar Girgis&#8221; heisst, zu finden. Die Pilger haben dort die Moeglichkeit, sich die Ketten, in denen der Heilige Georg gefoltert wurde und so zu grossem Maertyrerruhm kam, um den Hals und die Arme zu legen, was die Naehe zum Heiligen und die Heiung der eigenen Schwierigkeiten beguenstigen soll. Schon eigenartig zu sehen, wie sich einer nach dem anderen die schweren Ketten um den Hals legt und diese an diversen heilungsbeduerftigen Koerperteilen reibt. Ich hab davon Abstand genommen, dafuer aber nochmal gedanklich-rituell bekraeftigt, dass ich mit Folter und Ketten jeglicher Form nichts mehr zu tun haben will. Schliesslich steht meine Reise unter der Fahne der Freiheit, und diese Fahne wird sicher nicht mehr eingeholt, sondern ganz herrlich weiter im Wind wehen&#8230;auch nach der Reise.</p>
<p>Zu Mittag haben wir uns via Internet ein keines Geschenk bestellt: naemlich 2 kleine Netbooks, fuer jeden eines. Das sind so winzige Notebooks, die allerhand koennen und uns in Zukunft die Moeglichkeit geben werden, unsere Geschichten an jedem Ort zu schreiben. Damit sind wir viel unabhaengiger von den oft nervigen Internetkaffees, wo dauernd irgedwas nicht geht. Juhui! Unser Freund Roland wird die Dinger mit der entsprechenden Software bestuecken, und Nanes Freundin Judith diese fuer uns nach Aegypten schmuggeln, wenn sie den Nane auf Sinai besuchen wird. Inschallah (wenn allah es so will)!</p>
<p>Am Nachmittag haben wir die Tickets fuer unsere naechsten Wegstrecken gekauft. Zuerst das Busticket fuer die morgige Fahrt in die Oase Bahariya, von wo aus wir die schwarze und die weisse Wueste besuchen werden. Der Busbahnhof war sehr sauber und gut organisiert. Im Nu hatten wir, was wir wollten, und sind dementsprechend frohen Mutes Richtung (Zug-)Bahnhof gegangen, um dort auf aehnlich elegante Weise zu unseren Karten von Kairo nach Assuan zu kommen. Doch am Bahnhof wehte ein anderer Wind. An jeder Ecke ein Ticketschalter fuer ein spezielles Ziel, nichts ist beschriftet und man hat keine Ahnung, was man tun soll. Bei den Schaltern ist es eng und es herrscht ein Chaos und Gedraenge, wie man es von den aethiopischen Busbahnhoefen kennt. 3 Stunden lang wurden wir von Schalter zu Schalter geschickt, von anderen &#8220;Wartenden&#8221; weggedraengt und in Poebeleien verwickelt, Hunger und Durst wurden unertraeglich. Letztendlich war ich in der richtigen Schlange, wo aber ein Problem in Form einer laut herum schreienden und nicht locker lassenden Alten vor mir war, die den Schalterbeamten und die hinter ihr wartende Menge - vor allem mich - eine halbe Stunde quaelte und sekierte. Keiner hat was gesagt, ob wohl schon alle geladen waren ob der Unverschaemtheit der Alten. Irgendwann hab ich sie dann einfach auf Kaerntnerisch angeschrien und ihr signalisiert, dass ihre Zeit jetzt abgelaufen ist, und ein ganz jaehes Ende ihres Auftrittes bevorsteht. Sie hat verstanden und ist dann abgezogen, zur Erleichterug aller anderen und vor allem mir. Das Ausfertigen meiner &#8220;Tickets&#8221; (handbeschriebene Kaszetteln in der Groesse von 1 Euro-Muenzen) dauerte noch einmal ungefaehr 15 Minuten, dann bin ich fix und foxi aber zumindest mit erfuellter Zielvorgabe aus der Reihe getaumelt, uff!</p>
<p>Soviel zum Thema Erholung&#8230;ich bin jetzt definitiv soweit, dass ich die Stadt mit ihren Menschenmengen, den trommelfellzerreissenden Rufen des Muezzins und den vielen hupenden Autos, die einem das Uberqueren der Strasse zu einem nervenaufreibenden und halsbrecherischen Abenteuer machen, hinter mir lassen muss. Oder wie der Herr Molterer sagen wuerde: &#8220;Es reicht!&#8221;</p>
<p>So fahren wir morgen in die Oase und von dort weiter fuer 2-3 Tage in die Sahara. Freu mich auf eine hoffentlich ruhige Nacht im Zelt und einen wuestenmaessigen Sterenhimmel. Inshallah!</p>
<p>Fotos gibts ein andermal, heute war doch wieder zu stressig.</p>
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		<title>Die Pyramiden, die Sphinx und andere Kolosse</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 19:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war es endlich soweit und wir machten uns auf den Weg zu den grossen Pyramiden von Gizeh. Weit ist der Weg nicht, die Pyramiden stehen direkt an der Stadtgrenze und sind mit dem Taxi bequem fuer ein paar Kroeten zu erreichen.
Gizeh ist bestimmt die wichtigste Touristenattraktion des Landes und man hatte ja schon aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war es endlich soweit und wir machten uns auf den Weg zu den grossen Pyramiden von Gizeh. Weit ist der Weg nicht, die Pyramiden stehen direkt an der Stadtgrenze und sind mit dem Taxi bequem fuer ein paar Kroeten zu erreichen.</p>
<p>Gizeh ist bestimmt die wichtigste Touristenattraktion des Landes und man hatte ja schon aus dem Reisefuehrer und von heimgekehrten Aegyptenreisenden einiges an wilden Geschichten gehoert, wie schlimm dort der Kampf um das Geld der Besucher gefuehrt wird, wie nervig und zahlreich die Hustler sind und wie ueberlaufen der Platz. Den Geschichten nach sollte man den Platz eher meiden, doch der Magnetismus der beruehmten Staette war zu gross und so zog es auch uns hin, logo!</p>
<p>Man steigt am grossen Vorplatz aus und ist gleich mal hin und weg ob der ueberwaeltigenden Dimension der grossen Pyramiden. Alles rennt erstaunlich geregelt ab, keine Warteschlangen fuer Tickets und eine zuegige Abwicklung beim Eingang. Wir waren regelrecht verstoert, wie friedlich und unbehelligt wir auf des Plateau zu den Pyramiden raufspazieren konnten,  war man doch auf das Schlimmste eingestellt. Ein paar Postkartenverkaeufer und Kameltreiber kommen zwischendurch schon auf einen zu, aber&#8230;alles harmlos fuer jemanden, der gerade 2 Monate in Aethiopien war, echt!</p>
<p>Also konnten wir voller Freude und Bewunderung ueber das Plateau wandern, zwischen den Pyramiden durch, runter zur Sphinx (,die in Realitaet etwas kleiner ist, als sie auf den Postkarten wirkt), einen Abstecher in das kleine Museum mit der Sonnenbarke, bis wir irgendwann einen Platz gefunden haben, wo wir in Ruhe einen schoenen Blick auf das Areal geniessen und die Gedanken wandern lassen konnten. Kein Wunder, dass die Pyramiden seit Jahrtausenden die Fantasie der Menschen befluegeln, es ist einfach beeindruckend und fast unglaublich, was man hier zu sehen bekommt. Und sollte man im Museum von Kairo die Pharaonen &#8220;nur&#8221; als ein paar zusammengeschrumpelte Leichname aus alten Tagen wahrgenommen haben, dann wird einem spaetestens angesichts der Pyramiden klar, dass diese wahrlich als Gottkoenige gesehen wurden. Sehr sehr beeindruckend war auch die Sonnenbarke fuer mich, ein fein gearbeitetes, ca. 30 Meter langes Holzschiff, mit dem der tote Pharao zu seiner letzten Ruhestaette geschifft wurde, und das ihm letztendlich in einer eigenen Grabkammer vor der Pyramide als Vehikel fuer das Jenseits bereitgestellt wurde.</p>
<p>Beeindruckt und bewegt ist hier jeder Besucher, da bin ich mir sicher. So war es auch fuer uns ein perfekter Tag&#8230;</p>
<p>Optisch erstaunlich sind uns auch die Touristengruppen eingefahren. Wir haben ja seit vielen Wochen kaum weisse Menschen gesehen, viele Europaeer sieht man hier in der Stadt auch nicht gerade. Und heute waren dann ueberall die Busgruppen unterwegs, besonders viele Russen, Englaender, Deutsche. Da stach es uns schon bald ins Auge, wie ungepflegt und uebergewichtig der Grossteil der Leute ist, der da so in den Charterflugzeugen angeflogen kommt. Verschwitzte Leiber, pralle Baeuche und sonnenverbrannte Gliedmassen treten aus der viel zu knappen Kleidung hervor. Nach 2 Monaten auf dem schwarzen Kontinent war das fuer sich schon fast eine Begegnung &#8220;der dritten Art&#8221;&#8230;</p>
<p>Damit wir selber nicht bald am gegenueberliegenden Ende des Spektrums des Ernaehrungszustandes ankommen, sind wir dann wieder in die Stadt zurueck gefahren, um uns ein gepflegtes Essen einzuverleiben. Das hat die Zufriedenheit nochmal gesteigert und der anschliessende Nachmittagsschlaf rundete den genialen Ausflugstag wuerdig ab. Was fuer ein toller Tag.</p>
<p>Morgen sind wir noch einen Tag in Kairo zum Relaxen, dannach werden wir in die Wueste hinausrattern. Den morgigen Tag moechte ich auch nutzen, um endlich ein paar Fotos ins Netz zu bringen. Der Nane ist mir da schon um einiges voraus, deshalb empfehle ich euch, seine Seite anzusehen. Dort gibt es nicht nur Nanes Geschichten, sondern auch Fotos und neuerdings vor allem Videos. Wer also die Hamer in Aethiopien singen oder mich tanzen sehen will, der gehe auf <a href="http://www.reisekreise.net" target="_blank">www.reisekreise.net</a> und dann auf den Menuepunkt &#8220;Videos zur Reise&#8221;.</p>
<p>Salaam aleikum, aleikum salaam.</p>

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		<title>Erste Eindruecke vom Alten und vom neueren Aegypten</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 19:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der initiale Fressanfall und die damit einhergehende Reizueberflutung waren recht bald verdaut&#8230;
Die ersten Tage in Kairo waren sehr interessant und abwechslungsreich. Die groesste Stadt Afrikas pulsiert ja echt, wie es sich fuer 22 Millionen Einwohner auch gehoert, vor allem am Abend ist hier im Zentrum ein Mordsrummel. Die Gehsteige und Strassen platzen aus allen Naehten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der initiale Fressanfall und die damit einhergehende Reizueberflutung waren recht bald verdaut&#8230;</p>
<p>Die ersten Tage in Kairo waren sehr interessant und abwechslungsreich. Die groesste Stadt Afrikas pulsiert ja echt, wie es sich fuer 22 Millionen Einwohner auch gehoert, vor allem am Abend ist hier im Zentrum ein Mordsrummel. Die Gehsteige und Strassen platzen aus allen Naehten , ueberall wuseln die Menschen herum und Millionen Autos draengen sich durch die Strassen. Der viele Verkehr und die ruecksichtslosen Autofahrer sorgen nicht nur unsererseits fuer Angst und Schrecken, sondern auch dafuer, dass hier angeblich die schmutzigste Luft der Welt ist. Und man sieht tatsaechlich eine Dunst- und Staubwolke in und ueber der Stadt. Die erkennt man beim Spazieren in den Strassen und auch bei der Annaeherung mit dem Flugzeug haben wir zuerst gedacht, dass hier wohl nur ein Sandsturm sein kann&#8230;</p>
<p>Das Strassenbild und -geschehen gibt hier schon viel her, was die Sinne aufmerksam macht, und dem haben wir uns am ersten Tag herumspazierend und -schnueffelnd und lauschend hingegeben. Die Stadt ist vor allem orientalisch-islamisch gepraegt. Ueberall stehen Moscheen, singen bzw. schreien die Muezzins, in allen Strassen sitzen die Maenner mit der Shisha herum, die Maerkte quillen ueber mit feinen Gewuerzen und allem, was man sich nur vorstellen mag. Die Frauen sind natuerlich verschleiert, wie es sich fuer Muslimas gehoert. Das muslimische Viertel mit der hoechsten Dichte an alten Moscheen beeindruckt schon sehr mit den grossartigen Bauwerken und dem intensiven Marktgeschehen, ueberhaupt wenn man gerade aus Aethiopien kommt. Neben den Muslimen gibt es noch 10 % Christen im Land, die mit ihrer koptischen Tradition eine eigene orthodoxe Schiene innerhalb der Ostkirche darstellen und doch auch einen nicht zu unterschaetzenden Einfluss in der aegyptischen Gesellschaft haben; sie sind ja auch schon 500 Jahre laenger da. Das alte Aegypten ist hier im taeglichen Leben nicht mehr wahrnehmbar, dafuer umso mehr im Museum.</p>
<p>Genau dort waren wir vorgestern. Als Museumsmuffel (wie ich einer bin, der Nane weniger) geht man ja vorsichtshalber gleich in das namhafteste Museum, um bei etwaige und wahrscheinlich auftretenden Ermuedungserscheinungen wenigstens dieses gesehen zu haben. Ja, und vom aegyptischen Museum hier in Kairo hat man uns nicht zuviel versprochen. Tatsaechlich war es sogar so gut, dass ich einige Stunden voller Kurzweil darin verbringen konnte. Das Museum bietet mit zigtausenden Schaustuecken einen grandiosen Ueberblick ueber die Epochen des alten Aegyptens, vom Beginn des Paharaonentums vor 5000 Jahren bis zum bereits vorherrschenden Einfluss der roemischen und griechischen Kultur.</p>
<p>Besonders beeindruckend sind natuerlich die beruehmten Highlights aus dem Grab Tutenchamuns mit der bekannten, goldenen Totenmaske und den anderen prunkvollen Gegenstaenden.</p>
<p>Weiters die Mumiensammlung, in der die konservierten Koerper der alten Pharaonen ausgestellt sind, teilweise noch eingepackt in Leinen, groesstenteils aber so ausgepackt, dass man Kopf, Haende und Fuesse sehen kann. Muy interesante, und ein wenig schaurig fuer die kleinen Museumsbesucher, die sich teilweise kaum an die Glasvitrinen herangetraut haben, hihi.</p>
<p>Mir haben es vor allem die wunderbar gearbeiteten Bildhauerwerke aus schwarzem Basalt angetan. Besonders die ueberlebensgrossen Darstellungen der Pharaonen und Gottheiten, vor denen ich teilweise minutenlang mit offenem Mund stehenbleiben musste. Das Design der alten Aegypter war echt genial und es muessen auch sehr schoene Menschen gewesen sein, die den Darstellungen als Vorbild dienten. Vom sagenhaften Liebreiz der Nofretete (der Name bedeutet uebersetzt &#8220;die Schoene ist gekommen&#8221;, was will mann mehr&#8230;;-)), die als Gattin von Pharao Echnaton auch gewichtigen Einfluss hatte, kann man aber ausserhalb des Museums im Auftreten und den verhuellten Gesichtern der Frauen auf den Strassen Kairos leider nur noch fallweise etwas erahnen. Aber das ist eine andere Geschichte&#8230;</p>
<p>Das Museum und die darin stattfindende Zeitreise in das alte Aegypten hat beeindruckt, und zwar ordentlich. Um ein wenig in diese Welt einzutauchen wollte ich ja auch nach Aegypten reisen, und es gibt hier viel zu sehen&#8230;</p>
<p>Ganz in diesem Sinne sind wir schon am naechsten Tag, gestern, zu den Pyramiden der weniger prominenten Art gefahren, naemlich nach Saqqara und Dashur. Die 2 Orte stehen ganz anders als ihre prominenten Verwandten nicht auf der Besuchsliste der meisten organisierten Touren, und so kann man dort in aller Ruhe die lt. Archaeologen aeltesten Pyramiden Aegyptens und der Welt besichtigen.</p>
<p>Als die aelteste Pyramide der Welt gilt die Stufenpyramide von Saqqara. Diese ist, wie der Name schon sagt, stufenweise aufgebaut worden, da die perfekte Pyramidenform ja nicht gleich auf Anhieb realisiert werden konnte. Schliesslich sei ja noch kein Pyramidenbaumeister vom Himmel gefallen, sagen die Archaeologen&#8230;Esoterikfreunde behaupten da mitunter schon andere Dinge&#8230;ich weiss es nicht und das ist mir auch recht so. Tatsache ist, dass die Pyramide von Saqqara beeindruckt, durch Groesse, Form und dem Setting herum. Man ist ja schon direkt in der Sandwueste, auch wenn ein paarhundert Meter weiter schon Kairo anfaengt.</p>
<p>Die 2 riesigen Pyramiden von Dahshur entsprechen dann schon mehr dem Bild, das man von einer ordentlichen Pyramide so vor Augen hat. Vorerst entstand - angeblich nicht ganz planmaessig - eine so genannte &#8220;Knickpyramide&#8221;, da aufgrund der Berechnungen waehrend der Bauzeit festgestellt wurde, dass das Bauwerk mit konstantem Kantenwinkel nicht fertiggestellt werden kann, weil es sonst zusammenbrechen wuerde. Also hat man den Winkel reduziert und so einen Knick eingebaut, und siehe da - die Pyramide steht immer noch. Die 2te Pyramide von Dahshur ist die sogenannte &#8220;rote Pyramide&#8221;, ein riesiges Geraet, in deren Inneres man auch ganz ungestoert und alleine einsteigen darf. Das haben wir auch gerne gemacht. Man steigt zuerst ausserhalb der Pyramide auf ca. ein Drittel der Hoehe rauf und dann geht es innen wieder durch einen schmalen und niederen Stollen im Zwergengang hinunter ins Innere der Pyramide, wo einige geleerte Grabkammern zu besichtigen sind. Der Zwergengang, sowie die Hitze und Enge im Einstieg haben mich verdammt an die Minen von Potosi in Bolivien erinnert, wenn auch die Pharaonen etwas sauberer arbeiten liessen als die spanischen Konquistadoren&#8230;die Kammern sind mit riesigen, Millimeter genau behauenen Steinbloecken gefertigt worden. Ja, viel mehr kann ich jetzt auch nicht dazu schreiben. Dennoch war es beeindruckend und eine Ehre, ins Innere einsteigen zu duerfen. Schon beim Raussteigen merkte ich, wie mir der Zwergengang die Saeure in die Oberschenkelmuskulatur trieb&#8230;viel zu frueh fuer meine Verhaeltnisse, und das liess mich auch erkennen, das ich noch nicht ganz fit war.</p>
<p>Dennoch fuhren wir voll zufrieden mit unserem ersten (aegyptischen) Pyramidenerlebnis in die Stadt zurueck. Dort liess uns der Taxifahrer am Eingangstor des einzigen Parks Kairos aussteigen, und wir betraten eine andere Welt. Hier wurde aus den Geldmitteln der Aga Khan Stiftung und auf einer ehemaligen Muelldeponie ein Park erbaut, der im Jahre 2005 eroeffnet wurde und - wie wir uns ueberzeugen konnten - schon recht gut angewachsen ist. Heute ist der Park die einzige oeffentliche, gruene Oase in dieser doch recht staubigen und dreckigen Grossstadt. Man zahlt wenig Eintritt, das reicht aber schon aus, dass nur noch die Elite Kairos sich das Vergnuegen goennt, hier am Rasen zu picknicken und den spektakulaeren Blick ueber das unendliche Haeuser- und Moscheenmeer zu geniessen. Wir waren drehbuchgemaess zu Sonnenuntergang da oben und haben es echt sehr genossen, mal nur auf der Wiese herumzukugeln und dabei von niemandem angelabert zu werden. Wie schoen!</p>
<p>Beim ca. 2stuendigen Spaziergang durch die Stadt bis zum Hotel sind wir schon recht muede geworden, und bis wir daheim waren, haben wir nicht nur sprichwoertlich alt ausgesehen. Der Nane hat kurz vor dem Einschlafen ein Foto von mir gemacht, wo ich schon einen Eindruck kriege, wie ich in 30 Jahren aussehen koennte, erschreckend! Also war es klar, dass wir den fuer heute geplanten Besuch der grossen Pyramiden von Gizeh auf den naechsten Tag, also morgen, verschieben werden.</p>
<p>Heute haben wir bis 12 gepennt, ofensichtlich war das echt noetig. Meine Beine waren heute so sauer wie beim Erreichen des Basislagers nach dem Abstieg vom Gipfel des Mount Everests. Eindeutig Mangelernaehrung - so lautete meine Diagnose. Also schnell zum Markt und ein paar Dinge gekauft und anschliessend einverleibt, die es in Aethiopien nicht gab.</p>
<p>Am Nachmittag waren wir noch im Koptenviertel, dem sogenannten alten &#8220;Kairo&#8221;. Die Kopten habe hier einen eigenen Kirchenbezirk, der einem schon beim Betreten durch aussergewoehnliche Sauberkeit auffaellt. Hier wird wie in Aethiopien neben Christus und der Gottesmutter vor allem mein Namenspatron und Begleiter, der heilige Georg verehrt-zu meiner Freude. Die Aethiopisch-Orthodoxe Kirche spaltete sich ja einst vom Koptentum ab. Aegypten hatte seit 40 n. Chr. die ersten christlichen Gemeinden ausserhalb Israels, hab ich irgendwo gelesen. Die Kopten stellen teilweise auch heute noch eine Gruppe von sehr gebildeten und wohlhabenden Menschen in diesem Land dar, sagt man. Die Kirchen und die Plaetze drumherum sind eine Oase der Ruhe und Sauberkeit. Selbiges trifft aber - ordnungshalber festgehalten - auch auf die beeindruckenden Innenhoefe der grossen Moscheen zu.</p>
<p>So, das ware erst mal das Wichtigste zu den ersten Tagen hier. Mal sehen, wie uns das Land weiterhin begegnet. Bisher sind wir zufrieden, die Leute sind auch hier fuer unsere oesterreichischen (oder sogar wienerischen) Verhaeltnisse echt sehr sehr nett und freundlich (, auch wenn ein Aethiopier vielleicht hie und da die Nase ruempfen wuerde.) Nein, alles prima! Wie noch zuletzt bezueglich Aethiopien gemacht, werde ich hier in Aegypten keinen Vergleich bezueglich einer Geliebten anstellen&#8230;weil meine Poesie anscheinend sowieso keiner verstanden hat, und: weil es hier auch vorerst gar nicht naheliegend scheint.</p>
<p>Jetzt gehen wir ein Kebab essen, und wenn es uns genug Kraft spendet, gehen wir morgen zu den grossen Pyramiden nach Gizeh&#8230;Inschallah!</p>

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		<title>Addis-Kairo und die Reizueberflutung</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 18:33:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, was soll man sagen&#8230;? Gerade angekommen, also nur die Kurzfassung:
Sind in Addis um 2:30 in der Frueh zum Flughafen gefahren und dann ueber den Yemen nach Kairo geflogen, wo wir um ca 14:00 Uhr ankamen.
Am Flughafen war ein Mordsgriss um uns, also sind wir schnell in ein Hotel direkt in der geschaeftigen Innenstadt geduest. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, was soll man sagen&#8230;? Gerade angekommen, also nur die Kurzfassung:</p>
<p>Sind in Addis um 2:30 in der Frueh zum Flughafen gefahren und dann ueber den Yemen nach Kairo geflogen, wo wir um ca 14:00 Uhr ankamen.</p>
<p>Am Flughafen war ein Mordsgriss um uns, also sind wir schnell in ein Hotel direkt in der geschaeftigen Innenstadt geduest. Ich hatte den letzten Tag in Addis sowie den Flug mit einer angefangenen Verkuehlung verbracht, die Selbstmedikation hat noch nicht so gewirkt. Also hab ich mich vom Flug und der Verkuehlung hundemuede hingelegt und ein paar Stunden durchgeschlafen, waehrend der Nane schon einen kleinen Erkundungsmarsch gemacht hat.</p>
<p>Bin erst vor einer Stunde sehr hungrig aufgewacht, also raus auf die Strasse! Anscheinend hab ich bei der Herfahrt vom Flughafen nicht so mitbekommen, was da rundherum los ist, denn: nach 8 Wochen in Aethiopien, wo das Konsumangebot sehr karg ist, haben mich die ersten 20 Sekunden am Gehsteig in Kairo und das Schokotoertchen, das ich mir an der ersten Ecke sofort kaufen und einverleiben musste, gleich komplett aus den Socken gehauen. Letzteres hat mir einen Jubelschrei entlockt, den die Aegypter nicht sooft zu hoeren bekommen. Hatte ich doch schon seit Wochen von Eisbechern halluziniert, die gibt es hier auch&#8230;.Eine Reizueberflutung ist das, als ob man den Kaspar Hauser direkt ins Disneyland gebracht haette. Unglaublich, wie gross der Unterschied ist. Alles ist hellbeleuchtet, volle Schaufenster, ueberall feinste Koestlichkeiten in Huelle und Fuelle.</p>
<p>Wir werden hier also mal neben unseren anderen Vorhaben auf jeden Fall kulinarisch ein wenig aufhausen und geniessen, und das freut den Baeren, der mir innewohnt, ueberaus. Aber so leicht lassen wir uns auch nicht blenden, dass wir die Qualitaeten von Aethiopien so schnell vergessen wuerden&#8230;</p>
<p>Kurzum: wir sind gut gelandet und fuehlen und wohl.</p>
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		<title>ACHTUNG - Zerfall des Blogreiches</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 11:21:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freunde des gepflegten Reiseblogs:
Der Nane und ich, wir haben von unserer unglaublich kompetenten und genauso lieben Freundin Evze den Wunsch nach einer Teilung des im entstehen begriffenen Blogreiches erfuellt bekommen.
Auf Deutsch heisst das, dass der Nane, dessen bisherige Beitrage ja bisher in Kursiv geschrieben waren und auch weiterhin im Blog bleiben, jetzt seinen eigenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freunde des gepflegten Reiseblogs:</p>
<p>Der Nane und ich, wir haben von unserer unglaublich kompetenten und genauso lieben Freundin Evze den Wunsch nach einer Teilung des im entstehen begriffenen Blogreiches erfuellt bekommen.</p>
<p>Auf Deutsch heisst das, dass der Nane, dessen bisherige Beitrage ja bisher in <em>Kursiv</em> geschrieben waren und auch weiterhin im Blog bleiben, jetzt seinen eigenen Blog hat. Damit wir uns nicht mit gleichen Geschichten in die Quere kommen und jeder fuer sich seine persoenliche Trademark als Schreiberling entwickeln kann.</p>
<p>&#8220;Am besten Weg punkt net&#8221; ist ab sofort nur noch mein Blog, der Nane schreibt auf <a href="http://www.reisekreise.net" target="_blank">www.reisekreise.net</a></p>
<p>Die Evze hat sich ja ganz schoen ins Zeug gelegt und dem Nane seiner Seite ein super Design verpasst, echt geil. Und der Nane haut sich auch seit Tagen voll rein um mich alt aussehen zu lassen. Neben seinen laessigen Geschichten  schafft er das auch noch mit Fotos, die er mit der ihm eigenen Geduld upgeloadet hat, waehrend ich mich wohl wo herumgetrieben habe.</p>
<p>Eine klare Empfehlung also fuer Nanes Blog schaun sie sich das an! Hoch leben die 2 Haelften des Blogreiches!</p>
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		<title>Aethiopien-eine kleine Bilanz</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 11:10:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eineinhalb Tage vor der Abreise ziehe ich eine kleine schriftliche Bilanz ueber unseren Aethiopienaufenthalt.
Aethiopien war und ist fuer mich mit Abstand das haerteste Reiseland bisher (das mag nichts heissen, vielleicht veraendert sich der Massstab im Lauf der naechsten Monate). Habe ich mir vor Antritt der Reise noch eingebildet, dass ich das Land auch ohne den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eineinhalb Tage vor der Abreise ziehe ich eine kleine schriftliche Bilanz ueber unseren Aethiopienaufenthalt.</p>
<p>Aethiopien war und ist fuer mich mit Abstand das haerteste Reiseland bisher (das mag nichts heissen, vielleicht veraendert sich der Massstab im Lauf der naechsten Monate). Habe ich mir vor Antritt der Reise noch eingebildet, dass ich das Land auch ohne den Nane bereisen wuerde, so kann ich jetzt sagen, dass das sicher verdammt hart gewesen waere. In Aethiopien wird die Liebesfaehigkeit des Reisenden Tag fuer Tag aufs haerteste geprueft. Das heisst, es passiert alles nur erdenklich und auch unvorstellbar moegliche, was einem die Unverstaendnis, Wut und die Ungeduld etc. aus den finstersten Winkeln der eigenen Seele herauskitzelt, wo man sonst nicht so schnell hinkommt. Wenn man hier ohne einen guten Freund unterwegs ist, mit dem man die Dinge beleuchten, sich gegenseitig ein bisschen aufmuntern und auch einen gewissen Galgenhumor pflegen kann, mag man unter Umstaenden der Verzweiflung sehr nahe kommen.</p>
<p>Besonders schwierig sind der oeffentliche Verkehr mit allen bereits ausfuehrlich beschriebenen Tuecken&#8230;die schleissigen Hotels mit staendigen Strom- und Wasserausfaellen, kaputten Sanitaerteilen und nur verstaendnislos dreinschauenden Rezeptionisten, die einem auch bei allen Unannehmlichkeiten keinen mm entgegenkommen&#8230;Lokale, die immer gerade das nicht haben, was einem als einziger Bestandteil der einfachen Speisekarte anlachen wuerde&#8230;die Abwesenheit von so ziemlich allen Dingen, die einem das leibliche Wohl daheim versuessen&#8230;der staendige anwesende Fanclub von Leuten, die voll innerem Stress irgendwie nach einer Moeglichkeit geifern, einem ein paar Kroeten abzuschwatzen, und ihren Stress auf einen abladen&#8230;Floehe, Wanzen, Moskitos und anderes Ungeziefer&#8230;die Tatsache, dass ganz offen fuer ein und dieselbe Sache 2 Preise gelten und je nach Situation willkuerlich angenommen werden: der Preis fuer Einheimische und der fuer den Auslaender (bis 20 mal so hoch). Das kann heissen, dass man mit einem Aethiopier ein Cola trinken geht und dann nicht 2 Cola auf der Rechnung stehen, sondern ein Einheimischen- und ein Ferenjicola (dieses kostet 5 mal soviel, ist aber genau dasselbe). Die Leute kapieren teilweise ueberhaupt nicht, warum man als Reisender hier sauer werden kann&#8230;.das macht einen dann bei fehlender Selbst- (oder Fremd-)kontrolle noch saurer. Aethiopien steckt in den touristischen Kinderschuhen und die Leute haben keine Ahnung, worauf es ankommt. Ich befuerchte, dass das auch auf alle anderen Wirtschaftszweige (Landwirtschaft ausgenommen) zutrifft, und ich stelle mir es als einen Alptraum vor, nur irgendeiner wirtschaftlichen Taetigkeit in diesem Land nachgehen zu muessen.</p>
<p>Ja, die Latifundien Haile Selassies liegen darnieder, auch wenn sie fast flaechendeckend landwirtschaftlich bearbeitet und von riesigen Rinderherden begrast werden&#8230;ueber die Armut laesst sich nicht hinwegsehen und am meisten leiden die Einheimischen darunter&#8230;ueberall gibt es Kranke, Behinderte, Obdachlose, Waisen. Kinder, die nur Lumpen am Leib und keine Schuhe haben, nicht zur Schule gehen und alleine in der Grosstadt und bei Kaelte auf einer finsteren Kreuzung uebernachten muessen.</p>
<p>Die Menschen ertragen hier unvorstellbar viel. Das faengt schon bei den kleinen Dingen an, die einen als Auslaender furchtbar nerven, die der Einheimische aber nicht zu bemerken scheint und so auch nicht die Notwendigkeit der Veraenderung. Ich hab mich schon in Suedamerika gefragt, ob das auch eine Ursache fuer die schlimmen Zustaende ist, dass die Menschen soviel ertragen koennen&#8230;?</p>
<p>Im Grossen und teilweise ganz verborgen im Kleinen merkt man, dass die Menschen aus ihrem umfassenden materiellen Mangel heraus nicht im Stande sind, sich selber und anderen etwas mehr menschliche Wuerde zu geben. Besonders die Frauen kommen in diesem Land uebergebuehr zum Handkuss. Ob auf Baustellen beim Steinklopfen und -schleppen, auf dem Felde, beim Holz- und Wassertragen,&#8230;ueberall wird die haerteste Arbeit von Frauen gemacht oder von Kindern. Die Maenner machen sich je nach Moeglichkeit ein schoeneres Leben, was aber am Land draussen auch nicht so einfach ist. Wird Mittelamerika immer als Region der Machos hingestellt, so moechte ich behaupten, dass hier in Aethiopien die Benachteiligung der Frau ein viel viel weiterreichends Ausmass hat. Der Schluessel fuer eine Zukunft in mehr Fuelle wuerde aus meiner Sicht auch in diesem Bereich liegen. Aber auch die Maenner leiden in der Armut. Nur ganz wenige Superreiche gibt es hier, wie ueberall, wo die Menschen arm sind. In den Staedten sieht man aber auch einen gewissen Mittelstand.</p>
<p>Aber so einfach liegen die Dinge sicher nicht, und ich moechte auch nichts beurteilen, was ich hier gesehen habe. Das waere auch anmassend, bestimmt zerbrechen sich kluegere Menschen ihre Koepfe darueber&#8230;hoffentlich.</p>
<p>Unsere <strong>persoenliche Bilanz</strong> ueber diese Reise sieht aber super positiv aus und an dieser Stelle bitte ich, die 2 Wutgeschichten von mir nicht zu ueberbewerten. Wer sich frei von Zorn glaubt, reise ein paar Wochen mit dem Bus durch Aethiopien&#8230;Uebrigens: wir haben 6000 km im Bus abgeradelt, insgesamt 170 (!) Stunden in den dreckigen Rostschuesseln abgesessen. 25 mal haben wir den Schlafplatz gewechselt. Ich hab 6 Kilo abgenommen. Anstrengend also.</p>
<p>Nur sowenig zur Statistik, jetzt das Essentielle.</p>
<p>Ich persoenlich habe noch kein Land mit solch freundlichen, offenen und netten Menschen kennengelernt. &#8220;Der Aethiopier&#8221; naehert sich mit viel Liebe und ohne Hintergedanken an den Fremden an, nimmt Anteil, ist hilfsbereit und interessiert.</p>
<p>Habe mir dieser Tage die Frage gestellt, was der globale Beitrag Aethiopiens zu einer besseren Welt sein koennte. Die Antwort lautet ganz klar: <strong>die Warmherzigkeit</strong> und offen gelebte Naehe von Mensch zu Mensch . Diese spuert man hier ueberall. Wenn man auf der Strasse geht, laechelt einen jeder an, man wird angesprochen und gegruesst, in den Augen der Menschen sieht man viel Liebe. Nicht nur Fremden gegenueber, auch untereinander sind die Leute ueber alle Alters- und Geschlechtsgrenzen hinweg nett zueinander, und das ohne Scheinheiligkeit. Unfreundlichkeit begegnet einem hier nicht. Das Raufen um einen Sitzplatz im Bus ausgenommen, aber auch das wird mit Humor genommen. Ja, es wird viel gelacht, die Leute haben keinen uebertriebenen Ernst. Nach nunmehr 7 Wochen in diesem Land haben wir uns an diesen, doch paradiesischen Zustand sicher ein wenig gewoehnt und wuerden erst bei einer Heimkehr nach Europa unsanft aus diesem Traum geweckt werden. Es sind wohl fuer alle Reisenden vor allem die kulturellen Besonderheiten und unglaublichen Lanschaften, die einen nach Aethiopien locken (so auch uns), diese haben wir auch gesehen und gemocht. Tatsaechlich findet man hier aber das kostbare Juwel der Menschlichkeit, das wir in unserem Herzen weitertragen und am Leben halten koennen, waehrend die Namen und Bilder der touristischen Orte doch langsam verblassen werden.</p>
<p>Ja, ich habe die Menschen hier echt lieben gelernt. Und: ich traue mich zu sagen, dass mich die 8 Wochen hier auch zu einem freundlicheren und offeneren Menschen gemacht haben. Man tut sich hier denkbar leicht, anderen Menschen im gebenden Prinzip gegenueber zu treten, ohne dass es einen auslaugt. Es ist die Erfahrung eines schoenes Gebens und Empfangens, von dem man sich gerne anstecken laesst. Ein schoenes Beispiel fuer diese Lebensart haben uns neben den Aethiopiern auch die irischen Priester, John und Paddy, gegeben, die wir zu den nettesten und doch authentischen Menschen zaehlen duerfen, die uns je begegnet waren.</p>
<p>Ernste Probleme hatten wir in Aethiopien nicht. Man ist hier sehr sicher, selbst wenn man in der Grossstadt zu Mitternacht bei Stromausfall herumirrt. Kriminalitaet ist hier nicht einmal zu erahnen, man hoert auch nichts darueber, und dass bei fast vollkommener Abwesenheit der Polizei. Kein Vergleich mit den Polizeistaaten Lateinamerikas.</p>
<p>Die Liebe fuer Aethiopien verbindet uns mit diesem Land. Wir wurden hier reich beschenkt und unwahrscheinlich gut behandelt. Moege dieses Land und seine unglaublichen Menschen mit einer guten Zukunft gesegnet sein. Wir loesen uns dennoch ohne Wehmut, sondern nur voller Dankbarkeit, von hier und freuen uns wie die Schneekoenige (passt zwar in dem Fall nicht so, da es die dort wohl etwas zu heiss haben wuerden) auf das Land der Pharaonen und auf das, was sich dort fuer uns entfalten wird. Hier in Aethiopien ist alles gut abgerundet und erledigt, wir fahren hoechst bereichert und freudig weiter.</p>
<p>Mein Resumee: Aethiopien ist  wie eine aufregende Geliebte, die einen sicher nie langweilig wird: von aeusserer und innerer Schoenheit, meist wohltuend liebevoll, zwischendurch aber wieder unheimlich zickig, widerspenstig und eine Herausforderung, die einen wachsen laesst&#8230;</p>
<p>&#8230;geheiratet wird aber nicht, also fahren wir weiter <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
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		<title>Timkat in Addis</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 10:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fahrt von Bahir Dar nach Addis war genial. Im halbvollen Minibus sind wir bequem von Tuer zu Tuer gereist. Wieder durch unglaubliche Landschaften gefahren, netten Menschen bei den Zwischenstopps begegnet. Ich habe die Fahrt sehr bewusst erlebt, noch ein letztes Mal das Land und seine Bewohner in tiefen Zuegen aufgenommen und dabei viel Liebe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fahrt von Bahir Dar nach Addis war genial. Im halbvollen Minibus sind wir bequem von Tuer zu Tuer gereist. Wieder durch unglaubliche Landschaften gefahren, netten Menschen bei den Zwischenstopps begegnet. Ich habe die Fahrt sehr bewusst erlebt, noch ein letztes Mal das Land und seine Bewohner in tiefen Zuegen aufgenommen und dabei viel Liebe verspuert. Die Fahrt schien wie eine Belohnung fuer die durchstandenen Strapazen der letzen Wochen.</p>
<p>In Addis sind wir gestern zum groessten und wichtigsten Fest der orthodoxen Christen gegangen. Dem Timkat-der Taufe Christi, die hier von den Leuten jaehrlich am 19. Jaenner zur Bestaerkung ihres Glaubens gefeiert wird.</p>
<p>Also sind wir zusammen mit unserer Freundin Marta und ihrer Schwester - die uebrigens in 1,5 Jahren zum Studieren nach Wien kommen wird- zum grossen Festplatz (Jan Meda) gegangen, wo schon 100000e dort waren. Das Fest hatte schon am Vortag begonnen und es ist die ganze Nacht ueber gesungen und gebetet worden. Wir haben den Festplatz als ueberaus belebten Ort vorgefunden. Ueberall wurde lauthals gesungen, geklatscht und getanzt. Gerade noch haben wir den Vorbeimarsch der hohen Geistlichkeit und deren Gesinde gesehen, inmitten die Kopien der Bundeslade, die zu diesem Festtag aus allen Kirchen zusammengetragen werden.</p>
<p>Inmitten des Platzes ist ein riesiges Taufbecken, das aber ganz eingezaeunt ist, weil es die vielen Leute niemals aufnehmen koennte. Das Taufritual laeuft also anders, naemlich wie folgt ab: ueberall stehen am Zaun Prister, die aus vollen Schlaeuchen das geweihte Wasser vom Pool ueber die Menschenmenge verspruehen. Die Leute draengen sich voll an den Zaun, jeder will ordentlich gebadet werden. So auch wir. Ich bin dem Pfarrer sowieso gleich aufgefallen, weil gross und weiss, und der hat mir eine ordentliche Ladung abgegeben, dass ich nur so getrieft habe. Ein Mordsspass, auch fuer alle anderen triefenden Typen, und fuer den Pfarrer war das Spektakel natuerlich auch eine erfrischende Abwechslung, das sah man ihm an&#8230;</p>
<p>Dannach haben wir uns die eher folkloristischen und weltlichen Vergnuegungen am Festplatz angeschaut. Ueberall versammeln sich in kleinen Kreisen junge Maenner zum Singen und Tanzen, gesungen werden lustige Verse, die wir nicht verstehen, begleitet von wildem Mundharmonikagedudel. Darum stehen viele Leute im Kreise und schauen sich das Spektakel mit viel Spass an. Ueberall buntes , lautes und aufgedrehtes Treiben. Wir haben uns doch eingebildet, dass wir das als Ferenji unbemerkt anschauen koennen. Doch kaum einem Kreise angenaehert und die Kamera gezueckt, wird man schon in den Kreis gerissen und zum Tanze aufgefordert. Anders als der normale Ferenji haben wir uns nicht geziert und -gar nicht verlegen oder verhalten- den Spass mit viel Freude mitgemacht. Kaum traten wir in den Kreis, sind von ueberall die Leute her um uns beim Tanzen zu sehen. Die Typen im Kreis mussten ihre Zuckerrohrstangen, die normal beim Tanze wild geschwungen werden, dazu verwenden, um den herandraengenden Mob ein wenig fernzuhalten. Ein paar Minuten ausgelassenen Tanzes, Lachen und Verbruederung mit den einheimischen Taenzern&#8230;ein Riesenspass fuer uns und alle anderen.</p>
<p>Frisch getauft und sehr belebt sind wir davongezogen um uns in der Stadt ein feines Fresschen zu genehmigen. Zufrieden, und voller Zuversicht, dass das geweihte Wasser mithelfen wuerde, die Saat fuer unser zukuenftiges Leben aufgehen zu lassen. Passend zur Taufe bekamen wir am Abend unsere ersten Regentropfen in Aethiopien, die ganze Nacht hat es in Stroemen geregnet. Schoen fuer uns und ein kleines Wunder in dieser Jahreszeit. Unser Regentanz hat wohl gewirkt&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
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		<title>&#8220;Man spricht deutsch&#8221;, die Nilwasserfaelle und die &#8220;Fuck-Off-Energie&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 17:36:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier in Bahir Dar haben wir die letzten Tage prima entspannt, nichts grosses gemacht und unsere Energiespeicher mit Essen und Schlafen aufgetankt. Das war auch nur moeglich, weil wir hier ein sehr ruhiges Hotel mit grossem Garten gefunden haben, wo man die Bungalowtuere tagsueber einfach offen laesst und  einem niemand auf die Nerven geht. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier in Bahir Dar haben wir die letzten Tage prima entspannt, nichts grosses gemacht und unsere Energiespeicher mit Essen und Schlafen aufgetankt. Das war auch nur moeglich, weil wir hier ein sehr ruhiges Hotel mit grossem Garten gefunden haben, wo man die Bungalowtuere tagsueber einfach offen laesst und  einem niemand auf die Nerven geht. Die Wochen davor hatten wir ja immer nur enge und schleissige Quartiere, wo man sich nie so wohlfuehlen konnte, dass es zur richtigen Entspannung gekommen waere. Und sobald man das Zimmer oder Hotel verlaesst, hat man hier als Weisser ja keine Chance, jemals alleine zu sein, weil immer jemand hinter einem her ist. Das ist das, was dieses Land auf Dauer unertraeglich fuer mich macht. Kein Ort fuer Ruhe und in sich Gehen&#8230;</p>
<p>Hier war es besser und wir haben es genossen. Damit leite ich auch ueber zum ersten Teil der Geschichte, Titel: &#8220;Man spricht Deutsch&#8221;. Nachdem ich meinen Pennmarathon gestern am Nachmittag beendet und der Nane seinen angefangen hat, hab ich mich ganz gemuetlich zum ersten Mal mit einem Buch wo ruhig hingesetzt. Und zwar auf die Terrasse des Hotelrestaurants, wo es sehr angenehm ist. So hab ich voller Vorfreude die ersten Kapitel im Reisefuehrer fuer Aegypten gelesen. Ganz so aalglatt verlief die Sache aber nicht, nur waren diesmal nicht die Einheimischen der Stoerfaktor, sondern ein paar spezielle Exemplare unserer deutschen Nachbarn, die einen gewichtigen Anteil der Aethiopien-Reisenden darstellen. Darf man ja auch nichts sagen, unsere lieben Mitspazierer im Nationalpark waren ja auch aus Deutschland, und eine der nettesten Begegnungen auf der Reise&#8230; </p>
<p>Nur: Im Unterschied zu den Aethiopiern versteht man die Deutschen, wenn sie so auf der Terrasse vor sich hinplappern. Und weghoeren geht ob der Lautstaerke nicht immer. So auch in diesem Fall, wo direkt hinter meinem Ruecken 2 Deutsche Herren mittleren Alters gesessen sind. Aufgefallen sind sie mir zuerst, als sie den Kellner fertiggemacht haben, weil er zuwenig Wechselgeld gebracht hat. Den haben sie dann behandelt wie den Oberbimbo und dabei gesagt, dass sie doch Professoren seien und sich nicht so einfach bescheissen lassen. Die Affaere hat sich 10 Minuten lang hingezogen und schon ein wenig genervt. Doch rechtzeitig, als ich wieder in meiner Lektuere vertieft war, kam es noch dicker - ja sogar zu dick! Die Kerle waren ja hinter mir und haetten - wie sich herausstellte - gerne einen besseren Blick auf die huebschen Frauen gehabt, die vor mir sassen und durch mich und mein Buch wohl verdeckt wurden&#8230;</p>
<p>Also haben sie angefangen, sich ueber mich und mein beschissenes Buch aufzuregen. Was ich denn fuer ein Typ sein muss, der da herumsitzt, liest und kein Auge fuer die Schoenheit des Landes hat, usw&#8230;das das keine Art des Reisens sei&#8230;das ging so ein paar Minuten dahin, und ich dachte mir, &#8221;Jaja, redets nur&#8230;mir wurscht&#8221;. Doch einer der zwei Typen war direkt besessen und hat immer mehr Giftpfeile in meinen Ruecken geschossen, was dann in den Worten &#8220;Eigentlich sollte man den Scheisskerl abknallen&#8221; den Gipfel fand.</p>
<p>Ich schaffe es ja auch nicht in jeder Lebenslage, mit der Macht der Sprache 100% bewusst umzugehen, doch das ging entschieden sehr weit jenseits meiner Schmerzgrenze und meines Spassverstaendnisses. Also hab ich mich umgedreht und den Typen zugerufen, dass ich Deutsch verstehe und sie besser aufhoeren mit dem Scheiss. Der eine hat nur gesagt, ich soll mich nicht bloed aufregen&#8230;mehr hab ich nicht gebraucht. Ich bin aufgesprungen, zu den Typen ruebergegangen und hab ihnen lautstark klargemacht, dass sie zu weit gegangen sind und, wenn sie nicht damit aufhoeren, im See landen werden und bereuen koennten, jemals ihr Maul aufgemacht zu haben. Mein Zorn hat gebrannt wie der vom &#8220;Incredible Hulk&#8221; und war wohl entsprechend spuerbar fuer die Typen, die ploetzlich ziemlich kleinlaut waren. Ja, es taete ihnen so leid und sie hatten viel zu viel getrunken, und da sagt man halt schon mal so Sachen, etc&#8230;Hab ihnen noch-so gut ich in meiner Rage konnte- klargemacht, dass man sich nicht das Maul ueber andere Leute zerreissen soll, auch wenn die einen sicher nicht verstehen. Und anderen Schaden an den Hals wuenschen ist sowieso das Letzte. Hab ihre vielen Entschuldigung dann angenommen und wollte nicht mehr weiter meine Zeit verschwenden. Den Saft ausgetrunken und ab die Post. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich wieder friedlich war, und ich musste auch noch laenger ueber den Vorfall nachdenken. Vor allem habe ich auch meinen eigenen Umgang mit der Sprache hinterfragt. Es war eindruecklich gewesen, wie sich in dem Gespraech die destruktive Energie eingeschlichen, immer mehr aufgebaut und eindeutig eine Eigendynamik bekommen hat. Man kennt das ja und ist sicher selber auch kein Engel, und den Deutschen sei wahrhaftig verziehen und sogar gedankt fuer ihre Vorfuehrung, auch wenn es schon hart war. Ich glaub, es war ihnen auch peinlich.</p>
<p>Bis zum Einschlafen war ich noch mit dr Sache beschaeftigt und durch den Vorfall gingen meine Gedanken immer wieder zu meiner verstorbenen Grossmutter und ihrem gewaltsamen Tod&#8230;</p>
<p>Der heutige Tag war fuer unsere letzte touristische Aktivitaet in Aethiopien reserviert, den Besuch der beruehmten Wasserfaelle des Blauen Nils. Diese besichtigt man am Wochenende, wo das Kraftwerk die Schleusen aufmacht, damit das Wasser in ausreichender Menge fallen und die Touristen entzuecken kann. Wir sind mit dem oeffentlichen Bus hin. Eh nur eine Stunde, aber dermassen nervig, wir hatten ja schon verdraengt, wie das Busfahren hier ist. Draengerei, Schreierei, grausam&#8230;</p>
<p>Die Faelle waren sehr schoen&#8230;leider hatten wir auf der mehrstuendigen Wanderung, wo man das fallende Wasser aus allen Perspektiven anschauen kann, keine Sekunde der Ruhe, da staendig laestige und bettelnde Kinder um uns herumgetanzt sind. Hat man die einen verjagt, waren die anderen schon da. &#8220;Hello Mister&#8221;, &#8220;Where are you go?&#8221;, &#8220;What is your name?&#8221;,&#8230;ich hab mir an einem schoenen Platz die Kopfhoerer mit der &#8221;schoenen blauen Donau&#8221; ins Ohr gestopft und schaftte es doch glatt fuer die paar Minuten, das staendige Zupfen der Kinder an meinem Arm zu ignorieren. Wir sagten dem Nil &#8220;auf wiedersehen in Aegypten&#8221; und gingen wieder zum Bus, begleitet von hartnaeckigen Laestlingen. Der Ausflug war schon toll, die Nilfaelle sehenswert. Dennoch hat uns der Tag noch einmal eindruecklich vor Augen gefuehrt, dass wir jetzt von Aethiopien und dem staendigen Theater, das man hier hat, genug haben und dass wir -zwar in Dankbarkeit aber ohne Wehmut- Abschied nehmen werden koennen. Ich kenne das schon von vielen Reisen, dass sich oft in den letzten Tagen vor der Ab- oder Heimreise das Land noch einmal so darstellt, dass man gerne abreist. Ich nenne das dann immer die &#8220;Fuck off-Energie&#8221;, wahrscheinlich ein Spiegel davon, dass man  mit einem Bein eh schon ganz woanders ist. Zu dick braucht es aber auch nicht kommen. Immerhin haben wir morgen unsere letzte Busfahrt (600 km mit dem Minibus nach Addis, Start 4 Uhr Frueh) am Programm und dann noch 3 Tage in der Hauptstadt, die wir in Frieden und entspannt verbringen wollen.      </p>
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		<title>Simien-Mountain-National-Park und der Ibex</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 18:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Da wir des fruehen nachmittags schon in Debark, dem Ausgangspunkt fuer unser Trekking, angekommen waren, konnten wir am selben Tag die Vorbereitungen fuer unseren 5taegigen Trip in die Simien-Mountains beginnen und sogar abschliessen (fuer Atehiopien grenzt das fast an ein Wunder).
Die Offiziellen im National-Park-Office waren sehr kompetent und wir konnten auch ein Paerchen fuer unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Da wir des fruehen nachmittags schon in Debark, dem Ausgangspunkt fuer unser Trekking, angekommen waren, konnten wir am selben Tag die Vorbereitungen fuer unseren 5taegigen Trip in die Simien-Mountains beginnen und sogar abschliessen (fuer Atehiopien grenzt das fast an ein Wunder).</em></p>
<p><em>Die Offiziellen im National-Park-Office waren sehr kompetent und wir konnten auch ein Paerchen fuer unsere &#8220;Expedition&#8221; gewinnen, um die Kosten in Grenzen zu halten. Dies waren eine Deutsche mit Namen Nina, die bevor sie eine dreimonatige Stelle als Hautaerztin in Addis Ababa annehmen wird, mal im Land herumreist bzw. Ronald, ein Hollaender, der in Aethiopien und Nigeria aufgewachsen ist und derzeit fuer NGOs Lagerplaetze in Dubai verwaltet und aufbaut. Also eine durchaus interessante und gutdurchmischte Gruppe. Diese Gruppe wuchs noch um die Begleitpersonen und Lastentiere an. Die da waeren: Mitiku, unser Guide; Fanta, unser mit Kalaschnikow bewaffneter Scout; eine Koechin fuers leibliche Wohl; drei Mulis fuer die Verpflegung und das Gepaeck; zwei Muli-Treiber fuer die stoerischen Tiere. Wenn die gesamte Belegschaft dann den Berg raufzieht, schaut das fast so aus, wie wenn der beruehmte englische Entdecker Burton im 19. Jahrhundert zu seiner Expedition zum Nilursprung aufgebrochen waere.</em></p>
<p><em>Da es in den Bergen nicht wirklich grosse Versorgungsposten gibt, ausser Wasserquellen fuer unser Frischwasser, mussten wir uns mit Hilfe unserer angemieteten Koechin am lokalen Markt und den Geschaeften nach Verpflegung umsehen. Dies natuerlich zu ueberhoehten Ferenji-Preisen, aber so ist das nun mal, wenn man hell wie ein Weissbrot ist.</em></p>
<p><em>Der Aufbruch am naechsten Tag mit ein wenig Verspaetung und dem letzten Einkauf von Brot, verlief nach anfaenglichen Verstaendigungsproblemen mit unserem Guide Mitiku recht reibungslos. Jetzt heisst es mal marschieren und auch konnten die, durch ganz Aethiopien mitgeschleppten, Bergschuhe endlich eingesetzt werden. Die erste Etappe fuehrte uns nach einer 5stuendigen Wanderung zu unserem ersten Nachtquartier in der Naehe des hoechsten Hotels Afrikas (Simien-Lodge) auf etwa 3.200m ueber Meer. Das Wandern ist recht angenehm, da nur leichtes Gepaeck am Ruecken und man schnell in einem angenehmen Gehrythmus verfaellt, der einem viel Zeit laesst das Auge ueber die grandiose Landschaft schweifen zu lassen. Das Gebiet, welches wir bewandern, ist so zwischen 3.000 und 4.000m hoch, wobei die abgeflachten Berge staendig durch tiefeingeschnittene Taeler zertrennt werden. Dies macht ein stetiges bergauf und -ab von Noeten, welche ueber verschlungene Trampelpfade abseits der befahrbaren Hauptstrasse bewaeltigt wurde.</em></p>
<p><em>Die Berghaenge sind hier nur sehr karg bewachsen, vereinzelt stehen Wacholderbaueme, Straeucher mit kleinen gelblichen Fruechten, die als Seifenersatz verwendet werden, die endemische Abessinische Buschrose und dornenbewehrte Gewaechse, die den Abfrass der Ziegen- und Schafherden widerstehen. Entlang der kleinen Baeche und, in von niedrigen Steinmaueren abgegrenzten Arealen, wachsen von menschlicher Hand angepflanzte Eukalyptus-Haine. Vor 10 Jahren sollen die Berghaenge noch sehr stark mit einheimischen Gehoelzen bewachsen gewesen sein, sind aber grossflaechig der Brennholznutzung zum Opfer gefallen und wurden nicht wieder aufgeforstet. Diese Abholzung der Waldbestaende scheint hier in Aethiopien sowieso ein grosses Problem zu sein, welches dann natuerlich zu starker Erosion des Bodens und Verlust von Ackerland fuehrt. Die Aufforstung mit Eukalyptus bringt zwar eine schnellwachsende Pflanze, die als Feuerholz genutzt werden kann, diese zieht aber auch sehr viel Wasser aus den Boden, was zu weiterer Austrockung fuehrt. Auch sieht man unterwegs in den Bergen staendig tiefe Erosionsrinnen, die riesige Flaechen des fruchtbaren Landes vernichten. So wie erzaehlt wird, werden nun auch viele Mittel der Entwicklungshilfe in solche Projekte gegeben, um der Erosion einhaltzugebieten und den Wasserrueckhalt zu forcieren.</em></p>
<p><em>Da die Wanderung des ersten Tags relativ kurz war, begeben wir uns nach Aufstellung des Zeltes und der Einnahme von Tee zu den Aufenthaltsorten der Gelada-Pavian-Sippen. Von unserem Lagerplatz aus sieht man sie schon in grossen Gruppen am Berghang herumziehen und man erkennt in der Ferne die maennlichen Leittiere an ihrer langen wollenen Maehnen. Bis auf die Distanz einer ausgestreckten Hand koennen wir uns den Geladas naehern. Seltsamerweise aber nicht unsere einheimischen Fuehrer, vor denen rennen die Paviane sofort davon. Wahrscheinlich weil die Paviane frueher gejagt wurden und sowieso fuer alles verantwortlich gemacht wurden, was passierte. So sollen die Geladas Menschenbabys geraubt haben, Erwachsene aus Haeusern enfuehrt und von Klippen gestossen haben sowie Frauen vergewaltigt haben (nur ein kleiner Auszug ihrer Missetaten). Gar nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass diese posierlichen Tiere gerade mal einen Meter gross werden. Wir, also mitten in der Affenbande sitzend, koennen den friedfertigen Tieren aber unbeschadet beim Graswurzeln ausgraben und beim schmatzenden Verzehren der selbigen zuschauen. Gegraben wird mit der blossen Affenhand und die Wurzeln werden entweder mit den Grasbuescheln ausgerissen oder es werden die noch im Erdboden verbleibenden Wurzeln mit dem Gebiss herausgezogen und feinsaeuberlich in der anderen Hand gehortet, um dann bueschelweise verspeist zu werden. Die ganze Affengruppe zieht auch staendig durch ein groesseres Gebiet mit den Affenbabys am Ruecken festgeklammert und den Halbstarken, die auf jeden Baum und Felsvorsprung raufkraxeln und tollkuehn mit Salti wieder runterspringen.</em></p>
<p><em>Ab und zu trifft uns ein schneller Blick eines Aeffchens, ob noch alles in Ordnung ist und ein Leitpavian streckt uns sein Hinterteil mit vier (!) Arschbacken entgegen. Meiner Meinung nach deswegen doppelt soviel wie bei den Menschlein, da die Geladas eine vorwiegend sitzende Taetigkeit beim Wurzelauszupfen ausfuehren und so ein gutes Sitzfleisch benoetigen. Sollte ich mir auch fuer die langen Busfahrten zulegen. Oder habe ich diesen vierteiligen Hintern schon? Werde wohl mal nachsehen muessen.</em></p>
<p><em>Die Abendessen bestanden dann meist aus einer staerkenden und vor allem waermenden Suppe (auf dem hoechsten Camp bei 3.600m ist das Thermometer schon unter 0 Grad gefallen), viel Nudeln mit Tomatensugo, Schokokeksen und heissem Tee. Meist eine Wohltat nach den spaeter laenger werdenden Tagesetappen. Die naechste Beschaeftigung nach dem Essen war es bei der vergehenden Helligkeit noch schnell Wasser bei den Camps befindlichen Quellen zu holen. Am Anfang filterten wir das Wasser noch durch unseren Keramikfilter, doch dies wurde nach eingaengiger Pruefung der Quellumgebungen schliesslich abgeschafft.</em></p>
<p><em>Der zweite Tag begann knapp vor Sonnenaufgang mit anschliessenden Fruehstueck und dem Abwarten der ersten Sonnenstrahlen zum Schlafsack- und Zelttrocknen. Dann packen, verladen des Gepaecks auf unsere Mulis durch die Mulitreiber und Aufbruch zur naechsten Wanderroute mit Mitiku unserem Guide und Fanta unserem Scout.</em></p>
<p><em>Diese zweite Etappe war die anstrengenste. So ist auch Nina, die Aerztin, am Anfang dieser Etappe nach zwei steilen Anstiegen am Ende ihrer Kraefte und es wird fuer sie, damit alle das Trekking fortsetzen und beenden koennen, ein Pferd mit Pferdefuehrer angemietet. So wuchs unsere Begleitmannschaft auf 6 Menschen und 4 Tiere an. Nicht schlecht fuer vier Leute, die mal wandern gehen wollen.</em></p>
<p><em>Auf den Trampelpfaden treffen wir staendig mit Handelswaren bestueckte Menschen und Tiere, die ihre auf dem Hochland der Tafelberge angebauten Waren in Debark veraeussern wollen und uns immer sehr herzlich begruessen. Haben wahrscheinlich auch Respekt vor Fanta, der die ersten Tage, die Kalaschnikow ueber die Schultern gelegt, hinter uns wachehielt und alle Unbill von uns fernhielt. Geschossen hat er nie, wozu auch, keine Gefahr in den Bergen. Zutrauen koennte man es ihm aber schon, soll im Buergerkrieg gegen das Mengistu-Regime gekaempft haben und in diesem Krieg war man sicher nicht zimperlich mit dem Gebrauch der Waffe. Was Fanta aber Beine machte und ihn in einem irrem Gehtempo an die Spitze unsere Gruppe setzte, war das &#8220;local beer&#8221;. Ein aus Getreide gebrauter schmutzig-milchiger Saft, der bei Fanta, der kein Fanta trinkt, wie Kerosin bei einem Duesenflieger wirkte. Er zischte ab und nur Joerg konnte mit seinen grossen Schritten gerade noch mithalten. Auch war er, so wie alle anderen Begleiter sehr schlecht ausgestattet. Kein Schlafsack, kein Zelt, keine gute Kleidung und vor allem kein eigenes Essen. Gegessen wurde das, was bei uns uebergeblieben ist oder zuviel eingekauft wurde. Habe Fanta zusehen muessen, wie er unsere Reisreste gierig im Dunkeln runterschlang. Ist sehr schlecht von der Parkverwaltung, diese Leute so loszuschicken. Sollten eine Gewerkschaft gruenden und mal so richtig auf den Tisch klopfen!</em></p>
<p><em>Erschoepft kommen wir dann in Camp Nr.2, namens Gich, nach 9 Stunden Wanderung an und sind auch im somit hoechsten Camp, auf 3.600m.</em></p>
<p><em>Am dritten Tag geht es auf zu den beiden Gipfeln unsere Tour, wobei einer knapp unter, einer knapp ueber 4.000m liegt. Alle einfach ohne Kletterei zu erreichen, so dass wir lange und ausgiebig die Berglandschaft betrachten koennen. Tiefabfallende Steilhaenge, alleinstehende 100te Meter hohe Felsformationen, abgeflachte Hochterassen in der Ferne, vom Wasser der Regenzeit ausgefressende Taeler und ueber uns kreisende Adler und Erzraben (laut Magistra Judith Schmidt).</em></p>
<p><em>Ueberhaupt bekommen wir einiges der Hochland-Tierwelt zu bewundern. Neben den oben erwaehnten Gelada-Baboons kommen uns noch einige der dort nun geschuetzten Tierarten vor die Augen. So sahen wir zierliche Clipspringer, die die steilen Abhaenge grazil hinuntersprangen; den Buschbock, den der Leopard an einem uns gegenueberliegenden Hang jagen wollte (der Leopard ist noch nicht wirklich identifiziert, vielleicht wars nur eine Hyaene?); riesiger Laemmergeier, die nach Aas ausschauhielten und natuerlich der Abessinische Steinbock, hier als Ibex bekannt.</em></p>
<p><em>Diesen Ibex sahen wir nahe des Chennek-Camps in einem von Flechten behangenen, fast verwunschen aussehenden, Nadelwald. Mitten in einer Herde von Geladas marschierte der stolze Ibex mit nach hinten gewschwungenen Hoernern durch den Wald. Hintendrein einen ganze Schar von weiblichen Ibex und noch ein paar jugendliche Steinboecke. Auch ueberhaupt nicht scheu, konnten wir uns ihnen auf bis zu 5 Meter naehern und sie fast am Bart zupfen. Bis sie dann bei untergehender Sonne weiter bergauf zogen und unseren Blicken entschwanden.</em></p>
<p><em>Die letzten beiden Tage waren den Rueckweg gewidmet und fuehrten uns wieder ueber das Lager Sankabar, wo wir die vierte Nacht verbrachten, nach Debark unseren Ausgangspunkt. Wieder ueber teilweise sehr staubige Trampelpfade, so dass unsere Beine nach der 5taegigen Wanderung wie verkohlte Baumstuempfe aussahen.</em></p>
<p><em>Es war ein teilweise anstrengender, aber sehr lohnender Ausflug ins Hochland, der uns endlich weg aus den Staedten brachte und uns eine andere Seite Aethiopiens zeigte, die auch sehr liebenswert ist.</em></p>
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		<title>Bahir Dar und Tanasee</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 17:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[In Bahir Dar sind wir nach einer 4stuendigen, eigentlich komfortablen Minibusfahrt angekommen, die uns dennoch anstrengend war, weil wir das Busfahren schon satt haben und in Gondar doch zuwenig Zeit zum Erholen gewesen war.
Bahir Dar ist eine im Zentrum recht moderne Stadt, direkt am Suedufer des 3500 km2 grossen Tanasees gelegen. Es gibt hier eine Uferpromenade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Bahir Dar sind wir nach einer 4stuendigen, eigentlich komfortablen Minibusfahrt angekommen, die uns dennoch anstrengend war, weil wir das Busfahren schon satt haben und in Gondar doch zuwenig Zeit zum Erholen gewesen war.</p>
<p>Bahir Dar ist eine im Zentrum recht moderne Stadt, direkt am Suedufer des 3500 km2 grossen Tanasees gelegen. Es gibt hier eine Uferpromenade mit stattlichen Palmendas ist soweit recht nett. Und die Leute scheinen etwas wohlhabender zu sein, also wird man nicht staendig angebettelt. Unser Hotelm ist direkt am See und recht ruhig mit einem netten Garten und einer schoenen Terrasse. Nachdem wir ungefaehr 5 mal unser Zimmer wechseln mussten, hatten wir auch endlich eines gefunden, in dem das Wasser tatsaechlich fliesst, und so konnten wir uns in Ruhe entspannen.</p>
<p>In Bahir Dar verbringen wir jetzt 6 Tage, bevor wir dann zum Timkat-Fest nach Addis fahren. Hauptziel hier ist die Entspannung, die wir dringend benoetigen, damit wir dann am 22. Jaenner ausgeruht nach Kairo fliegen koennen, wo es gleich wieder ziemlich dahingehen wird.</p>
<p>Bahior Dar hat Gott sei Dank nicht zuviel an Sehenswuerdigkeiten. Beruehmt sind die Inseln im Tanasee mit den darauf befindlichen alten, und bunt bemalten Kloestern. Diese haben wir uns gestern in der Minimalvariante, dem Halbtagesausflug, angesehen. Fuer den Laien sehen die Kloester ja alle gleich aus, und so war ich zufrieden, dass wir nur 3 gesehen haben. Die Moenche, die einem die Kloestertueren aufsperren, sind auch recht stressig und lassen einen die Gotteshaeuser nicht wirklich in Ruhe ansehen. Am Heimweg waren wir noch beim Beginn des Blauen Nils, der vom Tanasee gleich bei Bahir Dar weg Richtung Mittelmeer fliesst.</p>
<p>Damit haetten wir das Pflichtprogramm zum Grossteil erfuellt, und ich bin recht froh darueber, dass wir jetzt unsere heilige Ruhe haben. Heute hab ich fast nur gepennt und gegessen. Zum Glueck sind wir ueber ein Lokal gestolpert, wo man einen sogenannten &#8220;gemischten Salat&#8221; bekommt, der seltsamer- aber angenemerweise aus den von mir vielgeliebten Bratkartoffeln und einem warmen Krautsalat besteht. Dinge, die wir im ganzen Land bisher nicht gesehen hatten und die mich jetzt wieder aufpaeppeln werden.</p>
<p>In Bahir Dar ist es ansonsten echt recht ertraeglich und gemuetlich&#8230;Wir treffen hier alle moeglichen Typen. Den Altbuergermeister haben wir schon kennengelernt. Ein sehr cleverer Typ, der das gleiche Stammkaffe hat wie wir und viel zu erzaehlen weiss. Ausserdem haben wir David wiedergetroffen, ein aethiopischer Gastarbeiter im Audiwerk Ingolstadt, der wie jedes Jahr den Winter hier verbringt und den wir beim Herfliegen von Kairo kennengelernt haben. Auch ander Leute, die wir irgendwo vorher im Land kennengelernt haben, sind uns hier schon ueber den Weg gerannt.</p>
<p>Am Samstag werden wir uns noch die Nilwasserfaelle ansehen, die sind nur am Wochenende &#8220;aktiv&#8221;, wenn das darueberliegende Kraftwerk heruntergefahren wird. Bis dahin werde ich mir vor allem viel Schlaf, Essen und zwischendurch mal den guten Kaffe genehmigen, den sie hier ausschenken. Dann hoffe ich, dass meine Unternehmungslust wieder ein entsprechendes Niveau erreicht haben wird&#8230;Und fuer den Tag dannach bitte ich, dass mein Sitzfleisch einbe allerletzte aethiopische Busfahrt durchhaelt&#8230; noch einmal 10 Stunden bis Addis, Inschallah!</p>
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		<title>Die Kaiserstadt Gondar</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 10:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die alte Kaiserstadt Gondar ist ein fixer Halt auf der sogenannten &#8220;historischen Route&#8221; im Norden Aethiopiens. In der ca. 150000 Einwohner zaehlenden Stadt gibt es einen alten ummauerten Burgbezirk, in dem vor ca. 200 Jahren (glaube ich, Nane wird mich berichtigen) die aethiopischen Kaiser Hof gehalten haben.
Wir sind am Abend des aethiopischen Weihnachtstages in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die alte Kaiserstadt Gondar ist ein fixer Halt auf der sogenannten &#8220;historischen Route&#8221; im Norden Aethiopiens. In der ca. 150000 Einwohner zaehlenden Stadt gibt es einen alten ummauerten Burgbezirk, in dem vor ca. 200 Jahren (glaube ich, Nane wird mich berichtigen) die aethiopischen Kaiser Hof gehalten haben.</p>
<p>Wir sind am Abend des aethiopischen Weihnachtstages in die Stadt gekommen, nachdem wir um 5 Uhr Frueh aufgestanden, durch den halben Nationalpark gehetzt und dann noch mit dem Bus 4 Stunden herumgetuckert sind. Wir waren nicht nur vollkommen verdreckt, sondern auch fix und foxi. Dementsprechend hat uns das staedtische Geschehen erst ueberfordert. Die Ankunft in einer aethiopischen Stadt ist immer voll stressig. Dannach, wenn erst einmal der Rucksack in einem Quartier liegt, ist es dann eh meistens voll entspannt. Aber bei der Ankunft wird man von zig Leuten angequatscht, die schon mit allen Tricks auf einen warten, waehrend man selber ueberhaupt noch keine Orientierung hat. Das stresst, und Gondar war besonders stressig.</p>
<p>Wir haben ein Quartier gefunden, wo wir 2 winzige Einzelzellen bezogen haben. Dann gingen wir in die Stadt, wo ueberall ein Mordstrubel wegen Weihnachten war. Von einer Stillen Nacht kann man hier nicht reden. Die Leute waren alle aufgeputzt und sind ordentlich Essen und Trinken gegangen. Wir haben uns nur einen Burger und 2 St.George-Bierchen vergoennt und sind dann hundemuede schlafen gegangen.</p>
<p>Die naechsten 3 Tage verbrachten wir in Gondar, vor allem zum Relaxen. Quasi nebenbei haben wir die Burg angesehen. Das hat uns ja nicht dermassen vom Hocker gerissen, auch wenn es ganz nett anzusehen ist. Die Burg wirkt fuer unsere europaeischen Verhaeltnisse recht mittelalterlich, fuer da ist es aber ein echt grossartiger Bau, der auf die gute alte Zeit hinweist. Ausserdem haben wir uns das kaiserliche Bad am Stadtrand angeschaut, ein riesiges Gelaende mit einem uralten SwimmingPool, indem auch wie eine Insel ein kleiner Palast steht. Der Pool wird bis heute fuer ein religioeses Fest genutzt. Am 19. Jaenner wird dort Timkat, die Taufe Christi, zelebriert. Tausende Glaeubige aus dem ganzen Land kommen dann zum gefuellten Pool, dessen Wasser wird von einem Priester geweiht, und dannach hupfen alle rein und plantschen wild und lustig herum , um ihre Glaubenszugehoerigkeit neu zu bestaerken. Soll ein beeindruckendes und buntes Fest sein. Wir wollten eigentlich diesem Geschehen auch beiwohnen, jedoch ist die Stadt zu dieser Zeit seit Monaten hoffnungslos ausgebucht. Also stressen wir uns nicht damit und werden zu dieser Zeit schon in Addis sein. Ausserdem haben wir uns in Gondar eine Kirche angeschaut, die schoen auf einem Huegel gelegen ist und im ganzen Land einzigartige Wand-und Deckenmalereien aufweist. Sehr beeindruckend und schoen, wenn auch eher ein Museum als ein Ort der Einkehr und Glaubensausuebung. Uns hat wie sooft die friedliche Atmosphaere im weiten und menschenleeren Kirchenhof getaugt, wo wir eine Weile entspannt und die Fuelle der Vogelwelt bestaunt haben. Von kleinen, bunt schillernden Voegelchen, ueber Raben und Adler bis zum riesigen Laemmergeier war da alles vertreten. Der Boden war voll mit allen moeglichen Federn (Hermano, das haette dir ziemlich getaugt!), und wir haben uns die besten Stuecke eingesammelt.</p>
<p>Fuer uns zwei war die Hauptattraktion von Gondar aber ein altes italienisches Kaffe aus den 50ern mit originaler Einrichtung und 6 Meter hohen verspiegelten Raeumen, einem genialen Macchiato und alten, gmiatlichen Typen, wie man sie nur von Fotos aus Kuba kannte. Zwischen denen haben wir ca. 4 Mal taeglich unseren Kaffee geschluerft und Leute beobachtet. Wie ueberall in Aethiopien waren bei allen beworbenen Touristenattraktionen auch in Gondar die Menschen das Interessanteste, alle freundlich, die Typen und Kinder interessiert und aufgeschlossen, und die Frauen in ihrer natuerlichen Anmut und aussergewoehnlichen Schoenheit einfach ein hoechst belebender optischer Balsam fuer den geschundenen Traveller&#8230;Sei gepriesen, holde Weiblichkeit, was waere das irdische Leben ohne Dich&#8230;? Wahrscheinlich wie eine nicht enden wollende, staubige Busfahrt durch Aethiopien mit herumzankenden Typen in der Vorder- Hinter und Nebenbank&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Apropos&#8230;Nach 4 entspannenden Tagen in Gondar beschlossen wir, dass wir reif fuer unsere vorletzte Busfahrt in diesem Land waren, und machten uns via Minibus auf den Weg nach Bahir Dar, der angeblich so schoenen Stadt am Tanasee&#8230;</p>
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		<title>&#8220;Too much baboons&#8221; - Im Simien Mountains Nationalpark</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Axum sind wir mit einem Minibus nach Debark gefahren, die einzige Moeglichkeit diesen langen Weg in einem Tag zu schaffen. Der Weg fuehrt durch die unglaublich zerfurchte Landschaft des noerdlichen Aethiopiens, bergauf-/bergab, ein Graben nach dem anderen wird voll ausgefahren, die Landschaft ist grossartig. Schon Stunden bevor man nach Debark kommt, sieht man faszinierende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Axum sind wir mit einem Minibus nach Debark gefahren, die einzige Moeglichkeit diesen langen Weg in einem Tag zu schaffen. Der Weg fuehrt durch die unglaublich zerfurchte Landschaft des noerdlichen Aethiopiens, bergauf-/bergab, ein Graben nach dem anderen wird voll ausgefahren, die Landschaft ist grossartig. Schon Stunden bevor man nach Debark kommt, sieht man faszinierende Felstuerme aufragen, erste Vorboten der Simien-Mountains. Beeindruckend, fast wie die Drei Zinnen in Suedtirol. Nach Debark faehrt man dann ungefaehr 1000 Hoehenmeter ueber eine spektakulaere Strasse, die die Italiener einst gebaut haben, auf ein Hochplateau hinauf. Die Landschaft, die man dabei ueberblickt, ist unglaublich.</p>
<p>In Debark angelangt, hab ich gleich einmal einen ordentlichen Wutanfall bekommen muessen. Fuer den Minibus zahlt man ja ein Vielfaches vom normalen Bus, und die Fahrt war auch komfortabel und gut&#8230;ABER: der Idiot von Fahrer hat in der ortsueblichen Unachtsamkeit ueber meinen am Dach liegenden Rucksack ungefaehr einen Lieter Diesel druebergeschuettet, als er aus den daneben gelagerten Kanistern via Gartenschlauch den Treibstoff in den Tank geleitet hat. Nur mein Packsack, der den Rucksack zuverlaessig vor Staub uns Wasser schuetzt, hat verhindert, dass ich meinen ganzen Troedel wegschmeissen haette muessen. Ein bissl was ist durchgesickert, gluecklicherweise genau auf der Seite meines Rucksackes, wo das Zelt draufgeschnallt ist. Der Packsack vom Zelt hat nur ein paar Tropfen auf das Aussenzelt durchgelassen, das war zu verkraften. Dennoch ist mir der Kragen geplatzt, weil diese Arschkriecher mit ihrem Minibus soviel Geld verlangen und das mit ihrem &#8220;Service&#8221; und ein bissl freundlichem Geschau rechtfertigen, und dann wird mein Gepaeck mit Diesel begossen, was jeder Affe verhindern kann, wenn er ein bissl aufpasst. Die Leute rundherum haben ganz schoen geschaut, wie ein Ferenji meiner Groesse ausrasten kann. Normalerweise verhalten sich die Weissen hier ja so ueberkorrekt vor lauter Schuldgefuehl, dass sie sich auch noch in der Landessprache bedanken wuerden, wenn ein Schwerlaster ueber ihren Rucksack duebelt. Ich aber nicht, weil die Leute hier muessen auch was lernen. Selber diskutieren und streiten sie untereinander ewig lang ueber ein paar Cent herum, aber dass auch Gegenstaende einen Wert haben und man drauf aufpassen muss, das kapieren hier nur die wenigsten. Also hab ich zu meinem vorhandenen Zorn gleich noch was dazugeschauspielert und ordentlich herumgebruellt. Tut ehrlich geagt auch mal gut nach 5 Wochen Reisetheater in diesem Land&#8230;</p>
<p>Debark ist Ausgangspunkt fuer den Simien Mountains Nationalpark. Hier findet man nicht nur die hoechsten Berge des Landes (bis ueber 4500 Meter), sondern auch endemische Tierarten und eine der angeblich beeindruckendsten alpinen Landschaften des schwarzen Kontinents. Von Debark aus kann man den NP erwandern, was wir uns auch fuer die naechsten Tage vorgenommen hatten. Speziell freuten wir uns darauf, einmal von den vielen Menschen und staubigen Strassen wegzukommen, in den liebenden Schoss von Mutter Natur.</p>
<p>Haben in Debark gleich Quartier bezogen und sind zur Parkverwaltung marschiert, wo man fuer Aethiopien ungewoehnlicherweise alles, was man fuer den Parkbesuch braucht (Eintritt, Mulis, Fuehrer, Koch, etwaige Ausruestung,etc.), offiziell, prompt und zu fixen Preisen organisieren kann. (Normal ist ja alles inoffiziell, langsam und zu ueberhoehten, verhandelten Preisen, weil die Einheimischen alles aussitzen, wofuer wir keine Zeit haben). Hier haben sogar die Oesterreicher bei der Einrichtung der Parkorganisation mitgeholfen und die lokalen Leute sind echt auf Zack. Nach ungefaehr einer halben Stunde hatten wir unseren Trip geplant und alles Noetige dafuer organisiert und bezahlt, und zwar schon fuer den naechsten Morgen, kein Zeitverlust also.</p>
<p>Ausserdem haben wir ein nettes Paechen getroffen, das auch schon mit uns im Minibus war, meinen Wutanfall wohl nicht mitbekommen hat und so beschlossen hat, mit uns gemeinsam zu trekken. Nina, eine Aerztin aus Deutschland, die demnaechst 3 Monate in Addis arbeiten wird, und Ronald, ein Hollaender, der in Dubai lebt und arbeitet. Wir haben uns gleich gut verstanden und wollten das gleiche Programm absolvieren, und zwar wie folgt: 5 Tage Wanderung von Debark aus, 4mal uebernachten im Zelt und am fuenften Tag am fruehen Nachmittag Rueckkehr nach Debark.</p>
<p>Unsere Koechin fuer die naechsten Tage wurde uns auch gleich vorgestellt und ist mit uns zum Markt gegangen, um das Essen fuer die naechsten Tage einzukaufen. Die Preise waren ein wenig ueberhoeht, hat uns aber nicht so gejuckt.</p>
<p>Am naechsten Tag ging es fast planmaessig um 7:00 los, nachdem wir noch den Parkchef, der uns am Vortag alles vermittelt hatte, aus dem Bett telefonieren mussten. In kuerzester Zeit waren 3 Mulis, 2 Mulitreiber, unser Fuehrer, die Koechin und -ganz wichtig und vorgeschrieben- unser Scout da, ein alter ausgezerrter Hochlandkrieger , der eine Kalaschnikoff umgeschnallt hat. Heisst Fanta, trinkt aber nur das selbstgebreute Bier, was man ueberall zu kaufen kriegt. Aber nichts gegen Fanta , der Kerl war schwer in Ordnung.</p>
<p>Wir marschierten aus dem Dorf raus, hinter uns ein &#8220;Fanclub&#8221; von Kindern, Dorftrotteln (auf die leicht angeschlagenen Typen wirken wir hier immer wie ein Magnet) und ein paar uebriggebliebener Mulitreiber, die sich darum stritten, wer eigentlich rechtmaessiger Betreuer unserer Mulis waere. Ich hab gleich einmal klar gestellt, dass ich keinen Bock auf dieses Theater habe und einen friedlichen Abmarsch moechte. Die Mulitreiber wurden sich einig, Fanta hat die restlichen Laestlinge vertrieben, und so zogen wir hinaus Richtung Simien Mountains. In Debark war Markttag, und so kamen uns unterwegs viele Bauern mit ihren Guetern entgegen. Anders als z.B. in Kenia hat man hgier die Leute aus dem Nationalpark nie ausgesiedelt - ganz im Gegenteil, es wurden sogar noch mehr seit der Einrichtung des Parks. So leben heute im Park ca. 20000 Menschen in 25 Doerfern und dazwischen. Mit den ganzen Rinder- und Ziegenherden stellen sie natuerlich auch einen erheblichen Stoerfaktor fuer das natuerliche Geschehen dar. Es gibt viel Kulturlandschaft und Aecker im Park, beschraenkt auf bestimmte Gebiete, lediglich gejagt darf nicht mehr werden.</p>
<p>Unterwegs kommen uns die liebsten Kinder und freundlichsten Erwachsenen entgegen, die man sich nur vorstellen koennen. Alle bleiben stehen, gruessen uns, lachen und schuetteln Haende, etc. Eine Begruessung ist ja hier etwas anderes als bei uns daheim, wo man nur &#8220;s&#8217;gott&#8221; murmelt. Da wird gelacht und die Grussformeln &#8220;Salam&#8221; (Friede) und &#8220;Denane&#8221; (wie gehts?) ein paarmal hin-und her wiederholt, dazu ordentlich Schultern geklopft. Die Kinder haben immer eine Mordshetz mit uns, und wir mit ihnen. Fotos machen und anschauen, &#8230;</p>
<p>Die Menschen hier sind wie ueberall in den Bergen der Welt sehr zaeher Natur. Ausgezerrt, mager, ausdauernd und stark. Die beruehmten aethiopischen Langstreckenlaeufer kommen aus dieser Gegend, und unser Fuehrer Mitiku war ein Paradeexemplar diese Typs. Ein 50 Kilo leichtes Buendel aus Sehnen, Ausdauermuskulatur, einer grossen Lunge und jede Menge roter Blutkoerperchen. Geredet hat er nur, wenn man ihn gefragt hat, das fand ich besonders sympatisch. Dafuer hatte er ein super Auge fuer die Wildtiere, die er 2 km gegen den Wind im Dickicht aufstoeberte, waehrend wir bei der affenartigen Gehgeschwindigkeit den Blick nicht vom Boden liessen, damit es uns nicht auf die Schnauze haute. Ja, wir haben ziemlich Gas gegeben, natuerlich mit Pausen zum Landschaft und Tiere gucken. Die Leute hier haben einen Schritt drauf, daa man kaum mitkommt. Zum Beispiel unser Scout, der Fanta, wenn der vollgetankt war, dann gab es kein Nachkommen, obwoh er 1,5 Koepfe kleiner ist als ich.</p>
<p>Nach nur ca 5 Stunden haben wir am ersten Tag unser erstes Nachtlager erreicht, am Nachmittag hatten wir noch Zeit, die Paviane (engl. Baboons) zu beobachten, die es hier herdenweise gibt. Und zwar hat man es hier mit dem endemischen (d.h. gibt&#8217;s nur hier) Gelada (sprich Dschelada)-Baboon zu tun. Ein possierliches, vegetarisches Kerlchen, das den ganzen Tag mit Grasfressen und ein bisschen Herumvoegeln und Rangkaempfen beschaeftigt ist, und in Herden mit tw. 100en Tieren lebt. Die Baboons schlafen nachtsueber in den Hoehlen der Klippen, am Morgen kommen sie heraufgeklettert und dann grasen sie am Hochplateau. Der Gelada hat seinen roten Fleck nicht am Hintern sondern auf der Brust und wird deshalb &#8220;Bleeding Heart Baboon&#8221; genannt. Die Maennchen haben praechtige Maehnen und eindrucksvolle Zaehne, die beim staendigen Gaehnen zum Vorschein kommen. Dafuer sind sie harmlos und man kann bis auf einen Meter an sie rangehen, was das Beobachten echt lustig macht. Angreifen lassen sie sich aber nicht, obwohl die Maehne sehr verlockend zum Streicheln waere. Die Einheimischen (Menschen) koennen sich den Baboons aber nicht naehern, vor denen hauen sie gleich ab. Die Affen sind naemlich nicht bloed und erinnern sich daran, dass sie die Einheimischen bis vor kurzem noch gerne abgeknallt haben, wenn es Landnutzungskonflikte zwischen Bauern und den Grasbueschel ausgrabenden Baboons gab. Jetzt sind sie geschuetzt und pflanzen sich ordentlich fort. Deshalb auch dauernd der (grammatikalisch falsche) Satz unseres Fuehrers: &#8220;Too much baboons!&#8221;. Wir haben uns ab den Kerlchen immer wieder neu erfreut&#8230;Ausser der Baboons sollten wir in den naechsten Tagen noch den endemischen Steinbock, andere Boecke, riesige Raben, tausende Maeuse und Ratten, Adler, Bussarde und sogar eine Grosskatze sehen, von der alle Einheimischen behaupten, sie sei ein Leopard, alle anderen wissen es aber besser. Wurscht, wir waren die einzigen, die sie gesehen haben, unser Fuehrer auch zum ersten mal, so selten ist sie, und ich hab sie auf meiner Speicherkarte fuer immer gefangen, hehe!</p>
<p>In der ersten Nacht wurde uns bewusst, wie zaeh die Menschen hier sind. Unfairer- und fuer uns auch unangenehmerweise bekommen die Leute, die mit den Touristen gehen, von der Parkverwaltung ueberhaupt keine Ausruestung mit. Waehrend wir in unserem HighTech Zelt und Schlafsaecken fein gemurmelt haben, hat unsser Personal bei -5 Grad im Freien uebernachtet, ohne Schlafsack oder Anorak, nur eine duenne Jacke, einen Schal und eine duenne Ueberdecke aus Viskose. Bis auf den Fuehrer, der von einem Deutschen, den er bis an sein Lebensende loben wird, ein Paar gebrauchte Trekkingschuhe geschenkt bekommen hat (4 mal zu gross), rennen hier alle anderen mit Badesandalen oder Gummistiefeln herum, ohne Socken und teilweise auch nur mehr mit einer halben Sohle etc. - unvorstellbar! Von den Hirtenjungen, die einem begegnen, und die eine Schule nur von Erzaehlungen kennen, haben die meisten gar keine Schuhe an, die Klamotten sind von allen voll zerfetzt und zigmal zusammengeflickt. So arm die Leute hier sind, so freundlich und lustig sind sie auch- schon seltsam, ueberall auf der Welt das selbe! Wir haben grossen Respekt vor diesen Menschen und geniessen die liebevollen Begegnungen. Dennoch ist es peinlich, wie unser Personal friert und nur unsere Essensreste verputzt, weil sie selber nichts mithaben. Wir kaufen ein Buendel Feuerholz, das die Stimmung allseits hebt. Ausser uns ist im ersten Camp nur ein Amy, der alleine unterwegs ist.</p>
<p>Die 5 Tage waren echt genial. Die ersten 3 Tage sind wir entlang des felsigen Steilabfalles des Hochplateaus gewandert, mit genialen Ausblicken auf das ca. 1000 Hoehenmeter unter uns liegende, zerfurchte Land mit einzelnen Felstuermen, durch wechselnde, ausserirdische Vegetation, Maerchenwaelder, vorbei an regenbogenfarbenen Wasserfaellen, Pavianherden, Rundhuettendoerfern, etc. Trotz ca. 9 Stunden Gehzeit taeglich haben wir uns ordentlich entspannt und in vollen Zuegen genossen. Rastpausen haben wir an sehr tollen Aussichtsbergen gemacht, wo ich mich in aller Stille der aussergewoehnlichen Schoenheit und Kraft der afrikanischen Natur hingegeben habe. Wir haben super Fotos gemacht, Fanta ist dabei auch auf den Geschmack gekommen und wollte bald auf jedem Foto mit seiner AK 47 posieren. Konditionell waren wir gut beisammen, die Hoehe von bis zu 4200 Metern hat uns nichts ausgemacht. Nina hat sich ein Pferd gemietet, mit dem sie bei allfaelliger Ueberanstrengung geritten ist, Ronald hat sich tapfer mit uns durchgekaempft. Geschlafen haben unsere 2 Begleiter, mit denen wir auch einen grossen Spass hatten, leider wenig, da das von ihnen bei der Parkverwaltung geliehene Zelt plus Schlafsack eine echte Frechheit war-kaputt und saukalt. Da beide in Afrika aufgewachsen sind, haben sie die Unannehmlichkeiten mit viel Humor genommen und den Rest wie wir genossen. Sehr liebe Leute!</p>
<p>Am fuenften Tag haben wir uns schon wieder auf die Zivilisation gefreut. Wir hatten gesehen, was wir sehen wollten und waren vollauf zufrieden mit dem Trekking. Den Rueckweg nach Debark haben wir in einer historischen Bestzeit von 4,5 Stunden geschafft (Nane und ich sind spaeter aufgebrochen, als das Zelt trocken war, und sind den anderen beiden mit dem Fuehrer zusammen die ersten 1,5 Stunden hinterhergelaufen), ganz schoen anstrengend fuer uns, der Mitiku ist dabei ploetzlich kommunikativ geworden. Unglaublich, was der Mensch aushaelt. Den ganzen Tag ohne Wasser und Essen, Tag fuer Tag draussen und schon die vorweihnachtliche 2monatige Fastenzeit ohne jegliche tierische Nahrung hinter sich. In Debark angekommen, haben wir noch Trinkgelder fuer alle verteilt und sind gleich auf den Bus nach Gondar aufgestiegen, wo wir mehr oder weniger ohne Schwierigkeiten 4 Stunden spaeter am Ende eines unheimlich anstrengenden Tages angekommen sind. Schnell sind wir ins Quartier, fast ueberfordert von der Zivilisation, der wir zwar nur 5 Tage entflohen waren, dennoch mit dem Gefuehl, als waer es viel laenger gewesen, so gefuellt und genaehrt waren wir von der Begegnung mit Mutter Natur.</p>
<p>Die Wanderung durch die Simien Mountains war bei all den anderen Erlebnissen ein echtes Highlight dieses Landes. Ich habe schoene und kostbare Erfahrungen und Einsichten gewonnen, die ich mit viel Dankbarkeit auf die weitere Lebenswanderschaft mitnehme.</p>
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		<title>Axum und die Bundeslade</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 10:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom &#8220;zweiten Jerusalem&#8221; Laibela ging es ueber Mekele (siehe auch die Lehre von Mekele) nach &#8220;Rom&#8221;, wie die orthodoxen Christen gerne Axum nennen. Dies daher, da Axum aus aethiopischer Sicht ebenso bedeutsam ist wie Rom fuer die katholischen Glaeubigen. Geschichtlich war die Stadt eine religioese und weltliche Grossmacht, die ihr Gebiet vom Sudan bis in den Suedjemen auf der arabischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vom &#8220;zweiten Jerusalem&#8221; Laibela ging es ueber Mekele (siehe auch die Lehre von Mekele) nach &#8220;Rom&#8221;, wie die orthodoxen Christen gerne Axum nennen. Dies daher, da Axum aus aethiopischer Sicht ebenso bedeutsam ist wie Rom fuer die katholischen Glaeubigen. Geschichtlich war die Stadt eine religioese und weltliche Grossmacht, die ihr Gebiet vom Sudan bis in den Suedjemen auf der arabischen Halbinsel aussdehnte. Leider ist dies nun doch schon viele Jahrhunderte her und der Niedergang und die Zerstoerung der Stadt durch mehrere Anstuerme ist heute noch unuebersehbar.</em></p>
<p><em>Das erste Mal machte die legendaere juedische Koenigin Gwudit (Gudit/Judit) im 10 Jahrhundert n.Chr. Axum fast dem Erdboden gleich. Diese Koenigin war so stark und nicht durch Menschenhand stoppbar, dass sie nur ein biblischer Wirbelsturm schlussendlich aufhalten und vernichten konnte. Diese Wirbelstuerme haben wir uebrigens auch schon in Aethiopien erlebt, richtige Sandsaeulen, die zig Meter in den Himmel ragen und hier passenderweise &#8220;Dust-Devils&#8221; genannt werden.</em></p>
<p><em>Nach kurzer Erholungsphase kam die naechste Vernichtungswelle. Der Anfuehrer der muslimischen Bevoelkerung, der Imam Ahmed Grang (&#8221;der Linkshaender&#8221;) loeschte nochmals das wiederaufgebaute Axum im 16 Jahrhundert und fast alle ihrer christlichen Gebaeude aus. Nur die heilige Bundeslade mit den Zehn Geboten konnte waehrend der Invasion auf eine Insel im Tana-See gerettet werden.</em></p>
<p><em>Von diesem letzten Ansturm hat sich Axum anscheinend nie wieder erholt. So wie die Stadt uns darbot, kann man nicht mehr von Glanz reden. Ist nur mehr ein kleiner, wenige Einwohner zaehlender Ort mit staubigen Strassen und halbverfallenen Huetten (von Rom moechte man also nicht mehr sprechen, eher schon von Pompeji nach dem Vulkanausbruch <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ).</em></p>
<p><em>Was die Stadt aber auf jeden Fall besuchenswert macht, sind ,neben den Einwohnern, die noch erhaltenen Ueberreste des goldenen Scheins grosser Zeiten.</em></p>
<p><em>An der Piazza stehen zwei monumentale Stelen, die aus einem graeulichen Stein gefertigt ueber 24m in den Himmel ragen und als Grabsteine fungiert haben sollen. So sind diese Monolithen wie Hochhaeuser mit mehreren Stockwerken aufgebaut und sollen den dort Bergrabenen quasi als Wohnstaette dienen. Eine von den Zweien, die Stele Nr.2 (wurde natuerlich von einer deutschen archiologischen Expedition, welche fuer ihre Nummerieungswut bekannt ist, so genannt) stand einst in Rom auf der Piazza di Porta Capena. Waehrend des faschistischen Regims in Italien wollten die Schwarhemden ihre blutigen Haende nach Aethiopien ausstrecken und das gesamte Land als eine Kolonie einverleiben. Dies funktionierte auch ein paar Jahre und die aethiopische Armee unter der Fuehrung von Haile Selassie I. wurde geschlagen, da anscheinend vor der Schlacht der guenstigste Zeitpunkt durch langes Beten und Kriegsrathalten, verpasst wurde. So kam die Stele Nr.2 nach Rom vor das Kolonialministerium als Zeichen ihrer Ansprueche und in Anlehnung an die schon frueher entwendeten aegyptischen Obeliske.</em></p>
<p><em>Doch die Menschheit ist lernfaehig und kann sich doch auch in Frieden und Freundschaft begegnen und so wurde die Stele Anfang 2008(!) in Kisten verpackt und wieder retour nach Aethiopien geschickt. Wiederaufgestellt in voller Groesse im Jahr 2008 konnten wir diese also dann auf ihrer urspruenglichen Stelle bewundern. </em></p>
<p><em>Noch eine Besonderheit waere zu erwaehnen, der groesste von Menschen behauende Monolith soll auch hier in Axum sein. Die Stele Nr.1 ist 33.5m hoch (allerdings umgestuerzt und zerbrochen) und somit um 1.5m hoeher als der Obelisk von Karnak in Aegypten. </em></p>
<p><em>Gleich neben dem Stelenpark liegt der heiligste Bezirk Aethiopiens. Mit den beiden Kathedralen Maryam Sion (die sogenannte alte und neue Kathedrale) und dem Gebaeude, im welchen die heilige Bundeslade mit den Zehn Geboten Moses aufbewahrt sein soll.</em></p>
<p><em>Die neue Kathedrale ist eine klassische Rundkirche und wurde vom letzten Kaiser Haile Selassie I. in Auftrag gegeben. Ungewoehnlich ist, dass die Messebesuchenden nicht vor der Kirche ihren Gottesdienst abhalten, wie sonst ueblich, sondern direkt in der Kirche. Dementsprechend gross sind auch die Ausmasse. In der aelten Kathedrale, die mit schmucken Wandmalereien ausgestattet ist, haben Frauen keinen Zutritt, was ein wenig seltsam anmutet, da die Kirche doch der heiligen Maria geweiht ist.</em></p>
<p><em>Aber nicht nur Frauen werden diskrimminiert, auch wir Ferenjis. Als wir uns in Richtung des Bundeslade-Gebaeudes bewegen, hoeren wir beim Ueberschreiten einer unsichtbaren Grenze (etwa 15m vor dem, dem Gebaeude umgebenen gruenen Zaun) ein lautes schrilles Klagen. Ein in Amharisch daherschimpfender und einen Holzknueppel schwenkender sogenannter Aufseher hindert uns mit verzerrtem Gesicht am Weitergehen. Erst durch die Vermittlung eines Passanten erkennen wir, des Amharischen nicht maechtig, dass hier fuer uns Schluss ist. Seltsam, an einem so heiligen und auch touristischen Platz keine Schilder aufzustellen oder einen englischsprachigen Guide den Knueppel schwingen zu lassen.</em></p>
<p><em>Die aethiopische Geistlichkeit behauptet ja steif und fest, dass die wahre Bundeslade sich hier befindet. Entwendet soll diese ja von dem Sohne des juedischen Koenig Salomons und der Koenigin von Saba, die den Namen Makeba trug und aus Aethiopien stammte. Dieser wollte zu seiner Mutter in ihr Heimatland und nahm neben Juenglingen aus den besten juedischen Familien auch heimlich die Bundeslade mit. Der Mossad wird es wohl besser wissen und bei unserem Besuch in Israel werden wir dies sicher herausfinden. Ihr werdet die ganze Wahrheit zu den Zehn Geboten erfahren. Bewacht wird die unzugaengliche Bundeslade von einem alten Moench, der sein Amt erst am Sterbebett an den naechsten Sterblichen weitergibt. Vielleicht sollte ich mich darum bewerben, um die beiden Steinplatten endlich zu Gesicht zu bekommen.</em></p>
<p><em>Da Axum sonst nicht viel bietet, quatschen wir mit der oertlichen Jugend ueber Liebe und Geschlechtsverkehr (koennen erst heiraten, wenn Geld fuer Eigenheim da ist; erster Geschlechtsverkehr erst in den spaeten Zwanzigern), Touristen (Amis werden als Schnoessel empfunden, die nur ueber sich sprechen), Rastas (es gibt dort einen, der nur mit Mundschutz rumrennt und doch, gegen das Rastatum, ab und an Alkohol trinkt und Fleisch isst), LKW-Fahrer (hat sehr viel Sex, da die mitgenommenen Frauen anscheinend so bezahlen; Chad-Kauen ist obligatorisch bei Fahrten) und vieles mehr. Sehr angenehm und unterhaltsam. Es sind ja doch die Menschen die zaehlen und nicht unbedingt die alten Staetten.</em></p>
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		<title>Neujahr in Axum</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2009 10:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Silvestertag sind wir von Mekele nach Axum gefahren, wieder mit dem oeffentlichen Bus, wieder um 4 Uhr frueh. Wieder Kleinkinder am Nebensitz, denen die Eltern alles an Essen reinstopfen, was da ist. Natuerlich wieder mit dem ueblichen und von uns erwarteten Ergebnis, wieder unvorbereitete Eltern&#8230;wir wissen halt besser als die Einheimischen, wie hier das Reisen ist.
Die Fahrt war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Silvestertag sind wir von Mekele nach Axum gefahren, wieder mit dem oeffentlichen Bus, wieder um 4 Uhr frueh. Wieder Kleinkinder am Nebensitz, denen die Eltern alles an Essen reinstopfen, was da ist. Natuerlich wieder mit dem ueblichen und von uns erwarteten Ergebnis, wieder unvorbereitete Eltern&#8230;wir wissen halt besser als die Einheimischen, wie hier das Reisen ist.</p>
<p>Die Fahrt war sonst ruhig, nur die Ankunft in Axum grausam. Zig Leute sind auf uns zugestuermt und wollten was, wir sind gleich abgedampft und haben uns in ein Hotel zurueckgezogen. Schon wieder kein Wasser&#8230;</p>
<p>Von Axum erwartet man schon einiges. Die Stadt war Zentrum eines sehr grossen und den Handel zwischen Afrika und Asien dominierenden Reiches, das ueber 1000 Jahre bestanden und eine grosse Kultur hervorgebracht hat, ausserdem das Christentum im heutigen Aethiopien eingefuehrt hat. Das axumitische Reich ist so um 700 n.Chr. untergegangen und uebermaessig viel ist davon nicht mehr zu sehen.  Dennoch sind die Aethiopier mit Recht sehr stolz auf diesen Teil ihrer Geschichte, und fuer organisierte Aethiopienreisen ist Axum ein Pflichtstopp. Der Ort ist aber sehr abgelegen und die Leute kommen mit dem Flieger angereist.</p>
<p>Unser erster Spaziergang war ziemlich ernuechternd. Man erwartet eine Stadt mit einem Mindestmass an touristischer Infrastruktur, in Wirklichkeit ist das heutige Axum ein Kuhdorf mit Schotterstrassen, wo es auf den ersten Blick ueberhaupt nichts zu geben scheint. Eine Hand voll Touristen spaziert verloren herum, dazwischen das uebliche laendliche Geschehen: Ziegenherden laufen durch die &#8220;Strassen&#8221;, dazwischen wirbeln noch ein paar Ochsen und jede Menge aufgedrehter Kinder ( mehr als 50% der Aethiopier sind unter 16 Jahre alt) zusaetzlich Staub auf, der einem direkt in alle Koerperoeffnungen dringt. Wie imer die Zurufe: &#8220;Where are you go?&#8221;, &#8220;Hello Mister?&#8221;, &#8220;Money!&#8221;, &#8220;Pen&#8221;, &#8220;Candy&#8221;, &#8220;Ferenji!&#8221;, &#8220;Hello&#8221; usw.</p>
<p>Bei unserem Versuch im einzigen Internetkaffe Verbindung zur Aussenwelt aufzunehmen, ging auch noch der Strom aus, und das sollte fuer den Rest des Silvesterabends so bleiben. Gluecklicherweise waren wir just in der einzigen Bude des Dorfes abgestiegen, die den Abend mit Strom aus dem Aggregat ueberbrueckte (zumindest fuer das &#8220;Restaurant&#8221;) und so verbrachten wir den Silvesterabend sehr bescheiden bei einem einfachen aethiopischen Fastenmahl. Das aethiopische Neujahr (Millenium) war ja auch schon im September und so hat dieser Silvester-Abend die Einheimischen wenig gejuckt. Fuer uns war es ein sehr schlichter Abend. Nane hat den eher unfeierlichen Auftakt zu seinem Geburtstag gelassen genommen. Ich hab unter der Bettdecke noch ein paar Gedanken zum Jahreswechsel in den Kosmos gedacht.</p>
<p>Am ersten Morgen unseres neuen Kalender- und Nanes Lebensjahres machten wir uns auf Erkundungstour nach den Sehenswuerdigkeiten, von denen es laut Fuehrer ja doch einige geben sollte. Wir wollten uns auf das Wesentliche beschraenken, damit wir Axum bald wieder verlassen koennten&#8230;(die gesamte Atmosphaere taugte uns von Beginn nicht so sehr.)</p>
<p>Also gingen wir zuerst zum grossen und beruehmten Stelenfeld. Die Axumiter haben es geschafft, die weltweit groessten monolithischen Stelen (Steinsaeulen) auf bzw. herzustellen. Die groesste davon ist 35 Meter hoch und 520 Tonnen schwer, liegt aber zerbrochen am Boden, wie sie die ersten Erkunder einst aufgefunden haben. Ob sie jemals stand , ist unbekannt. Ich denke aber schon, da die stolzen und eingebildeten Koenige sicher keine Stelentruemmer als Schandmal rumliegen lassen (das ware zumindest meine Einstellung). Daneben gibt es zwei weitere grosse Stelen, beide ca. 25 Meter hoch. Eine wurde von den Ittakern unter Mussolini gefladert und in Rom aufgestellt, als Symbol fuer den mehr oder weniger gelungenen Einmarsch in Afrika, aehnlich wie es die alten Roemer mit dem aegyptischen Obelisken gemacht haben. Im August 2008 haben die Ittaker die Stele nach jahrzehntelangem Theater wieder rausgerueckt, und diese steht jetzt wieder an ihrem urspruenglichen Ort neben ihrer Zwillingsschwester. Oder eigentlich muesste man sagen &#8220;Zwillingsbruder&#8221;&#8230;die Stelen haben schon was phallisches&#8230;beeindruckend sind sie jedenfalls, ziemliche Geraete aus schwarzem Gestein, wunderbar behauen, sehen aehnlich aus wie Hochhaeuser, unten ein Eingangstor und darueber zehn Stockwerke. ganz oben war frueher angeblich eine goldene Scheibe mit Sonne und Mond montiert, aber nichts genaues weiss man nicht. Das ganze Gelaende um die Stelen wird derzeit im Rahmen eines ethio-italienischen Projektes gestaltet und wir haben die Stelen nur durch und ueber die Bauzaeune betrachten und fotografieren koennen. Macht aber auch nichts&#8230;</p>
<p>Gleich neben den grossen Stelen ist das Gelaende der Kathedrale, dieses besuchten wir am Nachmittag. Wir wussten aus dem Fuehrer , dass sich seit uralten Zeiten Heiligtuemer auf diesem Ort befanden, irgendqwann wurden Kirchen gebaut und zuletzt hat Haile Selassie in den 60ern eine riesige Kathedrale aufstellen lassen, wo sogar die engische Queen zur Eroeffnung gekommen ist. Ausserdem gibt es noch ein aussergewoehnliches Juwel am Gelaende, wenn`s wahr ist: in einem kleinen Gebaeude soll die Bundeslade untergebracht sein, das sagenumwobene, goldene Kistchen, wo die Steintafeln mit den zehn Geboten Moses drin liegen sollen. Die aethiopische Legende besagt, dass die Koenigen von Saba (die laut aethiopischer Version in Axum daheim war) nach Jerusalem ging und dort Koenig Salomon kennengelernt hat. Deren gemeinsamer Sohn Menelik und spaeterer Kaiser in Aethiopien kam als junger Mann nach Jerusalem und entfuehrte die Bundeslade nach Aethiopien, wo sie bis heute sein soll. Seit Generationen ist es aber so, dass nur ein Priester Zugang zur Lade hat und dieser am Totenbett seinen Nachfolger einweiht. Nicht einmal die aethiopischen Kaiser durften die Bundeslade sehen. Man weiss also wieder mal nichts genaues nicht. Tatsache ist, dass Axum ein Zentrum der orthodoxen Glaubensausuebung in Aethiopien ist und viele Pilger diesen Ort aufsuchen. So auch wir, dachten wir..</p>
<p>So war dann unsere/meine Erfahrung dort:<br />
Am Nachmittag sind wir durch den Hintereingang auf das Gelaende gekommen, wo wir direkt bei der alten Kathedrale aus dem 16. JH. landeten und unsere von der gluehenden Hitze mueden Kadaver auf einer Steintreppe niederliessen um mal die Atosphaere aufzunehmen. Ein kleiner, lieber Junge kam zu mir und wir alberten ein wenig herum. Doch damit war der Frieden auch schon vorbei. Ein aggressiver Aufseher verscheuchte das Kind mit seinem Stock und schnauzte uns auf Amharisch an, bis es uns zuviel wurde und wir weitergingen. Der Typ verfolgte uns grantelnd und jagte uns foermlich zur Ticketbox, wo wir zum Kauf eines suendteuren Tickets genoetigt wurden. Ok, dachten wir, jetzt werden wir wohl unsere christliche Ruhe haben duerfen&#8230;Denkste! Erst wollte man uns ins Museum treiben, staendig war der irgendwas auf Amharisch schreiende Typ hinter uns her. Ich bin fast ausgeflippt und wollte schon abdampfen, dann sind wir in die grosse Kathedrale &#8220;gefluechtet&#8221;, wo uns kurz Ruhe vergoennt war. Der Bau ist modern und relativ unattraktiv, innen ungepflegt und schmutzig. Bald wieder draussen sind wir zur &#8220;alten Kathedrale&#8221;, die der heiligen Jungfrau Maria geweiht ist. Jetzt waren schon 2 Typen hinter uns her, staendig &#8220;Hello Mister!&#8221; rufend und mit Handzeichen gestikulierend, um uns zu zeigen, wo wir wie hingehen sollten und duerften. Mir ist das voll am Arsch gegangen. Klare Anweisungen kann ich ja gerade noch akzeptieren. Aber wenn mir bei jedem Schritt einer von hinten in einer fremden Sprache irgendwas aggresiv ins Ohr schreit, das halt ich nicht aus. Dann bin ich stehengeblieben und hab den Typen klargemacht, dass ich keinen Schritt mehr mache und sie sich ihr beschissenes Ticket auf den Arsch picken koennen, weil ich nicht mehr weiss, was ich da ueberhaupt machen soll. Irgendwie haben sie kapiert, dass wir auf diese Art nicht weiterkommen und haben uns den Weg zu Marias Heiligtum gewiesen und geoeffnet. Wahnwitziger- oder sagen wir fuer die Aethiopier bezeichnenderweise ist den Frauen der Zugang zu diesem grundlegend weiblichen Tempel verwehrt. Genauso kuehl und leer fuehlt sich die Energie im Inneren des Gebaeudes an&#8230;bald waren wir wieder draussen, wo unser Aufseher inzwischen andere Touristen anmotzte. Wir versuchten in Richtung Bundeslade zu marschieren, wo schon einige Glaeubige am Zaun lehnten, der das Gebaeude umgibt. Soweit wollten wir auch vordringen, doch ploetzlich irgendwo auf der Wiese hiess es wieder &#8220;Hello Mister! Stop ! Here Border!&#8221; Was &#8220;Border&#8221;, dachten wir, hier nur &#8220;Wiese&#8221;, nix sehen &#8220;Border&#8221; oder Hinweisschild oder dergleichen. Keine Diskussion, es hiess wieder stehenbleiben. Mir wurde es jetzt zu bunt mit diesen Typen und ich setzte mich einfach an der &#8220;Border&#8221; auf die Wiese hin. Schon seltsam, dass man ein irres Geld fuer den Eintritt zahlt, und dann gibt es nichtmal ein Hinweisschild auf Englisch, das einem sagt, wie die Dinge hier laufen. Stattdessen ein paar voll aggressive Typen, die einen auf Amharisch anschreien&#8230;unmoeglich!</p>
<p>Wir sind dann abgehauen von diesem unseligen Ort, der meiner Meinung nach von den aggressiven Typen nur entwuerdigt und entweiht wird.</p>
<p>Umso schoener war es, auf dem Platz zwischen Stelen und Kirchengelaende einer Gruppe junger Burschen zu begegnen, mit denen wir noch einige Stunden zusamensassen und herumalberten. Die waren echt nett, so wie wir es von den Aethiopiern gewohnt sind, und umgekehrt freuten sie sich darueber, dass es ein paar Ferenji gibt, die nicht in den Boden schauend an ihnen vorueber zu den Stelen hinlaufen und dann wieder schnell ins Hotel zurueck, um den bettelden Einheiischen nicht ausgesetzt zu sein. Das war das eigentlich Schoene fuer uns in Axum, dass es doch noch eine schoene, menschliche Begegnung auf Herzensebene gab. Wieder entspannt aber dennoch nachdenklich ueber das seltsame und fuer mich auch bezeichnende Geschehen bei den Kirchen gingen wir zum Hotel zurueck, assen wieder die Fastenspeise und gingen ins Bett. Das Busticket fuer den naechsten Morgen, wieder 4 Uhr hatten wir schon in der Tasche, den Rucksack schon wieder gepackt. Ciao Axum! Ziel: der Nationalpark in den Simien-Mountains!</p>
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		<title>Lalibela, die Floehe und der Fels</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 17:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach kurzem Aufenthalt in der &#8220;Neuen Blume&#8221; Aethiopiens, in Addis Ababa, ging es nun endlich in den Norden zu den historischen Plaetzen des Landes, beginnend im sogenannten &#8221;zweiten Jerusalem&#8221; namens Lalibela.
