22.03.2010

Freud und Leid in Dahab

In Dahab sind wir sehr zufrieden angekommen, immerhin hatten wir eine schöne und interessante Reise hinter uns. Müde waren wir aber auch schon ein wenig, und so freuten wir uns über das Meer, ein schönes Quartier, Ruhe und Entspannung.

Die Bucht von Dahab bei Tag

Die Bucht von Dahab bei Tag

...und bei Nacht

...und bei Nacht

nicht schlecht - für meine Verhaeltnısse...

gar nicht schlecht - für meine Verhaeltnısse...

Für Violeta ging es dann doch nicht ganz entspannt weiter. Während ich es mit dem Tauchen ganz gemütlich und voller Routine angehen konnte, hat sie sich ihre Skills und das Wissen erst im Tauchkurs erarbeiten müssen. Die Rahmenbedingungen hätten dafür nicht besser sein können. Sie hatte das Glück, den Tauchlehrer Sayd vier Tage für sich alleine zu haben, da es gerade eine sehr ruhige Woche war. Sayd war extrem professionell und genau, aber auch geduldig und verständnisvoll bei etwaigen Schwierigkeiten und Beklemmungen. In vier Tagen hat er Violeta so weit bekommen, dass aus der Anstrengung Vergnügen wurde, wir zum Abschluss einen sehr schönen gemeinsamen Tauchgang machen konnten und sie sich jetzt offiziell „Taucherin“ nennen darf.

...Lernen...

...Lernen...

...alles herrichten und besprechen...

...alles herrichten und besprechen...

...und dann ıns Wasser...

...und dann ıns Wasser...

so schaut es aus am Sinai - die Wueste geht quasi direkt über ın das Rıff

so schaut es aus am Sinai - die Wueste geht quasi direkt über ın das Rıff

Für mich ist die Schönheit und Vielfalt der Unterwasserwelt sowie die Leichtigkeit und Ruhe sowieso immer ein Genuss und ein bewusstseinserweiterndes Erlebnis. Das Tauchen mit „Sunsplash Divers“ war wie im Vorjahr eine äußerst runde Sache, eingebettet in eine familiäre und nette Atmosphäre rund um die Chefin Anita aus Bayern. Gracias.

Eigentlich wäre mit dem abgeschlossenen Tauchkurs die Tür für ein paar gemütliche letzte Tage am Meer und in der angrenzenden Wüste offen gestanden. Doch sollte es anders kommen und Violeta musste noch eine der unangenehmen Reiseerfahrungen einstecken. Anstrengung, Sonne, Hitze und zuwenig Flüssigkeitszufuhr können den Körper schwächen und für Krankheitserreger anfällig machen, was einem dann in weniger sauberen Ländern den so genannten Reisedurchfall bescheren kann. Eine höchst unangenehme Kombination aus Brechdurchfall, Fieber sowie grippeähnlicher Schwäche und Schmerzen, die ich auch schon öfters hatte. Genau damit wurde Violeta körperlich und nervlich niedergestreckt und ins Bett befördert. Sie hat mir schon sehr leid getan, so sehr hatte sie sich auf die letzten Tage gefreut. Mit Hilfe des örtlichen Doktors und jeder Menge moralischer Unterstützung von allen Seiten haben wir Violeta nach ein paar eher qualvollen Tagen gerade rechtzeitig zum Heimflug wieder halbwegs reisefähig hinbekommen. So sind wir von Dahab direkt per Privatshuttle auf den Flughafen in Kairo gefahren. Wie groß war die Erleichterung und Freude, als wir nach der anstrengenden und wilden Fahrt durch die Wüste endlich den Flughafen – und somit den Boden der „Zivilisation“ – betraten. Dort, am Flughafen von Kairo, endete auch unsere gemeinsame Reise, die sehr intensiv und größtenteils auch super schön war, aber doch auch teilweise den Charakter einer Fahrt mit der Hochschaubahn hatte - die Magenbefindlichkeit am Ende war leider entsprechend…;-)

"Fınal O.K." für den Heimflug

Reif für den Heimflug

Es war eine sehr gelungene Reise. Danke, liebe Violeta, dass du dich auf dieses spannende gemeinsame Abenteuer mit so viel Freude und Herz eingelassen hast! Danke den Habibis und ihren Vorgängern in diesem höchst interessanten Teil der Erde, und danke noch mehr allen Schutzengeln, die uns begleitet haben!

Violeta flog heim nach Wien, für mich ging es woanders hin.

Geotag Icon Google Maps

Kommentare

das bleibt wohl nicht erspart… viel glück für die nächste etappe…

Ein wohl tapferes Mädchen!
muma

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien