Gestern frühmorgens haben wir das Hochland mit seinen klaren Tagen und kalten Nächten verlassen und sind durch eine beeindruckende Landschaft und verschiedene Vegetationszonen in immer tiefer liegende und mit dichterem Dschungel bewachsene Ebenen abgetaucht. Ziel war das ca. fünf Stunden entfernte Palenque, das für seine Maya-Ausgrabungen bekannt ist.
Am Weg dahin sind wir bei den beeindruckenden, türkisgrünen Kaskaden von Agua Azul auf ein kühlendes Bad und zur Besichtigung des Wasserfalles von Misol Ha zugekehrt. Beide Plätze liegen im saftigen Dschungel, besonders das Baden in den natürlichen Pools des Flusses und der wunderschönen Kulisse hat es voll gebracht.

Agua Azul

auch

von oben

der Ritter der Kokosnuss vor dem einladenden Naturbad

Misol Ha von vorne...

...und von dahinter aus gesehen
Am Nachmittag kamen wir in Palenque an, das ich von meiner letzten Mexikoreise schon kenne… Quartier suchen, einchecken und den Rest des Tages irgendwie veruchen, sich an die drückende Schwüle (35°C und 100% Luftfeuchte) zu gewöhnen, die einen körperlich total fertigmacht, wenn man vor ein paar Stunden noch im kühlen Hochland war. Früh ins Bett und sich auf den nächsten Besichtigungstag freuen…
Wie bei allen Ausgrabungsstätten Mittelamerikas gilt auch in Palenque: der frühe Vogel fängt den Wurm. In den Morgenstunden sind nicht nur die Temperaturen erträglicher, sondern vor allem die Orte noch menschenleer, weil die Touristengruppen meist erst im Laufe des Vormittages eintrudeln. So sind wir heute in der Früh als erste in Palenque einmarschiert, der Ort hat uns besonders friedlich empfangen. Kaum andere Leute, mystische und stille Atmosphäre, in der Ferne das Brüllen der Brüllaffen…wir konnten in aller Ruhe den Ort besichtigen und genießen. Wie alle Mayastätten hat Palenque seinen ganz eigenen Charakter, der sich in der Architektur und Kunst ausdrückt aber auch energetisch spürbar ist. Palenque ist physisch und metaphysisch sehr stark mit dem Element Wasser verbunden. Es liegt in der niederschlagreichsten Gegend Mexikos und wird von einem Bach durchquert, der knapp unter den Ruinen schöne Kaskaden bildet. Wir hatten heute einen wunderschönen Tag. Besonders Gerhard war trotz seiner Verdauungsprobleme und dem aufgrund der Schwüle ständig drohendem Kreislaufkollaps schwer beeindruckt und höchst zufrieden mit seinem ersten Besuch einer Tempelstadt der alten Maya…beruhigend für die Reiseleitung - für mich - denn mit den alten Mayas wird es weitergehen im Programm.

Überblick über den prominentesten Teil von Palenque

Templo del Sol

Pyramide der Inschriften

EL Palacio

typische Pyramidenfor



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