Voller Vorfreude fuhren wir in die Stadt, die nach dem Heiligen und Koenig Lalibela benannt wurde, da ja auch unser europaeisches Weihnachten anstand. Ein wenig entaeuscht, Warmwasser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nach kurzem Aufenthalt in der &#8220;Neuen Blume&#8221; Aethiopiens, in Addis Ababa, ging es nun endlich in den Norden zu den historischen Plaetzen des Landes, beginnend im sogenannten &#8221;zweiten Jerusalem&#8221; namens Lalibela.</em></p>
<p><em>Voller Vorfreude fuhren wir in die Stadt, die nach dem Heiligen und Koenig Lalibela benannt wurde, da ja auch unser europaeisches Weihnachten anstand. Ein wenig entaeuscht, Warmwasser zum Duschen - war nicht, Strom, um die Nacht zum Tag zu machen - war nicht, feierten wir also bei Lagerfeuer- und Kerzenschein ein zweisames Niederkunftsfest fuer den Heiland. Eh, schoen, wenn man bedenkt, dass die Hinfahrt vom Auswurf des halbverdauten Essens im Bus begleitet war.</em></p>
<p><em>Die Kirchen in Lalibela sind die ganzen Strapazen wert. Ins roetliche, weiche Tuffgestein wurden hier die Haeuser fuers Allerheiligste in den Fels getrieben. Monolithische Kirchen also, die vom Dach beginnend und bis zu den Eingangstreppen am unteren Ende von vieler Haende Arbeit aus dem Gestein herausgemeiselt wurden. Es schaut so fantastisch und ja fast irre aus, dass die Legende besagt, dass dies niemals von Menschen alleine bewaeltigt werden konnte. Nein, in der Nacht haben die Engel selbst ihr weisses Gewand abgelegt und so die doppelte Arbeitsleistung im Vergleich mit dem ach so schwachen Menschlein hingelegt. So konnten diese Felskirchen also schlussendlich in all ihrer Groesse dastehen und unserer Bewunderung ausgesetzt werden.</em></p>
<p><em>Auch meint man beim Betreten der groesseren freistehenden Kirchen, dass ein Chor von einhundert Millionen Engeln ihr Werk noch immer preist und besingt. Vielleicht ein wenig selbstgfaellig, aber durchaus angebracht.</em></p>
<p><em>Verbunden sind die einzelnen Kirchen durch ein System von Tunneln und Schaechten, da sie bis zu 20 m in den Fels eingelassen wurden und man von der Oberkante der Felsmassive nur eben das Dach sehen kann. Mir am besten gefallen, haben die Kirche Bete Maryam der ersten Gruppe, die Kirche Bete Gabriel-Raphael der zweiten Gruppe und die alleinstehende Kirche Bete Gyorgis.</em></p>
<p><em>Die Bete Maryam ist durch einen Tunnel erreichbar und es eroeffnet sich beim Heraustreten eine mit drei Eingaengen bestueckte freistehende Felskirche. In den Nischen im umgebenen stehengebliebenen Fels sind winzige Nischen herausgearbeitet worden, in denen Moenche beten, ihre Gedanken zentrieren und ihre Tage verbringen. Frueher blieben die Nischenbewohner bis nach ihrem Tod dort und ihre Gebeine bildeten ein Zeugnis wahren Glaubens fuer die anderen aethiopisch-orthodoxen Christen. Leider haben wir bei unseren Erkundungstouren durch die verwinkelten Gaenge vor einer Nische, die mit einer von Aussen versperrten Holztuer abgeriegelt wurde, ein lautes, fast unanstaendiges Wort fallen lassen. Sogleich hoerten wir aus der finsteren Einsiedelei-Nische ein mahnendes Zischen. Man kann nur hoffen, dass unserswegens nicht das Schweigegeluebte gebrochen wurde. Gott sei gnaedig mit uns armen Suendern.</em></p>
<p><em>In der Bete Gabriel-Raphael hatten wir das Glueck, bei einer Messe mitdabeizusein. Die Kirchen sind in Aethipien immer dreigeteilt, wobei der Bereich des Allerheiligsten nur von Priestern betreten werden darf. Die anderen Bereiche sind frei zugaenglich, also auch fuer uns. Zuerst wurden, von in weissen Stoff gehuellten Maennern, alte Kirchenlieder angestimmt, die rythmisch von Trommeln und Sistrum begleitet wurden. Dies ging so eine Stunde oder mehr, bis einer der hohen Geistlichkeit mit dem Weihrauchschwenker die gesamte Kirche duftmaessig reinigte. Dann folgte der Umzug der anderen, in goldbestickten Gewaendern gehuellten, Priestern, wobei diese einen Schirm ueber sich hielten, um den Himmel zu symbolisieren. Die ganze Kirche wurde mehrmals durchschritten, vor dem Eingang zum Allerheiligsten wurde dreimal der Weihrauchbehaelter geschwenkt und alle verbeugten sich erfurchtsvoll zum Klang einer von Engeln gestossenen Posaune.</em></p>
<p><em>Bete Gyorgis, nach dem Namensheiligen meines Reisekollegen Joerg benannte Kirche, liegt etwas abseits der anderen Gruppen, ist aber nicht weniger aufregend. Das Dach hat die Form eines gleichseitigen griechischen Kreuzes (Joerg meinte, dies sei ein Maya-Kreuz) und das Gebaeude ist vollstaendig aus dem Fels geloest. Zuerst ist nur dieses Dach erkennbar, steht man aber direkt vor dem ausgeschachteten Felsen, geht es 20 m nach unten bis zum Podest der Kirche. Der, die Kirche bildende, stehengebliebene Felsrest ist mit gelben, im Sonnelicht golden leuchtenden Flechten bewachsen, die mit dem roten Tuffgestein ein herrlich Bild ergeben. Steht man am unteren Ende und blickt gegen Himmel, sieht man nur die Kirche umgeben von einen engen Kranz Himmels, da die Kirche ja vom Fels umgeben ist. Dies wirkt wie ein blauer Heiligenschein fuer ein goldig-rotes Felsenkreuz.</em></p>
<p><em>Was von den Endeln aber nicht beachtet wurde, ist die Nachlaessigkeit der Menschen. Die Kirchen sind mit roten Teppichen ausgeleget, die anscheinend nur sehr selten die Kirche zwecks Reinigung verlassen. So war es auch nicht verwunderlich, dass wir noch am Tag des Kirchenbesuches, wie wild zu Kratzen anfingen. Die springlebendigen Floehe, berauscht vom vielen Weihrauch in der Kirche, machten uns auch die Zeit danach noch schwer. Die blutleckenden Biester wurden wir erst in der naechstgroesseren Stadt Mekele los, nachdem unser Gewand einer Generalreinigung unterzogen wurde.</em></p>
<p><em>Also Dank den Engeln fuer die Errichtung der Felskirchen und Dank an die Kraft von Seife und warmen Wasser.</em></p>
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		<title>Die Lehre von Mekele</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 16:36:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorab, wir sind vom Trekking gut und zufrieden zurueck. Davor haben wir aber auch noch gute Tage verbracht , diese schreibe ich dieser Tage zusammen.
Von Lalibela sind wir ja hoechst zufrieden abgereist. Mit dem Bus ging es wieder um 4 Uhr frueh los, ich hab mir wieder den Sitz hinter der Windschutzscheibe gesichert. Ziel war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorab, wir sind vom Trekking gut und zufrieden zurueck. Davor haben wir aber auch noch gute Tage verbracht , diese schreibe ich dieser Tage zusammen.</p>
<p>Von Lalibela sind wir ja hoechst zufrieden abgereist. Mit dem Bus ging es wieder um 4 Uhr frueh los, ich hab mir wieder den Sitz hinter der Windschutzscheibe gesichert. Ziel war Mekele, ungefaehr 500 km und Myriaden von Schlagloechern weiter noerdlich. Bald hat sich noch ein Typ zwischen mich und den Fahrer gedraengt, seinen Hintern am Motor gewaermt und ein fremdes Kind auf den Schoss genommen, wie es hier bei den lieben Menschen ueblich ist. Der Fahrer war erfahren und nicht weniger lustig, hat dauernd einen guten Schmaeh rennen gehabt. Die Strasse war sehr schleissig, und so war ich auf der Hut wegen dem kleinen Buben neben mir. Wie das Amen im Gebet kam das Gewoelle zutage, ich war aber der einzige, der darauf eingestellt war. Die Hose meines Sitznachbarn war voll, auch sein Rucksack. Ich bin gut davongekommen und habe nur gelassen meine  Klopapierrolle zur Bereinigung der Sauerei hergegeben. Das angekotzte Kind wurde wieder seinen Eltern uebergeben und ich konnte friedlich einschlummern. Aufgewacht bin ich dann, weil sich ein weiterer Kerl in unsere Reihe gedraengt hat und richtig auf mir drauflag, zusammen mit der Abwaerme des Motors ergab das ungefaehr 15 Grad zuviel und eine echte Beklemmung fuer die restliche Fahrt.</p>
<p>Irgendwann gegen Mittag kamen wir in Woldia an. Von dort geht eigentlich am selben Tag kein Bus weiter nach Mekele, das noch 300 km weiter ist. Woldia ist aber grauslich und so haben wir mit Hilfe der oertlichen Hustler eine Mitfahrgelegenheit gecheckt. Mit 2 raeudigen, chatkauenden Typen, die den bequem von Stadt zu Stadt fliegenden Touristen mit dem leeren Landcruiser nachfahren, ging die Reise weiter. Die Typen wurden mit der Zeit netter, platte Reifen wurden gewechselt, die Landschaft war wieder mal einzigartig , und nach weiteren 8 Stunden kamen wir bei voelliger Dunkelheit in Mekele an. Wieder mal 16 Stunden &#8220;on the road&#8221;, und auf was fuer einer Road&#8230;schon irre, wenn man bedenkt , wie bequem man daheim bezueglich Rumfahren ist und sich an den kurzen Wochenenden sogar oft vor einer dreistuendigen Autofahrt von Wien nach Kaernten scheut, obwohl daheim die Waerme des Elternhaues und kulinarische Koestlichkeiten locken, im Auto die Wunschmusik laeuft und die Strassen perfekt sind&#8230;hm, auch das mag sich durch diese Reise aendern&#8230;</p>
<p>Jedenfalls kamen wir in Mekele an. Eine auffallend moderne Stadt mit ca 150000 Einwohnern, Geburtsstadt des Praesidenten und angeblich deshalb privilegiert. Hauptstadt der Provinz Tigray, die beruehmt ist fuer tolle Landschaften und 100e Felsenkirchen und leider auch am meisten betroffen von den grossen Hungerkatastrofen war. Die Felsenkirchen wollten wir besuchen, auch wenn unser Zeitplan knapp werden wuerde. Erstmals gingen wir aber muede und dreckig schlafen, weil es wieder mal kein Wasser gab.</p>
<p>Am naechsten Tag machten wir uns auf die Suche nach einer Moeglichkeitzum Besuch der Felsenkirchen, die ein wahres Highlight und sehr sehenswert sein muessen. Aus dem Fuehrer wussten wir, dass man dazu einen Jeep mieten muesste und einen Fuehrer braeuchte, damit an einem Tag etwa 3-4 der hunderten oft spektakulaer gelegenen Kirchen besucht werden koennten. Es gibt aber wenig Touristen, die das machen und in Mekele halt machen. Wir trafen auch keine &#8220;Ferenjis&#8221; als moegliche Mitfahrer. Ausserdem scheint es den Menschen in Mekele relativ gut zu gehen, man wird nicht angebettelt oder gefragt, was man tun wollte. Das ist einerseits erholsam und angenehm, andererseits gibt es aber auch keine Touranbieter oder Reiebueros, die einem weiterhelfen, und die Abwesenheit der sonst im Land ueberall allgegenwaertigen Hustler (Typen, die einen anquatschen und alles vermitteln koennen, was das Herz , der Magen und alle anderen Koerperregionen begehren) macht sich bemerkbar, indem man irgendwann nicht mehr weiss, wen man um Rat fragen koennte. Nach einem Tag Rennerei und Fragerei sind wir dann bei der lokalen Tourismusbehoerde, die irgendwo versteckt ist, gelandet. Die Leute dort waren sehr hilfs- oder sagen wir auskunftsbereit, haben uns einen kleinen Fuehrer geschenkt und gesagt, wie wir zu den Kirchen kommen koennen. Das war aber wahrlich schwierig. Erst muesste man mit dem Bus in ein Kaff fahren, dann das dortige Buero aufsuchen, einen Fuehrer und Jeep mieten, und dann braeuchte man 2 Tage Zeit und einiges an Knete. Einer der naechsten Tage war aber unguenstig, weil da die Moenche zum Markt gehen und die Kirchen nicht aufsperren koennen. Und nach all dem muss man wieder einen Tag einplanen, um nach Mekele zurueckzukommen. Es sei denn, man mietet von Mekele aus einen Jeep, was aber astronomisch teuer ist. Nachdem wir diese Moeglichkeit und unseren Zeitplan fuer die naechsten Wochen gecheckt haben, fanden wir uns in komplexen Planungen und Gedankengaengen verloren in unserem Hotel wieder, fast verrueckt um eine Moeglichkeit zum Besuch der Kirchen ringend.</p>
<p>Irgendwann nach langem Kampf und knapp vor dem Durchdrehen und der Erschoepfung kam sie uns dann, die wichtige Lehre von Mekele&#8230;</p>
<p>Raus aus dem Aktionismus und der verrueckten Idee, die einem die Reisefuehrer einpflanzen, dass man alles gesehen haben muss, damit man ueberhaupt sagen kann, man war in Aethiopien. Wen jucken denn ein paar Kirchen&#8230;auch wenn sie noch so spektakulaer sind, sollten wir uns deshalb nicht verrueckt machen, wenn der Besuch sich einfach nicht ergeben will. Wir streckten die Waffen, ergaben uns und verabschiedeten uns von dem etwas erzwingen Wollen. Das Signal war klar und ist angekommen. Es ist zwar gut fuer Dinge zu kaempfen, aber es gibt auch ein zuviel, diese gilt es zu erkennen, da es im Persoenlichen aber auch im Grossen oft zu nichts Gutem fuehrt. Wahrlich erloest von unserer fixen Idee lenten wir uns zurueck und gelobten, die Dinge ab sofort lockerer zu nehmen, um im Laufe unserer Reise nicht durchzudrehen und dem unter Reisenden so ueblichen Aktionismus zu verfallen. Schliesslich sind wir monatelang unterwegs und muessen mit unserer Kraft haushalten. Und wir wissen und vertrauen auch darauf, dass wir noch immer zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gefuehrt wurden und werden. Die wichtigen Erfahrungen und Begegnungen ergeben sich auch nur selten vor der spektakulaersten Kulisse, das wissen wir auch. Nur muss man es halt auch so leben. In der Ruhe liegt die Kraft. Das Gefuehl, irgendwas versaeumen zu koennen, war weg und damit kam wieder die Freude ueber alles, was wir ja schon erfahren durften.</p>
<p>Freudig ueber unsere Erkenntnis und ganz entspannt gingen wir was Gutes essen, begegneten den Menschen und beschlossen, noch einen Tag in Mekele zu entspannen, bevor die Reise nach Axum weitergehen sollte. Ein weiteres Highlight von Aethiopien, das am Weg durch den Norden liegt und leicht zu erreichen ist.</p>
<p>Der naechte Tag war sehr angenehm. Wir entspannten, gingen lange Kaffee trinken etc. Ausserdem liessen wir die Waesche waschen, in der Hoffnung, das etwaige darin festgekrallte Floehe im Seifenwasser ersaufen wuerden. Noch ein Ticket fuer die bevorstehende eintaegige Busreise gekauft und dann frueh schlafen gegangen&#8230;sehr zufrieden und dankbar fuer das Geschenk der Lehre von Mekele. In Bolivien vor 3 Monaten musste ich ja noch krank werden, um die Ruhe zuzulassen, hier ging es einfacher vonstatten. Gut so!</p>
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		<title>Weihnachten in Lalibela</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 18:46:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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Nach einer wahrlich Stillen Nacht sind wir gut erholt aber erst sehr spaet zu uns gekommen.
Als Einstieg fuer den ersten Tag haben wir beschossen, zu einem nahe der Ortschaft gelegenen Kirchlein zu gehen, um uns erst einmal einen Ueberblick von oben und etwas Ruhe zu goennen, bevor wir in den naechsten Tagen zur eigentlichen Attraktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="msg">
<p>Nach einer wahrlich Stillen Nacht sind wir gut erholt aber erst sehr spaet zu uns gekommen.</p>
<p>Als Einstieg fuer den ersten Tag haben wir beschossen, zu einem nahe der Ortschaft gelegenen Kirchlein zu gehen, um uns erst einmal einen Ueberblick von oben und etwas Ruhe zu goennen, bevor wir in den naechsten Tagen zur eigentlichen Attraktion des Ortes, den Felsenkirchen, gehen wuerden.</p>
<p>Zuerst gingen wir mal auf die Strasse hinaus, um bei Tageslicht festzustellen, wo wir da gelandet sind. Lalibela ist zwar DIE Touristenattraktion des Landes, aber der Ort sieht ueberhaupt nicht so aus. Extrem abgelegen und nur ueber eine staubige Schotterpiste zu erreichen, liegt der Ort auf ueber 2600 Meter Hoehe. Ca 8000 Menschen leben hier, der Ort ist ein kleines Schulzentrum fuer die umliegende Gegend. Die meisten Touris fliegen hierher, weil die Anfahrt viel zu anstrengend und lang ist wie wir festgestellt haben. Im Ort gibt es nicht viel Nettes, ausser den Menschen selbst. Kein richtiges Kaffe, kein gscheites Restaurant, nur ein paar verstaubte Buden und sehr mittelmaessige Hotels. Viele Pilger und Bettler praegen das Strassenbild. Touristen sieht man auf der Strasse bis auf 2-3 Individualreisende ueberhaupt keine, dadurch bekommen wir viel Aufmerksamkeit von den Einheimischen, fast zuviel.</p>
<p>Wir haben gleich nach dem Aufstehen noch das Hotel gewechselt, weil in der Frueh immer noch kein Wasser da war und die Typen von der Rezeption sich nichts geschert haben. Das andere Quartier war zwar lumpiger, dafuer gab es Wasser.</p>
<p>Ruhebeduerftig wie wir waren, haben wir uns also auf die Wanderung zu der Kirche am Berg gemacht, raus aus dem Dorf. Die umliegende Landschaft ist von grosser Schoenheit, ueberall Terrassen und Kulturland, dahinter aufragende Tafelberge, auf der anderen Seite das weite Land. Der Weg fuehrte uns durch diese Landschaft, dabei wurden wir von einer immer groesser werdenden Gruppe von Schuelern begleitet, die auf dem kilometerlangen Heimweg von der Schule waren. Mit den netten Kerlchen hatten wir einen Riesenspass, und sie noch mehr mit uns. Alle auch noch so kleinen sprechen hier ein bisschen Englisch, das fuer eine einfache Konversation reicht. Kommunikativ sind hier sowieso alle, die Burschen zumindest, von Maedchen wird man nicht angequatscht, die sind zurueckhaltend, auch die groesseren und erwachsenen. Auffallend ist, dass man das Alter der Knaben immer unterschaetzt, weil diese im Wachstum mit unseren Kids nicht mithalten koennen. So kommt es duernd vor, dass man einen 14jaehrigen fuer 10 schaetzt. Die Erwachsenen sind dennoch gross&#8230;keine Ahnung wann die dann wachsen.</p>
<p>Die Burschen haben uns bis zu ihrem Dorf, welches auf halbem Weg liegt, begleitet und uns viel von ihrem Alltag erzaehlt. In den Schulklassen sind hier ca 80 Schueler, unterrichtet wird in 2 Schichten, weil es soviele Kids und sowenig Raeumlichkeiten gibt. Unterrichtssprache ist in den meisten Faechern Englisch. Dadurch haben hier alle einen sehr guten Wortschatz, grammatikalisch hapert es aber oft ziemlich. Die Unterrichtsmittel sind knapp, die Hefte voll und die Kugelschreiberminen leer. Deshalb wird man auch immer diesbezueglich angebettelt. Bildung wird von allen sehr wichtig genommen, die Kinder sind voll ehrgeizig und haben grosse Traeume bezueglich Beruf und Zukunft. Als wir die Ortsgrenze erreichen, wird uns aber sehr eindruecklich vor Augen gefuehrt, wie hier teilweise mit den Kindern umgegangen wird.</p>
<p>Ein Waechter steht da mit einem Stock und einer Kalaschnikoff, nd als er sieht, dass die Kinder uns umgeben, schreit er wild heru m. Wie von der Tarantel gestochen rennen die ca. 20 Burschen von uns weg und zu dem Mann hin. Er schreit sie wild an, sie knien sich in Reih und Glied vor ihm hin und kassieren ein paar Faustschlaege auf den Hinterkopf. Wir trauen unseren Augen nicht und machen dem Typ schnell klar, dass er damit aufhoeren soll. Dafuer werden wir angeschnauzt, die Burschen rennen lachend davon. Wir sind betroffen und gehen weiter. Gleich sind unsere Freunde wieder da und wir entschaedigen sie ein wenig fuer die &#8220;Unannehmlichkeiten&#8221;.</p>
<p>Der Weg fuehrt uns weiter zu der Felsenkirche, die aus einem felsigen Bergruecken herausmodeliert wurde. Ein Moench sperrt uns auf und zeigt uns da einfache Innere. Wir sind aber vie mehr von der Landschaft um und der Lage dieses magischen Ortes beruehrt und setzen uns noch fuer einige Zeit mit dem Moench auf das felsige Dach der Kirche, wo wir die Stille und Weite der Landschaft geniessen, ein wuerdiger Weihnachtstag. Dankbar wandern wir in den Ort zurueck.</p>
<p>Die 2 Tage dannach vebrachten wir groesstenteils in den Felsenkirchen des Ortes, die von der Unesco zum Weltkulturerbe gezaehlt werden. Tatsaechlich sind die Kirchen aber keine Touristenattraktion, sondern ein hoechst lebendiger Ort der Religionsausuebung der Einheimischen. Eine eigene Welt, in die man da eintaucht, jenseits von Raum und Zeit.</p>
<p>Jenseits von Raum, weil man in ein quasi unterirdisches Labyrinth von Wegen und Tunnels abtaucht und sich in 3 Dimensionen bewegt, staendig Neues entdeckend. Moenche und Nonnen ziehen gleichsam wie die Weihrauchschwaden um die Ecken und durch die engen Gaenge. Die Kirchen sind sehr unterschiedlich und jeweils einzigartig, von unglaublicher schoenheit und Eleganz, einfach beeindruckend. Das Licht faellt je nach Tageszeit unterschiedlich ein und faerbt die Raeume innen und den roetlichen Felsen aussen magisch ein.</p>
<p>Jenseits von Zeit fuehlt man sich, weil die Kirchen und Menschen sowie ihre uralten Gesaenge und Rituale wohl noch so aussehen wie vor 1000 Jahren, als Koenig Lalibela die 11 Kirchen aus dem monolithischen Felsen herausformen liess. Die Menschen zelebrieren hier mit hoechster Hingabe ihren Glauben, stundenlang dauern die Messen mit Gebet und Gesang. Apropos Zeit:Forscher haben festgestellt, dass wohl ca. 40000 Menschen mit der Errichtung beschaeftigt gewesen sein muessen. Die Einheimischen sind aber bis heute sicher, dass die Kirchen in einer einzigen Nacht von Engelshand geschaffen wurden.</p>
<p>Wie auch imer, fuer uns waren es 2 fantastische Tage in den Kirchen und darum herum. Wir sind in eine alte, mystisch-magische Welt eingetaucht, einfach faszinierend. Die Leute -ob alt oder jung - begegnen einem in den Kirchen mit sehr viel Offenheit, Freundlichkeit und Respekt. Und das, wo sich die meisten der wenigen Touristen einfach daneben benehmen, halbnackt in die Kirchen reinrennen und den Moenchen sogar bei der Messe mit der Kamera aus naechster Naehe ins Gesicht blitzen, dass diese fast blind werden. Wir haben uns jedoch um ein dezentes Auftreten bemueht und sind behutsam eingetreten, mit viel Ruhe und Zeit. Die Leute haben sich wie ueberall ueber unsere Namen gefreut (die wichtigste Kirche in Lalibela ist auch meinem Patron, dem Giyorgis, geweiht, ein Grund, warum ich schon vor Jahren auf Lalibela aufmerksam wurde), Priester haben uns die Tueren aufgesperrt, obwohl wir ohne Fuehrer unterwegs waren, und einer hat mich sogar gefragt, ob ich denn auch ein Priester sei, so wuerdevoll war wohl unser Auftritt&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nach 3 Tagen Kirchenatmosphaere beschlossen wir aber, wieder ins weltliche Geschehen einzusteigen, und haben uns Bustickets fuer die Weiterfahrt am naechsten Morgen gekauft. Wir verabschiedeten uns in hoechster Dankbarkeit und Zufriedenheit von Lalibela und seinen Menschen, von denen uns nach 3 Tagen wohl schon die meisten vom Sehen her kannten. Weniger dankbar waren wir fuer die Floehe, die uns aus den Kirchenteppichen angesprungen sind und uns hunderte Bisse zugefuegt haben. Hoffentlich, dachten wir, bleiben die in Lalibela und reisen nicht mit uns weiter&#8230;</p>
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		<title>Harar und die Hyaenen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 18:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Da wir diesmal des Naechtens, nicht wie sonst zeitig in der Frueh, von Addis Ababa aufgebrochen sind, kamen wir schon um 4:30 am Morgen in Harar an. So war die Quartiersuche ein wenig kniffelig. 
Das erste Hotel gab uns voruebergehend ein Zimmer mit dem Versprechen, spaeter ein anderes fuer die naechsten Tage zu bekommen. Hier also mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Da wir diesmal des Naechtens, nicht wie sonst zeitig in der Frueh, von Addis Ababa aufgebrochen sind, kamen wir schon um 4:30 am Morgen in Harar an. So war die Quartiersuche ein wenig kniffelig. </em></p>
<p><em>Das erste Hotel gab uns voruebergehend ein Zimmer mit dem Versprechen, spaeter ein anderes fuer die naechsten Tage zu bekommen. Hier also mal zwei Stunden im Halbschlaf herumwaelzen, bis wir in ein anderes voruebergehendes Zimmer im Keller verschoben wurden. Eine Viertelstunde ruhen und wieder ein anderes Zimmer einen Stock ueberhalb beziehen. Da wir aber schon wegen Schlafmangels und vor allem wegen den untragbaren hygienischen Zustaenden (der Sand der halben Sahara breitete sich am Fussboden aus, das Bett war ein Erdnussacker, Wasser gabs sowieso nicht und im Abfluss de Waschbeckens befand sich das gestrige Abendessen) nicht mehr gewillt waren, so ein Zimmer zu bewohnen, musste mit dem sogenannten Hotelmanager gesprochen werden. Der aber vom Chadkauen Betaeubte, bechwichtigte nur und verstand die ganze Aufregung nicht ansatzweise. Also Rucksack aufgeschnallt und raus zum naechsten Hotel.</em></p>
<p><em>War zwar teurer, dafuer sauber, aber nur mit strikt festgelegten Wasserverfuegungszeiten - in der Frueh von 6-8 Uhr und am Abend von 6-10 Uhr. Man wird bescheiden und demuetig - und bleibt also.</em></p>
<p><em>Harar ist fuer die Muslime die viertwichtigste Stadt nach Mekka, Medina und Jerusalem. Ist also fest in islamischer Hand, obwohl die hiesige Auspraegung nicht orthodox gepraegt ist. Viel mehr kommen hier Einfluesse der alten (Natur-)Religionen hinzu. So werden auch islamische Heilige hier verrehrt, was fuer orthodoxe Muslime ein Greul sein muss, da Menschenverehrung und sei es auch die von Mohammed, strengstens untersagt sind. Trotzdem wollen wir uns eines dieser Kuppelgraeber der Heiligen, die Qubba genannt werden, anschauen. Aber am Eingang werden wir als Unglaeubige nicht unfreundlich, aber doch bestimmt abgewiesen. So sitzen wir nur im Vorhof und sehen eitlen Gockeln beim Kraehen und Aufblustern zu.</em></p>
<p><em>Harar ist eine sehr alte Stadt und fuer Aethiopien untypisch mit einer Stadtmauer umgeben. Die Haeuser im Inneren der Mauer sind aus Stein und weissgekalkt, wobei die Eingaenge meist im islamischen Gruen gehalten sind. Verwinkelte Strassen fuehren bergauf und bergab durchs ganze Stadtgebiet und unverhofft tauchen zwei angebundene Kamele an einem kleinen Platz auf. Schauen gelangweilt, waehrend von hinten shon die Kinderstimmen nach Geld rufen. Diese Stimmen verfolgen uns auch bei der Wanderung durch die Stadt und verstummen erst, als wir uns beim Hyaenenmann in der Naehe eines von einem Baum umrankten Shreins niederlassen.</em></p>
<p><em>Bevor wir uns aber die Hyaenen bei Nacht anschauen, begegnen wir noch einen nackten Flitzer, der illuminiert die Gassen entlanglaeuft und den obligatorichen Hustlern, die uns die Hyaenenfuetterung schmackhaft machen wollen - umsonst, denn wir sind gespannt darauf, wie der Bogen eines Zen-Meisters.</em></p>
<p><em>Da es zwei Plaetze fuer die Hyaenenfuetterung gibt, schauen wir uns in der Daemmerung mal den ersten an. Werden nur zwei kleineren Hyaenen ansichtig und gehen zum Platz, wo wir schon nachmittags Zuflucht gefunden haben und wo auch ein alter Kalifornier, den wir schon in Addis getroffen haben, hingehen will.</em></p>
<p><em>Am Platz vor dem Schrein, sieht man schon ein dutzend Hyaenenaugen im Dunkel der Nacht blitzen und der Hyaenenmann ruft die Namen der Tiere des Rudels lautstark. Die Antwort der Tiere ist eher verhalten und klingt kehlig. Der Hyaenenmann sitzt mit zwei Plastikeimern, gefuellt mit Schlachtabfaellen, im Lichtkegel eines Autos und haengt aasige Innereien auf ein kurzes Stoeckchen. Bei Zuruf naehert sich eine Hyaene mit gebeugtem Kopf, schnappt mit einem Biss das Aas und verzieht sich ins Dunkle. Von vorne hoert man das Knacken von Tierbeckenknochen, die vom starken Gebiss der Hyaenen zermalmt werden. Immer wieder kommen neue Hyaenen hinzu und holen sich ihr Fressen, man koennte fast sagen gesittet, nacheinander ab. Nur die kleinsten der anwesenden Hyaenenbrut bekommen erst die Reste, wenn die Vorderen satt sind. Auch wir versuchen uns als Hyaenenfuetterer. Mit dem am Stoeckchen befestigten Schlachtabfall stehen wir und warten auf die Meute. Die sobald auftaucht und uns wie zahme Hunde das Fleisch vom Staberl frisst. Kommen mir gar nicht so gross vor, fast wie Schaeferhunde. Respekt bleibt aber doch und der von beiden Seiten, denn ganz koscher sind wir den Hyaenen auch nicht, liegt wohl auch an der lange zurueckliegenden Dusche. Das Spektakel endet mit der Verstreuung der Kadaverreste, damit alle aus der Hyaenencombo ihr Fressen bekommen und dem Heimweg, wobei ich mich dann doch zur Kontrolle des oefteren umdrehe und in die finstere Nacht hineinhoere.</em></p>
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		<title>Von Addis nach Lalibela&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 14:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;oder: &#8220;Die Entdeckung der Langsamkeit&#8221;
In Addis haben wir uns erst mal wieder kultiviert und erholt. Ausserdem haben wir unsere Freundinnen von der katholischen Mission aus Arba Minch getroffen, die in Addis was zu erledigen hatten. So katholisch sind die ja bekanntlich gar nicht, und wir sind zuerst gut essen und dann ordentlich tanzen gegangen.  
Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;oder: &#8220;Die Entdeckung der Langsamkeit&#8221;</p>
<p>In Addis haben wir uns erst mal wieder kultiviert und erholt. Ausserdem haben wir unsere Freundinnen von der katholischen Mission aus Arba Minch getroffen, die in Addis was zu erledigen hatten. So katholisch sind die ja bekanntlich gar nicht, und wir sind zuerst gut essen und dann ordentlich tanzen gegangen.  </p>
<p>Nach 2 Tagen waren wir bereit zur Weiterreise, schliesslich wollten wir am 24 Dezember zum Heiligen Abend in Lalibela ankommen, dem wichtigsten Wallfahrtsort der orthodoxen Aethiopier und wohl wichtigsten Ort der Christenheit auf dem schwarzen Kontinent. Lalibela wird auch das Jerusalem Afrikas genannt und ist fuer seine wunderbaren Felsenkirchen bekannt. Dort sollte die Reise hingehen&#8230;</p>
<p>Also wieder mal an den Ort des Wahnsinns marschiert, Buskarten fuer den naechsten Tag kaufen am Busbahnhof von Addis. Wenn man dort ankommt, reissen gleich zig Typen am Aermel und schreien einen an mit &#8220;Where are you go!!??&#8221; Dann sagt man kleinlaut &#8220;Lalibela&#8221; und das Geschreie geht weiter. Am Weg zum Ticketschalter wir man von den Typen begleitet, die dann nach erledigtem Kauf alle ein Trinkgeld haben wollen , weil sie einem ja geholfen haetten, und volle beleidigt sind, wenn sie berechtigterweise keines bekommen. Mann, das nervt vielleicht!!</p>
<p>Am naechsten Morgen sind wir mit dem Taxi um 430 zum Busbahnhof. Der Taxifahrer ist voll nett und freut sich wie jeder in Aethiopien , dass wir Giyorgis (ich, der Nationalheilige hier ist ja der heilige Georg) und Marcos (Markus aka Nane, der Evangelist) heissen und offensichtlich gute Christen sein muessen.</p>
<p>Ausserhalb des Taxis kennt der Wahnsinn und das Chaos keine Grenzen, ueberall wuselt es vor Menschen, das Gedraenge am Busbahnhof ist irre, schliesslich gehen ja alle Busse in der Frueh zur selben Zeit los. Wieder wir am Aermel gezerrt (&#8221;Where are you go??) und jeder moegliche Grund fuer ein Trinkgeld inszeniert.</p>
<p>Schliesslich landen wir beim Bus. Ich besetze und verteidige drinnen einen Sitzplatz fuer uns, waehrend der Nane draussen beim Poebel in der Reihe steht und wartet, bis einer unser Gepaeck aufs Dach ladet. Nach einer Stunde schreit mich einer an, dass wir im falschen Bus waeren und rausmuessten. Also wieder raus, ein anderer Bus faehrt daher und parkt ein. In der Nebelwolke der Abgase erkennt man sein Gegenueber kaum und man erstickt fast. Wieder die selbe Prozedur diesmal ich draussen und der Nane drinnen. Schutzgeld fuer das Gepaeck gezahlt und rein in den Bus. Drinnen ist ein irres Gedraenge von Fahrgaesten und diversem Gesocks, das bettelt, predigt , Leute verabschiedet,&#8230; jeder nimmt sich seinen Platz, auch wenn keiner mehr da ist. </p>
<p>Schliesslich geht die Fahrt los, sehr langsam durch die Satdt raus und auch darueber hinaus. Die ersten 4 Stunden sind eine einzige Baustelle (s werden viele Strassen asfaltiert in Aethiopien) , holprig und staubig bis dorthinaus. Eine echte Tortur, dafuer aber langsam und sicher, sehr langsam! Wir fragen uns, wie wir in den veranschlagten 2 Tagen unser 650 km entferntes Ziel erreichen sollten. Schliesslich schlafen wir wieder ein wenig ein und wachen gerade rechtzeitig aus, als dem ueber unsere Rueckenlehne gebeugten Kind von hinter uns die Speibe aus dem Mund quillt, direkt auf Nanes Sitz. Damit war ja zu rechnen, der Boden war ja schon kurz nach Fahrtbeginn vollgekotzt worden. Die beiden Maenner, die das Kind mit auf der Reise hatten, hatten wohl davor nicht gewusst, dass man einem Kleinkind vor einer tagelangen Busfahrt keine Spaghetti zum Fruehstueck verabreichen sollte&#8230;</p>
<p>Der Nane war vielleicht sauer, gut dass es eine fahrtunterbrechung mit Pinkel- und Fruehstueckpause gab. Diese nutzten wir fuer ein kaltes Cola. Die anderen Leute frassen wie die Wilden hinein, was uns schon etwas zu denken gab. Schliesslich sorgte die kurvenreiche , holprige Strecke schon auf den ersten Kilometern dafuer, dass ein kollektives Kotzen losging, und das ganze Essen fein angesaeuert wieder zu Tage kam. Ein paar hatten den Anstand, aus dem Fenster zu Kotzen, andere rissen nur ihr Maul auf und haben losgelassen (das &#8220;loslassen&#8221; ist ja modern). Einer kotzte erst ewig lang herum, dann hat er sein Gewoelle auf Druck der Mitreisenden mit seinem eigenen Pullover aufgewischt und diesen dann in seinem Gepaeck verschwinden lassen. Der Geruch spottet jeglicher Beschreibung. Doch alle waren wieder guter Stimmung. So eine kleine Krise ist auch fuer die Menschen hier leicht zu ertragen, die sind anderes gewoehnt und auch der Bus bleibt nicht stehen, nur weil ein Drittel der Leute mit der Kotzerei beschaeftigt sind.</p>
<p>Am Abend kamen wir in dem kleinen Nest Dessie an, wo die Nacht verbracht wurde, bevor es am naechsten Morgen wieder weiterging.</p>
<p>Wir  goennten uns ein kleines Fresschen, leider mit sehr schmutzigem Salat garniert. Das veranlasste uns zu einem Besuch einer schmutzigen Schluckbude, wo sich die betagteren Locals gepflegt zwischen gestapelten Bierkisten ein Raeuschchen ansaufen. Wir bestellten einen doppelten Whiskey der Marke Spiritus zur Desinfektion und ein St. George Bier dazu. Dann ab in die Falle, die wir uns mit diversen Parasiten teilten, wie sich in der Frueh herausstellen sollte.</p>
<p>Geweckt wurden wir um 430 durch das wilde Gebruelle, das vom nahe gelegenen Busbahnhof bis in unsere fensterlosen Kaemmerchen schallt. Dort war der Mob schon wieder in voller Aufregung und das Gedraenge um die Sitzplaetze in den Bussen im Gang. Wir putzten uns wieder mal trocken die Zaehne und hetzen aus dem Gaus, damit wir nicht auf der Strecke bleiben wuerden.</p>
<p>Im Bus registrierten wir, dass eine alte, zahnlose , und mit einem eisernen Kreuz bewaffnete Nonne unseren Sitzplatz eingenommen hat. Gottseidank hatten wir den anderen Fahrgaesten am Vortag mit Klopapier zum Speibewischen ausgeholfen, und so hatten wir einige Verbuendete an unserer Seite, die die Nonne mit viel Gezanke und trotz erbitterten Widerstandes auf einen anderen Platz vertrieben. Die Verwuenschungen der Alten gegen uns Ferenji konnte man foermlich im Nacken spueren&#8230;</p>
<p>Nicht nur die Nonne, sondern auch zahlreiche andere Glaubensbrueder und-schwestern zeigten uns, dass die Fahrt in Richtung eines heiligen Ortes weiterging. Von den noch eher urban wirkenden Leuten vom Beginn der Fahrt verschwanden immer mehr, und im Laufe der Fahrt fanden wir uns in einem Bus wieder, der vollgestopft war mit Pilgern. Fast alle waren uralt und sahen extrem ausgezerrt aus. Sehr arme Leute, eingewickelt in dreckige Lumpen, fast wie die Aussaetzigen im Film &#8220;Ben Hur&#8221;. Man sah auch, dass es den wenigen moderneren Menschen nicht passte, was fuer ein Voelkchen da den Bus eingenommen hatte. Die Alten schienen, als wuerden sie mit letzter Kraft einen letzten Weg an einen heiligen Ort antreten. Spindelduerre Glieder, ausgezerrte doerrpflaumenartige Gesichter. Wir hatten aber Respekt, immerhin wissen wir, wieviel diese Menschen im Lauf der Jahrzehnte alles durchgemacht haben. Die schweren Hungerskatastrofen der 70er und 80er, die Unterdrueckung durch die Kommunisten, Krieg und Elend&#8230;unvorstellbar! Und dennoch erwidern sie unser Laecheln, waehrend wir es nicht lassen koennen, unsere Kameras rauszuholen und die atemberaubende Gebirgslandschaft auf Speicherkarte zu bannen.</p>
<p>Irgendwann nach 650 km und ca 28 Stunden Fahrt (die Durchschnittsgeschwindigeit kann sich jeder selber ausrechnen) in 2 Tagen waren wir aber froh, dass wir in Lalibela ankamen. Die Fahrt war das extremste und entbehrungsreichste bisher, hart und erschoepfend. Ausgehungert und muede stiegen wir aus&#8230;&#8221;so wie es sich fuer Pilger gehoert&#8221;, dachten und fuehlten wir. Anders als die anderen Pilger, die sich ihr Lager irgendwo im Freien aufbauten, sind wir in ein Hotel gegangen. Diesmal sollte es nicht die unterste Kategorie sein, da Heilig Abend war und wir keine Lust auf ein Krippenspiel hatten. Wir fanden was adaequates, das Feeling von Bethlehems Stall blieb uns aber doch nicht erspart, weil im ganzen Ort und so auch im Hotel kein Wasser war. Also gingen wir in unseren stinkenden Klamotten zum Weihnachtsmale. Dieses war ordentlich, wir assen bei Kerzenschein und Lagerfeuer auf einer grosszuegigen Terrasse. Ein wuerdiger Rahmen. Wir liessen unsere Gedanken und liebevollen Gefuehle heim zu unseren Lieben schweifen und stellten uns vor wie diese ganz nach Tradition feiern wuerden. Fuer uns war es ein schoener Abend und wir gingen zufrieden aber verdreckt ins Bett, voller Erwartung auf das, was wir in den naechsten Tagen an diesem Ort zu sehen bekommen wuerden. Frohe Weihnachten!</p>
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		<title>Busfahrten durch Aethiopien</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 13:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das Reisen mit Bus, Minibus und Isuzus gehoert in Aethiopien wohl zu den anstrengensten , aber auch bereichernsten Erlebnissen. Schon der Ticketkauf kann zu einer kleinen Odysee werden, fuer die man schon einen halben Tag veranschlagen kann. Es gibt zwar, wie ueberall in Aethiopien, extra dafuer bereitstehende Hustler (erkennbar meist an Arztkitteln in allen erdenklichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Reisen mit Bus, Minibus und Isuzus gehoert in Aethiopien wohl zu den anstrengensten , aber auch bereichernsten Erlebnissen. Schon der Ticketkauf kann zu einer kleinen Odysee werden, fuer die man schon einen halben Tag veranschlagen kann. Es gibt zwar, wie ueberall in Aethiopien, extra dafuer bereitstehende Hustler (erkennbar meist an Arztkitteln in allen erdenklichen Farben und Unfarben), die einen beim Eintritt in den sogenannten Busbahnhof abpassen, aber unbedingt reibungsloser laeuft es trotzdem nicht ab. Mit dem Kauf eines Tickets ist es naemlich noch lange nicht getan. Will man einen einigermassen ertraeglichen Sitzplatz im Bus ergattern, sollte unsereiner mindestens 1 1/2 Stunden vor Abfahrt beim Bus sein (es besteht auch die Moeglichkeit sich einen Jungen von der Strasse extra zum Sitzplatzreservieren, der dann die Zeit bis zur Abfahrt im Bus wartet, zu mieten). Fuer das Gepaeck wird dann natuerlich noch eine extra &#8220;Versicherung&#8221; verlangt. Das Abladen kostet fuer Ferenji wieder ein Trinkgeld.</em></p>
<p><em>Endlich im Bus sitzend, braucht man ein Sitzfleisch so dick wie das Telefonbuch von Wien inklusive Gelberseiten. Da derzeit fast alle Ueberlandstrecken von den Chinesen und Indern neu gebaut werden und so auf neben den zu bauenden Strassen liegenden Gueterwege aqusgewichen wird. Die eher einem von der Sonne ausgetrockneten Feldweg gleichen und den Koerper durchkneten, wie ein Baecker den Brotteig.</em></p>
<p><em>Die Entschaedigung ist aber wahrlich die grossartige Landschaft, die am Busfenster vorbeizieht. Im Sueden eine weite von Schirmakazien, &#8220;Ohrwaschelkakteen&#8221; und aus Australien importierte Eukalyptusbaeumen durchsetzte Landschaft, die von immer groesser werdenden, der Hitze angepassten, Termitenbaukaminen vertikal zerstueckelt wird. Die Fenster im Bus zu oeffnen, stellt auf jeden Fall einen Fehler dar, da der aufgewirbelte Staub sonst die Nasenloecher verschliesst. Egal, der Koerper ist nur mehr Auge und sieht die Rundhuetten, Buckelrind-, Schaf- und Ziegenherden vorbeifliegen und freut sich.</em></p>
<p><em>Anders im Norden. Hier bildete die Kraft des Erdinneren im Zusammenspiel mit der Erosion eine bizarre Tafelberglandschaft, die durch steil abfallende Taeler geteilt wird. Die Huetten sind nicht mehr aus Stangen, Lehm und Stroh gebaut, es koennen die Unmengen an herabgekollerten Steine zum Hausbau verwendet werden. Die steilen Berghaenge sind durchzogen von Terrassen, auf denen vor allem Getreidesorten angebaut werden und die Rinder muessen staendig im Kreis gehen, um das Korn aus den Aehren zu treten. Die Vegetation aendert sich hin zu Wacholder und anderen Nadelgehoelzen. Allgegenwaertig ist immer noch der Eukalyptus, der wegen seines schnellen Wachstums, gerne zur Brennholzproduktion angepflanzt wird.</em></p>
<p><em>Im Bus steht die Szenerie um nichts nach. Auf Grund des schlechten Strassenzustandes und der sich dem Berg hinaufschraubenden Serpentinen, ist es keine Seltenheit Leuten beim Auswurf des Halbverdauten zuzuschauen. Wobei dies immer lautlos von statten geht und man so nicht gewarnt ist, sollte ein Kleinkind einen in den Ruecken speiben. Doch aufgeschreckt durch einen vor uns sich uebergebenden, konnte ich meinen Ruecken doch einigermassen sauber halten und mich einer Konversation mit einem Chad-Kauer hingeben.</em></p>
<p><em>Viele in den Staedten koennen zwar gut englischsprechen, bei den Busfahrten sind diese allerdings weniger anzutreffen. Ausnahmen bestehen hier nach dem Genuss von Chad. Eine in Aethiopien sehr beliebte leichte Droge aus den Blaettern eines endemischen Gehoelzes. Die besten Sorten sollen aus Harar im Osten Aethiopiens stammen, wo auch meiner Meinung nach am exzessivsten Gekaut wird. Jeder auch noch so stille Reisegenosse wird beim Kauen der frischen Blaetter redselig und redseliger. Faengt zu singen an, gestikuliert wild umher und lacht aus vollem Halse. Die Auswahl der besten Blaetter ist ein Ritual und die Gruenverfaerbung der Lippen und Zaehne ein Muss. Da die Blaetter nur frisch gut vertraeglich sind, werden fuer auswaertige Chadkauer die Blaetter getrocknet, zermahlen und als Tee aufgekocht getrunken - Wirkung die selbe. Langanhaltender Konsum fuehrt allerdings zur Verbloedung, mit gleichzeitigem Alkoholkonsum zu noch schnellerer Verdummung und absoluter Antriebslosigkeit.</em></p>
<p><em>Die Pausen bei den bis zu 16 stuendigen Fahrten sind eher rar gesaet und man muss sich das Pinkeln wohl einteilen oder wie Sunny zu sagen pflegt &#8220;If you ever ludl, ludl it good!&#8221;. Auch sind die Pausen wichtig zur Verpflegungsaufnahme, wobei wir nur Kekse und Wasser zu uns nehmen. Die Speibenden aber Injera in sich hineinstopfen, was nach der Pause wieder zum Auswurf der zuvor eingenommenen Speise fuehrt, die dann mit dem eigenen Pullover wieder von Busmittelgangboden aufgewischt wird. Der Pullover kommt danach natuerlich wieder in das gelbe Plastiksackerl, welches als Reisetasche dient, Kleidung ist kostbar. Seltsam, aber so ist es geschehen &#8230; </em></p>
<p><em>Polizeikontrollen gibt es selten, nur bei der Fahrt von Harar nach Addis Ababa wurde unser Minibus mehrmals zwecks Inspektion aufgehalten. Dies deshalb, so wurde mir erklaert, da der Hafen von Djibouti unweit ist und hier die Secondhand-Ware aus Europa eintrifft. Viele Schmuggler versuchen also die gebrauchten Elektrogeraete und vor allem Textilien aus Europa von Djibouti auf dieser Strecke nach Addis Ababa zu schleussen und diese dort mit Gewinn zu verscherbeln. </em></p>
<p><em>Ich unterhalte mich derweilen mit den Chadkauern und bete fuer eine Verdopplung des Sitzfleisches.</em></p>
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		<item>
		<title>Lebensgefahr</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 12:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben ja schon von anderen Leuten gehoert, dass einem die Hyaenen ganz schoen Angst einjagen koennen, schliesslich sind sie ja auch nicht ganz ungefaehrlich und sehen grimmig aus. Aber es haben ja auch schon tausende von Besuchern das Hyaenenschauen in Harar ueberlebt, also warum wir nicht auch.
Wir sind also raus aus der Stadtmauer zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben ja schon von anderen Leuten gehoert, dass einem die Hyaenen ganz schoen Angst einjagen koennen, schliesslich sind sie ja auch nicht ganz ungefaehrlich und sehen grimmig aus. Aber es haben ja auch schon tausende von Besuchern das Hyaenenschauen in Harar ueberlebt, also warum wir nicht auch.</p>
<p>Wir sind also raus aus der Stadtmauer zu einem der beiden Hyaenenplaetze, wo alte Hyaenenmaenner die Tiere nach Sonnenuntergang jeden Tag rufen und dann fuettern.</p>
<p>Wir kommen zu dem Platz , an dem auch ein riesiger alter Baum steht, darunter ein Grab eines alten Muslimgelehrten. Der Platz ist schon hell beleuchtet von einem Touristenauto, das ist gut fuer die Sicht, sagt man uns - eh klar. Ausserdem hoertman seltsame Rufe, mit denen ein Typ die Hyaenen lockt. Diese hoert man auch schon jaulen. Und man sieht auch schon ein paar der buckligen Kerlchen herumrennen. Ein wenig grimmig schauen sie schon aus in der Dunkelheit, aber Angst bekommt man nicht wirklich. Ausserdem steht im Hintergrund ganz diskret einer mit seiner AK47-Automat Kalaschnikoff. Kein Problem also.</p>
<p>Eine Tourigruppe ist auch da, leider Deutsche, die dauernd den Suppenschlitz offen haben, und das Hyaenen-Spektakel kaum beachten, da sie so sehr mit ihrer eigenen Weisheit und deren Weitergabe beschaeftigt sind-typisch!  <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir gehen aber gleich zum Hyaenenfuetterer hin, der den Kerlchen mal mit der Hand , mal mit dem Mund Fleischfetzen reicht. Die Hyaenen sind recht sanft bei der Nahrungsuebernahme und man hat das Gefuehl, dass sie mehr Angst vor uns als wir vor ihnen haben. Dennoch ein eigenes Gefuehl, so einem Viech direkt ins Gesicht zu schauen. Waehrend die anderen Ferenji sich ziemlich auf Distanz halten und wohl auch ein wenig Angst haben, gehen wir in medias res und fuettern die Hyaenen auch ein wenig, aber nur mit der Hand. Eine ganz nette Erahrung. Als der Hyaenenmeister heimgeht, laesst er noch einen Haufen mit Knochen zurueck, auf den sich die Viecher dann in der Dunkelheit stuerzen. Wir bleiben alleine zurueck und schauen uns das an, das Krachen der Knochen zwischen den Kiefern ist recht beeindruckend. Zufrieden gehen wir wieder heim, frueh ins Bett, weil es am naechsten Morgen um 400 Uhr losgehen soll, zurueck nach Addis.</p>
<p>Der aufmerksame Leser wird sich jett wohl fragen, wie es zum Titel dieses Artikels gekommen ist&#8230;die Hyaenen koennen es ja nicht gewesen sein, auch wenn die Erwartung in diese Richtung ging.</p>
<p>Nein, die Todesgefahr ging wieder einmal von der &#8220;Bestie Mensch&#8221; aus, und zwar folgendermassen:</p>
<p>Um 4 Uhr hat uns der Minibus vereinbarungsgemaess beim Hotel abgeholt. Ich hab wieder herumgeraunzt und dieses Mal den begehrten Beifahrersitz ganz vorne mit Arschheizung direkt vom Motor (der ist beim Hiace unter dem Sitz) bekommen. Nicht schlecht&#8230;der Fahrer hat auch einen erfahrenen und vernuenftigen Eindruck gemacht-Tiptop. Wir sind noch eine Stunde durch Harar gefahren, bis alle an Bord waren, neben mir am Mittelsitz hat noch ein junger, aber stoisch und weise wirkender Muslim Platz genommen. Am Ende unserer Stadtrunde kam es dann aber zu einem Fahrerwechsel, und ans Steuer setzte sich ein junges Buerschchen, ca. 20 Jahre alt, voll aufgedreht mit feixend lauter, sich ueberschlagender Stimme herumschreiend. Die Leute aus Harar sind ohnehin als etwas verrueckt verschrien und werden von den uebrigen Aethiopiern dafuer geliebt und gleichzeitig auch gehasst. Schonmal vorausgeschickt, unser Chauffeur war ein besonderes Exemplar, das wurde schon klar, als er die ersten hundert Meter durch die Stadt mit Vollgas durch die bereits im Morgengrauen sehr belebten Stassen gedonnert ist, dass die Menschen nur so auf die Seite gespritzt sind.</p>
<p>Schnell noch ein paar Zicklein (natuerlich lebende, die Ware soll ja frisch ankommen) auf den Dachtraeger gezurrt, und los ging die Fahrt. Die sehr faszinierende und gebirgige Landschaft zog recht rasant an uns vorbei, der Hiace war einer mit guter Motorisierung, und die Tachonadel war bald jenseits wahnsinniger 130. Der &#8220;Fahrer&#8221; schimpfte vorlaut ueber die Fussgaenger, fuchtelte wild teilweise mit beiden Haenden herum und schaute sich die Gegend an, waehrend ich meinen Blick kaum mehr von der Strasse wenden konnte, besonders in den vielen Linkskurven, die wir auf englische aber nicht ortsuebliche Art auf der linken Fahrspur genommen haben. Auch meinem Sitznachbar war die Angst ins Gesicht geschrieben, auch wenn der Verkehr um diese Zeit noch nicht so belebt war und kaum Autos entgegenkamen. Dem Chauffeur machte das Spiel mit der Gefahr einen irren Spass, auf den Geraden errechte die Tachonadel teilweise 170 kmh, etwas zuviel meines Glaubens, aber 150 sind wir bestimmt geblaettert. Der Nane hat hinten gepennt und von dem Wahnsinn wenig mitbekommen. Wer mich und meine Unfallstatistik der letzten Jahre kennt, weiss, dass ich auch gerne aufs Gas steige. Aber das, was ich da erlebt habe, war auch mir zuviel.</p>
<p>Irgendwann kamen wir aus der Gebirgslandschaft ins Flachland und ich freute mich, dass das wohl der Sicherheit auf dem Rest der Strecke zutraeglich sein wuerde. Zeit auch fuer eine Fruehstueckspause. Wir blieben in einem kleinen Kaff stehen, der Fahrer und seine Spiessgesellen (wie ich herausfand auch Fahrer von Minibussen, mit denen wir im Wettstreit um die erste Ankunft in Addis waren) frassen rohes Fleisch, waehrend Nane und ich zusahen, wie ein riesiger, uralter Ziegenbock (ein vierbeiniger) von Tisch zu Tisch ging und sich halbvolle Colaflaschen mit dem Maul schnappte und den Inhalt in seine Kehle rinnen liess- zum Gaudium der ganzen Leute rundherum. Foto folgt.</p>
<p>Der Fahrer hat sich noch ordentlich mit Chat eingedeckt und weiter ging die Fahrt. Er hat sich noch bei mir erkundigt, ob wir mit der Fahrerei eh zyfrieden seien, ich hab nur JaJa gesagt und gehofft, dass es jetzt besser werden wuerde. Doch habe ich die Rechnung nicht mit dem Chat gemacht.</p>
<p>Der Bursche hat sich Zweig um Zweig abgeklaubt und die Blaetter ins Maul gesteckt, die Wirkung blieb nicht aus. Der Verkehr hat zugenommen, der Uebermut und die Risikofreudigkeit des Fahrers auch. Ein wahnsinniger Typ, vollkommen ueberdreht und irre, der jeden normalen Menschen das Fuerchten lehrt, so auch mich. Wohl der Typ des jungen, komplett angstlosen, draufgaengerischen Afrikaners, der ueber viele Jahrzehnte von Diktatoren und Warlords gerne missbraucht und manipuliert wurde und ohne Angst fuer Kost und ein Dach ueber den Kopf in hoffnungslose Missionen vor die gegnerischen Gewehrlaeufe gelaufen ist.</p>
<p>Nur ein kleiner Exkurs: ein aethiopischer Jungsoldat bekommt 200 Birr (15 Euro) im Monat und weiss bei der Rekrutierung schon, dass er wohl durch eine Kugel verrecken wird. Auch die jetztige Regierung ist imer um Scharmuetzel bemueht, damit die Armee beschaeftigt bleibt und keine Putschplaene schmiedet&#8230;</p>
<p>Waehrend der Nane sich wieder ein Schlaefchen gegoennt hat, wie auch die anderen auf den billigen Plaetzen, hab ich den Wahnsinn &#8220;erste Reihe-fussfrei&#8221; serviert bekommen. Viel Knautschzone hat so ein Hiace ja nicht und einen Unfall durfte man sich nicht einmalausmalen. Die schnell vorbeiziehende Landschaft war grossartig und abwechslungsreich, viele Rinder- und  Kamelherden, bunte Menschen verschiedener Staemme, einzigartige Vegetation und Landschaftsformen&#8230;ab und zu ein ausgebranntes Minibuswrack (kein Schmaeh) und hundertfach ueberfahrene Tierkadaver, auch Hyaenen.</p>
<p>Wir sind dahingeblaettert, was geht, der Fahrer ist immer lauter geworden und hat sich ueber die hunderten Leute am Strassenrand und in den entgegenkommenden Autos abgehauen und/oder aufgeregt, die ihm alle den Vogel und/oder den Mittelfinger gezeigt haben. Klare Signale, dass diese Fahrweise auch hier nicht ueblich ist. Ganz im Ernst, wir haben sicher ein paarhundert Autos mit vollem Risiko und Karacho ueberholt, der Gegenverkehr wurde schlichtweg zum Bremsen oder Ausweichen auf das Bankett gezwungen, waehrend wir im umgekehrten Fall keinen Millimeter ausgewichen sind. </p>
<p>Ich hab sehr viel zum Nachdenken gehabt auf dieser Fahrt. Einerseits darueber, was wohl in diesem jungen, vollkommen fehlgelenkten Menschen vorgehen mag. Andererseits bin ich in einen intensiven Dialog mit Bruder Tod gegangen, den ich um Schutz auf dieser Fahrt gebeten habe. Irgendwann habe ich mich dann entspannt und die Sache mit viel Humor und Gottvertrauen voruebergehen lassen. Aethiopien ist ja nach Jamaica und Indien das Land mit der hoechsten Sterberate im Strassenverkehr weltweit. Jamaica habe ich schon ueberlebt, obwohl dort die Mordrate auch noch dazukommt, also dachte ich mir, dass ich wohl auch aus Aethiopien wieder heil rauskommen werde. Fuer den schlafenden Nane hatte ich natuerlich mitgebetet.</p>
<p>In Addis sind wir schliesslich nach 10 Stunden Wahnsinn eingefahren wie typische Landeier aus Harar, ein paar Ziegen am Dach, den Mund voll Chat (der Fahrer, wir nicht, das Zeug schmeckt ja eklig) und eine Gefahr fuer den eigentlich recht gesitteten Stadtverkehr. Ein Umkehrmanoever auf der vollbelebten 4spurigen Stadtautobahn hat uns knapp vor dem Ziel noch fast einen Unfall und hunderte in die Hoehe gestreckte Mittelfinger eingebracht, dann stiegen wir erleichtert aus. Ueberstanden. Dem Fahrer noch schnell alles gute fuer die Zukunft gewuenscht und dann ins Hotel, duschen, essen, pennen. Beim Einschlafen noch den Schutzengeln gedankt und gelobt, dass man in Zukunft mit den langsamen , grossen Bussen weiterreisen werde. Amen!</p>
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		<title>Harar</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 16:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind am Donnerstag Abend Richtung Harar aufgebrochen, der alten ehrwuerdigen Muslimstadt im Osten von Aethiopien, schon nahe bei Djibouti und Somalia.
Wir haben uns entschieden, mit dem Minibus (das sind wie ueberall in der Welt die Toyota Hiace) zu fahren, und zwar ueber Nacht. Das hat man uns empfohlen, weil es komfortabel, schneller und in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind am Donnerstag Abend Richtung Harar aufgebrochen, der alten ehrwuerdigen Muslimstadt im Osten von Aethiopien, schon nahe bei Djibouti und Somalia.</p>
<p>Wir haben uns entschieden, mit dem Minibus (das sind wie ueberall in der Welt die Toyota Hiace) zu fahren, und zwar ueber Nacht. Das hat man uns empfohlen, weil es komfortabel, schneller und in der Nacht kuehler sein sollte. Warum also nicht? Das einzige , was uns weniger getaugt hat, war die Aussicht, um 4 in der Frueh in einer fremden Stadt anzukommen&#8230;</p>
<p>Wir wurden um 7 Abends vom Hotel abgeholt und sind dann erst einmal 3 Stunden in addis herumgefahren, bis alle Passagiere an Bord waren. Ich hatte mir gleich einen Platz in der ersten Reihe erbettelt, da ist mehr Platz als zwischen den Reihen und ich sei ja so gross. Der Nane wurde ganz hinten mit 3 anderen eingepfercht und hat ein etwas laengeres Gesicht gehabt als ich-vorerst. Was ich naemlich nicht beruecksichtigt habe, war, dass in der ersten Reihe noch andere Leute landen wuerden, die als &#8220;big&#8221; eingestuft werden, und big heisst hier fett.</p>
<p>Die Tuer geht wieder auf und es schaut ein Kopftuch mit 2 dicken Augenglaesern bei der Tuer herein, eine sehr beleibte Frau, die sich gleich ohne Ruecksicht auf Verluste foermlich auf mich draufwuchtet, als ob sie mir klarmachen wollte, dass dort, wo sie herkommt, das starke Geschlecht nicht meines ist. Die Frau ist auf mir draufgepickt , wie ich es sonst nur beim Nane zulasse. Mangels jeglicher Koerperspannung hat sie sich frei in den Kurven hin und herwogen lassen, sodass mir in jeder Rechtskurve der Atem geraubt wurde. Und bei jeder Bodenwelle hat sich ihr Arsch weitere wertvolle Millimeter erkaempft, waehrend mein durchgesessenes Hinterteil voll am Rueckzug war. Ich bin dann gottseidank eingeschlafen und erst aufgewacht, weil mir voll heiss war. Hat sich doch ihr massiver Oberarm wie eine maechtige Heizdecke ueber mich geschoben, sodass nicht nur ihre Abwaerme sondern auch Feuchtigkeit und Geruch durch meine und ihre Kleidungsschichten bis an meine Haut drangen. Der Geruch war das haerteste, was ich bisher erlebt habe. Ich hab mir meinen Schal um die Nase gebunden, ds ging dann irgendwie. Trotzdem musste ich die restlichen 5 Stunden an alles Moegliche denken, was in der Hitparade der schlechten Gerueche vorne mitgeigt. Ein hundert Jahr alter Ziegenbock&#8230;das Mausoleum vom Oetzi nach 3 Wochen Kuehlungsausfall&#8230;vergorene Stutenmilch in der Wueste Gobi&#8230;</p>
<p>Irgendwann war aber auch das ueberstanden und wir fuhren nach Harar ein. Draussen war es noch finster, und da lief doch glatt eine riesige Hyaene neben dem Bus her. Harar ist auch dafuer beruehmt, dass dort die Hyaenen jede Nacht in die Stadt kommen, wo sie auch von eigenen Hyaenenmaennern gefuettert werden. Tradition und auch fuer Touristen eine Attraktion, es soll eine besondere Mutprobe sein, den Hyaenen einen Fleischfetzen in die Fresse zu schieben. Natuerlich wollten wir uns das nicht entgehenlassen.</p>
<p>Wir wurden um 4 Uhr frueh aus dem Bus geschmissen, keine Ahnung wo. Gottseidank, als sei es so gedacht, war im Finsteren ein Schild mit der Aufschrift Hotel zu sehen und ein Nachtwaerter machte uns auf. Drinnen empfing uns ein fertiger Typ, der voll auf Chat war (der aufputschenden Nationaldroge, die in Harar besonders gut sein soll) und wohl seit Tagen nicht geschlafen hat. Er steckt uns in ein finsteres Drecksloch, wo wir gleich vor Erschoepfung einschlafen. Draussen heulen die Hyaenen.</p>
<p>Als wir in der Frueh den Saustall sehen, wo wir uebernachtet haben, sind wir gleich Leine gezogen. Der Typ verflucht uns noch mit allem, was ihm einfaellt, weil wir beschliessen zu gehen. Gleich ein wenig weiter, an der historischen Stadtmauer finden wir ein nettes Zimmer.</p>
<p>Dannach gehen wir in die Altstadt. Harar war einmal ein wichtiges Kultur-und Handeszentrum. Einiges weist auf den einstigen Reichtum hin. Gepflasterte Strassen, richtige Haeuser, weiss getuenchte Waende. Aber es ist alles sehr heruntergekommen, ueberall liegen reihenweise die Leute hungernd im Rinnsal, viele Krueppeln, Alte und Kinder schlafen auf der Strasse und haben nichts, als einen zerissenen Stoffetzen, der sie tagsueber vor der Sonne und in der Nacht vor der Kaelte schuetzt.</p>
<p>Dennoch hat die Stadt ihren Reiz. Innerhalb der Stadtmauer gibt es unzaehlige enge Gaesschen , wo man sehr laessig herumstrawanzen kann und immer wieder was entdeckt. Die Leute sind extrem freundlich und nett. Die Haeuschen und Innenhoefe fuer aethiopische Verhaeltnisse recht lieblich. In den Hoefen findet man Graeber von weisen Muslimen vergangener Jahrhunderte, Kamele, Ziegen oder einfach nur ein paar nette Menschen, die freundlich herauswinken.</p>
<p>Nach einem Tag herum wandern ist uns aber auch klar, dass wir die Stadt ausreichend erlebt und gefuehlt haben und wir beschliessen, am naechsten Tag wieder nach Addis zu fahren. Wieder mit dem Minibus, diesmal aber tagsueber, damit wir was vom Land sehen. Also kaufen wir ein Ticket.</p>
<p>Ahja, etwas wichtiges fehlt noch und soll nach Sonnenuntergang in Erfahrung gebracht werden: unsere Begegnung mit den Hyaenen&#8230;</p>
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		<title>Auf nach Harar</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 08:31:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[So, die letzten tage sind wir hier in Addis abgehangen, wei wir die Visa-Geschichten fuer Sudan und Aegypten erledigen wolten. Das Aegyptenvisa brauchten wir dabei nur als Voraussetzung fuer das Transitvisa fuer den Sudan. Die sind naemlich nix heiss auf uns und wollen sehen , dass wir wieder bald ausreisen.
Es kam aber wieder mal anders. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, die letzten tage sind wir hier in Addis abgehangen, wei wir die Visa-Geschichten fuer Sudan und Aegypten erledigen wolten. Das Aegyptenvisa brauchten wir dabei nur als Voraussetzung fuer das Transitvisa fuer den Sudan. Die sind naemlich nix heiss auf uns und wollen sehen , dass wir wieder bald ausreisen.</p>
<p>Es kam aber wieder mal anders. Die Aegypter haben uns von Tag zu Tag hingehalten und verarscht, und als wir gestern am Nachmittag wieder vertroestet worden sind, haben wir beschlossen, dass die sich ihr Visum sonst wo hinpicken koennen und wir auf die Durchreise durch den Sudan verzichten. Wer weiss, wie lange wir noch auf dei beiden Visa warten haetten muessen, und wir haben ja viel anderes vor als nur in Addis rumzusitzen, Kaffee zu schluerfen, uns an der Praesenz der vielen superfeschen Frauen zu erfreuen (als Gott die Schoenheit verteilt hat, muessen die Aethiopierinnen sehr laut &#8220;hier!&#8221; gerufen haben&#8230;) und jeden Tag 2mal umsonst zur Botschaft zu walzeln.</p>
<p>Also haben wir uns in einer 3stuendigen Prozedur einen Flug via Internet gebucht, das ganze haette daheim genau 5 Minuten gedauert. Am 22. Jaenner werden wir von Addis nach Kairo fliegen und uns den Sudan von oben anschauen. Ein bissl schade ist es schon, weil wir ja den Nil entlang reisen wollten und der Sudan ueberaus schoen und die Leute die freundlichsten der Welt sein sollen, wenn man erst am Grenzposten vorbei ist. Aber wer weiss, wozu es gut ist. Unsere Muetter sind bestimmt froh, wenn wir ueber diesen beruechtigten &#8220;Schurkenstaat&#8221; nur drueberfliegen, wo sich Kidnapper, Piraten und anderes Gesindel um die &#8220;Achse des Boesen&#8221; drehen&#8230; <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jetzt kommen wir wenigstens weiter und fahren heute mit einem Nachtbus nach Harar, ganz im Osten von Aethiopien, nahe bei Djibouti. Harar ist die 4t wichtigste Stadt der Muslime nach Mekka, Medina und Jerusalem (danke Ganse fuer die Info) und soll wohl ein ganz spezielles Flair haben.In Aethiopien sind ca. 30 Prozent der Bevoelkerung Muslime, die gibt es hier schon ganz lange und es ist ein sehr friedliches Zusammenleben mit den orthodoxen Christen. Mohammed selber soll ja Aethiopien auch sehr geschaetzt und ausgesprochen haben, dass das Land vom DJihad verschont bleiben sollte. Beim Barte des Propheten&#8230;</p>
<p>Wir werden in Harar so 2-3 Tage verbringen und uns das wichtigste anschauen; dann nach Addis zurueckkehren. Rechtzeitig zu Weihnachten wollen wir von Addis weg sein und gen Norden ziehen, genaugesagt nach Lalibela, dem aethiopischen Jerusalem, wo die beruehmten Felsenkirchen stehen.</p>
<p>So, das waer das neueste.</p>
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		<title>Eindruecke zum Sueden Aethiopiens</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 16:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der suedliche Teil Aethiopiens, speziell das Omo-Tal, war fuer mich eine sehr schoene Erfahrung.
Dank der Vermittlung von good-old Freddy hatten wir Zugang zu den dortigen katholischen Entwicklungshelfern Father John und Father Paddy, die beide perfekte Gastgeber waren und uns vieles zeigen konnten, das Reisende somst nicht zu Gesicht bekommen.
Beide sind zwar katholische Priester, sehen aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der suedliche Teil Aethiopiens, speziell das Omo-Tal, war fuer mich eine sehr schoene Erfahrung.</em></p>
<p><em>Dank der Vermittlung von good-old Freddy hatten wir Zugang zu den dortigen katholischen Entwicklungshelfern Father John und Father Paddy, die beide perfekte Gastgeber waren und uns vieles zeigen konnten, das Reisende somst nicht zu Gesicht bekommen.</em></p>
<p><em>Beide sind zwar katholische Priester, sehen aber die Missionierung zum kathol. Glauben nicht als Ihre wichtigste Aufgabe. Verstaendlich da ueber 40% der Einwohner der aethiopisch-orthodoxen Kirche angehoeren und diese sich nur in wenigen Punkten (manche sagen sogar nur im administrativen Bereich) unterscheiden. Sondern sie wollen vor allem den Leuten hier helfen und die Zuammenarbeit mit den weltweiten Hilsorganisation koordinieren, so z.B. auch mit Freddys ehemaligen Arbeitsgeber Horizont3000. So verfuegen beide auch ueber mehrere Zimmer in ihrer Mission, wo wir auch uebernachten durften.<br />
</em></p>
<p><em>In Dimeka, wo Father Paddy seine Mission hat, waren wir im oertlichen Kindergarten. Die Eltern zahlen pro Monat 20 Birr (ca. 2 Dollar), ist also nicht gratis, da der Wert fuer die dort in Grundkennntnisse zu Geographie und Englisch unterichteten Kinder auch fuer die Eltern ersichtlich sein soll. Ausserdem wird auch dafuer gesorgt, dass die Kinder wenigstens einmal taeglich eine protein- und vitaminreiche Nahrung erhalten.</em></p>
<p><em>Sehr aufregend war auch der Besuch bei der Hamer-Familie von Father Paddy. Die Hamer sind eines der vielen Voelker des Omo-Tales, die noch sehr nach alten Traditionen leben. Father Paddy hat dort zusammen mit der Familie ein kleines  Geschaeft   errichtet, in dem Dinge des taeglichen Bedarfs erstanden werden koennen (Oel, Batterien, Kaffee, Mais, &#8230;). Diese kauft Father Paddy recht billig in der naechst groesseren Stadt und verkauft sie gegen Geld und selbstgemachten Schmuck an die Hamer-Familie. Diese wiederum verkaufen sie im eigenen Geschaeft weiter, haben so Geld neue Lebensmittel zu kaufen und koennen sich einen Teil des Erloeses fuer groessere Investitionen sparen. Noch dazu muessen die dortigen Hamer nicht zur Regenzeit ewiglang in die naechste Stadt gehen, um sich mit Lebensmittel einzudecken.</em></p>
<p><em>Wurden von der Hamer-Familie auch in ihre Rundhuette eingeladen. Die Waende dieser Huetten bestehen aus einem Grundgeruest aus Holzknueppeln, welches  mit Lehm verspachtelt und mit einem kegelfoermigen Strohdach gegen den Regen geschuetzt wird. Der Eingang ist traditionell sehr eng, da so fruehere Feinde nur einzeln eindringen konnten und so leicht ueberwaeltigt wurden. Im Inneren gibt es eine Feuerstelle, aber keinen Kamin. So ist es in der Huette immer sehr rauchig und die Frauen, die das Feuer hueten, leiden oft unter Augenkrankheiten verursacht durch den staendigen Qualm. Positiver Effekt ist aber, dass dadurch Ungeziefer vom Strohdach ferngehalten wird und diese sehr lange Zeit unbeschaedigt bleiben.</em></p>
<p><em>Die Atmosphare in der Huette ist aeusserst angenehm. Es wird Kaffee offeriert und nach einer Zeremonie des Aeltesten, bei der dreimal der Kaffee ausgespuckt wird, um den lebensnotwendigen Regen zu symbolisieren, darf auch getrunken werden. Es ist ein staendiges Kommen und Gehen von Nachbarsfamilien und mit der Uebersetzung von Father Paddy kann auch ein wenig Konversation betrieben werden. Oder man sitzt einfach nur da und erfreut sich am bunten Spektakel in der Rundhuette. Es ist also ein Platz, wo ich zwischenzeitlich ein Teil meines Herzens zuruecklassen koennte, ohne dass es dort irgenwelchen Schaden naehme. Herrlich!</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wartezeit in Addis Ababa</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 16:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, jetzt haengen wir ein wenig in Addis Ababa fest (deutscher Namen Addis Abbeba, kurz Addis), weil wir auf unser Visum fuer Aegypten warten muessen, welches die Voraussetzung ist, um ein Transitvisum fuer den Sudan zu bekommen. Beide Visa waren in Oesterreich nicht zu bekommen. Hier schon, es ist nur eine Frage der Zeit&#8230;Aber schliesslich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, jetzt haengen wir ein wenig in Addis Ababa fest (deutscher Namen Addis Abbeba, kurz Addis), weil wir auf unser Visum fuer Aegypten warten muessen, welches die Voraussetzung ist, um ein Transitvisum fuer den Sudan zu bekommen. Beide Visa waren in Oesterreich nicht zu bekommen. Hier schon, es ist nur eine Frage der Zeit&#8230;Aber schliesslich wollen wir ja als echte Traveller nach Aegypten reisen, das heisst ueber Land. Es gibt eine Eisenbahen, die durch ganz Sudan entlang des Nils geht und direkt bei Abu Simbel in der Naehe endet. Das ist unser Plan.</p>
<p>Unser Plan war es auch, das aegyptische Visum in den angegebenen 24 Stunden zu bekommen, doch leider laesst man uns laenger warten, und auch unser Herumgetschentsche (das verstehen jetzt nur die Kaerntner) hat nichts genutzt. Morgen bekommen wir hoffentlich das Visum, damit gehen wir jdann zu den Sudanesen, die gar keinen Hehl daraus machen, dass sie auf Touristen nicht scharf sind. Mal schauen.</p>
<p>So haben wir heute einen echten Ruhetag eingeschoben, das tut auch mal gut. Lang schlafen, ausgiebige Koerperpflege vom Haarschneiden, Rasieren bis zum Hornhauthobeln auf der Fusssohle. Jetzt fuehl ich mich wieder wie ein Mensch. Den Rest des Tages haben wir bei super Kaffe und Leute beobachten verbracht. Am Nachmittag waren wir noch ein paar Stunden im grossen Park um die St. Georgskirche, der wirklich sehr angenehm und friedlich ist. </p>
<p>Sonst ist in Addis nicht viel zu tun. Gestern waren wir im Nationalmuseum, deren Hauptattraktion das Skelett von Lucy ist. Ansonsten ist es eine irre Rumpelkammer, mit allem moeglichem verstaubten Zeug, das wild und planlos zusammengewuerfelt wurde. Ok, der Thron von Haile Selassie, Kaiserkronen und ein paar prunkvolle Gewaender sind vielleicht auch noch sehenswert. Aber von 3000 Jahren aethiopischer Kaiserdynastien ist letztendlich nicht soviel materiell gesichert worden, viele historisch bedeutende Gegenstaende gingen und gehen immer noch zu Sammlern ins Ausland-illegal, versteht sich!</p>
<p>Die Stadt selber ist pulsierend, mit Umland an die 5 Millionen Einwohner sagt man. Und dass, wo die Stadt erst vor ca 110 Jahren gegruendet wurde, als die Frau des damaligen Kaisers Menelik II, hier herziehen wollte. Die Kaiserin hatte grossen Einfluss und so wurde Addis Ababa gegruendet, was soviel wie &#8220;neue Blume&#8221; heisst. Die Stadt ist gut gelegen, das Klima hier ist aufgrund der 2500 Hoehenmeter angenehm. Der Mangel an Holz wurde durch ausgiebige Eukalyptuspflanzungen kompensiert, das Zeug waechst hier ueberall wie wild.  Im Stadtzentrum wirken  die Leute im allgemeinen recht modern, dennoch zottelt oefter eine Eselsherde vorbei und ueberall liegen Leute im Rinnsal. Die Armut ist schon erbaermlich.<br />
Ein aethiopischer Arbeiter verdient durchschnittlich 30 Birr am Tag, das sind ungefaehr 2,5 Euronen. Die meisten der ueber 80 Millionen Einwohner haben aber keine Arbeit, der wichtigste Wirtschaftszweig ist beiweitem die Landwirtschaft. Hungerprobleme hat es in den letzten Jahren nicht so schwere gegeben, gottseidank. Die Leute hier erinnern sich noch gut an die furchtbaren Katastrophen der 70er und 80er.<br />
Man kann nur hoffen und beten, dass diesem schoenen Land und seinen Menschen eine gute Zukunft vergoennt ist. Aber der Weg dahin scheint unendlich weit&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eindruecke aus Addis Ababa</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=909</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 08:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der doppelten Spontangesundung Joergs bei unserem ersten Stopp hier, der nun hier in Addis einen Vertrauensarzt hat, konnten wir uns der Hauptstadt des Landes widmen.
Addis liegt so auf 1.900m Seehoehe, das Atmen faellt einem aber nicht deswegen schwer, schon eher wegen der schwarzen Rauchwolken der Autoauspuffe und den meist neben den Strassen verbrannten Hausmuell. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nach der doppelten Spontangesundung Joergs bei unserem ersten Stopp hier, der nun hier in Addis einen Vertrauensarzt hat, konnten wir uns der Hauptstadt des Landes widmen.</em></p>
<p><em>Addis liegt so auf 1.900m Seehoehe, das Atmen faellt einem aber nicht deswegen schwer, schon eher wegen der schwarzen Rauchwolken der Autoauspuffe und den meist neben den Strassen verbrannten Hausmuell. Das  Taschentuch nach dem abendlichen Schneuzen schaut dann immer wie eine Kohletablette gegen Durchfall und Blaehungen aus, schwarz wie die mondloseste Nacht in einem fensterlosen Raum.</em></p>
<p><em>Die auf den Gehsteigen meist angebotenen Dienstleistungen, diese dafuer aber in hunderfacher Praesenz, sind das Schuhputzergerwerbe und die Abwaage des menschlichen Gewichts inklusive Hoehenmessung. Habe noch nie so flinke Haende die Schuhe bearbeiten sehen, wie auf den Strassen von Addis Ababa. Rufe, die uns hier staendig begleiten sind vor allem -Hallo, hallo, hallo-, -Birr, Birr, Birr- (die nationale Waehrung) und wenns ganz einfach sein soll nur -You, you, you-. Auch -Ferenji- (heisst so viel wie Auslaender, ist aber nicht abwertend oder gar fremdenfeindlich gemeint, sondern eher einer, der zu Hause eine Gelddruckmaschine besitzt und so ueber mehr Geld verfuegt als Dagobert Duck) wird uns des oefteren nachgerufen. </em></p>
<p><em>Wie in ganz Aethiopien, wo man sogar auf der abgelegensten Landstrasse noch von zig Menschen umringt wird, ist man in Addis auch nie alleine. Es wimmelt nur so von Touristenfuehreren, jeder, der mindestens 12 Jahre alt ist, will uns etwas zeigen oder kennt jemanden in anderen Orten des Landes, die einem etwas zeigen koennen. Dies scheint das dritte grosse Gewerbe zu sein (siehe oen).</em></p>
<p><em>Am besten ist es, sollte man Fragen haben oder Informationen brauchen, sich direkt an Passanten zu wenden. Alle geben bereitwillig Auskunft, sind aeusserst hilfsbereit und zuvorkommend. Wirklich eine Wohltat, so auch viele Englisch beherrschen, da es neben Amharisch die Unterrichtssprache ist. Es wird sogar ungefragt geholfen, wenn z.B. die frisch geroesteten Erdnuesse mit dem braunen Haeutchen von mir verschlungen werden, weisen einen Leute daraufhin, dieses Haeutchen doch bitte nicht zu essen.<br />
</em></p>
<p><em>Die beiden groessten und sehenswerten Palaeste, der Jubilee-Palast von Kaiser Haile Selassie I. und der Gebbi (Regierungssitz von Menelik II., vormals Negus von Shoa), sind seltsamerweise nicht zugaenglich, da in ihnen der Premierminister bzw. der Praesident wohnt. Unser lieber Herr Bundespraesident Heinz Fischer sollte endlich auch in Schloss Schoenbrunn einziehen!</em></p>
<p><em>Sehr sehenswert ist die Gyorgis-Kirche am Menelik II. Square. Hatten das Glueck bei unserem ersten Aufenthalt in Addis mit einem netten Fuehrer diese Kaiserkroenungskirche zu betreten. Ist an sich eine Rundkirche, allerdings in achteckier Ausfuehrung. Die Kirche wird in drei Bereiche gegliedert. Der aeusserste Kreis ist fuer Gesaenge und Gebete reserviert, hier findet man die typischen Instrumente wie die Trommel und das Sistrum, welche zur rythmischen Untermalung der Gebetslieder eingesetzt wurden. Noch ein nuetzliches Utensil ist der Gebetsstock, der zur Unterstuetzung der Moenche und Nonnen unter die Achsel geklemmt werden kann um sein Gewicht nach bis zu 10-stuendigen Gebeten besser verteilen zu koennen. Anschliessend folgt der heilige mittlere Kreis mit grossflaechigen Wandgemaelden zu biblischen Themen und Bilder, die man auch in anderen Kirchen findet, ueber die Lebensgeschichte von Haile Selassie I. (in der Dreifaltigkeitskirche sahen wir direkt rechts neben den Altar sogar ein riesiges Wandgemaelde von der Ansprache Haile Selassie I. beim Voelkerbund - recht seltsam). Der inneste Kreis bildet das Allerheiligste und ist fuer uns nicht zu betreten.</em></p>
<p><em>Werden nun in Addis noch einige Tage verbringen und mal auf unsere Visa warten. Geduldigsein ist eine der ersten Lektionen, die wir am Horn Afrikas lernen muessen, da hier nichts schnell-schnell-geht. Sogar der Kauf eines Bustickets verlangt mindestens einen halben Tag. Wir passen uns an.</em></p>
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		<title>Arba Minch-Addis Ababa</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 18:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben noch 2 nette Tage in Arba Minch auf der katholischen Mission verbracht. Es war ein grosser spass mit den Leuten dort , auch mit den anderen gaesten. Am letzten Tag gingen wir zum grossen festival, wo viele Staemme in traditioneller Aufmachung getanzt und gesungen haben. Schoen zu sehen, wie stolz die Leute auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben noch 2 nette Tage in Arba Minch auf der katholischen Mission verbracht. Es war ein grosser spass mit den Leuten dort , auch mit den anderen gaesten. Am letzten Tag gingen wir zum grossen festival, wo viele Staemme in traditioneller Aufmachung getanzt und gesungen haben. Schoen zu sehen, wie stolz die Leute auf ihre Kultur sind und wie alle gemeinsam feiern. Wir waren so ziemlich die einzigen Weissen bei der ganzen Gaudi, die Leute waren wie immer sehr nett zu uns. So etwas wie Anti-Europaeer-Stimmung gibt es in Aethiopien ueberhaupt nicht, das Land war ja auch nie wirklich kolonialisiert, nur die Italiener haben kurz ihr Glueck versucht.</p>
<p>In aethiopien gibt es 86 ethnien und so war es ein buntes Treiben, das wir auf dem Festival beobachten konnten. Auch aus Kenia sind Staemme angerueckt.</p>
<p>Am letzten Abend haben wir noch ordentlich Abschied von unseren neuen Freunden gefeiert und ordentlich einen abgetrunken. Unter anderem waren wir in einer Tej Beat, so heissen die kleinen dreckigen Saufbuden, wo der Einheimische ganz billig den hausgemachten Honigwein trinkt. Der Tej (sprich Tetsch), so heisst das Zeug, ist echt delikat. Die Laeden sind dafuer echt grausam. Erdboden , ein paar Holzpritschen, ueberall ausgeschuetteter Tej, dass alles stinkt wie ein Studentenkeller am Morgen nach der Party. Der Kellner geht mit einer Riesenkanne um und schenkt jedem nach, der ihn nicht vehement davon abhaelt. Dabei wird auch viel verschuettet, drum stinkt alles. Wir sind zu recht vorgerueckter Zeit in den Laden gekomen, da waren alle schon stockbesoffen. Eine Stimmung, die ich persoenlich ja nicht so mag. Dafuer ist mir der Tej ordentlich eingefahren. Nachdem ich mein kleines Trinkflaeschchen 2mal entleert habe, bin ich schon recht lustig geworden. Angenehme, belebende Wirkung, nicht so wie beim Bier.  Dennoch war ich froh, als die letzte Kanne entleert war und wir die Bretterbude verlassen mussten.</p>
<p>Wir haben noch die ganze Nacht gefeiert, in einer stockfinsteren Bude herumgetanzt und nur nach wenigen Stunden Schlaf wurden wi von Father John mit der Ansage geweckt, dass wir in 5 Minuten mit ihm nach Addis Ababa fahren koennten, so wie wir es am Vorabend vereinbart hatten. Mit mueden Knochen und rissigem, dehydriertem Gaumen haben wir unsere Sachen in den Rucksack gestopft und sind zum Wagen gehetzt. Die Fahrt war superkomfortabel, in unserem Zustand haetten wir eine Busreise nicht ueberleben koennen. John hat uns sicher nach Addis gebracht, 8 Stunden Fahrt durch atembraubende Landschaften, leider viel davon verpennt.</p>
<p>Jetzt sind wir wieder in Addis und warten die naechsten 2-3 Tage auf unsere Visa fuer Aegypten und Sudan. Mal sehen, was fuer ein Mahlgut die demokratischen Muehlen hier ausspucken. Dannach sehen und reisen wir weiter.</p>
<p>Alles Liebe aus Addis Ababa, Euer Joerg</p>
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		<title>Markt in Turmi und die Oednis von Omorate</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 12:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der naechste Tag sollte uns zusammen mit einem Vertreter der orthodoxen Kirche, der in den Projekten viel mit Paddy zusammenarbeitet, weiter in den Sueden Richtung kenianische Grenze fuehren. 
In der Frueh besuchten wir noch zusammen mit Paddy den von der Mission betriebenen Montessori-Kindergarten, wo 70 kleine Kids gegen einen kleinen Geldbeitrag erste Erziehung und Sozialisierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Der naechste Tag sollte uns zusammen mit einem Vertreter der orthodoxen Kirche, der in den Projekten viel mit Paddy zusammenarbeitet, weiter in den Sueden Richtung kenianische Grenze fuehren. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">In der Frueh besuchten wir noch zusammen mit Paddy den von der Mission betriebenen Montessori-Kindergarten, wo 70 kleine Kids gegen einen kleinen Geldbeitrag erste Erziehung und Sozialisierung sowie eine Basisausspeisung bekommen. Fuer nane und mich war es ein Heidenspass bei den kleinen Kerlchen, die uns zeigen durften, was sie so alles draufhaben. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Dannach ging es in den nahegelegenen Ort Turmi, wo der woechentliche Markt stattfand. Viele bunte Menschen, wir die einzigen Weissen, schon etwas komisch fuer uns. Der Markt ist nicht gross und es werden nur ein paar landwirtschaftliche Produkte verkauft. Maenner und Frauen in der traditionellen Kleidung. Barbusige Frauen mit reich verzierten Umhaengen aus Tierhaut und Schmucknarben. Maenner mit Koerperbemalung und Lehmfrisur,…</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Die Leute aus den Doerfern beachten uns nicht soviel, sie sind sehr stolz und gehen ihrem Business nach. Einige fragen nach, ob man sie fotografieren wolle, da es ueblich ist, sich fuer ganz wenig Geld von Touristen ablichten zu lassen. Uns taugt das weniger, weil die Leute beim Posieren sehr steif und eher unfotogen sind. Die wahre Schoenheit sieht man auf den Fotos, die mit dem Zoom entstehen und das normale Geschehen zeigen. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Die Kinder aus der kleinen Stadt sind sehr kontaktfreudig und<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>stehen sehr auf uns. Nane spielt auf einem uralten Krempel Tischfussball mit ihnen, waehrend andere der untergewichtigen Kerlchen wie Spinnen auf mir herumklettern. Sie sind so duenn und leicht, dass 3 davon gleichzeitig auf mir herumturnen, ohne dass ich es wirklich anstrengend finde. Ein grosser Spass fuer alle. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Nachdem wir vorerst genug haben und unser Fahrer noch andere Dinge in der suedlich gelegenen Stadt Omorate zu erledigen hat, machen wir uns auf den weiteren Weg. Auf der ca eine Stunde dauernden Fahrt wird es zusehends karger und trockener, die Vegetation laesst nach, draussen hat es sicher 40 Grad, keine Menschen weit und breit, weil kein Wasser, nur jede Menge Termitenbauten (teilweise 10 Meter hoch) und Wirbelstuerme, die man hier “Dust devils” nennt. Wo kann da noch Leben sein?</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Schliesslich erreichen wir Omorate, dass direkt am Omo-River liegt, der der ganzen Region den Namen gibt. Die Stadt ist so abgefuckt, man glaubt es kaum. Staubig, windig, alles ist nur aus ein paar Holzpruegeln aufgebaut, der kaffebraune Fluss ist sozusagen die Lebensader. Omorate ist der letzte Ort vor der ca. 50 km entfernten kenianischen Grenze. Es treibt sich hier allelei Banditengesindel herum, dass bei Bedarf einfach ueber die Grenze geht und wieder zurueck. Wir gehen auf ein bescheidenes Mittagessen, am Nebentisch sitzen Keniaten, die ruepelhaft hoch drei sind, herumpoebeln und fressen wie die Schweine. Nach dem Essen spazieren wir zum Fluss, wo die Touristen, die sich da herverirren, ueblicherweise eine Ueberfahrt im Einbaum machen. Der Fluss ist extreme trueb, die Leute kommen hierher zum Wasserholen, da es im Ort keinen richtigen Brunnen fuer die Bevoelkerung gibt. Unglaublich und unwuerdig, viele leiden hier an der Cholera und anderen Seuchen. Auf den Strassen sind Betrunkene unterwegs. Wer dem afrikanischen Landleben zu romantisch gegenuebersteht, wird hier gnadenlos auf den Boden der Realitaet geschmettert. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Am Fluss treffen wire in paar Einheimische, die sind sehr wortkarg. Nur ein Taubstummer versucht hartnaeckig mit uns zu kommunizieren, was nach 5 Minuten schon ordentlich zu nerven anfaengt. Die Einbaeume sind krumm wie Bananen und man fragt sich, wie man damit ueber den Fluss, der sicher ueber 100 Meter breit ist, drueberkommen soll. Man wollte uns zur Ueberfahrt ueberreden, jedoch sagten die Leute, dass es drueben eh nichts zu sehen gaebe, also sind wir wieder abgezogen, den taubstummen Laestling im Schlepptau, staendig an meinem T-Shirt zupfend, oh Mann, das nervt!</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Schliesslich hat sich noch ein katholischer Priester zu uns gesellt, der unseren Fahrer kannte und mit uns nach Dimeka mitfahren wollte. Sein Name ist Abba Gosh und er ist gleichalt wie Nane. Frisch abgegangen von der katholischen Priesterausbildung in Nairobi/Kenia sieht er seine persoenliche Mission darin, in dieser abgefuckten Stadt Omorate ohne Geldmittel eine katholische Gemeinde aufzubauen. Er ist auf einem extremen Film drauf, naiv obendrein und will wohl den Maertyrerweg gehen. Die ganze Fahrt lang labert er uns ueber die heiligen Sakramente und die Rolle des Papstes voll, dass uns ganz anders wird. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Am Rueckweg machen wir noch einmal am Markt von Turmi halt. Hier sind schon einige Leute sehr betrunken. Wie die meisten indigenen Voelker dieser Erde sind auch die Staemme hier sehr vom Alkoholproblem betroffen, der Alk ist spottbillig und ueberall zu haben. So wanken auch hier am Markt Besoffene herum und poebeln uns an, eher unschoen. Abba Gosch, der Prediger, zeigt sich sehr arrogant den “Wilden” gegenueber, fuer ihn sind sie wohl wie Tiere, und wir fuehlen uns hier in seiner Gesellschaft eher unwohl. Also sind wir wieder abgefahren. Am Rueckweg nehmen wire ein paar Frauen mit, die HIV haben und in Turmi ihre Medikamente abgeholt haben. Wie in ganz Afrika sind auch hier viele Menschen infiziert, die Organisationen klaeren auf und helfen, sogut es geht. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Wir sind<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>mit dem Tag zufrieden und freuen uns trotzdem auf die Rueckfahrt nach Arba Minch am naechsten Morgen. Wir haben noch ein schoenes Abendessen mit Father Paddy. Er war ein toller und liebenswerter Gastgeber, wie Father John auch. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Uebrigens: die katholische Mission und ihre Projekte (v.a. Gesundheit, Wasserversorgung, Bildung) werden hier auch von der oesterreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstuetzt, ausserdem von der Dreikoenigsaktion. Also schoen spenden, wenn die Sternsinger kommen und ihre Lieder traellern, die Leute machen gute Arbeit da draussen!! </span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Durch den Kontakt zu Oesterreich ist auch ein ORF-Team vor 2 Wochen bei Father Paddy zu Gast gewesen und hat gefilmt; auch bei der Familie, wo wir waren. Die Sendung geht am 1.1.2009 ueber den Aether, auf ORF um 18:00 Uhr. Wer also sehen will, wo wir waren, sollte sich das nicht entgehen lassen und sich gemuetlich vor’s Patschenkino hauen. Ganz ohne Moskitos, andere Laestlinge und Dust-Devils, aber wahrscheinlich auch nicht ganz mit dem speziellen Feeling, das wir da draussen bekommen haben.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;"><a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=4.8333333&amp;lng=36.1&amp;openPostId=912"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a><br />
</span></p>
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		<title>Treffen mit Father Paddy</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 12:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Soweit-sogut, immerhin haben wir uns bis in das kleine Dorf Dimeka vorgekaempft, ohne zu wissen, was uns dort erwartet oder was wir dort zu tun haben werden. 
Wir haben gepennt wie die Murmeltiere und sind so um 10:30 aufgewacht. Als man unsere Lebenszeichen bemerkte, kam die Haushaelterin und sagte, dass wir zu Father Paddy kommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Soweit-sogut, immerhin haben wir uns bis in das kleine Dorf Dimeka vorgekaempft, ohne zu wissen, was uns dort erwartet oder was wir dort zu tun haben werden.</span><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;"> </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Wir haben gepennt wie die Murmeltiere und sind so um 10:30 aufgewacht. Als man unsere Lebenszeichen bemerkte, kam die Haushaelterin und sagte, dass wir zu Father Paddy kommen sollten, der auf der Terrasse sitzt. Wir trafen einen sehr netten, baerenhaften Typen an, ruhig, gelassen, aber sehr kommunikativ und offen. Father Paddy ist auch aus Irland und betreut seit 5 Jahren die katholische Mission in Dimeka. Er gehoert dem selben Orden an wie Father John, eine Kongregation, die Missionen in allen Ecken der Welt betreibt. Paddy war ein sehr beliebter Barkeeper in London, bevor er beschloss, Priester zu werden und in die Welt rauszuziehen.</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Als Freunde von Freddy wurden wir aeusserst warmherzig von ihm in Empfang genommen. Wie auch Father John hat Paddy eine supergute erinnerung an Freddy, dessen berufliche Veraenderung fuer sie anscheinend ein grosser Verlust war, wie sie sagen. </span><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;"> </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Wir sassen auch gleich beim Mittagessen, dass wirklich perfekt zubereitet war, die Koechin ist seit 24 Jahren im Hause taetig und weiss, was der hungrige europaeische Magen so braucht. Paddy machte uns Vorschlaege, was wir da draussen gemeinsam mit ihm oder auch anderen Leuten tun und anschauen koennten. Als erstes, meinte er, sollten wir mit zu seiner Hamer-Familie in einem benachbarten Ort kommen. Die Hamer sind der am weitest verbreitete Stamm im Sueden Aethiopiens und ein sehr stolzes Volk, dessen Lebensgrundlage die Rinderzucht darstellt. Der Ort Dimeka liegt mitten im Gebiet der Hamer. Paddy hatte am Beginn seiner Zeit dort ein laengerfristiges Projekt im nahegelegenen Ort Janko abgewickelt, wo er im Laufe der Zeit in eine ansaessige Familie integriert wurde. Er bekam dort sein eigenes Haeuschen gebaut und verbrachte viel Zeit dort, lernte die Sprache und die Kultur der Leute. Die Familie und den Ort unterstuetzt er bis heute, sogut er kann. So half er zum Beispiel in der errichtung eines kleinen Ladens zur Versorgung der Leute mit dem Notwendigsten mit. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Wir hatten die Ehre und das Vergnuegen mit Paddy zu seiner Familie rausfahren zu duerfen. Er faehrt ein paarmal in der Woche dorthin, diesmal mit einer neuen Waage fuer den Verkaufsladen. Fuer uns sollte diese persoenliche und untouristische Begegnung mit den Leuten die essentielle Erfahrung der Tage im Busch werden. Mittlerweile fahren ja auch schon jeepweise die Touristen da hinaus, um die Menschen der vielen bunten Staemme zu begaffen und zu fotografieren. Wir hatten dank dieses Kontaktes die Moeglichkeit, direkt in das familiaere Geschehen Einblick zu bekommen. </span><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;"> </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Wir fuhren also in das Dorf, das ja in unserem Sinne keines ist, nur ein paar Rundhuetten im Nirgendwo. Sobald wir auftauchten , kamen viele Leute aus der Umgebung daher, um Paddy zu begruessen und uns kennenzulernen. Die Leute sind sehr warmherzig, auch wenn man ihre staendig wiederholenden Begruessungsfloskeln nicht versteht. Paddy zeigte und erklaerte uns den Laden und die Haeuser am Compound. Dann wurden wir in die Rundhuette gebeten, wo das gesamte familiaere Treiben stattfindet. Es hiess dabei Kopf einziehen, da in ca. 1,5 m Hoehe eine Decke als Lagerraum eingezogen ist. In der Huette ist ein kleiner Arbeitsbereich abgeteilt, woe in bestaendiges Feuerchen brennt. In der Huette steht der Rauch, die Decke ist russig, was vor dem Schaedlingsbefall schuetzt. In der Huette ist die Frau die Chefin, waehrend die Maenner draussen auf das Vieh schauen. Wir nahmen auf einer einfachen Lehmbank Platz, die Atmosphaere war sehr gemuetlich, in der Huette ist es angenehm kuehl und dunkel, waehrend draussen die Sonne gnadenlos herunterbrennt. Der aelteste Mann eroeffnete das Zusammensein rituell mit der Segnung des Kaffes, den die Frau in halben Kalebassen direct vom Feuer reichte. Alles folgt dabei strengen regeln, die uns Paddy auch nebenbei erklaerte. Schliesslich nahmen wir einen Schluck von dem eher teeaehnlichen Gebraeu. Sehr gut! Das Gespraech entwickelte sich ungezwungen und natuerlich. Die Leute lachen viel, manchmal fragt man einfach oefter hintereinander, wie es so geht, wie es anderen Leuten geht, nicht viel wirklich wichtiges ist zu redden, man ist einfach nett zueinander. Fuer uns ergeben sich viele Fragen, die gerne beantwortet und uebersetzt werden. Es werden Fotos gemacht, den Leuten taugt es sich selber im kleinen Fernseher zu sehen. Ein junger Mann dreht und wendet die Kamera vor seinem Auge, um dem Phaenomen der bunten Bilder auf den Grund zu kommen…fuer mich lustig zu beobachten.</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">In der Huette herrscht ein staendiges kommen und Gehen von Familienmitgliedern und Freunden aller Altersstufen, alles sehr natuerlich und ungezwungen. Wir fuehlen uns sehr wohl. Auch die Kommunikation ist locker, sagt man was, ist es recht, sagt man nichts- genauso gut. Ganz easy halt. Wir sitzen stundenlang da, haben Spass, und kriegen gar nicht mit, wie die Zeit vergeht. Hinter dem Vorhang liegt eine junge Frau mit ihrem gesunden Neugeborenen, der Vater ist sehr stolz. Ich habe ein kleines Geschenk fuer den neuen Erdenbewohner aus der Tasche gezaubert. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Paddy wickelt noch die geschaeftlichen Dinge ab. Er wird fuer die gelieferten Waren mit Perlenarmbaendern und Geld gezahlt. Die Leute sind sehr sehr stolz auf ihr Kunsthandwerk, Paddy verkauft das Zeug in Irland und laesst das Geld wieder zurueckfliessen..</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;">
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Nach abgewickeltem Geschaeft singt die Familie ein paar traditionelle Gesaenge fuer Paddy und uns. Es werden dabei keine Instrumente gespielt, nur geklatscht. Der Vater beginnt zu intonieren, die anderen Stimmen ein. Dabei wird ein staendig wiederholender Rhythmus gechantet, waehrend die Solisten daruebersingen. Die alte Frau, die bisher nichts gesagt hat, reibt ihre Armreifen rasselartig aneinander und singt inbruenstig. Die Huette vibriert, afrikanische Viration pur, dass es einem die Ganselhaut ueber den Ruecken jagt und die Traenen aus den Augen treibt, so schoen ist es. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;">
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Es laesst sich in Worten nicht beschreiben, welche grosse Qualitaet von Liebe und Familiaritaet (gibt es dieses Wort?) wir in dieser einfachen Huette im afrikanischen Busch erfahren haben. Dankbar fuer diese Begegnung, beruehrt, gefuellt und genaehrt verlassen wir den Ort. Die Leute winken uns noch lange nach. Wir fahren wieder ins Dorf, dem Sonnenuntergang entgegen, der in Afrika schoener ist als irgendwo sonst auf der Welt. Unglaublich, was wir erleben duerfen. Man ist auch nachdenklich und fragt sich, was diese Menschen noch haben, was uns irgendwo im ganzen Theater der “Zivilisation”<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>abhanden gekommen ist. Die Fotos sehen wir uns noch den ganzen Abend an. Wir haben ein geniales Abendessen und nette Gesellschaft von Paddy. In der Ruhe des Abends hoert man noch aus verschiedenen Seiten die Leute im Busch die selben Gesaenge singen, wie wir sie in der Huette gehoert hatten. Es ist beinahe schon kitschig. Dankbar pennen wir in, wissend, dass der Nachmittag unsere essentielle Erfahrung und Begegnung mit dem urspruenglichen Afrika war, die man so gar nicht suchen sondern nur geschenkt bekommen kann. </span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><span style="font-size: 10pt; font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Paddy hat uns einen vielversprechenden Programmvorschlag fuer den naechsten Tag gemacht, den wir dankbar angenommen haben. Auch beschlossen wir, schon am uebernaechsten Tag eine Mitfahrgelegenheit zurueck nach Arba Minch wahrzunehmen, da es klar war, dass wir das wichtigste gesehen und gefuehlt haben. Fuer uns war es nicht wichtig moeglichst viele verschiedene Staemme zu besuchen, wie das fuer die meisten Touristen zutrifft. Wir hatten auch nicht den Wunsch mehr Zeit da draussen zu verbringen, so schoen es auch ist. Als erfahrene Reisende wissen wir, dass wichtige Erfahrungen und Schluesselerlebnisse nicht viel Zeit brauchen und auch in wenigen Augenblicken geschehen koennen. Kein Anhaften, nur ein Abspeichern der Essenz im Herzen! Unser “Erfahrungssack”, wie ich es gerne nenne, wurde an diesem Tag erheblich gefuellt. Vielen Dank den Hamer-Leuten, Father Paddy und dir, lieber Freddy.</span></p>
<p style="line-height: 14.25pt;"><a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=4.966667&amp;lng=36.483333&amp;openPostId=910"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a></p>
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		<title>Arba Minch-Jinka-Dimeka</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 23:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[An die wenigen echten &#8220;Leser&#8221;, die auch ohne Bilder noch Interesse haben: Ihr werdet bemerkt haben, dass der letzte Artikel kursiv geschrieben war. Das ist meine Vereinbarung mit Nane, dass er kursiv schreibt, um gleich seine Artikel zu erkennen. Wir muessen selber erst abchecken, wie wir das mit dem Blog machen, damit wir nicht alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An die wenigen echten &#8220;Leser&#8221;, die auch ohne Bilder noch Interesse haben: Ihr werdet bemerkt haben, dass der letzte Artikel kursiv geschrieben war. Das ist meine Vereinbarung mit Nane, dass er kursiv schreibt, um gleich seine Artikel zu erkennen. Wir muessen selber erst abchecken, wie wir das mit dem Blog machen, damit wir nicht alles doppelt drinhaben, mal sehen&#8230;</p>
<p>Ok, nachdem wir am Montag mit Father John einige Varianten durchgegangen sind, wie wir in das abgelegene Doerfchen Dimeka im aethiopischen Busch zu seinem Kollegen Father Paddy rauskommen koennten, haben wir uns fuer die folgende entschieden.</p>
<p>Wir fahren mit dem oeffentlichen Bus um 5 Uhr Frueh in Arba Minch weg, sind dann ungefaehr 8 stunden unterwegs bis Jinka, einer kleineren Stadt, dort suchen und finden wir einen Typen namens Alemayu in der katholischen Mission, und der hilft uns dann, irgendwie mit einem Privatauto nach Dimeka zu kommen, weil er kennt Gott und die Welt und schuldet dem Father John noch einen grossen Gefallen. Ausserdem wird er sich ueber das Geld freuen, dass wir als Boten fuer ihn im Gepaeck haben werden.</p>
<p>Soviel zur Theorie, und schon mal vorweggenommen: Bis auf Alemayus Freude ueber das Geld ist fast nichts planmaessig eingetreten.</p>
<p>Die Abfahrt hat planmaessig funktioniert. Planmaessig heisst hier nicht zeitgemaess, sondern wie anscheinend ueblich nach einer Stunde Gezanke. Wir hatten wieder einen engen Platz zu zweit. Rundherum war viel Geschrei und Aufregung, gottseidank sind wir gleich eingepennt und erst zur ersten Pinkelpause aufgeweckt worden. Irgendwann hatten wir wieder eine Panne, die Strasse war extrem lausig und es hat uns durchgebeutelt, wieder einmal alles von der Marke &#8220;de puta madre&#8221;. Daneben sahen wir , dass eine neue Strasse gebaut wird, sehr aufwaendig und breit. Wie wir erfragt haben , wird da das ehrgeizige Projekt des Panafrika-Highways gepusht, der von Kairo bis Suedafrika gehen soll und in Aethiopien in den naechsten 5 Jahren bis zur kenianischen Grenze komplettiert werden soll. Gebaut wird von aethiopischen und indischen Firmen (auch die Aethiopier fragen den Inder). Teilweise staunt man sehr, wie mit komplett primitiven Bambusgeruesten ueber fast 100 Meter breite Flussbette Stahlbetonbruecken errichtet werden sollen. Gut, derzeit sind die Fluesse hier ja staubtrocken, nur ein paar Lacken stehen noch herum, wo sich Mensch und Vieh draengt um zu trinken, Waesche und Koerper zu waschen, etc.</p>
<p>Irgendwann sind wir mit dem Bus in der Stadt Jinka angekommen. Gottseidank haben wir keine Karte angeschaut und so haben wir nicht bemerkt, was wir eigentlich fuer einen Umweg gemacht haben. Vollkomen fertig und erschoepft konnten wir uns kaum vorstellen, wie wir jetzt weiterfahren sollten. Dennoch haben wir uns auf die Suche nach dem Herrn Allemayu gemacht, um weiterplanen zu koennen. Nach langem Herumfragen und -suchen haben wir ihn und er uns gefunden. Er wusste , dass wir mit dem Geld kommen werden und so hat er im Dorf gefragt, ob ein paar &#8220;Ferenjis&#8221; (=Weisse) im Bus waren. Die Leute haben ihn den falschen Tip gegeben, und so hat er einen hinkenden Belgier in der ganzen Stadt gesucht, waehrend wir auf seinem Compound auf ihn gewartet haben. Jetzt war er und unsere Hoffnung wieder da. Die Geldstapel sind sehr schnell in seiner Tasche verschwunden, damit auch seine Aufmerksamkeit uns gegenueber. Er meinte, dass es in den naechsten Tagen u.U. keine Moeglichkeit gaebe, nach Dimeka zu kommen, oeffentlichen Transport gibt es sowieso keinen, nur ein paar Isuzu-Trucks, die zwischen den Doerfern verkehren, wo sich dann die Einheimischen hinten draufhauen. Eventuell ergibt sich da mal eine Moeglichkeit, aber besser sei es wohl am naechsten Tag mit dem Bus nach Arba Minch zurueckzufahren und ein Privatauto mit fahrer zu mieten, wie es der normale Tourist hier macht.</p>
<p>Wir waren stinksauer auf den Arsch und sind gottseidank von ein paar superlieben Kids angequatscht worden, die uns weitergeholfen haben. Das waren ein paar 13jaehrige, hoechst geistreiche und clevere Burschen, die besser Englisch koennen als wir und alles wissen, was es da draussen zu wissen gibt. Die haben uns geholfen einen Truck zu finden, der noch am selben Tag wegfahren sollte. Dass heisst zwar, dass man erst bei Dunkelheit ankommt, aber was solls. Besser als in Jinka zu versauern. Der Truckfahrer war ein rauher Bursche, unfreundlich hoch drei, der Preis auch in derselben Potenz. Dennoch schwangen wir uns zu den Einheimischen auf die Pritsche und lagerten unsere mueden Kadaver auf ein paar Erdaepfelsaecke. Vor der Abfahrt wurde noch der rechte Vorderreifen der Marke Glatzolini gewechselt, dann ging es los. &#8220;Beruhigenderweise&#8221; haben wir erfragt, dass der Preis fuer das Mitfahren auf der Pritsche fuer uns Auslaender deshalb so hoch sei, weil die Polizei Kontrollen macht und das Mitfahren nur fuer Einheimische geduldet wird, da die Trucks keinerlei Versicherung haben und dauernd was passiert&#8230;Hm, diesmal aber nicht, beschlossen wir und blieben am Wagen, wie es sich fuer optimistische Fatalisten gehoert.</p>
<p>Die Fahrt ging los, Nane vorne in der Kabine , ich hinten oben. Sauhungrig wie ich war, war ich froh ueber die Banane, die mir eine junge Frau zusteckte, waehrend sie mir ganz neckisch zuzwinkerte, um mich kurz spaeter zu fragen, ob ich nicht heiratswillig ware. Hell no!</p>
<p>Kurz nachdem wir die Stadt soweit hinter uns hatten, dass man nicht mehr zu Fuss zurueckgehen konnte, passierte das, was wohl passieren musste und der frisch gewechselte Reifen, der doch kein neuer war, ging floeten. Verdammt! Der Fahrer signalisierte in Zeichensprache, dass wir zurueck in die Stadt gehen und uns ein Zimmer checken sollten. Stocksauer sind wir in den Sonnenuntergang hineinmarschiert, ohne Aussicht, die Stadt vor Eintritt der Dunkelheit erreichen zu koennen. Irgendwann nach einer Stunde schnellen Marsches ist der Truck neben uns stehengeblieben und hat uns gnaedigerweise unentgeltlich in die Stadt mitgenommen.</p>
<p>Dort haben schon unsere kleinen Freunde auf uns gewartet und uns Trost und Rat gespendet. Nachdem wir ein paarmal hin- und hermarschiert waren, ist derselbe Truck wieder losgefahren, der Fahrer hat uns gezeigt, dass er diesmal einen ganz neuen Reifen hat, und den Preis nachgelassen. Dann sind wir doch mitgefahren, beide in der Kabine, da es in der Nacht kalt werden sollte und die Fahrt planmaessig bis 11 dauern wuerde. Wir haben uns die Plaetze in der Kabine mit einer jungen Frau geteilt und es war saueng. Nocheinmal stundenlang wie die siamesischen Zwillinge aneinanderpicken, durchgeschuettelt werden und sich den Arsch durchsitzen. Aber das werden wir auch noch ueberstehen, dachten wir, und so sollte es auch sein.</p>
<p>Der Fahrer war ja mehr von der unfreundlichen Sorte und konnte auch nur ein paar Brocken Englisch, aber nachdem wir schon eine halbe Stunde pannenfrei unterwegs waren, dachte ich mir, dass es Zeit fuer eine kleine Aufmunterung war. Ich schaute zu ihm rueber, laechelte, streckte meinen Daumen nach oben und sagte &#8220;good car!&#8221;. Er sagte &#8220;Yes&#8221; und laechelte auch- aber nur ganz kurz, denn dann fror sein Laecheln und auch meines ein, als man draussen wieder ein Zischen hoerte. Der naechste Reifenplatzer-was fuer eine Scheisse! Mitten im Busch in der Finsternis galt es also wieder Reifen zu wechseln. Die Typen hinten auf der Pritsche  zeigten jetzt auch ihren Unmut, die Kalaschnikofs, die ein jeder echter Mann hier mithat, blieben aber liegen. Mit unserer Mithilfe wurde der Reifen gewechselt und durch einen noch schlechteren ersetzt. Wir waren uns einig, dass der nicht lange halten wuerde, hatten uns dabei aber geirrt.</p>
<p>Die Fahrt ging ueber Stock und Stein und dauerte ewig lang. Es war, als ob wir unsere Koerper schon aneinander wundgescheuert haben muessten. Teilweise haben wir gottseidank gepennt. Der Fahrer hat sich Khat (die aufputschende Pflanze) reingehauen, was eine bemerkenswerte Wesensveraenderung bei ihm bewirkte. Ploetzlich war er kommunikativ und deutete staendig zu uns her und sagte &#8220;You&#8221; und dannach ein paar Fetzen, die nicht zu verstehen waren. Mit der Mitfahrerin hat er ordentlich Schmaeh gefuehrt, die Stimme ueberschlug sich richtig und er hat sich voll abgehauen. Schliesslich hab ich zu meinem eigenen Wohlgefallen lauten Reggaesound ueber meinen MP3-Player gemacht, was ihm sehr getaugt hat.</p>
<p>Um 1 Uhr nach Mitternacht sind wir in einem Kaff angekommen, das wohl Dimeka sein musste. 2 Polizisten schliefen am Dorfplatz, die Kalaschnikofs unter der Achsel. Die 2 eskortierten uns dann zum Compound der katholischen Mission, wo man uns dann nach kurzer Diskussion Einlass gewaehrte. Schliesslich wusste ja niemand, dass wir kommen, da es da draussen weder Telefon noch Email gibt.</p>
<p>Wir bekamen 2 Zimmer und schliefen nach 20 Stunden Irrfahrt und einer ordentlichen Portion guatemaltekischen Rums aus meinem Flachmann saumuede ein. Was fuer ein Tag! Doch weiss man nach Strapazen wie diesen, dass diese im Normalfall in irgendeiner Form belohnt werden, also waren wir in Vorfreude auf das, was kommen wuerde.</p>
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		<title>Abflug und Ankunft in Addis Ababa</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 15:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nane</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[So, nun beginne auch ich unseren Reiseblog mit Eindruecken und Gschichtln zur hoffentlich allgemeinen Freude zu befuellen.
Am Anfang moechte ich mich bei allen FreundInnen bedanken, die mich mental auf der Reise begleiten und so zahlreich bei unserer Abschiedsparty erschienen sind. Ebenso moechte ich mich fuer die erhaltenen Geschenke, bei dem lieben Freddy, da er unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>So, nun beginne auch ich unseren Reiseblog mit Eindruecken und Gschichtln zur hoffentlich allgemeinen Freude zu befuellen.</em><br />
<em>Am Anfang moechte ich mich bei allen FreundInnen bedanken, die mich mental auf der Reise begleiten und so zahlreich bei unserer Abschiedsparty erschienen sind. Ebenso moechte ich mich fuer die erhaltenen Geschenke, bei dem lieben Freddy, da er unsere Reisebuechse mit einem Rubbellos ueber sagenhafte EUR 500,- auffettete, bei Judith fuer die schoenen Monate mit ihr und natuerlich bei meiner Familie bedanken.<br />
Friede sei mit euch.</em><br />
<em>Der Abflug von Wien war problemlos, da uns Sigird, die Schwester Joergens, zum Flughafen brachte. Die erste kurze Aufregung erlebten wir allerdings am Eincheck-Schalter, wo Joerg vom Flughafenbediensten unmissverstaendlich darauf hingewiesen wurde, sich seine Zaehne zu putzen! Da er durch das Fortgehen am Tag davor noch eine ziemliche Bierfahne hatte und dies bei unseren ersten Zwischenstopp in Cairo nicht so gut ankommen soll. Also Zaehneschruppen und ab in den Flieger. Die Reise kann beginnen!</em><br />
<em>Erster Zwischenstopp in Cairo mit einem siebenstuendigen Aufenthalt am oertlichen Flughafen. Recht interessante Szenerie. Hunderte nur mit zwei Badetuechern, eines um die Huefte, das andere um die Schulter gewickelt und mit weissen Badeschlapfen beschuhte Muslime kommen uns von den Waschgelegenheiten entgegen. Ein Meer von weissen Kleidern geht schnurstracks in die Flughafenmoschee und man ist irgendwie an grosse Saunen in der Thermenregion erinnert. Solche Bilder werden wir nach Aethiopien, wenn es in islamische Laender weiter geht, noch des oefteren zu beobachten haben.</em><br />
<em>Ankunft in Addis Ababa um 2:30 Uhr europaeische Zeit, 8:30 abends laut aethiopischen Zeitverstaendnis. Warten am Flughafen mit unserer Flugbekanntschaft David, ein in Ingolstadt bei Audi arbeitender Aethiopier und quatschen ein wenig. Bekommen erstmals Einblicke in die Landesgeschichte vom Dach Afrikas. Schimpft ueber die kommunistische Aera unter Mengistu Haile Maryam und erzaehlt, wie er sich vor der Rekrutierung zum Militaerdienst im Wald versteckte, um nicht gefunden zu werden. Die Rekrutierungseinheiten hatten anscheinend nur die Vorgabe eine bestimmte Anzahl von Menschen zu finden, egal wer und nach Erreichen dieser Anzahl war einmal Ruhe.</em><br />
<em>Erste Eindruecke von Addis Ababa gibts bei der Fahrt zum Hotel, welches laut oertlichen Aussagen fast so alt ist wie Addis, naemlich an die 100 Jahre (obwohl sich hier in Aethiopien um alles handeln laesst, sogar um das Alter von Staedten und Haeusern - waren auch schon bei 200 Jahren, die wir auf 100 runterhandeln konnten). Im Zentrum von Addis gibt es einige neuere Hochhausbauten und kontrastierend gleich daneben schiefe Wellblechhuetten und vorallem jede Menge halbfertiger Neubauten, die mit Geruesten aus Eukalyptus-Stangen eingepackt sind. In den Loechern der Strassen finden ganze Autos platz, der oeffentliche Verkehr ist aber recht gut organisiert. Aehnlich wie in Guatemala wird der Zielort laut ausgerufen und man kann sich so gleich in den Minibus zwaengen.</em></p>
<p><em>Beziehen standesgemaess ein Hotelzimmer am Platz beim Bahnhof. Dort steht das beruehmte Denkmal mit den Loewen von Juda - Haile Selassie I schau auf runter.</em></p>
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		<title>Safari-Arba Minch Style</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 13:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es nicht wie in Kenia, im Ngoro-Ngoro-Krater oder im Krueger-Nationalpark wird, war uns schon vorher klar, aber kurzum: die safari war eine ziemliche Pleite.
Der Jeep mit Fahrer ist in der Frueh planmaessig aufgekreuzt und wir sind Richtung Park gefahren. 2 Stunden ueber Stock und Stein, es hat uns durchgeschuettelt - de puta madre, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es nicht wie in Kenia, im Ngoro-Ngoro-Krater oder im Krueger-Nationalpark wird, war uns schon vorher klar, aber kurzum: die safari war eine ziemliche Pleite.</p>
<p>Der Jeep mit Fahrer ist in der Frueh planmaessig aufgekreuzt und wir sind Richtung Park gefahren. 2 Stunden ueber Stock und Stein, es hat uns durchgeschuettelt - de puta madre, ich hab mich fast uebergeben muessen. Irgendwann kamen wir dann in die ebene Savannenlandschaft, der Fahrer sagt noch, dass da vorne die Zebras weiden, als die Scheisskarre zum ersten mal stehenbleibt. Der Fahrer macht den Motordeckel auf, und zieht ohne grosse Verwunderung einen gerissenen Keilriemen heraus, der Motor kocht extrem. Wir gehen ein paar Meter voraus, irgendwie ist das Auto wieder flott geworden und wir fahren zu den ersten Zebras, die wir auch freudig fotigrafieren. Hier war dann auch vorerst Endstation, der Reservekeilriemen passt doch nicht, dadurch keine Motorkuehlung und zusaetzlich wird auch die Batterie immer leerer.</p>
<p>Gerade erst bei den Zebras angekommen, heisst es, wir muessen wieder umdrehen und die 2 Stunden Rumpelweg wieder zurueck. Was fuer eine Scheisse. Am Rueckweg bleibt die Karre noch 5-6 mal stehen, muss immer von uns angeschoben werden, und wir brauchen den rest des Vormittages fuer den Rueckweg in die Stadt, auf dem uns unzaehlige Top-LandCruiser problemlos entgegenkommen. Mann, waren wir sauer. Gleichzeitig waren wir uns aber eh nicht mehr sicher, wieviel wir ueberhaupt verpasst haben. Die Zebras sind  hier die Hauptattraktion, und die haben wir ja zumindest gesehen. Dafuer war klar, dass wir vom vereinbarten Preis den Rest nicht zahlen wuerden, schliesslich sind wir nicht auf unsere rechnung gekommen. Ganz im Gegenteil, der Fahrer waere ohne uns da draussen alleine versauert.</p>
<p>In der Stadt angekommen, wollte der Fahrer von uns das restliche Geld haben und wurde auch anstaendig aggressiv, als wir ihm nur den Vogel gezeigt haben. Daraufhin war schon wieder die halbe Halbstarkengang versammelt und hat auf uns und aufeinander eingeschimpft. Wir haben uns aus dem Staub gemacht und sind in unser Quartier zurueckgegangen. Da sind wir jetzt  und trinken ein kuehles Bierchen aus father John&#8217;s Kuehlschrank. Der Nachmittag wird der Entspannung gewidmet. Wir hoffen, dass wir morgen in die Doerfer rausfahren koennen, da wir schon am Sonntag wieder in Arba Minch sein wollen, wo dann so ein grosses fest mit vielen Staemmen stattfindet. Mal sehen.</p>
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		<title>Einstieg ins wilde Afrika-Nechisar National Park Part 1</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 20:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier vor der Tuere von Arba Minch gibt es den Nechisar National Park, der zwar in den wirren Jahren der kommunistischen Zeit recht leer gejagt wurde aber dennoch noch oder wieder einen Besuch wert sein soll. Vor allem soll er landschaftlich schoen sein, und ein paar Zebraherden gibt es auch zu sehen. Ein wichtiger Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier vor der Tuere von Arba Minch gibt es den Nechisar National Park, der zwar in den wirren Jahren der kommunistischen Zeit recht leer gejagt wurde aber dennoch noch oder wieder einen Besuch wert sein soll. Vor allem soll er landschaftlich schoen sein, und ein paar Zebraherden gibt es auch zu sehen. Ein wichtiger Teil des Parks ist auch der angrenzende See hier, einer der grossen Seen des sogenannten Rift Valleys, Teil des afrikanischen Grabenbruches. Organisierte Touren in unserem Sinn gibt es hier so gut wie gar nicht. Vielmehr muss man sich auf der Strasse durchfragen, wie man den Ausflug machen kann, ob irgendwer irgendwen kennt, der einen da hinbringen kann und sich ein wenig auskennt. Wie es in solchen Laendern , wo die Leute alle Geld brauchen, ueblich ist, gibt es gleich zig Experten, die sich gegen ordentliche Bezahlung als erfahrene Fuehrer ausgeben und zur Verfuegung stellen. Die Kunst fuer den Fremden besteht dann darin, zwischen den sich gegenseitig beschimpfenden und als Betrueger bezichtigenden Typen auszuloten, wem man am ehesten sein Vertrauen und Geld schenken koennte. Hier in Arba Minch war es besonders zaeh, und so mussten wir uns einen Tag lang mit laestigen Typen auseinandersetzen, bis endlich ein Ausflugspaket samt Preis fixiert war. Zusaetzlich haben wir 2 junge Italiener aufgegriffen, die mit uns kommen und sich die Kosten mit uns teilen wollten.</p>
<p>Der Ausflug teilt sich in 2 Abschnitte, wovon wir den ersten heute absolviert haben.</p>
<p>Erst gingen wir noch in das beliebteste Dorflokal essen. Heute war besonders viel los, weil Sonntag. Obwohl man sagen muss, dass hier jeden Tag so viele Leute auf der Strasse herumlungern, weil keiner eine Arbeit hat, und man den Unterschied zwischen Wochen- und Sonntag gar nicht so wahrnehmen kann. Waehrend wir uns eine vegetarische Fastenspeise goennten (in Aethiopien wird 2mal pro Woche gefastet), konnten wir die Gebraeuche der echten Maenner am Nebentisch eindruecklich beobachten. Teil des Lokals ist auch ein kleiner Fleischhauerstand, wo riesige Fleischtruemmer am Haken haengen, von denen der Fleischer mit seinem Saebel ordentliche Stuecke herunterschneidet. Teilweise sieht man die huebschen Kellnerinnen kleine Grilloefen mit Fleisch beladen an die Tische servieren. Doch heute haben wir dazugelernt, dass der normale Verzehr anders vonstatten geht. Auch die Afrikaner scheinen auf Fast Food zu stehen, und so sagt man dem Fleischer einfach, welches Stueck man haben moechte. Dieses wird einem dann roh auf den Tisch gebracht, zusammen mit Injera(=aethiopischer Teigfladen) und kleinen Saebeln zum Zerteilen. Wir haben ganz schoen gestaunt und mussten auch wirklich dreimal hinschauen um zu kapieren, dass die Typen sich da einfach die rohen Fleischbrocken mit blossen Haenden zwischen die Kiemen schieben. Gute Zaehne haben hier ja alle. Ein netter Kerl vom Nebentisch, der sich als Tierarzt ausgegeben hat, hat uns gleich gewarnt, das ja nicht zu versuchen, weil unsere Verdauung und Gebiss das niemals aushalten wuerden. Die Verlockung war aber eh nicht da&#8230;das Staunen dafuer umso groesser. Africa crazy!</p>
<p>Wir sind dann Richtung See aufgebrochen um als ersten Teil der Nationalparktour eine Tschinaggelfahrt zum sogenannten Crocodile Market zu machen. Am Weg dorthin versuchten unsere Geschaeftspartner wie ueblich den Preis noch ein paarmal nachzuverhandeln, um besser auszusteigen, haben aber bei mir auf sehr harten Granit gebissen.</p>
<p>Also bestiegen wir das Boot und los ging es, vorbei an Pelikankolonien, einzelnen Krokos und mit Ausblick auf den Nationalpark am Land.</p>
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<p class="MsoNormal">Gleich zu Beginn der Fahrt sind mir an Bord ein paar aussergewoehnlich grosse und interessant aussehende Fliegen aufgefallen, mit grossen, gruenen Augen und gelb gestreiftem Hinterleib. Als eine dieser Brummer am Ruecken des vor mir sitzenden Italieners gelandet ist, hab ich ihm gesagt, er solle doch kurz ruhighalten, damit ich das Teil fotografieren koenne. Ploetzlich ist er zusammengezuckt, weil ihn das Viech gestochen hat. Das ganze hat auch unser bisher schweigsame Kapitaen ruhig beobachtet, was ihn zu seiner einzigen  Aussage auf der mehrstuendigen Fahrt bewegt hat, naemlich &#8220;Tsetse-Fly&#8221;&#8230;Der Kaeptn hat nur gegrinst, Stefano hat wenig zufrieden dreingeschaut, da er auf eine Malariaprofylaxe verzichtet hat.</p>
<p>Der Schock war schnell verdaut, als wir zu einer echt beeindruckenden Krokodilsgruppe kamen, die auf einer Sandbank lagerte. Zig meterlange Krokos, direkt daneben jede Menge gelbschnabeliger Pelikane. Geile Fotos. Eine seltsame Symbiose zwischen diesen Tieren, von der uns nur der Nutzen fuer die Krokodile klar erscheint. Die stehen naemlich so wie die Menschen hier auf das schnelle Fleischchen zwischendurch.</p>
<p>Dannach ging es weiter ins Wohnzimmer der Nilpferde. Zurst sieht man nur deren Ohren, doch wenn man sich naehert, werden die Kerlchen nervoes und tauchen immer oefter auf, um zu sehen, was da los ist. Die schauen super lieb aus, sind aber umso gefaehrlicher. Aus sicherer Distanz haben wir echt gute Fotos gemacht.</p>
<p>Wieder an Land sind wir noch an ein paar Pavianen vorbeigefahren, possierliche Tierchen&#8230;</p>
<p>Zurueck in den Strassen von Arba Minch sind wir gleich von einigen Leuten angequatscht worden (nach nur einem Tag kennt einen hier ja jeder), und wurden aufgefordert, doch ein paar Fotos von den Tieren auf unserer Kamera herzuzeigen. Der Fanclub wurde immer groesser, und als ich dann ein paar Gschichtln von Suedamerika gepresst habe, begleitet von Fotos von Machu Picchu, sind wohl bald ueber 100 Leute um mich rumgestanden, und haben voller Begeisterung Fragen gestellt und meinen Antworten gelauscht. Ein irres Gedraenge, echt. Interessant auch, dass einige der Leute schon doch eine gute Vorstellung haben, wo in der Welt was ist, und was sich in der Geschichte weltweit so abgespielt hat. Der Nane wurde auch voll belagert und irgendwann wurde es uns zuviel. Eine Horde laestiger Fratzen ist uns noch weit nachgefolgt.</p>
<p>Wir haben uns dann mit dem Sammeltaxi davongemacht und sind zu Father John in den compound der katholischen Kirche gegangen, wo wir waermstens mit essen und Bier von einer bereits versammelten, internationalen Gesellschaft empfangen wurden. Hier wohnen wir jetzt dei naechsten Tage in komfortablen Einzelzimmern mit warmem Wasser. Die Mitarbeiterinnen von F. John sind aeusserst charmant. An Freddy konnten sie sich leider nicht mehr erinnern, sorry Junge. Wir jedoch, lieber Freund, danken dir umso mehr fuer diesen kostbaren Kontakt.</p>
<p>Morgen Frueh fahren wir zum Sonnenaufgang in den Nationalpark hinaus, wo wir auf die Sichtung zahlreicher Zebras und Gazellchen hoffen. Die beruehmten Safari-Big5 (Elefanten, Giraffen und co) gibts hier leider nicht mehr&#8230;die sind wohl schon vor ein paar Jaehrchen prominent am Fleischerhaken gehangen.</p>
<p>So, genug geschrieben fuer heute, die Moskitos haben mir unter dem Schreibtisch jetzt die Beine zermartert und meine neuen Krampfadern aufgestochen. Ich gehe jetzt pennen, gute Nacht aus Arba Minch, Aethiopien, Euer Joerg</p>
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		<title>Father John</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 16:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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  Sind heute einen guten Schritt weitergekommen, haben Father John gesucht und gefunden. Den Kontakt zu ihm hatten wir schon von zuhause aus ueber unseren long time best friend Freddy Jackson hergestellt, der hier ein paar Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit der katholischen Mission gemanagt hat. Father John ist ein irischer Priester  und betreut hier [...]]]></description>
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Den Kontakt zu ihm hatten wir schon von zuhause aus ueber unseren long time best friend Freddy Jackson hergestellt, der hier ein paar Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit der katholischen Mission gemanagt hat. </span><span style="font-size: 9pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Father John ist ein irischer Priester  und betreut hier den letzten Aussenposten der Katholiken. Die Kirche hat hier keine echten Mitglieder und missioniert auch nicht, sie versteht sich vielmehr als Entwicklungsorganisation und wickelt Projekte ab. Freddys Absicht uns zusammenzubringen, lag vor allem darin, uns die Moeglichkeit zu geben, untouristisch in das Omotal zu kommen, wo die Kirche Projekte betreut, und dort hautnah ans Geschehen zu kommen, ohne an einer Menschensafari teilnehmen zu muessen.. </span></p>
<p><span style="font-size: 9pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Zu Mittag finden wir also die Kirche, ein  Anwesen mit ein paar simplen Gebaeuden drauf. 2 Jeeps , einer mit oesterreichischer Aufschrift parken im Hof. Die Haushaelterin oeffnet uns die Tuer und schickt uns zu Father John. Wir sind zufrieden, dass er da ist,  da er ja nicht von unserem Kommen wusste.  Wir finden einen eindruecklichen Typen auf der Terrasse sitzen, ein Glas Whiskey in der Hand schwenkend. Father John, ca 45jahre alt, ist sofort sehr nett und persoenlich, freut sich vor allem ueber die lieben Gruesse von Freddy, den er offenbar sehr schaetzt. Er drueckt uns gleich ein Flascherl St. George-Beer in die Hand und stoesst mit uns an, alles ist total nett. Er bietet uns an, dass wir in den naechsten Tagen bei ihm schlafen koennen, heute Abend gemeinsam in der Kneipe englischen Fussball schauen (ganz Afrika steht entweder auf Manchester United oder Arsenal, der englische Fussball ist megabeliebt hier, der oesterreichische weniger), und naechste Woche koennten wir mit seinem Fahrer in das Omotal rausfahren, wo uns sein Kollege Father Paddy weiterbetreuen wird. Das ist fuer uns das Wichtigste und der Grund , warum wir in den Sueden Aethiopiens gekomen sind. Das Omotal gilt als eine der letzten Gegenden, wo man den vielfaeltigen Staemmen in ihrer Urspruenglichkeit begegnen kann. Es wird aber auch immer populaerer, dass Touristen in dieses &#8220;Museum&#8221; rausfahren, und es wir wohl in 10 Jahren schon anders ausschauen da draussen. Also wollen wir es jetzt sehen, und das werden wir auch, das ist jetzt fix, juhui.</span></p>
<p><span style="font-size: 9pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Nach einem feinen Mittagsessen fuehrt uns John noch ein wenig im Jeep herum und bringt uns zurueck zu unserem Hotel. Wir sind voll zufrieden.</span></p>
<p><span style="font-size: 9pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Ein sehr herzlicher und auch cooler Typ, der John. Sein Job besteht anscheinend zu einem gewissen Teil darin, auslaendische Projektsfoerderer und-interessierte zu betreuen, als solche werden wir dann auch gefuehrt. Gleichzeitig sind Schweden und Polen und andere interessante Leute hier. Uebrigens: das Geld, was man den 3 heiligen Koenigen nach ueberstandener Gesangsabnahme bei uns daheim in die Hand drueckt, geht teilweise in die Projekte hierher. </span></p>
<p><span style="font-size: 9pt; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Morgen gehen wir vielleicht zusammen mit ein paar Hollaendern auf eine kleine Safari in den nahegelegenen Nationalpark. Bericht folgt.</span></p>
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		<title>Wir sind hier nicht am Arsch der Welt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 08:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Äthiopien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;aber man kann ihn schon recht eutlich sehen von hier.  
Tja, gestern sind wir mit dem Bus von Addis Abeba nach Arba Minch gefahren. Die letzte groessere Stadt im Sueden von Aethiopien, nahe der kenianischen Grenze und Ausgangspunkt fuer die Touren in das beruehmte Omo-Valley.
Die Busfahrt begann eigentlich um 500 in der Frueh, wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;aber man kann ihn schon recht eutlich sehen von hier. <img src='http://www.ambestenweg.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Tja, gestern sind wir mit dem Bus von Addis Abeba nach Arba Minch gefahren. Die letzte groessere Stadt im Sueden von Aethiopien, nahe der kenianischen Grenze und Ausgangspunkt fuer die Touren in das beruehmte Omo-Valley.</p>
<p>Die Busfahrt begann eigentlich um 500 in der Frueh, wo alle Fernbusse am Busbahnhof losfahren. Als wir dorthinkamen war es noch finster und es gab ein irres Gedraenge von tausenden Menschen, die alle irgendwo hinfahren wollten. Da der normale Aethiopier so eine weite busreise ca. 2 mal in seinem Leben macht, sind die Leute dementsprechend aufgeregt, nervoes und auch gereizt. Unseren Bus haben wir schnell mit Hilfe eines Ordners gefunden, das Gepaeck aufs Dach geladen, der Mafia Schutzgeld fuer unser Gepaeck gezahlt und den Sitz bezogen. Der Bus war eine uralte Kiste aus Italien, die man wahrscheinlich nicht mal mehr bei den alten Don Camillo Filmen zu sehen bekommt. Die Sitzbank von Nane und mir war so schmal, dass mein halber Arsch am Gepaeck im Gang  (=vollgestopfte Plastiksackeln) zur Rast kam. Die Fahrt sollte 10 Stunden dauern, Arba Minch ist ca. 600 km entfernt.  Es dauerte einmal ca 1,5 Stunden, bis sich jeder seinen Platz gesichert hatte und unwillkommene Leute ohne ticket aus dem Bus gepruegelt waren. Da ging es recht hart zu. Im Bus war ein Laermpegel, das nichtmal die Ohrnstoepsel halfen, so aufgeregt waren alle. Die Sitze waren hart, und der Bus war vollgestopft bis aufs Letzte, doch die leute und wir nahemen es mit viel Humor.</p>
<p>Nane und ich sind gottseidank sofot eingepennt. Nach 3 Stunden erster Stopp in einer kleinen Stadt. Dann lange kein Stopp, ich muss schon dringend pinkeln, endlich bleibt der Bus nach 5 Stunden stehen. Es stellt sich jedoch heraus dass es ein technisches Gebrechen ist, gottseidank mitten in einer kleinen Stadt, wo man sich auch was zum essen checken kann. Es ist irre, wie schnell 100e von Leuten da sind, um uns und unsere Panne zu beobachten. Wir Ferenjis (+Weisse) waren die Hauptattraktion, eh klar. Vor alem die Kinder sind nicht scheu und ssehr lustig, so hatten wir viel Spass mit denen und ein paar legendaere fotos gemacht. Alle Bettler und Behindrte des Ortes komen aus ihren Loechern um einen anzuschnorren. Die Erwachsenen sind zurueckhaltender und beobachten einen aus der ferne, nur wenige nutzen die Moeglichkeit zum Englischueben und quatschen mit uns.</p>
<p>Die Leute sind immer sehr stolz, wenn man ihnen sagt, wie beruehmt Aethiopien ist, und dass jeder dn Haile Selassie kennt. Der alte Kaiser ist immer noch - oder wieder mehr - Symbol fuer den Nationalstolz der Aethiopier.</p>
<p>Waehrend wir mit den zig Kindern gebloedelt haben, haben unzaehlige Hobbymachaniker den Bus auseinandergenommen, herumdiskutiert, geschimpft, fast gerauft und eigentlich keinen Plan gehabt. Die batterie wurde gewechselt und irgendwann nach 2 Stunden ist die Kiste wieder angesprungen. Uns hat die Zwangspause voll getaugt, die Kinder haben uns mit viel Spass und kindlicher Energie angesteckt. Ausserdem konnte ich mir die (geschwollenen) Fuesse vertreten.</p>
<p>Wir winkten aus dem Fenster und fuhren weiter, nur um eine Stund spaeter einen Platten zu haben. Wieder Paue, rechtzeitig zum Sonnenuntergang mitten in der Pampa. Auch hier, wo zuerst niemand zu sehen war, sind ploetzlich zig Menschen um uns herum, Kinder albern herum, beruerhen uns, um zu sehen, wie sich die weisse Haut mit den Haaren drauf so anfuehlt. Wieder laessige fotos gemacht. Platten gewechselt und weiter gehts.</p>
<p>Anscheinend sind solche Pannen eh eingeplant, die Leute gehen auch cool damit um&#8230;wir sowieso. Ein eigener Mechaniker ist mit an Bord. Nur hatte der sich de Tag angenehmer vorgestellt, das war schon zu sehen. Schon beim ersten Stopp hatte er sich mit Saecken von Khat (das ist die eine Art Nationaldroge, Blaetter mit leicht narkotischer Wirkung, die man kaut und einem den noetigen Kick fuer politische Diskussionen und anderen Pallawer geben) Der Mechaniker hat das Zeug unaufhoerlich in sich hineingestopft und war auch schon recht high und uebermuetig, als es zur ersten Panne kam und er sich in den Overall und weiter uter den Bus schmeissen musste. Das Gesicht hat Baende gesprochen. Nach der ersten Panne hat er sich wieder eine ordentliche Dosis genehmigt, in der Hoffnung dann sine Ruhe zu haben, leider Pech gehabt. Der gewechselte Reifen war der glatzigste, den ich je sah.</p>
<p>Sehr spaet sind wir in Arba Minch angekommen, bei einer irren Hitze, Ungeziefer und den Hustlern, die schon auf uns warteten, um uns alles Moegliche aufzuschwatzen und das Geld aus den Taschen zu ziehen. Wir haben uns ein Hotel gecheckt, waehrend der &#8220;Fanclub&#8221; hinter uns her war, und warebn echt froh ueber die geschlossene Tuere und die Dusche.</p>
<p>Ein wohl typischer afrikanischer Reisetag geht zu Ende, einfach irre! Irre lustig, interessant, aber auch irre anstrengend. Witzig auch, wie sich ueber die Stunden der Fahrt und der Pannen eine Leidensgemeinschaft im Bus gebildet hat, eine Familie, deren exotischste Mitglieder sicher wir waren.</p>
<p>Heute werden wir Father John suchen, einen irischen Missionar, der uns von Papa Freddie vermittelt wurde und uns eventuell mit in das Omotal nehmen kann. Mal sehen.</p>
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		<title>Der Stachel ist raus und die Loewen ziehen weiter</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 14:09:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Yaman, ich bin ja wohl ein stolzer Loewe, und das mit dem Heimkommen wegen meiner Tatze war eher theoretisch gedacht. Dennoch muss man sich manchmal helfen lassen, soviel hab ich ja auch schon gelernt. Schliesslich kenne ich die Geschichte mit der Maus und dem Loewen, der sich einen Stachel eingetreten hat.
Deshalb bin ich heute mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Yaman, ich bin ja wohl ein stolzer Loewe, und das mit dem Heimkommen wegen meiner Tatze war eher theoretisch gedacht. Dennoch muss man sich manchmal helfen lassen, soviel hab ich ja auch schon gelernt. Schliesslich kenne ich die Geschichte mit der Maus und dem Loewen, der sich einen Stachel eingetreten hat.</p>
<p>Deshalb bin ich heute mit dem angeschwollenen Fuss auf Arztsuche gegangen, schliesslich wollen wir mit gutem Gefuehl in die Pampa rausfahren, wo es nur Medizinmaenner gibt. Erste Anlaufstelle war bei allem Stolz die deutsche Botschaft, oesterreichische haben wir keine gefunden. Dort ist trotz abgelaufener Oeffnungszeit ein blonder Engel bei der Tuer herausgekommen, die uns wenige Minuten spaeter eine Adresse eines angeblich guten Arztes gebracht hat.</p>
<p>Beim Arzt musste ich erst durch das Standardprozedere, der Vorbehandlung durch die Assistentin, durch. Das heisst, Messung von Blutdruck, Gewicht, Groesse und der Koerpertemperatur. Die Messergebnisse waren soweit nicht beunruhigend (vor allem die Groesse nicht, das Gewicht schon eher). Die Temperatur von 36,1 Grad wurde als nieder eingestuft, die Ursache dafuer im Wetter gesehen, welches hier tatsaechlich nicht so heiss ist wie erwartet.</p>
<p>Der Arzt war gut drauf und hatsich mein Bein mit meinem aufgrund der Infos im Lonely Planet aufgekommenen Verdacht auf Thrombose angeschaut und sofort entwarnt, nachdem er alles genau angeschaut und abgefragt hat. Es sei wohl ein ordentlicher Bluterguss, den ich mir da beim verkeilten Schlafen im Flieger zugezogen habe. Wahrscheinlich ist mir wie so oft eine Stewardess mit dem Servierwagen gegen die im Gang geparkten Extremitaeten gedonnert.</p>
<p>Also kann die Reise uebermorgen lustig losgehen und wir heute beruhigt ein Bierchen unserer Stammmarke &#8220;St. George&#8221; nehmen. Ausserdem werd ich mir in den naechsten Tagen meinen Bluterguss einschmieren, dann gehts schon wieder, schaetze ich. Entwarnung also und vorlaeufig kein Wiedersehen daheim.</p>
<p>Abseits dieses kleinen Theaters erleben wir viel Interessantes. Es taugt uns, wie nett die Menschen sind, und was fuer einen Spass man hat. Die meisten jungen Leute hier in der Stadt koennen ein bisschen Englisch. Gestern haben wir aethiopisch gegessen. Das heisst Injera (Fladen) mit reichlich Fleisch und Gemuese. Das Fleisch war zu flachsig fuer mich. Interessant ist ja, dass man mit der Hand isst, der Injera dient als Besteck und Beilage gleichzeitig. Es gibt soviele Regeln, wie zu essen ist, dass man zwangslaeufig von einem Fauxpas in den naechsten kommt. Aber das wird uns wohl verziehen.<br />
Der Kaffe hier schmeckt sensationell, besser als in Italien. Kommt ja auch von hier. Jetzt gehen wir dann italienisch essen, zur Feier des Tages.  </p>
<p>Emmanuel-I, Selassie-I!</p>
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		<title>Addis Abeba-Aethiopien</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 09:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Abschiedsfeiern waren intensiv und schoen. Was fuer einen freudigen Abend hatten wir am Freitag im Kreis unserer lieben Freunde. Danke an alle, die gekommen sind oder im Gedanken dabei waren. Ich habe an diesem Abend viel Liebe erfahren. So sehe ich mich in einer grossen Familie von Liebenden und Geliebten gut aufgehoben. Ein schoener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Abschiedsfeiern waren intensiv und schoen. Was fuer einen freudigen Abend hatten wir am Freitag im Kreis unserer lieben Freunde. Danke an alle, die gekommen sind oder im Gedanken dabei waren. Ich habe an diesem Abend viel Liebe erfahren. So sehe ich mich in einer grossen Familie von Liebenden und Geliebten gut aufgehoben. Ein schoener Abschied mit schoenen Ueberraschungen (Maya, Tante Gitti, Hans, Wachty..) und Geschenken ($Freddie$,..). Der letzte Abend brachte mir wenige Stunden vor der Abreise noch eine ganz besondere Begegnung (you know who you are.) Bis bald an alle!</p>
<p>Also gehts los nach Aethiopien. Ein lang gehegter Wunsch geht mit dieser Reise in Erfuellung. Der Flug war sehr angenehm, die Ankunft auch. Wir sind in der Frueh in die Stadt gekommen und haben uns bald mal auf Erkundungstour gemacht. Ueberall sind die Leute sehr sehr freundlich und offen. Darueberhinaus sind sie einfach von grosser aeusserer Schoenheit, regelrecht ein Genuss.In der Stadt fuehlt man sich sicher und wohl.</p>
<p>Natuerlich sieht man auch viel Armut, ueberall sind Bettler und verkrueppelte Menschen im Rinnsal. Das Land leidet sehr unter der grossen Armut, die auch noch zu einem grossen Teil von den schweren kommunistischen Jahren herruehrt. So gibt es viele Maenner, die im Krieg verstuemmelt wurden, und um die sich jetzt keiner mehr schert.</p>
<p>Ich selber muss auch ein wenig leiden. Bin mit geschwollenem und schmerzendem Fussgelenk angekommen. Hab mir zuerst nicht viel dabei gedacht, aber werde jetzt heute einen Arzt suchen, da meine Aufmerksamkeit gestern auf die Moeglichkeit einer Thrombose gekommen ist. Das wuerde mit den Symptomen zusammenpassen und auch im Flugzeug leicht entstehen koennen, wo ich stundenlang regungslos und eingeklemmt gepennt habe. Also suchen wir jetzt einen Arzt aus Europa, der mir was gescheites erzaehlen kann. Sorgt euch nicht, es wird nichts riskiert. Wenn ich mich unsicher fuehle, komme ich kurz heim und lass mich behandeln. Bitter waere das aber schon, so sehr freue ich mich aufs weiterreisen durch dieses Schoene Land.</p>
<p>Gestern war ein besonderer Tag. Am Feiertag meines Namenspatrons, des heiligen Georgs, sind wir zu Kathedrale gepilgert, die ihm geweiht ist, die wichtigste Kirche in Addis Abeba. Ueberhaupt ist der Heilige Georg hier DER Nationalheilige seit jeher. Die Kirche wurde von Kaiser Menelik Ende des 19. Jahrhunderts gebaut, nachdem die Aethiopische Kriegerarmee mit traditionellen Waffen eine italienische Uebermacht besiegen konnte. Der heilige Georg ist auch der Schutzherr der Krieger. Wir wussten ja nichts von diesem Feiertag und sind nur an deshalb gestern raufgegangen, weil ich nach dem Mayakalender auf AJPUU, meinem Geburts-Nahual, hingehen wollte. Aber schon am Weg zur Kirche sah man, dass ein grosses Spektakel stattfindet. Tausende Pilger, ein bunter Haufen, wir die einzigen Bleichgesichter. Die Leute selber gehen nicht in die Kirche, diese ist auch gar nicht dermassen gross. Vielmehr findet alles im Freien statt. Ein grosses Teaching von Priestern und Priesterinen fuer das tief glaeubige Volk der ethiopisch orthodoxen Kirche, der die Mehrheit der Bevoelkerung angehoert und die sehr alten Ritualen folgt, die weit bis an den Ursprung der Christenheit zurueckgehen. Man sagt, dass die aethiopische Kirche dem Urchristentum nach am naechsten ist.</p>
<p>Ueberall waren die Leute im Gebet, die Kirche wird rundherum abgekuesst. Wir sind in den Genuss eines besonderen Privilegs gekommen. Fuer ein paar Euro hat uns ein Fuehrer die Kirche von innen gezeigt. Nachdem wir uns durch eine Schar von Bettlern durchgekaempft und -bezahlt haben, wurden wir eingelassen und konnten bis auf das allerheiligste, wo eine Kopie der Bundeslade drinliegt, alles besichtigen. In der Kirche wurde auch Haile Selassie, der letzte Kaiser, am 2. November 1930 gekroent, ausserdem seine Vorgaengerin, eine junge Kaiserin, deren Namen ich jetzt nicht kenne.</p>
<p>Der Fuehrer hat uns einiges gezeigt, dann habe ich mir ein paar ruhige Minuten erbeten, um in die Ruhe und das Gebet zu gehen. Es war sehr ergreifend, alleine in der Stille des Hauses meines Namenspatrons, der mir gut bekannt ist, zu sein, waehrend von draussen die Gesaenge der tausenden Pilger zu hoeren waren.</p>
<p>Voller Freude zogen wir ab, nachdem wir noch einwenig dem Zeremoniell beigewohnt waren.</p>
<p>Jetzt gehen wir Doktor-suchen. Ich hab ein gutes Gefuehl, dass mir geholfen wird. Haltet mir die Daumen bitte. Dem Markus aka Nane geht es prima, auch wenn er ein wenig mit mir mitleidet.</p>
<p>Mit Fotos uploaden ist hier einmal nichts, www zu langsam. Neues wird es aber wieder bald geben.</p>
<p>Fuer alle, die mit Markus mailen wollen: Der hat einen neue email, die da lautet:</p>
<p><strong>mdaniczek@gmail.com </strong>zur gefaelligen Verwendung</p>
<p>Love, Joerg</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=9.0084&amp;lng=38.7575&amp;openPostId=865"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Show on map</a>
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		<title>Ihr Kinderlein, kommet&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 23:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der veranstalterseitig Zustaendige (keine Namen) zwar oertlich anwesend war aber seiner Aufgabe und Verantwortung fuer die Organisation eines Abschiedsabends aufgrund anderwertiger Taetigkeiten (keine Details) wochenlang nicht nachkommen konnte, habe ich kurzerhand nach meiner Heimkehr ein erweitertes Organisationskommittee ins Leben gerufen, und so konnte trotz des ueberall beginnenden Weihnachtstaumels gerade noch eine wuerdige Stallung fuer unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der veranstalterseitig Zustaendige (keine Namen) zwar oertlich anwesend war aber seiner Aufgabe und Verantwortung fuer die Organisation eines Abschiedsabends aufgrund anderwertiger Taetigkeiten (keine Details) wochenlang nicht nachkommen konnte, habe ich kurzerhand nach meiner Heimkehr ein erweitertes Organisationskommittee ins Leben gerufen, und so konnte trotz des ueberall beginnenden Weihnachtstaumels gerade noch eine wuerdige Stallung fuer unsere vorlaeufig letzte Aesung an einer heimischen Krippe mit entsprechend ausgestatteter Traenke gefunden werden.</p>
<p>Am Freitag, den <strong>28.11</strong>., gibt es also fuer alle die Moeglichkeit zum <strong>Abschiedfeiern</strong> bei Speis und Trank mit Nane und mir, und zwar im <strong>Cafe Europa</strong> in der Zollergasse 8, im 6. Wiener Bezirk.</p>
<p>Reserviert ist ab 19:00 im hinteren Raum, die Plaetze sind beschraenkt, wer zu spaet kommt, mit dem stossen wir dann gerne im Stehen an.</p>
<p>Bitte außer Zeit, Freude, Hunger und Durscht nichts mitbringen, unsere Rucksaecke sind schon knackig vollgepackt. Nane und ich freuen uns auf Euer kommen.</p>
<p>Euer Joerg</p>
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		<title>Nachtrag : Minen von Potosi</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 23:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Minen von Potosi waren der furchtbarste Ort, an dem ich jemals war. Mein Bericht kam ja ohne Fotos, wil mir die Kamera geklaut wurde. Dennoch scheinen meine Schilderungen meine Eindruecke so widergegeben zu haben, dass sich so mancher seine eigene Vorstellung von dem Graeuel machte.
Hab aus dem Netz ein paar Fotos ausgeliehen, um zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Minen von Potosi waren der furchtbarste Ort, an dem ich jemals war. Mein Bericht kam ja ohne Fotos, wil mir die Kamera geklaut wurde. Dennoch scheinen meine Schilderungen meine Eindruecke so widergegeben zu haben, dass sich so mancher seine eigene Vorstellung von dem Graeuel machte.</p>
<p>Hab aus dem Netz ein paar Fotos ausgeliehen, um zu zeigen, wie es dort aussieht, und stelle diese ohne weitere Kommentare hierher.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-846" title="2212477437_f1b3a6db5e" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/2212477437_f1b3a6db5e.jpg" alt="" width="500" height="336" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-847" title="267966293_52e195d9b7" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/267966293_52e195d9b7.jpg" alt="" width="500" height="374" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-848" title="2551368857_a3282e9f21" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/2551368857_a3282e9f21.jpg" alt="" width="500" height="335" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-849" title="2412930553_7019c4a517" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/2412930553_7019c4a517.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-850" title="80447904_2bd38ff963" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/80447904_2bd38ff963.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-851" title="777577825_e95c4bd337" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/777577825_e95c4bd337.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-852" title="2132743495_0c11e5bb15" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/2132743495_0c11e5bb15.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-853" title="76248079_00d7347b8e" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/76248079_00d7347b8e.jpg" alt="" width="375" height="500" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-854" title="777582059_a5d448dd0f" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/777582059_a5d448dd0f.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-19.58297&amp;lng=-65.756081&amp;openPostId=845"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Heimkehr!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 22:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fliegerei ging reibungslos, hab wieder durchgeschlafen wie ein Guatemalteke im Bus.
Nach ca 20 Stunden Busfahrt, Warterei auf Flughaefen und Fliegen sind wir in Muenchen gelandet. Gunti hat ja das Auto in der Garage geparkt und so freute ich mich auf eine zuegige Heimreise. Etwas verdaechtig war dann aber doch, dass der Gunti am Weg zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fliegerei ging reibungslos, hab wieder durchgeschlafen wie ein Guatemalteke im Bus.</p>
<p>Nach ca 20 Stunden Busfahrt, Warterei auf Flughaefen und Fliegen sind wir in Muenchen gelandet. Gunti hat ja das Auto in der Garage geparkt und so freute ich mich auf eine zuegige Heimreise. Etwas verdaechtig war dann aber doch, dass der Gunti am Weg zur Garage nebenbei bemerkt hat, dass er hofft, dass sein Auto auch anspringt, hatte er doch oefter erwaehnt, wie zuverlaessig sein alter Mitsubishi Colt doch ist. Sollte es etwa doch nicht so sein?</p>
<p>Wir beladen das Auto, steigen ein und prompt startet die Kiste nicht! F#*k! Ein eisiger Wind blaest durch die Garage, dass mir schon die Eiszapfen aus der rinnenden Nase wachsen. Motorhaube aufgerissen, Benzingeruch wahgenommen, die Kiste ist wohl abgesoffen! Nach zaghaften Versuchen, meine alten Vespa-Mechanikerskills auf die alte Rostkiste umzumuenzen, beschliessen wir, den ADAC zu rufen. Nach 2 Stunden Wartezeit sind wir durchgefroren bis auf die Knochen. Der Adac kommt mit einem Abschleppwagen, was uns etwas uebertrieben vorkommt. Auf die Frage, ob er nicht kurz reinschauen will, was da los ist, meint der ADAC-Mann, dass er ja gar kein Werkzeug mithat, das war ja echt das Schaerfste! Schliesslich hat er mit Guntis Schraubenzieher noch zaghafter als wir zuvor herumgeklopft und gemeint, dass da nichts zu machen sei. Ein Buschauffeur in Guatemala haette uns da wohl bessere Hilfe geleistet.</p>
<div id="attachment_838" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-838" title="p10207121" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p10207121.jpg" alt="leicht ernuechtert" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">leicht ernuechtert</p></div>
<p>Wir haben uns aber dem Schicksal ergeben, die Karre aus der Garage geschoben und mitangeschaut, wie sie auf den Abschleppwagen gezogen wird. Bei einer Werkstaette in der Naehe wurde in einem 2stuendigen Manoever ein Zustand des Wagens herbeigefuehrt, der ein eher stotterndes Vorwaertskommen &#8220;bis auf weiteres&#8221; und ohne Heimkommgarantie ermoeglichen sollte, hiess es. Wir hatten eh keine andere Wahl, als vertrauensvoll einzusteigen&#8230;</p>
<p>Ich bin sofort wieder eingepennt, der Gunti hat uns mit mueden Augen tapfer bis nach Lienz gebracht, das Auto hat auch durchgehalten. In Lienz gab es ein schoenes Wiedersehen mit meinen Freunden Laila und Sepp und mit meinen lieben Eltern, die mich abholten. Schoen zu sehen, dass es ihnen gutgeht!</p>
<p>Ich war ja erstaunt, als ich von meinen Eltern gehoert habe, wie viele Leute mit wie grossem Interesse meine Reise mitverfolgt haben. An dieser Stelle danke ich allen, die mich mit ihren guten Gedanken und mit Wohlwollen begleiten, meiner engeren und weiteren Familie und Freundeskreis!</p>
<p>So gemuetlich es daheim ist, sitze ich schon wieder auf Nadeln und bin mit einem Bein wieder weg. Am Wochenende fahre ich nach Wien, wo ich dann mit Nane, meinem Reisekollegen, gemeinsam die letzten Vorbereitungen treffen werde. Abflug dann am 30. November nach Addis Abeba-Aethiopien, unglaublich!</p>
<p>Als kleinen Vorgeschmack haenge ich noch ein paar Fotos aus dem Omo-Valley in Suedaethiopien an, wo uns der erste Teil der Reise hinfuehren wird.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-840" title="2328915150_b31529e754" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/2328915150_b31529e754.jpg" alt="" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-841" title="2807979337_f3ceb1352c" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/2807979337_f3ceb1352c.jpg" alt="" width="333" height="500" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-842" title="3012951521_0e363b671d" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/3012951521_0e363b671d.jpg" alt="" width="333" height="500" /></p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=46.816757&amp;lng=13.866742&amp;openPostId=812"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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	<georss:point>46.816757 13.866742</georss:point>	</item>
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		<title>Abschied von Guatemala</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 22:36:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[In Tikal war schon spuerbar, dass der &#8220;offizielle&#8221; Teil des Treffens nach diesem Hoehepunkt zu Ende geht. Es blieb uns noch ein gemeinsamer Tag, den wir am Weg zurueck nach Antigua, unserer letzten Station, am Lago Izabal auf einer schoenen Finca verbrachten. Wir besuchten die nahe gelegenen heissen Quellen fuer ein reinigendes Bad und geniessten die Idylle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Tikal war schon spuerbar, dass der &#8220;offizielle&#8221; Teil des Treffens nach diesem Hoehepunkt zu Ende geht. Es blieb uns noch ein gemeinsamer Tag, den wir am Weg zurueck nach Antigua, unserer letzten Station, am Lago Izabal auf einer schoenen Finca verbrachten. Wir besuchten die nahe gelegenen heissen Quellen fuer ein reinigendes Bad und geniessten die Idylle am See, bevor es am naechsten Tag noch eine 7stuendige Busfahrt zu ueberstehen galt.</p>
<p>Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir in der grossen Gruppe bei einem feinen Essen in einem super Restaurant in Antigua. Nach dem Essen setzte man sich noch einmal in den Kreis, wo jeder sein persoenliches Schlussresumee zu dem Treffen verkuenden konnte. Der Tenor war wohl, dass alle ueberrascht waren, welchen Weg das Treffen nahm, ueberwaeltigt von der starken Kraft und Energie des Landes und der Plaetze. Jeder war tief beruehrt und bewegt durch die vergangenen Tage&#8230;auch ich.</p>
<p>Und ich denke, dennoch war ich auch nicht der einzige, der gerne wieder aus dem Gruppengeschehen herausging um wieder mehr Ruhe und Rueckzug zu haben.</p>
<p>Den naechsten Tag verbrachten wir noch zusammen mit 4 Freunden in Antigua und als Abschluss der Reise und Abschied von Guatemala bestiegen wir am Abend den aktiven Vulkan Pacaya, eines der besonderen Erlebnisse, die dieses Land zu bieten hat.</p>
<p>Nur eine Busstunde von Antigua entfernt kann man zu Fuss fast bis an den Krater eines aktiven Vulkanes marschieren, ueber ertarrte Lava hinweg und so nahe an gleuhende Lava heran, dass man mit dem Spazierstock darin herumstochern kann. Faszinierend, welche Kraft da in der Erde steckt.</p>
<p>Am naechsten Tag stiegen wir um 500 Frueh in den Bus Richtung Flughafen. Dort Abflug um 700 nach Miami, weiter ueber Nacht nach London und von dort nach Muenchen.</p>
<p>Guatemala war einmal mehr eine Reise wert. Es war eine intensive Zeit voll wunderbarer Erlebnisse, voller neuer Erkenntnisse, neuer Ideen. Ausserdem habe ich neue, interessante Kontakte geschlossen. Das Land hat sich wieder von seiner schoensten Seite gezeigt. Ohne Wehmut und in tiefer dankbarkeit bin ich abgeflogen. Anders als bei vergangenen Reisen dorthin weiss ich diesmal, dass ich bestimmt wiederkommen werde, in die geliebte Tierra Maya!!! Doch nun locken erstmal andere Ziele, schon in 10 Tagen werde ich in Aethiopien sein, endlich erfuellt sich dieser lang gehegte Wunsch!</p>
<div id="attachment_830" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-830" title="p1020682" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020682.jpg" alt="ein Lavastrom" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein Lavastrom</p></div>
<div id="attachment_831" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-831" title="p1020677" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020677.jpg" alt="vorn die heisse Lava-hinten die Reihe der maechtigen Vulkane" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">vorn die heisse Lava-hinten die Reihe der maechtigen Vulkane</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-832" title="p1020678" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020678.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-833" title="p1020691" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020691.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-834" title="p1020706" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020706.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.381&amp;lng=-90.601&amp;openPostId=807"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Tikal</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 22:32:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Tagesbusfahrt von Copan entfernt&#8230;
Tikal war eines der grossen politischen und spirituellen Zentren der alten Mayawelt. Hier befinden sich die beeindruckendsten Pyramiden von Mittelamerika, tiel versteckt im Urwald, der rund um die Stadt herum auch als Nationalpark geschuetzt ist. Zwischen den gigantischen Bauten tummeln sich hier bunte Voegel, verschiedenste Affen, viele Nasenbaeren und allerlei anderes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Tagesbusfahrt von Copan entfernt&#8230;</p>
<p>Tikal war eines der grossen politischen und spirituellen Zentren der alten Mayawelt. Hier befinden sich die beeindruckendsten Pyramiden von Mittelamerika, tiel versteckt im Urwald, der rund um die Stadt herum auch als Nationalpark geschuetzt ist. Zwischen den gigantischen Bauten tummeln sich hier bunte Voegel, verschiedenste Affen, viele Nasenbaeren und allerlei anderes Getier. Dieses Mal sollten wir auch das ganz besondere Glueck haben, einen Tapir zu sehen, eines der scheusten und seltenst zu beobachtenden Tiere des Dschungels, und gleichzeitig auch das groesste&#8230;normal lassen die sich nicht blicken, vorher sieht man noch einen Jaguar!</p>
<p>Am Weg im Bus dorthin faehrt man stundenlang(!) durch ein weites Gebiet, das durch liebliche Huegellandschaft mit vereinzelten Baumriesen und Grasland auffaellt und auch durchaus gefaellt. Wenn man aber so wie ich weiss, dass die Landschaft dort vor 1-2 Jahrzehnten aufgrund des damals dichten Dschungels noch nicht sichtbar war, wird man schon auch nachdenklich. Sowie die Strasse gabaut war, wurde der Urwald abgeholzt, das Holz weggekarrt und Rinderweiden angelegt. Ackerbau ist hier nicht moeglich, da der Boden durch den vielen Regen ausgeschwemmt wird. Die Rinder verschwinden auch nach wenigen Saisonen, und so bleibt eine oede und einsame Vegetation zurueck, wo frueher noch die Affen von Baum zu Baum sprangen. Weit und breit kein Wald mehr zu sehen&#8230;</p>
<p>Ich war schon zum 6ten Mal in Tikal, wo ich schon viele Lieblingsplaetze kenne. Jedoch entdeckt man immer wieder neue Orte in dieser weitlaeufigen und unueberschaubaren, einst bis zu 200.000 (!) Einwohner beherbergenden Stadt. Weite Teile der Stadt sind tiel im Wald und fuer die Besucher nicht zugaenglich, ausser man ueberschreitet die Grenzen des Erlaubten&#8230;</p>
<p>Fuer uns war es ein sehr harmonischer Tag in der Gruppe. Vile waren zum ersten Mal da und konnten kaum fassen, was sie zu sehen bekamen. Aufgrund der guten Beziehungen der Veranstalterin unseres Treffens, die auch eingeweihte Mayapriesterin ist, erhielten wir von der Parkverwaltung die seltene Genehmigung fuer die Abhaltug eines Feuerrituals zwischen den Pyramiden. In optimistischer Vorahnung hatten wir dafuer ein paar Saecke Material mitbebracht. Fuer mich war es ein tief bewegendes Erlebnis, an diesem alten und kraeftigen Ort ein Feuerritual mitgestalten zu duerfen. Gracias!</p>
<div id="attachment_824" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-824" title="p1020662" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020662.jpg" alt="Die Ceiba-der heilige Baum der Maya (ca. 5m Stammdurchmesser)" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Die Ceiba-der heilige Baum der Maya (ca. 5m Stammdurchmesser)</p></div>
<div id="attachment_825" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-825" title="p1020664" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020664.jpg" alt="Gran Plaza mit Jaguarpyramide" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gran Plaza mit Jaguarpyramide</p></div>
<div id="attachment_826" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-826" title="p1020667" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020667.jpg" alt="Nasenbaer" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Nasenbaer</p></div>
<div id="attachment_827" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-827" title="p1020668" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020668.jpg" alt="Templo III-Uxbalam" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Templo III-Uxbalam</p></div>
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		<title>Copan Ruinas, Honduras</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 22:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Honduras]]></category>

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		<description><![CDATA[Cirka 8 Autostunden vom guatemaltekischen Hochland entfernt und knapp hinter der Grenze zu Honduras liegt eine der suedlichsten Staetten der alten Mayawelt, Copan. Der Ort und die nahegelegene Ruinenstaette sind in ein schoenes, fruchtbares Tal eingebettet. Ich war schon oefters zuvor dort und liebe diesen Ort sehr. Schon die Atmosphaere in dem kleinen Ort ist sehr lieblich und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cirka 8 Autostunden vom guatemaltekischen Hochland entfernt und knapp hinter der Grenze zu Honduras liegt eine der suedlichsten Staetten der alten Mayawelt, Copan. Der Ort und die nahegelegene Ruinenstaette sind in ein schoenes, fruchtbares Tal eingebettet. Ich war schon oefters zuvor dort und liebe diesen Ort sehr. Schon die Atmosphaere in dem kleinen Ort ist sehr lieblich und fein, die Menschen freundlich, warmherzig und offen, das Klima angenehm mild. Die Leute schauen hier schon ein wenig anders aus als in Guatemala, die Maenner reiten ztu Pferd und haben auch was Cowboymaessiges mit ihren Panamahueten und entsprechendem Machoauftreten. Nicht unoft sieht man auch einen Revolver am Guertel des kleinen Mannes baumeln. Alles kein Problem, solange nicht herumgeballert wird&#8230;In Copan fuehle ich mich immer wohl, es gibt einen schoenen Ortsplatz und ein paar nette Lokale.</p>
<p>Viel schoener als der Ort ist jedoch der alte Tempelbezirk der Maya, umgeben von beeindruckender Vegetation. Auch wenn die Stadt einst eine der wichtigsten der Mayahochkultur war, kommen hier nicht so vile Touristen her. In der Regel ist es hier angenehm ruhig. Die Staette ist nicht besonders gross und leicht zu ueberbleicken und zu erwandern. Fuer mich ist Copan einer der schoensten und faszinierendsten Plaetze der Welt, auch wenn hier beiweitem nicht die hoechsten, maechtigsten und beeindruckendsten Bauten der Maya zu sehen sind. Copan steht fuer etwas anderes. Es herrscht hier eine besonders sanfte und friedliche Energie, die ueber dem ganzen Platz liegt und fuer jedermann spuerbar und erlebbar ist. Nebenbei ist Copan auch fuer die Archaeologen interessant, weil hier aufgrund der vielen Inschriften die Mayaschrift entziffert wurde, ausserdem ibt es hier einzigartige Stelen.</p>
<p>Zwischen den lianenbehangenen Baumriesen und den bildhauerischen Meisterwerken kann man hier in Ruhe und Frieden die Seele baumeln lassen und sich von der Schoenheit beruehren und naehren lassen, in eine alte Welt eintauchen, herumfliegende Aras beobachten oder einfach nur auf der grossen Rasenflaeche liegen und ein friedliches Schlaefchen abhalten.</p>
<p>Fuer den Grossteil der Gruppe brauchte es ein bisschen Zeit, um sich darauf einzulassen, dem Ort auf unbefangene, kindliche Art zu begegnen ohne wirklich etwas gezielt tun zu wollen. Der Mensch hat halt viel zu oft die Vorstellung, dass er aktiv und gestaltend wirken muss. Spirituell ausgerichtete Menschen sind da oft nicht anders, wollen Rituale abhalten, meditieren, Bewusstsein verbreiten, undundund&#8230;Der Schluessel fuer den Frieden (im Kleinen und im Grossen) liegt aber oft darin, etwas demuetiger an die Sache zu gehen und erst dann gestaltend einzugreifen, wo klar die Notwendigkeit und die Erlaubnis dafuer gegeben ist. In Copan war das nicht der Fall, der Ort war offen und in einer sehr schoenen Kraft fuer jeden zu erleben, der es zulassen und sich hingeben wollte. So ging jeder seinen Weg, alleine oder in einer Gruppe, um diesen Ort dem persoenlichen Gefuehl folgend zu erkunden und geniessen.</p>
<p>Erst vor Schliessung des Gelaendes traf sich die gesamte Gruppe wieder zu einer gemeinsamen kurzen Meditation auf einer kleinen Pyramide nahe des Ausganges. Alle waren sichtlich zufrieden mit den vergangenen Stunden. Anscheinend auch die Naturgeister: kurz nachdem sich die Gruppe zusammengeschlossen hatte, flog ein Schwarm von roten Aras aus dem Wald heraus, zog einen Kreis um uns herum und flog dann wieder weg. Alle standen mit offenem Mund beruehrt und begeistert da. Der Ara war ein heiliges Geschoepf fuer die alten Mayas, besonders in Copan. Er wurde als das Symbol fuer die Fuelle sowie die aeussere und innere Schoenheit, die aus dem Goettlichen kommen, verehrt.</p>
<p>Was fuer ein Tag!</p>
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<div id="attachment_819" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-819" title="p1020644" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020644.jpg" alt="Sitzkreis" width="500" height="280" /><p class="wp-caption-text">Sitzkreis</p></div>
<div id="attachment_820" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-820" title="p1020651" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020651.jpg" alt="Ara" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ara</p></div>
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		<title>Friedenstreffen in Guatemala</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 22:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Reise nach Guatemala hatte ja den Grund, dass Gunti und ich neben vielen anderen Leuten zu einem internationalen und interkulturellen Friedenstreffen eingeladen waren. Die erste Haelfte dieses Treffens auf einem alten, heiligen Mayaplatz hoch ueber dem Lago Atitlan statt, der seit einigen Jahren als spirituelles Zentrum wieder aktiviert ist und in seiner Aufgabe steht. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reise nach Guatemala hatte ja den Grund, dass Gunti und ich neben vielen anderen Leuten zu einem internationalen und interkulturellen Friedenstreffen eingeladen waren. Die erste Haelfte dieses Treffens auf einem alten, heiligen Mayaplatz hoch ueber dem Lago Atitlan statt, der seit einigen Jahren als spirituelles Zentrum wieder aktiviert ist und in seiner Aufgabe steht. Ein magischer und schoener Ort, den ich in den letzten Jahren im Rahmen von 3 Aufenthalten lieben gelernt habe, und an dem sich fuer mich wie schon fuer viele andere Menschen sehr vieles geoeffnet hat.</p>
<p>Im Rahmen dieses Treffens sollte das Zentrum erstmalig fuer eine groessere Gruppe von Menschen verschiedenster Weltanschauungen geoeffnet werden, um dort gemeinsam mental, in Gespraechen, Arbeitskreisen, Meditationen und Ritualen fuer eine friedliche Zukunft der Menschheit zu werkeln. Ein interessantes Projekt also und fuer uns und noch ein paar angereiste Freunde, die wir schon vorher auf unserem spirituellen Weg kennengelernt haben, ein klarer Auftrag, diesen unseren vielgeliebten Platz in eine neue Bestimmung zu begleiten.</p>
<p>Also trudelten so um die 30 Leute aus aller Welt ein&#8230;Indianer, Europaeer, Inder, Buddhisten, Hebraeer, Afrikaner,&#8230;ein bunter Haufen aus Menschen, die offen genug sind, um sich in so einem Rahmen ernsthaft mit Ansaetzen fuer die Zukunft auseinanderzusetzen.</p>
<p>Es gab von den Initiatoren ein bestimmtes Konzept und recht starre Zeitplaene. Schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass einiges ganz anders kommen sollte. Die Menschen wurden zuerst durch die starken Energien des Ortes vor allem im persoenlichen ordentlich durchgemischt und aufgewuehlt und auch teilweise so tief in ihre inneren Abgruende gefuehrt, dass die gemeinsame Arbeit nicht mehr so ganz den Konzepten folgend durchgefuehrt werden konnte. Es wurde auch ersichtlich, dass der Weg zum Frieden auch in einer kleinen Gruppe als Querschnitt der Menschheit und bei noch so redlichem Bemuehen jedes Einzelnen ein schwieriger ist. Immerhin sind alle Anwesenden sehr starke Persoenlichkeiten gewesen, die alle mit Volldampf angerueckt sind und erst einmal miteinander und jeder mit sich selbst in eine gewisse Harmonie gefuehrt werden mussten.</p>
<p>Fuer mich war es schoen, interessant, aber auch anstrengend , diese Prozesse zu beobachten, die teilweise echt an die Grenze des Ertraeglichen gingen. Ich habe viel gelernt, in der Gruppe, von einzelnen Menschen und auch einfach in der Stille, die ich mir zwischendurch ausgiebig genehmigt habe. Wer mich kennt, weiss ja, dass ich als Baerenmensch zwischendurch immer wieder Rueckzug brauche, um nachzudenken, Dinge zu verarbeiten und die naechsten Schritte vorzubereiten.</p>
<p>Nach dem Kennenlernen, vielen individuellen und auch gemeinsamen Anstrengungen, Prozessen, Erkenntnissen und Erfolgen waren wir nach 5 Tagen soweit, dass wir als Gruppe gemeinsam mit einem langsam aufkeimenden Gemeinschaftsgefuehl auf die geplante Rundreise durch Guatemala aufbrechen konnten. Diese sollte uns laut Plan zu 2 grossen Pyramidenstaetten fuehren. Zuerst nach Copan knapp hinter der Grenze zu Honduras, dann nach Tikal  tief in den guatemaltekischen Tieflanddschungel&#8230;</p>
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		<title>Geschenke</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 01:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Sind heut am Nachmittag rauf nach Solola gefahren, wowir die naechsten Tage an einem internationalen Friedenstreffen teilnehmen werden. Ab morgen sind wir dann zusammen mit 30 anderen Leuten dort und dannach gehen wir zusammen auf eine kleine Reise durch Guatemala, wo wir 2 namhafte Pyramidenstaedte besuchen werden. Wir freuen uns sehr darauf.
Als Botschafter aus Suedamerika [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind heut am Nachmittag rauf nach Solola gefahren, wowir die naechsten Tage an einem internationalen Friedenstreffen teilnehmen werden. Ab morgen sind wir dann zusammen mit 30 anderen Leuten dort und dannach gehen wir zusammen auf eine kleine Reise durch Guatemala, wo wir 2 namhafte Pyramidenstaedte besuchen werden. Wir freuen uns sehr darauf.</p>
<p>Als Botschafter aus Suedamerika heben wir eine kleine Goldfigur mitbegracht, den El Dorado, einen sitzenden Friedenskrieger, der uns sozusagen zugelaufen ist.</p>
<p>Wir wurden dafuer auch beschenkt, mit Koestlichkeiten aus der Heimat. So haben wir von Eveline feinste Schokoladen geschickt bekommen, die ueber verschiedene Boten zu uns gelangt sind. Wie koestlich, danke liebe Eveline, wir werden in den naechsten Tagen noch viel an dich denken&#8230;yummy!</p>
<p>Unser Oberamigo Gerald aus Millstatt im schoenen Kaerntnerland hat uns einen Rucksack voller Kaerntnerjause hinterlassen. Was war ich froh, als mir die Hirschenwurscht auf der Zunge zergangen ist!!! Dazu gab es Speck in 2 Variationen, und diverse Kaese. Dass das Brot schon ein wenig geschimmelt hat, hat da weiter nicht gestoert, eine besondere Koestlichkeit nach 7 Wochen Brotentzug. Das beste ist: wir haben in der ersten Gier nicht einmal die Haelfte von den Sachen verputzen koennen und so ist noch einiges uebrig!! Gerald, wir lieben dich! Die wilde Busfahrt dannach haette die Koestlichkeiten beinahe wieder zutage gefoerdert, doch das haben wir mit aller Gewalt nicht zugelassen. Die streunenden Hunde haetten sich bestimmt um dieses exklusive Gewoelle gerissen.</p>
<p>Es geht uns also jetzt fast gar nichts mehr ab, ausser eh schon wissen&#8230;</p>
<p>Die naechsten Tage werden wir uns aber eh spirituell ausrichten. Das heisst leider auch, dass der Datenfluss am Blog reduziert wird&#8230;also bis  demnaechst einmal.</p>
<p>Hier noch ein Foto vom El Dorado, ist er nicht ein fesches Kerlchen?</p>
<div id="attachment_792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-792" title="p1000803" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000803.jpg" alt="El Dorado" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">El Dorado</p></div>
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		<title>Lago Atitlan</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 02:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern sind wir hier am Atitlansee gelandet, den wir schon kennen wie unsere Westentasche.
Fuer mich bietet sich diesmal, das vierte Mal, ein anderes Bild. Alles gruent und waechst ueppig, da gerade das Ende der Regenzeit ist, die Natur lebt auf. Echt schoen, so habich es noch nie gesehen. Ueberhaupt empfinde ich etwas anders und bin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern sind wir hier am Atitlansee gelandet, den wir schon kennen wie unsere Westentasche.</p>
<p>Fuer mich bietet sich diesmal, das vierte Mal, ein anderes Bild. Alles gruent und waechst ueppig, da gerade das Ende der Regenzeit ist, die Natur lebt auf. Echt schoen, so habich es noch nie gesehen. Ueberhaupt empfinde ich etwas anders und bin sehr offen fuer die Schoenheit der Natur. Umso mehr nervt es mich, dass die Leute aufgrund der wenigen Touristen etwas aufdringlich sind. Die Preise sind auch gestiegen, seit ich zuletzt im Februar da war. Naja.</p>
<p>Gestern waren wir zum Markt in Chichicastenango, einem der buntesten und geschaeftigsten Indianermaerkte von ganz Amerika. War aber doch alles etwas stressig und sind bald wieder abgezogen, weil wir dort ja eh schon alles kennen. Lustig war das dorthinfahren mit den vollgestopften lokalen Bussen und Minibussen. Und: in der Stadt sind wir auf der Pritsche von einem Polizei-Pickup eingefahren, der uns einsame Gringos mitgenommen hat, sehr lustig, wie die Leute uns angeglotzt haben. Aber das tun sie ja sowieso, wenn sich unsereins mit 1,90 metern in die engen Vehikel reinzwaengt&#8230;</p>
<p>Wir sind insgesamt vom vielen Herumfahren etwas abgekaempft und haben die letzten beiden Naechte sehr viel geschlafen.</p>
<p>Einen zuenftigen Einstieg in unsere geliebte Mayawelt hatten wir heute. Gleich in der Frueh sind wir mit dem Boot ueber den See nach Santiago gefahren und von dort aus weiter zum kleinen Vulkan &#8220;Cerro de Oro&#8221;, auf den wir dann bei einer Affenhitze zwischen ueppigster Vegetation sowie Kaffestauden und Maisaeckern, die auf den steilen Abhaengen angelegt sind, hinaufgehatscht sind. Mit dem Ziel, an einem uns bekannten und sehr starken  Mayaaltar ein Ritual abzuhalten. Diesen haben wir in einem sehr schoenen und friedlichen Zustand vorgefunden, haben unser feuerritual aufgebaut und die schoene Aussicht genossen. Kurz bevor wir das Feuer entzuenden wollten, hat sich direkt hinter uns auf dem Altarfelsen ein Geier niedergelassen und seine Schwingen ausgebreitet&#8230;ein schoenes Zeichen fuer uns. Mit Marimabamusik und einem schoenen inneren Frieden haben wir das Ritual ausklingen lassen und noch fuer eine Weile den Ort genossen.</p>
<p>Dannach ging es zurueck zum See und mit dem Boot zum Essen und weiter nach Panajachel, wo wir heute nochmal uebernachten.</p>
<div id="attachment_776" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-776" title="p1020622" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020622.jpg" alt="Endlich am Lago Atitlan, hinten die Vulkane Toliman Atitlan, San Pedro und vorne links der kleine Cerro de Oro" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Endlich am Lago Atitlan, hinten die Vulkane Toliman Atitlan, San Pedro und vorne links der kleine Cerro de Oro</p></div>
<div id="attachment_777" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-777" title="p1020614" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020614.jpg" alt="so schaun die Busse aussen aus" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">so schaun die Busse aussen aus</p></div>
<div id="attachment_778" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-778" title="p1000794" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000794.jpg" alt="und so innen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">und so innen</p></div>
<div id="attachment_779" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-779" title="p1020632" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020632.jpg" alt="im 12-Sitzer mit gezaehlten 27 (!) anderen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">im 12-Sitzer mit gezaehlten 27 (!) anderen</p></div>
<div id="attachment_780" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-780" title="p1000785" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000785.jpg" alt="echte Maenner fahren Cabrio" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">echte Maenner fahren Cabrio</p></div>
<div id="attachment_781" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-781" title="p1000784" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000784.jpg" alt="da sieht man wenigstens die Landschaft" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">da sieht man wenigstens die Landschaft</p></div>
<div id="attachment_782" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-782" title="p1020628" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020628.jpg" alt="oder exklusiv mit Polizeischutz" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">oder exklusiv mit Polizeischutz</p></div>
<div id="attachment_785" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-785" title="p10007831" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p10007831.jpg" alt="raufwandern" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">raufwandern</p></div>
<div id="attachment_786" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-786" title="p1000781" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000781.jpg" alt="mit dem Almoehi" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">mit dem Almoehi</p></div>
<div id="attachment_787" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-787" title="p1000780" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000780.jpg" alt="ein erhebendes Gefuehl oben" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ein erhebendes Gefuehl oben</p></div>
<div id="attachment_788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-788" title="p1000773" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000773.jpg" alt="unser Amigo" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">unser Amigo</p></div>
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		<title>Ciao Peru, hola Guate!</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 00:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Guatemala]]></category>

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		<description><![CDATA[So, nachdem wir uns gestern noch in Lima herumgetrieben haben, sind wir nun schon in Guatemala&#8230;FANTASTISCH. In Peru war ja alles erledigt, Lima selber taugt einem ja nicht so, und so waren wir ueberfaellig zum wegfliegen und auch schon im Geiste unterwegs.
Eine interessante Sache hat sich jedoch noch ergeben. Lima hat ja traumhafte Klippen zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, nachdem wir uns gestern noch in Lima herumgetrieben haben, sind wir nun schon in Guatemala&#8230;FANTASTISCH. In Peru war ja alles erledigt, Lima selber taugt einem ja nicht so, und so waren wir ueberfaellig zum wegfliegen und auch schon im Geiste unterwegs.</p>
<p>Eine interessante Sache hat sich jedoch noch ergeben. Lima hat ja traumhafte Klippen zum Pazifik hinunter und einen passenden Wind , den sich die Paragleiter zunutze machen um sich ueber das Meer und die Hochhaeuser in der ersten Hotelreihe tragen zu lassen. Man kann hier auch sehr guenstige Tandemfluege machen. Nach kurzem Zuschauen waren wir entschlossen, das auch zu wagen. Gunti hat sensationell mutig gleich abgehoben und hat sich jubelnd davontragen lassen, bis er weit ueber dem Dach des Marriotts seine Kreise gezogen hat. Ich hab den Fehler gemacht, zu zoegerlich zu sein, und kurz nachdem ich mit dem richtigen Piloten uebereingekommen bin, sind alle zu diesem Zeitpunkt fliegenden Tandems runtergesegelt, weil kein gscheiter Wind mehr war. Damit war die Sache fuer mich gelaufen&#8230;Mierda! Naja, ich bin ja mehr baerenhaft und nicht so der luftige Typ, aber ich haette mich der Angst vorm Paragleiten gerne gestellt und dir, Friedl, ein entsprechendes Beweisfoto geboten&#8230;.otro dia! Es war aber schon laessig am Gunti seinem After-Flug-Hochgefuehl mitzunaschen und auch die Profigleiter bei ihrem Spiel mit dem Wind zu beobachten.</p>
<p>Am Abend sind wir gerne zum Flughafen gefahren und Richtung Miami geduest, dort Ankunft um 530 frueh, Weiterflug nach Guatemala City um 1100. Die ersten Stunden nach der Landung hab ich am Boden unter eiskaltem kuenstlichen Licht und einem ebensolchen Klimaanlagenfrost &#8220;de puta madre&#8221; schlafend verbracht. Ich glaub ich bin irgendwann zitternd aufgewacht, und der Gunti ist ebenso zitternd irgendwo in der Naehe gesessen. Die amerikanischen Flughaefen sind der Horror, kein Komfort und die unansehnlichsten Typen und -innen, die ihre Fettleibe in Jogginghosen gewandet Richtung Gates manoevrieren. Nicht nur aufgrund dieser Umstaende sondern vielmehr wegen unserer Sehnsucht nach dem geliebten Guatemala sind wir dann gerne in den Flieger gestiegen.</p>
<p>Beim Landeanflug hab ich mir guatemaltekische Marimbamusik ins Ohr gesteckt und mir ist richtig das Herz aufgegangen, schliesslich verbinde ich mit diesem Land sehr wichtige und schoene Erinnerungen und Erfahrungen. Der Flughafen von Guatemala City erstrahlt in neuem Glanz, voll umgebaut und modern. Der Rest war routinemaessig und umso besser zu geniessen. Rein in den Minibus und zwischen den qualmenden Busmonstern rauf durch die belebte Vorstadt und das Verkehrschaos Richtung Antigua.</p>
<p>Antigua ist die alte Hauptstadt des Landes, Kolonialdenkmal und Ausgangs- und Endpunkt einer jeden Guatemalareise. Hier findet Tourist alles was er gerne ist und trinkt und ansprechende Quartiere und Lokale mit netter Atmosphaere ohne Massenansturm, gleichzeitig mit sanftem Inkontaktkommen mit den Hochlandindianern und ihrer Welt. Da sind wir jetzt und werden uns ein feines Fresschen genehmigen&#8230; Jedoch geht es glech morgen frueh weiter Richtung Lago Atitlan, unserer zweiten Heimat, Faszination und Station fuer die naechsten 10-12 Tage.</p>
<p>In Guatemala bewegen wir uns wie die Einheimischen (sprichwoertlich zumindest, tatsaechlich viel langsamer und bei jeder Tuer gebueckt), brauchen keine Reisefuehrer und wissen genau, wie es langgeht. Soviel das Land in der internationalen Presse als Verbechernest dargestellt wird, so kennen wir ausschliesslich die andere Seite des Landes, das aber bei vollem Kontakt mit Land und Leute. Nette Menschen, eine reiche Kultur, faszinierende Vielfalt von Landschaft und Natur, etc&#8230; all das werden wir uns wieder voll reinsaugen, so wie es sich gehoert und wie wir es uns und allen unseren Freunden, die dieses Land auch so lieben wie wir und diesmal nicht mit dabei sind, schuldig sind! Also zupfen wir morgen voller Freude ins Hochland, dem Kernland der Maya, die immer noch solche sind, auch wenn sie keine Pyramiden mehr bauen. Dort wird unser Herz brennen wie die vielen Ritualfeuer an den Abhaengen der Vulkane!!! Juhui!</p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-763" title="p1000730-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000730-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-764" title="p1000744-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000744-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-765" title="p1000752-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000752-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-766" title="p1000753-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000753-small.jpg" alt="" width="360" height="480" /></a></p>
<p><a href="http://Keine"><img class="alignright size-full wp-image-767" title="p1000755-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000755-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p> </p>
<div id="attachment_762" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-762" title="p1000756-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000756-small.jpg" alt="Flughafen Miami" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Flughafen Miami</p></div>
<div id="attachment_769" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-769" title="p1020611-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020611-small.jpg" alt="Antigua" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Antigua</p></div>
<div id="attachment_770" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-770" title="p1020610-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020610-small.jpg" alt="yummy!" width="360" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">yummy!</p></div>
<div id="attachment_771" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-771" title="p1020617-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020617-small.jpg" alt="eine Marimbaband spuelt auf" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">eine Marimbaband spuelt auf</p></div>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=14.553405&amp;lng=-90.735255&amp;openPostId=750"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Lima und der Weg hierher</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Oct 2008 05:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Busfahrt war eine echte Pruefung. Abfahrt um 1700 Uhr in Cusco. Die ersten 14(!) Stunden und ca. 400 km ging es ueber Stock und Stein, eine zaehe Aneinanderreihug von 180 Grad Kurven und eine Berwertung mit unzaehligen auf und abs, staendig zugefallenen Ohren, etc.
Die letzten 6 Stunden waren eine einzige Geduldprobe. Vor allem fuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Busfahrt war eine echte Pruefung. Abfahrt um 1700 Uhr in Cusco. Die ersten 14(!) Stunden und ca. 400 km ging es ueber Stock und Stein, eine zaehe Aneinanderreihug von 180 Grad Kurven und eine Berwertung mit unzaehligen auf und abs, staendig zugefallenen Ohren, etc.</p>
<p>Die letzten 6 Stunden waren eine einzige Geduldprobe. Vor allem fuer mich, der ich nicht gerade der Erfinder des Sitzfleisches bin. Nach 20 Stunden, die ich groesstenteils schlafend aber Gunti bei vollem Bewusstsein erlebt hat, sind wir ziemlich geraedert in Lima angekommen. Da haben wir uns mit einem traumhaften Essen die Menschenwuerde wiedererfuttert und den Abend bei Flipper, Bowling und Darts verbracht. Da wir aber hier nichts mehr anbrenen lassen wollen, gehen wir jetzt in die Horizontale. Morgen noch ein bisschen Sightseeing und dann ab die Post. Hermano, du bist klarerweise im Handgepaeck mit prominent dabei, nebst allen anderen, die sich dannach fuehlen und wissen, dass sie gemeint sind. Ausserdem haben wir einen besonderen Weggefaehrten dabei, der den weitem Weg nach Guate mitmacht und dort als Botschafter der Tierra Inka verbleiben wird&#8230;hehe! Vielleicht laesst er sich auch fotografieren&#8230;mal sehen.</p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-773" title="p1020602-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1020602-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-756" title="p1000718-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000718-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-757" title="p1000723-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000723-small.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-759" title="p1000735-small1" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/11/p1000735-small1.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-12.093084&amp;lng=-77.046491&amp;openPostId=747"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Abschied von Cusco</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 17:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[So, heute ziehen wir uns von Cusco zurueck. Dankbar, voller Freude und mit einem prall gefuellten Erfahrungssack. Die letzten Tage waren wir noch faul, haben gut gegessen und getrunken und die Energietanks aufgefuellt. Todo bien, der Abschied faellt leicht! Vom staendigen Inkatreppen-Rauf-und Runtersteigen haben wir vorerst auch genug&#8230;
Am Nachmittag fahren wir mit dem Bus nach Lima, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, heute ziehen wir uns von Cusco zurueck. Dankbar, voller Freude und mit einem prall gefuellten Erfahrungssack. Die letzten Tage waren wir noch faul, haben gut gegessen und getrunken und die Energietanks aufgefuellt. Todo bien, der Abschied faellt leicht! Vom staendigen Inkatreppen-Rauf-und Runtersteigen haben wir vorerst auch genug&#8230;</p>
<p>Am Nachmittag fahren wir mit dem Bus nach Lima, 18 Stunden (!) Fahrt. Aber: der Mensch haelt ja viel aus, wie wir und vor allem die zaehen Einheimischen hier wissen.</p>
<p>Am Donnerstag besteigen wir dann den Flieger Richtung Guatemala. Was fuer eine Freude! Fuer beide von uns ist es das jeweils vierte Mal in diesem unseren geliebten Land der Maya und unserer 2ten Heimat-JUHUI!!</p>

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		<title>Pisac</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 20:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind am Morgen mit dem Zug durchs Urubamba-Tal herausgefahren, sehr beeindruckend die steilen Abhaenge links und rechts. Kein Wunder, dass sie das Machu Picchu solang nicht gefunden haben.
Den Rest des tages haben wir zum Besuch der Inka-Ruinen von Pisac genutzt. Diese sind hoch ueber dem Tal auf einem Bergruecken gelegen. links und rechts gehts steil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind am Morgen mit dem Zug durchs Urubamba-Tal herausgefahren, sehr beeindruckend die steilen Abhaenge links und rechts. Kein Wunder, dass sie das Machu Picchu solang nicht gefunden haben.</p>
<p>Den Rest des tages haben wir zum Besuch der Inka-Ruinen von Pisac genutzt. Diese sind hoch ueber dem Tal auf einem Bergruecken gelegen. links und rechts gehts steil hinunter. Der Wind pfeift voll und es ist ein sehr luftiger Ort. Ein eingeborener Floetenspieler hat uns mit seinem Spiel auf der Wanderung begleitet. Besonders beeindruckend an diesem Ort waren nicht die Tempel sondern die Terrassen und die talwaertige Wanderung ueber ebendiese.</p>
<p>Nach Sonnenuntergang sind wir hundemuede und zufrieden zurueck nach Cuzco gefahren. Heute Ruhetag.</p>
<div id="attachment_730" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-730" title="p1000665" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000665.jpg" alt="der Zuch" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Zuch</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_731" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-731" title="p1000694" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000694.jpg" alt="Pisac" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Pisac</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_732" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-732" title="p1000671" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000671.jpg" alt="die Alm darunter" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Alm darunter</p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-733" title="p1020571" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020571.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-734" title="p1020581" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020581.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p> </p>
<div id="attachment_735" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-735" title="p1000676" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000676.jpg" alt="aufegraeun" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">aufegraeun</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_736" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-736" title="p1020587" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020587.jpg" alt="und obegraeun" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">und obegraeun</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_737" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-737" title="p1000677" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000677.jpg" alt="der Amigo" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">der Amigo</p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-738" title="p1000690" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000690.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-739" title="p1000689" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000689.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-740" title="p1000691" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000691.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-13.42413&amp;lng=-71.857643&amp;openPostId=729"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Machu Picchu</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 19:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Um 400 aufgestanden, draussen stockfinster und Regen, der gerade am Aufhoeren war. 430 Abmarsch bei trockenem Wetter aber vollem Dunst und voller Dunkelheit, Richtung M. Picchu.
Ca 700 Hoehenmeter Aufstieg ueber einen alten Inkaweg durch den dampfenden Dschungel. Wir haben geschwitzt wie die Schmalzbettler und oben angekommen sind die Dampfwolken von unseren Kadavern aufgestiegen. Ein paar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um 400 aufgestanden, draussen stockfinster und Regen, der gerade am Aufhoeren war. 430 Abmarsch bei trockenem Wetter aber vollem Dunst und voller Dunkelheit, Richtung M. Picchu.</p>
<p>Ca 700 Hoehenmeter Aufstieg ueber einen alten Inkaweg durch den dampfenden Dschungel. Wir haben geschwitzt wie die Schmalzbettler und oben angekommen sind die Dampfwolken von unseren Kadavern aufgestiegen. Ein paar andere Touris waren schon da, aber wir waren vor den Bussen da-Wichtig!</p>
<p>Um 600 war Einlass und wir waren ganz vorne dabei. Zuerst geht man eine Treppe nach unten und ahnt noch nichts von dem , was einem erwartet. Doch schon bald haben wir feuchte Augen bekommen, als uns klar wurde, dass wir jetzt mitten in Machu Picchu waren. Die Stadt war noch tief in Nebel gehuellt und so tasteten wir uns langsam vorwaerts. Schon bald hatten wir uns orientiert und sind directamente zum Intihuatana marschiert , dem &#8220;Platz an dem die Sonne angebunden ist&#8221; und aus unserer Sicht der zentrale Tempel der Stadt. Wir hatten die Ehre und das Vergnuegen, diesen Ort fuer kurze Zeit fuer uns alleine zu haben, bevor sich fuer den Rest des Tages Unmengen von Menschen dort herumdraengen sollten. Voller Freude sind wir sodann an den hoechsten Punkt des Gelaendes gegangen, von wo aus man einen perfekten Blick auf die Stadt und die Landschaft dahinter hat, die mit dem Wayna Picchu als Nase ein nach oben blickendes Gesicht formt.</p>
<p>Auf einer Terrasse sitzend haben wir beobachtet, wie die Nebel ziehen, die sich irgendwann gelichtet haben und den Blick auf die volle Pracht freigegeben haben. Es war ein fantastisches Schauspiel, das sich uns geboten hat. Die Sicht auf die weitere Umgebung wurde klar-einfach nur beeindruckend! </p>
<p>Fuer uns fuehlte sich die Stadt trotz der vielen Touristen sehr friedlich und schoen an. Alle Menschen verhalten sich unter den tiefen Eindruecken respektvoll. Die meisten sitzen einfach nur mit offenem Mund da, so auch wir. Es ist wohl einer der fantastischsten Orte und Ausblicke, die man auf dieser Welt geniessen kann. Irre, was auf den steilen Haengen erbaut wurde, das kann wohl nur zu Ehren des Goettlichen gemacht worden sein.</p>
<p>Unser Auftrag oben in der Stadt war bald erfuellt und das kommende Regenwetter zeigte uns klar, dass wir talwaerts marschieren sollten, was wir dann auch HOECHST zufrieden taten. Der Weg ins Tal war insofern interessant, als wir ja in der Frueh nichts gesehen hatten. </p>
<p>Eine interessante Sache am Rande: Beim Abstieg vom Machu Picchu musste ich ploetzlich an den Helmut Zilk denken. Hab mich gefragt, was das jetzt soll, und mir gedacht: womoeglich ist er gestorben. Wie ich am naechsten Tag lesen konnte, war er wohl zu diesem Zeitpunkt schon unterwegs nach drueben&#8230;RIP</p>
<p>Puenktlich als wir am gedeckten Tisch unten in der Ortschaft sassen, begann es in Stroemen zu regnen, waehrend andere erst mit den unzaehligen Bussen bergwaerts gekarrt wurden. Waren wir zufrieden und gluecklich! Kaum zu fassen, dass wir in Machu Picchu waren, so viele Fotos hatten wir shon davon gesehen, soviele Geschichten gehoert. Unsere eigenen Eindruecke und unsere persoenliche Geschichte werden uns wohl fuer immer begleiten&#8230;</p>
<div id="attachment_716" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-716" title="p1000556" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000556.jpg" alt="erster Eindruck " width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">erster Eindruck </p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-717" title="p1000581" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000581.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p> </p>
<div id="attachment_718" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-718" title="p1000566" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000566.jpg" alt="am Intihuatana" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">am Intihuatana</p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-719" title="p1000588" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000588.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-721" title="p10205471" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10205471.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p> </p>
<div id="attachment_722" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-722" title="p1000594" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000594.jpg" alt="i-man" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">i-man</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_723" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-723" title="p1000621" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000621.jpg" alt="los dos" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">los dos</p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-724" title="p1000624" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000624.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p> </p>
<div id="attachment_725" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-725" title="p1020562" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020562.jpg" alt="unten im Tal" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">unten im Tal</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_726" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-726" title="p1020566" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020566.jpg" alt="im Ort" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">im Ort</p></div>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-13.162849&amp;lng=-72.515821&amp;openPostId=701"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Ollantaytambo</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 19:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war eine sehr gute Entscheidung, vor dem Weg Richtung Machu Picchu noch in die Ruhe zu gehen. Wir haben den perfekten Ort gefunden, die Ruhe und die Naehe zur Natur genossen und darueber hinaus wertvolle Einsichten in unser Inneres und den Sinn unserer Reise gewonnen. Die Tage waren sehr kostbar und heilsam, alles schien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eine sehr gute Entscheidung, vor dem Weg Richtung Machu Picchu noch in die Ruhe zu gehen. Wir haben den perfekten Ort gefunden, die Ruhe und die Naehe zur Natur genossen und darueber hinaus wertvolle Einsichten in unser Inneres und den Sinn unserer Reise gewonnen. Die Tage waren sehr kostbar und heilsam, alles schien perfekt arrangiert.</p>
<p>Also haben wir uns auf den Weg nach Machu Picchu gemacht, ganz individuell ohne Gruppe, Fuehrer, Action und sonstigen Trara. Nur die Zugfahrt hatten wir gecheckt.</p>
<p>Am Mittwoch in der Frueh fuhren wir mit dem Bus nach Ollantaytambo, dem letzten Bahnhof vor Aguas Calientes, dem Ausgangsort am Fusse des NMachu Picchu im heiligen Tal, wo der Urubamba fliesst. Von Cusco geht es ueber einen Pass in das heilige Tal, schon der Blick hinunter ist beeindruckend. Es ist sehr fruchtbar und mit Terrassen uebersaeht.</p>
<p>In Ollantaytambo hatten wir den ganzen Tag Zeit uns die Inkastaette am Ortsrand anzusehen, da der Zug erst am Abend abfahren sollte. Wir waren sehr beeindruckt von den Terrassen und der gesamten Anlage, die wie eine Festung in den Hang hineingebaut ist. Hier haben die Inkas sich zurueckgezogen und eine der wenigen und die letzte Schlacht gegen die berittene Truppe der Spanier unter Pizarro gewinnen koennen. Beeindruckend ist ein Tempel auf der Hoehe, der aus grossen Inkasteinen errichtet wurde.</p>
<p>Gegenueber der historischen Staette ist ein Hang, der auch mit Inkabauten bebaut ist und gleichzeitig ein sehr markantes Gesicht zeigt, das aus den Felsen herausschaut. Die Inkas setzen dem Kopf eine  Krone in Form eines kleinen Gebaeudes auf, siehe Foto.</p>
<p>Am Nachmittag habe ich mich foermlich K.O. an einem idyllischen Plaetzchen an dem kleinen Bach niedergelassen, der durch die Anlage fliesst, und bin sofort eingeschlafen, waehrend vorerst unbemerkt direkt ueber mir der Tempel des Condors trohnte. So habne wir den Nachmittag gemuetlich ausklingen lassen. Um 1900 Uhr sind wir in den Zug eingestiegen und schon bei Dunkelheit mit vielen anderen Touristen durch die steilen Schluchten des heiligen Urubamba-Tales nach Aguas Calientes gefahren. Dort sind wir gleich in ein Quartier schlafen gegangen, nachdem wir uns erkundigt haben, wo der Fussweg nach Machu Picchu losgeht. Wussten wir doch, dass man schon um 430 in der Frueh losgehen sollte, um rechtzeitig zur Toroeffnung und vor den Touribussen bei den Ruinen oben zu sein. Aufgeregt aber muede ging es in die Heia.</p>
<p> </p>
<div id="attachment_705" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-705" title="p1020520" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020520.jpg" alt="Ruinas de Ollantaytambo" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ruinas de Ollantaytambo</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_706" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-706" title="p1000499" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000499.jpg" alt="I-man" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">I-man</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_707" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-707" title="p1000460" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000460.jpg" alt="Da Kenig" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Da Kenig</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_708" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-708" title="p1000494" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000494.jpg" alt="D`Leit" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">D`Leit</p></div>
<p> </p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-709" title="p1020505" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020505.jpg" alt="" width="360" height="640" /></p>
<p> </p>
<div id="attachment_710" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-710" title="p1000513" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000513.jpg" alt="Gesichter" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Gesichter</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_711" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-711" title="p1000547" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000547.jpg" alt="el condor" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">el condor</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_712" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-712" title="p1000546" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000546.jpg" alt="pennen" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">pennen</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-713" title="p1020524" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020524.jpg" alt="die Erleuchtung des Obiwan Kinobi" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">die Erleuchtung des Obiwan Kinobi</p></div>
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		<title>Cuzco rocks, fuer die naechsten Tage aber ohne uns</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2008 01:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Cuzco fasziniert uns sehr. Wir geniessen es in vollen Zuegen, die Stadt pulsiert, lebt, ist intensiv und von starker Energie. Hatten wieder eine eher lange Nacht und heute eher einen kurzen Tag. Cuzco geht direkt in meine bisherige Hitparade der coolsten Orte ueberhaupt ein.
Am kommenden Mittwoch werden wir Richtung Machu Picchu aufbrechen. Den Donnerstag werden wir oben in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Cuzco fasziniert uns sehr. Wir geniessen es in vollen Zuegen, die Stadt pulsiert, lebt, ist intensiv und von starker Energie. Hatten wieder eine eher lange Nacht und heute eher einen kurzen Tag. Cuzco geht direkt in meine bisherige Hitparade der coolsten Orte ueberhaupt ein.</p>
<p>Am kommenden Mittwoch werden wir Richtung Machu Picchu aufbrechen. Den Donnerstag werden wir oben in der historischen Staette verbringen. Mit Sicherheit der Hoehepunkt einer Reise nach Peru, fuer uns das klare Hauptziel. </p>
<p>Da die letzten Tage recht schnell und intensiv fuer uns waren, werden wir als Vorbereitung fuer unseren Gang nach Machu Picchu fuer die neachsten 2 Tage dem Trubel der Stadt entfliehen. Werden uns an einen ruhigen Ort zurueckziehen und in die Stille, Reinigung und Meditation begeben, damit sich der Geist oeffnen kann und wir dannach in einem zentrierten, offenen und wuerdigen Zustand wohl vorbereitet an diesen heiligen Ort gehen koennen. Wir freuen uns sehr auf das, was jetzt kommt. Berichte dann spaeter.</p>
<p>Moechte an dieser Stelle festhalten, dass wir mit dem Gunti eine tolle und unkomplizierte Reisegemeinschaft haben. Wir harmonieren echt super, teilen unsere Interessen, haben viel Spass und uns gut aufeinander abgestimmt, so dass es ueberhaupt keinen Stress gibt. Das ist nicht so selbstverstaendlich, meiner Erfahrung nach gibt es nur sehr wenige Menschen, mit denen man angenehm und friedlich laenger zusammen reisen kann. Auch wenn wir uns vorher nicht dermassen gut gekannt haben, habe ich es aber nicht anders erwartet. Danke Amigo Gunti, es ist echt klass mit dir!</p>
<p>Ich bin ja jetzt genau seit einem Monat unterwegs. Die Zeit ist echt schnell vergangen und ich bin sehr dankbar fuer alles bisherige, es ist ein super Trip so far! Kein Heimweh, ich geniesse das Reisen und die intensiven Eindruecke und trage alles , was mir daheim kostbar ist, und meine Lieben in meinem Herzen mit.  Doch gibt es physische Annehmlichkeiten, die sich hier nicht herzaubern lassen. Davon geht mir am meisten das heimatliche Futter ab. Oft traeume ich von Speck, Hirschenwirschtln und einem guten Brot, Kaese, Salat, Essiggurkerl, einem vollen Kuehlschrank&#8230;einfach hineingreifen und im Stehen schnell und gierig was reinfuttern&#8230;geil! Geht da leider nicht. Aber nach Aethiopien nimm ich sicher einen eingeschweissten Speck mit, soviel ist fix!!</p>
<p>Die Herzensverbindungen und der Geist kennen keine Grenzen und Barrieren, nichtmal den Tod. Doch die koerperliche Freuden lassen sich halt auch nur physisch in Erfahrung bringen&#8230;aus diesem Grund sollten wir unser koerperliches Erdendasein und die damit verbundenen Freuden und die Fuelle, in der WIR ja gottseidank stehen, auch entsprechend durch den Genuss wuerdigen, solange wir die Gelegenheit dazu haben. Wenn wir einst unseren Koerper zuruecklassen muessen, bleibt nur Erinnerung, dann hat es sich ausgefressen und ausgesext&#8230;aber bitte erst dann!</p>
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		<title>Orientieren in Cuzco</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 02:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir gestern recht faul waren, haben wir uns heute einmal fuer die naechsten Tage organisiert. Der Plan im Kopf, wann was gemacht wird war schnell aufgestellt, und dann galt es vor allem den Trip nach Machu Picchu zu organisieren, da Plaetze fuer den Zug und den Zugang zu Machu Picchu schnell vergriffen und rechtzeitig zu reservieren sind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir gestern recht faul waren, haben wir uns heute einmal fuer die naechsten Tage organisiert. Der Plan im Kopf, wann was gemacht wird war schnell aufgestellt, und dann galt es vor allem den Trip nach Machu Picchu zu organisieren, da Plaetze fuer den Zug und den Zugang zu Machu Picchu schnell vergriffen und rechtzeitig zu reservieren sind. Haben alles wunschgemaess bekommen, gar nicht einfach, wenn man auf eigene Faust und ohne Fuehrer und Gruppe fahren will. Teuer auch! Ueberhaupt werden den Touristen hier bei den Eintritten die Hosen ausgezogen. Ein paar Tage in den Inkastaetten wiegen mehr als zig Jahre Kaernten-Card mit allen Tanz. Aber hier brauchen sie sich nicht anzubiedern, die Gegend wird ueberrannt, seit Machu Picchu Weltkulturerbe und 7tes Weltwunder und was weiss ich noch alles ist.</p>
<p>Fuer uns ist jetzt alles auf Schienen, die neachsten 7-8 Tage durchgeplant mit viel Programm. Wir sind zufrieden und um einige Dollares erleichtert. So wie es ausschaut werden wir hier in Cuzco bleiben, bis es dann zuletzt nach Lima und von dort weiter nach Guatemala geht.</p>
<p>Am Nachmittag haben wir die Inkastaette Sacsayhuaman (sprich: &#8220;sexy woman&#8221;) ueber Cuzco besucht. Sehr beeindruckend, wenn auch nur mehr 20 Prozenr davon uebrig sind, weil der Rest der Bauten zerlegt und die Steine fuer den Aufbau der Stadt verwendet wurden.</p>
<p>Morgen fahren wir in 2 nahegelegene Staetten im so genannten heiligen Tal. Vorher hoffen wir noch auf eine erholsamere Nacht als die letzte. Leider hat sich ein besoffener und schnarrchender Saubaer von den Kanalinseln zu uns gesellt und uns Schlaf sowie den letzten Nerv geraubt. Noch einmal geht das so nicht durch!!</p>
<div id="attachment_677" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-677" title="p1020432" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020432.jpg" alt="erster Blick aus dem Zimmer" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">erster Blick aus dem Zimmer</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_678" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-678" title="p1000387" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000387.jpg" alt="unsere Strasse" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">unsere Strasse</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_679" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-679" title="p1000396" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000396.jpg" alt="Plaza de armas" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Plaza de armas</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_680" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-680" title="p1000394" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000394.jpg" alt="detto" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">detto</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_681" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-681" title="p1020442" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020442.jpg" alt="Inkamauern in der Stadt" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Inkamauern in der Stadt</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_682" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-682" title="p1000418" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000418.jpg" alt="und in Sacsayhuaman" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">und in Sacsayhuaman</p></div>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-683" title="p1000426" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000426.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-684" title="p1020453" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020453.jpg" alt="" width="480" height="640" /></a></p>
<p> </p>
<div id="attachment_685" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-685" title="p1000423" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000423.jpg" alt="I-Man" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">I-Man</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_686" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-686" title="p1020455" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020455.jpg" alt="Cuzco von oben" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Cuzco von oben</p></div>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-13.52556&amp;lng=-71.987312&amp;openPostId=619"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Adios Bolivia</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 03:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind in der Frueh aufgestanden und haben ein Busticket nach Puno am Titicacasee in Peru gekauft, mit dem Plan, dort einen Nachmittag zu verbringen, um die schwimmenden Inseln aus Schilf zu besichtigen, und am naechsten Tag mit dem Bus nach Cuzco weiterzufahren.
Sind also nach Puno gefahren. Dort hat es in Stroemen geregnet und die Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind in der Frueh aufgestanden und haben ein Busticket nach Puno am Titicacasee in Peru gekauft, mit dem Plan, dort einen Nachmittag zu verbringen, um die schwimmenden Inseln aus Schilf zu besichtigen, und am naechsten Tag mit dem Bus nach Cuzco weiterzufahren.</p>
<p>Sind also nach Puno gefahren. Dort hat es in Stroemen geregnet und die Stadt selber ist ja nicht so schoen. Also haben wir gleich ein Ticket nach Cuzco gekauft und sind weitere 7 Stunden im Bus gesessen. Es war eine klare Entscheidung und wir waren froh darueber und gleichzeitig echt aufgeregt, dass wir nun schon so bald nach Cuzco kommen wuerden, den Hoehepunkt der Suedamerikareise, ehemalige Hauptstadt der Inka, Nabel der Welt und Ausgangspunkt fuer die Tour nach Machu Picchu!</p>
<div id="attachment_670" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-670" title="p1000363" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000363.jpg" alt="erste Reihe Fussfrei" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">erste Reihe Fussfrei</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_672" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-672" title="p1000355" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000355.jpg" alt="Umladen von 8(!) gefesselten Schafen vom Laderaum des Busses..." width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Umladen von 8(!) gefesselten Schafen vom Laderaum des Busses...</p></div>
<p> </p>
<p> </p>
<div id="attachment_673" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-673" title="p1000357" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000357.jpg" alt="...auf die &quot;Ladeflaeche&quot; und den Ruecksitz von Batmans Tuc-Tuc" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">...auf die  Ladeflaeche und den Ruecksitz von Batmans Tuc-Tuc...;-)</p></div>
<p>Die Busfahrt war sehr interessant, die Landschaft sehr beeindruckend. Erst nach Einbruch der Dunkelheit sind wir in Cuzco eingefahren. Man rechnet ja nicht, dass die Stadt so gross ist. Und wenn man in das historische Zentrum kommt, verschlaegt es einem den Atem. Wir haben nur unseren Rucksack ins Herbergebnzimmer geschmissen und sind sofort in die faszinierende Stadt marschiert. Ueberall Leute, historische Bauten, alles wie aus dem Ei gepellt, sauber und schoen. Man findet keine Worte fuer die Erscheinung dieser Stadt. Nur soviel, das Zentrum von Cuzco kann locker mit den europaeischn Vorzeigestaedten mithalten. Anscheinend wurde in den letzten paar Jahren auf Hochdruck hergerichtet, renoviert und verschoenert. Die Altstadt ist sehr gross und faszinierend. Viele der Bauten sind auf ehemaligen Inkamauern errichtet. Da sieht man schon die grosse Kunst der Steinmaurerei der Inka. Tonnenschwere Granitbloecke, konvex behauen und so passgenau aufeinandergeschlichtet, dass nicht mal ein Blatt Papier dazwischenpasst, irre!</p>
<div id="attachment_674" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-674" title="p1000376" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000376.jpg" alt="Ankunft auf der Plaza" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Ankunft auf der Plaza</p></div>
<p>Die Stadt hat uns nicht losgelassen gestern abend. Es gibt hier einfach alles. Fuer mich war es genial, in einem Super Lokal das Comeback meiner Verdauung zu zelebrieren. Wir haben uns mit den feinsten Koestlichkeiten vollgefuttert und sind dann nahtlos ins Nachtleben eingetaucht, das unter der Woche und schon um 22 Uhr voll im Gang war. Haben ordentlich einen weggetrunken, stundenlang getanzt und unsere Ankunft hier wuerdig gefeiert. Es war ein Heidenspass mit den anderen Reisenden und den Einheimischen, die hier in Peru wesentlich offener sind als in Bolivien. Weit nach Mitternacht sind wir total fertig heimgewankt.</p>
<div id="attachment_675" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-675" title="p1000385" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000385.jpg" alt="...einige Drinks und Stunden spaeter" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">...einige Drinks und Stunden spaeter</p></div>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-13.52556&amp;lng=-71.987312&amp;openPostId=611"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Isla del Sol</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 03:24:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach meinem zaehen Nachmittag sind wir von Copacabana auf die Isla del Sol am Titicacasee rausgefahren. Vorher waren wir noch am Aussichtsberg ueber Copa, wo man einen tollen Ausblick hat.
 
 
 
 
Das Boot auf die Insel ist so dahingeschlichen, dass man nicht wusste, ob es steht oder faehrt. Dennoch haben wir irgendwann am Suedende der Insel angelegt. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach meinem zaehen Nachmittag sind wir von Copacabana auf die Isla del Sol am Titicacasee rausgefahren. Vorher waren wir noch am Aussichtsberg ueber Copa, wo man einen tollen Ausblick hat.</p>
<div id="attachment_656" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-656" title="p1000230" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000230.jpg" alt="I-Man" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">I-Man</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_657" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-657" title="p1000235" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000235.jpg" alt="Gunti-Man" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Gunti-Man</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_658" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-658" title="p1020359" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020359.jpg" alt="Blick auf Copa" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Blick auf Copa</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_659" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-659" title="p1020366" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020366.jpg" alt="Kathedrale" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Kathedrale</p></div>
<p> </p>
<p>Das Boot auf die Insel ist so dahingeschlichen, dass man nicht wusste, ob es steht oder faehrt. Dennoch haben wir irgendwann am Suedende der Insel angelegt. Man hoert ja dauernd, dass der Titicacasee &#8220;der hoechste schiffbare See der Welt&#8221; sein soll. Keine Ahnung , wie das gemeint ist. Wir haben uns mit dem Gedanken abgefunden, dass das Boot wohl deshalb so langsam ist&#8230;</p>
<p>Vom Steg geht gleich eine alte Inkatreppe ueber den steilen Hang zum Dorf hinauf, wo man schon von den Vermietern umworben wird. Wir haben ganz oben Quartier bezogen, wo man einen schoenen Rundblick hat. Die Aussicht ist ueberwaeltigend, Rundherum See (man nimmt diesen eigentlich als Meer wahr), die Farben sind intensivst. Alles wirkt sehr mediterran. Die Haenge sind mit Terrassen aus alten Zeiten ueberzogen.</p>
<p>Die Insel war den Inkas heilig, so sagte die Legende, dass dort dererste Inka aus dem See geboren wurde und dort an Land ging. Dem Namen nach wurde auf der Insel der Sonnnenkult gelebt.</p>
<p>Wir hatten einen genialen Sonnenuntergang und gleichzeitigen Mondaufgang, und das in einer Szenerie, die ihresgleichen sucht. </p>
<p>In dem kleinen Dorf steht praktisch auf jedem Haus und jeder Huette &#8221;Restaurant&#8221;, obwohl nirgends Gaeste zu sehen sind. Als Reiseprofi weiss man, dass das mit Vorsicht zu geniessen ist, und dass sich lange Wartezeiten ergeben koennen, wenn man der erste Gast seit Tagen ist und die Zutaten erst vom Markt oder Acker geholt werden muessen. Deshalb sind wir in ein &#8220;Restaurant&#8221; gegangen, das schon mit ein paar Leuten besetzt war. Darin sassen ein paar Englaender, die wir schon frueher mal auf der Reise getroffen haben, und die mich gleich mit &#8220;Hi, Che Guevara!&#8221; begruessten, da sie mir den Spitznamen schon bei unserem ersten Treffen gegeben haben, wohl wegen meines Bartes und der Militaerklamotten. Die Wirtin zeigte uns stolz die reichhaltige Speisekarte und wir bestellten Brot und Suppe, um nicht zu lange zu warten. Die Englaender hatten ein ganzes Menue bestellt. Nach einer halben Stunde haben Gunti und ich wenigstens unser Brot bekommen und unseren irren Hunger gestillt. Die Englaender haben lange Gesichter und Zaehne bekommen, haben sie ja schon eine Viertelstunde vor uns bestellt. Neidig und dennoch mit viel Humor meinten sie: &#8221;Look, Che Guevara gets served first, they like him here in South America&#8221;. Als wir unser Brot fast aufgegesen hatten, hiess es &#8220;Hey, Che, can we eat your leftovers?&#8221; Sehr witzig&#8230;</p>
<p>Am naechsten Morgen haben wir uns auf die Wanderschaft ans Nordende der Insel gemacht, das ungefaehr 8 km entfernt ist. Man geht dabei auf einem alten Inkaweg ueber die Huegelkette entlang und hat traumhafte Aussichtren auf den See. Ganz im Norden besuchten wir die eher bescheidenen Tempelanlagen und den heiligen Felsen, fanden aber in der Naehe einen Ort, der uns zum Verweilen und Gedenken einlud und von sehr grosser Kraft und Schoenheit war.</p>
<p>Schliesslich wanderten wir sehr zufrieden wieder ans Suedende der Insel und nahmen ein Tschinaggl Richtung Copacabana.</p>
<div id="attachment_660" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-660" title="p1000254" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000254.jpg" alt="Isla del Sol-Terrassen" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Isla del Sol-Terrassen</p></div>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-661 aligncenter" title="p1020372" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020372.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-662" title="p1020405" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020405.jpg" alt="" width="500" height="281" /></a></p>
<p> </p>
<div id="attachment_663" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-663" title="p1020409" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020409.jpg" alt="Mondaufgang ueber dem See und den Cordilleren im Hintergrund " width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">Mondaufgang ueber dem See und den Cordilleren im Hintergrund </p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_664" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-664" title="p1020378" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020378.jpg" alt="alter Kultplatz" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">alter Kultplatz</p></div>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-665" title="p1000277" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000277.jpg" alt="" width="500" height="281" /></a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-666" title="p1020395" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020395.jpg" alt="" width="500" height="281" /></a></p>
<p> </p>
<div id="attachment_667" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-667" title="p1020404" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020404.jpg" alt="contento otra vez" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">contento otra vez</p></div>
<div id="attachment_668" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-668" title="p1000300" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000300.jpg" alt="a brada Weg" width="360" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">a brada Weg</p></div>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.169901&amp;lng=-69.079193&amp;openPostId=606"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Ankunft und Einbruch am Titicacasee</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 02:02:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Sind in der Frueh aus Lapaz rausgefahren, Richtung Titicacasee. Die Fahrt ist grandios, zuerst hat man einen wunderbaren Blick auf die Cordillera Real mit den eingeschneiten Bergriesen, dannach auf den Lago Titicaca in einem intensiven Dunkelblau.
In Copacabana angekommen, haben wir gleich Quartier bezogen und uns ins nette, bute Ortsleben gestuerzt. Dabei habe ich ignoriert, dass meine Verdauungskrise noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sind in der Frueh aus Lapaz rausgefahren, Richtung Titicacasee. Die Fahrt ist grandios, zuerst hat man einen wunderbaren Blick auf die Cordillera Real mit den eingeschneiten Bergriesen, dannach auf den Lago Titicaca in einem intensiven Dunkelblau.</p>
<div id="attachment_645" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-645" title="p1020332" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020332.jpg" alt="Cordillera Real-Huayna Potosi" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Cordillera Real-Huayna Potosi</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">In Copacabana angekommen, haben wir gleich Quartier bezogen und uns ins nette, bute Ortsleben gestuerzt. Dabei habe ich ignoriert, dass meine Verdauungskrise noch nicht ausgestanden ist und hab mir gleich ganz gierig eine gebratene Forelle bestellt und einverleibt. Wunderbar, zunaechst!</div>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<div id="attachment_647" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-647" title="p1020342" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020342.jpg" alt="Vor der Forelle..." width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Vor der Forelle...</p></div>
<p> </p>
<p>Copacabana ist traumhaft gelegen und wirklich einen nette Stadt mit viel jungen Leuten und Reisenden. Von hier aus besucht man die beruehmten Inseln der Sonne und des Mondes, was auch auf unserem Programm stehen wird. Die Basilika von Copacabana ist einer der Walldfahrtsorte Suedamerikas und beherbergt eine wundertaetige schwarze Madonna. Der Ort war auch schon den Praekolumbianern heilig.Also machten wir uns nach der Forelle auf den Weg zur Basilika, um einmal Gruessgott zu sagen. Schon am Weg dorthin hab ich fast zu halluzinieren begonnen vor Bauchschmerzen. Oben angekommen konnte ich mich nur noch hinsetzen und bitter dreinschauen. Bin dann ins Quartier, wo ich mich den ganzen Nachmittag unter schwersten Bauchschmerzen mit Schweissperlen auf der Stirn im Bett gewunden habe und optimistisch davon ausgegangen bin, dass auch diese Krise enden wird. Es war ein Horror und ohne Uebertreibung ware ich fast gerne ohnmaechtig geworden um das nicht aushalten zu muessen!!</p>
<p> </p>
<div id="attachment_653" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-653" title="p10203132" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10203132.jpg" alt="...und dannach" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">...und dannach</p></div>
<p>Gunti hat inzwischen einen der heiligen Huegel in Stadtnaehe erklommen und eine mystische Atmosphaere sowie den genialen Blick auf die Stadt und den See genossen.</p>
<div id="attachment_650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-650" title="p1000208" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000208.jpg" alt="Copa von oben" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Copa von oben</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_651" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-651" title="p1000220" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000220.jpg" alt="oben" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">oben</p></div>
<p>Ich war regelrecht froh, als er am Abend dahergekommen ist und mich mit ruhige Zureden und ein paar Tricks aus der Heilerkiste wieder ein wenig aufgepeppelt hat.</p>
<p>Konnte mir jetzt noch ein Gemuesesupperl und einen Kamillentee genehmigen und hoffe, dass es mir morgen wieder besser geht und sich diese Magenschmerzen nie mehr wiederholen. Fairerweise sei gesagt: die Forelle konnte nichts dafuer!</p>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.169901&amp;lng=-69.079193&amp;openPostId=594"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a></div>
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		<title>Letzter Tag  und Futbol in LaPaz</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 01:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben heute den letzten Tag in Lapaz verbracht. Meine Verdauung hat sich ein wenig beruhigt, nachdem ich eine koestliche Tafel Ovomaltine-Schokolade verdrueckt habe, die meine liebe Hermana Maya aus der Schweiz dem Gunti fuer mich mitgegeben hat, danke Maya! Der Magen tut dennoch noch weh.
In der Frueh haben wir den Gunti noch mit Muetze und Sonnenbrille [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Haben heute den letzten Tag in Lapaz verbracht. Meine Verdauung hat sich ein wenig beruhigt, nachdem ich eine koestliche Tafel Ovomaltine-Schokolade verdrueckt habe, die meine liebe Hermana Maya aus der Schweiz dem Gunti fuer mich mitgegeben hat, danke Maya! Der Magen tut dennoch noch weh.</p>
<p>In der Frueh haben wir den Gunti noch mit Muetze und Sonnenbrille ausgeruestet, nachdem uns klar geworden ist, dass die Plaetze , die wir uns fuer das Fussballspiel besorgt haben, in der prallen Nachmittagssonne liegen werden und die zarte, osttirolerische Vorbraeunung nicht lange standhalten wird.</p>
<p>Um 2:00 Nachmittags bewegen wir uns Richtung Stadion, um das WM-Quali-Spiel Peru-Bolivien anzuschauen. Dabei wussten wir bereits, dass der Fussballtag aus oesterreichischer Sicht schon eine volle Watschn war. Also haben wir uns kurzerhand entschieden, uns bolivianische Fanschals in rot-gelb-gruen zu kaufen, auch wenn die Farben Perus den oesterreichischen gleichen wuerden. Wir wollten halt mit der Heimmannschaft jubeln.</p>
<p>Das Stadion hat sich nicht ganz mit Leuten gefuellt und wir haben unsere Plaetze auf dem Fangrill bezogen. Der Blick auf die Stadt war schon nicht so schlecht, der aufs Spielfeld fuer uns Banausen auch gut genug. Ueberhaupt war es fuer beide von uns die erste Praesenz in einem Fussballstadion. Insofern eine neue Erfahrung und recht lustig.</p>
<p>Farbenmaessig haben wir uns richtig entschieden. Bolivien ging gleich in Fuehrung, dann 2:0 und nach der Pause 3:0. Die heimischen Fans haben schon gejubelt, so viel Feuer war aber nicht drin, auch wenn Bolivien als Aussenseiter die Party gegen die farblosen Peruaner dominiert hat. Anscheinend laesst die Polizei kein richtiges Fantum zu. Feuer getankt haben wir trotzdem, aber in anderer Hinsicht, als wir es uns vorab vorgestellt haben. Die Sonne war gnadenlos stark und heiss, es drohte ein ordentlicher Sonnenbrand und es war fuer uns selbst ein bizarres Bild, uns mit den Fleeceschals und Gunti in Pullover und foermlich vermummt in der prallen Hitze sitzen zu sehen. Wir haben gekocht!</p>
<p>Die peruanischen Fans glichen in den Teamfarben aber vor allem in der Laenge des Gesichtes den oesterreichischen Fans sehr. Die haben dann im Winter beim Schifahren aber auch nichts zu jubeln, muss man sich erst einmal vorstellen. </p>
<p>Das Feuer des suedamerikanischen Temperaments konnten wir also im Stadion nicht finden&#8230;dennoch war es ein Heidenspass und wir gingen guter Stimmung nachhause, wo wir uns jetzt ein kaltes Bier genehmigen werden, wie es sich fuer echte Fussballfans gehoert.</p>
<p>Morgen geht es endlich weiter. Wir fahren um 8:00 nach Copacabana an den Lago Titicaca. Zeit wirds, ein Tag mehr, und ich krieg hier den Koller!</p>
<div id="attachment_637" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-637" title="p10001282" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10001282.jpg" alt="Gunti und die Stelze" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Gunti und die Stelze</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div id="attachment_641" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-641" title="p10001353" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10001353.jpg" alt="tolle Kulisse" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">tolle Kulisse</p></div>
</div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div id="attachment_642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-642" title="p10001414" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10001414.jpg" alt="2 Herren am Grill" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">2 Herren am Grill</p></div>
</div>
<div id="attachment_622" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-622" title="p1000125" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000125.jpg" alt="Vor dem Stadion...cool, auch vor dem Match" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Die falschen Bolivianer...</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_624" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-624" title="p1000126" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000126.jpg" alt="...und die falschen Oesterreicher" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">...und die falschen Oesterreicher</p></div>
<div id="attachment_628" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-628" title="p1000149" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000149.jpg" alt="der Stammgast weiss, wies geht" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">der Stammgast weiss, wies geht</p></div>
<div id="attachment_629" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-629" title="p1000147" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1000147.jpg" alt="ein Superheld und 2 enttaeuschte &quot;Oesterreicher&quot;" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">ein Superheld und 2 enttaeuschte Oesterreicher</p></div>
<p> </p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.49901&amp;lng=-68.146248&amp;openPostId=586"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Ein Lob an die Babies und deren Eltern</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 16:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Tage haben vermehrt Mails mit Babyfotos von guten Freunden aus der Heimat gebracht. Schoen, wenn die Kinder aus einem klaren Wunsch und auf der Basis der Liebe in die Welt geholt werden!  Damit ist viel Freude und Hoffnung verbunden, die Kinder sind die Zukunft fuer unseren Planeten, und wenn ich mir die Kleinen und ihre &#8220;Brutbedingungen&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Tage haben vermehrt Mails mit Babyfotos von guten Freunden aus der Heimat gebracht. Schoen, wenn die Kinder aus einem klaren Wunsch und auf der Basis der Liebe in die Welt geholt werden!  Damit ist viel Freude und Hoffnung verbunden, die Kinder sind die Zukunft fuer unseren Planeten, und wenn ich mir die Kleinen und ihre &#8220;Brutbedingungen&#8221; so anschaue, dann ist viel Optimismus angebracht!</p>
<p>Den sollte man sowieso haben&#8230;</p>
<p>Waehrend ich also gerade eine andere Mission erfuelle, sorgen andere mit sicher genauso viel Freude und mehr Herausforderungen fuer den Weiterbestand unserer Spezies. Man kann natuerlich nicht alles gleichzeitig tun, und so hat jede Zeit ihren Inhalt.</p>
<p>Ich danke fuer die schoenen Mails mit ebensolchen Fotos und teile meine Freude mit allen befreundeten Eltern und allen, die gerade oder schon wieder am Weg dorthin sind. Ich bewundere, wie Ihr Euren Weg der Elternschaft geht und wuensche Euch alles erdenklich Gute fuer alles, was damit an Herausforderungen verbunden ist, und dass sich fuer die neuen Erdlinge schoene Wege oeffnen moegen!</p>
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		<title>Feliz Cumpleanos, Vati! Bienvenido, Gunti!!</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 22:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[10. Oktober 2008&#8230;
Erstens der Geburtstag meines lieben Vaters -&#62; alles, alles gute und viel Gesundheit weiterhin! Ich bin froh, dass ich weiss, dass es meinen Eltern daheim gutgeht, sonst koennte ich die Ferne niemals so geniessen. Bei allen Turbulenzen, die ich und meine Schwester Sigrid so durchmachen, ist es doch kostbar, wenn der Rest der Familie mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>10. Oktober 2008&#8230;</p>
<p>Erstens der Geburtstag meines lieben Vaters -&gt; alles, alles gute und viel Gesundheit weiterhin! Ich bin froh, dass ich weiss, dass es meinen Eltern daheim gutgeht, sonst koennte ich die Ferne niemals so geniessen. Bei allen Turbulenzen, die ich und meine Schwester Sigrid so durchmachen, ist es doch kostbar, wenn der Rest der Familie mit so einem hohen Mass an Stabilitaet und Festigkeit stark in der Brandung steht! Das ist nicht selbstverstaendlich und es ist schoen, solange es so sein darf! Gracias!</p>
<p>Zweitens der Beginn eines neuen Reiseabschnittes. Bin heute in der Frueh um 5 zum Flughafen gefahren um den Gunti abzuholen. Tatsaechlich ist er auch aufgetaucht, was fuer ein freudiges Wiedersehen! Der beidseitige Redeschwall wollte einmal lange nicht verebben, sehr schoen und nach Wochen des Alleinreisens gewoehnungsbeduerftig zugleich. Der Gunti macht einen guten Eindruck und hat sich auch den ganzen Tag gut gehalten ohne grossen Muedigkeitseinbruch. Ausserdem scheint er sich sehr wohlzufuehlen in der Stadt. Als alter Reiseprofi kriegt er ja auch so schnell keinen Kulturschock.</p>
<p>Fuer alle, die den Gunti noch nicht kennen: wir waren im letzten Winter gemeinsam in Guatemala, wir teilen unsere grosse Liebe fuer die reiche, indianische Kultur dieses Landes der Maya. Dorthin werden wir auch im November gemeinsam fahren, einer Einladung folgend. Eigentlich war es Gunti, der mit der Idee aufgekommen ist, die Reise nach Guatemala mit dem indianischen Kerngebiet in Suedamerika zu verknuepfen und den Traum einer Reise in die Tierra Inca zu verwirklichen. Es hat sich klar ergeben, dass wir diese Mission gemeinsam angehen werden, und ich bin vorausgefahren, weil ich einen weiteren Zeitrahmen zur Verfuegung habe als er.  Unser gemeinsamer Plan fuehrt uns also ins Kerngebiet der Inca, zuerst zum Lago Titicaca, dann weiter nach Cuzco und Machu Picchu. Wie und ob sich der Weg dorthin und das Mysterium dieses Energiefeldes fuer uns oeffnen werden, wird man sehen&#8230;</p>
<p>Heute haben wir uns erst einmal einen gemuetlichen Stadttag gemacht. Ich bin eh noch auf Sparflamme unterwegs weil noch ein wenig mit dem Klo verheiratet.</p>
<p>Wir haben beschlossen, noch bis Sonntag in der Stadt zu bleiben und haben uns Tickets fuer das Fussballlaenderspiel Bolivien/Peru besorgt, dass morgen hier im Stadion von Lapaz ueber die Buehne gehen wird. Das Oval soll ausverkauft sein, auch wenn sich die Bolivianos nicht viel Hoffnungen auf einen Sieg machen. Jedenfalls wollen wir dort eine angemessene Portion vom suedamerikanischen Feuer tanken-Fuego!</p>
<p>Alle Freunde Guntis, die ab sofort in den Blog einsteigen, moechte ich an dieser Stelle herzlich willkommen heissen. Es freut uns, wenn ihr unsere Reise mit Interesse verfolgt. Das gilt auch fuer alle anderen Leser, danke fuer eure Begleitung und die netten Kommentare und Emails, sie loesen viel Freude aus.</p>
<div id="attachment_564" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-564" title="p1020302" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020302.jpg" alt="Amigos!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Amigos...hinten das Quartier</p></div>
<div id="attachment_571" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-571 " title="p10001061" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10001061.jpg" alt="unsere Bude hier" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">unsere Bude hier</p></div>
<div id="attachment_572" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-572 " title="p10000961" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10000961.jpg" alt="die Strasse-hinten alles verbaut!" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">die Strasse-hinten alles verbaut!</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_573" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-573 " title="p10001001" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10001001.jpg" alt="Taubenfuettern in der Stadt des Friedens" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Taubenfuettern in der Stadt des Friedens</p></div>
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		<title>2ter Ruhetag in LaPaz</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 23:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wenig erholt hab ich mich von gestern auf heute, jedoch hab ich immer noch Durchfall, Hitzewallungen und Schwaeche. Ein wenig spazieren war ich trotzdem am Nachmittag. Im Hostel ist es auf Dauer nicht auszuhalten.
Da sind vorwiegend Englaender, groesstenteils eh nett, aber auch ziemlich ignorant und ohne Benehmen. Auch bei den individuell mit Rucksack Reisenden darf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig erholt hab ich mich von gestern auf heute, jedoch hab ich immer noch Durchfall, Hitzewallungen und Schwaeche. Ein wenig spazieren war ich trotzdem am Nachmittag. Im Hostel ist es auf Dauer nicht auszuhalten.</p>
<p>Da sind vorwiegend Englaender, groesstenteils eh nett, aber auch ziemlich ignorant und ohne Benehmen. Auch bei den individuell mit Rucksack Reisenden darf man nicht davon ausgehen, dass diese eine authentische Begegnung mit Land und Leute suchen. Viel eher kommen mir viele wie die modernen Konquistadoren vor, die ruepelhaft durch das Land ziehen und sich ganz gierig dem Konsum widmen und sich einfach nehmen, was sie haben wollen. Fuer viele ist das Action und Abenteuer und was Neues. Dabei wird mit den Einheimischen am Markt und bei den Touranbietern gefeilscht und gehandelt, dass man sich schaemen muss. Es wird ganz uebersehen, mit welch stolzen Menschen man es hierzulande zu tun hat&#8230;Ueberhaupt beobachte ich sehr intensiv, dass viele Menschen, die seit laengerem auf Reisen sind, jegliches Benehmen abgelegt haben, laut, respektlos und oberflaechlich auftreten und sich einen Dreck darum kuemmern, was sie bei anderen Menschen ausloesen, weil sie diese ja am naechsten Tag eh nicht mehr treffen. Viele dieser Leute haben wohl einen intensiven Drang nach Abgrenzung von Ihrem Leben zu Hause oder von der elterlichen Praegung, etc&#8230; Mich betrifft das glaube ich nicht. Ich bin schon ein wenig aelter als die meisten Traveller und suche diese Form der &#8220;Freiheit&#8221; nicht, da ich mich in frueheren Lebensphasen daheim schon genug aufgefuehrt habe. Es sei aber auch bemerkt, dass auch bei den Daheimgebliebenen das benehmen und der Respekt immer mehr aus der Mode kommen&#8230;</p>
<p>So, wie viele auftreten, ist es kein Wunder, wenn die Einheimischen uns Gringos gegenueber eher auf Distanz gehen. Viele Reisende kehren wieder heim, ohne wirklich ein Verstaendnis fuer die Menschen und die Lebensumstaende hier bekommen zu haben.</p>
<p>Dennoch muss ich sagen, ich habe auch schon einige sehr nette Leute kennengelernt, mit denen ich dann unterwegs war.</p>
<p>Das Hostel, in dem ich hier wohne, ist knallvoll und laeuft sehr gut. Es ist insofern speziell, da es mit europaeischem Perfektionsanspruch betrieben wird, und sich damit von der einheimischen Konkurrenz klar abhebt. Betreiben tut es ein 28jaehriger Englaender, mittlerweile hat er schon 3 Hostels in Suedamerika, mit grossem Erfolg. Ueberhaupt ist es so, dass viele Europaeer es hier als &#8220;Einaeugige unter den Blinden&#8221; recht zuegig zum Erfolg schaffen, wenn sie ihre Projekte mit Konsequenz und Professionalitaet vorantreiben.</p>
<p>Am Nachmittag musste ich also spazieren, zu der Plaza Murillo, wo die Kathedrale und der Praesidentenpalast sind. Vor selbigem wurde - wenn ich recht gesehen habe- gerade ein Staatsbesuch aus Korea empfangen, mit grossem Gardeaufmarsch und Militaermusik, diesmal viel zackiger als zuletzt in Potosi gesehen. Das ganze Zeremoniell hat Stunden gedauert und ist begeistert von der heimischen Bevoelkerung beobachtet worden. Waehrend draussen der Rummel stattfand, hatte ich die einmalige Gelegenheit, mich als einziger Mensch in die Stille und den Frieden der maechtigen Kathedrale zurueckziehen zu duerfen, eine besondere Freude. </p>
<div id="attachment_545" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-545" title="p1020288" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020288.jpg" alt="der rote Teppich" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">der rote Teppich</p></div>
<div id="attachment_547" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-547" title="p1020290" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020290.jpg" alt="von vorne" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">von vorne</p></div>
<div id="attachment_548" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-548" title="p1020292" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020292.jpg" alt="und von hinten" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">und von hinten</p></div>
<div id="attachment_549" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-549" title="p1020193" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020193.jpg" alt="in der Kathedrale" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">in der Kathedrale</p></div>
<p>Morgen um 5 Uhr frueh kommt der Gunti an, freue mich sehr auf die gemeinsamen naechsten Wochen.</p>
<p>Haenge noch ein paar Bilder aus den Strassen von LaPaz an. </p>
<div id="attachment_550" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-550" title="p1020274" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020274.jpg" alt="der Blick aus meinem Fenster" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Blick aus meinem Fenster</p></div>
<div id="attachment_551" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-551" title="p1020191" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020191.jpg" alt="ehemalige amerikanische Schulbusse" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">ehemalige amerikanische Schulbusse</p></div>
<p> </p>
<div id="attachment_552" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-552" title="p1020194" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020194.jpg" alt="Plaza" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Plaza</p></div>
<div id="attachment_553" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-553" title="p1020190" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020190.jpg" alt="enge und steile Gassen" width="480" height="640" /></a><p class="wp-caption-text">enge und steile Gassen, viel Verkehr</p></div>
<p> </p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_554" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-554" title="p1020202" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020202.jpg" alt="Schreiber" width="480" height="640" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Schreiber</dd>
</dl>
<div id="attachment_555" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-555" title="p10202061" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10202061.jpg" alt="die Hauptstrasse" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">die Hauptstrasse</p></div>
<p><a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.49901&amp;lng=-68.146248&amp;openPostId=544"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a> </p></div>
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		<title>Ruhetag in LaPaz</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 00:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Hab den ganzen Tag im Bett verbracht&#8230;leider alleine und krank. Irgendwie hab ich mir was eingefangen, und so bin ich heute frueh mit Kopf- und Gliederschmerzen und der Scheisserei aufgewacht. Hab echt nichts tun koennen. Draussen hat es den ganzen Tag geschuettet. Insofern eh angenehm, dass es eine klare Entscheidung ist, jetzt einmal 2 tage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hab den ganzen Tag im Bett verbracht&#8230;leider alleine und krank. Irgendwie hab ich mir was eingefangen, und so bin ich heute frueh mit Kopf- und Gliederschmerzen und der Scheisserei aufgewacht. Hab echt nichts tun koennen. Draussen hat es den ganzen Tag geschuettet. Insofern eh angenehm, dass es eine klare Entscheidung ist, jetzt einmal 2 tage zu relaxen und mir nichts vorzunehmen. Die Touren in den Dschungel und die Berge vergesse ich somit, macht auch nichts, es kommen noch genug schoene Sachen.</p>
<p>Hab mir ordentlich neoCitran verabreicht und den ganzen Tag geschlafen. Gottseidank passiert mir das hier, wo ich ein sehr angenehmes Quartier habe, wo es auch alles gibt. Hoffe, dass ich uebermorgen wieder fit bin, wenn der Gunti kommt. Aber man wird sehen&#8230;</p>
<p>So wie ich das sehe, bin ich nicht der einzige kranke Reisende. Draussen regnets fest und es ist kalt, in den Bussen auch. Alle stressen sich, moeglichst viel zu machen, und dann stellts einen halt auf. </p>
<p>Die Sache mit der Kamera ist laengst vergessen. Da ich ja den Banken gegenueber  ein gewisses Misstrauen hege und schon laenger davon ausgehe, dass die Krise jederzeit kommen kann, hab ich einen Teil meines Reisebudgets in Edelmetall angelegt, was sich momentan aufgrund der Finanzkrise und der steigenden Preise als gut erweist. Die Kamera ist laengst wieder herinnen, und die Mineros von Potosi freuen sich sicher so wie ich ueber die Marktentwicklung&#8230;</p>
<p>Jetzt geh ich wieder schlafen und hoffe, dass es mir vielleicht schon morgen wieder ein wenig besser geht.<br />
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.49901&amp;lng=-68.146248&amp;openPostId=524"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a></p>
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		<title>Tihuanacu</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 02:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Bin heute mit dem Bus nach Tiwanaku rausgefahren, das ist die bedeutendste Ausgrabunbgsstaette in Bolivien und uU die bedeutendste Prae-Inka-Staette Suedamerikas, ca 80 km von LaPaz weg. Hab eine Fuehrung mitgemacht-muy interesante- und bin dann alleine noch ein paar Stunden am Gelaende gewesen.
Die Stadt war das religiöse und administrative Zentrum einer präkolumbischen Kultur rund um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin heute mit dem Bus nach Tiwanaku rausgefahren, das ist die bedeutendste Ausgrabunbgsstaette in Bolivien und uU die bedeutendste Prae-Inka-Staette Suedamerikas, ca 80 km von LaPaz weg. Hab eine Fuehrung mitgemacht-muy interesante- und bin dann alleine noch ein paar Stunden am Gelaende gewesen.</p>
<p>Die Stadt war das religiöse und administrative Zentrum einer präkolumbischen Kultur rund um den Titicaca-See in der Zeit von 1500 v. Chr. bis 1200 n. Chr. Ursprünglich lag die Stadt direkt am südlichen Ende des Sees. Durch Verdunstung verlor der See seine ehemalige Ausdehnung, wodurch der Ort heute etwa 20 Kilometer vom Ufer entfernt liegt.</p>
<div id="attachment_506" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-506" title="p1020217" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020217.jpg" alt="Pyramide" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Pyramide</p></div>
<p>Besonders beeindruckend sind die monolithischen Figuren und das Sonnentor, siehe Fotos. Von den Bauten ist nicht viel deutlich zu sehen, da diese sehr lange der Verwitterung und Erosion ausgesetzt waren, bis sie erst Anfang des 20. Jhdts. von einem Oesterreicher erforscht wurden. Noch immer wird gegraben und rekonstruiert.</p>
<div id="attachment_509" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-509" title="p10202182" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p10202182.jpg" alt="Graberei" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Graberei</p></div><br />
<div id="attachment_510" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-510" title="p1020239" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020239.jpg" alt="Sonnentor" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Sonnentor</p></div><br />
<div id="attachment_511" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-511" title="p1020235" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020235.jpg" alt="Sonnengott am Tor" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Sonnengott am Tor</p></div><br />
<div id="attachment_512" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-512" title="p1020250" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020250.jpg" alt="Figur" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Figur</p></div><br />
<div id="attachment_513" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-513" title="p1020259" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020259.jpg" alt="Mauer" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Mauer</p></div><br />
<div id="attachment_514" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-514" title="p1020224" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020224.jpg" alt="Eingearbeitete Koepfe" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Eingearbeitete Koepfe</p></div>
<p>Ich habe die ruhige und friedliche Atmosphaere in der wenig besuchten Staette sehr genossen und bin gut in die Energie eingetaucht. Waehrend meiner Anwesenheit ist das Luftelement spuerbar und sichtbar stark geworden, der Nordwind hat geblasen, Voegel haben sich im Wind gespielt und rundherum waren Wirbelwinde, fast schon kleine Tornados, auf den sandigen Ebenen zu sehen.</p>
<div id="attachment_516" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-516" title="p1020266" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020266.jpg" alt="Tzikin" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Tzikin</p></div><br />
<div id="attachment_515" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-515" title="p1020254" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020254.jpg" alt="I-Man" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">I-Man</p></div>
<p>Bin sehr beeindruckt und zufrieden nach LaPaz zurueckgekehrt. Fuer die naechsten 2 Tage nehme ich mir nicht viel vor, obwohl man von LaPaz aus sehr viel und billig unternehmen kann - alle Traveller sind ganz narrisch auf die Touren. Ich geniesse indes die Ruhe, nachdem ich ja genug herumgezottelt bin die letzten 2,5 Wochen (ueber 3000 km mit dem Bus). Ausserdem gefaellt mir das urbane Geschehen, in die Pampa gehts dann eh wieder bald. Vielleicht mach ich noch eine Mountainbiketour, fuer die hohen Berge der Umgebung ist mir das Wetter zu schlecht, heute wurden aufgrund von Regen und Schnee alle Touren storniert.</p>
<p>Soweit-sogut</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.551991&amp;lng=-68.678818&amp;openPostId=499"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>La Paz</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 01:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern von Potosi um 2100 mit dem Nachtbus weggefahren. Hab mir extra ein Ticket fuer einen besseren Bus gekauft, der Heizung und Klo hat, die Fahrt war aber ein Horror. Bin in dem Doppeldecker oben in der ersten Reihe gesessen, was ja eigentlich kein schlechter Platz ist. Leider hat diue Scheibe vor meiner Nase, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern von Potosi um 2100 mit dem Nachtbus weggefahren. Hab mir extra ein Ticket fuer einen besseren Bus gekauft, der Heizung und Klo hat, die Fahrt war aber ein Horror. Bin in dem Doppeldecker oben in der ersten Reihe gesessen, was ja eigentlich kein schlechter Platz ist. Leider hat diue Scheibe vor meiner Nase, die mich dem Namen nach vor dem Wind schuetzen haette sollen, ein Loch gehabt. Also war es saukalt, die Heizung war nicht eingeschalten. Ich bin fast erfroren trotz 4 Schichten oben und 3 Schichten unten. Das Klo war ausser Betrieb, weil der Fahrer des Buses keinen Schluessel dafuer hatte. Eine echte Horrorfahrt. Komisch, dass sich von den Einheimischen keiner aufregt, die haben ja genauso gefroren. Aber die sind gewohnt, dass sie wie Dreck behandelt werden, auch von den eigenen Leuten&#8230;</p>
<p>Beeindruckend war die Einfahrt nach LaPaz. Man sieht die Vorstadt schon von weitem in der Nacht leuchten, und wenn man dann um 4:30 in der Frueh durch die Vororte faehrt, ist schon ueberall eine irre Geschaeftigkeit. Ueberall sind Leute, voll bepackt mit Sachen und warten bei der aergsten Kaelte auf den Bus. Die Menschen hier arbeiten sehr hart.</p>
<p>Am Busbahnhof ausgestiegen konnte ich mich vor lauter Zittern kaum aufrecht halten. Gottseidank haben mir meine vietnamesischen Freunde einen Tip fuer eiun gutes Hostel gegeben.Dort bin ich gleich mit dem Taxi hin, hab gefruehstueckt und mich unter eine echte Steppdecke gekuschelt und erst mal gepennt. Nach 3 Stunden hab ich immer noch Eisfuesse gehabt.</p>
<p>Dann hab ich beim 2ten Fruehstueck eine Englaenderin getroffen, die stolz ihre neue Kamera hergezeigt hat, die sie in LaPaz gekauft hat - perfekt getroffen! Also bin ich gleich in die Strasse mit den Elektronikgeschaeften gegangen, habe eine Kamera wie meine alte gesucht und auch gleich gefunden und fuer schlappe 200 Dollares gekauft, juhui!</p>
<p>Ganz gleucklich bin ich wieder Richtung Stadt gegangen, wo ich dann zufaellig Gfir und Avital aus Israel ueber den Weg gelaufen bin. Die waren mit mir trekken in Peru. Hat mich echt gefreut, wir haben den rest des Tages zusammen verbracht. Da Gfir in Israel als wuestenguide arbeitet, werden wir dort sicher ein Unternehmen gemeinsam starten.</p>
<p>La Paz ist eine irre Stadt. Hier spielt es sich voll ab, viel Verkehr, kolonnenweise Busse, und viele Leute, rundherum sind die Haenge des Talkessels dichtest zugebaut, ein irres Bild.</p>
<p>Morgen fahre ich nach Tihuanacu (sprich Tiwanaku) , einer Ausgrabungsstaette aus der Prae-inka-zeit.</p>
<p>Die liebe Evze hat jetzt das Google-Maps fuer den Blog installiert, damit man bei jedem Artikel auf der Karte sehen kann, wo er geschrieben wurde. Dazu das kleine Feld unten anklicken oder im Hauptmenue den Menuepunkt &#8220;Google-Maps&#8221; anklicken und dort die Blasen am jeweiligen Ort anklicken und die Kurzfassung des Artikels lesen oder den ganzen Artikel oeffnen. Probierma halt einmal! Muchas Gracias Evze for Pimpin da Blog!!</p>
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		<title>Versoehnlicher Abschied von Potosi</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 22:14:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein, meine Kamera hab ich nicht wieder. Die gehoert jetzt jemandem anderen. Damit hab ich mich abgefunden, nachdem ich in der Frueh wie vereinbart noch einmal bei den Bullen vorbeigeschaut hab, um zu erfragen, ob ihre &#8220;Ermittlungen&#8221; erfolgreich waren. Erwartungsgemaess &#8220;nada&#8221;&#8230;
Mit dieser Gewissheit konnte ich mir einen gemuetlichen Tag ohne Fotostress machen. Hab viel und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, meine Kamera hab ich nicht wieder. Die gehoert jetzt jemandem anderen. Damit hab ich mich abgefunden, nachdem ich in der Frueh wie vereinbart noch einmal bei den Bullen vorbeigeschaut hab, um zu erfragen, ob ihre &#8220;Ermittlungen&#8221; erfolgreich waren. Erwartungsgemaess &#8220;nada&#8221;&#8230;</p>
<p>Mit dieser Gewissheit konnte ich mir einen gemuetlichen Tag ohne Fotostress machen. Hab viel und gut gegessen.</p>
<p>Ganz unerwartet hat der Nachmittag noch ein Highlight gebracht. Naemkich eines der groessten religioesen Feste, die im Jahreverlauf in Potosi stattfinden. Die Prozession der Virgen de Rosaria, der ortsansaessigen Mutter Gottes. Bis auf ein paar Mineros, die auch am Sonntag arbeiten, ist die ganze Stadt auf den Beinen um den pompoesen und stundenlangen Umzug der Glaeubigen und der Gottesmutter durch die ganze Stadt zu begleiten. Mit mehreren Kapellen und vielen Abordnungen war das ein buntes Geschehen, begleitet vom Glockengelaeute der 36 Kirchen der Stadt. Die Virgen ist auf einem wohl tonnenschweren, silberbeschlagenen Gestell montiert und so gross, dass sie durch die engen Gassen und unter den tief haengenden Telefonkabeln nur schwer durch zu manoevrieren ist. Getragen wird sie von honorigen Herren in Anzug und mit verspiegelten Sonnenbrillen. Vor der Madonna gehen ein paar Typen mit langen Gabeln zum aufheben der zigtausend Telefonkabel. Wenn das nichts hilft, wird die Virgen tiefer getragen. Die Typen geben dabei ihr letztes.</p>
<p>Ich hab die hingebungsvolle Glaubensausuebung der Leute bewundert und auch viel zum Schmunzeln gehabt an den ca 4 Stellen, wo ich den Zug vorbeiziehen liess.</p>
<p>Das ganze geht ja nicht so streng zu hier, auch wenn sich alle diesbezueglich bemuehen, es gibt halt Grenzen&#8230;</p>
<p>Dem Zug eroeffnet die hiesige Polizeikapelle mit ca 10 Leuten, die durcheinanderspielen und nicht einmal zur eigenen Musik den Gleichschritt halten. Dann kommen Kinder und Jugendliche in Schuloniformen, die riesige Bibeln tragen und sich einen Mordsspass machen, waehrend ihre Erzieher versuchen, den Ernst hochzuhalten. Oeberhaupt ist der Zug von vielen Gschaftlern begleitet, die die Ordnung im Auge behalten.</p>
<p>An allen Kreuzungen gibt es Chaos, weil der Verkehr zwar umgeleitet wird, aber genau in die Prozession hinein. So konnte ich beobachten, wie ein Busfahrer eine Luecke in der Prozession zum Ueberqueren der Strasse nutzen wollte. Platz war genug, doch als er einen halben meter nach vorne gerollt ist, hat sich eine Alte mit einem silberbeschlagenen Holzkreuz vor den Bus gestellt und wild herumgeschrien. Ihre Spiessgesellen haben derweil die Kotfluegel des Buses mit Fusstritten verbeult. Die wissen hier halt noch, was das wehrhafte Christentum ist&#8230;</p>
<p>Die madonna wird von den Balkonen aus mit Blumen und Konfetti beworfen. Hinter ihr geht die hohe Geistlichkeit mit todernster Miene. Den Abschluss bildet die Militaermusik und eine Garde, die an Zackigkeit fast mit den Pfadfindern mithalten kann.</p>
<p>Dennoch schoen, wie die ganze Stadt an diesem Geschehen begeistert teilnimmt. Mir hat das echt gutgetan. Hab den Zug noch eine Weile begleitet, bis er dann bei untergehender Sonne Richtung Cerro Rico aus der Stadt rausgezogen ist. Ich bin froh, dass die Stadt mir noch ihr schoenes Gesicht gezeigt hat, und werde mich jetzt zufrieden in den Nachtbus nach LaPaz setzen, wo ich morgen frueh dann ankommen werde.</p>
<p>Schade ist, dass ich von der Prozession keine Fotos habe&#8230;hoffe, dass ich morgen eine Kamera kaufen kann.</p>
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		<title>Cerro Rico - die Hoelle von Potosi</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 01:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der heutige Tag wr ordentlich bewegend, und oft sind es die unschoenem Dinge, die einen bewegen&#8230;dafuer sind sie auch da.
 In der Frueh um 9 bin ich zusammen mit einer Englaenderin und einem ehemaligen Minenarbeiter als Fuehrer zur Minentour zum Cerro Rico aufgebrochen. Am Weg dorthin bleibt man am Markt der Mineros (=Minenarbeiter) stehen und kauft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der heutige Tag wr ordentlich bewegend, und oft sind es die unschoenem Dinge, die einen bewegen&#8230;dafuer sind sie auch da.</p>
<p> In der Frueh um 9 bin ich zusammen mit einer Englaenderin und einem ehemaligen Minenarbeiter als Fuehrer zur Minentour zum Cerro Rico aufgebrochen. Am Weg dorthin bleibt man am Markt der Mineros (=Minenarbeiter) stehen und kauft ein paar Sachen ein. Vor allem Geschenke fuer die Mineros, da man tatsaechlich dorthin geht, wo die arbeiten, und als Tourist ja von denen geduldet wird. Also kauften wir ein paar Flaschen Cola, Zigaretten und ein paar Beutel Cocablaetter zum verschenken. Ausserdem eine Stange Dynamit mit Zuendschnur und irgendeinem Pulver, das die Sprengkraft erhoehen soll. Dieses Packerl ist gleich in meinem Rucksack gelandet. Der Minerosmarkt von Potosi soll angebleich der einzige Ort weltweit sein, wo man Dynamit einfach so kaufen kann, keine Ahnung ob das stimmt. Jedenfalls hat unsere Bombe nur ca. 75 Cent gekostet und eine enorme Sprengkraft gehabt, wie uns spaeter vorgefuehrt wurde.</p>
<p>Unser Fuehrer hat selber 7 Jahre in den Minen geschuftet und fuehrt jetzt schon seit 15 Jahren Touristen in die Minen. Waehrend andere, grosse Gruppen in eher touristische Minen gegangen sind, haben wir uns mit Helm, Anzug und Lampe ausgeruestet in eine sehr belebte Mine vorgewagt, wo auch heute am Samstag ordentlich gehackelt wird, hat es geheissen.</p>
<p>Gleich vorweg, die Minen sind die Hoelle, ohne Uebertreibung. Man kann sich nicht vorstellen, wie hart und unter welchen Bedingungen die Leute darin schuften. Sowas grausames hab ich bis heute nicht gesehen.</p>
<p>Wir sind also nichtsahnend in eine der ueber 500 Oeffnungen des Berges einmarschiert, erst noch aufrecht aber - vor allem ich - bald schon im Zwergengang. Das war in der Hoehe von 4500 Metern schon ziemlich anstrengend. 100e Meter sind wir so in den Berg hineingegangen. Alle 5 Sekunden haut man sich den Helm an der Decke an, staubig ist es und es wird immer heisser, dass einem die Bachln nur so herunterrinnen. Am Boden steht teilweise 30 cm tief das Wasser. Alle paar Minuten kommen einem Mineros entgegen, entweder mit einem Sack auf dem Ruecken oder einen Hunt schiebend, das sind die Schienenwagerl, wo das Erz eingefuellt wird. So oder so haben sie einen Affenzahn darauf und einen Gesichtsausdruck, der einem Angst macht.</p>
<p>Die Mineros fuehren ein unmenschliches Leben. Zu jeder Tages- und Nachtzeit steigen sie in den Berg ein und bleiben teilweise fuer 20 Stunden drinnen zum schuften, frueher soll das noch aerger gewesen sein. Der Dreck und Staub ist ungleublich, dazu giftige Gase und keinerlei Sicherheitsvorkehrungen. Zum Essen und Trinkenm habn sie nichts mit, lediglich die Backe dick mit Cocablaettern gefuellt. 18000 Mineros schuften derzeit hier in diesem Berg.</p>
<p>Wir sind immer weiter gegangen und ich habe die Minen immer mehr gehasst, mit meiner Groesse war ich ein armes Schwein. Es wurde immer enger, hisser und dreckiger. Teilweise mussten wir durch Engstellen durchrobben und den kleinen Rucksack mit den Geschenken vor uns herschieben. Unser Fuehrer war sehr bestrebt, uns zu zeigen, wie es wirklich ausschaut fuer die Mineros. Also hat er uns an dieletzten Enden der Gange gefuehrt, wo dann tatsaechlich abgebaut wird. Ich hab meinen Augen nicht getraut. Wir sind durch enge Stellen geschlieft, senkrecht rauf und runtergekrabbelt, ueber eine 30 m hohe Leiter ind die Tiefe gestiegen, etc.. Am Ende eines jeden Ganges hat ein Arbeiter sein Platztl. Und weil sie keinen fixen Lohen haben, sondern nach Menge und Qualitaet des Erzes gezahlt werden, schaut ein jeder gierig auf seinen Claim. DiE Mineros klauben mit dere Hand Stein fuer Stein in Saecke, die sie dann ueber den Hindernislauf nach aussen tragen. Ich habe vrsucht so einen Sack aufzuheben. Aufheben ging noch , aber tragen-njet! Ca. 70 Kilo Erz pro Sack. Die Mineros haben nicht viel geredet, in ihren Augen war eine traurige Leere. Kein Mensch tut sich sowas freiwillig an, einfach furchtbar!!!!!</p>
<p>Ich war dermassen froh, als es geheissen hat, dass wir den Rueckzug antreten und wir aus dem Staub und der furchtbaren Hitze von bestimmt 35 Grad wegkamen. Wie schoen, wieder im Licht zu sein. Was ich im Inneren dieses Berges gesehen habe, hat mich fuer die naechsten Stunden ordentlich beschaeftigt. Gleichzeitig habe ich mich daurnd gefragt, wozu ich nach Potosi kommen musste. Immerhin habe ich einen weiten und anstrengenden Weg auf mich genommen, um dann diese grauenhafte Tortur (nach den 3 Stunden Herumlaufen und -krabbeln im Berg war ich einfach nur fix und foxi!) durchzumachen und mir dieses Elend anzuschauen. Die Stadt an sich hat auch nichts nettes, der Menschenschlag hier ist eher hart und distanziert, wie auch nicht?! Als bewusst Reisender fragt man sich also: warum hierher?</p>
<p>Fest steht, die Geschichte dieses Ortes ist furchtbar. Wie kaum anderswo wurden hier die Indigenas (das sind die Einheimischen, die faelschlicherweise oft als Indios oder Indianer bezeichnet werden) ausgebeutet und gedemuetigt, versklavt und gemordet um der spanischen Krone und anderen Herrschaftsstrukturen Reichtum zu verschaffen. Der Berg war den Inkas heilig und sollte unberuehrt bleiben. Die spaeteren Unterdruecker haben den Berg ausweiden lassen und die Einheimischen haben mit ihrem Blut bezahlt. 46000 Tonnen wurden allein Silber aus dem Berg geschafft, dazu auch noch einige ander Minerale wie z.B. Zinn. Heilig ist hier heute nichts mehr. Was sich hier seit ueber 450 Jahren abspielt, hat mit der Heiligkeit und Wuerde des Menschen und seiner Umwelt genau nichts zu tun!</p>
<p>Am Nachmittag sollte ich draufkommen, dass ich wohl auch einen kleinen Anteil am Karma dieses Ortes habe. Vom Minengang ziemlich geschwaecht, hab ich mich in die Hauptattraktion des kolonialen Ortszentrums begeben, der Casa Real de La Moneda, der ehemaligen koenioglichen Muenzpraeganstalt, wo das Silber in Muenzen geformt wurde.  Eigentlich hats mich dort gleich angezipft, weil ich ein Ticket gekauft hab und dann erst erfahren habe, dass ich nur mit der Fuehrung in einer Stunde hineindarf, wo ich eigentlich in einer Stunde schon wieder im Quartier sein wollt. Also hab ich erst so gut es mit meinem Spanisch geht meinen Unwillen ausgedrueckt und hab mich dann grantig auf ein Bankerl gesetzt und gewartet, weil ich fuer andere Aktionen zu muede war. Dann hab ich was gelesen und mit meiner Kamera herumgespielt. Gewartet hab ich 1,5 Stunden, und ich war schon volle sauer, dass ich dieses Scheissticket gekauft hab, weil eigentlich hatte ich gar keine Lust mehr, mir diese Kolonialbunker anzuschauen . Ploetzlich hat es geheissen, dass die Tour jetzt losgeht und ich mich tummeln soll, sonst kann ich wieder heimgehen. Es hat sich eine Traube von Menschen angesammelt, der ich flux gefolgt bin. Im ersten Saal hab ich dann registriert, dass meine Kamera weg ist. Scheisse! Zurueck zu meinem Sitzplatz, dort auch nichts. Die 5 Polizisten, die die ganze Zeit dort herumgestanden sind, haben natuerlich auch nichts gesehen. Nachdem ich mit denen alles besprochen hatte, was ich auf spanisch zum verschwinden meiner Kamera zu sagen hatte, war mir schon saukalt, das Gebaeude und Museum wurscht und ich noch saurer. Es war mir nicht zu erklaeren, wie die Kamera verschwinden sollte, aus der Tasche gelupft hat sie mir sicher keiner. Eher hab ich sie beim herumspielen kurz heraussenliegen gehabt, und irgendwer hat sie dann &#8220;gefunden&#8221;.</p>
<p>Naja, waehrend die Bullen alibimaessig herumgeschnueffelt haben, hab ich ich damit abgefunden, dass die Kamera weg ist. Irgenwie schon seltsam. Nirgends passiert einem was, und dann gerade da, wo die Sicherheit gross zu sein scheint, weil kaum Leute und viele Bullen. Warum musste ich meine Kamera ausgerechnet an dem Ort hergeben, der wohl wie kein anderer in ganz Amerika fuer den unheimlichen Raub steht, den die Europaeer in der neuen Welt angerichtet haben, dem Muenzhaus von Potosi&#8230;? (Vielleicht ein kleiner Akt des Ausgleiches&#8230;)</p>
<p>Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht an Zufall glaube und mich mit dieser Frage ernsthaft auseinandersetze. Antwort erwarte ich dabei keine. Dafuer hoffe ich, dass nicht nur mein Reise- sondern auch mein Karmarucksack etwas leichter geworden ist und ich meinen Tribut gezahlt habe. Davon gehe ich aus und somit kann ich auch damit klarkommen. Es gibt schmerzhaftere Dinge als das Abgeben einer Kamera. In LaPaz werde ich schauen, dass ich eine neue, schoene Kamera kaufen kann. Um die Fotos aus der Mine ist es schon schade, aber was solls&#8230;</p>
<p>Morgen fahre ich weg von hier, schon tief bewegt, muss ich sagen. Und froh, dass ich nicht hierbleiben muss, wie so viele&#8230;</p>
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		<title>3tter Tag der Tour und Abschied von Uyuni</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 00:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der dritte Tag der Tour war eine lange Autofahrt mit wenigen Stopps, diese waren aber beeindruckend. Die meiste Zeit sassen wir im Auto, immerhin galt es 500 km Schotterpiste zurueckzulegen.
Gleich in der Frueh fuhren wir zu den Geysiren auf fast 5000 m Hoehe, ziemlich beeindruckend, wie es da den dampf und das siedende wasser aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der dritte Tag der Tour war eine lange Autofahrt mit wenigen Stopps, diese waren aber beeindruckend. Die meiste Zeit sassen wir im Auto, immerhin galt es 500 km Schotterpiste zurueckzulegen.</p>
<p>Gleich in der Frueh fuhren wir zu den Geysiren auf fast 5000 m Hoehe, ziemlich beeindruckend, wie es da den dampf und das siedende wasser aus der Erde drueckt.</p>
<div id="attachment_402" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-402" title="p1020070" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020070.jpg" alt="Geysir" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Geysir</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-403" title="p1020075" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020075.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Der naechste Stopp und Umkehrpunkt der Tour war die Laguna Verde (Gruener See), der aufgrund des Kupfergehaltes gruen gefaerbt ist und malerisch vor einem Vulkan liegt.</p>
<div id="attachment_404" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-404" title="800px-laguna_verde_en_bolivia" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/800px-laguna_verde_en_bolivia.jpg" alt="Laguna Verde" width="500" height="245" /><p class="wp-caption-text">Laguna Verde</p></div>
<p>Am Weg heim waren wir schon alle muede, der Chauffeur hat sich mit Coca wachgehalten, waehrend wir gepennt haben. Am Ende waren alle froh, dass es geschafft war. Ich auch, weil ich wieder alleine meinen Weg gehen konnte.</p>
<p>Hab mir ein billiges Quartier gesucht, mangels Warmwassers kalt geduscht, und bin zufrieden pennen gegangen. Heute in der Frueh bin ich nach Potosi aufgebrochen. Mit dem billigsten Bus, wo wieder mal mehr Tickets verkauft wurden, als es Sitze gibt, ist es ueber eine staubige Schotterpiste durch malerische Landschaften gegangen, vorbei an kleinen Ortschaften, die durch den Bergbau entstanden sind. Beim Fenster hat es herein gestaubt, dass ich fast soviel Dreck gefressen habe wie die vermummten Strassenarbeiter am Strassenrand.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-405" title="p1020083" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020083.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Die Ankunft in Potosi war schon beeindruckend. Die Stadt ist Mitte des 16. Jahrhunderts von den Spaniern am Fusse des Cerro Ricos (reicher Berg) gebaut worden, um den gewaltigen und hoechst silberhaeltigen Berg auszuweiden bis aufs Gehtnichtmehr. Die Stadt hat sich binnen kuerzester Zeit zur damals reichsten und groessten Stadt der Welt entwickelt und die Spanier haben Schiffweise Silber weggeschafft. Die Geschichte der Stadt ist gepraegt von 500 Jahren Ausbeutung und Frohndienst der Einheimischen, die Coca-kauend Tag und Nacht in den Minen hackeln und eine Lebenserwartung von 30-40 Jahren haben, bis heute.</p>
<p>Die Stadt ist die hoechstgelegene Grossstadt der Welt und es herscht hier ein irres Getriebe. Das Zentrum ist mit schoenen Kolonialbauten bestueckt, im Hintergrund thront der Cerro Rico. Werde mir hier zumindest 2 Tage fuer alles Zeit nehmen und ein bisschen relaxen.</p>
<div id="attachment_406" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-406" title="p1020090" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020090.jpg" alt="Hinten der Cerro Rico" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Hinten der Cerro Rico</p></div>
<p>Morgen werde ich eine gefuehrte Tour in die Minen machen, das sol eines der beeindruckendsten Erlebnisse sein, die man in Bolivien machen kann&#8230;mal sehen. Jetzt geh ich was speisen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-407" title="p1020088" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020088.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zweiter Tag der Tour: Vulkane, Seen und Flamingos</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=359</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 00:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 2te Tag war nicht weniger beeindruckend wie der erste. Gleich in aller Frueh ging es los, zuerst noch am Altiplano, dann immer hioeher hinauf in die Pampa. Die Landschaft ist von sehr grosser Weite, uebersaht mit Buescheln des trockenen Andengrases, an dem die Lamas und Vicuñas sich laben, an denen man immer wieder vorbeifaeht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 2te Tag war nicht weniger beeindruckend wie der erste. Gleich in aller Frueh ging es los, zuerst noch am Altiplano, dann immer hioeher hinauf in die Pampa. Die Landschaft ist von sehr grosser Weite, uebersaht mit Buescheln des trockenen Andengrases, an dem die Lamas und Vicuñas sich laben, an denen man immer wieder vorbeifaeht. Die Lamas sind recht gross, die Vicúñas eher ziehrlich.</p>
<div id="attachment_377" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-377" title="p1010943" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010943.jpg" alt="Lamas" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Lamas</p></div>
<div id="attachment_378" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-378" title="p1010960" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010960.jpg" alt="Vicuñas" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Vicuñas</p></div>
<div id="attachment_379" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-379" title="p1010954" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010954.jpg" alt="Die Pampa" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Die Pampa</p></div>
<div id="attachment_380" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-380" title="Pampa" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010952.jpg" alt="Ein letzter Blick auf den Salar" width="500" height="281" /></dt>
</dl>
</div>
<p>Eine besondere Attraktion fuer die Fotofreaks war die alte Eisenbahnlinie, die von den Englaendern vor langer Zeit gebaut wurde und immer noch im Betrieb ist und kerzengerade durchs Land geht, direkt von den Silberminen ins heutige  Chile, wo die Rohstoffe dann verschifft werden. Gut, dass der Zug nur einmal am Tag kommt, so hatten die Amigos ausreichend Zeit fuer alle Fotoschmaehs.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_381" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-full wp-image-381" title="p1010928" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010928.jpg" alt="die Bahn" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">die Bahn</p></div>
<div id="attachment_382" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-382" title="p1010939" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010939.jpg" alt="...die Freaks..." width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">...die Freaks...</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-383" title="p1010942" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010942.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Man fuhr dann immer weiter in die bizarre, trockene Welt der Wulkane weiter. Diese sind hier nicht aktiv, dafuer aber sehr schoen und bis 6000 Meter hoch. Letztendlich sind da alle Berge vulkanischen Ursprungs.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-384" title="p1020019" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020019.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-385" title="p1010957" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010957.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Schliesslich kommt man zu den hoch gelegenen Salzseen, wo die Flamingos und viele andere Voegel das saukalte Wasser nach Nahrung durchsuchen. Die Flamingos sind traumhaft schoen und sehr scheu. Die Seen sind an sich schon schoen und bieten zusammen mit der Umgebung unter der intensiven Sonne ein beeindruckendes Farbenspiel&#8230;das Wasser, die Flamingos, das weisse Borax-Mineral am Ufer der Seen, das Andengras, die Abhaenge der Vulkane,&#8230;Sehr lange kann man sich aber nie aufhalten, weil  der Wind gnadenlos kalt ist. Ausserdem gilt es in den 3 Tagen 900 km zurueckzulegen. Unser Fahrer und Fuehrer hatte es schwer uns von den ersten Plaetzen loszureissen, weil wir so beeindruckt waren. Aber er hat nicht zuviel versprochen, als er sagte, dass noch viel mehr und viel schoeneres kommen wird. Mit der Zeit gewoehnt man sich auch an das staendige Wechselspiel der Eindruecke, auch wenn man es kaum fassen kann.</p>
<div id="attachment_386" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-386" title="p1010967" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010967.jpg" alt="Salzsee" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Salzsee</p></div>
<div id="attachment_388" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-388" title="p1010976" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010976.jpg" alt="Los Flamencos" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Los Flamencos</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-389" title="p1010993" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010993.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-390" title="p1020007" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020007.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Zwischendurch kommt man immerwieder an Felsformationen vorbei, die ganz unvermutet in der Oednis auftauchen, und von Wind und Sand zu bizarrsten Formen geschliffen wurden. Ein gefundenes Fressen fuer Fotofreunde, und fuer mich auch ein Eintauchen in eine Welt von ganz eigener Optik und Energie.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-391" title="p1020038" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020038.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<div id="attachment_392" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-392" title="p1020042" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020042.jpg" alt="Fun" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Fun</p></div>
<div id="attachment_393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-393" title="p1020044" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020044.jpg" alt="Gesichter" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Gestalt</p></div>
<div id="attachment_394" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-394" title="p1020049" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020049.jpg" alt="Gesichter" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Gesichter</p></div>
<div id="attachment_395" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-395" title="p1020025" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020025.jpg" alt="Chinchilla" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Chinchilla-Kerlchen</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-396" title="p1020051" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020051.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Der Schluss- und Hoehepunkt des zweiten Tages war die Laguna Colorada, ein ganz besonderer See&#8230;Von der Weite sieht man nur einen Vulkan, weisses Borax und viel Rot, das man als roten Sand einordnet. Kommt man naeher, offenbart sich aber das Besondere. Das Rot ist naemlich das Wasser, das seine Farbe durch besondere Mineralien und Algen erhaelt. Zuerst traut man seinen Augen kaum, was man hier zu sehen bekommt. Der See ist relativ gross und sehr seicht, von heissen Quellen gespeist. Im See sind tausende von Flamingos am Fressen. Das rote Wasser, die Flamingos und die Umgebung mit den Vulkanen bieten ein beinahe surreales Bild.</p>
<div id="attachment_397" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-397" title="p1020054" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020054.jpg" alt="Laguna Colorada" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Laguna Colorada</p></div>
<div id="attachment_398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-398" title="p1020056" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020056.jpg" alt="Flamencos" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Flamencos</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-399" title="p1020058" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1020058.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Am Ufer des Sees direkt an einer heissen Quelle sitzend und mit dem Geschrei der vielen Flamingos im Ohr habe ich noch 2 Stunden lang bis zum Sonnenuntergang die Eindruecke aufgenommen und in mir abgespeichert, nachdem der Akku der Kamera schon leer war. An einem Ort wie diesem wird einem die wunderbare Schoenheit und Vielfalt der Schoepfung bewusst, unglaublich, traumhaft!! Muede, dankbar und zyfrieden bin ich in der hereinbrechenden Nacht und Saukaelte Richtung Quartier spaziert und gleich nach dem Essen schlafen gegangen. Was fuer ein Tag!!!</p>
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		<title>Erster Tag der Tour: Salar de Uyuni</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 23:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[er Salar ist die Salzwueste, die direkt vor der Stadt anfaengt und ca. 12000 km2 gross ist, groesser als Kaernten also.
Meine asiatischen Freunde sind aufgrund von Schlafmangel und durch das eifrige Autosuchen und Verhandeln hervorgerufene, vollkommene Erschoepfung sofort eingepennt, als wir noch nicht mal aus der Stadt draussen waren. Der Fahrer hat mich spasshalber gefragt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>er Salar ist die Salzwueste, die direkt vor der Stadt anfaengt und ca. 12000 km2 gross ist, groesser als Kaernten also.</p>
<p>Meine asiatischen Freunde sind aufgrund von Schlafmangel und durch das eifrige Autosuchen und Verhandeln hervorgerufene, vollkommene Erschoepfung sofort eingepennt, als wir noch nicht mal aus der Stadt draussen waren. Der Fahrer hat mich spasshalber gefragt, ob wir nicht zurueckfahren, uns das Geld teilen und den Typen erzaehlen sollen, dass sie die 3taegige Tour leider verschlafen haben.</p>
<p>Am Salar angekommen, sind aber die Augen bei uns allen ganz gross geworden. Man faehrt in eine brettelebene, weiss-strahlende, riesige, von Salzkristallen glitzernde Flaeche ein, die soweit reicht wie das Auge. Die Salzschicht bildete sich ueber zig Jahrtausende durch die Verdunstung des Wassers, das hier keine Abflussmoeglichkeit hat und ca 3 Monate im Jahr als duenne Schicht auf dem Salz liegt. Das Salz ist bis 8 Meter dick, somit ist hier das groesste Salzlager der Erde. Es wird auch viel abgebaut. Die Oberflaeche ist nicht eben, sondern bricht durch die Trocknung in sechseckige Flaechen, was ziemlich bizarr ausschaut. Die Sonne blendet, dass man es ohne Brillen kaum aushaelt. Mit dem Jeep kann man dahinblaettern was das Zeug haltet und unser Coca-Blaetter-kauender Fahrer hat uns gleich mal gezeigt, dass in einem Lexus mehr drinsteckt als in den ueblichen Toyotas. Das hat den Amigos aus Vietnam dann wieder weniger gefallen&#8230;</p>
<div id="attachment_369" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-369" title="p1010895" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010895.jpg" alt="Los Hexagones" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Los Hexagones</p></div>
<div id="attachment_366" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-366" title="p1010860" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010860.jpg" alt="Judith, Don Sebastian, Ich (von links nach rechts ;-))" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Judith, Don Sebastian, Ich (von links nach rechts ;-))</p></div>
<div id="attachment_367" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-367" title="p1010857" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010857.jpg" alt="Unser Lexx" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Unser Lexx</p></div>
<div id="attachment_368" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-368" title="p1010858" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010858.jpg" alt="Das Salz" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Das Salz</p></div>
<p>Im Salzsee gibt es auch Inseln, die ganz eigene Oekosysteme darstellen&#8230;sehr faszinierend, was sich dort fuer ein Bild zeigt. Mit Kakteen uebersaet, die bis 10 m hoch und ueber 1000 Jahre alt sind, umgeben von einem weissen Meer. Auf eine Insel konnten wir raufsteigen, die Kollegen waren zu muede und die Luft zu duenn, also bin ich allein hinauf. Oben hab ich eine Stunde in der Ruhe verbracht und die Klarheit dieses wunderbaren Ortes genossen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_373" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px;">
<li><img class="size-full wp-image-370" title="p1010868" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010868.jpg" alt="Insel" width="500" height="375" /></li>
<li>Insel</li>
</dl>
</div>
<div id="attachment_374" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-374" title="p1010899" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/10/p1010899.jpg" alt="I-Man" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">I-Man</p></div>
<p>Nachdem wir aus der Feldkueche gut verpflegt worden sind, waren auch meine Freunde fuer Bewegung gestaerkt und haben gleich ein paar Memorycards verschossen&#8230;Es blieb genug Zeit, das jeder diese Traumwelt auf seine Art ausgiebig geniessen konnte.</p>
<p>Am Abend sind wir in ein Quartier am Rande des Salars gefahren, wie da ueblich ganz aus Salzwuerfeln und Kaktusholz gebaut. Hundemuede und zufrieden sind wir bald eingeschlafen, voll beeindruckt.</p>
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		<title>Mit dem Nachtbus nach Uyuni und gleich weiter</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 01:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachtbusfahrt von LaPaz nach Uyuni ging ueber 11 Stunden und ca. 600 km. Im Bus hatte es ca. 5 bis 10 Grad, weil nicht geheizt wird. Ich hab gottseidank damit gerechnet und mich ordentlich geruestet fuer den Fall, dass es so kalt wird. Also hab ich mich in meine Fleeceschichten gewandet und noch den Schlafsack [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachtbusfahrt von LaPaz nach Uyuni ging ueber 11 Stunden und ca. 600 km. Im Bus hatte es ca. 5 bis 10 Grad, weil nicht geheizt wird. Ich hab gottseidank damit gerechnet und mich ordentlich geruestet fuer den Fall, dass es so kalt wird. Also hab ich mich in meine Fleeceschichten gewandet und noch den Schlafsack daruebergelegt.</p>
<p>Den 4 Vietnamesen, die ich am Busbahnhof kennengekernt habe, ist es da schon ganz anders gegangen. Waehrend ich fein geschlafen hab, haben die sich fast den Tod geholt&#8230;aber der Mensch haltet viel aus. So auch ich, denn ungefaehr bei halber Strecke ist die Strasse zur Ruettelpiste geworden und ich wurde bis zur Schmerzgrenze durchgeschuettelt.</p>
<p>In der Frueh um 8 sinbd wir in Uyuni angekommen, einer kleinen Stadt mitten im unwirtlichen Altiplano, der riesigen Hochebene auf 3500 bis 4000 m Hoehe, die vom Titicacasee bis weit nach Sueden reicht, von 2 grossen Gebirgsketten eingesaeumt wird und ca 2 mal so gross wie Oesterreich ist. Der Wind peitscht hier gnadenlos ueber das trockene Land.</p>
<p>Eigentlich waere hier ja keine Stadt zu vermuten. Es ist eine sehr arme Gegend, ausser Qinoa wir hier nichts angebaut und es rennen ein paar Lamas herum. Frueher gab es in der weiteren Umgebung viel Bergbau, doch heute ist der Tourismus wichtiger fuer die Stadt. So hab auch ich den weiten beschwerlichen Weg auf mich genommen , um von hier aus eine Tour in die Umgebung zu machen, wo vor allem der Salar de Uyuni lockt, die groesste Salzwueste der Welt, und weiters ein Naturschutzgebiet suedlich davon, das mit einer beeindruckenden Landschaft und vielen Seen aufwartet.</p>
<p>Da die Vietnamesen ganz cool waren, hab ich mich mit denen zusammengetan und einen Jeep mit Fahrer und Koechin fuer 3 Tage gecheckt. Das sind hier so die Standardtouren, die zu den absoluten Highlights eines Trips in diese Weltgegend gehoeren. Schon 2 Stunden nach der Ankunft am Busbahnhof ging diue Fahrt los. Dass die Vietnamesen absolute Fotofreaks sind, ist nicht zu verbergen. Jeder von den 3 Burschen traegt ca. 15 Kilo Fotoequipment im Wert von ca. ebensovielen Dollars durch die Gegend. Sie haben jedoch hier und in vielen anderen Gegenden den Vorteil, dass die Leute vom Fernsehen her glauben, dass Schlitzaugen auch Kung-Fu-Meisterschaft mit sich bringen&#8230;Neben der Fotoausruestung haben die Burschen noch eine kleine verwoehnte Goere mit im Handgepaeck, die eine wesentlich hoehere Belastung darstellt. Es sollte mir bis zum Ende unseres 3taegigen Zusammenseins unverstaendlich bleiben, warum sie sich nicht auf die Fotoausruestung beschraenkt haben, da keiner von den Burschen wirklich etwas mit ihr anfangen kann. Naja&#8230;</p>
<p>Die Auswahl unseres Fahrers haben die Vietnamesen getroffen, die hinsichtlich des Fahrzeuges sehr anspruchsvoll waren und ca 10 Touranbieter abgeklappert haben, bis endlich ein Wagen vorfuhr, wo vorne nicht wie ueblich Toyota, sondern Lexus draufgestanden ist. Der Fahrer war der Don Sebastian, Die Koechin seine Frau und ich der Uebersetzer fuer die anderen, die kein Spanisch, dafuer aber gut Englisch koennen.  Ausserdem hat uns die kleine Tochter der beiden begleitet, damit der Wagen auch ordentlich voll war. Die war aber sehr lieb. Vollgepackt mit Fotoausruestung und Futter ging die Fahrt los, und das nach ca. 24 Stunden Busfahrt fuer mich. Neben unserem Fahrzeug sind mehr oder weniger zeitgleich ca 7 andere Jeeps zur Tour aufgebrochen.</p>
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		<title>Puno-Copacabana-LaPaz</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 22:12:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>

		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Bin heute Frueh von Puno Richtung LaPaz-Bolivien aufgebrochen und sitze jetzt nach 10 Stunden beeindruckender Fahrt am Busbahnhof von LaPaz, wo ich auf die Weiterfahrt nach Uyuni warte und die Zeit zum Schreiben nutze.
Der Titicacasee hat sich heute sehr beeindruckend gezeigt, bin die ganze Busfahrt mit der Nase am Fenster geklebt. Neben mir die Tschechen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin heute Frueh von Puno Richtung LaPaz-Bolivien aufgebrochen und sitze jetzt nach 10 Stunden beeindruckender Fahrt am Busbahnhof von LaPaz, wo ich auf die Weiterfahrt nach Uyuni warte und die Zeit zum Schreiben nutze.</p>
<p>Der Titicacasee hat sich heute sehr beeindruckend gezeigt, bin die ganze Busfahrt mit der Nase am Fenster geklebt. Neben mir die Tschechen auch, die haben sich fast angeschissen vor lauter Eindruecke und gleichzeitig Video- und Fotokamera leergeschossen. Das Blau des Sees ist irre, die Farben der Pampa (Grasland) auch. Nach dem Grenzuebergang war kurz Stop in Copacabana, ein Wallfahrtsort und Namensgeber fuer den viel bekannteren Strand in Rio. Dannach ging es ueber die huegel den See entlang weiter. Der See wirkt wie ein Meer, ist 100 km lang und 50 km breit, oder so. Es gibt einen Streckenabschnitt ueber eine Landzunge, wo ich ganz beeindruckt auf meiner Seite auf den See rausgeschaut habe, und erst beim umdrehen bemerkt hab, dass auf der anderen Seite auch See ist, und zwar soweit das Auge reicht, muy impressionante!! Flamingos und Lamas waren auch zu sehen.</p>
<p>Dannach ging es ueber die Pampa des Altiplano, wo wir durch einen irren Hagelschauer mit unglaublichem Blitzspektakel gefahren sind.</p>
<p>Das beeindruckendste war aber, als sich LaPaz in seiner Kessellage erstmals gezeigt hat, nachdem wir die hochgelegene Vorstadt &#8221;El Alto&#8221; passiert hatten. Die Stadt liegt in einem Riesenkessel, der voll bebaut ist und ueber einen Hoehenunterschied von 1000 m reicht. Im Hintergrund sind die eisigen Gipfel der fast 7000 Meter hohen Berge der Cordillera Real zu sehen, die ich ja aus den Erzaehlungen und Expeditionsfotos meines Vaters ein wenig kenne. Der war schon oben am Illimani, dem hoechsten Berg Boliviens. In Natur sind die Berge aber viel beeindruckender. Jetzt wo ich weiss, wie anstrengend das Rucksacktragen hier in der Stadt schon ist, hab ich noch mehr Respekt fuer die Gipfelsiege meines Vaters&#8230;nit schlecht!</p>
<p>Die Vorstadtviertel hier sind unglaublich arm, da leben nur Indigenas, die ums Uebrleben kaempfen. Es gibt viele frische Graffitis mit Solidaritaetsbekundungen fuer Praesident Morrales.</p>
<p>Fotos muss ich nachreichen, da hier mit Uploaden nix geht. Dafuer fueg ich eines ein, das ich im Internet geklaut hab und selber nicht besser schiessen koennte.</p>
<div id="attachment_346" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-346" title="lp" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/lp.jpg" alt="La Pz und hinten die Cordillera Real" width="500" height="332" /><p class="wp-caption-text">La Paz, die Stadt des Friedens</p></div>
<p>Tja, jetzt fahr ich weiter zum Salar de Uyuni, eine sicher eisige Nachtfahrt, ca 12 Stunden. Dafuer lockt dort die groesste Salzwueste der Welt, die ich mit der reizvollen Umgebung ausgiebig erkunden werde.</p>
<p>Nach Lapaz komme ich in einer Woche zurueck, wo ich dann den Gunti vom Flughafen abhole. Der wird sich anscheissen (nix fuer ungut, amigo!), die Stadt macht ziemlich Respekt, wenn man von oben in den Kessel reinfaehrt.</p>
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		<title>Puno&#8230;Lago Titicaca</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 00:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Hola,
bin heut frueh mit dem Bus zum Titicacasee losgefahren, nachdem ich mir gestern mit ein paar Kanadiern ordentlich Bier verabreicht habe.
Die Hochebene am Weg war sehr beeindruckend. Irgendwie hab ich mir gedacht, dass ich mir so die Mongolei vorstelle, alles so weit&#8230;
In der Ferne waren staendig Gewitter zu sehen und der Wind pfeift auch ordentlich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hola,</p>
<p>bin heut frueh mit dem Bus zum Titicacasee losgefahren, nachdem ich mir gestern mit ein paar Kanadiern ordentlich Bier verabreicht habe.</p>
<p>Die Hochebene am Weg war sehr beeindruckend. Irgendwie hab ich mir gedacht, dass ich mir so die Mongolei vorstelle, alles so weit&#8230;</p>
<div id="attachment_337" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-337" title="p1010823" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010823.jpg" alt="Die Pampa" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Die Pampa</p></div>
<p>In der Ferne waren staendig Gewitter zu sehen und der Wind pfeift auch ordentlich. Ausserdem hupfen immer wieder Vicuñas herum, die kleinen goldenen Lamas. Und richtige Lamas sowieso.</p>
<p>Jetzt bin ich in Puno, der Hafenstadt am Titicacasee. Leider ist das Wetter regnerisch und saukalt und die Aussicht nicht so postkartenmaessig, wie man sich das vorstellen mag. Und der See schaut bei der ersten Sichtung nur klein aus, weil man nur in die Bucht von Puno einsieht.</p>
<div id="attachment_338" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-338" title="p1010824" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010824.jpg" alt="Puno am Titicacasee" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Puno am Titicacasee</p></div>
<p>Die Stadt ist hier im Zentrum voll auf die Touris eingestellt, ueberall sind Hotel- und Restaurantkeiler unterwegs.</p>
<p>Morgen frueh fahr ich schon weiter nach LaPaz, der Stadt des Friedens, und hebe mir den See fuer die gemeinsame Zeit mit Gunti auf, zu sehen gibts da naemlich genug.</p>
<p>Bolivien ist uebrigens nicht unsicherer als sonst auch. Die Unruhe spielt sich ja nur im Osten ab, und da fahr ich nicht hin.</p>
<p>das wars fuer heut, j</p>
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		<title>Trekking im Reich des Kondors</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 01:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstmal vielen Dank fuer die vielen wohlwollenden Kommentare im Blog&#8230;freue mich sehr darueber.
Bin von Nazca mit dem Nachtbus am Mittwoch nach Arequipa gekommen. Die 2tgroesste Stadt Perus, liegt auf 2500 m Hoehe und ist von ein paar 6Tausendern umgeben, und ausserdem steht der dominante Vulkan Misti vor der Tuer, echt beeindruckend. In der Stadt stehen schoene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmal vielen Dank fuer die vielen wohlwollenden Kommentare im Blog&#8230;freue mich sehr darueber.</p>
<p>Bin von Nazca mit dem Nachtbus am Mittwoch nach Arequipa gekommen. Die 2tgroesste Stadt Perus, liegt auf 2500 m Hoehe und ist von ein paar 6Tausendern umgeben, und ausserdem steht der dominante Vulkan Misti vor der Tuer, echt beeindruckend. In der Stadt stehen schoene Kolonialbauten.</p>
<div id="attachment_303" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-303" title="p1010712-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010712-small.jpg" alt="Plaza mit Katedrale" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Plaza mit Katedrale</p></div>
<div id="attachment_304" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-304" title="p1010714-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010714-small.jpg" alt="Kirsche" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Kirsche</p></div>
<div id="attachment_305" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://Keine"><img class="size-full wp-image-305" title="p1010817-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010817-small.jpg" alt="Terrassenaussicht vom Hostel, Vulkan Misti" width="500" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">Terrassenaussicht vom Hostel, Vulkan Misti</p></div>
<p>Hab mich glaich nach der Ankunft fuer ein 3taegiges Trekking im ein paar Stunden entfernten Colca-Canon angemeldet, von dem ich gerade zurueckgekommen bin.</p>
<p>Der Colca-Canon ist die 2t-tiefste schlucht der Welt nach dem benachbarten Cotahuasi-Canon. Ca. 3500 Meter tief, gemessen von den Spitzen der 6tausender bis in die Tiefe des Tales. Das Talund die Abhaenge sind sehr fruchtbar, ueberall gibt es Terrassen, insgesamt 60000 Hektar (!), soweit das Auge reicht&#8230;die Terrassen stammen noch aus der Vorinka-Zeit. Die Inkas waren in dieser Gegend auch nicht lange an der Macht, nicht einmal 100 Jahre. Dennoch sind wir auf Inkawegen gewandert, einige davon gehen bis Cuzco (5 Tagesmaersche). Die Leute hier arbeiten hart und viel, wir sind in Doerfer gekommen, wo es keinen Strom und nichts gibt, erreichbar nur ueber ein paar steile Pfade, wo die Esel und Menschen alles tragen, was man von aussen braucht.</p>
<div id="attachment_306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-306" title="p1010732-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010732-small.jpg" alt="der condor ist nicht echt...;-)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der condor ist nicht echt...;-)</p></div>
<div id="attachment_307" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-307" title="p1010736-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010736-small.jpg" alt="der Canon" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">der Canon</p></div>
<div id="attachment_308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-308" title="p1010785-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010785-small.jpg" alt="Terrassen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Terrassen</p></div>
<div id="attachment_310" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-310" title="p1010738-small1" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010738-small1.jpg" alt="I-Man" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">I-Man</p></div>
<p>Ich war die 3 Tage mit 6 Israelis und einem Fuehrer von da unterwegs. War eine nette Gruppe, auch wenn die Israelis teilweise zuviel gequatscht haben. Habe dafuer viel ueber Israel gelernt, wo ich ja demnaechst auch sein werde.  Um dem Gerede zu entkommen bin ich oft vorausgewandert und hab auch den Endanstieg mit 1200 Hoehenmetern in der Rekordzeit von 1:55 Stunden geschaftt. Besser sind nur die Einheimischen, die haben Wadeln wie Kanonenkugeln.</p>
<p>Schoen war es, dass wir eine der beiden Naechte bei einer Familie unter einfachsten Bedinguingen uebernachtet haben. In der Haupthuette wird bei offenem Feuer gekocht, und die Meerschweinchen schwateln herum und Harren dem Verzehrtwerden.</p>
<div id="attachment_311" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-311" title="p1010750-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010750-small.jpg" alt="Doña Rufina am Herd" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Doña Rufina am Herd</p></div>
<div id="attachment_312" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-312" title="p1010754-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010754-small.jpg" alt="das Gehaeuse" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">das Gehaeuse</p></div>
<div id="attachment_313" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-313" title="p1010758-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010758-small.jpg" alt="der Braten vom naechsten Geburtstag" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">der Braten vom naechsten Geburtstag</p></div>
<div id="attachment_314" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-314" title="p1010751-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010751-small.jpg" alt="mein Bett" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">mein Bett</p></div>
<p>Am 2ten Nachmittag waren wir in der sogenannten Oase, einem schoenen Platzl fuer Touristen zur Entspannung im Swimmingpool.</p>
<div id="attachment_315" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-315" title="p1010764-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010764-small.jpg" alt="unten die Oase, und der Weg nach oben nach dem Bade" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">unten die Oase, und der Weg nach oben nach dem Bade</p></div>
<div id="attachment_316" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-316" title="p1010776-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010776-small.jpg" alt="Pool" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Pool</p></div>
<div id="attachment_317" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-317" title="p1010772-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010772-small.jpg" alt="Alpaka" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">Alpaka</p></div>
<div id="attachment_318" class="wp-caption aligncenter" style="width: 370px"><img class="size-full wp-image-318" title="p1010743-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010743-small.jpg" alt="Los Burros-Sture Teifln, aber brav" width="360" height="640" /><p class="wp-caption-text">Los Burros-Sture Teifln, aber brav</p></div>
<div id="attachment_319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-319" title="p1010769-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010769-small.jpg" alt="Ein Geschaeft am Weg" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Ein Geschaeft am Weg</p></div>
<p>Das absolute Highlight fuer mich war heute in der Frueh. Nachdem wir in den letzten Tagen schon oefter in der Ferne Kondore kreisen sahen, fuhren wir heute zum Cruz del Condor, einem alten Ritualplatz der Einheimischen weit ueber den steilen Abhaengen des Canons, der jetzt vor allem der Kondorbeobachtung dient. In der Naehe dort haben einige Kondore ihre Nester und so kann man diese mit etwas Glueck beobachten. Ich hatte schon das Gefuehl, dass wir nicht enttaeuscht werden, schliesslich habe ich auf der Hinfahrt aus dem  Bus schon Kondore gesehen und ausserdem ist heute 5TZIKIN gewesen-meine Maya-Freunde verstehen, was das heisst.</p>
<div id="attachment_320" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-320" title="p1010788-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010788-small.jpg" alt="Liebe und neugierige Kids im Bus" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Aufgeweckte und neugierige Kids im Bus</p></div>
<p>Also hab ich mir ein schoenes Platztl an den Klippen gesucht und nach kuzem Warten hat sich der hiesige Koenig der Luefte gezeigt- wie eindrucksvoll und edel! Das Foto zeigt, wie einer von den ca. 5 Kondoren genau auf mich zufliegt. Es gibt ja nicht mehr viele Kondore und es ist ein besonderes Glueck, sie so nahe sehen zu duerfen.</p>
<div id="attachment_321" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-321" title="p1010799-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010799-small.jpg" alt="El Condor" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">El Condor</p></div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div id="attachment_323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-323" title="p1010796" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010796.jpg" alt="otra vez" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">otra vez</p></div>
</div>
<div id="attachment_324" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-324" title="p1010802" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010802.jpg" alt="contento (=zufrieden)" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">contento (=zufrieden)</p></div>
<p>Ahja, feiern tut man hier gern. In Arequipa durfte ich einen Umzug beobachten, wo man die oertliche Virgen (=Madonna) mit Riesenpomp durch die Stradt getragen hat. Und im Colca Canon gab es einen Umzug mit Tanz und Musik.</p>
<div id="attachment_325" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-325" title="p1010709-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010709-small.jpg" alt="La Virgen" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">La Virgen</p></div>
<div id="attachment_326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-326" title="p1010804-small" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010804-small.jpg" alt="Umzug" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Umzug</p></div>
<p>So gehe ich heute wieder zufrieden schlafen. Morgen fahre ich mit dem Bus nach Puno am TIticaca-See, die Fahrt soll sehr schoen sein&#8230;Von dort geht es dann recht zuegig weiter nach Bolivien.</p>
<p>Ihr geht ja morgen waehlen&#8230;ich habe meine Wahl schon getroffen und halte mich aus diesem Geschehen heraus&#8230;wie schoen!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-16.406894&amp;lng=-71.504425&amp;openPostId=299"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Der halbrohe Fisch, die Cessna und das Speibsackl</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 02:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel soll das Interesse wecken&#8230;
Bin heut in der frueh zusammen mit den alten Schweden nach Nasca gefahren, wo sich die beruehmten Linien in der Wueste befinden. Nachdem wir den Bus 2mal wechseln mussten, weil iorgendwas nicht funktioniert hat und dann noch von der policia eine Stunde lang kontrolliert worden sind, waren wir endlich auf Achse. Waehrend wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel soll das Interesse wecken&#8230;</p>
<p>Bin heut in der frueh zusammen mit den alten Schweden nach Nasca gefahren, wo sich die beruehmten Linien in der Wueste befinden. Nachdem wir den Bus 2mal wechseln mussten, weil iorgendwas nicht funktioniert hat und dann noch von der policia eine Stunde lang kontrolliert worden sind, waren wir endlich auf Achse. Waehrend wir durch die sehr trockene und bizarre Welt gefahren sind, ist ein Brutalo-Film der Sonderklasse gelaufen, ungefaehr drei Schussopfer pro 10 Sekunden und das bei maximaler Lautstaerke. Die Kinder im Bus schauen sich das mit viel Interesse an, waehrend die erwachsenen wegpennen&#8230;</p>
<p>In Nasca angekommen hab ich mir gleich einen Flug ueber die Linien im Wuestensand gebucgt und bin um die Zeit zu ueberbruecken mit den Schweden essen gegangen. Ich hab meinen Fisch halbroh bekommen und das erst bemerkt, nachdem die Haelfte schon in meinem Magen war, dazu ueberfette Pommes und zum drueberstreuen noch ein giftig suess schmeckendes Helado=Eis. Dannach gleich zum Flughafen und rein in die Cessna (das sind die Dinger, mit denen die Hobbypiloten reihenweise ungespitzt in den Boden einfahren).</p>
<p>Ich hab den Flug ja nicht nur wegen der Nasca-Linien gebucht, sondern auch, weil ich schon immer mit so einem Tschinaggl fliegen wollte.</p>
<p>Aus dem Bus raus hab ich gleich vorn beim Piloten Platz genommen und schon sind wir abgehoben. Man schaut sich dann die Linien von ca 500 m Hoehe an, dabei zieht der Pilot immer um die jeweilige Figur Kreisel, so dass einmal die linke und dann die rechte Seite der Leute (es sitzen eh nur 4 drin) die Figuren im Wuestensand sehen und fotografieren koennen. Das ganze bei vollem Wind und ca 30 mal hintereinander laesst dann das Bewusstsein langsam auf den halbrohen Fisch im Magen und den Blick von den Linien weg auf das leere Speibsackl am Schoss wandern.</p>
<p>Das speibsackl blieb zumindest bei mir leer und es war ein Genusss, die Landschaft und die Figuren im Sand aus der Luft zu sehen. Tolles Erlebnis.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-291" title="p1010682" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010682.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_292" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-292" title="p1010694" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010694.jpg" alt="Der Kolibri" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Der Kolibri</p></div><br />
<div id="attachment_293" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-293" title="p1010692" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010692.jpg" alt="El Condor" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">El Condor</p></div><br />
<div id="attachment_294" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-294" title="p1010684" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010684.jpg" alt="Der Astronaut" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Der Astronaut</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-295" title="p1010698" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010698.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Jetzt ist es 20.00 Uhr und in 3 Stunden fahre ich mit dem Nachtbus nach Arequipa, wo ich um ca. 9.00 auf 2500 meter ankommen werde.</p>
<p>Hasta pronto, j</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-14.8391&amp;lng=-74.940323&amp;openPostId=257"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Un dia perfecto</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 02:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hab ich nach einem schoenen Strandspaziergang einen ebensolchen Sonnenuntergang gehabt. Den hab ich bei einem Bierchen und einem gebratenen Fisch genossen.


Der heutige Tag war einfach super eindrucksvoll und ein Genuss, muy intensivo!
In der Frueh bin ich mit dem Boot auf die Islas Ballestas rausgefahren, ein paar Guano-Inseln vor der Kueste, die von tausenden Seeloewen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hab ich nach einem schoenen Strandspaziergang einen ebensolchen Sonnenuntergang gehabt. Den hab ich bei einem Bierchen und einem gebratenen Fisch genossen.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-274" title="p1010495" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010495.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-245" title="p10104973" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p10104973.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Der heutige Tag war einfach super eindrucksvoll und ein Genuss, muy intensivo!</p>
<p>In der Frueh bin ich mit dem Boot auf die Islas Ballestas rausgefahren, ein paar Guano-Inseln vor der Kueste, die von tausenden Seeloewen und wahrscheinlich Millionen von Voegeln bevoelkert sind. Ausserdem gibts dort die Humboldpinguine. Echt beeindruckend, was sich da abspielt. Der Himmel ist voller Voegel, das Gekreische ueberall, die Seeloewen bruellen herum und kaemkpfen um die besten Straende, und der Vogelmist tuermt sich teilweise meterhoch. Dieser wird dort auch alle paar Jahre abgebaut und als Duenger verwendet.</p>
<p><a href="http://Keine"></a></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-275" title="p10105373" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p10105373.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-276" title="p10105291" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p10105291.jpg" alt="Pinguinsen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Pinguinsen</p></div><br />
<div id="attachment_277" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-277" title="p1010593" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010593.jpg" alt="Pelikansen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Pelikansen</p></div><br />
<div id="attachment_280" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-280" title="p10105842" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p10105842.jpg" alt="Seeloeben" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Seeloeben</p></div><br />
<div id="attachment_282" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-282" title="p10105551" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p10105551.jpg" alt="Face 2 Face" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Face 2 Face</p></div>
<p>Am Weg zu den Inseln kommt man auch an einer bekannten Zeichnung im Wuestensand vorbei, von der die Archeoluegen nicht wissen, was sie dazu sagen koennten. In der Naehe gab es die Paracas-Kultur, lange vor den Inkas, doch der sogenannte Kerzenhalter ist ein Mysterium. Es ist eine 40 cm tiefe Furche im Sand die die Form eines Kerzenhalters hat und 150 mal 60 Meter gross ist. Es blieb erhalten, weil es keinen Wind dort gibt und auch keinen Regen, ausserdem einen Feinstaub, der eine stabile Oberschicht bildet.</p>
<div id="attachment_283" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class="size-full wp-image-283" title="p1010513" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010513.jpg" alt="" width="480" height="640" /><p class="wp-caption-text">El Candelabro</p></div>
<p>Nach der Tour bin ich zufrieden zum Sammeltaxi gwegangen und gleich mit 2 netten Schweden nach Ica und in die nahegelegene Oase Huacachina gefahren, wo ich heute uebernachte. Schon am Weg hierher sieht man riesige Sandduenen, doch das hier ist der Hammer, wie in der Sahara und in der Mitte die Oase. Hier kommen auch Schulklassen von der nahe gelegenen Stadt Ica her und verbreiten viel Spass. Sind am Nachmittag gleich wandern gegangen und spaeter haben wir eine Tour mit Sandbuggies gemacht, wo uns der eingerauchte Chofer actionmaessig nichts schuldig geblieben ist. Der Rahmen vom Buggy hat gekracht und die Chicas gekreischt wie auf der Achterbahn. Zwischendurch war ausgiebig Gelegenheit zum Sandboarden auf riesigen , steilen Duenen&#8230;ein Heidenspass! Die Wueste hat mich sehr beeindruckt, hab so eine astreine Sandwueste zum ersten mal gesehen.</p>
<div id="attachment_284" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-284" title="p1010606" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010606.jpg" alt="Oase Huacachina" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Oase Huacachina</p></div><br />
<div id="attachment_285" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-285" title="p1010643" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010643.jpg" alt="Dune-Der Wuestenplanet" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Dune-Der Wuestenplanet</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-287" title="p1010656" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010656.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<div id="attachment_288" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-288" title="p1010662" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010662.jpg" alt="Sunset" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Sunset</p></div>
<p>Nach einem erfrischendem Bad im Pool sitze ich jetzt da und werde gleich ganz zufrieden was futtern gehen. Was fuer ein Tag! Am Vormittag Pinguine abchecken und am Nachmittag in der Wueste. Peru, que rico!</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-14.083599&amp;lng=-75.753024&amp;openPostId=241"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Raus aus Lima in die Wueste</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 00:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Tag und 2 Naechte in Lima waren vorerst genug. Wollte das angeblich grossartige muse de la nacion besuchen um mir die vielen Kulturen und Epochen der peruanischen Vergangenheit mal vorstellen zu lassen. Leider war dieses bis auf eine Sonderausstellung zur Bewaeltigung der juengeren  Vergangenheit geschlossen,weil es so wie weite Teile von Lima im Umbau sind und fuer das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Tag und 2 Naechte in Lima waren vorerst genug. Wollte das angeblich grossartige muse de la nacion besuchen um mir die vielen Kulturen und Epochen der peruanischen Vergangenheit mal vorstellen zu lassen. Leider war dieses bis auf eine Sonderausstellung zur Bewaeltigung der juengeren  Vergangenheit geschlossen,weil es so wie weite Teile von Lima im Umbau sind und fuer das bevorstehende Treffen der pazifischen Staatengemeinschaft aufgemoebelt wird.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-262" title="p1010423" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010423.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Das interessanteste war ein Blick aus dem letzten Stock,wo die Ausmasse der Stadt erahnbar wurden. Lima hat 9 Millionen Einwohner und ist angeblich 90&#215;40 km gross.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-265" title="p1010428" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010428.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Bin dann weiter in die alte Innenstadt, wo es einige schoene Kolonialbauten, schoene Plaetze und viele Kirchen gibt. Ausserdem ein lebhaftes Strassenleben, viele Leute zum beobachten. Und darueber hinaus jede Menge Typen, die das Lateinamerika-geschulte Misstrauen damit wecken, dass sie dich offensivst anquatschen und jeder ihrer Saetze mit &#8220;amigo&#8221; anfaengt und endet, street hustlers halt&#8230;</p>
<div id="attachment_264" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-264" title="p1010432" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010432.jpg" alt="Kathedrale" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Kathedrale</p></div><br />
<div id="attachment_266" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-266" title="p1010436" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010436.jpg" alt="San Francisco" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">San Francisco</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-267" title="p1010433" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010433.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p>Den Sonnenuntergang hab ich mir auf den Klippen oberhalb der Pazifikkueste angeschaut, wo sich am Samstagabend die wohl bessergestellte Schicht trifft. Hab mir einen schoenen Cappucino genehmigt, waehrend die letzten Surfer noch auf ihren Brettern im Wasser auf die letzte gscheite Welle gewartet, die Scharen von Verliebten sich im Parque de Amor die Haendchen gehalten und die shoppingwuetigen Nachfahren von Pizarro und Atahualpa im angrenzenden Einkaufszentrum ihr Geld Richtung USA verjubelt haben.</p>
<div id="attachment_268" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-268" title="p1010450" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010450.jpg" alt="Klippen" width="500" height="281" /><p class="wp-caption-text">Klippen</p></div>
<p>Nachdem ich die populaeren Biere Cusqueno und Cristal verkostet habe, bin ich mit einer angenehmen Muedigkeit durch Hochsicherheits-Wohlhabenden-Viertel Richtung Quartier spaziert.</p>
<p>In der Frueh bin ich gleich in den Bus gesprungen, was das Reisendenherz gleich hoeher schlagen liess&#8230;on the road again! Bin halt gerne unterwegs und hab auch noch einen weiten weg vor mir.</p>
<p>Mit den ewig langen Bretterbudenvierteln am Stadtrand geht die Stadt direkt in Die Wueste ueber, auch dort stehen immer wieder ganze Barackendoerfer, wo man sich fragt, was die Menschen da machen,wo ueberhaupt nix ist. Rechts von der Strasse ist gleich der Pazifik und so aendert sich das Bild ueber 200 km kaum.</p>
<div id="attachment_269" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-269" title="p1010460" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010460.jpg" alt="Schon mehr Wueste als Stadt" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Schon mehr Wueste als Stadt</p></div><br />
<div id="attachment_270" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-270" title="p1010467" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010467.jpg" alt="Wos wuestn do...?" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">Wos wuestn do...?</p></div>
<p>Jetzt bin ich in Paracas, wo es einen sehr schoenen Strand und ein Naturreservat gibt,ausserdem-mein Ziel- die vorgelagerten Inseln, die als Galapagos fuer den kleinen Mann gelten und auf jeden Fall gut mit Vogelvieh und Seeloewen bestueckt sind. Fahre morgen frueh mit einer Bootstour raus. Hab die Empfehlung bekommen, dass ich unbedingt eine Kappe brauche, weil man sicher von den Voegeln angeschissen wird.</p>
<div id="attachment_271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-271" title="p1010476" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010476.jpg" alt="La Muelle" width="500" height="375" /><p class="wp-caption-text">La Muelle</p></div>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-272" title="p1010478" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010478.jpg" alt="" width="500" height="281" /></p>
<p>Am Tag war es recht angenehm, aber nach dem schoenen  Sonnenuntergang ist es gleich saukalt.</p>
<p>Fotos vom heutigen Tag muss ich wieder nachliefern,die PCs in dem Laden haben noch nicht einmal einen USB-Anschluss. Ausserdem ist das Internetcafe in dem Doerfchen der Treffpunkt fuer die vor Langeweile verhaltensgestoerten Jugendlichen, die so herumschreien und dazu furchtbares Reggaeton-Geklopfe aus einer ebensolchen Anlage hoeren, dass es mir gleich das Trommelfell zerfetzt. Also hau ich ab und werde meinen gegrillten Fisch, den ich vorher verspeist habe, bei einem Pisco-Sour verdauen. Der Pisco, das Nationalgetraenk kommt hier aus der Gegend.</p>
<p>Und nochwas fuer die Wissbegierigen: Peru ist der 2twichtigste Fischfaenger weltweit, wenn auch ewig weit nach China.</p>
<p>Entonces, hasta pronto&#8230;</p>
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		<title>Bienvenido a Peru</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 19:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Peru]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur soviel: bin gut gelandet, nachdem ich von ca. 22 Stunden Fliegen und Flughafen-Sitzerei nur ca 5 Stunden wach erlebt habe, den Rest hab ich verpennt, was aber eh gut ist, vor allem wenn ich an das Essen im Flieger denke.

Lima erinnert mich vom Strassenbild sehr an Guatemala City&#8230;aber so schauen die lateinamerikanischen Grossstaedte wohl aus.
In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur soviel: bin gut gelandet, nachdem ich von ca. 22 Stunden Fliegen und Flughafen-Sitzerei nur ca 5 Stunden wach erlebt habe, den Rest hab ich verpennt, was aber eh gut ist, vor allem wenn ich an das Essen im Flieger denke.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-259" title="p1010422" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010422.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Lima erinnert mich vom Strassenbild sehr an Guatemala City&#8230;aber so schauen die lateinamerikanischen Grossstaedte wohl aus.</p>
<p>In Lima halt ich mich jetzt nicht gross auf, morgen fahre ich mit dem Bus die Kueste Richtung Sueden weiter, Paracas, Ica und Nazca sind so die Ziele fuer die naechsten Tage, aber alles tranquilo.</p>
<p>Mit dem Spanisch komm ich bislang gut frueber, will aber noch viel dazulernen jetzt.</p>
<p>Fotos gibts zwar schon, das Wrack auf dem ich hier tippe werde ich aber nicht zum uploaden missbrauchen&#8230;</p>
<p>hasta pronto, J</p>
<a class="geo_mashup_link" href="http://www.ambestenweg.net/?page_id=448&lat=-12.093084&amp;lng=-77.046491&amp;openPostId=228"><img src="http://www.ambestenweg.net/wp-content/plugins/geo-mashup/images/geotag_16.png" alt="Geotag Icon"/> Google Maps</a>
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		<title>Endlich geht´s los</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 19:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tage der Vorbereitung sind schnell vergangen und beinahe alles konnte erledigt werden, zumindest so gut, dass ich mit gutem Gefühl wegfahre. Tut mir leid, wenn ich mich nicht mehr von allen persönlich und ausführlich verabschieden konnte&#8230;aber die Welt ist ja dank Email, Skype und co eh sehr klein.
Viel wichtiger ist: ich komm jetzt endlich weg. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die Tage der Vorbereitung sind schnell vergangen und beinahe alles konnte erledigt werden, zumindest so gut, dass ich mit gutem Gefühl wegfahre. Tut mir leid, wenn ich mich nicht mehr von allen persönlich und ausführlich verabschieden konnte&#8230;aber die Welt ist ja dank Email, Skype und co eh sehr klein.</p>
<p>Viel wichtiger ist: ich komm jetzt endlich weg. Lange genug ist davon geredet worden, und jetzt wird es endlich ernst. Um 1 Uhr früh, das ist schon in 3 Stunden, bringt mich mein Vater liebenswerter Weise mit dem Auto nach München, von dort gehts über London und Miami nach Lima, Ankunft morgen Ortszeit 21.35.</p>
<p>Ich bin sehr relaxt und nur ein ganz bißchen aufgeregt. Am Nachmittag war ich noch an meinem Lieblingsort in der Natur, dem Preißlkreuz ober meinem Elternhaus, siehe Foto. Den Rucksack werd ich noch schnell anstopfen, momentan liegt noch die ganze Kramuri im Jugendzimmer von dazumals ausgebreitet da, siehe auch Foto&#8230;nicht so sehenswert, aber zum testen der Seite gut genug.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-208 aligncenter" title="p1010418_kl1" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010418_kl1.jpg" alt="" width="480" height="640" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-210 aligncenter" title="p1010407_kl1" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010407_kl1.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>So schreibe ich schnell den ersten Artikel in unserem Webblog um das ganze mal auszuprobieren. Danke Evze für deine Hilfe mit der Erstellung des Blogs. Mal sehen , wie es dann vom Internetcafe aus funktionieren tut&#8230;</p>
<p>Ahja, zur Information:</p>
<p>Der Blog ist an sich für die große Reise angelegt, die ich gemeinsam mit Markus alias Nane am 30. November ab Wien antreten werde. Die führt uns dann zuerst nach Äthiopien, von dort nach Norden und weiter in den Osten. Für mich hat sich jedoch noch ein Vorprojekt ergeben. Einer Einladung nach Guatemala folgend habe ich mit meinem Freund Gunti aus Lienz den Plan gefasst, Guatemala mit Peru zu verbinden. Demnach fliege ich morgen ebendahin. Gunti kommt am 10. Oktober nach, dann werden wir gemeinsam zum Titicacasee, Cuzco und Machu Picchu fahren. Dannach geht es am 30. Oktober für drei Wochen nach Guatemala, für mich und Gunti jeweils schon zum vierten Mal, zum zweiten Mal miteinander. Am 19. November fliegen wir nach Österreich zurück, dann bin ich ein paar Tage in Kärnten zum Umpacken und dann noch ein paar Tage in Wien zum Abschied feiern.</p>
<p>Planmäßig sollten wir am Freitag, dem 28.11., in Wien eine Abschiedsfeier machen. Bitte alle Wiener und wer noch kommen will, Termin einplanen!</p>
<p>Also dann, ich freu mich, wenn das mit dem Blog so funktioniert, wie ich mir das jetzt vorstelle. D.h.: ich und später dann auch Markus stellen Berichte und Fotos hinein, und irgendjemanden interessiert das dann auch&#8230;wir werden sehen!</p>
<p>Also dann bis bald, Euer Jörg</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die große Reise</title>
		<link>http://www.ambestenweg.net/?p=1924</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 09:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joerg</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren waren Immer mehr Reisepläne und Wunschziele in mein Bewusstsein gekommen - hoffnungslos viele angesichts der wenigen Urlaubswochen, die man als Angestellter hat. So entstand die Idee einer längeren Arbeitspause zur Realisierung der akkumulierten Reiseabsichten. Es wurde begonnen zu sparen, zu recherchieren und ganz vage zu planen. Letztendlich ergab sich in diesem Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">In den letzten Jahren waren Immer mehr Reisepläne und Wunschziele in mein Bewusstsein gekommen -<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>hoffnungslos viele angesichts der wenigen Urlaubswochen, die man als Angestellter hat. So entstand die Idee einer längeren Arbeitspause zur Realisierung der akkumulierten Reiseabsichten. Es wurde begonnen zu sparen, zu recherchieren und ganz vage zu planen. Letztendlich ergab sich in diesem Jahr aus den Lebensumständen ein stimmiger Zeitpunkt für die Konkretisierung und Umsetzung der Pläne.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Das Vorhaben einer mehrmonatigen Reise muss wohl vorbereitet sein und verändert das Leben in allen Bereichen, schon bevor die Reise losgeht. So musste ich mich in den letzten Monaten aus meinem gewohnten Leben zurückziehen und die Weichen für die Reise stellen…Job kündigen, Wohnung auflassen, Sachen verstauen, Ausrüstung kaufen, Bürokratie erledigen und sich auch aus dem geliebten menschlichen Umfeld nach und nach zurückziehen und bis auf weiteres verabschieden.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Der Tausch von Freiheit gegen Sicherheit, Komfort und Geld kommt mit vielen Teilschritten, die oft nicht nur leicht fallen. So braucht man schon vor Antritt einer solchen Reise viel mehr Mut und Entschlossenheit als für einen normalen mehrwöchigen Rucksacktrip. Zwei Dinge, die mir Gott sei Dank gegeben sind. Zweifel gab es so gut wie gar nicht – ehrlich! </span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Die Reise beinhaltet für mich einige wichtige Aspekte meines Lebens, denn es ist viel mehr als nur exotische Reiseziele, was da lockt:</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Für mich geht es um die Erfahrung und das Lebensgefühl der <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Freiheit</strong>. Eine Emanzipation von den vielen Zwängen, die sooft als selbstverständlicher Bestandteil des Lebens gesehen werden. Das Gefühl der Freiheit möchte ich soweit in mich aufnehmen und in meinem Herzen abspeichern, dass ich es für den Rest meines Lebens abrufen kann, und es mich trägt, auch wenn im Außen mal nicht so ein hohes Maß an Freiheit gegeben sein wird wie auf dieser Reise.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Außerdem geht es um <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Beweglichkeit</strong>. Auf der Reise wird sich diese natürlich durch viele physische Ortswechsel und Aktivität ausdrücken. Doch es ist eine umfassendere Beweglichkeit, die immer mehr geschult werden will und muss. Die Beweglichkeit des Geistes. Die Fähigkeit sich auf wechselnde Gegebenheiten und Energiefelder einzustellen, diese zu spüren und so gut wie nur möglich, und solange es sein darf, voll zu genießen um sich dann wieder in Leichtigkeit weiterzubewegen und in neue Situationen zu begeben. Diese Beweglichkeit möchte ich auf der bevorstehenden Reise weiterentwickeln, um auf meiner weiteren Lebenswanderschaft und darüber hinaus aus ihr heraus freier agieren zu können. </span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Ein weiterer Aspekt ist die <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Freundschaft</strong> zu meinem geliebten Kumpel und langjährigen Weggefährten Markus a.k.a. Nane. Als ich Markus irgendwann gefragt habe, ob er es sich vorstellen könne, mit mir gemeinsam eine längere Reise zu machen, kam ein klares Ja von ihm. Letztendlich haben wir die Reise gemeinsam vorbereitet und es wird eine Freude sein, viele Eindrücke gemeinsam zu erleben und zu reflektieren. Die Reise wird uns bestimmt auch in der Freundschaft durch Höhen und Tiefen führen, in eine Intensität, wie man sie daheim sicher nicht erfährt. Auch in diesen Aspekt des Abenteuers gehe ich voller Vertrauen. Es sei an dieser Stelle gesagt, dass ich mir keinen besseren Gefährten für so ein Unternehmen wünschen oder vorstellen könnte!</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Die Reise ist für mich auch ganz bewusst eine <strong style="mso-bidi-font-weight: normal;">Visionssuche</strong>. Durch das Zulassen von viel Ruhe und Besinnung sowie die Distanz vom gewohnten Lebensumfeld und der Geschäftigkeit sollen sich die inneren Räume für neue Ideen, Ziele und Perspektiven für mein weiters Leben öffnen. Wir besuchen gezielt Gegenden voller Kultur und großer Vergangenheit und wollen uns von der Magie und Weisheit der Orte und Völker berühren lassen, damit sich die eigene Sicht etwas weiten möge. </span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Ich gehe mit viel Freude in die kommende Zeit. Was danach kommen soll, steht für mich vollkommen offen. Das ist auch eine Voraussetzung für die Erfahrungen, die es zu machen gilt.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Ich werde mich bemühen, öfter mal was Neues in den Blog zu stellen, und freue mich, wenn es jemanden gibt, der unsere Reise interessiert mitverfolgt. Die Reise wird irgendwann enden, dann sehen wir uns wieder.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">In der Zwischenzeit lasse ich es mir gut gehen…und ihr euch bitte auch, denn das sollte auch daheim ganz gut möglich sein.</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Alles Liebe, Jörg 18.09.2009</span></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: center;"><img class="size-full wp-image-216 aligncenter" title="p1010052_kl" src="http://www.ambestenweg.net/html/wp-content/uploads/2008/09/p1010052_kl.jpg" alt="" width="481" height="642" /></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: center;"><span style="font-size: 11pt; color: #000000; font-family: Arial;">Übersetzt: &#8220;Das Leben ist kurz, genieße es!&#8221;</span></p>
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